Vivarium Seite 50


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Gesundheit schaetzt man erst, wenn man krank wird.
Deutsches Sprichwort

***



Die Planung einer Wandertour
faengt schon Abends an:
Wie ist die Wettervorhersage?
(Dabei nehme ich nicht nur die heimischen Sendeanstalten, sondern auch ueberregionale Angebote im Web an, sonst ist eine klare Vorhersage nicht zu treffen, da die "Vorhersagen" immer diffuser werden.)

Zuerst ist die Idee oder die Wahl der Region, dann suche ich die entsprechende Wanderkarte heraus.
Auf dem Tisch ausgebreitet wird mit dem Kilometer-Roller die grobe Entfernung abgefahren.
Man sollte sich schon vorher sicher sein, dass die anvisierte Streckenlaenge zu schaffen ist.

Die Wahl zwischen einfacher Strecke mit dem Rueckmarsch auf gleicher Route oder etwas abgewandelter oder ob man lieber einen Rundweg baut, ist als naechstes dran.

Der Einsteller des Kilometerzaehlers muss auf das Kartenformat (z.B. 1:25.000) eingestellt werden, dann darf aber nur in eine Richtung gerollt werden, sonst laeuft das Ding rueckwaerts.. am besten, man faehrt die Strecke mindestens noch ein 2. Mal ab.

Bei uns sind die Touren 18-25 Kilometer lang, mit dem "Planziel" 20 Kilometer Gesamtstrecke.

Dazu braucht man -bei ruhiger Gangart- ca 5,5-6 Stunden, fuer die Pause berechne ich 20 Minuten, was aber nicht bedeutet, dass diese Zeit stur eingehalten werden wird; wo es schoen ist, da bleibt man gerne etwas laenger.
Zudem sind genuegend Fotomotive zu wuerdigen!

Uns geht es in erster Linie um die Bewegung in der freien Natur:
Orte werden nach Moeglichkeit umgangen und besonders Neubaugebiete gemieden.

Die Planung ist abgeschlossen, ich habe ein nettes Eck ausgesucht, in dem sich die Wanderpfade so kombinieren liesen,
dass sie einen Rundweg ergaben.
Mal auf dem alten schwarzen IIIer Fernwanderweg, mal ein Stueck auf dem Jakobsweg, dann wieder auf einem regionalen Wanderweg mit dem Schmetterling oder Hasen oder was auch immer, bis dieser wieder in unsere Ausgangsrichtung fuehrt.

Diese Strecke schreibe ich zuvor genau auf und lege den Zettel zur Karte, die genau so gefaltet wird, dass man sie ablesen kann:
Die Kartentasche ist wasserfest und an den Rucksack geklipst- das Ablesen muss in der Marschrichtung moeglich sein.
Auf den Tourenzettel habe ich -rueckseitig- die genaue Fahrstrecke eingetragen, dass kein "Navi" oder "GPS" noetig ist.
Flankierend ist im Auto die Strassen-Karte aufgeschlagen bereit.

Diese Vorbereitungen verhindern ein Verlaufen recht zuverlaessig- im Wald sieht man keine Entfernungspunkte!

Die Smartphones (meine Frau hat auch eines) werden selbstverstaendlich vor der Tour aufgeladen, Ersatzakkus sind dabei.
(Bei mir dient das Ding als Fotoapparat und als Notfall-Instrument- zu mehr nicht)

Die Karten kommen zu den Rucksaecken im Keller, zu jedem Rucksack eine 1,5ltr Flasche Wasser (medium, das ist nicht bestrahlt) und ein Beutel mit Brotzeit.

Die Brotzeit besteht aus selbstgebackenem Brot, einem Guerkchen oder Tomate oder Apfel und einem guten mittelharten Ei. Der Brotbelag ist individuell- mal Wurst, mal Kaese- aber auch Erdnussbutter Crunchy, wonach eben gerade der Appetit steht.

Wir kehren unterwegs nicht ein, das dauert viel zu lange und ist auch nicht immer so zufriedenstellend, wie man sich das wuenscht: Wie oft aergert man sich. Zudem stinken viele Buden schon von weitem ganz erbaermlich..

Unsere Brote haben oefters den Neid so mancher Touristen erregt, die im Hotel untergebracht waren ;)



Das ist Freiheit, Freiheit die wir meinen..

Auf den Strecken im Taunus und Westerwald sieht man stundenlang keine Menschenseele, meistens ist es still und beschaulich.

Wir wuerden niemals mit einer Wandertruppe gehen, das waere ein Sakrileg gegen die goettliche Ruhe:
(Unsere Kathedrale ist der Wald, die Andachtsstaette der Felsen auf der Hoehe, die Orgel der Bach, der Bluetenduft ist Weihrauch genug, die Voegel piepsen die Predigt..)

***

Nun ist der Morgen gekommen, wir fruehstuecken kraeftig und machen uns fertig.
Die hohen Wanderschuhe (Renegade) stehen im Karton im Kofferraum, die regenfesten Jacken sind dabei,
die regenfesten Hosen sind zusammengerollt im Rucksack, wie das Handtuch,
das man als Sitzkissen fuer die Bank im Wald oder den Felsen braucht.
Feuchttuecher und Schuhanzieher sind ebenfalls im Kofferraum.
Die Wasserflaschen sind im Rucksack, die Brotbeutel ebenso, wie die Geldbeutel im Extra-Fach,
wo ein kleines Verbandszeug und ein Flaeschchen "Schwedenkraeuter" enthalten ist.
(Gegen Kopfschmerzen und zum Desinfizieren. Dieses ueble Zeug hilft binnen 20 Minuten)

Wir ziehen uns nach dem "Zwiebelprinzip" je nach Jahreszeit an.
Ein Hut ist nie verkehrt, besonders wenn man nur noch wenig Haare besitzt ;)
zudem schuetzt dieser vor Kopfschmerzen, wenn die Sonne mal heftiger sticht.

