Die Plaetzchenwolf - Story.
Rudelgerechtigkeit
machte den Welpen
zum Plaetzchenwolf",
dem Namensgeber
dieser Hobbyseite, die eine Art Tagebuch sein soll, das rund um diese Webseite erzaehlt..
Nicht erschrecken, diese Seite ist halt ein wenig lang geworden!
Unser alter Boomer, der Hund, den wir im Alter von 12 Jahren aus dem Tierheim holten und der langsam aber sicher
Altersschwaechen zeigte, sollte seinen "Nachfolger" erziehen helfen - der Grundgedanke einen Welpen auszusuchen war geboren.
Es muss erwaehnt werden, dass Boomer ein weisser Schlittenhund-Spitzmix mit schwarzen Flecken war, wovon einer mittenmang auf einem Auge
war- er lief im Passgang wie ein Kamel und hatte unter seinem Fell eine schwarze Haut ! Dieser seltsame Koeter ist mir, ja
der ganzen Familie stark an's Herz gewachsen, weil er sonderbare Marotten hatte- und eine Lieblingsspeise, die etwas
untypisch fuer Hunde ist: Spaghetti mit Tomatensauce, die er perfekt mit den Fangzaehnen aufnahm und ... einsog !
Er ging keinem Streit aus dem Weg und erteilten jedem sofort eine Lektion, wenn ihm etwas gegen den Strich ging.
Er wurde 15,5 Jahre alt und musste wegen div. Alterskrankeiten eingeschlaefert werden, was ein ganz mieses Kapitel ist- aber ihm konkret
viel Leid erspart hat. (Umfallen, Demenz)
Der Boomer kuemmerte sich liebevoller um den Welpen, als das seine Mutter gemacht hat - doch nun weiter zum eigentlichen Thema,
dem Plaetzchenwolf Peter, der so oft auf div. Links und Bildern meiner Homepage zu sehen ist, dass ich hier gerne zum Suchen einlade,
statt noch mehr Bilder und Links einzubauen:
Die Idee einen Welpen auszusuchen war geboren - so kam die Kleinanzeige im Sonntagsblatt gerade richtig,
die einen "Retriver/Schaeferhund-Mix" fuer 250 DM anpries..
Nach dem Anruf beim Inserenten folgte unser erster Besuch:
Wir fanden einen tyischen kleinen Schaeferhundezuechter vor, der im Urlaub seine Huendin der Tochter anvertraute, die dann wohl
irgendwie nicht so richtig aufgepasst haben muss...
Die graue DSH - Zuchthuendin Farah wurde traechtig und gebar eine handvoll netter Welpen, die schnell unter die Leut' gekommen sind-
wir haben den kleinsten davon erwischt, der sich sofort und unbeirrt auf meinen Schuh setzte,
obwohl in diesem Garten allerlei Hunde-Leben
war.
"Der Kleine hat immer kaempfen muessen um an die Milch zu kommen und hat sich einmal so satt getrunken, dass er mit den Beinen
nicht mehr auf den Boden kam.." - so erzaehlte die Tochter des Zuechters.
Wie Mix? Die Hunde sehen doch exakt wie ihre Mutter und wie deren Schwester aus, die ebenfalls in dem Zwinger lebte?
Der Zuechter wider Willen wusste nichts von dem Hund, der die Farah schwaengerte, die Tochter war ebenso ahnungslos, welcher
Rasse der Hundevater war.
Uns war die "Rassereinheit" sowieso egal- es zaehlt das Induviduum- und das war von Anfang an deutlich zu spueren.
Nach mehrmaligen Besuchen und zig Anrufen war es soweit, dass der Kleine alt genug war und abgegeben werden konnte.
Inzwischen war uns das Muttertier bereits vertraut, das zu Anfangs wie eine Lokomotive erschien und gehoerig Respekt einfloesste:
"Mit einem Deutschen Schaeferhund spasst man nicht, der langt sofort hart zu-" so der Zuechter, der stolz darauf war, dass seine
Hunde (mit denen er im Schaeferhunde-Verein war, wo wohl auch Polizeihunde ausgebildet wurden) "wie die Krokodile beissen".
So waren seine Hunde erzogen - hart und absolut gehorsam.
Viel spaeter trafen wir einen Polizisten mit Diensthund, der von "der S-Klasse unter den Hunden" sprach - exakt das traf
spaeter zu.
Unser Peter, der nach meinem pfiffigen Schulkollegen benannt wurde, hat seinen Namen zu Recht- er zeigte sich gelehrig und
helle.
Zum Zuechter nach Waldgirmes sind wir noch ein paarmal gefahren und so konnten die Hunde noch lange Zeit Kontakt halten, auch
gemeinsam ein wenig laufen und ueben: Mutter, Schwester und der Peter waren zum verwechseln aehnlich, nur Peter's Ohren standen nicht
so steif wie bei den beiden, was aber div. Ursachen haben konnte...
Es ging ueber Huerden und Graeben- in rasanten Spruengen, auf hohe Strohrollen etc.
Der Besuch in diesem Hundeverein lies uns gruseln- dazu spaeter mehr unter "allgemeinen Hundeplatz-Erfahrungen".
Der Kontakt schlief spaeter ein, als Peters Mutter im Alter von nur 8 Jahren verstarb- der Zuechter haette damals den 1,5 j. Junghund
gerne wieder zu sich genommen, der ein Vertreter des sogenannten leichten Hundes ist, der keine Probleme mit den Gelenken hat.
Mit 2 Jahren wog er 34kg, heute 39kg.
Nun sind wir erst einmal beim Welpen Peter, der sein neues Zuhause und seinen Ziehvater traf, der bis dahin vollkommen ahnungslos
war...
Wuff !
Vor Schreck viel der Kleine rueckwaerts um, was den Bann brach und er von Boomer liebevoll abgeleckt wurde...
Der alte Hund war ein prima "Ziehvater" - so schliefen beide fortan direkt beieinander- beide auf der Seite liegend,
der Kleine unter zwischen Vorder- und Hinterbeinen Boomer's (in gleicher Richtung).
So wie wir uns das vorgestellt haben, kam es nicht:
Der Welpe wuselte so schnell zwischen den Beinen durch in's Schlafzimmer, dass so manches Mal ein echtes Fang-Spiel daraus wurde:
Er wollte auf keinen Fall -trotz Kollegen- "alleine" im Hundekoerbchen bleiben, das durch eine Tuer von uns getrennt war...
Was war das Ende des Lied's? Der Kleine schlief auf der alten Babydecke neben meinem Bett...
Von nun an atmeten wir zu dritt in diesem Zimmer, im gleichen Takt.
Peter's Ruepelalter und der Tod Boomers fielen eng zusammen.
Vergessen haben wir den alten Hund nie - und raten Angesichts seines nicht leichten Todes auf keinen Fall Herztabletten
zu verabreichen: Hier irrt der Tierarzt, weil dieses Organ praktisch unzerstoerbar lief,
obwohl ein Jahr zuvor ein "geschwaechtes Altersherz" diagnostiziert worden ist-
waehrend der ganze Rest des Tieres
total abgenutzt war und kaum mehr eine Futteraufnahme oder Stehen moeglich machte: Fix sind die Fliegen da und legen ihre Eier in
das absterbende Tier. Die Spritze (Doppelte Ausfuehrung) war eine echte Erloesung.
Nun wieder zum lustigen Teil der Hundehaltung!
Der Peter wuchs und frass so viel, dass wir scherzhalber von einem "Gleisanschluss" sprachen- so fix gingen die 10 Kilo-Saecke an
Welpenfutter weg.
Bei 65cm Risthoehe war das Wachstum abgeschlossen und von nun an ging es nur noch etwas in die Breite.
Ab einem Jahr haben wir mit einem Kraft- und Ausdauertaining angefangen, das bis zum 8. Lebensjahr fortgefuehrt wurde.
Gehorsamkeitsuebungen,die mit absolutem Nachdruck gemacht worden sind, waren taeglich Brot:
Der Hund wollte von Anfang an hoeren und arbeiten.
Wie es zu dem Spitznamen "Plaetzchenwolf" kam, wollt' ihr wissen?
Nun, mit Speck faengt man Maeuse und mit Plaetzchen ...
Selbstverstaendlich gibt's davon nur sehr wenig, deshalb sind sie so begehrt beim Hund - der hauptsaechlich Speisen "vom Tisch"
bekommt und trotzdem -auch im heutigen Alter von ueber zwoelf Jahren- noch prima Zaehne hat und keinerlei Mangelerscheinungen.
Je besser ein Essen gewuerzt ist, um so lieber frisst er es.
Er fordert Gerechtigkeit bei allen Dingen, weil er von Anfang an mit Gerechtigkeit erzogen wurde:
In einem Rudel wird immer geteilt !
Vollkommen schnurz, ob es sich um Streicheleinheiten oder um ein Fruehstuecksei handelt, der Hund bekommt seinen Teil an der "Beute" und
begutachtet das, was eingekauft worden ist: Er hatte in dieser Zeit schliesslich Wachdienst und erwartet nun seine Belohnung.
Wir hatten uns einen smart im Autohaus angesehen und so kam es zu einem Probesitzen- mit Hund, versteht sich:
Die Punktlandung im Kofferraum mit dieser typischen Ladeklappe hat gut funktioniert- auch wenn zuerst Skepsis aus den Hundeaugen
zu lesen war. Die unglaubliche Naehe zu meinem Ohr hat ihn zufrieden gemacht!
Die Aussicht ist toll - welcher Hund hat schon einen so tollen Rundblick?
Die erste Fahrt war lustig, weil der Motor unter dem Kofferraum installiert ist und Peter zurueckknurrte, bis er verstand,
dass dieses Geraeusch nicht ihm galt!
Ab und an hockt er im geoeffneten Kofferraum auf dem Parkplatz, auf seinem neuen Stammplatz, der rollenden Hundehuette sozusagen und wartet geduldig,
bis wir mit den halben Haehnchen aus dem Laden zurueck kommen.
Er wuerde sich niemals an den Tueten zu schaffen machen, auch wenn wir nochmal in den Markt muessen, weil etwas vergessen worden ist oder
Flaschen abgegeben werden sollen...
Er bekommt seinen Teil, dem ist er sicher - rausspringen wuerde er ebenso wenig, egal was draussen los ist - das Auto wollte
noch keiner klauen, wenn der Hund wacht - 3,5cm Fangzaehne koennen richtig weh tun.
Durchtrainiert sein kommt nicht vom Autofahren, sondern von langen Spaziergaengen und von staendigen Balluebungen, vom Stockziehen
und aehnlichen Dingen- das Futter wurde immer nach diesen Anforderungen gegeben, nie zuviel und nie zuwenig.
Sehr schnell und in jungen Jahren bildete sich ein Gehorsam heraus, der wichtige Grundbegriffe staendig voraussetzt und der
seine Eindruecke bei Ordnungshuetern aller Art, ob Polizisten in gruen und die blau, aber auch Jaeger und Forstleute hinterlassen hat:
Der Hund hat seine kurze Stadtleine mit Lederwuerger nur umgehaengt- wie eine Krawatte- die ich selten in die Hand nehmen muss-
trotzdem gibt es keinen Aerger und keine Massregelungen.
Ein verantwortlicher HF weiss, wann der Hund angeleint werden muss und reagiert immer im Vorfeld!
