Landfotografie


Ein Blog ueber die Weinbereitung.


(Revidiert am 25. November, abgeschlossen am 24.9. 2017)

Vorwort:
Geneigter Leser!
Wirf am besten alles ueber Bord, was bislang in Groups und Foren,
in Weinbuechern und Tavernen erzaehlt und geschrieben worden ist:
Weinbereitung ist NICHT schwierig und auch KEIN Buch mit sieben Siegeln,
kein grosses Geheimnis und schon gar kein Spektakel fuer hochpreisige Werbetrommler.
Verdummbeutelungen von "Fachleuten" war ich ueber,
zumal deren Resultate im Laufe der Jahre immer duerftiger geworden sind-
die Preise jedoch staendig weiter kletterten..
Deshalb war die Zeit, die ich im Ruhestand habe, reif,
um ganz detailliert meine Erfahrungen in diesen Dingen aufzuschreiben-
und das so, dass die Herstellung jeder verstehen
und vor allen Dingen leicht selber Wein machen kann.
Die in der EU erlaubten Zusatzstoffe fuer Wein lassen den Verdacht aufkommen,
dass hier besonders fleissige Chemielaboranten ihr Schaerflein beitrugen-
exakt das moechte ich nicht im meinem Glase haben.
Bemuehe mal die Suchmaschine in dieser Frage:
" wiki erlaubte zusatzstoffe wein "
Das Resultat wird umhauen !
Im swr gab es am 27.9.2007 eine Sendung zu diesem Thema:
"Vom Natur- zum Industrieprodukt"
Mich stoerte nicht nur die Bezeichnung "Barrique-Fass", was in der Uebersetzung "Fass-Fass" heissen muss.
Anzumerken ist, dass "Ruebenzucker" oder Kristallzucker ein Naturprodukt ist und keine Chemie;
Die Rueben wachsen bei uns auf dem Feld und muessen nicht von irgendwoher eingeflogen werden.
Vermutlich gibt es kein Produkt (Wein ist angeblich kein Lebensmittel),
das derart manipuliert und entstellt wird.
Winzer, mit denen ich ins Gespraech kam, waren ganz still zu obigen Themen
und zu den Mischungen - heute sind die privaten kleinen Weinbauern wohl schon zu selten geworden,
als dass man einen davon zu Gesicht, bekaeme, geschweige denn etwas fragen koennte..
Noch ein marketingtechnischer Trick sind die Lagen- und Sorten und inzwischen auch die Qualitaetsbezeichnungen,
die ehedem eindeutiger waren.
Trauben sind auch Obst- dh. die abschaetzigen Bemerkungen der "Fachleute" gegen einen Obstwein
aus anderen Fruechten als aus Weintrauben entbehren jeder botanischen Grundlage !
Der "Koenig Kunde" wurde erst zum "Konsument", dann zum "Verbraucher" und fuehlt sich zunehmend getaeuscht,
- mit sonderbar blau gefaerbter Zunge nach nur einem Glas "Wein", welcher teuer eingekauft wurde -
so liegt wohl im Wein die gleiche Wahrheit wie in der Wurst, wo Wasser "schnittfest" gemacht werden darf..
Wenn erst einmal die "AGBs" angenommen oder "akzeptiert" wurden, gibts kein zurueck - die Ploerre ist gekauft..
.. deshalb machen wir den Wein doch ganz einfach selbst und haben Spass dabei,
eine ganz alte Selbstverstaendlichkeit,
die in vielen vielen Haeusern betrieben wurde,
neu aufzulegen:

Grundsaetzlich kann man den Wein leichter oder schwerer machen, mit mehr oder weniger Fruchtgeschmack,
mit einer gemeinhin definierten Menge Alkohol.

Die sogenannten "Kirchenfenster" laufen im Glas immer- zumindest bei meinen Weinen !

Jetzt aber zu meinen Hausweinrezept:

Wein kann wirklich jeder - ueberall - leicht selber machen
und wenn man sich strikt an die Anleitung haelt, kann auch nichts schief gehen...
... einen "dicken Kopf" bekommt man nur vom gekauften Wein!

Die Zutaten sind so minimal wie denkbar!
Saft, Zucker, Wasser und etwas Backhefe. (ein bohnengrosses Stueckchen, mehr nicht)

Das Starterkit:

Zwei 5 Ltr Flaschen aus Glas.
Auf diese passt ein 4,5cm (Aussendurchmesser) Gummistopfen mit Loch,
sowie ein Gaerrohr aus Kunststoff ( Alte Form, Viole ) aus der Drogerie oder .. A mazon..

Hier habe ich eine Bilderreihe, die das Ganze ein wenig mehr verdeutlichen kann:
Hobbywinzer's Anfang

Vorgehensweise:
In die 5 Ltr Flasche
1 kg einfachen Kristallzucker,
(Fuer den leichten Sommerwein nur 500gr Zucker nehmen,
-heute nehme ich ganzjaehrig 800gr Zucker -
(erst etwas Saft in den Trichter, (!)
dann den Zucker mit Saft gleichzeitig einfuellen, dann klumpt nichts.
Zucker NIEMALS nachtraeglich zutun, sonst schaeumt alles unaufhoerlich ueber!)
3 Liter (moeglichst 100%igen oder direktgepressten) Saft
und ca ein bohnengrosses Stueckchen frische Backhefe.
Nun kommt der Stopfen drauf, das Gaerrohr einstecken, das Gaerrohr mit Wasser fuellen,
um das Eindringen von Essigbakterien zu vermeiden.
-bitte immer wieder gut verschliessen!

Nach ca 1 bis 2 Woche(n) ist die Spontangaerung vorbei;
warmes Wasser nachfuellen -bis ca 4cm vor dem Ueberlaufen.

Empfohlene -stets klare nehmen- Saefte:
Sauerkirsch, Schwarze Johannisbeere, rote Trauben, weisse Trauben,
Apfelsaft klar (100%), aber auch Cranberry und "roter Multi".
(! Pflaumensaft und fleischige Nektare sind nicht geeignet !)

Grundsaetzlich kann man Obstweine aus weissen und rotem Traubensaft, aus Sauerkirschsaft,
Schwarzer Johannisbeersaft, Apfelsaft (klar),
Fliederbeersaft oder Cranberrysaft machen, aber auch aus 7 Beerensaft -
der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt.

Der Alkoholgehalt ist abhaengig vom Ausgaerungsgrad- je laenger der Wein steht,
um so staerker wird er, weil keine Gaerverhinderer verbaut werden)
Wenn sich der Trub als Sedimentschicht sichtbar am Flaschenboden abgesetzt hat,
dh. der Wein darueber schon klar ist - wird abgezogen:
Vorsichtiges Umschuetten in ein 2. Gefaess, aber ohne den Bodensatz.

Nachklaerung erfolgt NICHT durch irgendwelche Chemie,
sondern NUR durch dichtes Verschliessen der Flasche(n)
und ein paar Tage kuehl ruhen lassen!
An einem nicht so warmen Ort aufgestellt dauert der Gaerprozess gut 1 Monat
und ist an der sich klar zeichnenden Sedimentschicht als "klar" erkennbar.
Nach dem Umfuellen oder Abziehen in eine 2. Flasche:
Nach weiteren 7 Tagen setzt sich noch einmal ein feines Sediment ab -
der Wein hat sich selbst "geschoent"
und ist kristallklar und bereit zum "dekantieren"
in eine Karaffe, die Portionsmenge fuer den Tisch.

Diese Zeit - Angaben sind nur ungefaehr, weil die Temperatur starken Einfluss
auf die Gaerzeit nimmt - zu schnell ist nicht gut...
ideal sind 10-20 Grad Celsius.
Qualitaets - Unterschiede zwischen den Marken konnte ich NICHT feststellen.
(Blindverkostung durch mehrere Personen)

Denk mal:
Waeren die Saefte vom Diskounter schlechter oder gar bedenklich
oder mit unerlaubten Stoffen versetzt, haetten die Keltereien
laengst dem Treiben ein Ende gemacht und den Verbraucherschutz informiert-
hier geht es ums Geschaeft.

Das Saeureverhaeltnis des zur Weinbereitung genommenen Saftes sollte nahe an einem mittelsaueren Apfel liegen,
zu suesse Saefte ohne entsprechende Saeure "kippen" leicht um
und sind dann nicht mehr geniesbar oder es muesste mit chemischen Tricks nachgeholfen
werden- was bei meinen Rezepten jedoch nicht erwuenscht ist.
Ausnahmen der 100% Fruchtsaft - Regel:
Bei Sauerkirsch und Schwarzen Johannisbeeren liegt der reale Fruchtgehalt bei 50 bzw bei 25%,
weil dieser Saft sonst viel zu intensiv waere!

***

Die 5Ltr Flaschen nach Gebrauch gleich gruendlich mit heissem Wasser ausspuelen,
damit sich kein Schimmel oder Essigbakterien bilden koennen.
Groessere Flaschenbuersten kann man gut gebrauchen.
Wichtigstes Prinzip ist das besonders sorgfaeltige Zudrehen der Flaschen,
weil das im Wein durch den Gaerprozess entstandene CO2
fuer die Haltbarkeit verantwortlich ist.

In Wasser- oder Limonadenflaschen aus den Brunnenbetrieben (3/4Ltr Glas)
laesst sich der selbstgemachte Wein sehr schoen lagern:

Am besten kuehl oder im Kuehlschrank lagern - Weine sind zum Trinken, nicht zum Lagern gedacht!

***

An dieser Stelle nochmal mein Tipp aus den eigenen Weinen Gluehwein zu machen,
den man NICHT wuerzen und NICHT zuckert:
2 Tassen bei 700Watt 2,2 Min einschalten.
Heisser als 60/65 Grad soll der Wein nicht werden, sonst ist der Alkohol weg-
als lieber noch ein wenig Zeit nachgeben!
Dieser Gluehwein kann nur aus dem 800gr oder 1kg Zucker - Rezept gemacht werden,
bei einem 500gr Rezept wird das viel zu sauer.
Achtung! Keinen Zucker nach dem Erhitzen nachgeben,
sonst schaeumt der Wein sofort ueber..

5Ltr Flaschen sind besser als groessere, weil man diese leichter handhaben kann-
wie schnell rutscht eine grosse Flasche aus der Hand !

Manche Saefte harmonieren nicht zusammen:
Apfel und Schwarze Johannisbeere z.B. oder Fliederbeere und Apfel.

Aus Pflaumen und Zitrusfruechten kann man keinen harmonischen Wein machen.