Ab geht sie, die Fuhre:



Am Ziel wird ein feines und sicheres Plaetzchen fuer den smart gesucht.
(Der wird nicht einfach mal so zwischen Autos abgestellt)

Nun folgt die Orientierung vor Ort:
Wenn ein Bach oder Fluss ist, kann man anhand der Fliessrichtung ermitteln,
ob man richtig startet oder in die falsche Richtung geht,
um den Startpunkt und den Anfang unseres Wanderwegs zu finden.
Dieser Punkt ist ganz wichtig, denn trotz guter Vorbereitung gibt es immer wieder Irrtuemer.
Wenn also das Wanderzeichen gefunden und mittels Karte die Startrichtung gefunden ist,
kann man beruhigt die Seele baumeln lassen.

***

Der Blick geht immer wieder zu den Wegzeichen, die manchmal nicht so leicht zu entdecken sind.
Am Rande der Doerfer sieht man noch alte Staelle, halbzerfallenes Geraet,
ab und zu einen alten Traktor in der offenen Scheune und Weidetiere, die uns interessiert nachsehen.
Bei uns - in der Mitte Hessens - ist sehr viel Wald, meistens Mischwald mit einer Unzahl an Wegen und Pfaden,
die man schnell verwechseln kann.
Die Taeler sind recht tief eingeschnitten und haben manchmal nur einen schmalen Weg ab- oder aufwaerts-
wer sich hier in der Richtung vertan hat oder ein Zeichen falsch gedeutet hat,
(die Zeichen von abknickenden Wegen sind manchmal falsch zu deuten)
geht leicht einen laengeren Umweg.. oder kommt ganz woanders heraus.
Deshalb raten wir: Lieber zurueck gehen und den richtigen Abzweig suchen, wenn die Karte keinen Ausweg weiss.

Der Wald empfaengt uns mit einer Ruhe, die man in der Stadt oder Ort nicht kennt-
man hoert nur die Voegel, den Specht und sonst nichts ausser einem leisen Rauschen der Blaetter im Wind.
Der Schritt wird federnd auf den Waldwegen, ab und zu knackst ein Aestchen, auf das man trat.
Feuchte Stellen interessieren uns mit diesen hochwertigen Schuhen nicht.
Die Hosen sind immer so gewaehlt, dass sie locker sitzen und nirgends einengen.
Der Autoschluessel ist im Fach des Rucksackes, damit nichts im Hosensaeckel ist:
Das kann zu wunden Stellen am Bein fuehren!

Man sollte ruhig und gleichmaessig gehen, nicht hektisch und bergan "einen Gang zurueck schalten".
Aussichtspunkte gehen wir immer an- es waere doch zu schade, wenn man hier stur weiter geht, nur um Strecke zu machen.
Ueberhaupt geht es uns nicht um die Kilometer, sondern um die Erholung!

Die ungefaehre Haelfte der Wandertour wird nach der Zeit oder nach dem Hungergefuehl ermittelt..
..ein schoenes Plaetzchen wird gesucht und meistens auch schnell gefunden.

Bei den Touren in unserer Gegend, die auf meiner Seite zur Genuege kund getan wurden,
bekommt man Appetit und wird mit Sicherheit nicht zunehmen -
wir hatten schon Strecken, die bald eine Stunde nur bergauf gingen..

Historische Stellen und Orte, Hinweistafeln, verwunschene Kirchlein und Heiligenbilder, sogar noch echte Furten durch den Wasserlauf, Gedenksteine, Aussichtspunkte, Lehrpfade, seltene Baeume, uralte denkmalgeschuetzte Buchen, Linden und Eichen, Mauerreste von Gruben und Schaechten, verschwiegene Winkel an einem Ortsrand, Burgen auf den Hoehen, Aussichtstuerme, Weinhaenge, Gemueseaecker, Obsthaine, Fernsichten, alte verlassene Gartenanlagen, ein verstecktes Forsthaus, einen Waldkindergarten, Ferienhaeuschen, Campingplaetze, Weier, Fischzuchten, Tennis- Fussball- und Golfplaetze, Schutzhuetten und immer wieder Fernwege, die unseren ausgesuchten Pfad kreuzen.

Die Leute in den Doerfern gehen ihrer Beschaeftigung nach, einer schneidet die Hecke, ein anderer Bewohner maeht den Rasen- irgendwo bellt ein Hund, gackern Huehner, klingelt ein Baeckerwagen.. eilige Muetter kurven mit ihren Grossraumwagen umeinand, sie holen die Kleinen vom Bus ab. Vor der Sparkasse stehen zwei alte Leute und unterhalten sich, der Dorfbrunnen (heute nur Zierde) plaetschert. Alte Scheunen und neue Prachtbauten wechseln sich ab. Malerische Hinterhoefe ehemaliger Bauern und unweit davon der Marmoreingang zum Glaspalast eines Ingenieurs oder Bankers. (Wir haben hier schon Namen gefunden, die glaubt uns kein Mensch- ganz weit weg im hintersten Westerwald)

Ab und an treffen wir interessierte Passanten oder Leute am Zaun, die sich erkundigen wohin des Wegs oder wir fragen nach einer Anbindung an unseren Pfad, dessen Beschilderung irgendwann mal ausgeblichen oder verloren ging..

Wir schauen auch gerne mal nach Anregungen fuer das eigene Grundstueck- es gibt ja so viel zu sehen!

