plaetzchenwolf - Kommentare zum Thema Kochen 2






Kochen 2 - die Fortsetzung.



Billige Koch-Ideen - oder besser Vorschläge.

Spaghetti Bolognese.
Hühnchen auf Reis.
Blitzpuffer mit Mus
Spiegelei-Brote
als 2. Rezept: Derb-Nudelsalat
Weiße Bohnensuppe mit Speck
als 2. Rezept: Pizza-Omelette(n)!
Kirmesbratwurst mit Brötchen
Hacksteak mit Kartoffelstampf
Bauernbratkartoffeln
Fusilli Pomodoro
Landbrote mit Gurke
als 2. Rezept: Brockelbohnensuppe.
Möhrentopf
Fleischsalat mit Brötchen
als 2. Rezept: "Downtown" , ein bunter Restesalat
Erbsenpüree mit Kassler
Rührei mit Tomaten
Bratklopse und Nudeln
Salat Miramar
als 2. Rezept: Würstchen im Schlafrock
Russische Eier
Reis Asia
Falsches Kotelett mit Kohlrabi
Blumenkohl-Kartoffel-Hickhack
Chinakohl mit Käse und Mandarinen
Wurst-Kesselgulasch
Kartoffelgratin einfach
Handkäs` mit Musik mit Variante.
Rote Bete Apfel Salat mit Spargelcreme-Suppe
Spaghetti mit Pilz-Haschee
Gemüsesuppe

***

Im Web gibt es viele Köttbullar - Rezepte, die ganz anders schmecken, als im großen schwedischen Möbelhaus.
Die Sahne würde ich durch saure Sahne ersetzen, ein wenig mehr Piment zerstossen,
etwas mehr Salz, einen halben Fette-Brühe-Würfel und ein klein wenig mehr schwarzen Pfeffer zugeben.
Die Beilagen sind manigfaltig- man kann Möhren- oder rote Bete-Salat zugeben,
Kartoffelstücke oder Kartoffelpüree, ich habe süß-sauer eingelegte Kürbisstücke bevorzugt.
Als zweite Beilage geht auch eine grobe Marmelade (Klecks) oder etwas Heidelbeere statt Preiselbeere.
(Ich hatte nur grobe schwarze Johannisbeermarmelade da, die mit etwas Aprikosenmarmelade verfeinert wurde)
Manche arbeiten mit Gurkensalat bei diesem Essen -
Eine feste Regel gibt es wohl nicht.
Die Semmelbrösel sind mir auch nicht das Wahre- ein in Milch eingeweichtes Brötchen kommt immer besser.
Ingwer kann man getrost weglassen.
Zwei Eier statt einem ist sicherer für die Bindung der Hackmasse,
die langsam, aber länger brutzeln -in guter Butter- sollte, damit das Fleisch sicher durch ist.
(Mit Deckel garen)
Die Zwiebel brauchen auf keinen Fall zuvor angedünstet werden, wie das Originalrezept meint,
sondern können gleich in die Hackmasse eingearbeitet werden, wenn sie fein gehackt worden sind.
Wenn die Hackbällchen fertig sind, kommen sie in eine Schüssel-
die Pfanne mit dem Sud wird mit Mehl abgestreut und mit etwas Milch aufgefüllt
und dann mit einem Schuß saure Sahne verfeinert.
(bei der Sahne wird die Platte gleich ausgeschaltet, damit die Sahne nicht gerinnt)
Nun noch etwas mit Salz abschmecken und fertig.
Für 3 Personen nimmt man 500gr gemischtes Hackfleisch, eine Zwiebel,
ein fette Brühe Würfel, ein Ei, 2 Tassen Milch, etwas gute Butter,
100gr Saure Sahne, 1 flacher TL Piment, ein EL Salz (für alles)
Mein Sohn hat dort wohl zuletzt Köttbullar gegessen und er meint:
"Schmeckt genau wie im Möbelhaus, prima!"
Also doch besser Ingwer beibehalten..
(Wir "rezensieren" neue Kochversuche immer zu dritt, das gibt mehr Sicherheit)

***

Alte Rezepte aus unserer Region.
Geheimtipp: "no knead bread" -ein leckeres Weißbrot ohne Chemie.
Das "3-Minuten-Brot" ein solides Alltagsbrot, praxistauglich umgesetzt..!
Sauer Brüh- ein echtes Taunus-Urrezept.
Der rote Kartoffelsalat ist immer ein kleines Fest:
Die Grundversion ist diese: Frankfurter roter Kartoffelsalat

Wem die Petersilie zu zickig ist, kann auf "Ligusticum scoticum -
Schottischer Liebstöckel, Mutterwurz, Staudensilie" zurückgreifen,
was wohl ähnliche Wirkung/Geschmack haben soll. (Habe ich noch nicht ausgetestet.. Nachtrag: Diese Aussage stimmt definitiv nicht..)

