Ueber 1100 Zeilen waren mehr als genug fuer die 1. Seite meiner experimentellen Weinbereitung,
deshalb habe ich diese neue Seite gegruendet:



Reihenweck 100 - eine Seite ueber meine Wein Experimente..


24.9.2017:
Aus A mazon habe ich fuer 19,95 Euro 4 neue 5ltr Glasballons, jeweils mit Stopfen und Gaerrohr
nachbestellt: Die 10ltr Flasche ist kaputt gegangen, so "musste" Ersatz her.
Im Winter dauern die Weine naturgemaess deutlich laenger und wenn mehr Gaerballons vorhanden sind,
koennen sich die Reifestufen besser ausleben.
Das 800gr Zucker Rezept hat sich als die beste Loesung heraus gestellt, das wird also bleiben.
Die Saefte jedoch werden wieder einmal wechseln und auch wieder gemischt, bevor sie vergoren werden-
wie zu Anfang, die Lust an der Abwechslung hat wohl obsiegt.
Hier empfehle ich: Immer einen Zettel an die Gaerballons geben, damit man spaeter genau sehen kann,
aus welchen Saeften der Wein entstanden ist.
Nun habe ich 23 x 5 Ltr Flaschen in einer langen Reihe stehen.
Die neuen sehen etwas anders aus, die bestuecke ich mit den Vollrezepten (1kg Zucker),
so kann man diese schweren Weine leichter von den normalen auseinander halten.
Die diese nicht unerhebliche Menge an Gaerflaschen bleibt deutlich mehr Zeit zur noch saubereren
Vergaerung, mit kuerzeren Nachklaerungsfristen.

Dort habe ich auch 10 Gummistopfen mit Loch, 44mm, also fuer 5Ltr Gaerballons gekauft. (Gute Drogerie-Qualitaet) 2,99 Euro das Stueck plus Fracht, also 32,99 Euro fuer alles.

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Wissenswert:
Frueher wog die Packung Hefe 500gr, dann teilten die Baecker diese in 12 Teile:
42gr, was genau fuer 1kg Mehl reicht.
(Deshalb wiegen die Hefewuerfel genau 42gr)
Fuer eine 5ltr Flasche reicht ein Cent grosses Stueckchen !

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Gluehwein aus dem Selbstgemachten kann auch kalorien-reduziert daher kommen:
Einfach einen ungesuessten Pfefferminztee oder Hagebuttentee bereiten,
in der Gluehweintasse halb Tee halb Wein mischen und dann in die Mikrowelle schieben.
(2,2 Min bei 800 Watt fuer 2 Tassen a 200ml)

Das werden wir in der kommenden kalten Saison auf alle Faelle tun!
(Unser selbstgemachter Wein hat - wie der gekaufte ebenso - arg viele Kalorien)

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Wer taeglich abends seinen Wein trinken moechte, dem rate ich dazu diesen mit Wasser zu verduennen:
Die Gewoehnung ist immer ein Problem, egal wobei!
So hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
Alkohol und Kalorien.
Die Rezepturen belasse ich freilich, die haben damit nichts zu tun.
Wein ist gesund, wenn man den Genuss nicht uebertreibt !
Den so "sozialisierten" Wein im Krug nenne ich eben "Tafelwein" - so einfach ist das..

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Inzwischen -nicht zuletzt durch die 4 zugekauften Gaerballons- mache ich lieber wieder
das Vollrezept mit 1kg Zucker, das dann laenger ausgaeren darf..
..dieser Wein hat eben die meiste Kraft, in jeder Hinsicht.

Zusaetzlich kommt immer wieder die Freude an der Abwechslung im Wein,
was bei vielen Gaerballons deutlich leichter zu machen ist.

