Ein Blog über die Weinbereitung.
(Revidiert am 23.1.2026)
Vorwort:
Geneigter Leser!
Wirf am besten alles über Bord, was bislang in Groups und Foren,
in Weinbüchern und Tavernen erzählt und geschrieben worden ist:
Weinbereitung ist NICHT schwierig und auch KEIN Buch mit sieben Siegeln,
kein großes Geheimnis und schon gar kein Spektakel für hochpreisige Werbetrommler.
Verdummbeutelungen von "Fachleuten" war ich über,
zumal deren Resultate im Laufe der Jahre immer dürftiger geworden sind-
die Preise jedoch ständig weiter kletterten..
Deshalb war die Zeit, die ich im Ruhestand habe - reif,
um ganz detailliert meine Erfahrungen in diesen Dingen aufzuschreiben-
und das so, daß die Herstellung jeder verstehen
und vor allen Dingen leicht selber den eigenen Wein machen kann.
Die in der EU erlaubten Zusatzstoffe für Wein lassen den Verdacht aufkommen,
dass hier besonders fleißige Chemielaboranten ihr Schärflein beitrugen-
exakt das möchte ich nicht im meinem Glase haben.
Bemühe mal die Suchmaschine in dieser Frage:
" erlaubte zusatzstoffe wein "
Das Resultat wird umhauen !
Nachtrag 2020- immer weniger ist zu finden bei der Recherche,
2021 praktisch nichts mehr..
Zuvor habe ich von über 1300 erlaubten Zusatzstoffen gelesen.
Im swr gab es am 27.9.2007 eine Sendung zu diesem Thema:
"Vom Natur- zum Industrieprodukt"
Mich störte nicht nur die Bezeichnung "Barrique-Fass", was in der Übersetzung "Fass-Fass" heißen muß.
Anzumerken ist, daß "Rübenzucker" oder Kristallzucker ein Naturprodukt ist und keine Chemie;
Die Rüben wachsen bei uns auf dem Feld und müssen nicht von irgendwoher eingeflogen werden.
Vermutlich gibt es kein Genußmittel (Wein ist angeblich kein Lebensmittel- vielleicht stimmt das sogar;) ),
das derart manipuliert und entstellt wird.
Winzer, mit denen ich ins Gespräch kam, waren ganz still zu obigen Themen
und zu den Mischungen - heute sind die privaten kleinen Weinbauern wohl schon zu selten geworden,
als daß man einen davon zu Gesicht, bekäme, geschweige denn etwas fragen könnte..
Noch ein marketingtechnischer Trick sind die Lagen - und Sorten und inzwischen auch die Qualitätsbezeichnungen,
die früher eindeutiger gewesen waren.
Trauben sind auch Obst - dh. die abschätzigen Bemerkungen der "Fachleute" gegen einen Obstwein
aus anderen Früchten als aus Weintrauben entbehren jeder botanischen Grundlage !
Der "König Kunde" wurde erst zum "Konsument", dann zum "Verbraucher" und fühlt sich zunehmend getäuscht,
- mit sonderbar blau gefärbter Zunge nach nur einem Glas "Wein", welcher teuer eingekauft wurde -
so liegt wohl im Wein die gleiche Wahrheit wie in der Wurst, wo Wasser "schnittfest" gemacht werden darf..
(Ich empfehle Euch, geneigte Leser, liebe Leserinnen in Dänemark Fleischwurst oder Konfitüre zu kaufen,
dort lernt man das Gruseln - alles schiere Kunstprodukte..)
Ein besonderes Anliegen ist mir hier, in meinen Wein -BLOG, daß
leider immer weniger Menschen aufmerksam und gründlich lesen,
wenn eine Anleitung gegeben wird.
(Die in diesem Falle über JAHRZEHNTE gründlich ausprobiert wurde)
Viele hören nicht einmal mehr zu, sondern lesen Schlüsselworte aus,
die dann leicht aus dem Kontext geraten.
Deshalb bitte ich an dieser Stelle genau nach den Angaben zu arbeiten,
was alle Details anbelangt, sonst gelingt der Wein nicht.
So einfach ist das.
Besonders schwierig wird es, wenn einige Leute versuchen mehr und mehr daraus zu machen,
mit viel Equipment und Getöse an die Sache heran gehen zu wollen - das geht meistens schief:
Wein machen ist leicht und ganz simpel, NICHT akademisch.
Zurück zum Wein:
Wenn erst einmal die "AGBs" angenommen oder "akzeptiert" wurden, gibts kein zurück - die Plörre ist gekauft..