Rote Bete Saft schütte ich nicht einfach weg:
Den kann man im Kühlschrank mind. eine Woche aufheben und für Verbesserungen bei Tomatensaucen-
oder Suppen einsetzen. Ein gesunder Geschmacksverbesserer !
Russisch Borschtsch oder gefärbte Eier sind damit gut machbar. (Gepellte, hartgekochte Eier)

Das Geheimnis der Küchenchefs scheint mir der dauernd blubbernde Fond zu sein,
bestehend aus Knochen und Suppengemüse und Gemüsereste, Zwiebeln, der kräftig "reduziert", dh. eingedampft wird.
Dann wird dieser portionsweise eingefroren und neuen angesetzt.
Butter ist das zweite Geheimnis- Butter in Mengen, überall dran gegeben,
verfeinert man so den Geschmack, rundet ab.
(Das kommt bei meiner Küche nur äußerst selten vor!)

Gemüsebrühe - egal ob vom Abkochen oder aus Gläsern und Dosen -
hebe ich in abgedeckten Behältnissen im Kühlschrank auf,
um davon (innerhalb einer Woche) ein schnelles Süppchen zu machen
oder um Saucen oder Aufläufen Flüssigkeit zugeben zu können.
Auch mit ein paar Nudeln, ein paar Kräutern darin, lassen sich fix Suppen machen,
die gut wärmen und praktisch nichts kosten.

An dieser Stelle darf ich das alte Hausfrauenrezept für selbstgemachte Kartoffel- Salat- Maionaise nennen:
1 Ei, 2TL Senf, 1EL Essig, 1TL Zucker, etwas Salz, alles schaumig rühren,
während des Rührens nach und nach Distelöl dazu geben,
(ca 1/4ltr) bis die Maionaise fester geworden ist.
Mit etwas Wasser von eingelegten Gurken (die im Salat sowieso verwendet werden)
auflockern, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Für 4 Personen 4 hartgekochte Eier hinein geben,
einen in kleine Würfelchen geschnittenen Apfel,
sowie 3-4 saure Gurken ebenfalls in Stückchen geschnitten.

Nach meinem Kräuterbuch soll Portulak ein schmackhaftes Kraut sein - ich habe es noch nie probiert.
Wer die Eier beim Diskounter kauft, wird immer einen enormen Preisdruck unterstützen,
das gilt in ähnlicher Form auch für die Supermarktketten.
Die Enttäuschung kommt, wenn man sich die Haltung mal direkt beim Erzeuger anschaut -
wozu auch die "Bodenhaltung" gehört.
Mir kommt es vor, als ob so mancher "Bio-Bauer" 30 Hühner hält und 100 Eier am Tag verkauft?
Das gute Gewissen als "Verbraucher" ist durch das teuere Bioprodukt allemal eher gehalten, als der wahre Sachverhalt.
Wir machen einen Spagat, indem der nahe Hof Eier ins Haus liefert,
die mit eigenem Getreide gefüttert wurden.
(Oder von einem Hof im nahen Westerwald, inzwischen liefern beide an Supermärkte der Nähe)
Nun muß man bei solchen Angaben bedenken, daß man zwischen den Zeilen argumentiert:
"Mit eigenem Getreide gefüttert" ist nicht das Gleiche, wie dieser Satz:
"Ausschließlich mit eigenem Getreide gefüttert"!
(Den Unterschied kann man schmecken, riechen und sehen)

An dieser Stelle möchte ich nochmal kurz anraten, möglichst viel frisches Obst
und Gemüse in der Ernährung zu halten,
dessen Wahl nicht teuer sein muß, wenn man heimisch oder preisbewußt kauft!
(Bananen und Apfelsinen sind auch nicht teuer)

Zu den Bananen fällt mir ein, daß meine Frau daraus Marmelade kocht-
eine gute Abwechslung, die richtig schmackhaft ist.
Und nun kommt der Hammer: Damit kann man Salatsaucen verfeinern -
ein ungeahnter Erfolg des exotischen Geschmacks stellt sich ein!
Einfache Salatmaionaise mit einem guten Schuß dieser Bananenmarmelade,
etwas Salz und etwas Curry - mit Gurkenwasser oder Milch aufgefüllt
und geschüttelt- gibt eine ganz wundervolle Sache!