Der fertige Wein bezieht seine Stabilitaet aus dem Verhaeltnis Zucker zur Saeure,
dh. die obigen Rezepte mit 0,5kg Zucker sind nicht so lange lagerfaehig
und nicht so stark, wie die mit 1kg Zucker !
(Die Rest-Suesse nimmt mit der Zeit ab, weil sich Zucker in Alkohol umwandelt,
was freilich hauptsaechlich vor dem Abziehen des Weins passieren wird,
weil dann die Hefe noch voll aktiv ist.)

Der selbstgemachte Wein ist sehr preiswert:
Fuer eine 0,7 Liter Wein-Flasche waeren gerade mal 60 Cents faellig..
(September 2014, im November 2017 vielleicht 80 Cents)
(Fuer einen sauberen Wein, von dem man KEINEN "dicken Kopf" oder brennenden Sod bekommt,
weil KEINE CHEMIE darin verbaut wurde)

Die Stabilitaet der Weine nach dem Vollrezept (1kg Zucker) ist sehr gut und beeindruckt immer wieder!
Viel kann man davon nicht trinken- weil der Geschmack und die Kraft doch recht spuerbar ist:
Wir trinken am liebsten aus dem kleinen Bembel aus Westerwaelder - Ton,
schoen hessisch-blau, wie sich das gehoert.
Dann wird in kleine Winzer-Probierglaeschen (ja- echtes Glas) ausgeschenkt,
die auch nur zum Teil gefuellt werden.
Man soll sich am Wein nicht betrinken, sondern nur abendlichen Genuss ohne Reue haben !
Meistens bleibt noch etwas im Bembel- einfach einen Bierdeckel darauf legen,
dann bleiben die Weinmuecken aussen vor ;)
Das Lied Summerwine trifft hier sehr gut.

***

Der original hessische Aeppelwoi (aus purem Saft gemacht,
ohne Wasser, ohne Zucker, mit einem winzigen Stueck Hefe) wird aus den gerippten Glaesern,
gut gekuehlt getrunken.

***

Wichtig:
Diese Weine hoeren nie auf zu arbeiten- dh. auch wenn sie blank abgezogen wurden,
werden sie immer aktiv bleiben:
Ich toete den Wein nicht mit chemischen Mitteln ab,
sondern lasse die Natur walten- so wird er immer kraeftiger,
weil weiter Restzuckergehalte in Alkohol umgewandelt werden.
Das geht bis zur herben oder "trockenen" Auspraegung.
So alt wird der Wein bei uns nicht und wenn, sollte man weniger davon trinken,
weil er sehr stark werden kann.

***

Der Wein ist Goldes Wert,
er lindert manche Schmerzen,
er macht die Dummen oft gelehrt,
und bessert boese Herzen!

Goethe - wer sonst?

***

(Das Urrezept des Bekannten mit der Lohnkelterei arbeitet nach dem Drittel-Prinzip,
dh. ein Drittel Zucker, ein Drittel Wasser, ein Drittel Saft-
gemeint waren dabei schiere Obstsaefte, frisch gepresst.
Apfelwein machte eine Ausnahme, dafuer wurde der Saft pur
- ohne Wasser und ohne Zucker - genommen.)
Da heute kaum noch jemand Streuobstwiesen oder einen Obstgarten hat,
sind MEINE Rezepte mit fertigem Saft gemacht -
so kann jeder und ueberall Wein machen.
Zudem sind die Aufwendungen fuer ein Obstgrundstueck nicht gerade gering,
es muss beschnitten, gespritzt
(ohne geht mal gar nichts, wie die Praxis zeigt!)
und geduengt werden, Unkraut gejaetet,
geentet und gepresst (Equipment!) - dann sofort verarbeitet,
weil Obst recht schnell verdirbt.
Es fallen somit grosse Mengen an, die logistisch behandelt werden muessen
und auch die spaeteren Weine zur gleichen Zeit reif werden lassen,-
was wiederum Haltbarkeitsstoff-Zugaben braucht und Flaschenabfuellungen.
(Equipment!)
Nach meiner Methode kann man die Weine immer schoen nacheinander machen, so wie sie gebraucht werden:
Ganzjaehrig und mit einem schoenen Abwechslungseffekt !

Meine ersten Erinnerungen waren in jenem Hof , der mit altem Basaltsteinpflaster war,
mit richtigem Misthaufen, Huehnern und ...
jener kleinen Apfelwein-Kelterei mit ihren faszinierenden Transmissions-Riemen
und dem alten grossen Elektromotor, von dem man mich kaum weg bekam.
Der Druck der Kelterschraube lies goldgelben,
leicht perligen Apfelsaft ausfliessen, der sich unten um den hoelzernen Kelterkorb
in einer gemauerten Mulde sammelte um in einem Rohr
mit Schlauch in Korbflaschen abgefuellt zu werden.
(Obergaerige Methode,
dh. die Flasche war bis zum Rand voll und blubberte
nun auf einem Stuhl neben dem alten holzgefeuerten Kuechenherd ueber,
mit den typischen "Weinmuecken" - weshalb ich die untergaerige Art bevorzuge...
Apfelwein war immer pur, kein Zucker, kein Wasser, keine Hefe etc.
Im Gegensatz zu anderen Obstweinen,
bei denen der Saft zu sauer oder zu dick war um zu gaeren)
Wie ueberall - auch heute noch - im Land, war die Apfelernte
nicht weniger bekannt als die Weinlese,
aber bei weitem nicht so spektakulaer und lukrativ.
Meine Familie vaeterlicherseits stammt aus Frankfurt am Main,
der Apfelweinhochburg- meine Mutter aus dem Ort der Erzaehlung,
wo wir heute noch wohnen-
so war ich doppelt vorbelastet..
Bald 50 Jahre ist das wohl schon her,
vergessen habe ich die Erlebnisse nicht und nach vielen Jahren der Versuche,
die oft fehlschlugen, war mir die Veroeffentlichung der Erfolge auf diesem Weg ein echtes Ansinnen:
Obstweine zu machen ist nicht schwer, richtige Obstweine zu kaufen jedoch sehr...
(Wein aus Trauben ist dagegen ueberall und in jeder Qualitaet zu haben)
Lohnkelterei:
Die Leute kamen mit Leiterwagen, die mit Jute-Saecke
oder Koerbe voller Aepfel -verschiedenster Sorten-,
die unter den Baeumen aufgesammelt worden waren,
um als Gegenwert Apfelsaft mit nach Hause zu nehmen.
Dieser wurde anschliessend als Apfelsaft in Flaschen eingekocht
oder man hat Apfelgelee
oder Apfelwein davon gemacht.
Heute gibt es diese kleinen Lohnkeltereien nicht mehr,
statt dessen eine bekannte Kelterei in Laubuseschbach, die aehnlich arbeitet.
Es gibt entweder Saft oder Geld fuer sackweise eingesammelte Aepfel,
die dort abgeliefert werden.
Davon wird heute wieder rege Gebrauch gemacht- auch von Leuten,
die nur ein paar Baeumchen im Garten haben.
Apfelwein oder richtiger "Aeppelwoi"
(Mundart ist viel aelter als Hochdeutsch)
wird aus dem "Gerippten" (Pressglas mit Rautenrippung)
gekuehlt getrunken und immer mindestens bis zum Eichstrich gefuellt.
Ein sehr gesundes und erfrischendes Getraenk,
das im Sommer gerne als Schorle -suess (mit Limonade)
oder sauer (mit Selters, welches seinen Ursprung ein paar Orte entfernt hat)
getrunken wird.
Apfelwein hat eine leicht abfuehrende und entschlackende Wirkung.
(Genau wie Fliederbeere oder Holunderbeere)

Das Spalierobst an dem Jahrhunderte alten Kleinbauernhaus war wirklich eine interessante Loesung..
Wenn ich meine Erlebnisse bei Apfelweinbereitern mal zusammenfassen darf,
wird klar, dass keinerlei chemische Stoffe- wie z.B. Milchsaeure oder Reinzuchthefen
oder Naehrstofftabletten etc. benutzt worden sind:
Die Aepfel waren wild in den Sorten durcheinander gemixt,
wie eben gerade die Anlieferung kam- geschnitten, gepresst und versaftet worden.
Der reine Saft kam in das Gaergefaess, das ueberrandvoll gemacht wurde-
evtl. ein klein wenig Zucker dazu,- je nachdem wie das Saeureverhaeltnis ausfiel.
(Ideal ist - bei jedem Wein - eine gewisse Ausgewogenheit zwischen Suesse und Saeure-
in etwa Jona-Gold oder Cox Orange, Golden-Delicius etc.
Boskoop alleine koennte schon zu sauer sein und zu wenig Eigenzucker haben,
ueberhaupt sind sortenreine Apfelweine schwierig zu machen, weil das Saeureverhaeltnis
meistens nicht stimmt und so mit Regulatoren gearbeitet werden muesste..)
Die Mischung der Apfelsorten macht den Reiz und gibt die Sicherheit,
ein gutes Produkt an Wein zu erzielen.
(Bei gekauften Apfelsaeften handelt es sich immer um einen Mix aus zig Apfelsorten)
Diese Gaerballons (randvoll reinem Apfel-Direktsaft)
kamen alleine zum Gaeren, wenn sie warm genug aufgestellt wurden.
(Wildhefen in der Luft)
Die Ausgaerung zeigte sich am klaren Absetzen des Sediment-Trubes
am Flaschenboden- so konnte abgezogen werden.
(Mit dem Schlauch angesaugen, nicht zu tief halten und lieber nochmal nachfuehren,
damit nichts vom Trub in die 2. Flasche kommt)
Diese 2. Flasche also, in die der geklaerte Apfelwein kommt,
sollte fast randvoll gefuellt sein und luftdicht verschlossen werden,
weil sonst schnell Essigbakterien hinzu kommen, die den Wein umkippen lassen
oder zu "Boecksle"-Geschmack fuehren (Schimmelartig, der Grundstock der Essigbereitung).
Es wurden keine Haltbarkeitsstoffe benutzt !
Der Wein perlt bis zum letzten Tropfen - lange hat man sich dran gehalten
und fix getrunken, eh' er schlecht wurde...
Heutige Apfelweine, die sich ausserhalb der Massenproduktion bewegen,
sind eher sortenrein und brauchen viel Pflege und kuenstliche Hilfen,-
die Chance auf ein besonderes Geschmackserlebnis ist aber allemal vorhanden,
wie ich in meinen eigenen Versuchsreihen immer wieder erlebe:
Ein guter Apfelwein ist etwas ganz besonderes und kann von trocken-perlig
bis vollmundig-spritzig alles werden, wenn man nur will.