Wir kommen beim Wandern und beim Einkaufen oder auf den Spaziergaengen
immer wieder mit wildfremden Leuten spontan ins Gespraech -
zusammen mit dem Dorftratsch, den wir sehr lieben, ergibt sich ein immer dichter gewebtes Bild.
Nahpolitik ohne Politiker sozusagen.
Was soll ich sagen?
Die Leute sind alle einer Meinung und die ist so total anders,
als "die da oben" es am liebsten "verordnen" oder "anordnen" moechten!

Die Orte sieht man am besten von weitem oder von oben herab- da kann man sich so seine Gedanken machen:
Wie wohl die Leute dort unten sind, ob sie arm oder reich, gesund oder krank sind- Kinder haben, Schulden oder keine-
hier oben ist alles soo weit weg, so winzig klein.
Hier auf Hoehenlichtung
ist der Kontostand egal, wie alt das Auto ist und ob der Nachbar uns mag oder nicht..
.. da kurvt ein Schulbus die enge Strasse entlang, die auf der anderen Seite des Tales in heftigen Windungen verlaeuft,
er biegt ins Dorf ab und haelt.
Irgendwo knattert ein Motorrad vorbei, hupt ein Lieferwagen - hoert man einen Traktor schwere Arbeit verrichten.

Wenige Kilometer Luftlinie bedeutet einen ungeahnt langen Marsch,
der beschwerlich werden kann, wenn man nicht gut genug geplant hat.
Die Taeler haben es in sich und so manches Ziel, das greifbar vor den Augen zu liegen scheint,
hat nochmal ein kleines - und total unuebersichtliches - Tal dazwischen!
Manchmal ist der Bach, an dem man die ganze Zeit entlang ging - in gegensaetzlicher Fliessrichtung unterwegs:
Verlaufen! Das passiert immer wieder mal und ist nur durch die Mitnahme der genauen Karte zu beheben.
Ueberhaupt sollte der regelmaessige Blick auf diese Karte selbstverstaendlich sein,
damit man nicht unversehens ueber einen Berg, statt daran entlang zu gehen -
nur dort gibt es den Anschluss an den naechsten Weg, der wieder zum Auto zurueck fuehrt!
Viele Wege gehen ins Nichts, sie sind sogenannte "Holzrueckwege" und Sackgassen,
die am Ende gerne im Matsch und Sumpf enden.

Mit einer Menge an Eindruecken, die Lungen voller sauberer Luft, die Fuesse und Beine rechtschaffen muede,
kommen wir zum "Auto" zurueck, das ein wenig im Schatten gedoest hat.
Nun werden die Wanderschuhe aus und die Strassenschuhe angezogen, mit den Feuchttuechern gereinigt, was zu reinigen ist..
In der Handy-Cam befinden sich meistens zwischen 20-50 Bilder, die dann daheim auf den Rechner geladen und gesichtet werden.
In die Homepage eingepflegt wird Bild- und Beschreibung der Tour, mit Korrekturen,
wenn wir unterwegs eigene Fehler der Planung oder in der Beschilderung der Strecke entdeckt haben.

So, das war eigentlich schon alles, was ich noch anflechten wollte.
Eine gute Zeit Euch allen da draussen, bleibt gesund und schaut mal wieder rein..

Wer sich fuer weitere Themen interessiert, ist hier gut aufgehoben,
dort sind u.a. auch noch einige unserer Wander-Seiten verlinkt.
Gut und sicher ausgearbeitete Touren, im Westerwald und im Taunus.

Das obige Bild fuehrt zu vier weiteren Wanderseiten, die noch nicht mit Inhalten gefuellt sind.

Diese Topographische Karte 1:25.000 vom Hessischen Landesamt fuer Bodenmanagement und Geoinformation ist ein sinnvolle Ergaenzung
zu Wanderkarten, sie kann auch alleine reichen, was aber etwas Eingewoehnung noetig macht.
Damit kann man die Wanderkarte,die im Westerwald oft nur Geradeaustouren sind, als Spange und Rundtour selbst zusammenstellen..

Wir bemuehen drei-fuenf Wetterfroesche, um auf der sicheren Seite zu sein - max 20% Regenwahrscheinlichkeit und nicht mehr als 15km/h Wind: Die Vorhersagen sind wie Weissagungen, total unzuverlaessig oder heute eher augurisch, weil sie trotz suendhaft teurer Computer und Satelliten nicht in der Lage sind, klare Aussagen zu treffen.
Das eigene "Bauchgefuehl" ist oft genug stimmiger, als der Wetterdienst !

http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=43678
Wer es geselliger liebt, fuer den ist dieser Tipp wohl gut geeignet.
http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=6644&key=standard_document_60259024
Ein eiligeres Wandern, das auch den Oberkoerper anstrengt.

Nun habe ich einen neuen Landkarten-Messer bestellen muessen, weil der Ecoba 8763 zu schnell (wie ich finde) kaputt ging, das Roll-Raedchen hat den Geist aufgegeben. Dabei habe ich das Geraet immer in der originalen Verpackung (die stabiler als das Raedchen war) getan, damit kein Schmutz oder Staub daran kommt) *** Der neue kommt von Silva, man wird sehen, ob dieses Ding besser haelt.. *** Elektronische Geraete habe ich nach den Rezensionen der anderen Kunden geschwind wieder aufgegeben: Schlecht verstaendlich, englisch, dicke und komplexe Anleitungen, schlecht ablesbares Display- die ueblichen Probleme mit dieser Technik, die wir alle kennen.. also doch lieber wieder "analog".