Kalt abgespülte Brenn-Nesseln und zarte Löwenzahn-Blätter UND Blüten
(nur den harten unteren Kelch abschneiden, die zarten gelben Blätter nehmen)
harmonieren vorzüglich, die können mit Zitronenmelisse und Petersilie etc . kombiniert werden.
Ein echter Tipp, der Abwechslung bringt!

Eine Sonderseite für Sonntagsessen, die ganz einfach und günstig zu machen sind!

Selbstgemachte Marmeladen aus vollreifen Früchten sind im 1:2 Verhältnis
einfach herzustellen und schmecken zigmal besser als die teuerste gekaufte Sorte !
(Die Gläser bekomme ich durch die Oliven- gleich umfüllen und gut spülen, warm zudrehen und bereit halten)

Champignons kaufe ich bevorzugt zum halben Preis, am Ablauftag der Abpackung.
Zuhause werden die gleich von sichtbaren Erdkrümelchen befreit,
den Schnittansatz des Stieles entfernt,
sonst nur in Scheiben geschnitten, portionsweise eingefroren.
(nicht blanchieren)
Auf diese Weise hat man geschwind etwas im Haus, um gute Saucen zu machen:
Gute Butter in den Topf, eine klein geschnittene Zwiebel hinein,
andünsten bis anbraeunen, je nach Geschmack, die gefrorenen Pilze hinzu, etwas Salz und Currypulver,
unter Wenden heiß und kurz dünsten.
Die Pilze dürfen gerne noch deutlich fleischig bleiben, dann ist der Pilzgenuss nochmal anders als durchgegart.
Angedickt mit etwas dunklem oder hellem Saucenbinder oder
auch nur mit etwas eingestreutem Mehl (nach der Anbrat-Phase der Zwiebel),
aber auch mit einem einfachen Tütchen Pilzsuppe, das geschwind untergehoben werden muß.
Innerhalb kürzester Zeit entsteht so eine treffliche Sauce,
die man zu Spaghetti oder anderen Nudeln,
aber auch die Klößen oder Braten reichen kann.
(Genau so gut wie im Restaurant)

Die spanische B odega schickt aus dem Süden 20 Dosen Calamares en Salsa Americana, dazu einen Manchegokäse oder gleich zwei -
wie jedes Jahr.. (Darauf verzichte ich nicht gerne - auch 2022 nicht)

***

Zu Diogenes, dem Philosophen in der Tonne- sagte mal jemand, Athen sei eine schrecklich teure Stadt:
Eine Metzelsuppe in einem Gasthaus koste drei Drachmen,
ein ganze Schaf gar eine Mine!
Diesen Mann führte Diogenes auf den Markt zu einem Stand Lupinen.
Was kostet der Scheffel? "Zwei Obolus" sagte man ihm.
Wahrhaftig, eine billige Stadt rief Diogenes aus.
Dann ging er zu dem Stand mit Feigen:
"Vier Obolus!" Und was kosten die Myrtenbeeren? "vier Obolus"-
Eine billige Stadt !
So berichtete es Teles von Megara und zog den Schluß,
nicht eine Stadt sei billig oder teuer,
sondern die jeweilige Lebensweise seiner Bewohner...

***

Kümmel gab es wohl schon sehr lange in Europa, in einheimischer Form -
im Mörser zerstoßen kommt sein Aroma nochmal feiner und besser zu Geltung.

Das gilt auch für den Knoblauch, der schon früh Freunde gefunden hat-
er soll aus dem Kaukasischen stammen.
(Norddeutsche mögen ihn wohl nicht, sonderbarerweise die Wikinger um so mehr,
die jene Knollen auf Reisen mitnahmen, wie schon die röm. Legionäre)

Gewürzgurken oder sauer eingelegte Gemüse und milchsäurevergorene
(Sauerkraut, saure Bohnen) machten haltbar und halfen der Verdauung.