Umrechnung fuer US - Mengen und Gewichte:
"Ltr" = 1 Liter = 1000 ml - 3/4 Ltr = 750 ml
1/2 Ltr = 500 ml
Kg = 1 Kilo = 1000 gr
1/2 kg = 500 gr
1/3 kg = 333 gr
1oz = 28,375 gr
333gr = 11,73 oz
500gr = 17,62 oz
0,75ltr or 750ml = 25,36 fluid once
1,5ltr or 1500ml= 50,72 fluid once
1ltr or 1000ml = 38,04 fluid once
One Block ( baker`s yeast ) Hefe 42gr = 1 , 481 oz
half Block (half oz) baker's yeast of the 5Ltr or:
one and a half Gallons - Bottle.

In den Wein- und Hobbybuechern ist immer von "Reinzuchthefen" und "Milchsaeure",
"Naehrsalztabletten" die Rede, ohne die das Getraenk nicht werden wuerde-
so ein Schmarn!
Bei diesem Thema darf ich sehr darum bitten,
sich nicht verrueckt machen zu lassen
und ganz einfach mal den ganz einfachen Weg einzuschreiten,
der obig bestens beschrieben worden ist und der schon Jahrtausende alt ist.
(Als Fass- oder Maischegaerung, die fuer mich frueher auch kein Problem waren-
die Kelter wurde irgendwann abgaengig und steht nun zur Zierde herum.
Die fertigen Saefte sind zudem besser -
warum also nicht den einfachen Weg gehen?)
+++ Das sehe ich als meine kleine "Mission" hier im Web.

Die wichtigste Grundregel ist:
Gaerende Weine nur mit Gaerstopfen luftdicht abschliessen,
damit sich ein CO2 Polster bilden kann,
das Bakterien und Fremdhefen keinen Platz laesst.

Im Fernsehen kam eine Reportage ueber ein Schloss im Rheingau, das "edelste Weine" vermarktet.
Gezeigt wurden Blechtanks im Keller, wo "die Weine gemischt werden,
um den haustypischen Touch zu bekommen" -
Wie? Gemischt?
Wo ist die Zeit geblieben, wo man zwischen Winzerschoppen, (spaeter auch "Qualtitaetswein" genannt)
der nachgezuckert werden durfte -
dann Kabinett, Spaetlese, Auslese und Eiswein unterschieden worden ist?
Zudem nach Lage und Sorte, die beim Winzerschoppen nicht wichtig waren.

***

Die Saefte aus den recycelfaehigen Papp-Packungen sind heute so gut,
dass sich die eigene Quetsche und Filter nicht mehr lohnen-
ich lasse denen, die das so gut machen,
die Freude mir die fertigen Saefte zu liefern,
die fuer meinen Wein noetig sind!

Die Qualitaeten der Fruchtsaefte sind heute so gut,
dass auch beim Diskounter gekauft werden kann!

***

Direktsaft ist schon nochmal was anderes als Saft aus Konzentrat,
Direktsaft muss somit teurer sein, das ist mir klar- aber:
Ich habe zwischen diesen Direktsaeften und den Saeften aus dem Supermarkt
und aus dem Diskounter (durch Blindverkostung mehrerer Personen bestaetigt)
keinerlei geschmacklichen oder sensorischen Unterschied ausmachen koennen.

Selbstverstaendlich sind mir die Bemuehungen von Obstbauern oder Kleinkelterern mit akademischen Ausbildungen aufgefallen,
die sortenreine Apfelweine machen.
Ich halte das strikte Auseinanderhalten der Apfelsorten fuer recht schwierig -
es sei denn, man betreibt eine entsprechend sortenreine Plantage oder Baumwiese,
wo die Sorten exakt definiert oder bekannt sind.
Zudem eigenen sich nicht alle Apfelsorten fuer Apfelwein, weil ein gewisser Gehalt an Saeure noetig ist.
Deshalb halte ich Mischungen fuer sinnvoll - so wird jeder Apfel verwertet.
Beim Apfelwein kommen auch weniger grosse oder fleckige Aepfel in die Kelter,
die sonst nicht zu vermarkten gewesen waeren.

Abwechslung tut not, wer sich festlegt, engt sich ein:
Was waere, wenn mal ein schlechtes Jahr fuer eine bestimmte Frucht ist
und die Saefte daraus zu teuer werden ?
So bin ich mit vielen lieferbaren Sorten in Uebung und kann geschwind Wein aus dem guenstigsten Saft machen.
Ein wenig rechnen habe ich schon gelernt - vergebens soll das nicht gewesen sein..

***

Nochmal das Prozedere der Weinbereitung:
Inzwischen fuelle ich nur den Saft, Zucker, Hefe- Grundstock ein,
schliesse die Flasche mit dem Gaerstopfen und warte ein paar Tage,
bis die Spontangaerung abgeklungen ist.
Dann wird -langsam- mit warmem Wasser bis fast oben aufgefuellt.
Fertig-
nun wir man bald zwei Monate Geduld haben muessen, bis der Wein fertig ist..

Neues:
Heute hat man im Forschungs - Institut ein neues Verfahren zur Haltbarmachung von Wein entwickelt, das auf mechanischem Wege (so sagt man) lebende Strukturen zerstoert.
Die "kalte Pasteurisierung".
Dabei werde der Wein mit Stickstoff oder dem Edelgas Argon vermischt,
der Druck erhoeht und dann schlagartig entspannt.
Aehnliches ist bei der Haltbarmachung von Fruchtsaeften,
dort aber ohne Stickstoff und ohne Argon, nur durch Erhitzung:
"Unser Saft wird auf 85 Grad erhitzt, (pasteurisiert) rueckgekuehlt
auf knapp 20 Grad Celsius und unter sterilen Bedingungen
in eine sterile Verpackung abgefuellt.
Diese keimfreie Kaltabfuellung bringt Energie-
und Kosteneinsparungen auf ganz natuerliche Art."

Wie "gesund" Argon ist, weiss ich freilich nicht!
http://www.fruchtsaft.de

Viele vertragen dieses Schwefeldioxyd im Wein nicht, also jener Schwefel,
den ich nicht haben mag in meinen Weinen..
so ist meine Methode gut dabei - und allemal gesuender!

Noch etwas:
Die Drehstopfen gibt es von speziellen Herstellern nachzukaufen,
desgleichen die 5Ltr Glasballons und auch die Gummistopfen und Gaerrohre.
Die Preise vergleichen lohnt sich dabei sehr!

Sektchen


((Roter Traubensaft, Kirschsaft und schwarzer Johannisbeersaft ist suesser als Apfelsaft, weshalb beim Roten mit halber Zuckermenge gearbeitet werden kann.))

Feb.2016:
Die Bekoemlichkeit ist auch so ein Ding, das man nicht vernachlaessigen darf!

Ich mache meinen Weissen und Roten nur noch mit 0,7kg (700gr) Zucker, damit kein gesonderter Ansatz fuer Gluehwein und fuer Sektchen gemacht werden muss.
Das ist nun einfacher durch ein auf 700gr markierten Messbecher, mit dem sich die Sache einfacher gestalten laesst.

(Nachtrag: Gerade beim Sektchen ist das Rezept mit 800gr Zucker eindeutig das bessere, weil die Wartezeit
deutlich geringer als beim 1kg Rezept ist und die Stabilitaet besser als beim 500gr Rezept)

***

Ich wunderte mich, warum so viele aus eigentlich muslimischen Laendern auf meine Seite kommen-
die bekanntlich nur in deutscher Sprache abgefasst ist:
Der Fruchtsaft-Umsatz in diesen Laendern ist enorm und die alkoholhaltigen Getraenke
sind dort verboten oder horror-teuer.
Auf meinen Seiten sind viele Rezepte, um aus Saeften leckeren Wein zu machen.
Wohl bekomms, ihr Pharisaeer und Philister ;)

***

In einer Pharmazeitung habe ich gelesen, dass "Histamin" am dicken Kopf,
verstopfter Nase, naechtlichem Schwitzen und aehnlicher Unvertraeglichkeitszeichen schuld waere,
die vom Weinkonsum -oft auch durch kleine Mengen- kommen wuerde.
(Histamine kaemen durch schlechte Fruechte, Faeulnisbakterien und Schimmelpilze)
Manche Weinhersteller setzen auf wenig empfindliche Fruechte, andere auf auf "Betonitbehandlung",
wo Erden auf dem Flaschenboden diese Stoffe binden sollen.
Man nimmt an, dass trockene Herbste bessere Weine ergeben, hat aber in Tests Unsicherheiten zugegeben,
dass es doch der Schwefel ursaechlich fuer die Unvertraeglichkeiten sein koennten..
(Schwefel verwende ich niemals.)

***

17. August 2016
Noch ein Wort zur Ausgaerung des Weines:
Im Hochsommer geht der Wein schneller, was durch die Temperaturen bedingt ist.
Bei uns im Keller schwankt die Temperatur nur wenige Grad, was aber doch am Wein zu bemerken ist:
Im Sommer ist er nicht so lieblich, der Wein wird "rauher", etwas herber und kraeftiger.
Bei einem 0,7kg Zucker-Rezept merkt man das deutlicher, als bei einem 1kg Rezept,
was immer noch genuegend Restsuesse hat.
Wer das nicht haben will, sollte entweder den Wein etwas frueher trinken oder im Sommer etwas weniger Wein machen.
Der Weisse schmeckt im Hochsommer fast wie ein norditalienischer Weisswein - obwohl er aus Apfelsaft gemacht wurde!
Der Tokaj-Geschmack des Roten aendert sich dann in Richtung Bordeaux.


Wein-Bilder
Kurzanleitung zur Weinbereitung
Ur

Weinherstellung, Wiki

Obstwein Wiki

Alternativen:
*** Honigwein ***

Edelrezept weiss

Edelrezept rot

Wiki Obstwein
Wiki ober/untergaerig beim Bier, was heute anders gemacht wird, als frueher.
http://www.weinbau24.de/shop/glasballons/1059-glasballon-5-l-rechts-mit-ohr.html

Wer sich fuer weitere Themen interessiert, ist hier gut aufgehoben.

*** Seitenempfehlung: Brotbacken - kann heute jeder, wenn nach diesen Rezepten vorgegangen wird.
Endlich ist chemiefreies und haltbares, appetitliches Brot in jedem Haushalt ganz leicht selbst machbar ! ***

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Maßeinheiten, Mengen und Gewichte, wie würze ich was? -


Wer sich fuer weitere Themen interessiert, ist hier gut aufgehoben.