An dieser Stelle moechte ich anmerken, dass die Geographischen Karten mit ihren Wegmarken deutlich besser waren, als jede Wanderkarte:
Die Schilder sind manchmal kaum oder nicht mehr zu finden -besonders innerorts. Dazu kommt, dass die Bevormundung von Tourenbuechern unangenehmer ist, als sich ab und zu mal etwas zu verlaufen oder im "rekultivierten" Bereich stecken zu bleiben und einen Umweg nehmen zu muessen, wenn die Strecken anhand der geographischen Karten geplant wurden. Hier ist man selbst der "Schuldige", wenn eine Tour unangenehm wird:
Weg von Radwegen, weg von Betonpisten oder Landstrassenabschnitten, das sollte man beherzigen, wenn eine Strecke angenehm bleiben soll.
Orte sollten die Dorfgroesse nicht ueberschreiten, sonst wird der Marsch bloede!
In diesem Sinne gute Erholung !

PS:
Der E cobra Streckenmesser hat uns nach relativ kurzer Zeit im Stich gelassen und streikt,- ausgeleiert. Nun tut ein neuer Meilograph seinen Dienst: Ein schwedisches Ding (Silva Map Measurer), etwas primitiver, schlechter abzulesen, geht aber offenbar recht gut.

Die Projekte freilebender Wildtier-Ansiedlungen sind in Gefahr: Im Rothaargebirge ist eine Wandererin (muesste eigentlich Wanderin heissen) von einem Wisent angegriffen und leicht verletzt worden. Die Kuh wollte wohl ihr Junges verteidigen. Das koennte bei Baer, Wolf und anderen Wieder-Besiedlern ebenso passieren, weil die Wanderwege schoen romantisch durch die Botanik angelegt sind. Dass man sich passiv verhalten muss, wenn Wild zu sehen ist, muesste eigentlich jedem klar sein. "Ach wie niedlich" muss dann aussen vor bleiben! (Wir sind zuweilen ganz nah an dichten Rapsfeldern vorbei gegangen, wo vielstimmiges Grunzen zu hoeren war: Einfach ruhig weiter gehen..)

Wiki Wandern im D uden steht "Wanderin" als weibliche Form.

Ein besonderer Film-Tipp zum Thema Wandern:
Der Abenteuerfilm von Jean-Marc Vallee mit Reese Witherspoon und Laura Dern Der grosse Trip - Wild.
Verfilmung der gleichnamigen Memoiren von Cheryl Strayed, die darin ihren Gewaltmarsch von ueber 1000 Meilen auf dem Pacific Crest Trail erzaehlt. "

Wir gehen lieber unsere 20 Kilometer - Touren und schlafen daheim und lassen ca eine Woche bis zur naechsten Wanderung verstreichen. Das ist gesuender als ein Gewalt-Trip..

Bei mir gibt es am Folgetag einer Wanderung manchmal Waden- oder Hand-Kraempfe, die jedoch durch Magnesium-Tabletten behoben werden konnten. (Als Wanderer hat man sowas dabei. Aus Naturmaterial, Magnesium, Calcium und D3 in Dragees -K neipp, gibt es aber auch von anderen Herstellern- die man schlucken und kauen kann. Ich bevorzuge das Kauen.)

An dieser Stelle noch einen kleinen Gesundheitstipp, fuer alle, die eben mal 3 - 4 Kilo in einer Woche abnehmen moechten:
Kartoffel-Diaet mit 6 Bildern.

Hier geht es zu unseren Wander-Seiten mit vielen Touren.

Inzwischen hat auch der neue Kilometer-Roller nicht punkten moegen, deshalb habe ich auf Abhilfe gesetzt und diese auch gefunden ! Die Crux war das billige kleine Blechraedchen, das bei Knicken oder glatten Stellen der Landkarte so gerne -meist ungemerkt- sich nicht mitgedreht hat. Was also? Beim Sortieren der Karten bin ich auf eine Entfernungsschablone gekommen und da kam der Gedanke: Ein ueberzaehliger Abfluss-Stopfen war genau richtig. Eine Markerung fuer den Start, dann den Umfang abrollen und als "7,2km" bei den 1:50.000 und "3,6km" bei den 1:25.000 Wanderkarten festgehalten. Das Ding rollt viel besser, ist nicht kompliziert abzulesen - da haette ich auch frueher drauf kommen koennen!