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27.11.2017 - eben kommt im Radio ein Beitrag ueber guenstige Weine im Schlauch.
Neuer Wein in alten Schlaeuchen oder alter Wein in neuen Schlaeuchen -
wie die Politiker so gerne verwechseln, ist da nicht gemeint:
Es geht um einen Kunststoff-Saeckchen in einer Papp-Schachtel mit Zapfhaehnchen.
"Preiswerte bis mittlere Weine, die in Stahltanks gereift sind, werden hier abgefuellt.
der Vorteil liegt im Preis von nur 5 - 6 Euro pro Liter.
Die Gebindegroessen gehen bis 10 Liter hoch."
Ein Kommentar war: Da muss man keine 5 Flaschen entsorgen, nur noch ein schmaler
Plastikschlauch mit Nippel bei einem 5Ltr Pack.
(Ob der Pappkarton mit Pfand ist, wurde nicht gesagt.
Bei Biosaeften kostet dieser 50 Cents)
Soweit zum Beitrag.
Dass Weine heute praktisch immer in Stahltanks ausgebaut werden und kaum mehr im "Barrique"
oder Holzfass, das muesste jedem klar sein.
Uebrigens kostet der teuerste Wein, den ich auf meine Weise machen kann,
3x2 Euro plus 90 Cents fuer den Zucker, also 6,90 Euro fuer 5 Ltr oder 1,38 fuer einen Liter !
Rotwein die Haelfte, also ca 70 Cents !
Es ist ein kleiner Unterschied, ob ich fuer die 5ltr Flasche 6,90 Euro oder 30 Euro zahlen muss.
( Ob der Wein vergleichbar ist, muss jeder selbst austesten - ich sage; Allemal! )
Nur mal so am Rande.

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Reizvoll kam der Wein aus Apfel- und Cranberrysaft daher, ob als Saftmischung oder als Verschnitt
beider Weine - angenehm, rosefarben, recht mild - aber nicht ohne eigenen Touch.

Man soll es nicht glauben, aber auch aus untenstehendem Saft-Mix kann man einen leckeren
Wein machen - wie aus allen anderen Saeften ebenso - aber dann bitte mit nur 0,8kg Zucker,
sonst wird der Wein zu suess.



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Akuell darf ich anmerken, dass das Sektchen generell nach dem 1kg Rezept (immer auf die 5ltr Flasche bezogen) getan werden sollte, weil ganz einfach die Stabiliaet des Getraenkes deutlich besser ist. Apfel ist auch nicht so gut, deshalb nehme ich nur noch Weine aus weissem Traubensaft und rotem Traubensaft, ggf. auch aus Kirschwein in die Lagerkiste der Sektflaschen. Die Lagerdauer sollte ca 2-3 Monate sein, dann ist der Sekt gut trinkbar- diese aus dem 1kg Rezept gefertigten Sektchen sind sehr viel laenger lagerbar und bauen sich dabei geschmacklich in Richtung "trocken" aus !

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Spannend finde ich den Kontakt mit einer Frau aus Ghana, die selber Wein machen will- was nun endlich mit den dort vorhandenen Zutaten einigermassen moeglich geworden ist. An dieser Stelle einen Gruss dorthin, auch nach Moskau und nach den Philippinen und den USA und Kanada, woher entsprechende Anfragen kamen !

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Nochmal: Mir geht es klar um einen gewissen Pragmatismus und Minimalismus, nicht um die teuerste, feinste oder umstaendlichste Methode einen guten Hauswein parat halten zu koennen, der keine Chemie braucht..

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Zum Thema "Reinzuchthefen" darf ich vermelden, dass ich diese schon laengst durchprobiert und verifiziert habe. Diese Hefen sind recht teuer und waren auf keinen Fall so stabil wie die Backhefe, wer den Hefegeschmack nicht mag, dem empfehle ich: Einfach weniger nehmen - nie mehr als die Menge einer Murmel oder einer Haselnuss, das langt vollkommen.. vom Fruehjahr bis Sommer braucht man ueberhaupt keine Hefe, wenn man das nicht will- es reicht, einen Liter Saft (abgedeckt durch ein Tuch wegen der Fliegen) einen oder zwei Tag(e) offen stehen zu lassen, bis sich die Hefen aus der Luft eingefunden haben, ihr Werk zu verrichten. Allerdings sei gewarnt: Im Herbst - keiner weiss so genau wann die kritische Zeit kommt - finden sich ESSIG-Bakterien statt dessen ein, die nun wirklich niemand haben will... (Ich nehme das ganze Jahr die untergaerige Methode mit einem kl. Stueckchen Backhefe - das ist die einfachste und sicherste Methode guten Wein zu machen, wo auch gleich etwas Gutes fuer den Trub getan wird)