Mai 2016: Heute war es so weit - Kirschsaft war "aus" im Supermarkt, nachdem im Diskount dieser schon laenger aus dem Sortiment heraus genommen wurde.
Ich rechne bei meiner Art Wein zu machen immer mit solchen Dingen, deshalb sind die Saefte auch austauschbar.
Wenn kein Kirschsaft mehr im Regal ist, kann so einfach auf "Roter Multi" oder "Cranberry"
oder "schwarze Johannisbeere" umgestellt werden, wovon jeweils ein Liter auf 2 Liter roten Traubensaft kommen.
Freilich kann man - sollte roter Traubensaft auch noch knapp werden, mit diesen Alternativen
auch alleine Wein gemacht werden.
(3ltr Cranberry, 0,7kg Zucker)
Alles kein Problem, wir sind ja flexibel- gell?
(Was allerdings nicht so toll ist: Cranberry und Kirsch oder andere seltsame Mischungen..
ich habe so extrem viel ausgetestet, dass ihr besser bei meinen Empfehlungen bleiben solltet,
liebe Leser und / oder geneigte Leserin.)

"Eiklar-Schoenung wird gerne bei Rotweinen gemacht,
um den Gerbstoffgehalt zu vermindern und damit den Wein etwas milder zu gestalten"
Sachen gibt's ! "Veganer Wein" lautet hierbei die Ueberschrift in der Zeitung.
So eine Panscherei gibt es bei mir nicht, weder mit Chemie noch mit Ei oder Schwefel oder Algen,
keine Aromaten oder Verschnitt, keine Holzschnitzel im Gaerbehaelter oder sonst was-
pur, einfach nur noch pur und Natur..

***

Ihr, geneigte Leser - seht nun schon deutlich vor Augen, dass dieses Hobby recht spannend sein kann..
wie auch immer, so ein Vorhaben gelingt oft erst nach Jahren,
ob es sich um das Einkochen von Marmelade oder Gurken handelt:
Bis der richtige "Dreh" erreicht ist, sind immer einige Fehlschlaege hinzunehmen.
Jeder hat einen etwas anderen Geschmack und moechte das jeweils Beste fuer sich haben.
Hobbies sollten jedoch selektiert, dh. abgeklopft sein: Brauche ich das wirklich?
Muss ich alles selber machen?
Diese Gedanken leiten uns hier immer und immer wieder neu an:
Manchmal ist weniger mehr.
Meine Frau macht Brot und Marmelade selbst, ich bin mit dem Wein dabei und koche gerne einfache Sachen,
die Freude machen.
So spiegelt sich diese Steckenpferd-Haltung auch im Garten:
Ein paar Obststraeucher (Him-Brom-Heidel-Josta-Johannis-Stachel-Erdbeeren)
und Stangenbohnen "Prunk- oder Feuerbohne" und ein etwas besser sortiertes Kraeuterbeet
mit japanischer. und krauser und glatter Petersilie, deutsches und schottisches Liebstoeckel,
Maioran edel und auch einen wilden, Thymian, Baerlauch, Schnittlauch, Knoblauch, Gartenkresse, roem. Ampher,
Pimpernelle, Bohnenkraut, einfache und thueringer und marokk. Minze, Salbei und Lavendel,
div. heimische Wildkraeuter und echten Waldmeister.
Ich meine, das reicht - verzetteln soll man sich mit den Hobbies nicht, die dann noch das Wandern
und die Homepage beinhalten.
(Von den Blumenbeeten, Rasen und den Hecken will ich nicht mal anfangen zu reden)
Deshalb machen wir keine Gurken ein und bauen auch keinen Salat oder Gemuese an -
das koennen die anderen Leute viel besser !

Neue Erkenntnisse ueber Fliederbeeren oder Holunderbeeren:
Schwarze Holunderbeeren haben jetzt Saison.
Sie sollen nicht roh gegessen werden, da sie einen Stoff enthalten, der Blausaeure bilden kann.
Holunder wird fuer Saft, Gelee und Likoer verwendet.
Holundersaft verfeinert Gelee und Rotkohlgemuese und kann mit anderen Fruchtsaeften gemischt werden.
Gesund sind die Beeren in jedem Fall:
Sie staerken das Immunsystem und wirken entzuendungshemmend.

http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/holunder/

Wein aus reinem Fliederbeerensaft halte ich fuer wenig sinnvoll (schmeckt auch nicht sonderlich gut)
- eher als ein Drittel-Zugabe, dann hilft er der Verdauung,
d.h. sie wirken recht abfuehrend.
Zudem sind diese mit Wacholderbeeren hergestellten Weine eher reine Geschmacksache,
man mag sie oder eben nicht.

Mein Sohn, der laengst einen eigenen Haushalt hat, meint:
Die waermerer Vergaerung von Wein in der Wohnung geht zwar schneller,
der Wein schmeckt aber nicht so gut wie deiner, der langsam im kuehlen Keller gaeren konnte,
das ist ein deutlicher Unterschied..

Einen besonders eleganten Wein gab es vom "Roten Multi" ( E deka, 1,19Euro fuer einen Liter),
das darf ruhig erwaehnt werden.. allerdings ist dieser Wein nicht besonders stark,
man sollte diesen zuegig trinken, weil er durch geringere Zuckermengen weniger haltbar ist.
(Der Ausgangssaft ist nicht so suess)

Am 22.9.2016 gab es bei uns eine Verkostung von Wein aus Apfelsaft (nach dem 700gr Zucker Rezept)
und einem Wein aus weissem Traubensaft, ebenfalls nach dem 700gr Zuckerrezept (je 3 Ltr Saft auf die 5Ltr Flasche):
Das Resultat war, dass der Wein aus Apfelsaft leichter, spritziger - aber mit etwas Bitternote war.
Der Wein aus weissem Traubensaft war runder, aber hatte etwas wenig Saeure,
etwas mehr Fuelle.
So waere es wohl geraten, wenn ich kuenftig zu 1,5 Ltr Apfelsaft nochmal 1Ltr weissen Traubensaft tun wuerde.
Der Wein soll nicht zu schwer werden, weil die Gaerzeit und der Alkoholgehalt zu hoch kaeme.
Sicher kann man den Wein - ganz grundsaetzlich -
aus purem Saft machen, dann kaemen eben 3Ltr Apfelsaft und 1Ltr weisser Traubensaft zum Einsatz. Der Zuckeransatz ist schon perfekt mit 700gr, das habe ich lange genug ausgetestet.
Heute nehme ich 800gr Zucker.
Es ist eben alles eine reine Geschmacksfrage!

***

Wer sich fuer den Purismus entscheiden mag, dem kann ich einen Weissen aus
2Ltr Apfel- und 1Ltr weissem Traubensaft empfehlen,
sowie einen Roten aus 2Ltr rotem Traubensaft und einem Liter Kirsch- oder schwarzen Johannisbeeren.
Jeweils mit 700gr Zucker im Ansatz.

***


Wer die Moeglichkeit hat, beim Direktversafter / Biohof zu kaufen,
kann das selbstverstaendlich gerne tun !
Die Saefte vom Diskounter / Supermarkt / Kelterei
sind der Systemsicherheit der eigenen Weinbereitung dienlich -
wer weiss, ob es das naechste Mal wieder genug frischen Saft gibt?

Die Rezension des aus dem 3ltr Pack resultierenden Weines wird an dieser Stelle genannt..
(was bekanntlich noch einige Zeit dauern wird - bei der Zubereitung werde ich erst einmal das Saeureverhaeltnis untersuchen,
der sortenreine Saft ist Neuland fuer mich, mit Direktsaft habe ich dagegen schon oft gearbeitet.)
Die Verkostung des Saftes war sehr gut, als haette man noch nie Apfelsaft probiert-
was allerdings auch durch die Naturtruebe gekommen sein koennte. Diese Naturtruebe koennte mir Kummer machen,
wenn daraus nur Most erwaechst und kein Wein (Wein sollte klar sein und ob wir uns hier an
naturtrueben Most gewoehnen koennten,
wage ich zu bezweifeln) - hier wuerden sich weitere Moeglichkeiten ergeben:
Filterung durch ein Leinentuch vor dem Ansatz oder ausschliesslich als Most,
dh. mein Weisser wuerde wie zuvor gemacht, ohne diese 3Ltr Box.)
Aber das wird die Zeit zeigen, lassen wir den Wein erstmal in aller Ruhe im kuehlen Keller gaeren.
(An dieser Stelle wird rezensiert werden - versprochen -
das wird wohl Mitte Februar 2017 so weit sein, gut Ding will Weile haben!)

Nach 4 Monaten und 10 Tagen (Deshalb habe ich eben 19-20 x die 5Ltr Flaschen laufen,
weil Wein eben Zeit braucht) ist der Wein aus dem "Roten Multi" (E deka) fertig (klar) geworden
(nach dem ueblichen 0,7kg Zucker und 3Ltr Saft Rezept):
Hellrot, mit einem zarten Blauschimmer, der Geschmack war duftig blumig mit "ernstem Backgrund",
der Wein hat Kraft, auch wenn das erst beim 2. Schluck klar wird. Angenehm, eine gute Abwechslung.

Abends war mir der Weg in den Keller zu muehsam, wir kamen gerade von den Enkelchen und es war spaet-
es froestelte uns.
Im Kuehlschrank standen ein paar Flaeschchen selbstgemachten Sektes.
Was tun? Ich habe Gluehwein daraus gemacht - 2,3 Min in der Mikrowelle bei 700 Watt.
(die blaue 0,2ltr Gluehweintasse) Erst mal mit nur 2 Minuten,
dann noch etwas Strom nachgeben, wenn es aufgehoert hat so stark zu schaeumen.
Das Resultat beeindruckte, es war herrlich !

Immer wieder gibt es neue Sachen, die eben so ein Hobby ausmachen!
Ich habe mir heute vorgenommen, die Saefte nur noch dann zu kaufen, wenn sie im Angebot sind.
So z.B. ist ein absolut zu vergleichender Saft aus schwarzen Johannisbeeren einmal fuer 1,79 Euro
und hoeher, dann aber auch fuer 79 Cents zu haben.
Hier sollte man zugreifen, was ich denn auch tun werde:
Zuerst Direktsaefte, die es wohl nur bei Apfel- Kirsch- weissen und roten Trauben gibt,
dann eben solche aus Dicksaeften, wo letztlich ebenfalls "100% Fruchtsaft" auf der Packung stehen darf.
(Den Unterschied heraus schmecken zu wollen, wird vermutlich eines Fachmannes beduerfen - ein normaler Mensch schmeckt das nicht.)
Dieser schw. Johannisbeer-Saft ist nicht so stark, 25-28% hat dieser nur, sonst koennte man ihn vermutlich nicht trinken.
Meine Urgrossmutter hat den schw. Johannisbeersaft pur eingekocht in Flaschen haltbar gemacht -
man musste die 4 fache Menge an Wasser zutun, um eine angenehme Limonade daraus herzustellen.
(Nur mal so am Rande)

Der Oktober 2016 bringt mich auf seltsame Gedanken, die mit der Lektuere des Buches "Blackout" zusammen haengen.