Kinder durften den Hund immer anfassen, der ein wirklich umfassendes Training hatte, das in der belebten Stadt alle denkbaren
Situation hatte und im Feld und Wald den Weg zeigte: In's Gebuesch ausbuechsen oder gar dem Wild nachstellen kam nicht in Frage,
sein Gehorsam geht so weit, dass er immer hoert und sich ggf. mitten im Lauf ablegen laesst und ueber gut 500 mtr abzulegen ist.
Dieser Gehorsam wurde bei jedem Befehl mit Nachdruck gefordert, so lange bis alles stimmte.
Fuer den Hund hat sich die Muehe gelohnt: Er schaut hochnaesig auf die anderen Kollege herab, die an der Kordel gezerrt werden muessen,
waehrend er hoch erhobenen Hauptes vorbeitrabt, selbstverstaendlich frei laufend.
Das ist von Anfang an gewesen und bis heute so geblieben - gewisse Ausrutscher habe ich damit beantwortet, dass er sofort
angeleint wurde, bis die Lektion begriffen war.
Auf diese Weise hat der Hund einen enormen Respekt beim "Publikum", wo er sich immer aeussert strapazierfaehig zeigt, wenn
Nervenkostuem gefragt ist.. neulich stand er unvermutet beim TA in einem Wurf weisser Schaeferhunde, die gerade mal 2 Wochen alt
waren: Ganz vorsichtig hob er Bein fuer Bein ueber die Kleinen weg, vorsichtiger haette die Hundemutter nicht sein koennen!
Die kl. Maedels, die sich beim Tierarzt tummeln und die Tiere versorgen helfen, sind immer vom Peter begeistert, den
Versuch ihn an der Leine ausfuehren zu wollen, haben sie aufgegeben: Die Kraft eines ausgewachsen Rueden ist schon recht ordentlich-
wir hatten zu dritt alle Muehe ihn bei einer Krallen-OP auf dem Tisch zu halten.
(Eine Kralle war abgerissen, weil er nur ein Tempo kennt: Voll drauf)
Bis auf ein paar Kleinigkeiten waren bis jetzt keine nennenswerten Krankheiten,- zum Glueck.
Mit Hundeforen im Web habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, mit Hundeplaetzen ebenso wenig.
Der Plaetzchenwolf ist der Namenspatron meiner Webseite, weil er immer irgendwie vor der Fotolinse steht oder teilw. in's Bild
kommt...
Hier noch ein paar Marotten:
Der Hund erkennt sich im Spiegel.
Er frisst ein rohes Ei nur, wenn ein Schuss Fluessig-Wuerze untergekleppert wird.
Er fordert sein eigenes Fruehstuecksei, bitte nicht zu weich und nicht zu hart.
Das Endstueck eines Bratens ist ihm.
Kartoffel und Nudeln bitte nur mit Sauce.
Bratkartoffel gerne mit Speck und Ei.
Bitte nur selbstgemachten Kartoffelsalat.
Er hoert mitten aus den Saetzen heraus: "Will noch jemand eine halbe Frikadelle?"
Er hoert mittem im Feld beim Spaziergang, wenn wir ueber bestimmte Speisen reden: Soll ich morgen mal wieder was mit Eiern machen?
Den merkwuerdigen Befehl: "toter Hund" konnte er wohl gleich, das fand meine Tochter zufaellig heraus- obwohl das niemand mit ihm geuebt hat:
" noch toeterer Hund " laesst ihn eine Rolle seitwaerts ausfuehren...
Typisches Hundeverhalten, wie das Erkennen bestimmter Formulierungen "wollen wir mal ne Runde drehn?" sind sowieso klar..
Besonders aengstliche Hunde aus Tierheimen, die nichts Gutes erlebt haben oder Hunde, die mal gebissen worden sind,
koennen mit unserem Peter wieder zu einem Grundvertrauen herangefuehrt, ja sogar richtig therapiert werden. (Das haben wir oft gemacht)
Besonders gerne sind Rollstuhlfahrer und Altenheiminsassen mit ihm zugange, weil der Hund ruhig und geduldig ist.
Manche Hundhalter meinen, dass diese strikte Art des Gehorsams uebertrieben sei und dass der Hund "seinen eigenen Kopf" haben darf-
dabei sind Befehle, auf deren sofortige Ausfuehrung man sich verlassen kann, die Grundvoraussetzung einen Hund ueberhaupt
frei laufen lassen zu koennen: So manchesmal ist eben das fuer das Tier lebensrettend, wenn sich schnell und unerwartet ein Fahrzeug
naehert etc.: "Steh!"
Passanten, die um eine Weg-Kurve oder Treppe im Parkhaus kommen und unvermutet vor dem Hund stehen, werden leicht beruhigt, wenn sich das Tier auf
ein leises Kommando sicher dirigieren laesst.
Wohlwissend, dass auch ein Hund im Alter seine Probleme mit den Ohren haben kann habe ich den Peter IMMER mit Handzeichen und
sprachlichem Befehlen zugleich erzogen- so wird er "hoeren" koennen, auch wenn die Hoerfaehigkeit abnimmt.
Der Aufbau der Befehle ist einfach und kann aus einer kleinen Befehlskette bestehen: Aufmerksamkeit, Anruf, Befehl.
Ein solcher Befehl darf nur vom HF aufgehoben werden.
Heute ist er so erfahren, dass alle Wege bekannt sind, sogar aus dem Auto heraus erkennt er Orte und Plaetze wo er schon mal war:
Er wird dann unruhig und hechelt mir von seinem Eckchen im Auto in's Ohr..
Einige Leute schauen etwas verstoert, wenn der Peter bei unserer Lieblings-Pommesbude seine "Extra-Wurst" auf dem Pappteller
serviert bekommt...
Er weiss genau - Verhalten = Entlohnung, die zeitlich ziemlich versetzt kommen kann:
Futter als Belohnung hat es bei uns noch nie gegeben- das ist mit Sicherheit der falsche Weg einen Hund zu erziehen.
Deshalb habe ich unterwegs niemals "Leckerlis" dabei.
(Ein anerkennendes Wort oder fluechtiges Beruehren reicht vollkommen aus)
Problematische Hundebegegnungen sollte man immer meiden -deshalb wird notfalls in den Hang ausgewichen- gut, wenn man den
Hund vorschicken kann!
Diese Story
geht ein wenig querbeet, weil in diesen Jahren doch recht viele Eindruecke der unterschiedlichsten Art
haften geblieben sind- so dieser: Eine Verneinung kann ich nicht bestaetigen, wohl aber den Fakt, dass "ja" ein beidseitiges
Augenzukneifen ist - das kann man jederzeit verifizieren, er antwortet!
Wie oft wollte ich dieses Scherengebiss fotografieren- was er irgendwie nicht mag und nicht will:
Nur ein einziges Mal in den ganzen Jahren habe ich sein "Drohgesicht" gesehen, fuer nicht mal eine Sekunde- es wirkt unheimlich
und hat den anderen Hund zur Seite springen lassen.
Im Regelfall zeigt er nur die Breitseite bei Hundebegegnungen und zeigt sich ziemlich wenig am Geschlechtlichen interessiert,
viel eher am allgemeinen Geschnuffel.
Wenn die Situation unklar ist, stellt er die Haare und wenn andere Hund aufdringlich werden,
wird einseitig ganz kurz mal ein Reisszahn
gezeigt.
Die arttypischen Kampfspiele unter Rueden hat er immer gemocht- anrempeln, nebeneinander herrennen, knurren- fangen, jagen,
taktische Verteidigung etc.
Das (leider) seltene Schauspiel des typischen Wolfsheulens: Eine feine Singstimme, die viel zu selten zu hoeren ist,
schaurig schoen, im Gegensatz zu einem unglaublich tiefen Bass, den er ebenfalls ganz selten bringt.
Heute ist er nicht mehr so kampfbereit wie frueher, wird ruhig und gesetzt, reagiert nicht mehr so flott- ein aelterer gesetzter
Koeter, der seine Ruhe haben will:
Mal sieben wuerde ich die Hundejahre im Vergleich zu den Menschenjahren nicht ganz rechnen, eher mal 6 - somit waeren
es 12 x 6 = 72 Jahre - das kann stimmen.
Wir machen des oefteren Ausfluege im Taunus und Umgebung- (der Hund war immer schon eine Ausrede fernere Urlaubsfahrten nicht
mehr machen zu muessen, der Nepp und der Stress war uns zuviel) und so fanden wir in einer kl. Stadt keinen anderen Parkplatz
als beim Fressnapf- ganz ohne irgendetwas zu kaufen gehoert sich das nicht:
Ich habe den Peter mitgenommen, wobei er sich das Futter ganz alleine aussucht- wie in der Muehle bei uns zuhause:
Zielstrebig Richtung Pferdefutter, schnuffeln- zum Katzenfutter- schnuffeln und schmatzen- zum Premium-Hundefutter und dort
pendelt er unschluessig zwischen zwei, drei Sorten hin und her- wie wir das im Laden zuweilen ebenso tun...
Die Haltung der Rute zeigt ebenfalls Unschluessigkeit- so lese ich vor: Mit Huehnchen, mit Fisch, mit Rind- der Ausschlag kommt
immer bei Huehnchen, seiner Leibspeise: Willst du Huehnchen? Blinzel.. Wir traben zur Kasse - er stutzt, geht zurueck und betrachtet
sich die neuen Liegekissen und grossen Koerbchen. (Konnte ich nicht mitnehmen, weil die fast so gross wie unser smart waren ;)
Die einzigen Unsicherheiten in der Stadt entstehen, wenn kleine aggressive Hunde und ihre ueberdrehten Frauchen (in dreiviertel aller Faelle)
verrueckt spielen - dann heisst es fuer mich reagieren und gut festhalten: Zuweilen muss ich einen guten Stand haben.
Fuer die narrischen Kid's von hypermotorischen jungen Frauen ist ein ruhiger Hund oft der letzte Draht zur Natur, weil sie sonst
nur kreischende und keifernde Verbote und elektronische Ablenkung kennen: Man sollte nicht glauben, wieviele "coole" Halbwuechsige
vertraeumt mit dem Hund spielen, wenn keine "Freunde" dabei sind, vor denen sie sich aufspielen muessen.
Auf unseren Touren kehren wir gerne mal ein und so kommt's, dass der Peter ganz still neben dem Tisch liegt und oft unbemerkt von anderen
Gaesten mal ein Stueckchen abgekommt- was er nur in Ausnahmefaellen mag: Futter gibts sonst nur Zuhause.
Diese Einkehr ist vielmals Grund fuer laengere Gespraeche mit den unterschiedlichsten Menschen, die sich verwundert zeigen und
dann von ihren Erlebnissen erzaehlen - negativen und positiven. Kurz- der Peter ist ein recht dezenter Vertreter seiner Art und
immer gerne gesehen, eine echt gute "Reklame" fuer den Schaeferhund, der im Prinzip eine unglaublich gute Resonanz unterwegs aufweisen kann.
(Wer mit einem Schaeferhund unterwegs ist, der hat seinen Hund im Griff, was man von Haltern anderer Rassen leider seltener sagen kann.- wenn dieser
DSH dann noch unangeleint laeuft, erntete ich bislang immer nur Begeisterung, nie Ablehnung. (Bis auf einen Fall- man muss als HF lernen und
bei kritischen Personen und Tieren sofort anleinen)
Auf kleinen Wandertouren in unberuehrter Natur bleiben wir- auch der Hund- selbstverstaendlich auf den Wegen, sollte ein
Jagdmann mit seinem Wagen kommen, lege ich den Hund neben dem Weg ab- wo er so lange bleibt, bis der Befehl aufgehoben wird.