.. deshalb machen wir den Wein doch ganz einfach selbst und haben Spaß dabei,
eine ganz alte Selbstverständlichkeit,
die früher in vielen Häusern betrieben wurde,
neu aufzulegen, da kaum noch einer Obstbäume und eine Kelter hat:
... einen "dicken Kopf" bekommt man nur vom gekauften Wein!
Die Zutaten sind so minimalistisch wie denkbar!
Saft, Zucker, Wasser und etwas Hefe.
Heute bevorzuge ich die neutralere Trockenhefe, von der besten Sorte, wo ein Tütchen für gut 4 Ansätze
a 5ltr reicht.
Qualitäts - Unterschiede zwischen den Saft - Marken oder Herstellern konnte ich NICHT feststellen
- es empfiehlt sich aber auf klaren Saft zu achten, d.h. den Saft auf evtl. Satz zu untersuchen -
Satz im Saft ist nicht schlecht, denn auch Winzer lassen den Wein gerne darauf stehen.
(Die Blindverkostung durch mehrere Personen bestätigten das)
Denk mal:
Wären die Säfte vom Diskounter schlechter oder gar bedenklich
oder mit unerlaubten Stoffen versetzt, hätten die
Keltereien
längst dem Treiben ein Ende gemacht und den Verbraucherschutz informiert-
hier geht es ums Geschäft.
Das Säureverhältnis des zur Weinbereitung genommenen Saftes sollte nahe an einem mittelsaueren Apfel liegen,
zu süße Säfte ohne entsprechende Säure
"kippen" leicht um
und sind dann nicht mehr genießbar oder es müßte mit chemischen Tricks nachgeholfen
werden- was bei meinen Rezepten jedoch nicht erwünscht ist.
Ausnahmen der 100% Fruchtsaft - Regel:
Bei Sauerkirsch und Schwarzen Johannisbeeren liegt der reale Fruchtgehalt bei 50 bzw bei 25%,
weil dieser Saft sonst viel
zu intensiv wäre!
***
Die 5Ltr Gär-Flaschen nach Gebrauch gleich gründlich mit heißem Wasser ausspülen,
damit sich kein Schimmel oder Essigbakterien bilden können.
Größere Flaschenbürsten kann man gut gebrauchen.
Wichtigstes Prinzip ist das besonders sorgfältige Verschließen der Lager-Flaschen,
weil das im Wein durch den Gärprozess entstandene CO2
für die Haltbarkeit
verantwortlich ist.
In Wasser- oder Limonadenflaschen aus den Brunnenbetrieben (3/4Ltr Glas)
läßt sich der selbstgemachte Wein sehr schön lagern:
Am besten kühl oder im Kühlschrank lagern - meine Weine sind zum Trinken, nicht zum Lagern gedacht!
***
An dieser Stelle nochmal mein Tipp aus den eigenen Weinen Glühwein zu machen,
den man NICHT würzen und NICHT zuckert:
2 Weihnachtsmarkt-Tassen bei 800 Watt 1,55 Min einschalten.
Heißer als 60/65 Grad soll der Wein nicht werden,
sonst ist der Alkohol weg -
Dieser Glühwein kann nur aus dem 1kg Zucker - Rezept gemacht werden.
Achtung! Keinen Zucker nach dem Erhitzen nachgeben,
sonst schäumt der Glüh-Wein sofort über..
***
5Ltr Flaschen sind besser als größere, weil man diese leichter handhaben kann-
wie schnell rutscht eine große Flasche aus der Hand !
Manche Säfte harmonieren nicht zusammen:
Apfel und Schwarze Johannisbeere z.B. oder Fliederbeere und
Apfel.
Der fertige Wein bezieht seine Stabilität aus dem Verhältnis Zucker zur Säure.
(Die Rest-Süße nimmt mit der Zeit ab, weil sich Zucker in Alkohol umwandelt,
was freilich hauptsächlich vor dem
Abziehen des Weins passieren wird,
weil dann die Hefe noch voll aktiv ist.)
Der selbstgemachte Wein ist sehr preiswert:
Für eine 0,7 Liter Wein-Flasche wären gerade mal 60 Cents fällig..
(September 2014, im November 2017 vielleicht 80 Cents, 2026 schon 1,50 Euro)
Die Stabilität der Weine nach dem Vollrezept (1kg Zucker) ist sehr gut und beeindruckt immer wieder!