***
Im 15. Jhd. wurden Gewürzfälscher verurteilt - aber auch die Mehlschwitze erfunden.

Nun wirft sich für viele Kochneulinge die Frage auf:
Welche Gewürze sind in der modernen Küche nötig?
Ich möchte es mal so beantworten:
Im Blumentöpfchen kann man immer frische krause oder glatte Petersilie und Schnittlauch haben.
Dill gibt es am besten in gefriergetrockneter Form im Glas zu kaufen.
Thymian und Maioran halte ich für sinnvoll,
groben schwarzen Pfeffer aus der Mühle, Salz und fette Brühewürfel,
Mehl und Weißweinessig besserer Qualität.
Einfaches Olivenöl, Distelöl und Rapskernöl, Lorbeerblätter.
Damit kann man schon eine Menge machen.
Currypulver und Tomatenwürzer im Glas sind gute Helfer, die vielseitig einsetzbar sind.
Wer sich nicht traut, kann mit diesen Tütchen Salatwürzer, die es in etlichen Geschmacksrichtungen gibt,
sogar Hackfleisch, Kartoffelsalat oder Pürree würzen!
Kümmel und Wacholderbeeren sind eher für Braten, nicht für die Alltagsküche.
Zwiebeln und Knoblauch und gute Butter gehören dazu.
Einfachen Senf sollte man daheim haben - Milch und Quark sind ebenfalls universell einsetzbar.
(Fortgeschrittene können sich gerne weiter einlesen, - aber keine Angst:
"Große Küche" gibt es auf meinen Seiten bestimmt nicht- alles
ist so einfach wie denkbar gehalten und so preiswert wie möglich.)

Ich rate gerne, zuerst im Web nachzuforschen,
ob das gesuchte Kräutlein oder Gewürz gesund ist oder es evtl. Nebenwirkungen hat,
die nicht so toll sind;
manches ist karzogen oder schädigt die Nieren etc.
Deshalb habe ich nur ganz bestimmte Sachen in Gebrauch oder verwende
das fragliche Gewürz/Kraut selten oder sehr sparsam !

Weniger ist sowieso "mehr":
Lieber erst einmal weniger würzen, abschmecken und kurz vor dem Ende der Garzeit nochmal testen !
Pfusch entsteht, wenn nach dem Würzen der Geschmack kompensiert
werden muß oder wenn eine falsche Würzung den Grundgeschmack des Gemüses oder
des Fleisches übertüncht oder verfälscht hat !
Wie erkennt man das "richtige" Gewürz?
Einfach dran riechen! Mit ein wenig Übung ist das passende Gewürz
zum Braten oder zur Eier-Speise oder zum Gemüse oder Salat gefunden.
Immer mit wenig anfangen, gut verrühren, nochmal abschmecken.

Achtung: Getrocknete Kräuter würzen stärker als frische !

Die Sauce und die Würzung darf niemals den Grundgeschmack verfälschen,
sie soll diesen begleiten, eher noch als hervorheben.

Manchmal gelingt der Braten besser, wenn er nicht gewürzt in der Folie gegart wird-
eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe und ein Lorbeerblatt
und eine eingelegte Gurke dazu..
dann wird nach einer Stunde (ohne Vorheizen auf 200 Grad Umluft) ausgeschaltet,
eine Stunde entspannen lassen.
Im kleinen Topf eine Zwiebel in Butter gut anbräunen, mit 3 Eßlöffel Mehl abstreuen,
mit dem Bratensaft aus der Folie ablöschen, gut verrühren,
abschmecken ggf. mit etwas Pfeffer aus der Mühle.

(Manche mögen einen Schuß Wein oder Cognac in der Sauce, am besten schon beim Ablöschen,
sonst wird die Sauce leicht zu dünn. Saucenbinder ist nur für Notfälle,
der bildet gerne unangenehme Klumpen, deshalb mag ich sowas nicht:
Glaubt mir, ALLE Gäste merken das sofort!)

Ihr werdet euch wundern, wie gut das schmeckt.
Dazu gibt es fertiges Kartoffelpüree aus des etwas besseren Herstellers
oder selbstgemachten Kartoffelstampf oder Knödel oder Nudeln -
ein wenig Nachtisch (geeiste Melone oder eine Ananasscheibe
aus der Dose mit etwas Kirschkonfitüre mitten drin)
und schon ist ein kleines "Sonntagsessen" fertig, das auch vor Gästen standhält.

PS: Den Braten kann man Abends schon fertig machen, am nächsten Tag aufschneiden
und in der Sauce langsam warm werden lassen, die fertige Sauce nicht mehr kochen lassen.
So ist "am Tag des Gastes" sehr viel weniger Arbeit -
es werden sich somit weniger Fehler und Nachlässigkeiten einschleichen.