Inzwischen kommt es vor, dass schon mal eine Jagdgesellschaft aus 5-6 Autos mitten im Feld zu "Einzelgespraechen" bei geoeffneter
Seitenseibe anhalten - nach und nach, die anderen warten geduldig, bis sie "an der Reihe" sind.
Wir kennen einander bereits und freuen uns immer auf ein kurzes nettes Gespraech.
Der Hund des Jagdpaechters ist Peter's Freund- ein bissiger Drahthaar- den er mal zurueck gebracht hatte: Ausgebuechst.
Der Peter war noch ein Welpe, als wir auf dem Campingplatz unseres Dorfes, wo der Leinpfad durchfuehrt (man muss durch den Platz gehen),
eine schraege Begegnung hatten, die ueber gut 2 Jahre haltende Hundefreundschaft brachte:
Der Troll, ein gelb-brauner riesiger DSH-Ruede, gut 50kg, der schon viel Aerger mit Beissereien hatte- stuerzte sich auf unseren
Junghund, der eher noch ein Welpe war: Der Kleine konnte nicht davonrennen und reagierte mit stehenbleiben und... schnappen,
dass die Zaehne aufeinander schlugen! Der Grosse war derart verdutzt, dass auf diese Weise eine echte Freundschaft bekann, mit
Fangspielen in der Art: Ich beiss' dir in den Hintern, du mir- fang mich!
Wir unterhielten uns inzwischen mit seinem Herrchen bis dieser sagte: Schau' mal was die beiden "Bloedmusiker" dort treiben:
Irgendwann lagen beide nebeneinander im Gras und lauerten gemeinsam auf einen zufaellig vorbeikommenden Hund, den sie gemeinsam anfallen
wollten...
(Das war schon recht sonderbar)
In diesen zwoelf Jahren macht man schon mal Fehler in der Einschaetzung, was aengstliche Hunde oder sich selbst ueberschaetzende
kleine Rueden anbelangt- zwangsweise darf man freundliches Verhalten nicht herbeifuehren! Hunden geht es wie uns Menschen;
Manche mag man, andere wiederum auf Anhieb nicht.
Wieder ein Ausflug- wo es auf den Soeller einer alten Burg geht, wo die Sicht fuer mich als Fotofreund so gut ist..
schmale ausgelatschte Treppen, dunkel, muffig und zugig- gut, wenn man den Hund vorschicken kann und nicht immer die Leine in der
Hand halten muss, zumal ein Nebeneinander viel zu eng waere, zumal auch mal "Gegenverkehr" entsteht.
Der Blick dieser Begegnungen ist immer koestlich anzusehen, wenn der Hund -wie selbstverstaendlich- die Treppen hochstelzt und
misstrauig in den Abgrund schielt...
Ein Hund kann traeumen und sich im Schlaf bewegen, strampeln, laufen, schmatzen und auch knurren !
Er nimmt sein Fruehstuecksei vorsichtig auf, setzt es ab, rollt es, knabbert das Eiweiss ab- rollt die Dotter,
schaut sie sich an, frisst mit Genuss.
Desgleichen liebt er knackige Wuerstchen, besteht auf Wurstzipfeln, die alle ihm "zustehen", wenn es Wurstgoulasch oaehnl. gibt.
(Mein Hobby ist die Kocherei)
Sein Fest sind die Knochen (bei mir bleibt immer genug Fleisch fuer ihn dran) von der dicken Brustspitze oder Schaelrippchen aus
der Graupensuppe... aber auch das Eisbein aus der Erbsensuppe ist sehr fein. (In meinen Rezeptseiten sind sehr feine Anregungen hierzu)
Jedes Haar ist dreifarbig, der Gang ist immer so, dass nur zwei Drittsiegel entstehen, keine vier- was ihn als noch recht
wolfsaehnlich kennzeichnet - was auch auf den Geruch zutrifft.
Von der Schwanzspitzen-Faerbung bis zur typischen Warze an der Wange.
Als Peter ein Junghund war und wir angeleint mit ihm durch die Wohngebiete gingen, heulten alle Hunde weit und breit,
das war noch bei keinem anderen Hund zuvor erlebbar !
Kein Induviduum ohne Unarten: Passe ich nicht auf, versucht er wuetend bellende Hunde durch den eigenen Zaun zu beissen- er hasst
alles was laut ist !
Peter hat auch eine "Lebenseinstellung": Wer ihn aergern oder necken will, muss einen langen Atem haben- er baut darauf, dass
der Neck auch wieder aufhoert - und... hat Erfolg !
Die Hundeerziehung ist von mir absichtlich total anders gemacht worden, als das in den Hundevereinen zu erleben ist,
wo boesartige alte Maenner die Hunde scharf machen und stolz darauf sind- aber auch anders, als zickige Frauen mit ihrem
"Dogdancing" und "Agility" und aehnlichen Laecherlichkeiten: Mir war der unkomplizierte Umgang unterwegs viel wichtiger als
Sinnlosigkeiten wie Vereinsregeln und deren Verhaltenstipps, die wir hier durch die jahrzehntelange Erfahrung mit Hunden
total nicht brauchen: Von Kindesbeinen an bin ich mit Hunden gross geworden - meine erste Hundeerfahrung war mit einem
Deutschen Vorstehhund, der als Wach- und Schutzhund beim "Feldschuetz" eingesetzt wurde, ein eher gefaehrlicher Hund, den
niemand anfassen sollte. Meine Eltern hielten nacheinander einige CockerSpaniel, die auch nicht harmlos waren, unser Teckel
war wohl der bissigste aller Koeter, die ich bislang getroffen habe.
Nach und nach fallen mir immer neue Dinge ein, den den Peter betreffen:
Er niest, wenn jemand seine Barthaare beruehrt.
Er dreht (wie viele Hunde) den Kopf nach beiden Seiten, schaut verwundert, wenn er was Neues sieht oder ein neues Geraeusch hoert.
Er legt den Kopf am liebsten hoch- wie ich- um zu ruhen.
Er schlaegt die Beine uebereinander- vorne und hinten...
In jungen Jahren ist er quer durch die Lahn geschwommen um einen Stock zu fangen und lief sofort zu irgendwelchen Personen,
die umeinand' standen um sich zu schuetteln- erst mit dem Kopf, dann mit dem Koerper und zum Schluss mit dem Schwanz-
wer nicht fix wegrannte, wurde geduscht!
Er konnte steilste Haenge hochgejagen- in extrem kurzer Zeit,
das hat sich im Alter gelegt- wie bei uns allen.
Heute nimmt er gerne mal eine Magnesium-Tablette, wenn die gut trainierten Muskeln sperren.
Sein Sportlerherz wird vom TA gelobt.
Heute geht er gerne am hellichten Tag in sein Bettchen um schon mal eine Runde vorzuschlafen...
Der Hund kennt unsere Schlafphasen und weckt, - einen Wecker brauchen wir eigentlich nicht!
Zuweilen werde ich in der Nacht angestupst, wenn mal wieder Atemaussetzer sind...
Der Hund schaut die Treppe hinab, so lange, bis die Haustuer wieder geschlossen ist.
Er rennt um's Haus und bellt erst in letzter Sekunde- ein netter Schreck fuer evtl. Gaeste, denen das Blut in den Adern
stockt- zumal dieser ohnehin nicht kleine Hund dann auf einer der Treppen -erhoeht- steht.
Ein fester Freundes-Stamm an Hunden geht regelmaessig auf unser Grundstueck bis zum Tuerchen um "guten Tag" zu sagen..
Befreundete Hunde sind es ein Leben lang und gehen nie an einander vorbei, ohne sich richtig zu begruessen.
Gute Hunde freuen sich aufrichtig, sie luegen nicht. (Auch bei dieser Spezies haben wir schon "falsche Hunde" erlebt!)
Das vorlaeufige Fazit:
Ein grauer Schaeferhund ist gesuender als ein gelber.
Ein DSH ist leichter zu halten als ein anderer Hund, weil er von sich aus hoeren will.
(Eine feste Hand und Gerechtigkeit in der Erziehung und Haltung ist dringend noetig, sonst richtet sich der Hund gegen uns-
das Grundvertrauen darf niemals erschuettert werden !)
Die Erziehung muss immer ruhig und gleichmaessig sein, niemals kreischend und mit wechselnden Ausdruecken in den Befehlen.
Man sollte dem Tierarzt nicht alles glauben.
Man sollte so oft wie moeglich "vom Tisch" fuettern, weil im fertigen Futter (aller Art) viel Dreck und Abfaelle, Haltbarkeitsstoffe,
Farb- und Geruchs- und Lockstoffe (deshalb fressen die Tiere solche Produkte bis sie brechen), Zuckerstoffe und Stabilisatoren enthalten sind, die schnell Allergien und schlimmere
Krankheiten ausloesen !
Einen Hund sollte man nie in fremde Haende geben und nur halten, wenn man genug Zeit fuer ihn hat!
Einen Hund sollte man nie schlagen.
(Ich wuerde keinen Hund laenger als 2 Stunden alleine lassen, er leidet schlimm bei laengerer Abwesenheit - alte Hunde mal ausgenommen, die schlafen mal eben so 3-4 Stunden durch!)
So, nun ist alles gesagt, ggf. kommen spaeter noch ein paar Dinge nach- die im Nachtrag eingepflegt werden.
Peter schleckt sich ueber die Schnautze, wenn er aergerlich ist.
Bei Missfallen oder Ablehnung kommt die Zunge etwas heraus und die Lefzen werden ganz leicht angezogen.
Vor dem Einschlafen schmatzt er dreimal...
Der Hund lacht, wenn wir alle zusammen sitzen und er unter uns ist. (ja, das koennen Hunde durchaus)
Randbemerkungen:
Teletakt, Trillerpfeifen, Kastrierer, Vereinsmeier, Halti, Flexi und Hundefluesterer stossen bei uns auf erbitterten Widerstand, ebenso
die Verhaetscheler und Verniedlicher- ein Hund muss immer ein Hund bleiben, ein Tier ist kein Sportgeraet und kein Prestige-Ding.
In diesen Jahren kamen viele viele Begegnungen mit anderen Hundehaltern zustande, von denen die freiesten im staedtischen Umfeld
waren und die sonderbarsten eher auf dem Land zu finden sind:
In der Stadt ist nicht viel Platz, die Halter und die Hunde muessen miteinander auskommen- so gut es eben geht.
Hardcore-Hundefans auf dem Lande sind manchmal ueberaengstlich, manchmal wollen sie keinen Kontakt, aus Angst, dass sich ihr Hund
als nicht so "gefaehrlich" erweist, wie sie das gerne sehen wuerden- um ihr Ego damit aufzupolieren.
Wer genau beobachtet sieht martialische Hundekaefige mit Wimpeln und Aufklebern von Vereinen in den Autos- die wie Hochsicherheits-
Zellen anmuten und bei einem Unfall eher die Rettung des Hundes verhindern.