Wie auch immer - ich werde also kuenftig nur noch aus Angebots-Saeften meinen Wein machen,
das ist durchschnittlich 25% billiger und bedeutet keinerlei Einschnitt in Sachen Qualitaet !
Nach kurzer Zeit hat man "raus", wo was am billigsten zu haben ist.. und der Nebeneffekt ist dabei noch,
dass die hohe Flexibilitaet erhalten bleibt, aus vielen verschiedenen Saeften leckeren Wein machen zu koennen.
Das bringt erfreuliche Abwechslung ins Glas !

Mir gefallen die einfachsten Weine am besten - bei jedem wird sich dieses Hobby wohl anders entwickeln !
Fuer mich wird die Komposition der Seite Ur die dauerhafteste Loesung sein.
Dieser Blog, den ihr gerade lest, geneigte Leser, liebe Leserin -
ist nur die Auflistung aller Moeglichkeiten, die man im Hobby-Bereich der Weinherstellung daheim so haben kann.
Selbstverstaendlich kann man aus eigenem Obst feine Weine machen, aber nicht mit jedem Obst!
(Pflaumen sind nicht geeignet, genau wie Suedfruechte) Wer sein eigenes Obst hat,
kann eine Kelter kaufen - zuvor sollten die Fruechte zerkleinert werden.
Mit Metall darf der austretende Saft nicht in Beruehrung kommen, sonst korridiert er und das schmeckt man.
Ansonsten ist die Vorgehensweise genau so, wie mit gekauften Saeften.
Wenn noch viele Trubstoffe im selbstgepressten Saft sind, empfehle ich die obergaerige Methode,
dass oben alles heraus blubbern kann, was nicht in einen Wein gehoert.
(Die 5Ltr Flasche kann man dazu in einen Putzeimer stellen, dann gibt es wenig Schweinerei.)
Wenn die Spontangaerung vorbei ist - so nach einer Woche - wuerde ich doch wieder die Gaerkappe und das Gaerrohr drauf setzen,
so dringen keine Essigbakterien ein.

***

Wer im Web was macht, muss sich selbst treu, dh. "autentisch" sein und bleiben, sonst hat man verloren und dem "must have" nachgegeben.
Ich finde, dass die EU mit ihren "Lockerungen" zugunsten der Hersteller oder Erzeuger viel zu weit gegangen ist.
Die vielen "erlaubten" Zusatzstoffe -um beim Thema zu bleiben- bei Weinen sind haarstraeubend !
Eigentlich duerfte man schon nicht mehr von "Wein", sondern von "Weinerzeugnissen" oder "Weinhaltigen oder -artigen Getraenken" sprechen!
Die alten Klassifikationen "Winzerschoppen - Kabinett - Spaetlese - Auslese - Eiswein" hatten schon ihre Bewandtnis,
sie sind nicht zufaellig, sondern in hunderten von Jahren entstanden -
eben bis diese unseelige EU mit ihren seltsamen "Vereinheitlichungen"
mehr und mehr ein einseitiges Mogeln zugunsten der Hersteller brachte.
Die Kroenung dieser Zucht ist Ceta und TTIP - mehr mogeln geht dann nicht mehr..

Wer also etwas deutlich sauberes machen will, muss eben zur Selbsthilfe greifen.
Da ich ein ausgemachter Pragmatiker bin, sehe ich meine Rezepte nicht in religioeser Verbraemtheit, sondern locker:
Macht doch was ihr wollt und was euch bekommt - es geht nur um eueren Bauch und um euere Geschmaecker..

Die Sucht der EU nach Bevormundung wird in vielen Laenderparlamenten gerne geteilt:
Das hat schon in der Kirche den Ursprung, wo man die "Schaefchen" gerne duckt und klein haelt.
Hunderte von Besuchern -gerade von dieser Seite, der Rezepte39 ueber Wein- sprechen Baende,
erst recht die Gesamtzahl der Seiten, die angewaehlt werden:
Zwischen 10-18.000 jeden Monat auf der Plaetzchenwolf-Domain und dabei kommen die Besucher
nicht nur aus Deutschland, sondern z.Zt. 83 Laendern der Welt.

Wie auch immer - macht doch einfach mal einen "Weissen" nach dem Rezept auf der Seite "UR"
und trinkt diesen wenn der Wein klar ist, aus einem gerippten Apfelwein-Glas (0,2ltr)- kellerfrisch.
Das ist ein Fruehschoppen der sich lohnt.
Bisher haben wir noch niemals einen dicken Kopf auf den eigenen Wein bekommen. Wem die Kalorien zu viel sind,
dem empfehle ich einmal die Woche einen Diaettag..
da wir keine Kinder mehr sind, ist der Umgang mit Alkohol kein Problem - oder?
Immer schon ruhig und nie zuviel - und nie mit einem Fahrzeug im Strassenverkehr teilnehmen,
auch wenn "nur ein Glas" getrunken wurde. (Egal ob Wein oder Bier)

November 2016: Nach einem der herberen Weine (Roter Traubensaft/schwarzer Johannisbeer/Fliederbeeren Mischung)
bin ich doch geneigt, wieder mein alten 1kg Vollrezept zu machen:
3Ltr Saft, 1kg Zucker. (der daraus gemachte Wein ist einfach stabiler und haltbarer,
den kann man auch mal laenger stehen lassen) Also bitte:
Es braucht schon mehr Geduld dafuer, denn der Wein nach dem Vollrezept wird laenger gaeren..

http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=54387&key=standard_document_62504312&gallery=1&mMediaKey=mediathek_62475242&b=28
Speierling - Baum auf einem HR4 Hoerer-Foto.



Der Wein aus weissem Traubensaft hat sich nicht verifizieren koennen, er ist ein wenig zu flach,
nicht duftend und kann gegen den Weissen aus Apfelsaft (100%) Qualitaet nach dem Rezept
mit 3Ltr dieses Saftes und 1kg Zucker und Wasser (5Ltr Flasche) nicht behaupten.
Deshalb mache ich meinen "Weisswein" ausschliesslich aus Apfelsaft !
(Ich weiss, es klingt seltsam, aber niemand erraet, welche Zusammensetzung
der wunderbar blumige und kraeftige, milde Weisse hat)

So, Ende November (durch die Raumtemperatur ist der Wein zuweilen schneller fertig als gedacht,
zudem dauert die Vergaerung mit 0,7kg Zucker nicht so lange wie mit 1kg Zucker ..
habe ich den sortenreinen (Boskoop) vom Direktvermarkter als Wein vor mir
und mache wieder mal eine Blindverkostung;
diesmal ist nur meine Frau da, die das halt uebernehmen "muss".
Das Resultat ueberraschte, weil sie den Apfelwein aus dem Li dl-Saft
eindeutig als "geschmacksintensiver und spritziger" bevorzugte, den vom Biohof nicht so sehr.
(Mir ging es ganz genau so, ich habe den Wein freilich schon beim Abziehen verkostet und war enttaeuscht)
Der naturtruebe Boskoop war hinterher immer noch truebe, was zu erwarten war,
er hat dabei deutlich an Geschmack eingebüßt oder verloren.
(Evtl. ist er besser als Saft zu trinken)
Sonderbar ist, dass der Apfel Boskoop der am saeurehaltigsten und der am kraeftigsten ist und keinesfalls so,
wie der vom Biohof gekaufte Direktsaft.
Ich will jetzt nicht weiter nachhaken, nehme aber kuenftig nur noch den Apfelsaft vom Diskounter.
Versuch macht kluch..

Zum Gluehwein: Wenn ich diesen kellerkuehl in der Mikrowelle erhitzen will,
braucht man deutlich laenger bis sich der Schaumrand bildet..
(hier muss man wohl ab und dazu geben)
Auf alle Faelle kostet so eine 0,25ltr Gluehwein-Menge keine 3 Euro wie auf dem Weihnachtsmarkt,
sondern tatsaechlich nur 12,5 Cents (62 Cents fuer einen Liter Wein nach obigen Rezepturen) !
Gewuerze sind vollkommen unnoetig - auch keinen Kandis oder Zucker..

Zur Notfallvorsorge halte ich einige Dinge fuer wichtig und nicht teuer zu bevorraten.

Der Gluehwein aus dem Apfelwein des Boskoop vom Direktvermarkter war gut,
als Wein hat er sich nicht so gut getrunken..
(Ich habe da meine Zweifel- denn gerade diese Apfelsorte ist mir eigentlich
als recht derb im Geschmack in Erinnerung, nicht als zuckrig-suess..)
Diesen Saft kaufe ich also nicht mehr.

***

Die "Sektchen" habe ich ab und an mal als persoenliches Geschenk gegeben,
vorher sehr gut gekuehlt und fast "hochsicherheitsverpackt", mit eindringlicher Oeffnungsempfehlung am offenen Fenster -
so ohne ist der Druck in den 200ml Flaeschchen nicht:
Es kann schon mal ein Schwall beim Oeffnen entstehen, deshalb stelle ich die Sektschalen
immer draussen auf die Fensterbank und oeffne NUR NACH DRAUSSEN, dann kann nichts passieren.
Wie auch immer - die Beschenkte war immer hocherfreut,
denn echten Sekt nach dem C hampagnerprinzip findet man eigentlich nicht mehr..

***

Dez.2016: Meine Weine (nur noch der Rote und der Weisse werden gemacht)
sind wieder zurueck zum 0,7kg Zucker - Rezept, weil uns das Vollrezept zu suess ist:
Bei dem Wein aus Apfelsaft und dem aus Roten Trauben plus Schwarzen Johannisbeeren,
ist nicht mehr Zucker noetig, wie z.B. bei instabileren Saeften
(z.B. Cranberry) Dieses Kilo-Rezept ist gut, wenn man von dem Wein spaeter Sektchen machen will
oder diesen lange lagern gedenkt. Sonst reichen 0,7kg Zucker allemal um zu einem guten Resultat zu gelangen.
(Ich bin Pragmatiker, kein Chemiker)

Nachdem alle Klarheiten restlos beseitigt sind, die sich aus den unterschiedlichsten Saeften ergaben -
kann ich nun wieder getrost und zufrieden die vom L idl kaufen, die sich als sehr gut heraus gestellt haben..
(Wenn sowieso kein qualitativer, dh. vergustierbarer Unterschied zwischen den Herstellern und Preisklassen ist,
hat sich jede weiter Ueberlegung dazu erledigt.)
Was bleibt waere noch die -rein platonische- Ueberlegung zum Direktsaft / Saft aus Konzentrat,
der ebenfalls als 100% Saft beschriftet werden darf.. man soll es nicht glauben,
aber gerade das Resultat des weissen Weines aus eben diesem Saft war klar der beste!