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Den normalen Tischwein mache ich nur noch nach dem 800gr Rezept, den fuer die Sektchen eben mit 1kg Zucker.
Das hat sich am allerbesten bewaehrt: Das Kilorezept ist eindeutig auf Dauer zu suess. (beim Sekt wird bekanntlich nachvergoren, da verliert sich die Suesse und die Kraft bleibt)

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Wer im Winter aus seinem selbstgemachten Wein einen Gluehwein machen will, muss diesen nicht wuerzen, das habe ich schon geschrieben - neu ist jedoch, dass man mit Orangensaft oder Ginger-Ale zu einem Drittel den Wein in der Tasse schrecken kann, damit man am Abend nicht zuviel Alkohol abbekommt. Das hat gut funktioniert und prima gemundet !

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Uns fiel auf, dass ehemalige Russen, heutige Deutsche oder "Russlanddeutsche", wie offiziell gesagt wird, jede Menge Kartoffeln im Markt holen - essen die noch so viele dieser Feldfruechte? Meine Frau hatte einen interessanten Verdacht: Wodka ! Na denn prost - Vater Staat bekommt davon wohl eher keine "Branntweinsteuer" ab. (Zuvor haben diese Leute kistenweise billigen Vodka vom Diskount-Laden geholt, die sie wohl als Limonade tranken - sogar die Busfahrer der Schulkinder trugen diese Fahne.. kein Witz!)

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Zum Thema Weinrezepturen moechte ich nachtragen:

(Immer Liter oder Gramm, immer klare Saefte, niemals truebe)

Weissweine:

2 w. Traubensaft, 1 Apfelsaft, 800gr Zucker oder 500gr fluessiger Honig.

3 w. Traubensaft 1kg Honig

3 Apfel 1kg Zucker.

Rotweine:

1 Sauerkirsch, 1 schw. Johannisbeere, 1 r. Traubensaft 800gr Zucker

3 r. Traubensaft, 1kg Zucker

2 r. Traubensaft, 1 Sauerkirsch, 800gr Zucker

2 r. Traubensaft, 1 schwarze Johannisbeere, 1kg Zucker

Weine mit Honig gehen besser, wenn man etwas Zucker zutut.

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Am 28.2.2018 kam eine Mail, ueber die ich mich sehr gefreut habe:
"Hallo aus Gambia
Ich wollte mich mal wieder kurz melden und von meinem Orangen Wein berichten.
Wow der ist saugut geworden ! Er perlt noch ganz leicht und ist wie ein medium dry Sekt.
Ich bin begeistert ! Naechstes Jahr mache ich mehr davon. Diesmal war es ja nur ein Testlauf."
(Dort sollen es an diesem Tag 25 Grad Celsius gewesen sein,
hier bei uns 5 Grad Minus am Tag und in der Nacht 9 Grad Minus)

Soso, dann kann man also doch aus Zitrusfruechten Wein machen - wer haette das gedacht?
Ich lerne jeden Tag dazu.

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Aus dem "Roter Multi" von E deka kann man guten Wein machen, der einen noch besseren Gluehwein ergibt - wie gesagt - wir wuerzen den Gluehwein niemals, der Wein wird in Gluehweintassen nur erhitzt.

Noch ein "Geheim - Tipp": Wenn der Wein von der Hefe gezogen wird, kann man den letzten 3/4 Liter getrost fuer Gluehwein nehmen, der ist zwar etwas truebe und noch etwas hefig- was aber bei diesem Heissgetraenk sehr saemig und angenehm kommt ! (Den dichten Teil des Trubes verbleibt im Gaerballon, den tue ich weg)

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Zum typischen Weinfehler, den es bei zu warmer Vergaerung geben kann:
Wer in der Wohnung seinen Wein macht, laesst diesen zu warm vergaeren, was zu hohen Alkoholwerten und zu trub bis bleibenden hefeartigen Grundgeschmack fuehrt. Der Wein braucht die gleichbleibende Kuehle eines Kellers. (Hefe nicht mehr als der Kern einer geknackten Haselnuss)

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Das besondere Rezept ist "Alter Mann", etwas Schweres fuer schwere Feste - z.B. Weihnachten?