Manche Gesellen fahren eine Querstrasse weiter zum Hundeplatz, lassen den Hund im Auto sitzen- egal ob im Winter oder in sengender
Sommerhitze- und "trinken sich erst mal einen", das kann dauern, bis das Tier mal eben fix fuer eine Viertelstunde ueber den
Platz gejagt wird- mit gebruellten Kommandos. Dann kommt der Hund wieder zurueck in den rollenden Zwinger- ohne mit den anderen
Hunden in Kontakt zu kommen. Das Herrchen trinkt sich wieder einen und faehrt dann -rechtzeitig zum Mittagessen- nach Hause zu Muttern.
Es gibt Leute, die einen Hund "mit Potential" aufkaufen, ihm "den Willen brechen" um diesen dann "wieder aufzubauen" -
in dem Sinne, wie der kuenftige "potentielle" Kaeufer das erwartet von einem Schaeferhund, fuer den er bereitwillig tausende zahlt..
Es gibt Leute, die gehen zu zweit arbeiten und lassen mehrere Hunde ueber viele Stunden alleine heulen...
Es gibt Leute, die kaufen sich moeglichst seltene und teuere Hunde - als Statussymbol.
Bislang ist mir noch kein Hund untergekommen, den man mittels kurzem Befehl von der Aufnahme von Futter, ja selbst von
ausgesprochenen Leckerbissen abhalten kann- bei unserem Hund geht das ganz leicht.
Vor dem Einkaufstag "bespreche" ich den Tag mit ihm- in kurzen Worten und er weiss, dass er zwei Stunden alleine bleiben und
Wache halten muss- und.. evtl. sogar die "Beute", den spaeteren Spaziergang etc.
Im Keller haengen ein paar Wuerste in seiner Reichweite im Vorratseck, im Wohnzimmer sind unten auf dem Bar-Wagen immer etwas
Suessigkeiten, wie Plaetzchen und manchmal auch Schokolade- er koennte wenn er wollte- tut es aber nicht!
Ab und an kommt per Post ein Paeckchen, das herrlich duftet: Der Online-Metzger hat wieder mal was geschickt, das wir
gemeinsam auspacken: Der Hund ist immer dabei und rollt ganz merkwuerdig mit den Augen...
schaut zu, wo dieser- fuer ihn- "ungeheuere Reichtum" verstaut wird.
Er weiss ganz genau, dass sein Anteil sicher ist- stehlen wird ein Schaeferhund nicht.
Kleine abendliche Naschanfaelle werfen selbstverstaendlich auch immer etwas fuer den Hund ab- es wird geteilt!
(meistens nimmt er solche Absichten im Halbschlaf auf und trabt bereits zum Kuehlschrank)
Der "Aufmerksamkeitsbefehl Achtung" laeutet unterwegs den Wechsel auf die andere Strassenseite ein, dieser Befehl steht am Anfang einer
Befehlskette, wenn andere Situation kommen.
Die wichtigsten Kommandos, die sehr strikt sind:
Steh, bleib, voraus, aus, nein.
Fuer jede Art der Scharfmacherei von Hunden in Verbindung mit Menschen habe ich (hier wird nur vom Hobbyhund und nicht vom
echten Schutzhundedienst gesprochen) nur Verachtung uebrig:
Ein Schaeferhund weiss, wann er was zu beschuetzen hat und ist bereits von "Hause aus" in dieser Disziplin mehr als heftig-
wer das forciert, hat einen boesen Komplex -
Es gibt alte Maenner, die den Hund bewusst "mannscharf" machen - vermutlich fehlts irgendwo und sie suchen einen Waffenersatz.
Gestern stand er vor dem Barwagen, wo die Plaetzchen liegen und schaufte hoerbar- ging zu mir, hob die Pfote, ging zurueck
zum Barwagen und wartete..
Ein Hund ist ein Rudeltier, es muss seinen Platz finden und darf nicht ungerecht behandelt werden.
Nach dem Peter (Ersetzen kann man ihn sowieso nicht) werden wir keinen Hund mehr bekommen, weil die Verantwortung fuer weitere 12-16 Jahre auch die Faehigkeit beinhaltet,
den Hund sicher festhalten zu koennen- was im Alter nur noch bedingt der Fall ist. (Eine kleine Hunderasse ist (wie eine zu grosse)
eher eine Entstellung des Gedenkens an den Wolf, den Urvater unserer heutigen Zimmergenossen.)
Nachtraege:
9.4.2010
Der Peter hat sich in eine winzige Terrier-Huendin verliebt und war nur noch mit der Leine von dort wegzubekommen-
unglaublich, dabei war ihm bis jetzt die Weiblichkeit ziemlich egal.
Im hohen Alter noch eine Torheit? Lieber nicht.
Die Mischung waere auch kaum vorzustellen.
Seine Ohrentzuendung dauert nun schon viele Wochen, die Narkose war ein Trauma, das wir lieber nicht wiederholen wollen:
Nach drei Spritzen musste zusaetzlich die Atemmaske angezogen werden- trotzdem die Augen verdreht waren, baeumte er sich immer
wieder auf.
Der TA hatte schon Angst um den Kreislauf- mehr Ruhe war in den Koerper nicht zu bringen, dessen Hirn sich nicht geschlagen geben wollte.
Wochen zuvor war mit div. Antibiotika versucht worden der Sache Herr zu werden, was klaeglich versagt hat.
Nun therapieren wir mit einem schmerzstillenden Mittel (Enrotap), damit ich dreimal am Tag mit einem Toiletten-Feuchttuch
das Ohr auswischen kann. - Ohne dieses Mittel ein Ding der Unmoeglichkeit.
Dieser Koeter schafft es sich vom OP-Tisch zu waelzen, auch wenn drei Erwachsene ihn festhalten wollen..
Am 10. April 10 ganz spaet Abends, inmitten eines Gruselfilms:
Oooooouuuuuuuuuhhhhhhhhhhhhhh......
Ein langgezogenes und unglaublich echt klingelndes Geheul-
ein Geraeusch wie aus den Urzeit der Erinnerung, wie aus fernen Welten,
in die wir irgendwann mal alle eintauchen,
erscholl - unueberhoerbar - durch die Wohnung.
Der Peter traeumte auf der Badezimmermatte und rief wohl seine Ahnen...
... von denen einige sehr aehnlich ausschauten und deren Nachkommen,
die ganz eindeutig seine Vettern sind.
In Weilburg ist ein grosses Wolfsgehege, wo man diese Tiere gut sehen kann, wir hatten schon die Gelegenheit, die Fuetterung zu sehen.
Das spuerten von Anfang an alle Hunde des Ortes und auch unterwegs,
die sich immer ganz eigentuemlich verhalten haben- bis auf total mutierte Zuechtungen.
(Moepse, Pekinesen oder Boxer sind verzuechteter als Pudel)
Im Alter bekommt unser Hund, dem diese Seite gewidmet ist,
doch schon so seine Allueren und Marotten- er besinnt sich auf seine Maennlichkeit,
tut ab und an "schwerhoerig"- wenn es um seinen eigenen Kopf geht,
entwickelt Vorlieben beim Futter staerker als zuvor, geht seiner Wege deutlicher als zuvor und
zeigt anderen (Leuten oder Hunden), dass sie ihm egal sind...
Manchmal steht er im Garten, die Nase im Wind- und ist verbunden.
Meine Mutter erzaehlt zuweilen, dass er "ganz schauerlich heult", wenn wir (ausnahmsweise) mal
ohne ihn weggefahren sind, "gruselig", wie sie sagte..
"richtig lange Phasen, die auch durch Zurufen oder Weglocken nicht abzustellen sind".
Dieses wolfstypische und ganz souveraene Verhalten merkt man auch auf dem Spaziergang,
wo der Peter ganz leise folgt - je laenger, je besser - seine Nase ist wie eine Kompassnadel zu uns gerichtet,
vom Weg abirren wuerde er nicht tun, weil er es nicht noetig hat: Die Leine ist etwas fuer andere - das hat er sich "erarbeitet",
die "Beute" kommt "elektrisch" nach Hause und wird geteilt, das weiss er ganz genau.
Heute am 26.4.10 kann ich sagen, dass des TA's Kunst -zumindest ein "Stueckweit" versagt hat - Peter's Ohr noch immer entzuendet und eitrig.
Inzwischen kann ich wenigstens 3x am Tag feucht auswischen- ein enormer Fortschritt, der durch die eigene Idee entstanden ist.
Das geht nur durch das ungeheuere Grundvertrauen, das unerschuetterlich zu sein scheint- so ein Ohr kann ganz heftig weh tun und
verwischt gern Freund und Feind.
Ein wenig kurzatmiger und schlaefriger als frueher ist der Peter noch immer ein stolzer Ruede mit gesunden Zaehnen, was so manchen
Besucher des Hauses auf Distanz haelt: Zu spassen ist mit ihm nicht umbedingt- er sortiert ganz gut aus!
30.4.10
Nun gibt's nur noch Kurzbesuche beim TA- um seine Tabletten zu kaufen, diese Schnellbesuche sind dem Peter auch deutlich lieber.
Meine Hoffnung liegt auf der Heilungskraft der Sonne, wenn wir wieder den ganzen Tag draussen sind...
Selbstverstaendlich kann ein Hund lachen!
Laengere Spaziergaenge von bis zu zwei Stunden machen ihm noch immer nichts aus, das ist sein Element:
Die Leine lose umgehaengt (die er selbst traegt) geht's durch Wald, Feld und Orte.
Der Unterschied zu juengeren Jahren ist der, dass er sich gerne "festschnuffelt" und dabei weder links noch rechts sieht und
auf keine Geraeusche oder Zurufe reagiert: Das betrifft aber nur diese typischen "Hundezeitungs-Ecken".
Das typische "Traber-Gangwerk" der gesunden "Leistungslinie" macht sich jetzt positiv bemerkbar, wie sein gutes Sportlerherz,
wie der TA gerne sagt. Aus heutiger Sicht (Mai2010) wuerde ich sagen, dass der Peter wohl 15 Jahre alt wird.
Gestern waren wir in Odersbach, wo er wieder einmal auf ein bestimmtes Grundstueck ging und als die Haustuer geoeffnet wurde- schnurstracks
in die Kueche ging um sich ein Leckerli abzuholen und etwas Wasser zu trinken: Die Leute hatten mal einen ebensolchen Schaeferhund und freuen
sich immer wieder, wenn dieses Tier bei den nun hundelosen Alten auftaucht um "hallo" zu sagen:
Die Verwunderung ist immer gross, auch in der Nachbarschaft dieser - nicht nur dem Peter - sympathischen Menschen !
Im neuen Forum (Vieh) habe ich den Tipp bekommen, das entzuendete Ohr mit Quarzoel aus der Apotheke zu behandeln- das werde ich
sofort ausprobieren und darueber berichten.
Bei dem Song Cottoneyes Joe lacht Peter.
"So, nun gehe ich mal zu Mutter (wohnt unter uns, ist 80Jahre und gibt dem Hund immer etwas Wurst)- mal schauen was
die macht..." - kaum habe ich den Satz ausgesprochen, erhebt sich Peter und trottet zur Tuer...
Einen kraeftigen Hund dazu zu bringen ruhig zu bleiben, wenn er nicht will, ist so ein Ding- auch wenn
er nicht aggressiv ist oder gar ein Misstrauen haette; Ohrenschmerzen koennen arg druecken und die Erziehung
vergessen lassen. Manchmal muss ich mit Tricks arbeiten, damit das Ohr (5x am Tag) ausgewischt werden kann, weil
man den Hund nicht festhalten kann, auch zu zweit nicht! "Hoer auf mit dem Bloedsinn und halte still, sonst gibts keinen
Wurstzipfel..." Und schon ist Ruhe, das Vieh bleibt stehen und ergibt sich in sein Schicksal.