Viel kann man davon nicht trinken- weil der Geschmack und die Kraft doch recht spürbar ist:
Wir trinken am liebsten aus dem kleinen Bembel aus Westerwälder - Ton,
schön hessisch-blau, wie sich das gehört.
Dann wird in kleine Winzer-Probiergläschen (ja- noch echtes Glas) ausgeschenkt,
die auch nur zum Teil gefüllt werden.
Man soll sich am Wein nicht betrinken, sondern nur abendlichen Genuß ohne Reue haben !
Meistens bleibt noch etwas im Bembel- einfach einen Bierdeckel darauf legen,
dann
bleiben die Weinmücken außen vor ;)
Das Lied Summerwine trifft hier sehr gut.
***
Der original hessische Äppelwoi (aus purem Saft gemacht,
ohne Wasser, ohne Zucker, mit einem winzigen Stück Hefe) wird
aus den gerippten Gläsern,
gut gekühlt getrunken.
***
Wichtig:
Diese Weine hören nie auf zu arbeiten- dh. auch wenn sie blank abgezogen wurden,
werden sie immer aktiv bleiben:
Ich töte den Wein nicht mit chemischen Mitteln ab,
sondern lasse die Natur walten- so wird er immer kräftiger,
weil
weiter Restzuckergehalte in Alkohol umgewandelt werden.
Das geht bis zur herben oder "trockenen" Ausprägung.
So alt wird der Wein bei uns nicht und wenn,
sollte man weniger davon trinken,
weil er sehr stark werden kann.
***
Der Wein ist Goldes Wert,
er lindert manche Schmerzen,
er macht die Dummen oft gelehrt,
und bessert böse Herzen!
Goethe - wer sonst?
***
(Das Urrezept des Bekannten mit der Lohnkelterei arbeitet nach dem Drittel-Prinzip,
dh. ein Drittel Zucker, ein Drittel Wasser, ein Drittel Saft-
gemeint waren
dabei schiere Obstsäfte, frisch gepresst.
Apfelwein machte eine Ausnahme, dafür wurde der Saft pur
- ohne Wasser und ohne Zucker - genommen.)
Da heute kaum noch jemand Streuobstwiesen oder einen Obstgarten hat,
sind MEINE Rezepte mit fertigem Saft gemacht -
so kann jeder und überall
Wein machen.
Zudem sind die Aufwendungen für ein Obstgrundstück nicht gerade gering,
es muß beschnitten, gespritzt
(ohne geht mal gar nichts, wie die Praxis zeigt!)
und gedüngt werden, Unkraut
gejätet,
geentet und gepresst (Equipment!) - dann sofort verarbeitet,
weil Obst recht schnell verdirbt.
! Frischer Saft darf nicht mit Metall in Berührung kommen.. !
Es fallen somit grosse Mengen an, die logistisch behandelt werden müssen
und auch die späteren
Weine zur gleichen Zeit reif werden lassen,-
was wiederum Haltbarkeitsstoff-Zugaben oder Luftabschluß braucht und Flaschenabfüllungen.
(Equipment!)
Nach meiner Methode fertigen Saft zu kaufen, kann man die Weine immer schön nacheinander machen,
so wie sie gebraucht werden:
Ganzjährig und mit einem schönen Abwechslungseffekt !
***
Meine ersten Erinnerungen waren in jenem Hof , der mit altem Basaltsteinpflaster war,
mit richtigem Misthaufen, Hühnern und ...
jener kleinen Apfelwein-Kelterei mit ihren faszinierenden
Transmissions-Riemen
und dem alten großen Elektromotor, von dem man mich kaum weg bekam.
Der Druck der Kelterschraube ließ goldgelben,
leicht perligen** Apfelsaft ausfließen, der sich unten
um den hölzernen Kelterkorb
in einer gemauerten Mulde sammelte um in einem Rohr
mit Schlauch in Korbflaschen
abgefüllt zu werden.
(Obergärige Methode,
dh. die Flasche war bis zum Rand voll und blubberte
nun auf einem Stuhl neben
dem alten holzgefeuerten Küchenherd über,
mit den typischen "Weinmücken" - weshalb ich die untergärige
Art bevorzuge...
Apfelwein war immer pur, kein Zucker, kein Wasser, keine Hefe etc.
Im Gegensatz zu anderen
Obstweinen,
bei denen der Saft zu sauer oder zu dick oder zu säurehaltig war um zu gären)
Wie überall - auch heute noch - im Land, war die Apfelernte
nicht weniger bekannt als die Weinlese,
aber bei weitem nicht so spektakulär und lukrativ.