PS:
Selbstverstaendlich kann man meine Weine auch mit Fluessighefe (Reinkultur) machen - mir ging es jedoch um die einfache Verfuegbarkeit von Hefe ganz allgemein, weshalb ich (ein wenig) Backhefe empfohlen habe:
Mir hat die Hefenaehrsalztablette noch nie gefallen, die man bei der Reinzuchthefe benoetigt - also nehme ich weiterhin Backhefe oder vom dem vorangegangenen Weinansatz ein Glaeschen und setze damit den neuen Wein an. (Dazu muss der vorherige Ansatz noch in der Spontangaerung sein) Also: So wenig Chemie wie moeglich und an diesen Grundsatz wird sich auch meine Weinbereitung halten muessen !









Die Weinrezeptur meandert nicht mehr ? Nicht so ganz..


"So eine Arbeit -Iphigenie auf Tauris- wird eigentlich nie fertig, man muss sie fuer fertig erklaeren,
wenn man nach Zeit und Umstaenden das Moeglichste getan hat."

Johann Wolfgang von Goethe

***

Eigentlich tendiere ich dazu, den "Roten" aus 3x 1Ltr Sauerkirschsaft und den "Weissen" aus 3 x 1Ltr Apfelsaft zu machen. (jeweils mit 800gr Zucker auf die 5Ltr Gaerflasche) Fuer Gluehwein und fuer die Sektchen muss man allerdings 1kg Zucker nehmen) Das kommt meinem "Minimalismus" am naechsten, der mir zur Lebensmaxime geworden ist. Mehr Wein braucht kein Mensch, Traubensaefte braucht eigentlich auch keiner- wenn er oder sie weiss wie Wein gemacht wird ;) Die Weisheit des Alters ist oft hilfreicher als so mancher "Experten-Tipp".

Wie auch immer, das vereinfacht und verbilligt meine kuenftigen Einkaeufe um einiges.
So habe ich der alten Tugend, aus wenig viel zu machen - erfuellt und meinen Teil beigetragen.
Prosit und wohl bekomms !

*** Nachtraege ***

Bei einer "Rezension" fiel auf, dass bei manchen Weinen eine unharmonische Note war -
und nach einiger Ueberlegung kamen wir zu dem Schluss, dass dieser stoerende Hintergrundgeschmack evtl. von den Kernen der Sauerkirschen gekommen sein koennte: Die werden z.T. zermahlen und so geraet Bittermandelgeschmack in den Saft.
Folglich nehme ich Sauerkirschsaft vorerst nicht mehr, werden also meinen "Roten" aus 2x rotem Traubensaft und 1x Schwarze Johannisbeere machen oder mit 500ml Fliederbeere - je nach dem.



***

Inzwischen hat sich der Weisse, bestehend aus 2x Apfel und 1x weisse Traube bei 800gr Zucker bestens bewaehrt.

Inzwischen hat sicher Rote, bestehend aus 2x rote Traube und 1x schwarze Johannisbeere bei 800gr Zucker bestens bewaehrt.

***

Juni 2018 - wenn Sekt gemacht werden soll, nehme ich obige Rezepte mit 1kg Zucker,
damit ist man immer auf der sicheren Seite..

Alle anderen Sorten lasse ich auslaufen, ggf. noch auf besonderen Wunsch gemacht.

***

Es gibt halt immer wieder ein paar Veraenderungen im Steckenpferdbereich und beim Thema Weinbereitung ist es so:
Inzwischen kaufe ich nur noch die direkt gepressen Saefte (soweit habbar) in Glasflaschen von heimischen Anbietern und habe auch bei der Sortierung etwas geaendert: Weisser und roter Traubensaft, Apfelsaft und schwarzer Johannisbeerensaft, sowie Sauerkirschsaft sind geblieben, die anderen Saefte habe ich aussortiert.

Die Weine daraus sind:

2x weisse Traube und 1x Apfel bei 800gr Zucker auf die 5Ltr Gaerflasche ergibt einen harmonischen Weisswein mit viel Blume.

2x rote Traube und 1x schwarze Johannisbeere bei 800gr Zucker auf die 5Ltr Gaerflasche ergibt einen Bordeaux/Merlet-Typ an Rotwein.

3x Apfelsaft und 800gr Zucker fuer meine eigene Interpretation von Apfelwein.