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Zusammenfassend kann ich sagen,
dass wir nur noch Touren fuer 5-6 Stunden in Betracht ziehen, mit 10 Ltr Rucksaecken gehen, in denen -zusammengerollt- je eine Regenjacke, Regenhose und Ueberwurf fuer den Rucksack sind. Ferner Hygiene/Toilettenartikel, wobei Feuchttuecher fuer die Haende wichtig sind, Portemonaie, Autoschluessel, je ein Smartphone, ein Taschenmesser, 1,5 Ltr Wasser und die Pausenbrote. Wir gehen mit Weste, Hemd/Bluse und Unterhemd, atmungsaktiven Wandersocken und Stiefel L owa Renegade, mit hohem Schaft (gegen Umknicken) Die Hosen sind leicht und lassen sich hochschlagen, damit die Waden kuehl bleiben. Das "Zwiebelprinzip" hat sich bei allen Wanderern und Sportlern bestens bewaehrt- schwitzen ist nicht gut und Zugluft ebenso wenig.. Zusaetzlich haben wir ein Flaeschchen "Schwedenkraeuter" (25ml) dabei, falls jemand arge Kopfschmerzen bekommen sollte. (Witterungsumschwung) Dieser Kraeuteransatz ist sehr wirksam und kann empfohlen werden. Die Wanderkarte steckt in einer regendichten Huelle mit starker Klarsichtfolie. (aus dem Motorrad-Bereich) In der Kartentasche ist die Wanderkarte so gefaltet, dass sie mit der Gehrichtung leicht ablesbar ist. Ersatzakkus fuer die Smartphones sind immer dabei, ein kleiner Kompass, Notfall-Nummern und eine Klappkarte mit allen wichtigen Versicherungs-Policen- und zugehoerige Telefon - Nummern der Agenten (falls durch ein Brand oder Einbruch oder Vandalismus in unserer Abwesenheit die Akten verloren gehen) und auch Calcium/Magnesium Dragees, die nach einem Wespenstich Wunder wirken: 4 Stueck kauen und mit Wasser nachspuelen. Vor der Wanderung recherchiere ich auf Karten oder im Web, damit die Anfahrt sicher ist und auch die Umgebung der Tour deutlich wird. Wer hier nicht sorgfaeltig arbeitet, bereut das spaetestens irgendwo im Wald, wenn der Weg unvermutet nicht mehr zu finden ist.. bei uns in Hessen sind die naechsten Siedlungen meistens nicht weiter als eine Stunde zu Fuss entfernt, wenn man in eine Richtung geht - von dort kann notfalls ein Taxi zum Auto zurueck bringen - also bitte auch Bargeld einstecken ! Ein Hut ist immer gut, weil zu lange Sonnenbestrahlung nicht gut ist. Im Sommer gibt es Strohhuete und sonst Kappen oder Filzhuete. Wer gegen Wind allergisch ist, kann mit reinem Pfefferminzoel gegen eine evtl. Fibrillose -erfolgreich- ankaempfen. Bei roten Stellen hilft Zinksalbe, gegen schmerzende Gelenke oder Verspannung des Nackens hilft T ranspulmin, eigentlich gegen Erkaeltung gedacht. (Schweineschmalz-Basis, das zieht Krankheiten raus) Eine Zeckenzange und eine Stich-Salbe dagegen ist auch zu empfehlen. Sicher braucht man diese kleinen Helfer selten, wenn man sie hat, ist das sehr angenehm. Meine Frau tauscht ihre Brille gerne gegen die Sonnenbrille aus, das schont die Augen, wenn es gute Optiker-Glaeser sind. Blasenpflaster haben wir bei diesen Touren noch nie gebraucht, Stoecke haben wir keine dabei. Wer es ruhig angehen laesst und kleine Pausen einlegt, wird bei 20 Kilometern kein Problem haben. Ich habe mich bemueht, unsere Touren so zu beschreiben, dass auch Ungeuebte gut damit zurecht und sicher wieder zum Ausgangspunkt zurueck finden.

Buchempfehlung: "Das geheime Leben der Baeume" von P eter Wo hlleben. Sehr empfehlenswert, da dort viele Erkenntnisse veroeffentlicht werden, die man selbst als geuebter Wanderer so nicht mal erahnt..

***

Ich habe einen HR4 - Wanderrucksack erhalten - als Belohnung fuer unsere Urlaubsgeschichte, die in der Sende-Serie gebracht worden war.
Meinen Dank dem Rundfunk - das schaut doch schon ganz schoen professionell aus ;)



Fuer welche Geschichte ich dieses schoene Stueck bekommen habe, wollt ihr wissen?
Nun gut, dann erzaehle ich die mal eben:
In den 1980iger Jahren fuhren wir mit Kind und Kegel in den Gargano, ganz im Sueden Italiens - fuer 4 Wochen.
In dieser Zeit hat man freilich als Selbstversorger die gewohnt waren, Mittags zu essen laengst alles durchprobiert.
(Speiselokale hatten damals fast nur Abends offen und es war noch zu einer Zeit, als selbst die Pizza in Italien wenig bekannt war und wenn, dann als troege kleine Flade, mies belegt)
So kam meine Frau auf den Gedanken vom Markt Kartoffeln und Zwiebeln mitzubringen und eine einfache Reibe..
(Eier, Mehl und Salz kommt freilich dazu)
Sie rieb und rieb und brutzelte im Wohnwagen richtige hessische Kartoffelpuffer..
Sie war noch nicht lange dabei, als einer der Nachbarn mit dem leeren Teller vor der Tuer stand und eine Probe haben wollte..
"Das riecht ja unglaublich gut, das haben wir in Firenze noch nie gehabt"
(Er machte gerade Urlaub mit der Familie im eigenen Land)
Meine Frau war nicht zimperlich und lud den Teller recht voll ;)
..auch wenn sie nun wieder von vorne beginnen musste, mit reiben, brutzeln.
(Wir sind freilich alle gut satt geworden, da genug Zutaten gekauft wurden)
Am Abend kam ein Teller retour: Mit feinen Gambas gefuellt und Zitronnenscheiben dazu!
Die Kartoffelpuffer muessen wohl sehr gut geschmeckt haben, denn seine Frau wollte unbedingt das Rezept haben.
An einigen Abenden haben wir zusammen vor der Schankbude des Campingplatzes beim Wein gesessen und geplaudert!

Wir sind uns sicher: Nun wird auch in Florenz gerieben und gebrutzelt bis die Pfanne raucht !