Meine Familie väterlicherseits stammt aus Frankfurt am Main,
der Apfelweinhochburg-
meine Mutter aus dem Ort meiner Erzählung,
wo wir heute noch wohnen-
so war ich doppelt vorbelastet..
Bald 70 Jahre ist das her,
vergessen habe ich die Erlebnisse nicht und nach
vielen Jahren der Versuche,
war mir die Veröffentlichung der Erfolge
auf diesem Weg ein echtes Ansinnen:
Obstweine zu machen ist nicht schwer, richtige Obstweine
zu kaufen jedoch unmöglich.
(Wein aus Trauben ist dagegen überall und in jeder Qualität zu haben, heute sind das eher Fakes)
**hier bildet sich bereits Hefe
Lohnkelterei:
Die Leute kamen mit Leiterwagen, die mit Jute-Säcke
oder Körbe voller Äpfel -verschiedenster Sorten-,
die unter den Bäumen aufgesammelt worden waren,
um als Gegenwert Apfelsaft mit nach
Hause zu nehmen.
Dieser wurde anschließend als Apfelsaft in Flaschen eingekocht
oder man hat
Apfelgelee
oder Apfelwein davon gemacht.
Heute gibt es diese kleinen Lohnkeltereien nicht mehr,
statt dessen eine bekannte Kelterei in Laubuseschbach,
die ähnlich arbeitet.
Es gibt entweder Saft oder Geld für sackweise eingesammelte Äpfel,
die dort
abgeliefert werden.
Davon wird heute wieder rege Gebrauch gemacht- auch von Leuten,
die nur ein paar Bäumchen
im Garten haben.
Apfelwein oder richtiger "Äppelwoi"
(Mundart ist viel älter als Hochdeutsch)
wird aus dem "Gerippten"
(Pressglas mit Rautenrippung)
kellerkühl (10Grad) getrunken und immer mindestens bis zum Eichstrich gefüllt.
Ein sehr gesundes und erfrischendes Getränk,
das im Sommer gerne als Schorle -süß (mit Limonade)
oder sauer (mit Selters,
welches seinen Ursprung ein paar Orte entfernt hat)
getrunken wird.
Apfelwein hat eine leicht abführende und entschlackende Wirkung.
(Genau wie Fliederbeere oder Holunderbeere)
Das Spalierobst an dem
Jahrhunderte alten Kleinbauernhaus der Lohnkelterei war wirklich eine interessante Lösung..
Wenn ich meine Erlebnisse bei Apfelweinbereitern mal zusammenfassen darf,
wird klar, daß keinerlei chemische Stoffe- wie z.B.
Milchsäure oder Reinzuchthefen
oder Nährstofftabletten etc. benutzt worden sind:
Die Äpfel waren wild in den Sorten durcheinander gemixt,
wie eben gerade die Anlieferung kam- geschnitten, gepresst und
versaftet worden.
Der reine Saft kam in das Gärgefäß, das überrandvoll gemacht wurde-
evtl. ein klein wenig Zucker dazu,-
je nachdem wie das Säureverhältnis ausfiel.
(Ideal ist - bei jedem Wein - eine gewisse Ausgewogenheit zwischen Süße und Säure-
in etwa Jona-Gold oder Cox Orange, Golden-Delicius etc.
Boskoop alleine könnte schon zu sauer sein und zu wenig Eigenzucker haben,
überhaupt sind sortenreine
Apfelweine schwierig zu machen, weil das Säureverhältnis
meistens nicht stimmt und so mit Regulatoren gearbeitet werden müsste.. ein Irrweg ..
ich habe schon Reinsorten-Apfel-Weine verkostet.)
Die Mischung der Apfelsorten macht den Reiz und gibt die Sicherheit,
ein gutes Produkt an Wein zu erzielen.
(Bei gekauften Apfelsäften handelt es sich immer um einen Mix aus zig Apfelsorten)
Diese Gärballons (randvoll reinem Apfel-Direktsaft)
kamen alleine zum Gären, wenn sie warm genug aufgestellt wurden.
(Wildhefen in der Luft - aber vorsicht, später im Jahr kommen die Essigfliegen und der Wein kippt um!)
Die Ausgärung zeigte sich am klaren Absetzen des Sediment-Trubes
am Flaschenboden- so konnte abgezogen werden.