Daneben und als Abwechslung mache ich den typischen hessischen Aeppelwein aus schierem Apfelsaft - ohne Zucker -

und ebenfalls nur gelegentlich:

3x Sauerkirsch und 800gr Zucker- das bringt einen tollen Obstwein, der schon bald suedweinartig kommt.

5 unterschiedliche Weine sollten reichen - gell?

***

Es gibt immer nochmal was Neues (Juli 2018):
Heute lagere ich nur noch 3 Sauerkirsch, 3 Schw. Johannisbeere, 3 Weisse Traube, 3 Rote Traube, 6 Apfelsaft (klar) ein und 6 x 1kg Zucker. Alle von der heimischen Kelterei, fast alle sind alle direktgepresst, also nicht aus Konzentrat. 18 Flaschen a 1ltr ergibt immerhin 6x Weinansatz.

Mein Sohn hat die Idee der Trockenhefe ( beste Marke ) zugesteuert, weil diese weniger "nach Brot schmeckt, wie die Backhefe tut" - so woertlich.
Ich bin gespannt und werde die Sache rezensieren. Die Trockenhefe ist laengst eingelagert und wartet auf ihren ersten Einsatz.

Nun, es scheint zu klappen mit dieser Trockenhefe, die Hefe geht noch kraeftiger. Ich habe nur ca 1/4 eines Tuetchen genommen und .. es reicht! Das ist noch praktischer als frische Hefe, die gerne eintrocknet oder schimmeln koennte.

Heute habe ich drei Kisten a 6 Flaschen zu je 1Ltr. im Keller, das reicht vollkommen aus um 6x Wein ansetzen zu koennen. (plus 5x Zucker und die Trockenhefe im Karton ueber den Kisten.)
Interessant ist, dass die Keltereien mit ihren neuen Flaschen nicht so recht in die Kisten passen wollen - die gestapelte Kiste sitzt auf den Drehverschluessen - nicht gut! (Deshalb habe ich zwei einfache St yrophorplatten dazwischen gelegt, damit die Drehverschluesse nicht belastet werden)
Diese direktgepressten Obstsaefte gibt es nur bei rotem Traubensaft, weissem Traubensaft und bei Apfelsaft - bei Kirsch- und schwarze Johannisbeere leider nicht.
Deshalb werde ich diese beiden Saefte nicht mehr bevorraten - die neuen Weine sollen nochmal besser werden !
(Saftmischungen gehoeren bei mir der Vergangenheit an)
Und so werden die Kisten je eine mit rotem Traubensaft, eine mit weissem Traubensaft und eine mit Apfelsaft gefuellt, jeweils ausschliesslich direktgepresst.
(Nur wenn diese Saefte gerade nicht lieferbar sind, kommt Saft aus Konzentrat in Betracht)

Es gibt also immer nochmal etwas Neues bei meiner Hausweinbereitung.. die hier ihren Niederschlag haben darf: Wein soll Freude machen und das ist rein am besten - so ganz und gar anders, als die Produkte die man heute fertig kaufen kann - ich will schliesslich keinen Chemiebaukasten trinken !

Kurzanleitung Wein







Kartuschen - Thema: Ein wunderbares Steckenpferd Struempfe stricken !

Meine Frau ist buchstaeblich "bestrickend", aber nur was die Struempfe anbelangt.
Die Spezialitaet sind Socken aus guter Strumpf-Wolle, von der sie niemals abgeht.
Die ist zwar deutlich teurer, aber wer die Muehe des Strickens kennt, wird niemals billige Wolle nehmen:
Struempfe aus billiger Wolle sind schnell durch, bekommen kahle Stellen..
In einem Basar fand ich Kindersocken (18-19) zu 4 Euro das Paar.
Nun sagt meine Frau, dass man dafuer kein ganzes Knaeuel Wolle braucht, 4 Euro ca -
die Muehe wurde offenbar nicht honoriert oder die Socken waren aus billiger Wolle..
5 Stunden haette sie fuer dieses Paar Kindersocken benoetigt,
sagt sie und sie muss es wissen: Wir haben drei Enkelchen.
Fuer ein paar Erwachsenen-Socken braucht man ca 16 Stunden, 5-8 Euro kostet das ganze Knaeuel Wolle !