***

TIPP: Wem diese Glasflaschen zu schnell kaputt gehen -
kann durchaus diese 5 Ltr PE oder PET Kunststoff-Flaschen (Lebensmittelecht)
nehmen, in denen destilliertes Wasser verkauft wird.
(Kanister mit Schraubverschluss, dort passen die Gummistopfen genau so drauf - mit dem Vorteil,
dass man den Wein nach dem Abzug -kuehl gelagert- umfuellen und verschrauben kann)
PE - PP : https://www.artefakten.net/was-ist-eigentlich-pe-polyethylen/

Sicher, jetzt werden gesundheitsbesorgte Leute rufen: Um Himmelswillen, da ist ja Weichmacher drin!
Stimmt, aber nicht viel und wenn ich bedenke, dass heute jede Wurst in diesem Kunststoff verpackt geliefert wird,
(auch beim Metzger, der hinter der Theke erst einmal auspackt) dann kommt die Saftflasche,
die Tetra-Packungen, der verpackte Kaese fuers Fruehstueck und..
jedes Elektrogeraet und sogar das Auto, wo mehr als genug von diesem Kunstmaterial verbaut ist,
das auch noch viel staerker ausdunstet.. (siehe Frontscheibe innen) !
Und trotzdem: Die Leute werden immer aelter..
so ungesund scheint Plastik gar nicht zu sein.
(Metalle sind deutlich auffaelliger, wenn es um Allergien etc. geht.)

Am Mittwoch den 4.1.2017 kam Sender Tagesschau24 ein Beitrag "Made in Suedwest",
wo Kuefer ihr Handwerk vorstellten, wie es heute ist. Unter anderem kam ein Oenologe darin vor.
Begrifflichkeien aus dem angelsaechsischen in bezug auf Wein ist schon etwa so,
als wollten die von einem guten Brot oder Wurst reden ;)
Kurz: Das "Barrique-Fass" aus Frankreich wird aufgearbeitet, Faesser aus Suedamerika und Jamaika und Amerika,
wo vorher ganz andere Inhalte drin waren, werden von unseren Winzern gekauft um ihre Weine darin "markttauglich" zu machen.
Die Kuefer haben "Netzwerke" gegruendet, um an amerikanische Weisseichefaesser zu kommen,
in denen lt. US-Gesetz - nur einmal der Bourbon gelagert werden darf:
"Man kommt nur sehr schwer an diese Faesser heran, die sind aeusserst begehrt."
Kein Wunder, damit erhaelt der schottische Whisky seinen Geschmack.
Zumindest klang das fuer mich danach, wie das durch diesen Sendebeitrag herueber kam.
Die tuechtigen Kuefer bei uns bauen auch wieder eigene Faesser, die eigentlich guenstiger sind,
wenn sie neu gekauft werden.
Ausgesuchte Hoelzer, die nach ihrem besonderen Holzgeschmack zusammen gestellt werden und /
oder durch das Toasting (Wieder was Englisches) zur bestimmten Geschmacksabgabe gebracht werden,
finden ihre Kaeufer.
Edelwinzer aus dem Rheinland haben das Potential erkannt und bestellen dort ihre Faesser.
Die Edelstahltanks sind fuer den gehobenen Markt wohl vorbei.
Ich koennte mir vorstellen, dass hier auch ein wenig die Allergiker ein Wort mitgesprochen haben.
Wie auch immer, dieses Fass-Aroma soll 2/3 !
des Geschmackserlebnisses heutiger Spitzenweine ausmachen.
Zwei Drittel, ja ihr habt richtig gelesen.
Deshalb verwende ich NUR Glasflaschen, die sind ueber jeden Verdacht erhaben,
irgendetwas geschmacklich zu beeinflussen.
(Bei Whisky sehe ich das Holzfass als noetig an, denn dieses Getraenk war zuvor bekanntlich
nur Sprit - egal woraus der gewonnen wurde)
Nun ist also ein "Oenologe" der "Createur de Automobil?" - wie arm fuer unser Weinland,
was darf man wohl sagen.
Ein echtes Trauerspiel - aber:
Wir muessen das ja nicht kaufen.
In diesem Sender kam noch ein Beitrag ueber einen Miet-Weinkeller,
ein tolles Gewoelbe, wo lauter kleine Gitterboxen verbaut waren:
Hier konnte jeder fuer 80 Euro im Monat seinen persoenlichen Wein verschliessen,
damit er im idealen Klima gelagert wird.
Nun passt aber gar nicht, dass diese Banausen ihre Flaschen aufrecht hinstellten ;)
(Bei Naturkork, wo man sich drauf berief um diese Art der Lagerung zu rechtfertigen - ist das kontraproduktiv,
weil der Korken austrocknet - er muss liegend gelagert werden.
Vermutlich ist das heute auch schon alles Kunst oder mit Drehverschluss - da brauche ich auch keine solche Kellerlagerung?
Weit gefehlt.
In dem Gewoelbe stand ein riesiger Tisch, wo man in Gemeinschaft Gleichgesinnter seine "Verkostungen" macht.
Aha. Wenn ich nun daran denke, dass 2/3 des Weingeschmacks vom Fass kommen,
glaube ich das nicht unbedingt haben zu wollen.. )
Je mehr ich ueber den heutigen Wein erfahre, um so weniger brauche ich diesen.

***

Spassig: Neulich in der Apotheke sah ich ein Regal von R abenhorst,
dort standen Saefte in 0,7Liter Flaschen - roter Traubensaft zu 3,80 Euro!
(5,40Euro der Liter im Vergleich zum Diskounter, wo dieser Saft von 0,79 bis 1,09 Euro
fuer einen Liter geht)
Ich wette meinen Hut, dass eine Blindverkostung keinen Unterschied zwischen beiden Angeboten ergeben wuerde..

Im Fernsehen kamen Sendungen ueber Eiswein und Weinlese generell -
vergammelte Trauben mit angeblichem Edelschimmel -
werden mal mit mal ohne die guten Trauben gelesen und gemeinsam gekeltert,
mitsamt Stielen und Staengeln, Blaettern und anderem Kram.
Sehr gesund! Ob im Rheingau oder in Tokaj, ueberall wird das so gehalten.

*** Tipp ***

Eine Art "Mountain Dew" oder Sangria? - obwohl ganz andere Zutaten sind, aehnelt der Geschmack durchaus ..

Nun mein besonderer Tipp:
Ich habe den Tee im Teesieb gelassen, nach unserer Teestunde.
Dann habe ich in den Apfelwein diesen gebrauchten Tee im Sieb in eine Tasse mit Apfelwein gehaengt-
fuer ca 2 Stunden und am Abend das Teesieb entfernt
und in der Mikrowelle den Apfel-Gluehwein erhitzt.
Schmeckt wunderbar - egal welcher Tee darin gezogen hat !
(Interessant, dass der Tee noch eine solche Kraft hatte!)

Selbstverstaendlich habe ich dieses Gluehwein / Sangria - Rezept
auch mit Ostfriesentee und Pfefferminze-Blaettern gemacht, die nicht aufgebrueht wurden.
Das geht ebenfalls, ist aber nicht so effektiv.
Also besser mit dem Tee-Sieb machen, das schon mal fuer ein heisses Getraenk sorgte.
(Auf diese Weise hat man einen Doppelnutzen)

Nachtrag: Ich habe die Siebe mit den Tee-Mischungen vom Nachmittag fuer den naechsten Tag
aufgehoben und konnte daraus nochmal einen herrlichen Gluehwein machen.
(Schwarztee, Salbei - Ingwerwurzeln)
Der Tee - Sud hatte noch mehr als genug Kraft !

*** Tipp ***

Meine Weinbereitung wird sich wieder darauf konzentrieren, wie sie von Anfang an angedacht war:
Ein einziger Weisswein, ein einziger Rotwein! Dabei ist mir klar geworden: Apfelsaft, 0,7kg Zucker
fuer den "Weisswein" und Roter Traubensaft 2x und 1x Schwarzer Johannisbeersaft, 0,7kg Zucker
fuer den "Rotwein". Diese beiden Sorten sind ziemlich gut !

Auf Oldtimer49 (Sektchen) geht es mit zeitgemaess neuen Tipps in dieser Sache weiter.

Ich werde weiterhin an dieser Stelle die Neuigkeiten nennen, die sich aus der Weinbereitung ergeben!

http://www.zeit.de/wissen/2017-02/alkohol-deutschland-alkoholindustrie-sucht-krankheit-lobbyarbeit 1/4 Ltr Wein am Tag erhoeht das Brustkrebsrisiko um 25% -
wer kann diese Behauptungen schluessig beweisen?
Und wenn, wo liegen die Ursachen - evtl. sogar bei den erlaubten Zusatzstoffen, die in der EU erlaubt sind?
Dabei hoere ich, dass Wein KEIN Lebensmittel sei, also nicht unbedingt dem Lebensmittelrecht unterliegt.

Fuer mich liegt der Schluss nahe, dass Saefte sehr wohl als Lebensmittel eingestuft sind,
d.h. hart kontrolliert werden.
Stelle ich also meinen Wein aus gekauften Saeften her, liege ich richtig
und vermeide also die seltsamen Zusatzstoffe, die im Wein von der EU aus erlaubt sind..

***

Inzwischen bin ich so weit, dass der Wein fuer die spaetere Versektung gesondert gekennzeichnet wird:
"Wein nach dem 1kg Rezept"
Die Standardweine werden weiterhin nach dem 0,7kg Rezept gemacht, das Resultat ist nicht ganz so stark,
nicht ganz so langerfaehig - aber fuer jeden Tag besser trinkbar..
..deshalb muss auch ein gewisser Wasseranteil in die Flasche:
3Ltr Saft (0,7kg Zucker)
und die restl. ca 1,5Ltr
mit Wasser auffuellen, bis 2 daumenbreit unter dem Flaschen RAND.

Die Sorten?
Sauerkirsch, rote und weisse Weintrauben, schwarze Johannisbeere, Apfelsaft - das ist mehr als genug.

***

Es kamen schon Anfragen aus afrik. Laendern vor, wo Mangos im Ueberfluss sind -
diese sehr suessen Fruechte sind eigentlich nicht geeignet zur Weinherstellung,
ich wuerde in diesem Fall aber raten, den Saft abzuschmecken, ggf. mit Zitronensaeure,
bis sich eine leichte Saeure in Richtung "mittelsuesser Apfel" oder "Most-Weintraube" zeigt.
Um die Klarheit des Weins zu erhalten, muss man nicht zur chemischen Keule greifen,
sondern den Saft durch ein Leinentuch laufen lassen.
Selbstverstaendlich kann man zur Maischegaerung greifen:
Fruechte zerkleinern und mit etwas Zucker - das Ganze mit knapp mit Wasser bedecken-
ein paar Tage gehen lassen.
Dann in ein 2. Gefaess durchsieben, mit Raffinadezucker, also normaler Haushaltszucker - ca 2/3 Saft, 1/3 Zucker staerken.
Das Gaergefaess sollte mit einem Gaerstopfen verschlossen sein (Viole)
und bis 2 daumenbeit vor dem Ueberlaufen mit Wasser gefuellt werden.
Dieses Wasser darf aber nicht mehr als 1/4 der Gesamtmenge ausmachen.