(Mit dem Schlauch angesaugen, nicht zu tief in die Flasche halten und lieber nochmal nachführen,
damit nichts vom Trub in die 2. Flasche kommt)
Diese 2. Flasche also, in die der geklärte Apfelwein kommt,
sollte fast randvoll gefüllt sein und luftdicht verschlossen werden,
weil sonst schnell Essigbakterien hinzu kommen, die den Wein umkippen lassen
oder zu "Böcksle"-Geschmack führen (Schimmelartig, der Grundstock der Essigbereitung).
Es wurden keine Haltbarkeitsstoffe benutzt !
Der Wein perlt bis zum letzten Tropfen - lange hat man sich dran gehalten
und
fix getrunken, eh' er schlecht wurde...
***
Umrechnung für US - Mengen und Gewichte:
"Ltr" = 1 Liter = 1000 ml - 3/4 Ltr = 750 ml
1/2 Ltr = 500 ml
Kg = 1 Kilo = 1000 gr
1/2 kg = 500 gr
1/3 kg = 333 gr
1oz = 28,375 gr
333gr = 11,73 oz
500gr = 17,62 oz
0,75ltr or 750ml = 25,36 fluid once
1,5ltr or 1500ml= 50,72 fluid once
1ltr or 1000ml = 38,04 fluid once
One Block ( baker`s yeast ) Hefe 42gr = 1 , 481 oz
half Block (half oz) baker's yeast of the 5Ltr or:
one and a half Gallons - Bottle.
Diese 42gr Hefe sind übrigens für 1kg Mehl gedacht,
so kam diese krumme Zahl..
Vorab: Trockenhefe (dried yeast) der besten Marke ist wunderbar- noch besser als frische Hefe zur Weinbereitung
geeignet. Vorsicht: Nicht mehr als 5 Messerspitzen oder 1/4 Tütchen voll nehmen, sonst geht der Ansatz über wenn man
diesen schwenkt.
In den Wein- und Hobbybüchern ist immer von "Reinzuchthefen" und "Milchsäure",
"Nährsalztabletten" die Rede,
ohne die das Getränk nicht werden würde-
so ein Schmarn!
Bei diesem Thema darf ich sehr darum bitten,
sich nicht verrückt machen zu lassen
und ganz einfach mal
den ganz einfachen Weg einzuschreiten,
der obig bestens beschrieben worden ist und der schon Jahrtausende alt ist.
(Als Fass- oder Maischegärung, die für mich früher auch kein Problem waren-
die Kelter wurde irgendwann abgängig und steht nun zur Zierde herum.
Die fertigen Säfte sind zudem besser, weil sie gut von Schwebstoffen ausgefiltert sind -
warum also nicht den einfachen Weg gehen?)
+++ Das sehe ich als meine kleine "Mission" hier im Web.
Die wichtigste Grundregel ist:
Gärende Weine nur mit Gärstopfen luftdicht abschliessen,
damit sich ein CO2 Polster bilden kann,
das Bakterien und Fremdhefen keinen Platz läßt.
Im Fernsehen kam eine Reportage über ein Schloss im Rheingau, das "edelste Weine" vermarktet.
Gezeigt wurden Blechtanks im Keller, wo "die Weine gemischt werden,
um den
haustypischen Touch zu bekommen" -
Wie? Gemischt?
Wo ist die Zeit geblieben, wo man zwischen Winzerschoppen, (später auch "Qualtitätswein" genannt)
der nachgezuckert werden durfte -
dann
Kabinett, der NICHT nachgezuckert wurde- Spätlese, Auslese und Eiswein unterschieden worden ist?
Zudem nach Lage und Sorte, die beim Winzerschoppen jedoch vernachlässigbar waren.
***
Die Säfte aus den recycelfähigen Papp-Packungen oder Kunststoff-Flaschen oder Glasflaschen sind heute so gut,
daß sich die eigene Quetsche und Filter nicht mehr lohnen-
ich lasse denen, die das so gut machen,
die Freude mir die fertigen Säfte zu liefern,
die für meinen Wein nötig sind!
Die Qualitäten der Fruchtsäfte sind heute so gut,
daß die auch beim Diskounter gekauft werden können!
***
Direktsaft ist schon nochmal was anderes als Saft
aus Konzentrat,
Direktsaft muß somit
teurer sein, das ist mir klar. (Transport-Gewicht)
Ich habe zwischen diesen Direktsäften und den Säften aus dem Supermarkt
und aus dem Diskounter (durch Blindverkostung
mehrerer Personen bestätigt)
keinerlei geschmacklichen oder sensorischen Unterschied ausmachen können.