Die echten selbstgestrickten Wollsocken sind Gold wert, darin schwitzt man nicht..
..es sind auch meine Lieblingssocken, ganz ohne Frage.
Bunt oder uni, laenger oder kuerzer - der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt und
so hat sie die Ferse und Spitze optimiert, dass es nirgendwo druecken kann.
Solche Socken sind kleine Kunstwerke - ich koennte das nicht, dafuer "stricke" ich an Homepage-Codes.
(ist auch nicht viel anders)

Nun wirft sich die Frage auf, was wohl dieses obige Paar Kindersocken gekostet haette,
wenn man den Mindestlohn von 10 Euro annimmt:
50 Euro plus 4 Euro Wolle= 54 Euro, wo dann noch die MWSt darauf kaeme und die anteiligen Standgebuehren..

Ein schoenes Hobby fuer daheim ist das allemal und man hat immer ein gutes und passendes Geschenk parat,
das uebrigens immer mit Handkuss genommen wird !



Vor einiger Zeit hat eine Radiomoderatorin mal (sinngemaess) gesagt:
Wenn einem gar nichts mehr einfaellt, schenkt man ein Hemd, Schlips oder strickt Socken..
Wer strickt oder jemanden kennt, der gerne strickt, sieht man genau:
Die Leute machen sich sehr viele Gedanken um dieses Geschenk, um die zu beschenkende Person, schon weil die Groesse passen muss und auf den persoenlichen Geschmack eingegangen werden wird, sollen die Socken gefallen.. und exakt das tut jemand, der 8 Stunden an einer Socke arbeitet und damit mit guter Wolle, die lange haelt, nicht kratzt - die kostet eben etwas mehr ! Ich sehe meine Frau mit langer Freude an diesen Dingen werkeln und so habe ich mir gedacht: Ich zeige mal eine neue Socke, die gerade fertig geworden ist - fuer das kleinste Enkelchen.



Ist das nicht huebsch?

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Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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Kartuschen - Thema: Koettbullar !



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Im Web gibt es viele Koettbullar - Rezepte, die ganz anders schmecken, als beim grossen schwedischen Moebelhaus.
Die Sahne wuerde ich durch saure Sahne ersetzen, ein wenig mehr Piment zerstossen,
etwas mehr Salz, einen halben Fette-Bruehe-Wuerfel und ein klein wenig mehr schwarzen Pfeffer zugeben.
Die Beilagen sind manigfaltig- man kann Moehren- oder rote Bete-Salat zugeben,
Kartoffelstuecke oder Kartoffelpueree, ich habe suess-sauer eingelegte Kuerbisstuecke bevorzugt.
Als zweite Beilage geht auch eine grobe Marmelade (Klecks) oder etwas Heidelbeere statt Preiselbeere.
(Ich hatte nur grobe schwarze Johannisbeermarmelade da, die mit etwas Aprikosenmarmelade verfeinert wurde)
Manche arbeiten mit Gurkensalat bei diesem Essen -
Eine feste Regel gibt es wohl nicht.
Die Semmelbroesel sind mir auch nicht das Wahre- ein in Milch eingeweichtes Broetchen kommt immer besser.
Ingwer kann man getrost weglassen.
Zwei Eier statt einem ist sicherer fuer die Bindung der Hackmasse,
die langsam, aber laenger bruzzeln -in guter Butter- sollte, damit das Fleisch sicher durch ist.
(Mit Deckel garen)
Die Zwiebel brauchen auf keinen Fall zuvor angeduenstet werden, wie das Originalrezept meint,
sondern koennen gleich in die Hackmasse eingearbeitet werden, wenn sie fein gehackt worden sind.
Wenn die Hackbaellchen fertig sind, kommen sie in eine Schuessel-
die Pfanne mit dem Sud wird mit Mehl abgestreut und mit etwas Milch aufgefuellt
und dann mit einem Schuss saure Sahne verfeinert.
(bei der Sahne wird die Platte gleich ausgeschaltet, damit die Sahne nicht gerinnt)
Nun noch etwas mit Salz abschmecken und fertig.
Fuer 3 Personen nimmt man 500gr gemischtes Hackfleisch, eine Zwiebel,
ein fette Bruehe Wuerfel, ein Ei, 2 Tassen Milch, etwas gute Butter,
100gr Saure Sahne, 1 flacher TL Piment, ein EL Salz (fuer alles)
Mein Sohn hat dort wohl zuletzt Koettbullar gegessen und er meint:
"Schmeckt genau wie im Moebelhaus, prima!"
(Wir "rezensieren" neue Kochversuche immer zu dritt, das gibt mehr Sicherheit)

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Kartuschen - Thema: Kartoffelsalat Hausfrauen-Art !