Man kann auch aus Pflaumen auf obige Weise Wein machen, aber es ist nur eine Notloesung, weniger Genuss.

Haetten wir Quitten, Birnen oder Mangos im Ueberfluss, waeren Einkochen oder Eindicken (Dicksaft)
oder die Verarbeitung zu festen Obstriegeln eine gute Option.
In der Art von
http://www.chefkoch.de/rezepte/2256251360966146/Obstriegel.html

***

Projekt Premium Rotwein.
Die Zeit schreitet fort und immer wieder suche ich nach Verbesserungen und Verfeinerungen
in meiner Art Wein zu machen!
Demnaechst werde ich mal einen Wein aus 2x roten Traubensaft, 1x Sauerkirsch und 1,5Ltr Apfelsaft
zu machen, mit 700gr Zucker. Das angestrebte Ziel ist ein inhaltreicher Wein in hellrubiner Farbe,
mit dem vollen Bukett des 1kg Rezeptes.
Ca 4 Euro waeren fuer die Zutaten notwendig, was 80 Cents fuer den Liter fertigen Wein ist.
Einen derart hochwertigen Wein wird man im Regal der Laeden schwerlich finden.
Die Restsuesse wird wohl zwischen Kabinett und Spaetlese liegen.

Wie kam ich auf dieses Rezept?
Nun, schwarzer Johannisbeersaft vertraegt sich nicht mit Apfelsaft, aber auch nicht mit Sauerkirschsaft-
was zwar die gewuenschte Farbe, aber einen unharmonischen Geschmack bringen wuerde.
Ich koennte freilich auch 3x rote Traube und 1,5x weissen Traubensaft nehmen - das Resultat
waere zu blass, zu hell, zu wenig spezifisch "Typ Rotwein" und einen Rose'-Wein wollte ich nicht machen.
Die wenig ausreichende Faerbekraft des gekauften Traubensaftes haengt damit zusammen,
dass die Schalen nicht mit vergoren werden koennen - die sind schon weg.
Deshalb greife ich zu einem "Pigmentverbesserer", dem Sauerkirschsaft, der eine angenehme Toenung schafft,
zudem auch noch mehr Fruchtigkeit bringt.
Deshalb wird dieser Premium-Rotwein eine Mischung aus roten Trauben, Apfel und Sauerkirsch werden.
Wie die Rezension ausfaellt, wird auf dieser Seite nach der Reife und Verkostung
erzaehlt..

***

Zwischendrin ist ein Wein fertig geworden, den ich aus 2x weisse und 1x rote Traube gemacht habe.
Flach, fast ohne Duft, Alkohol ja, aber sonst zu fad, von der Farbe ein heller Rotwein.

***

Selbstverstaendlich gibt es auch bei mir "Weinfehler", ganz klar:
Ich arbeite OHNE jeden Zusatzstoff, dh. wenn der Wein (im Zimmer) zu lange gestanden hat,
werden sich Essigbakterien darueber her machen..
..also bitte immer gut verschliessen und KUEHLEN.

Auf dem richtigen Weg:
http://www.t-online.de/lifestyle/essen-und-trinken/id_80679304/nach-rot-weiss-und-rose-die-neueste-weinfarbe-ist-orange.html
Junge Winzer forschen und finden die alten Wege neu, aber bitte ohne grobe Fehler-
schliesslich ist es die alte Kunst, die neu zum Leben erwachen soll, nach der Chemie-Aera.

***

April 2017:
Immer neue Erkenntnisse in eigener Sache "Wein":
Ich stelle fest, dass sich die Saftqualitaeten immer mal wieder aendern, wie eben das Wetter war,
das die Fruechte unterschiedlich werden lies.
Das ueberrascht zwar nicht, sollte aber auch in Dingen "Weinbereitung daheim" zur Kenntnis genommen werden:
Ich merke, dass der "Rote" ein wenig zu sauer wurde nach dem 0,7kg Zucker Rezept.
Ich rate also, 100gr mehr Zucker zuzufuegen.
Also statt 700 nunmehr 800gr auf die 5Ltr Gaerflasche.
(Mehr Saft zu nehmen hat zu keinem positiven Ergebnis gefuehrt)
Gut, Kristallzucker ist billig und nachhaltig, er wird bei uns vor Ort angebaut und er vergaert
zu Alkohol.
An dieser Stelle rate ich nicht mehr zu trinken,
als das taegliche Quantum ohne irgendwelche Nebenwirkungen
(Durstgefuehl, Schwindel -Kopfweh habe ich beim eigenen Wein noch nie bemerkt- am anderen Morgen)
zulaesst.
Wein MUSS GENUSS bleiben und darf nicht zuviel getrunken werden.. dann ist er gesund.

***

Der typische hessische Apfelwein (Aeppelwoi),
wird aus purem Apfelsaft gemacht, ohne Zucker, ohne Wasser -
aber mit dem Gaerrohr und dem kl. Stueckchen Hefe -
zur Systemsicherheit.
(Herb, frisch, fruchtig, urig, wenig spritzig)
Dieser herb-saeuerliche Wein hat nur ca 5-6% Alkohol und ist nur bedingt haltbar;
nach dem Abzug sollte er gut gekuehlt sein und bald getrunken werden.
Dafuer ist dieser Apfelwein ehrlicher, ohne Speierling und ohne Schwefel.
(Ein Frauen-Geschmack ist er dennoch nicht unbedingt, man muss ihn moegen,
es ist eine raeumlich recht eng begrenzte hessische Spezialitaet, die ganz genau so schmeckt,
wie in den alten Aeppelwoi-Kneipen in "Dripptebach", dem Zulieferer-Stadtteil Frankfurts -
als der Apfelwein noch nicht von den "Hipstern" als "Aeppler" besudelt wurde..)

***

Besonders appart fand ich das Rezept aus 2ltr Apfelsaft und 1ltr Sauerkirschsaft und 0,8kg Zucker,
das hat was !

***

An dieser Stelle moechte ich auf eine moegliche Fehlerquelle hinweisen:
Wenn Wein zu warm vergaert- z.B. in der Wohnung- dann koennte er bitter schmecken.
Das trifft wohl besonders auf Apfelwein zu.

***

Wer puristisch veranlagt ist, sollte Wein aus einer Sorte Saft machen:
Schwarzer Johannisbeer Wein
Roter Traubenwein
Weisser Traubenwein
Apfelwein pur,
Apfelwein mit Zucker,
Sauerkirsch Wein.
Bei den in den Supermaerkten zu kaufenden Saeften empfehle ich den weissen Traubenwein durch
den Apfelwein mit Zucker zu ersetzen, der Apfelwein pur ist wohl nur was fuer Hessen,
der ist richtig herb und frisch, wie friesisches Bier.
Also bleiben 3 Sorten uebrig - das reicht doch - oder?!

***

Ich habe z.Zt. gerade wieder regen Mailkontakt mit Gambia,
wo wir uns ueber die Techniken der Weinbereitung aus den unterschiedlichsten Rohstoffen beraten.
Leider gibt es dort fuer dieses Hobby nur sehr wenig geeignete Fruechte, eher gar keine..
..ich wuerde aus Bissap-Saft (Hibiskusbluete) oder aus gruenem Tee versuchen einen
Cranberry - aehnlichen Wein zu machen.
Das geht bestimmt, wenn die Kristallzuckermenge entsprechend ist.
Dort gibt es wohl auch Cranberry-Konzentrat zu kaufen - das ist doch schon mal eine feine Sache!
(Evtl. ein paar Hibiskusblueten mit vergaeren lassen, was die Farbe verdeutlichen koennte)

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Eben habe ich wieder weissen Trauben - Direktsaft fuer 1,60 Euro den Liter erstanden -
damit kostet das 200ml Glas fertigen weissen Wein 0,25 Cents - wenn das nichts ist!
(Dieser schmeckt "anders" als der gekaufte Wein,- natuerlicher, ohne Konservierungsstoffe,
ein neuer Geschmack fuer den "Verbraucher", wenn ich das mal so schreiben darf)

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Meine Guete, so ist das nun in Deutschland im Jahr 2017:
http://www.oberlahn.de/6-Events/18-Bildergalerie/gal,gal;gid;8954,9.-Braunfelser-Weinfest-%28Bilder%3AHeikeamp%3BGert%29-/pic,994810,DSC_0013.html
Ein Weinfest, auf der Tafel stehen div. Weinsorten - Sauvignon ist richtig geschrieben, aber Riesling nicht:
"Rießling" - mit ß - kaum zu fassen: 4 Euro das Glas (kleines bauchiges Weinglas, nicht voll gefuellt)
http://www.oberlahn.de/6-Events/18-Bildergalerie/gal,gal;gid;8954,9.-Braunfelser-Weinfest-%28Bilder%3AHeikeamp%3BGert%29-/pic,994798,DSC_0000a.html
Ein 0,2ltr Glas, das etwas ueber die Haelfte gefuellt wird,-
also ca 0,11 Liter Inhalt, also ueber 36 Euro fuer einen Liter Wein im Ausschank.
Uff.

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Es gibt immer mal wieder etwas, das sich zu erwaehnen lohnt:
Mir faellt auf, dass Saefte vom Diskounter durchweg deutlich wertiger sind,
als die gleichen Wert-Stufen aus dem Supermarkt.
Ob das nun 100% Saft (aus Konzentraten gemacht) oder um "Direktsaft" handelt,
ist bei der Weinbereitung kein Unterschied, wohl aber in der Qualitaet der Saefte-
d.h. welches Filterungsverfahren angewandt wurde, wieviel Trub im Saft verblieb-
Trub kommt nicht so gut und so kippt der Wein zuweilen sogar um oder bekommt kl. Pelzflecken
(Eine Schimmelart, von denen es rasenfoermige und kompaktere Formen gibt)
Ich rate also, bei Saeften keine Experimente zu machen:
Wenn sich eine Sorte als gut erwiesen hat, sollte man dabei bleiben.