***
Essen macht froh, Kochen kann ebenso zufrieden machen,
wenn man sich nicht überschätzt und "klein" anfängt.
Ich möchte lediglich zum Selbstmachen anregen- weiter nichts!

Aus der Bücherei habe ich ein Buch mitgebracht, das ich regelrecht "verschlungen" habe:
"Unterm Dom", ein Buch zum Schmunzeln und Kochen von Hartmut "Hardy" Götzen.
ISN3-933746-08-6 von 2002, 1. Band (auf den 2. freue ich mich schon)
Mit einigen heimischen Rezepten und aufklärenden Worten versehen, findet hier jeder etwas!
Auf Seite 30 hat er die "Frankfurter Linsensuppe" rezeptiert, die mir sofort aufgefallen ist:
Zutaten: 500gr Linsen, 2Ltr Fleischbrühe, 150gr Dörrfleisch, 1kg Lauch,
200gr Karotten, 1kl. Selleriekopf, 80gr Zwiebeln,
2EL Essig, Salz, schwarzer Pfeffer..
Die Zubereitung: Alle Zutaten in Würfel schneiden, Linsen waschen, mit Lauch,
Sellerie- und Karottenwürfeln in 2 Ltr kochende Brühe geben,
aufkochen lassen, Suppe bei geringer Hitze ziehen lassen, Linsen müssen weich werden,
aber ihre Form behalten (kau-fest) Dörrfleisch und Zwiebeln
in einer Pfanne bräunen und in die Suppe geben, mit Mettwurst oder Bockwurst servieren.
Nun kommt sein "Tipp am Rande":
Je nach Geschmack anstatt Essig 2 EL Tomatenmark verwenden!
Nachtrag 2021 - leider ist der 2. Band noch immer nicht zur Verfügung.
Hülsenfrüchte immer ankochen, dann auf halber Kraft garen, das ist wichtig.

***
Ein Tipp zum Grillfest: Gäste essen mal viel, mal wenig-
niemand möchte sich blamieren und zu wenig eingekauft haben.
Soweit gehen wir, geneigte Leser, bestimmt konform..
Nun bleibt also Grillfleisch übrig- ich wickele das umgehend in Frischhaltefolie
und lege es in den Kühlschrank. (Einfrieren geht freilich auch!)
Am nächsten Tag wird es gewürfelt und kommt in den Nudelsalat/Reissalat.
Ein wunderbarer Grundstock, der bis jetzt immer bestens angekommen ist.
Das Verlängern von Nudelsalaten geht mit Gemüsekonserven (abtropfen lassen) recht problemlos.

In einer guten Küche wird NICHTS weggeworfen - außer es ist verdorben.
Verderbnis kann man mit Obacht -fast immer- vermeiden.

Dicke Suppen brauchen immer einige Vorbereitungszeit, zuerst mal muß Wasser aufgesetzt werden
und die (Grund) Würzung hinein- was liegt also näher, als eine günstig erstandene Schweinenuß
oder einen kl. Schweinebraten zuvor in diesem Ansatz - nur köchelnd - lange zu garen?
Das kann man morgens gleich machen, bevor das Bad besucht wird-
so gart das Fleisch schonend, bis es zum "entspannen" in Folie gepackt im Kühlschrank aufbewahrt wird:
Daraus schneide ich dünne Scheiben als Brotbelag oder würfele Reste
davon für einen zünftigen Nudelsalat oder schneide dickere Scheiben (alles kalt belassen),
um diese mit Dipp und Beilagen zu servieren:
Zu Kartoffel/Erbsenpüree oder zu Salzkartoffeln
und frischem Wirsinggemüse etc. der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Der Vorteil ist die energiesparende Art der Essenszubereitung und der sinnvolle Einsatz
wertvoller Eiweißträger, günstig im Preis sind die so gemachten Essen allemal.