Die Bio/Oeko-Tropfen mit Quarzoel scheinen besser zu helfen als alles andere bisher...
Die sind auch fuer uns Menschen geeignet- das merke ich mir auf alle Faelle.
Nun ist der Hund schon 12,5 Jahre alt und geht doch deutlich behaebiger, die Pfoten schleifen schon mal derbe
die Treppen hoch, Morgens gehts langsam voran, wenn wir zu laut sind, brummt er schon mal unwillig... ;)
Heute (22.5.) waren wir in Bad Nauheim, haben einige Bilder mitgebracht und einen langen langen Spaziergang gemacht-
auf dem Rueckweg zum Auto hat sich der Peter in einer engen Altstadtgasse auf den Bauch gelegt und verweigerte jeden weiteren
Gehorsam. (Noch nie vorgekommen) Wie das? Zusammengeklappt? Kreislauf? Alt? Es war etwas ganz anderes, was mich
den Hund anleinen und wie eine Ziege weiterziehen lies: Wir standen zwischen zwei Trakten einer grossen Metzgerei,
wo wohl gerade die Garkueche einen Spalt aufstand und die Duefte zogen... eine Verkaeuferin kam mit einer grossen Schuessel
heraus um zum Verkaufsraum zu gehen. Sie lachte verstaendnisvoll- vermutlich reagieren einige Hunde in der Art!
Bei dieser Gelegenheit faellt mir noch eine Story ein:
Bei einem Termin auf der Wache legte ich den Peter direkt vor dem Eingang ab- die Leine wieder einmal nur lose umgehaengt-
den Regenschirm an's Gelaender. Der Hund lag also draussen - nicht festgemacht - und so verschwand ich fuer gut 20 Minuten
um mit dem Diensthabenden - ein paar Raeume weiter - ein Protokoll auszufuellen. Inzwischen gingen boese Buben mit Polizisten in's Gebaeude, gute Leute kamen
wieder raus- immer ziemlich nah am Peter vorbei. Die Polizisten in der Pforte beim Funkgeraet konnten den Hund sehen. Kein Mensch bemerkte mit auch nur
einer einzigen Silbe die Situation... (Anleinpflicht) Niemand sagte etwas dazu, - und so hockte der Hund genauso wie zuvor befohlen an
seiner Stelle vor der Polizeiwache. Auf ein Kommando erhob er sich und wir gingen durch den Hof zum Parkplatz.
Folgende beiden Bilder sind neuesten Datums (02.Juni10) und sind doch schon recht denkwuerdig und
charakterisieren den Hund recht gut,
der auf keinen Fall ein Wolfshund ist (die werden nur nach dem Aussehen in diese Richtung getrimmt) und erst recht kein irischer Wolfshund,
der bekanntlich zur Wolfsbekaempfung eingesetzt wurde- irgendwann war in dieser Sorte DSH mal ein Wolf- was aber wohl schon lange
her ist und heute noch verdaechtig durchschlaegt: Nicht zum Schaden, wie man an der psychischen Stabiltaet merken kann, die unten
richtig greifbar wird:
Aggression hat er schlicht nicht noetig !
Sein Zuechter, mit dem wir noch oefter zusammengetroffen sind - mit und ohne seine Hunde - war stolz darf, dass seine Tiere "wie die
Krokodile beissen" und dass "Tschechenwoelfe" in dieser Zucht waeren - "selbstverstaendlich nicht bei ihm, weil das ja verboten ist."
Nun gut, mit Hunderassenvorschriften hab' ich's nicht und wenn nur das Wort "Vereine" oder "Vorschriften" kommt, lauf' ich weg so weit wie es nur geht...
Es war wunderschoen, als Peters Mutter und seine Stiefschwester noch lebten- und gemeinsam um uns waren - die drei waren zum
Verwechseln!
02.6.: Nachdem er vom Barwagen die Tennessee Cookies gestupst hatte- (erfolglos, weil die Packung noch verschlossen war)
lauerte er irgendwie immer mit einem Auge darauf, dass jemand sich daran zu schaffen macht - und wenn es um Mitternach ist.
Der Sohn hockte im Schneidersitz also im Wohnzimmer vor dem Barwagen, oeffente die Cookie-Packung gaaaanz leise-
exakt darf hat der Hund seit Stunden gelauert und trabte prompt an, mit schlurfigem Schritt, weil er aus dem Tiefschlaf kam.
Das Cookie wurde zum Spiel hinter den Ruecken, auf dem Kopf - usw. gehalten um zu sehen was der Hund macht...
Zuerst ganz ruhig - schnellte er vor und zog die Zuge fix ueber das Plaetzchen, das der Sohn im wegziehen begriffen war-
als der Koeter umdrehte und auf dem Couchtisch das Cookie nahm, das sich der Sohnemann -fuer nach dem Spiel- dort hingelegt hatte!
Schmatzend und ohne Hemmungen ging der Peter zum Sohn um... das angeleckte Cookie abzustauben, welches er sich durch das
unverschaemte Ablecken "gesichert" hatte!
Ein uebler Typ so ein alter Koeter... :)
Im Autohaus ist der jaehrliche Inspektionstermin angesagt- wieder so ein Event fuer unseren Hund:
Zuerst im Kofferraum - um den Monteur zu erschrecken,indem von hinten direkt am Ohr geruesselt wird...
dann im Foyer, wo er mitten auf dem Fussabtrete-Teppich "seinen" Platz auswaehlt- egal wieviel Leute aussen rum und ueber ihn
drueber steigen muessen.. bis alle Formalitaeten erledigt sind und ein langer Spaziergang gemacht wird. (2,5Std. dauert die Inspektion)
Der Hund hat dort echte Narrenfreiheit und das weiss er auch.
Leider sind die beiden Bilder in der alten Gasse nichts geworden, wo -wieder neben einer Metzgerei- unvermutet hinter einem
recht offengitterigen Eisentor der gleiche Anblick war, den wir -wieder nur mit umgehaengter Leine- mit uns fuehrten!
Nase an Nase, Auge in Auge sahen sich die beiden gleichen Hunde an, sie starrten nicht, sie blickten sich an,
ohne jede Aggression, Angst oder ein Zeichen von "Dominanz" - sie schwiegen geradezu und man spuerte, dass sie
Gedanken uebermittelten, die so alt sind wie die Welt: Ein Hauch "ewiger Jagdverbundenheit" und ganz eindeutigem Zusammengehoerigkeitsgefuehl,
das auch meine Frau bestaetigen kann, die dabei war. Mit ein wenig Glueck koennte dieses mittelalte praechtige Weibchen die Tochter
von Peter`s Stiefschwester gewesen sein. (Peters Stamm ist von dort ca 15km Luftlinie weg)
Andere Hunde, die gerade vorbei gefuehrt wurden, hat dieser Hofhund recht scharf angebellt...
Heute- am 7.6.10 haben wir im freien Feld einen "Diensthunde-Trainer" mit angeleintem DSH getroffen, der seinen
Hund staendig am Kordel zog- hin und her- zupf und zieh...
Peter war abgelegt, zeigte aber auf dem engen Feldweg im Begegnungsverkehr die Neigung den fremden Hund
ein wenig anzubellen,
weshalb ich ihn -sicherheitshalber- festhielt.
"Passen sie auf!" rief der Mann, warum? hob ich an, "der zerreisst den!" kam es zurueck.
Och jo, meinte ich- das ist doch auch ein Schaeferhund, welchen Grund sollten die beiden haben sich zu "zerreissen"?
Es kam wie es kommen musste- Peter stand auf und wollte den anderen Hund "zurechtweisen", weil er angeleint
laufen muss, in seinen Augen ist das eine Schande fuer einen Schaeferhund. (Kein Witz)
Der "Fachmann" pfiff boese durch die Zaehne: "Der Hund ist ja gestoert" !
So kam ich nicht umhin und wir "unterhielten" uns - mir gruselt es noch jetzt..
Der Fremde erzaehlte von Diensthunden und wie man denen -nach dem sich festbeissen- mit speziellem Werkzeug (den Namen
habe ich vor Schreck vergessen) oeffnen muss, sonst lassen die nicht mehr los.
"Der Belgische und der Rottweiler, besonders der Riesenschnautzer ist zehnmal besser als der Deutsche Schaeferhund,
die beissen viel sicherer"
Solche und aehnliche Sprueche lassen den Schluss zu, dass die Typen in den SV's nicht kapiert haben, was ein "Schaeferhund"
eigentlich ist oder sein sollte.
Gewalttaetiges Treiben alter Maenner und affiges Getue der Maedels in den Agility-Clubs sind schon so ein Thema,
das ich stundenlang -schaudernd- beschreiben koennte..
Inzwischen kam es wie es immer kommt:
Die Hunde verstehen sich, die Halter kloppen sich -gerade noch so eben nur verbal..
Der Peter zeigte keine Regung, kein Schwanz hochstellen etc, sondern stand fest und halb in Breitseite zu
dem "boesen" DSH, der pfiepte und schwaenzelte, was dem Halter wohl nicht recht war...
Ich weiss ganz genau, dass Hundevereine ein sonderbares Ding sind, das mehr in Richtung "Sportgeraet" funktioniert,
als dass ein Hund herangefuehrt wird, den man ueberall (normalerweise) frei mit sich laufen lassen kann, ohne staendig wie
eine Ziege hin und her gezerrt zu werden.
Nee, das ist nichts fuer mich und nichts fuer uns !
Nun weiss ich wenigstens, dass mein Hund ein "gestoertes Sozialverhalten" hat- vermutlich habe ich ihn angesteckt...
Kuenftig wird von uns ein Weg gesucht, wo man solche Typen nicht trifft, denen man am besten in grossem Bogen
aus der Spur gehen sollte: Hundevereinsmenschen sind wie alle Vereinsmenschen, absolut nicht unser Ding!
Man kann die Welt nicht aendern, aber gewisse Dinge darf man oder sollte man hinterfragen ob die noch ganz knusper sind -
allmaehlich sind nicht nur die Nachrichten im TV total verrueckt, sondern auch schon die Leute unterwegs.
Wie "gestoert" der Peter ist, meinte meine Frau, sieht man an der Begegnung mit der Kuh auf der Weide.. (Peter nahm eine kleine Abkuerzung - unter dem Stromdraht her - den der Bauer wieder einmal ueber den ganzen Weg gezogen hatte- so kamen sich Kuh und Hund naeher.
Der Hund blieb stur stehen, zeigte die Breitseite- die Kuh roch vorsichtig am Hund - und das war's. Beide gingen ruhig weg.
8.6.:
Dank meiner Disteloel-Nelkenpulver-Therapie (selbsterfunden) geht es Peter's Ohr langsam wieder besser,
das jeden Tag 4-5x damit ausgewischt wird.
Das Glueck soll man nicht herausfordern - deshalb ist er unser letzter Hund.
Willkommen auf Weiterfuehrung meiner Hundestory, die unsere ganz persoenlichen Erfahrungen
mit dem Hund schildern soll, der ganz selbstverstaendlich in der Familie, in Haus und Wohnung
lebt- nicht im Zwinger.