Selbstverständlich sind mir die Bemühungen von Obstbauern oder Kleinkelterern mit akademischen Ausbildungen
aufgefallen,
die
sortenreine Apfelweine machen.
Ich halte das strikte Auseinanderhalten der Apfelsorten für recht schwierig -
es sei denn, man betreibt eine entsprechend
sortenreine Plantage oder Baumwiese,
wo die Sorten exakt definiert oder bekannt sind.
Pomologie
Zudem eigenen sich nicht alle Apfelsorten für Apfelwein,
weil ein gewisser Gehalt an Säure nötig ist.
Deshalb halte ich Apfel - Sorten - Mischungen für sinnvoll - so wird jeder Apfel verwertet.
Beim Apfelwein kommen auch
weniger große oder fleckige Äpfel in die Kelter,
die sonst nicht zu vermarkten gewesen wären.
Abwechslung tut not, wer sich festlegt, engt sich ein:
Was passiert,
wenn mal ein schlechtes Jahr für eine bestimmte Frucht ist
und die Säfte daraus zu teuer werden ?
So bin ich mit vielen lieferbaren Saft-Sorten in
Übung und kann geschwind Wein aus dem günstigsten Saft machen.
Ein wenig rechnen habe ich schon gelernt - vergebens soll das nicht gewesen sein..
***
Neues:
Heute hat man im Forschungs - Institut ein neues Verfahren zur Haltbarmachung von Wein entwickelt,
das auf mechanischem Wege (so sagt man)
lebende Strukturen zerstört.
Die "kalte Pasteurisierung".
Dabei werde der Wein mit Stickstoff oder dem Edelgas Argon vermischt,
der Druck erhöht und dann schlagartig entspannt.
Ähnliches ist bei der Haltbarmachung von Fruchtsäften,
dort aber ohne Stickstoff und ohne Argon, nur durch Erhitzung:
"Unser Saft wird auf 85 Grad erhitzt, (pasteurisiert) rückgekühlt
auf knapp 20 Grad Celsius
und unter sterilen Bedingungen
in eine sterile Verpackung abgefüllt.
Diese keimfreie Kaltabfüllung bringt Energie-
und Kosteneinsparungen auf ganz natürliche Art."
Wie "gesund" Argon ist, weiß ich freilich nicht!
www.fru chtsaft.de
Viele vertragen dieses Schwefeldioxyd im Wein nicht, also jener Schwefel,
den ich nicht haben mag in meinen Weinen..
so ist meine
Methode gut dabei - und allemal gesünder!
Noch etwas:
Die Drehstopfen gibt es von speziellen Herstellern nachzukaufen,
desgleichen die 5Ltr Glasballons und auch die Gummistopfen und Gärrohre.
Die Preise vergleichen lohnt sich dabei sehr!
Sektchen
***
Ich wunderte mich, warum so viele aus eigentlich muslimischen Ländern auf meine Seite kommen-
die bekanntlich nur in deutscher Sprache abgefasst ist:
Der Fruchtsaft-Umsatz in diesen Ländern ist enorm und die alkoholhaltigen Getränke
sind dort verboten oder horror-teuer.
Auf meinen Seiten sind
viele Rezepte, um aus Säften leckeren Wein zu machen.
Wohl bekomms, ihr Pharisäer und Philister ;)
***
In einer Pharmazeitung habe ich gelesen, daß "Histamin" am dicken Kopf,
verstopfter Nase, nächtlichem Schwitzen und ähnlicher Unverträglichkeitszeichen
schuld wäre,
die vom Weinkonsum -oft auch durch kleine Mengen- kommen würde.
(Histamine kämen durch schlechte Früchte, Fäulnisbakterien und Schimmelpilze)
Manche Weinhersteller setzen auf wenig empfindliche Früchte, andere auf auf "Betonitbehandlung",
wo Erden auf dem Flaschenboden diese Stoffe binden sollen.
Man nimmt an, daß trockene Herbste bessere Weine ergeben, hat aber in Tests Unsicherheiten zugegeben,
daß es doch der Schwefel ursächlich für die
Unverträglichkeiten sein könnten..
(Schwefel verwende ich niemals.)
***
17. August 2016
Noch ein Wort zur Ausgärung des Weines:
Im Hochsommer geht der Wein schneller, was durch die Temperaturen bedingt ist.