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Im Radio kam ein Test ueber Regenjacken: Nur zwei Modelle waren gut oder sehr gut, die aber auch sehr teuer waren. Alle hatten eines gemeinsam: Die Zerfallsprodukte der Materialen, von Funktionskleidung allgemein, findet man irgendwann in der Nahrung und im Trinkwasser wieder !!

http://www.oberlahn.de/29-Nachrichten/nId,195756,Woran-erkennt-man-einen-guten-Wanderschuh.html

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Zum Thema "abweichende Wege und fehlende Wege" sind wir ganz gezielt "Havester" - Wege gegangen: Diese grossen Fahrzeuge der Holzgewinnung bilden richtige Waldwege, wenn ein paarmal damit durch den Forst gefahren wurde. Wir haetten wetten koennen, dass dieser "Waldweg" schon lange bestanden und keineswegs neu entstanden ist. So kostet eine Schleife, die man durch einen Irrtum geht, schnell mal 1/2 Stunde Umweg: Die vermeindliche "3.Abzweigung nach rechts" ist dann eben zu schnell erreicht. (Aber der falsche, der neue "Fake-Weg".) Diese temporaeren Wirtschaftswege wird man wieder zuwuchern lassen, das ist mir klar, aber dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit auf den Wanderungen. Ich umgehe das so, dass die Abstaende zwischen den Abzweigungen noch genauer verifiziert und kontrolliert werden. In letzter Zeit sind wir so manche seltsame Schleife gelaufen, weil so ein gut aussehender, breiter Weg abzweigte, der richtige Wanderweg jedoch in einem kaum erkennbaren Trampelpfad in den Busch abwich.. (Dabei nuetzt es wenig, wenn das Wanderzeichen eine Weile nicht mehr zu sehen war: Bei geraden Strecken wird keines an den Baum gepinnt! Der Weg geht jedoch ganz langsam in eine Schleife ueber und .. man landet ganz woanders ;)

Das Jahr 2016 hat deutlich weniger Wanderungen gebracht, zuerst war der lange Regen, dann die Hitze..

Abknickende Pfeil-Markierungen bei Wanderwegen: Es geht VOR diesem Schild ab - nicht dahinter, auch wenn ein Weg nicht gleich sichtbar ist. (Manchmal ist der kleine Trampelpfad fast zugewachsen)

***

http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=6644&key=standard_document_61652028
Warum man sich ein Pflaster ueber die Wunde machen soll.

http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=6656&key=standard_document_62015948
Auswahl der Wanderschuhe.

http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=96038
Ein paar HR4 Wandertouren gefaellig?



http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=96036&key=standard_document_61999510
Welcher Wanderertyp sind sie?

https://www.hessen-tourismus.de/natur-und-landerlebnis/wandern-in-hessen/app
Gut gemeint ist die "Wander-App" aus Hessen - aber: Das Display muss man bei den unterschiedlichen Lichtverhaeltnissen ablesen koennen - viele unserer aelteren Zeitgenossen (ich zaehle mich dazu) brauchen eine Lesebrille. Diese muss dann erst mal aufgesetzt werden, bevor man ueberhaupt was erkennen kann! Das will ich unterwegs nicht staendig machen muessen, nur um der Tour folgen zu koennen. Die Frage nach der Accu-Laufzeit ist nochmal so ein Punkt! (Wir finden es schon laestig, ein Wanderbuch vor der Nase zu haben..) Vielleicht koennen die Jungen damit besser umgehen.. wie auch immer, man koenne die Tour auf das Smartphone laden und unterwegs auch ohne Internetzugang nutzen. (Dazu muss man erst einmal mit der Technik des vom Computer auf das Smartphone laden beherrschen lernen - ich koennte das z.B. nicht, obwohl mir der Computer sehr vertraut ist: Seit Sinclaire und Commodore, wir hatten sehr frueh ein privates Netzwerk mit 5-6 Rechnern im Haus laufen)

http://hessenschau.de/freizeit/tipps-fuer-die-tour-zum-edersee-atlantis-,edersee-atlantis-126.html
Der Edersee im Norden Hessens ist immer eine Reise wert..

http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=6656&key=standard_document_58324876
Was nicht schlecht ist: Gesehen werden!

Wir sehen uns das Hessenwetter, wetter.de und wetter.com und Kachelmann an und kommen dabei jeweils auf ziemlich unterschiedliche Werte (besonders beim Wind) - nun habe ich bei Bing einmal "Wetter im Westerwald" eingegeben und bin bei einer stimmigen Vorhersage von "Foreca" gelandet, die wohl professionell aus Finnland und Schweden heraus arbeitet. Sicherheitshalber gehen wir mit Ohrenschuetzern / Rollmuetze und festeren Klamotten los..

Obst am Wegesrand: Einfach mal eine Birne oder Apfel abpfluecken ist Diebstahl- seit den 1970iger Jahren ist der Begriff "Mundraub" nicht mehr existent. (Bis zu einem Wert von 50 Euro - also wenn jemand im Laden einen Artikel stiehlt mit dem Apfel am Feldrand gleich gestellt sein - handele es sich um einen einfachen Diebstahl..) Nach unseren Erfahrungen unterwegs sind tatsaechlich gierige Einzelpersonen und Banden "mit Wurzeln" unterwegs auf gezielter Pluendertour mit Saecken und Kisten mit mehreren Personen, um die Fruechte irgendwie auf dem Markt zu vertickern. Besonders in der Wetterau, wo zuweilen die ganze Kirschenernte geklaut wird oder auch im Rheingau und am Main werden Trauben in Mengen gestohlen. Das wird wohl der Hintergrund zu obiger Einstufung gewesen sein. Wenn man 1-2 herabgefallene nimmt und diese gleich isst- wird niemand etwas dagegen haben. Zudem kann man fragen, wenn der Besitzer in der Naehe ist: Dabei "vergibt" man sich nichts ! (Heute hat man als Wanderer sein Smartphone dabei - einfach mal ein Bild machen, wenn ein Erntetrupp mit den Autos an der Plantage steht, damit koennte man ggf. der Polizei helfen - die Eigner koennen nicht staendig bei den oft weit abgelegenen Anpflanzungen sein)