Gitterbox und "Halti" oder Maulkorb etc. lehnen wir ab, der Hund ist bei uns einfach nur Hund und kein Kind, kein
Sportgeraet und kein Prestigeobjekt !
Ein gut erzogener Hund, der vieles erlebt hat, ist immer verlaesslich und wird nicht zur Gefahr,
auch wenn er das Grundstueck eindrucksvoll bewacht- was selbst im fortgeschrittenen Alter kein Problem ist.
(Die Zaehne sind noch prima)
Die Hundefan's haben wir laengst abgehakt und gehen am liebsten die Wege, wo man am wenigsten
davon trifft.
Wir koennen Vereine und ihre Gepflogenheiten und sonderbaren Vorschriften absolut nicht leiden-
das wurde immer wieder klar und klarer, wenn mit solchen Leuten in's Gespraech gekommen war, was nicht mehr passieren wird.
Wie ein alter Wolf geht der Peter lieber seine eigenen Wege, wo er in aller Ruhe schnueffeln kann, ohne
"spielen" zu muessen oder irgendwelche Grabenkaempfe austragen muss- die ihm laengst mehr als laestig geworden sind.
Hund und Herrchen werden sich bekanntlich immer aehnlicher ...
Zum Thema: Wieso Pferdehalter keine Steuer bezahlen muessen, ist mir nicht begreiflich und bestenfalls mit der
latenten Lobby-Herrschaft in Einklang zu bringen oder zu erklaeren, die aus einem Einwohner einen "Buerger" und aus
dem Mitmenschen einen "Konsumenten" und "Verbraucher" machte, die nebenbei auch unsere Demokratie verfruehstueckt hat,
die vermutlich noch nie wirklich existiert hat und eher ein "Serviervorschlag" gewesen war: Die Bezeichnung " Lobbykratur " könnte eher passen.. (Leider ohne direkte und paritaetische Mitbestimmung)
Gestern hat er selbst etwas gegen sein Ohrproblem unternommen- er legte sich in den Bach, wusch sein Ohr regelrecht und
schuettelte das Wasser danach aus.
Auf diese Idee haette ich auch kommen koennen!
Heute am 12.6. 10 hat er zum allerersten Mal den Haufen nicht halten koennen und sich dabei nicht mal richtig gemeldet-
die Spur ging die Treppe runter...
Mir ist schon seit ein paar Monaten aufgefallen, dass er in Etappen macht, dh. er verliert schon mal ein paar Brocken und macht
sein Geschaeft nicht mehr nur an einer Stelle. (Aufsammeln ist schwieriger geworden)
Auch ein Hund wird alt- so ist das Leben!
Der Hund ist ueberall zu finden- in div. Foren und ueberall im Web..
Der Hund
Wer hat die Pantoffeln zu Fetzen zerkaut?
Der Hund!
Wer hat aus der Pfanne den Braten geklaut?
Der Hund!
Wer hat die seidene Decke zerrissen,
den Brieftraeger und Nachbars Kater gebissen?
Raus, raus, raus!
Raus mit dem Hund
Aus dem Haus!
Wer liegt auf dem Sofa,
obwohl er es nicht soll?
Der Hund!
Wer kratzt an den Betten und graebt da wie toll?
Der Hund!
Wer rannte den Radfahrer zwischen die Speichen
Und jault auf der Treppe zum Steine erweichen?
Raus, raus, raus!
Raus mit dem Hund
Aus dem Haus!
Wer hat immer zu geklaefft und gebellt?
Der Hund!
Wer sitzt steht stets im Wege,
bis man drueber faellt:
Der Hund!
Wer hat seine ganze Erziehung vergessen
Und aus der Dose Pralinen gefressen?
Raus, raus, raus!
Raus mit dem Hund
Aus dem Haus!
Wer haelt den Kopf schief
Und guckt einen an?
Der Hund!
So das ihn kein Mensch ernsthaft boese sein kann.
Wer hebt seine Pfote und bittet:
Verzeih!
Und schleppt die zerkauten Pantoffeln herbei?
Unser lieber, guter, goldiger, einziger, suesser, entzueckender Hund!
Dieses Gedicht (unbekannter Verfasser) hatte unser Sohn aus der Grundschule mitgebracht- ich habe es gut aufgehoben!
Dem Ohr geht es auch wieder besser, er laesst es sich mind. 5 x am Tag mit einem Feuchttuch auswischen,
das mit etwas selbstgemixtem Nelkenpulver/Disteloel betraeufelt wird.
Die Sache mit dem Haufen-Halten ist wohl nur ein Ausrutscher gewesen, vermutlich durch die Ohrenschmerzen,
die alles ueberlagerten.
Nun scheint alles wieder im Lot, wenn er seinen taeglichen Gang von mind. einer Stunde hat.
Ihm geht's wie allen Alten- ab und an schlaeft er lang, dann wieder mal eine halb Nacht nicht, wo er herumgeistert..
trapp trapp...
Ein echtes Fusselschaf, das bei jedem Fellwechsel enorme Mengen an Haare laesst..
Es ist heute noch eine Freude, mit einem solchen Hund durch Wald und Flur zu gehen, keinen Aerger befuerchten zu
muessen- die Waldtiere haben ihre Ruhe vor ihm, die sind dem Peter sowas von wurscht.
Die Nase im Wind, den er sehr liebt- wie ein alter Wolf, der mit seinen Ahnen -ganz wortlos- kommuniziert
und dabei richtig laechelt und vollkommen im Einklang mit der Natur zu sein scheint, die wir durch ihn ein
ganzes Stueck mehr erfahren koennen.
Ein unbeirrtes Bestandteil, das auf die ewigen Jagdgruende wartet.
Den Umgang mit Hunden unterscheidet die Halter sehr, die Klientel ist
nicht leicht zu nehmen, die sich mit Hunden so im allgemeinen befasst- besonders schwierig wird's wenn
Frauen dabei sind: Im Verein und in Foren aller Art.
(meine persoenliche Erfahrung ueber viele Jahre, meine Frau urteilt sehr aehnlich)
Z.T. sind es eben diese Erfahrungen, dass wir mit Hundehaltern lieber nichts zu tun haben wollen,
nach dem Peter auf einen Nachfolger zu verzichten.
26.Juni:
Mit je einer halben Filmtablette Dolormin Extra, Morgens und Abends, doppeltes Auswischen mit Feuchttuch, dann jeweils 4x mit Disteloel, wo
mind. 4 Messerspitzen Nelkenpulver eingemischt wurden, ist die Entzuendung endlich -fast- weg;
Der Hund schuettelt sich wieder ganz normal und macht auch sonst einen guten Eindruck.
28.6.:
Gestern Abend kam er in's Wohnzimmer, baute sich vor dem Couchtisch auf und brummte grollend wie ein Baer, mit ebensolchen nach unten haengenden
Lippen- wir wussten erst einmal nicht was er wollte, denn draussen war er schon gewesen, es war Schlafenszeit..
brumm, knurr... aha! Sein Blick zur Hausbar, wo sonst die Plaetzchentuete liegt, erklaerte alles !
Enttaeuscht zog er wieder ab, nicht ohne unwillig mit den Pfoten zu schlurfen.
Ab und an was Suesses gefaellt wohl auch dem Tier - tja, frische Tennessee-Cookies sind ja auch was ganz feines.
Mehr als ein einziges bekommt keiner von uns, weil wir alle ein wenig auf die Linie achten - jedes Kilo ist zuviel wenn man aelter wird.
Das gilt fuer Mensch und Hund.
Unser "Fitnessprogramm" sind die vielen Treppen im Haus, der Garten und der taegliche Spaziergang, der mindestens eine flott gegangene
Stunde ausmacht.
Peter's Alter merkt man nun doch, besonders bei dieser Hitze - er geht merklich langsamer und troedelt laenger an den Ecken,
ist vertieft in irgendwelches Geschnuffel und muss erst sehr deutlich auf ein Kommando angestossen werden, sonst hoert er es nicht.
Das Gehoer klappt aber noch, es scheint sich mehr im Kopf abzuspielen, wo er seinen Tagtraeumen nachhaengt.
Bei uns hat er sein "Auskommen", wo auch beim Grilling geteilt wird- egal was es gerade gibt...
Am heutigen Sonntag gibt es Fruehstueckseier, selbstredend bekommt auch der Hund ein's - wobei es mir vollkommen wurscht ist,
was Hundevereinsfritzen und Fluesterer davon halten - haha. Genau wie den Rest Ochenschwanzsuppe, die der Peter mit Genuss verzehrt hat.
Willkommen auf Fortsetzung meiner Hundestory, die unsere ganz persoenlichen Erfahrungen
mit dem Hund schildern soll, der ganz selbstverstaendlich in der Familie, in Haus und Wohnung
lebt- nicht im Zwinger, ohne sonderbares Hundegeschirr, ohne Hundefluesterer, ohne rollenden Knast, ohne "Leinenzwang".
Sein Lieblingsplatz ist zwischen dem Wasserbassin und dem Grill, kuehl und duftig, im Schatten des Waldbeetes!
Neulich kam wieder ein Postpaket vom "Online-Metzger" an- mit feinen Raeucherwaren und Wurst in Glaesern.
Das packen wir immer gemeinsam aus- der Hund rollt dabei immer ganz verrueckt mit den Augen.
Die Raeucherwuerste werden im Vorratsraum aufgehaengt- eigentlich koennte der Peter dort mit Leichtigkeit dran- was er aber noch
nie getan hat...
Den Anteil an der "Beute" hat er sicher, das ist Vertrauen!
Dieses Tier scheint jedes Wort zu verstehen- besonders solche, die irgendwie mit Essen zu tun haben..
Ach ja: Die Plaetzchen hat er durchgesetzt und welche mitgebracht bekommen. 1-2 reichen ihm, dann ist er zufrieden.
Ungesund? Quatsch. Zaehne? Sind noch prima !
Heute habe ich die Tasche mit der schmutzigen Waesche von Mutter, die im Krankenhaus ist- vor die Waschmaschine gestellt:
Der Hund riecht daran, schaute besorgt und schien Bescheid zu wissen.
Auf dem Spaziergang trafen wir eine Frau mit ihrem Hund, welcher gerade erst von zwei Artgenossen gebissen worden war
-ein "Nachbarschaftskonflikt", wo die Wunden noch frisch vernaeht waren;
Wieder zeigte der Peter das gleiche Verhalten, schnueffeln, betroffen schauen.
An dieser Stelle darf ich anmerken, dass Hund UND Kinder, um die sich nicht genug gekuemmert wird, ziemlich gestoertes Verhalten zeigen.
An dieser Stelle moechte ich anmerken, dass die Maulkorb- und Leinenverordnungen ihre Wurzeln nicht nur in der falschen oder mangelnden
Erziehung haben, sondern nicht selten in Hundevereinen, wo "auf den Mann" trainiert wird. (Das schreibe ich wohl wissend, dass diese
Leute geradezu militant gegen meine geaeusserten persoenlichen Eindruecke wettern..) Hier sehe ich Handlungsbearf, ggf. Verbot einer
solchen "Erziehung", die im Abschluss frueher "Schutzhundepruefung" - heute "Vielseitigkeitspruefung" genannt wird.
Ich bin der Meinung, dass ein klarer und deutlicher Unterschied zwischen der privaten Hundehaltung und einer echten DIENSTHUNDE - Ausbildung sein sollte:
Privatleute, die Hunde "scharf machen" - gehoeren dringend zum Arzt.