Tipp: Tomatensaucen und -Suppen werden besonders fruchtig, wenn man Apfelpüree oder Apfelsaft oder "Miranda-Limonade" zugibt..
Wem das bei Saucen zu süß wird, kann mit etwas -frischem- Thymian nachbessern. (gemörsert)

***
Tipp meiner Frau:
Eine Mehlschwitze darf nur mit kaltem Wasser aufgefüllt werden
und wenn man mit Bratenfond oder Brühe gearbeitet werden soll,
muß zuvor mit etwas kaltem Wasser abgelöscht werden, dann mit der noch warmen Brühe aufgefüllt.
Alles kein Hexenwerk!
Zur Erinnerung:
In Butter Zwiebelstückchen anrösten, ständig mit dem Holzkochlöffel rühren-
dann Mehl einstreuen, rühren bis es leicht Farbe nimmt, dann mit kaltem Wasser
(1-2 Tassen) auffüllen und sofort gründlich verrühren..
(Die Würzung kommt danach)

Die einfachste Art eine Jägersauce zu machen ist folgende:
Etwas weniger als die gewünschte Saucenmenge an Wasser in den Topf geben,
dazu ein Händchen noch gefrorene, geschnittene Champignons,
kurz aufkochen, dann ein Päckchen Jägersaucen-Pulver zugeben,
ein paar Minuten köcheln lassen, mit ganz wenig Salz und Nelkenpulver
(vorsichtig dosieren) abschmecken, vor dem Servieren etwas gute Butter zugeben..

***
Salatsaucen sind kein Geheimnis:
Eine Tasse gute Milch, etwas Salz etwas Zucker, etwas frische gehackte Kräuter,
etwas Zwiebelpulver, einen Schuß neutrales Speiseöl zur Verdaulichkeit und etwas Weißweinessig-
mit dem Schneebesen verrühren. Fertig.
Nun den Salat putzen, waschen, abtropfen und in der Seihe parat stellen..
und erst unmittelbar vor dem Servieren in die Soße geben und unterheben.

Geliermittel Pektin wird aus harten Zellstrukturen von z.B. Trester-Resten gewonnen,
dh. auch für Vegetarier bedenkenlos zu nutzen.

***
Konfitüre 1a!
Mit dem 2:1 Gelierzucker kann man Konfitüren und Gelees erster Güte selbst herstellen:
2:1 Verhältnis Zucker zu Frucht.
Die selbstgemachten Marmeladen sind um Klassen besser, als alles, was man im Laden kaufen kann.
(Teuere Marken eingeschlossen)
Die Zubereitung ist eigentlich immer gleich: Früchte waschen putzen und abtropfen, zerkleinern.
Mit 500gr Gelierzucker 2:1 mischen, Unter Rühren aufkochen, 3 Min sprudeln lassen, dabei immer weiter rühren.
Den heißen Topfinhalt in Gläser füllen, sofort den Schraubdeckel schließen
und nach 5 Min. auf den Deckel stellen.
Nach 5 Minuten kühl in aufrechter Lage lagern..

***
Das exzellente Gelee, königliches zum Frühstück:
100gr frische Pfefferminzblätter (Das geht auch mit getrockneter Pfefferminze) mit Stängel mit einem 1/4 Ltr kochendem Wasser aufgießen,
eine Stunde ziehen lassen.
Bis zu einer Menge von einem 3/4ltr mit Apfel-Saft auffüllen,
1 Päckchen 500gr Gelierzucker 2:1 zugeben, etwas Zitronensäure,
dann 3 Min sprudelnd kochen lassen und weiter wie mit der Marmelade verfahren.

(Wir haben 3 Sorten Pfefferminze im Kräutergarten, 2022 haben die sich untereinander inniglich vermischt und sind toll)

Bitte dran denken: Gelees und Marmeladen mit dem 2:1 Zucker brauchen
etwas länger im Kühlschrank, bis sie richtig fest werden !

***
Das kleine Rezept für die 1000W Elektropfanne mit Deckel:
Die in kleine Würfel geschnittenen roh - gerösteten Kartoffel punkten
mit einer gehackten Zwiebel besonders gut, das ist klar: Die Würzung
für 2kg wären 1 TL Jodsalz, einen TL Curry, 1 TL scharfes Paprikapulver,
1 TL Selleriesalz und einen TL Knoblauchsalz.
(Die Würzung kommt erst 10 Min. vor der Garzeit)
Angebraten bei geschlossenem Deckel und Rapskernöl.
In der Hälfte der Garzeit ohne Deckel. (10Min)
Gesamtgarzeit ca 20-30 Min. Alle 3-5 Min. muß rundum gewenden werden.
Besonders lecker mit ein oder zwei Scheiben Preß-Sack oder Schwartenmagen als Sülze-Ersatz !
Viel frische krause Petersilie dazu reichen !