Es gibt immer mehr Menschen mit offensichtlichen psychischen Problemen, Depressionen etc. - wie waere es mal mit laengeren Spaziergaengen oder Wanderungen? Das bringt Luft in den Kopf und in die Lunge - und auf andere Gedanken; weg von den dauernden Nachrichten und von den staendigen Skandalen, die jene da oben wie am Fliessband produzieren.. im Wald und auf weitem Flur wird man wieder ein Mensch, im Einklang mit der Natur !

http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=96038
Ein paar HR Wandertouren.

https://www.hessen-tourismus.de/natur-und-landerlebnis/wandern-in-hessen/app
Wander "App" fuer das Smartphone.
(Wir gehen lieber mit oder nach der Karte, vermutlich ist das Vertrauen in die Elektronik nicht so dolle..
wer will schon mitten im Wald ohne genaues Kartenmaterial stehen? Accuausfaelle hatten wir schon zur Genuege)

Das Wandern mit Landkarte ist allemal "kultig" und angenehmer, selbst wenn man sich mal wieder was "verlaeuft" -
Lachen gehoert dazu:
Schliesslich sind wir "Wandervoegel" und keine Buchhalter oder Steuerpruefer - oder?!


Unser Taunus
und der Westerwald
Der Westerwald ist nicht ohne! Hier gibt es viele gut beschilderte Routen, allerdings meistens ohne Rundtouren.

http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=54387&key=standard_document_62504312&gallery=1&mMediaKey=mediathek_62475242&b=17
Eine Gruppe Reiterinnen, diesmal zertrampeln sie den Panoramaweg mit ihren zuweilen tonnenschweren Tieren, fuer die nicht mal Steuern bezahlt werden muessen. (Im Gegensatz zur Hundehaltung)

31.12.2016: Das Enkelchen hat noch lange, lange Zeit von der Wanderung mit uns als Grosseltern erzaehlt- bei Verwandten, Bekannten, Schulkameraden und.. bei ihren Eltern. Nun sind wohl alle neidisch auf ihre Erlebnisse mit uns, dem Gefuehl von unglaublicher Freiheit und Losgeloestheit von allen Zwaengen. Nun will auch noch unsere Tochter mitgehen - wir werden uns was einfallen lassen; vermutlich wird es der "Weltende-Steig" werden. Man wird sehen.

Lustig: Unser "Nabu" ruft zur "Wanderung" auf, - ziemlich die gleiche Runde,
die wir als normalen taeglichen Spaziergang machen..

Lustig: HR4 am 22.1.2017 um 10.20 Uhr- ein Bericht ueber Winterfreuden kam, wo eine Frau mittleren Alters (!) der Moderation antwortete: "Es gibt immer wieder Spaziergaenger, die uns die Loipe zertrameln, dabei haben wir doch so schoene Wanderwege"

(Von den Montanbikern und Pferdenarren, die uns die Wanderwege zertreten, ist nie die Rede)

Zum Pausenbrot auf den Wanderungen: Crunchy-Erdnuss-Kreme auf deftigem, selbstgebackenen Koernerbrot ist ein echter Genuss !

Auf Seite66 habe ich eine Kartusche ueber G oogle Maps eingebaut.

An dieser Stelle darf ich meinen neuen Wanderstock zeigen, der nach langem Ringen als naechtliche Kopfgeburt in den Sinn kam. (Wie lange habe ich nach einem geeigneten Stock gesucht, - dabei waechst das geeignete Material im Garten, in beliebiger Menge - und vollkommen kostenfrei.. das untere Ende werde ich gut einoelen, wenn das Holz trocken ist - dann mir das keiner entreissen, falls damit einmal "diskutiert" werden muss: Inzwischen laeuft mehr als genug Grobzeug herum.)



Die Loesung kam mir bei der Lektuere eines historischen Buches -
damals hat jeder auf dem Land seinen Stock selbst geschnitzt..
Diese Stoecke
(inzwischen hat meine Frau auch einen etwas leichteren und noch einen Ersatzstock,
weil gerade so schoenes Material in unserem "Waldbeet" wuchs)
sind nach dem Trocknen mit Rapskern- oder Waffenoel eingerieben worden,
was sie gut wasserfest werden laesst.

Wandern kann man auch daheim, in der Heimat!
Dazu braucht man nur ein wenig Phantasie und ein wenig Mut auch mal andere Wege auszuprobieren:
Feldwege kann man wunderbar einbeziehen, Rad- und Wanderwege, gruene Plan - Wege, ehemalige Bahntrassen,
Waldwege ebenso.
Bei Waldwegen geht der Weg schon mal in die Irre, statt durch das Unterholz zu brechen,
rate ich zum Rueckzug um dann den naechsten Weg zu nehmen.
(So wird das Wild nicht gestoert und keine Pflanze zertreten)
Wir haben inzwischen um das Dorf herum so viele Kombinationsmoeglichkeiten von kuerzeren und laengeren
Wegstrecken bis zur ausgedehnten Wanderung ausprobiert.
Es ist praktisch NIE der selbe Anblick, auch wenn die Gegend bekannt ist.
Jeder Perspektivwechsel bringt neue Eindruecke - was auch noch durch die wechselnden Jahreszeiten
abwechslungsreich genug sein kann.
Wir haben von unserem Standard-Spazierweg von 4km Laenge bis zur erweiterten Tour von 7-8km einige
Strecken ausprobiert und auch schon Wanderungen von 15-20km gemacht.
Direkt von zu Hause, dh. es muss nicht mal das Auto bewegt werden.
(Wasser sollte man dabei haben, genau wie Taschentuecher und ein paar Eukalyptus-Bonbons, ggf.
ein Flaeschchen Schwedenkraeuter, falls im Laufe des Tages Kopfschmerzen kommen sollten)

Diese Touren von daheim aus werden wir spaeter, wenn das Auto aus Alters- oder anderen Gruenden
nicht mehr zur Verfuegung steht, per Bahn erweitern:
Einen Kilometer ist unser Bahnhof entfernt, der auf- und abwaerts der Lahn eine Menge Erweiterungsmoeglichkeit
bietet, wo man eben ausserhalb der ueblichen Wanderkarten online Strecken aussuchen kann.
Immer vorausgesetzt, dass die koerperliche Beweglichkeit noch gut genug ist..
..am Training wird es nicht liegen, das behalten wir bei.