Bei uns im Keller schwankt die Temperatur nur wenige Grad, was aber doch am Wein zu bemerken ist:
Im Sommer ist er nicht so lieblich, der Wein wird "rauher", etwas herber und kräftiger.
Wer das nicht haben will, sollte entweder den Wein etwas früher trinken oder im Sommer etwas weniger Wein machen.
Der Weiße schmeckt im Hochsommer fast wie ein norditalienischer Weißwein - obwohl er aus Apfelsaft gemacht wurde!
Der Tokajer-Geschmack des Roten ändert sich dann in Richtung Bordeaux.
Wein-Bilder
Kurzanleitung zur Weinbereitung
Ur
Weinherstellung, Wiki
Obstwein Wiki
Alternativen:
*** Honigwein ***
Edelrezept weiß
Edelrezept rot
Blindverkostung eigene weiße Weine
Wiki ober/untergärig beim Bier,
was heute anders gemacht wird, als früher.
weinb au24.de/shop/glasballons/1059-glasballon-5-l-rechts-mit-ohr.html
Wer sich für weitere Themen interessiert, ist hier gut aufgehoben.
*** Seitenempfehlung: Brotbacken - kann heute jeder,
wenn nach diesen Rezepten
vorgegangen wird.
Endlich ist chemiefreies und haltbares, appetitliches Brot in jedem Haushalt ganz leicht machbar ! ***

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Maßeinheiten, Mengen und Gewichte, wie würze ich was? -
Mai 2016: Heute war es so weit - Kirschsaft war "aus" im Supermarkt,
nachdem im Diskount dieser schon länger aus dem Sortiment heraus genommen wurde.
Ich rechne bei meiner Art Wein zu machen immer mit solchen Dingen, deshalb sind die Säfte austauschbar gehalten !
Wenn kein Kirschsaft mehr im Regal ist,
kann so einfach auf "Roter Multi"
oder "schwarze Johannisbeere" umgestellt werden,
wovon jeweils ein Liter auf 1 Liter roten Traubensaft
kommen.
Freilich kann man - sollte roter Traubensaft auch noch knapp werden, mit diesen Alternativen
auch alleine Wein gemacht werden.
Alles kein Problem, wir sind ja flexibel- gell?
***
"Eiklar-Schönung wird gerne bei Rotweinen gemacht,
um den Gerbstoffgehalt zu vermindern und damit den Wein etwas milder zu gestalten"
Sachen gibt's ! "Veganer Wein" lautet hierbei die Überschrift in der Zeitung.
So eine Panscherei gibt es bei mir nicht, weder mit Chemie noch mit Ei oder Schwefel oder Algen,
keine Aromaten oder Verschnitt oder sonst was-
pur, einfach nur noch pur und Natur..
***
Ihr, geneigte Leser - seht nun schon deutlich vor Augen, daß dieses Hobby recht spannend sein kann..
wie auch immer, so ein Vorhaben gelingt
oft erst nach Jahren,
ob es sich um das Einkochen von Marmelade oder Gurken handelt:
Bis der richtige "Dreh" erreicht ist, sind immer einige
Fehlschläge hinzunehmen.
Jeder hat einen etwas anderen Geschmack und möchte das jeweils Beste für sich haben.
Hobbies sollten jedoch
selektiert, dh. abgeklopft sein: Brauche ich das wirklich?
Muß ich alles selber machen?
Diese Gedanken leiten uns hier immer und immer wieder
neu an:
Manchmal ist weniger mehr.
Meine Frau macht Brot und Marmelade selbst, ich bin mit dem Wein dabei und koche gerne einfache Sachen,
die
Freude machen.
***
Mein Sohn, der längst einen eigenen Haushalt hat, meint:
Die wärmerer Vergärung von Wein in der Wohnung geht zwar schneller,
der Wein schmeckt
aber nicht so gut wie deiner, der langsam im kühlen Keller gären konnte,
das ist ein deutlicher Unterschied..
***
Diese Säfte ergaben keinen guten Wein..
***
TIPP: Wem diese Glasflaschen zu schnell kaputt gehen -
kann durchaus diese 5 Ltr PE oder
PET Kunststoff-Flaschen (Lebensmittelecht)
nehmen, in denen destilliertes Wasser verkauft wird.
(Kanister mit Schraubverschluß, dort passen die Gummistopfen genau so drauf - mit dem Vorteil,
daß man den Wein nach dem Abzug -kühl gelagert- umfüllen und verschrauben kann - zum Mitnehmen)
PE - PP : artefa kten.net/was-ist-eigentlich-pe-polyethylen/
Sicher, jetzt werden gesundheitsbesorgte Leute rufen: Um Himmelswillen, da ist ja Weichmacher drin!