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Meine Frau macht den Kartoffelsalat immer mit

selbstgemachter Maionaise.

Dieser Salat ist immer am schnellsten weg, egal was sonst noch auf den Tisch gestellt wird..
Ich frage sie nach dem Rezept: "Ein ganzes Ei, 2 gut gehaeufte TL (einfachsten) Senf,
1 EL Weissweinessig, 1 TL Zucker, etwas Salz, das Ganze auf hoechster Mixerstufe schaumig ruehren,
dann vorsichtig so lange Disteloel - waehrend des Ruehrens- einfuellen,
bis eine saemige Maionaise entstanden ist. Ggf. zwischendrin mal abschmecken,
ggf. mit ein wenig Gurkenwasser auflockern. Wuerzen mit Pfeffer und Salz."
In den Salat kommt ein Apfel, gekochte Eier, eingelegte Gurken,
Kartoffeln- obenauf Petersilie, Tomaten oder Eier- je nach Verfuegbarkeit.
Krause Petersilie ist besonders gut und schaut prima aus.



Erwaehnenswert ist, dass man mit dem Mixstab diese Maio nicht packen kann,
man muss schon den Handmixer nehmen sonst wird das nix.. !

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Fabrik spielen



Ab und an faellt mir eine Begebenheit aus meiner Jugend, sogar aus frueher Kindheit ein!
Die Kinder heute sind derart reizueberflutet und ueberdruessig und ueberfordert und von den Helikoptermuettern durchgetaktet, dass die Konzentration in der Schule auf 20 Minuten begrenzt zu sein scheint - dann waere eine Pause noetig und danach wieder 20 Minuten. So weit ist der "Lehrkoerper" jedoch noch lange nicht, dass jener dieses Problem erkannt haette. Auch ist es den Eltern nicht moeglich, diese Zusammenhaenge praktisch umsetzen zu koennen und zu wollen: Der Konkurrenzdruck unter den Kindern ist stark, der unter den Eltern noch doller.

Was mich zu diesem Anhang treibt ist dieses:
Nach meiner Erinnerung spielte ich -gefuehlt stundenlang- mit einer leeren Konservendose, in die ich kalte Ofen-Asche gefuellt hatte und auf einen Stein stiess- bumm, bumm, bumm - jedes Mal kamen Aschewolken hoch, wie bei einem Schornstein, der in voller Aktion ist..

Meiner Mutter entkam ein leiser Schrei - was machst denn du da?!
Meine Antwort: Ich spiele Fabrik, schau mal, wie fein der Schornstein raucht !
Moensch nee, direkt neben meiner frisch gewaschenen Waesche..

Was den "Kids" heute fehlt, ist die Ruhe mit nur einem einzigen billigen Spielzeug etwas anzufangen oder anfangen zu muessen, die Phantasie zu bemuehen um dann ein zufriedenen Spiel zu haben, bei dem man etwas lernt.
Desgleichen ging es wenig spaeter weiter mit dem Brennglas und div. Versuchsmaterial auf einer brandfesten Unterlage draussen im Garten. Damit konnte ich stundenlang spielen - auch ohne Le go.
Spaeter, als unsere Tochter so weit war, habe ich mit ihr L egosteine gesteckt und hohe Tuerme in ihrem Zimmer gebaut, sie baute Burgen und Schloesser und Pony-Hoefe - schier aus der Phantasie, nicht vorgefertigt!
Spaeter kam der Sohnemann und auch er war dann in diesem Alter, wo das L ego bereits technisiert daher kam, mit Motor, Zahnraeder und Reifen und allerlei techn. Zubehoer fuer diese Patentsteine. Also vielseitig und geistfoerdernd ohne jede Langeweile.