Typisch: Der Hund liegt auf der Badezimmermatte (die hat deshalb nur eine kurze Lebensdauer) -steht auf, kommt zu uns in's Zimmer
getrabt, wo wir lesen oder diese Homepage machen und schaut, grinst, legt sich zu uns.. Die Countrysongs dudeln leise dazu.
Peter hat die Laute, die unser Sohn manchmal von sich gibt, wenn er spaet nach Hause kommt um Anwesenheit anzukuendigen -z.B.- im Treppenhaus -
imitiert- wir dachten gerade der Manuel kommt die Treppe hoch! (Er ist aber in England, kann also nicht sein)
Heute gab es fuer meine Frau und mich Spaghetti Ligurisches Rezept -
wo Peter sonderbar gierte, obwohl er eine Frikadelle hatte.. am Abend blieb ein halber Teller dieser Pasta uebrig, die er mit grossem
Genuss verspeiste. Er schlingt nie. Kein Kruemel blieb uebrig, keine Erbse, keine Olive, keines der vielen -noch bissfesten- Knoblauchstuecke.
Ein sonderbares Vieh, merkwuerdige Vorlieben: Wenn ein Essen deutlich gewuerzt ist, hat er es besonders gern.
Die extreme Sommerhitze heute am 10.7.10 bei 34-35 Grad im Schatten und 27 Grad in der Wohnung vertraegt der Hund
ueberraschend gut- es geht halt alles ein wenig langsamer. Hier zeigt sich der Vorteil seines Sportlerherzens,
das nur ausreichend Wasser haben muss.
Spaziergaenge machen wir Morgens, wo es noch einigermassen kuehl ist.
Die Nacht war drueckend heiss, der Morgen laesst bei rundum offenen Fenstern ein wenig Kuehle herein:
Noch immer 23 Grad ! Der Hund hat seine knochenfoermigen Bisquits (ab und an mag er das) vertilgt und
liegt grinsend neben mir im Teezimmer, wo mein PC steht und hoert ganz offenbar zufrieden die Country-Musik.
Herrchen hat nun viel Zeit, keine Foren mehr, kein Zeitklau: So sind wir oft draussen zugange!
Nebenbei bemerkt ist "den eigene Stil zu portieren" ein ziemlich schweres Unterfangen,
wo offenbar viele Leute dran scheitern.
Das fertige Layout einer Homepage ist doch sehr ueberwiegend zu sehen,
meine "plaetzchenwolf" - Seite duerfte ein seltenes Ding sein;
Perfekt ist was anderes, dafuer ist sie auch weit vom Gewoehnlichen weg... was bereits am Namen anfaengt,
mit dem man keinen "Staat machen" kann. Uns kuemmern keine dusseligen Hundeadelstitel und keine Auszeichnungen,
keine "Papiere" und keine "Ausbildungsnachweise" !
(Der Hund hoert, ist gesund, das reicht.)
Leberwurst-Brote gibts endlich auch wieder fuer's Hundchen...
Heute am 15.7. hat er wieder einmal genau hingehoert als wir uns ueber das Essen des naechsten Tages abgesprochen haben:
Bei dem Wort "Wurzelgemuese" hat er wieder einmal -erkennbar im Zusammenhang- den Kopf zu uns gedreht und die Zunge ein Stueck
herausgesteckt...
(Das macht er immer, wenn er etwas im Rachen spuert, was er nicht sonderlich mag..)
"Fleischchen kaufen, Wurstchen kaufen" ist das Codewort, das den Koeter ruhig im Keller Wacht halten laesst, wenn wir einholen fahren.
Selbstverstaendlich faellt fuer den Peter immer was ab- Ehrensache.
Ich kenne keinen zweiten Hund, der neben der Wurst - oder was noch haerter ist - neben der Grill-Haehnchen-Tuete unbeaufsichtigt
hocken bleibt, ohne diese auch nur anzuruehren oder anzusabbern..
Sein Wachdienst nimmt er ernst und kann noch immer beeindrucken, wenn er von oben die Treppen nimmt, wenn sich um's Haus
etwas ruehrt. Die dreieinhalb Zentimeter-Hauer sind immer bereit zuzulangen.
Einige Hunde des Ortes machen Abstecher zum Tuerchen, wo der Peter seinen Dienst tut- und sagen mal kurz "hallo" !
Der junge Ruede in der Nachbarschaft hat Peter's tpyischen Anschlag-Ton nachgebaut- richtig perfekt, was ihm ganz offenbar
Anerkennung einbrachte und so manchem Besucher gehoerig den Schreck in die Glieder fahren laesst..
Ebendieser Ruede ist besonders vernarrt in den Peter, den er als "Vater" begruesst.
Unser "Leberwurst-Tester" - also, hat ein komfortabeles Auskommen, wo es div. Liegestellen mit alten Badezimmerteppichen hat,
sogar einen echten kleinen dicken Perser im Keller zwischen dem Vorratsraum und der Fotovitrine.
PS: Die Leberwurst der Firma D..z gefaellt ihm am besten - von bestimmt hunderten, die in Jahren ausprobiert worden sind:
Wie jeder Hundefreund weiss, kann man Leberwurst -verschieden dick, je nach Kalorienbedarf- auf's Brot streichen und dieses
gut zusammendruecken- deshalb sagen unser Kinder "Kleberwurst" dazu..
Wenn der Peter keine Reste von diesem Brot laesst, dann war die Wurst verdammt gut- ein Grund fuer mich, diese auch zu
essen- allerdings mit einem halben Guerkchen drauf..
Es wird Zeit mal zur Metzgerei nach Wolfenhausen (wie passend!) zu fahren, denn dort gibt es die gute Hundewurst,
ein richtig riesiges Ding fuer billiges Geld: "Nur eine dickere Scheibe am Tag, sonst hat er zu viel Eiweiss!" - So der
Metzger, der Deutsche Doggen hat und seinen eigenen Wurstsorten nachheult, wenn er mit der Familie mal laenger irgendwo Urlaub macht.
Gut, der Abfall landet natuerlich in dieser fuer die Dogs- und schon mal nicht in der anderen Wurst, was ich beruhigend finde.
Im Hochsommer sind Hunde schlapp, ganz besonders aeltere und groessere, besonders groessere Aeltere!
Deshalb sollte man Morgens gleich gehen, dann ist die Welt noch in Ordnung und der Hund kann sich anschliessend in den Keller
zurueckziehen, wo es immer gleichbleibend temperiert ist: Dort lagert mein selbstgemachter Wein, der zuviel Waerme nicht vertraegt.
Unser Lieblingsweg, den wir Sommers und Winters nehmen, ist ca. 4Km langer Rundweg um die Kompostanlage Graeveneck:
Die Bahnhofstrasse bis zum Ortsausgang Richtung Weilburg, dann rechts zum alten Steinbruch hoch, den rechten Weg durch die Felder,
etwas versetzt ueber die L3323 am Wald entlang bis zur Abzweigung nach links, wieder zwischen Felder und Wald entlang in einem
weiteren Rund bis zur Kompostanlage, eine moderne und sinnvolle Einrichtung der Neuzeit, (Dort kann man Mulch und Erde holen)
- danach gehts wieder rechtwinklig nach rechts geradeaus am Hochwald und Feld entlang bis zum Hochsitz, dort nach links
etwas hochwaerts um vor der L3323 wieder nach rechts in den Buchenwald zu verschwinden, wo noch die alte Tanzflaeche vom
Waldfest zu sehen ist, das schon lange nicht mehr gehalten wird. Dieser Trampelpfad ist gut zu erkennen und wird am Ende
von mir immer wieder freigeschnitten, damit die Brennesseln und Dornen fern bleiben.
Dieser Trampelpfad also geht ueber dicke alte Baumwurzeln, auf und ab- eine prima Abkuehlung im Sommer, er fuehrt zu einem
Waldweg, der links zur Landesstrasse geht, ueber die wir zum Feldweg gehen, der oberhalb einer Apfelbaumreihe geradeaus
zum gruenen Plan-Weg zum Sportplatz fuehrt, den wir abwaerts (links) die "hell Hohl" (Eingeschnittener Hohlweg) zurueck zum Dorf
nehmen. (Vorbei am mittleren Hochbehaelter, wo Hunde eine willkommene Gelegenheit haben um etwas zu trinken)
Den freien Blick, das Gefuehl von Wald und Feld ist eine prima Mischung, bei der man gut entspannen und ueber alles reden kann,
weil nur wenige Leute diesen (doch etwas laengeren) Weg gehen, den wir selbst bei hohem Schneematsch nehmen, was anstrengend ist und
nach einem heissen Tee verlangt: Nicht umsonst haben wir einen Raum der Wohnung als "Teezimmer" eingerichtet, wo gelesen und computert oder Musik
gehoert werden kann. (Zwei "Hochsicherheitsessel" ergaenzen die sonst spaerliche Bemoebelung- Ohrenbackensessel mit dahinterliegendem
Heizkoerper) ;)
Mit einem Hund in dieser Groesse Wange an Wange, dh. in der Wohnung zu leben, ist mal was ganz anderes als wenn dieser im
Zwinger untergebracht waere: Man atmet praktisch zusammen und teilt die Beute !
Besonders schoen ist das Zusammentreffen mit anderen Hunden auf diesem Lieblings-Rundweg- verschiedenste Rassen, vom winzigen Yorkshire, Hunde aus Spanien, Pudel, Retriever bis
zum Wachtelhund des Jagdpaechters ist alles dabei. Die Hunde trifft man allerdings nur auf dem letzten Stueck des Weges, nahe des Hohlweges:
Die Hunde geniesen die Zusammenkunft und verhalten sich freundlich und zivilisiert - waehrend die Halter ueber dies und das reden und
manchmal auch tratschen, das gehoert im Dorf dazu!
Dabei erfaehrt man auch so manchen nuetzlichen Tipp, von Wassergeld bis zu Hinweisen zur Pflegeversicherung ist alles dabei.
Waehrenddessen ist Schnuffeln und Markieren angesagt..
Diesen Weg gehen wir fast jeden Tag, was bei gut 300 Tagen im Jahr 1300km ausmacht.
(Ohne die laengeren Ausflugstouren zu rechnen, die auch nochmal 100km bringen, ohne gezielt darauf zu schielen oder Streckenlaengen zu forcieren)
Der Hund ist nicht mehr so gelenkig wie frueher, er steht auf wie ein aelterer Mensch- ruhig und behaebig:
Der Boden muss dabei mehr aushalten, weil er die Krallen zur Hilfe nimmt, damit die sproeden, trockenen Ballen nicht rutschen.
Er wartet also geduldig, bis wir vom Einkauf wieder zurueck sind - und weiss ganz genau: Es faellt immer was ab.
Diesmal hat Herrchen eine groessere Menge hausmacher Leber- und Blutwurst erbeutet...
Peter ist ab heute (20.7.10) ein "Therapiehund": Meine achtzigjaehrige Mutter kam gerade aus der Geriatrie nach Hause und hat
sich sehr ueber den Hund gefreut, der sie freudig begruesste- ganz vorsichtig!
Er schaut zigmal am Tag nach ihr..
Eben kommt er zu mir in's Teezimmer an den PC und schaut bedrueppelt- ich frage:
Na, das Frauchen ist wieder mal sehr laut mit ihrem Staubsauger- gell?