Stimmt, aber nicht viel und wenn ich bedenke, daß heute jede Wurst in diesem Kunststoff verpackt geliefert wird,
(auch beim Metzger, der hinter der Theke erst einmal auspackt) dann kommt die Saftflasche,
die Tetra-Packungen,
der verpackte Käse fürs Frühstück und..
jedes Elektrogerät und sogar das Auto, wo mehr als genug von diesem
Kunstmaterial verbaut ist,
das auch noch viel stärker ausdunstet.. (siehe Frontscheibe innen) !
Und trotzdem:
Die Leute werden immer älter..
so ungesund scheint Plastik gar nicht zu sein.
(Metalle sind deutlich auffälliger,
wenn es um Allergien etc. geht.)
***
Der typische hessische Apfelwein (Äppelwoi),
wird aus purem Apfelsaft gemacht, ohne Zucker, ohne Wasser -
aber mit dem Gärrohr und dem kl. Stückchen Hefe -
zur Systemsicherheit.
(Herb, frisch, fruchtig, urig, wenig spritzig)
Dieser herb-säuerliche Wein hat nur ca 5-6% Alkohol und ist nur bedingt haltbar;
nach dem Abzug sollte er gut gekühlt sein und bald getrunken werden.
Dafür ist dieser Apfelwein ehrlicher, ohne Speierling und ohne Schwefel.
(Ein Frauen-Geschmack ist er dennoch nicht unbedingt, man muß ihn mögen,
es ist eine räumlich recht eng begrenzte hessische Spezialität, die ganz genau so schmeckt,
wie in den alten Äppelwoi-Kneipen in "Dripptebach", dem Zulieferer-Stadtteil Frankfurts -
als der Apfelwein noch nicht von den "Hipstern"
als "Äppler" besudelt wurde..)
***
Neues aus der Versuchs-Ecke:
Inzwischen setze ich dem Glühwein 1/3 Wasser zu, also in der Tasse.
So kann man eine oder zwei Tassen mehr trinken und besser zur Toilette bringen..
***
*** weiter gehts mit den Weinexperimenten
auf Reihenweck 100,
der vor-vor-vorletzten Seite dieser Serie.. ***
***
Der Nachbar hat einen 10ltr Eimer rote Trauben über - aus denen haben wir im Entsafter 5 Ltr sehr dicken
Saft gewonnen. Das gab einige Gläser Gelee und 2,5 Ltr für die Weinbereitung, weil schlicht das Marmeladenregal
übervoll ist.. So habe ich 2x 1,25ltr mit je 1kg Zucker als Wein angesetzt und nun blubbert es wie wild.
Nach nur einer Nacht!
(die ganzen 2,5ltr Saft sind definitiv zuviel für eine 5ltr Flasche)
Wie weit mit Wasser aufgefüllt wird, wenn die Spontangärung zuende ist, wird sich bei der Vorkostung zeigen.
(Abgekocht oder nicht spielt bei meiner Weinbereitung keine Rolle!)
Der Nachbar hat selbstverständlich eine Flasche "seines Weines" bekommen - Ehrensache!
***
Immer auf der Suche nach weiteren Vereinfachungen, die aber natürlich sein sollen,
geht die Reise weiter - mit der Kartusche Krautfeldwein,
also bei Opa Scharf's Rezept aus vergangenen Zeiten der kleinen Lohnkelterei an dem hunderte Jahre alten Haus
am Ortsrand.
(Dort ist schon seit Jahrzehnten keine Kelterei mehr, das Haus hat eine junge Familie gekauft)
***
2026 nehme ich 10ltr Pfälzer Rottraubensaft- 2x5ltr Bag, auf das 25ltr Gärgefäß-
dieser kostet bei A mazon 30-35 Euro.
Die Qualität ist allerdings deutlich besser als der Saft aus dem Supermarkt.
"2 x 5 L Trauben Direktsaft rot aus der Pfalz, 100% roter Traubensaft, vegan und ohne Zusätze - 2 x 5 Liter Boxen"
***
L.L.V.S.L.M. = Laetus libens vivens sibi locavit monumentum
Optime animadvertis, scito igitur,
Vina in Dies etiam non utendo sese consumere, quae,
nisi dicta Ratione restituerentur omnia tandem evanescererent!
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