Versucht doch einmal folgendes:
500gr Grüne ital. Nudeln mit Thymian und einem Lorbeerblatt kochen,
in der Seihe abschütten, mit dem Deckel zudecken, damit sie schön warm bleiben.
Nun im leeren Nudeltopf gut Olivenöl eingeben, 3 EL Rosmarin,
eine gehackte Zwiebel- kurz andünsten, dann 2 Dosen Russische, geräucherte Silt
(ganz, mit dem Öl) zugeben, kurz verrühren - die Nudeln zugeben
und alles sehr gründlich unterheben. Guten Appetit !
(Serviert auf flachen Tellern: 3,60 Euro für 4 Personen !

120gr Nudeln (ungekocht gewogen) sind für eine Frau fast zuviel, für einen Mann wären 140gr richtig.

***
Man kann auch aus Bananen eine 2:1 Marmelade machen - schmeckt sehr gut !

Der Gorgonzola dolce (blau verpackt) ist der beste.( I gor)
Teuer ist dieser Käse auch nicht- was heute schon verwundert..
Er ist bestens geeignet um auf der Pasta gegessen zu werden.
(Auch als einzige Zutat!)

***
Der Unterschied zwischen dem Sommer- und dem Winterkohl (Weißkraut)
ist beachtlich- mit der Sommer-Version kann man keinen schmackhaften Eintopf bauen..

***
"Lassen sie es mal so richtig krachen, mit Schäumen kochen, dann staunen ihre Gäste"
Haha, die meisten werden das nicht mögen, "Sterneköche" sind nicht so beliebt,
wie die das die Medien-Macher denken!

***
Auch Küchenkräuter können unerwünschte Nebenwirkungen haben, das ist nicht unbekannt.
Zur Vertiefung:
Eigentlich braucht man für meine Küche nur Schnittlauch, Petersilie, Thymian, Rosmarin,
Maioran, Dillspitzen, Pfeffer, Salz, Lorbeerblätter, Oliven, Olivenöl,
Rapskernöl ab und zu mal Nelken, Zucker, Paprikapulver, Currypowder, Holunderbeeren, Kapern,
Weißwein-Essig, Piment und Muskatnuß.
Damit kann man die allermeisten Essen machen.
Alles andere ist Zugabe oder Kür und darauf kann man als Anfänger locker verzichten.

***
Für dunkle Saucen kann man die Mehlschwitze auch dunkler einbrennen lassen-
Butter, Mehl- immer feste rühren und schrittweise kaltes Wasser einruehren.

*** Wie mache ich Gulasch richtig, so daß es schmeckt? ***
Meine Frau steuert gerne ihr Rezept bei: (4 Personen, 1Kg Fleisch)
Zuerst kauft man am besten Schweine- und Rindergulasch getrennt verpackt.
(Das Rindergulasch braucht viel länger, die Stücke sind auch zu grob geschnitten,
deshalb wird die Hausfrau diese immer kleiner schneiden wollen.)
Übrigens nimmt sie genau so viele Zwiebeln wie Fleisch !
In Rapsöl wird angebraten bei hoher Hitze.
Erst rühren, wenn es angebräunt ist.
Mit dem Schweinefleisch,das später zukommt, die Zwiebelwürfel und 3-4 Zehen Knoblauch anbraten.
Nun Tomatenmark 140gr (ca) zugeben, nochmal kurz mit anrösten..
Mit Wasser auffüllen, 1-2 M aggiwürfel zugeben, salzen, pfeffern
und eine ordentliche Menge edelsüßen Paprika (Pulver) zugeben.
2,5-3Std köcheln lassen.
Ggf. danach noch mit Saucenbinder nachbinden, nach Geschmack nachwürzen.
Das schmeckt richtig klasse- wetten?
(Ob zu Bandnudeln, Fusilli oder Salzkartoffeln- immer sehr fein)

***
Wunderbar! Selbstgemachte Kiwi-Marmelade- wie Stachelbeere, ganz ausgezeichnet..
Es lohnt sich allemal nach dem neuen 2:1 Rezept mit Gelierzucker
die Marmelade oder Konfitüre selbst zu machen.
Damit kommen die allerteuersten Marken nicht mit.
Sorten, wie Birne und Kiwi oder echte Minze kann man nicht kaufen -
das wäre doch mal ein tolles und sehr persönliches Geschenk..

Wenn Obst nicht gerade Saison hat, lohnt es sich eher nicht,
Kirschen oder Mirabellen oder gar gemischte Beerenfrüchte frisch zu kaufen-
so kamen wir auf tiefgekühlte Ware, die schon für 1,99-2,49 Euro (750gr) zu haben ist.
Damit kann man prima 2:1 Marmelade kochen..