Ein wichtiger Tipp:
Nie "Kilometer machen", sondern anhalten, schauen, fotografieren, Blueten, Tiere, Pflanzen anschauen,
die Luft schnuppern, Eindruecke der Jahreszeiten aufnehmen - so kann auch eine kuerzere Tour zum Erlebnis werden:
Wir beide sind uns einig, dass unser Wandern KEIN Sport ist oder sein soll, auch wenn ein wenig "Fitness" ist.
Wandern ist erleben und geniesen, kein Zwang oder sportlicher Druck.

Das Jahr 2017 ist von Wetter her weniger fuer Wanderungen geeignet - wobei ich 6-8km nicht als Wanderung,
odern als einen ausgedehnten Spaziergang ansehe.
Die Witterung ist ziemlich unbestaendig, mit viel Wind - was in unseren Waeldern nicht gut ist -
Hessen besteht zur Haelfte aus Wald !
Stickig, unbestaendig und recht unerfreulich fuer 20km - Wanderung.
Man wird sehen - noch ist das Jahr nicht zuende, es ist gerade mal Juli geworden..

***

Wandern im Naturpark Taunus:
http://naturpark-taunus.de/aktuell/1/
"Wandern mit dem Staatminister und Landrat", naja, wer's braucht:
http://www.oberlahn.de/29-Nachrichten/nId,201090,Naturpark-Wandertag-am-28.-Mai.html

***

125-133 Kilometer in 6 Tagen wandern?
http://osthessen-news.de/n1116615/vogelsberg-gut-zu-fu-125-kilometer-langen-vulkanring-in-6-tagen-erwandern.html
Das koennen wir, ehrlich gesagt, nicht glauben.
(Wir gehen jeden Tag zwischen den Wanderungen (die ca 20km lang sind) so um die 4-5km um fit zu bleiben,
dazwischen ist noch die Arbeit in Haus und Garten - dh. diesen Gewaltmarsch in 6 Tagen halten wir fuer
eine Tortur und nicht fuer sinnvoll.
(Wenn unsere Wanderung etwas laenger geworden war, so um die 23-25km sind die Beine rot,
und brauchen gut 2 Tage, bis die Haut sich wieder erholt hat.
.. nach einem gleichartigen 2. Tag direkt danach waere sicherlich laengere Behandlungsdauer angesagt.)

Gut, wir sind keine Show-Wanderer oder Rekord-Jaeger, wir jagen auch nicht im Marschtempo junger Rekruten
durch die Botanik, sondern gehen genussvoll und mit Freude an der Natur!

Wie auch immer - es gibt auch Freaks, die das brauchen.
Hier mal ein Posting aus dem Internet, das die Dinge anders sieht:
"Schätze, Du meinst 20 km pro Tag?
20 kg wären zu viel, besonders, wenn man als Gruppe unterwegs ist.
Ich bin vor ein paar Jahren alleine von Österreich bis zur Insel Rügen gewandert
und hatte inkl. Zelt und Kocher etc 17 kg mit. War 2 Monate lang unterwegs.
Meine Erfahrung: Mit Tagesetappen zwischen 20 und 25 km/Tag war ich die erste Woche lang abends total erledigt.
Nach rd. einer Woche war ich schon so trainiert, dass auch Etappen von 30 und mehr km kein Problem mehr waren.
Mein Rat ist also, dass ihr für die ersten 4, 5 Tage kürzere Etappen einplant, um die 15 km.
Danach kann es mehr werden, dann sollten auch 20 km ok sein.
Vorausgesetzt, dass sich die Höhenmeter wirklich in Grenzen halten.
Ein sehr empfehlenswertes Forum für Outdoorsport mit Schwerpunkt Wandern:
http://www.outdoorseiten.net/forum/forum.php "

Bei unseren Wanderungen im Westerwald, besonders aber im Taunus,
sind "Hoehenmeter" immer zu erwarten!

Nochmal: Wandern ist Genuss und sonst nichts!
Keine Rekordjagd und kein Rentner-Rennen, kein Punkte-Sammeln etc.
Stehen bleiben, Fragen beantworten, etwas spielen und auch mal plantschen..

Kuehe greifen Wanderer an - dabei ist es wohl meist der Hund, der die Kuehe stoert.
Es kommt immer darauf an, wie man den Tieren begegnet- die dort auf der Weide zuhause sind-
das darf man nie vergessen, das ist ihr Revier!
https://www.gmx.net/magazine/panorama/nassfeld-kuhherde-greift-wanderer-hund-32431528

Es geht auch anders, wie das Beispiel unseres (schon fuenf Jahre in den ewigen Jagdgruenden) Hundes Peter.





Auf meiner Seite Reihenweck44
habe ich ein paar Eindruecke einer Stadt-Wanderung (hier Marburg an der Lahn) festgehalten..


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