Man kann gerne ein wenig "forschen":
Ein Produkt - z.B. Fleischsalat in der 500gr Packung - gibt es vom
Diskounter und in den Supermaerkten.
Die Supermaerkte wollen mit den Preisen mithalten und das geht nur,
wenn sie die Qualitaeten reduzieren, sonst ist der Diskounter nicht zu schlagen.
Ein "schlechtes Gewissen" muss man beim Diskount - Kauf nicht haben:
Nach unseren Beobachtung kaufen auch Direktvermarkter und Landwirte und Eissalonbetreiber dort ein!
(Bei beiden erstgenannten wird das fuer den privaten Konsum sein,
bei den Eis-Fritzen sind immer grosse Mengen in den Einkaufswagen,
desgleichen bei Imbisstandbetreibern oder Doener/Kebab-Laeden,
die langen richtig zu bei den guten und billigen Artikeln.
Die hoeherwertigen Markenprodukte im Supermarkt habe ich damit nicht gemeint,
auch hier muss man in den letzten Jahren verstaerkt nachschauen,
ob die Qualitaeten tatsaechlich besser sind, als die Zweit - Marken.)

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Der neue "Standard-Rote" ist eindeutig der beste Wein, der mir gelungen ist:
(vom L idl stammen beide Saefte)
2x roter Traubensaft, 1x Sauerkirschsaft, 800gr Zucker.

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Demnaechst mache ich also den Wein in diesen Sorten:
Johannisbeer, weisse Traube, Apfelwein, Sauerkirsch in reiner Form, d.h. 3x Saft.
Zusaetzlich den Standard-Roten, jeweils mit 800gr Zucker.
Den schieren Hessen-Apfelwein ohne Zucker als Ausnahme.
So sind 6 Sorten eigentlich genug Abwechslung.
Wenn mir ein Saft fuer den Rotwein etwas zu "blass" erscheint, nehme ich ein wenig
Fliederbeer-Saft (Holunder) zur Hilfe.

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Die Geschmaecker sind verschieden - nachdem der Rote nach dem 2x r.Tr.Sa und 1x Sauerkirsch fertig
zum Verkosten war, hat mir die Sorte mit dem 1x schw. Joh. Beeren besser geschmeckt,
weil die Saeure ausgewogener und die Farbe intensiver war..
Man kann es niemandem recht machen ;)
Diese Art der Weinbereitung laesst eben viele Variationen zu - ein wenig spielen schadet bekanntlich nicht!

Viel Spass also beim Ausprobieren und immer dran denken:
Wein sollte kuehl vergaeren, sonst koennte er bitter werden.

Es geht wohl immer weiter mit meinen Wein-Tipps..

Das Rezept 1x r.Tr.Saft und 2x Kirschsaft (! korrigiert, ich hatte die Angaben verdreht !)
bei 800gr Zucker auf 5Ltr Flasche ergibt einen
TRAUMGLUEHWEIN
(800Watt 2,2 Minuten fuer 200ml Tassen)
Diese Sorte ist aber NUR fuer Gluehwein gut, als "Rotwein" zwar schoen anzusehen,
aber wegen der Suesse und vor allen Dingen dem Kirschgeschmack nicht so gut zu trinken -
zu intensiv.

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Igitt: "Geben sie dem Saft nun Hefenaehrsalz, ein halbes Gramm Kaliumpyrosulfit zu.."
Dieser "Tipp" stammt nicht von mir, den habe ich gerade bei der "Konkurrenz" gelesen.
Der "dicke Kopp" ist dabei bestimmt sicher - oder?
So was haben wir nicht noetig, gell?!

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Der angenehmste Rote ist sicher der aus 2x rotem Traubensaft und einem Liter schwarzen Johannisbeeren,
bei 800gr Zucker entstandene.

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Nun ist mein Experiment fertig und verkostet worden:
JEWEILS ein Liter rote Traube, schwarze Johannisbeere und Sauerkirsch bei 800gr Zucker auf die 5Ltr Gaerflasche.
Das Resultat?
Fruchtig, an der Grenze zur Dominanz, nicht zu suess, in einem leuchtenden Hellrot.
Ansprechend und kraeftig, nicht zu saeurelastig.
Wer nicht weiss, aus welchen Saeften dieser Rote gemacht ist, wuerde sicher auf eine zu kurz
mit Schale vergorene Bordeaux-Traube tippen oder eher noch auf rote Johannisbeere.
Sollte mir damit ein "Imitat" des *** roten Johannisbeersaftes *** (den man nirgends kaufen kann)
gelungen sein, waere mir das kostenguenstig gelungen !

***

Wie auch immer, jeder versteht unter einem Rotwein etwas anderes -
die Vielzahl der Moeglichkeiten dazu sind schon recht dazu angetan,
das selbst zu experimentieren;
Das Grundrezept ist ja da!
Nur Mut und immer dran denken: Kuehl gaert es am besten !

Wer richtig umstaendlich ein Misslingen riskieren moechte,
sein eigenes oder gekauftes Obst mit viel Aufwand verarbeiten will:
http://www.t-online.de/leben/essen-und-trinken/id_67737636/leckeren-wein-ganz-einfach-selbst-herstellen.html
"Zugabe des Antigels auf etwa 50 Grad in zweieinhalb Litern Wasser /
Fuegen Sie nun zwei Gramm des Hefenaehrsalzes, ein halbes Gramm Kaliumpyrosulfit zu.."
Zu allem Uebel sind dort auch noch Fruechte angefuehrt, mit denen man ueberhaupt keinen Wein machen sollte..
Igitt! Das haben wir nicht noetig, gell?

Heute bevorrate ich 6x den Dreierstapel Saft fuer den Rotwein:
Je 1x Sauerkirsch, 1x schwarze Johannisbeere, 1x rote Weintraube.
(Alle drei Saefte kommen in den roten Wein)
Dann 3x 3ltr Apfelsaft und 3x 3ltr weissen Traubensaft fuer den Weisswein.
(Ab und an puren Apfelwein, dann puren Traubenwein, dann einen Mix, - nach Lust und Laune)
Ein paar Kilo feinen Raffinadezucker freilich ebenso.
(Auf diese Weise koennte ich also 12x 5Ltr Wein machen, das sollte reichen, um evtl. Engpaesse zu ueberbruecken)

Heute -August 2017- moechte ich anmerken, dass der Apfelsaft im Resultat ein wenig abgenommen hat,
man weiss freilich nie, welche Aepfel genommen worden sind.
So kommt wieder mehr weisser Traubensaft statt dessen dran - kein Problem,
der kommt auch beim Sektchen besser als Apfel, den man allein weniger empfehlen kann -
deshalb werde ich 1,5ltr Apfelsaft und 1,5ltr weissen Traubensaft bei 800gr Zucker im Ansatz haben.
Damit muesste der ideale Effekt zu erzielen sein.
(Wie das Resultat -besonders beim Sektchen- ausfaellt, wird die Zeit zeigen)

***

Zur Weinbereitung passend ist ein Roman, den ich hier empfehlen moechte.
(Gibt es billig in den Buchantiquariaten zu kaufen)
"Der lange Regen" von Peter Gadol aus dem Jahr 1997.
Nebenbei kommt in dem Buch mehrfach eine Schilderung extensiven Frustabbaus durch rasante Autofahrten
vor, die mir so manchen Raser unterwegs etwas besser erklaert:
Manche Leute sollten aus psychischen Gruenden keinen Fuehrerschein bekommen, wenn das Auto (oder Motorrad)
zum Frustabbau missbraucht wird, geraet der Driver zur Gefahr fuer sich und die Mitmenschen !
Ansonsten liest sich dieser Roman gut.
Das Prozedere der Weinbereitung ist recht aufwaendig geschildert-
wie der Weinbau mit all seinen Problemen-
schon deshalb lesenswert !

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Neues aus der Versuchs-Ecke:
1x weissen, 1x roten Traubensaft und 1x Apfelsaft = 3Ltr plus 800gr Zucker.
Das ergibt einen recht vollmundigen Rose' - empfehlenswert.
Achtung, der Gluehwein daraus ist "gefaehrlich" - und haut sofort nieder..
(Nachtrag: Fuer den abendlichen Genuss ist der Wein zu langweilig, als Gluehwein klasse)

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Die Zeit bringt immer neue Experimente oder Versuche:
Die meiste Freude haben wir hier am Rotwein aus 1ltr roter Traube,
1ltr schwarze Johannisbeere und 1ltr Sauerkirschsaft bei 800gr Zucker.

Den Weisswein mache ich aus halbe halbe Apfelsaft und weissem Traubensaft, ebenfalls 800gr Zucker.

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Gestern habe ich einen (selbstgemachten) Wein aus 1,5ltr schwarzen Johannisbeeren und
1,5ltr rotem Traubensaft bei 800gr Zucker auf das 5Ltr Gaergefaess verkostet.
Sehr dunkel, sehr lecker - etwas suess, aber das lag daran, dass der Wein noch nicht genug ausgereift war.
Gerade hier sieht man, dass die Seite Rezepte39 eine Experimentier-Ecke ist, die in Blogform
und chronologischer Reihenfolge veroeffentlicht wird.

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An dieser Stelle moechte ich nochmal ausdruecklich zum maessigen Konsum
der Weine anraten, denn auch Alter schuetzt vor Torheit nicht ;)

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24.9.2017:
Aus A mazon habe ich fuer 19,95 Euro 4 neue 5ltr Glasballons, jeweils mit Stopfen und Gaerrohr
nachbestellt: Die 10ltr Flasche ist kaputt gegangen, so "musste" Ersatz her.
Im Winter dauern die Weine naturgemaess deutlich laenger und wenn mehr Gaerballons vorhanden sind,
koennen sich die Reifestufen besser ausleben.
Das 800gr Zucker Rezept hat sich als die beste Loesung heraus gestellt, das wird also bleiben.
Die Saefte jedoch werden wieder einmal wechseln und auch wieder gemischt, bevor sie vergoren werden-
wie zu Anfang, die Lust an der Abwechslung hat wohl obsiegt.
Hier empfehle ich: Immer einen Zettel an die Gaerballons geben, damit man spaeter genau sehen kann,
aus welchen Saeften der Wein entstanden ist.
Nun habe ich 23 x 5 Ltr Flaschen in einer langen Reihe stehen.
Die neuen sehen etwas anders aus, die bestuecke ich mit den Vollrezepten (1kg Zucker),
so kann man diese schweren Weine leichter von den normalen auseinander halten.
Die diese nicht unerhebliche Menge an Gaerflaschen bleibt deutlich mehr Zeit zur noch saubereren
Vergaerung, mit kuerzeren Nachklaerungsfristen.

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ENDE

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Wissenswert:
Frueher wog die Packung Hefe 500gr, dann teilten die Baecker diese in 12 Teile:
42gr, was genau fuer 1kg Mehl reicht.
(Deshalb wiegen die Hefewuerfel genau 42gr)
Fuer eine 5ltr Flasche reicht ein Cent grosses Stueckchen !

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