***
Nudeln, Wiki.
Nudeln selber herstellen, ein Thema, das schon lange brennt.
Die Nudelmaschine mit der berühmten Kurbel an der Seite ist nicht alles-
es muß das richtige Mehl sein, das genügend Kleber hat.
405er Weizenmehl ja, bei 550er gerät man vermutlich bereits über die Grenzen des Zusammenhalts.
Der Teig muß geknetet und ausgerollt werden, gleichmäßig dick, was schon nicht so einfach ist.
Man braucht ein Brett, worauf diese Sache stattfinden kann-
der Küchentisch oder die Arbeitsplatte der Küche werden das nicht danken !
Soll man die Nudeln trocknen oder gleich kochen ? Wer reinigt das alles ?
Nee, ich kaufe die Nudeln lieber und gehe dabei in die mittlere Preisklasse,
da sind Enttäuschungen praktisch ausgeschlossen.
Die Sache mit der italienischen Pasta, wo die Sauce nicht mehr so haften will wie früher,
ist im Wiki-Beitrag gut erklärt.
(Das betrifft nur höherpreisige original italienische Nudeln,
mit der Wahl heimischer Marken gab es bisher noch keine Probleme)

*** TIPP ***
Diese Blitz-Pasta-Gerichte, von denen ich einige auf meinen Rezeptseiten zeige,
kann man noch gefahrloser (Ablöschen) herstellen:
Nachdem die Nudeln in die Seihe abgeschüttet worden sind und im gleichen Topf in Öl
die Zutaten (meistens Tomaten) angebrutzelt wurden-
kommen die Nudeln VOR DEM ABLÖSCHEN
in den Topf, dann kommt etwas Wasser oder Wein dazu - auf dieses Brät und auf die Nudeln - dann die Platte ausschalten
und alles zusammen gut unterheben. So spritzt nicht mehr..

***
Ich lach' mich krumm, höre ich Berichte in Radio und Fernsehen
("öffi" sagt man wohl heute) - wenn es um die Kartoffel geht.
Man soll ältere Kartoffeln wegwerfen, wenn sie süßlich schmecken.
(Dabei ist das nur ein normaler Stärke-Umwandlungsprozess und ganz natürlich)
Zeitgleich kauft man Süßkartoffeln- aus Übersee,
dann ist diese Frucht gleich nocheinmal so toll..
Selbst die süßeren Kartoffeln aus Ägypten werden nicht verschmäht,
gleich wie alt die sind und wie auch immer gedüngt oder gar mit Gülle oder Fäkalbrühe gewässert..
Manche Profis profilieren sich regelmäßig mit solchen Shows- Hauptsache, die Sendungen werden voll.

***
Pecorino - schon bei den röm. Legionären bekannt

***
Herings-Stip und Handkäs mit Musik geraten am besten, wenn man die gehackten Zwiebeln etwas ankocht. (Blanchieren)

***
Ein Tipp: Eingesiegelte Bratwürstchen haben zuweilen eine Art Sülze drumherum-
diese sollte man abwaschen, dann die Würstchen abtupfen.
So ist der typische, zuweilen gemeine Geschmack weg !

***
Übergewicht und Fettleber kommt von zu wenig Bewegung und zu fetten und zu süßen Dingen -
nicht von Alkohol - zumindest nicht vom normalem Konsum.

***
MRSA Keime sollen verstärkt
in den Ställen gefunden worden sein - bereits das Berühren von Fleisch kann zur Infektion führen !
(Gründliches Durchgaren und Händewaschen ist bitter nötig)
Woher kommt das?
Nun von der Gier der Züchter, die Antibiotika als Wachstumsbeschleuniger einsetzen..
die Sendung Markt hat aufgedeckt, daß davon auch Veganer oder Vegetarier
betroffen sind, da die Gülle flächig auf die Felder ausgebracht wird -zum Gießen-
und das vernebelt auf alle Felder rundherum.. geht auch in die Oberflächengewässer.
Wer einen Salatkopf ißt und meint sich gesund zu ernähren, hat mehr davon intus,
als jemand, der eine gut durchgebratene Frikadelle mag.
Besonders dramatisch wird das in Ländern, die mit Gülle und Fäkalien wässern,-
weil sauberes Nutzwasser viel zu knapp für die großen Anbaugebiete geworden ist.
(z.B. Spanien - vermutlich passiert das in anderen trockeneren Ländern ebenso)


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