Ein einziges Spielzeug, kein ganzes Zimmer voll.





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Das blaue Thema: Selbsterkenntnisse

Von Zeit zu Zeit sollte man sich die Muehe machen, eine Art der Hinterfragung aller Dinge des Lebens zu halten,- ganz sicher keine neue Erkenntnis, aber allemal ein Grund solche Dinge anzusprechen:

Sicherlich weiss jeder, dass wir Menschen eine Haltbarkeitsgrenze haben - egal wie lange diese heute "nach hinten" verschoben werden kann, bleiben immer die gleiche alte Frage offen:
Was bin ich?
Das kann jeder nur fuer sich selbst und ganz alleine beantworten.
Fuer mich ist die Erkenntnis des Lebens die, dass man nicht ewig lebt und dass man nichts mitnehmen kann.
An und fuer sich ebenfalls ein einfacher und uralter Hut.
Das ist auch nicht das Problem, was immer mehr Leute draengt, als vielmehr die Fragen.
Werde ich noch anerkannt?
Was soll oder kann ich vererben?
Muss ich etwas tun um noch mehr hinterlassen zu koennen?
Ist eine "gesellschaftliche Einbringung" sinnvoll oder nimmt das anderen Menschen die Existenz?
Ist es sinnvoll eine "anerkannte" Beschaeftigung zu machen oder "soziales Engagement", wenn der Ruhestand angebrochen ist?

Diese Hilfen sind meistens nicht gewuenscht, man erntet eher Undank und behaelt Frust:
Eigentlich sind "haptische" Hilfen oder der "gute Rat" total unerwuenscht -
nur die Kohle zaehlt bei den Empfaengern dieser freiwilligen Dienste.

Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist es besser zu warten, bis man gebeten wird zu helfen - jede Art der spontanen oder selbstlosen Einbringung wird als Einmischung gesehen.

Ich finde, dass wir viel zu sehr auf den "Prestigewert" der Dinge aus sind und dabei eher nach aussen schauen, statt auf unser eigenes Wohlbefinden.
Eigentlich braucht so ein Mensch nicht viel - er will essen und trinken und im Warmen sitzen - ein wenig Unterhaltung. Alles darueber hinaus ist Luxus, der teuer ist und viel zu flott veraltert und wertlos wird - ein Wirtschaftsprinzip, wo wir wie der Hamster im Rad laufen.
Eine neue Ausrichtung ist alle paar Jahre noetig und -fuer mich oder uns betrachtet- ein neues Motto noetig, damit man nicht auf jeden Kram reagiert und bald ueberreagiert, der von aussen heran getragen wird.
Ich hinterfrage alle Dinge, ordne neu, werfe an materiellem und geistigem Ballast alles ab, was nervt oder die Zeit stiehlt, ohne einen Gewinn an Zufriedenheit zu garantieren.
Man wundert sich, wie wenig tatsaechlich froh und zufrieden macht:
Das Spazieren oder Wandern in der freien Natur - moeglichst um alle Bebauungen herum - und ohne in die Gastronomie einzukehren - weg von Konventionen und weg vom "must have", einfach nur ein paar Stunden im Einklang mit der Natur. Man muss nichts hinterlassen, was ueber die Beerdigungskosten hinaus geht! "Gesellschaftliche Anerkenntnis" ist im Ruhestand vollkommen schnurz - man muss sich nur davon frei machen, dann ist das Leben ploetzlich unbeschwert. Man muss keinen neuen Wagen oder einen "angesagten" Urlaub oder neue Moebel haben, wenn diese noch gut sind. Echter Schmuck wird geklaut, guter Modeschmuck ist genau so schmueckend - etc..

"Ein Mensch ist nicht gluecklich, wenn andere ihn dafuer halten,
sondern wenn er sich selbst gluecklich schaetzt!"

Beweis meiner These ist da zu sehen, wo die Leute genervt in den Urlaub fahren, genervt wieder daheim ankommen: Man braucht nur einmal auf die Gesichter der FahrerInnen in neuen, suendhaft teuren Wagen zu achten, wie wenig dieser Driver tatsaechlich Spass daran haben oder auch nur zufrieden schauen ! (Kaum einer)

..und so kommt die Frage auf:
Brauche ich das noch oder kann das weg?

***