Er rollt mit den Augen und stoesst einen tiefen Seufzer aus...
Jetzt sag' mir mal einer, dass Hunde nichts verstehen!
Oma ist bettlaegerig und erzaehlt: Auf einmal kam eine nasse Hundeschnautze - ganz vorsichtig - durch die Gitterstaebe,
und stupste mich an..
Gestern hatte Peter "seinen Tag" - ich habe mich im Nudelsalat total verschaetzt und wieder einmal viel zu viel gemacht;
Evtl. zu erwartende Gaeste kamen denn doch nicht..
Die Basis waren Gabelspaghetti, 5 fein geduenstete Schollen, eine Dose Thunfisch, eine Dose Sardinen mit Chili, eine kl. Dose feine Erbsen, eine Sauce aus etwas
Maionaise, etwas guten Ketchup, mit Saft von feinen Erbsen und den Fluessigkeiten der Dosen mit dem Schneebesen aufgeschlagen, mit etwas
Salz, Pfeffer und frischem gehackten Thymian, Rosmarin und Majoran - Kraeutern verfeinert.
Alle haben gut reingeschlagen, besonders Peter...
Na, hat's geschmeckt? (Meine Standardfrage- auch an den Hund)
Er blinzelte -kurz aber deutlich- mit beiden Augen, formte den Ruessel wie eine Trompete und.. ruelpste!
Wie ein Braunbaer im Zoo, unglaublich.
Danach hat er sich in den Keller - auf seinen (echten alten 0,9x1,2mtr) Perser zurueckgezogen und wurde laenger nicht mehr in der
Wohnung gesehen..
Peter macht zig "Krankenvisiten" am Tag, wo er am Pflegebett oder Rollstuhl auftaucht und nach dem rechten sieht-
er lacht richtig, wenn alles in Ordnung ist.
Diese hartnaeckige Ohrentzuendung ist wohl im Griff- mit Kamille-Extrakt, das mit gleichem Anteil Wasser dosiert auf ein Feuchttuch aufgetragen wird um
fast nass - 4 mal am Tag - auszuwaschen- das moegen die Bakterien wohl nicht..
Nach seinem eigenen Bekunden scheint der Schmerz nicht mehr vorhanden zu sein, eher ein leichtes Druckgefuehl durch
diese Feuchtigkeit, die er rausschuetteln kann.
Den -mindestens 1 Std- Spaziergang macht er taeglich mit, ohne Murren, in flotter Gangart. (4,5km)
Auf diesem Weg kann ich einige Bilder machen, weil Felder mit Aussicht und Wald in guter Abwechslung sind.
Durch Oma's Pflege ist an laengere Ausfluege nicht zu denken, weil sie 24 Std - Betreuung braucht, incl. aller
Toilettengaenge, weil sie nichts mehr selber kann.
Unser Lieblingsweg bleibt erhalten und ersetzt so manches, haelt fit und munter, blaest den Kopf frei und gibt Kraft.
Dieser Hund wird spaeter mal nicht beim TA abgegeben, in der Kuehltruhe auf den
Abdecker warten,
das verspreche ich.. weil wir uns irgendwann
in den "ewigen Jagdgruenden" wiedersehen werden.
Hundchen moechte beim Aufwachen zuerst ruhig durchgekrault werden, dann ist er besser drauf, wenn anschliessend
das Ohr gereinigt wird.
Leises aber eindringliches Grollen signalisiert, dass sich jemand am Tuerchen befindet, der Bekanntheitsstatus hat.
Der Hund kommt dann zu mir- egal wo ich gerade am arbeiten bin.. so weiss ich immer was los ist und kuemmere mich um den Besucher.
Bellen waere, wenn sich ein Unbekannter naehert, da bleibt er direkt am Eingang und verwehrt den Zutritt.
Sollte der Hund sich etwas aussuchen, waere Schokolade und Plaetzchen die erste Wahl, gefolgt von Haehnchen, Wurst, gegrilltes und
gut gewuerztes Fleisch - Hundefutter ist unter "ferner liefen" eingestuft.
Selbstverstaendlich muss man beim Hund darauf achten, dass Suesskram die Ausnahme bleibt und streng limitiert bleiben muss!
Ich denke, daß das "klassische" Leberwurstbrot die allerbeste Loesung ist, wenn man das Brot selbst gebacken hat- aus
gutem Schrot und Korn, kein billiges Zeugs.
Der "plaetzchenwolf" hat in vielen Foren seinen Pfotenabdruck hinterlassen- ich hoffe, er ist mir nicht boese,
dass ich seinen Spitznamen dazu gebraucht habe ;) Geburtstagsglueckwuensche per Mail waren mir der Anlass, wieder einmal
in div. Foren zu schauen: Sinnlos, rechthaberisch und zaenkisch, es hat sich nichts zum Besseren gewendet. (Ohne Beitrag fix wieder ausgeloggt)
Also lieber weiter "ohne" - nur auf der eigenen Seite im Web praesent!
Peter's Ohr ist immer noch nicht spuerbar besser, trotz 4-5x Ohrensaeuberung am Tag mit Kamille-Loesung.
Wenn ein wenig Ruhe eingekehrt ist (Das Badezimmer wird neu gemacht) wird ein neuer TA aufgesucht..
Der Hund wird steifer und weniger flott, er hoert wohl schlechter und ist auch deutlich schwerer dirigierbar-
das Alter ist bei Mensch und Tier gleich.
Als "Therapiehund" leistet er dennoch wertvolle Dienste, wenn meine Mutter im Rollstuhl an der Sonne sitzt,
mit ihm spricht und er wohl jedes Wort versteht..
Der Online-Metzger hat wieder ein Paket geschickt, das verfuehrerisch duftete:
Ausgepackt wird- wie immer- auf dem Boden der Waschkueche, damit der Hund teilhaben kann:
Wurst in Glaesern und versiegelt in Folie, manche koennen ausgepackt und im Vorrats-Raeumchen aufgehaengt werden:
"Stracke" und Bratwurst und Pess-Saeckchen.
(Der Hund koennte leicht dran- was er noch nie gemacht hat.. auch dann nicht, wenn er einsam wacht, bis wir von
den Besorgungen zurueck sind)
Interessant ist, dass seine Zaehne noch immer tadellos sind und somit zum noch immer guten Respekt beitragen,
den er aufrecht halten konnte:
Ab und an kommen wir an einem Zaun vorbei, wo ein -inzwischen erwachsener- Shelti-Ruede "Zorro" seinen Wachdienst
schiebt- und eifrig bellt, was er schliesslich auch muss..
Der Peter bleibt stehen, schaut den Zorro an und uns - und ruehrt sich nicht, kein Zeichen von "Dominanz" oder irgendeinem anderen
Verhalten- er steht und grinst.
Der Zorro versucht dann seinen Wachdienstbellen als Spielaufforderung zu "tarnen", indem er sich vorne beugt und hinten stehen bleibt.
(Für Frauchen im Haus hoert es sich an, als ob er ein "Eindringling" verjagt haette)
Hunde sind seltsame Wesen: Kaum aus dem Haus, beginnt irgendwo eine "Nachricht" an einer Hausecke oder Busch,
die umgehend ein Pumpen ausloest und ein Haufen kommt.. (Die Tuete sollte man griffbereit haben)
Im Alter bleibt er dabei nicht stehen, sondern trottet ein wenig im Kreis herum, was ein lustiges Eiersuchen bedeutet.
Im Grossen und Ganzen kommen die Hunde des Dorfes besser miteinander aus, als die menschlichen Bewohner- evtl.
liegt das daran, dass sich Problemfaelle aus dem Weg gehen - sinnlosen Aerger will jeder vermeiden.
Wenn Peter's Alters-Schwerhoerigkeit zunimmt, werde ich ihn wohl anleinen muessen, weil der Aufmerksamkeitsbefehl
nur schlecht durchdringt, dem er -nach wie vor- sofort folgt: Seine Welt ist eher der Boden mit seinen Geruechen,
nicht so sehr der Strassenverkehr!
Rehe und anderes Wild interessieren ihn nur am Rande- ab und an zeigt er wo was steht- das war`s auch schon.
Einen "Killer-Instinkt" habe ich in den ganzen Jahren noch nie feststellen koennen- so manchen Jungvogel, (notgelandet) der
verzweifelt versucht sich zu wehren, schaut er nur sorgevoll an.. Die Amseln fliegen direkt ueber Peters Kopf zum
Wasser um zu baden! (Die wissen wohl, dass keine Katze es wagen wuerde auf das Grundstueck zu kommen)
Der Hund wird immer schrulliger und fordert seine Ration "vom Tisch", wenn ich sie mal weggelassen habe oder fuer ungeeignet ansehe-
er will ganz offenbar selbst entscheiden was fuer ihn gut ist und was nicht !
Gestern wollte er unbedingt Kloesse und Zwiebelsauce haben.
Offenbar haben diese gut geschmeckt und sind wohl auch gut bekommen..
Inzwischen kommt der Hund schon in's Bad und will regelmaessig die Ohren ausgewischt bekommen, weil er gemerkt hat: Das hilft!
Eine kleine Unsitte: Er will wohl die Autos ein wenig aergern- und trottet gerne besonders langsam ueber die Strasse..
Bei uns sind noch immer die Handwerker und das geniest er, indem zig zusaetzliche Streicheleinheiten kommen, obwohl Peter grundsaetzlich immer
irgendwie im Weg steht oder liegt und jeder drueber steigen muss.
(Wie in der Empfangshalle des Autohauses)
Bei uns im Ort sind nun einige alte und sehr alte Hunde unterwegs, die sich ab und an mal begegnen und dabei nie vergessen sich wenigstens
fluechtig- zu begruessen. Wir Menschen koennten davon einiges lernen.
Ueberalterung ist auf dem Land noch immer leichter zu ertragen als in der Stadt- zumal wieder viele Kinder hinzugekommen sind, die sich alle vertragen und
gemeinsam auf dem Bolzplatz spielen- egal welcher Herkunft und Hautfarbe. "Slum" ist hier ein Fremdwort.
So ist das auch im Umgang der Hundehalter und ihrer Tiere untereinander- es geht locker ab, die Hardcore-Spinner sind zum Glueck ganz selten geworden.
Bei uns ist ein Kind ein Kind und ein Hund ein Hund- mehr nicht - beide gehoeren untrennbar zusammen, genau wie das Angeqake auf den Strassen, der Tratsch und das
Ignorieren von Verkehrsregeln und "Vorschriften von oben": So ist das im Dorf, das ist Landleben - ohne die "Oekofreaks" der Stadt.
Zurueck zu dem Plaetzchenwolf: Im Alter gibt's auch mal ein Extra, z.B. eine kl. Dose Wurst - heute Blutwurst aus Thueringen..
(Ich mache nur den Deckel ab, den Rest "erledigt" er so, dass die Dose ausschaut, als waere sie vom Krieg uebrig geblieben: Voller Loecher !)
Seine Zaehne sind noch immer (deswegen?) 1a.
05.10.10: Zwei Stunden strammer Spaziergang ist fuer ihn noch immer kein Problem- ein steiler Hang inzwischen aber schon: Der Bach lockte - und
so trabte er fix mal die Boeschung hinab um sich im Wasser zu suhlen... hoch ging es nur sehr sehr langsam. - Im Februar wird er 13 - das
merkt man nun doch schon. In's Auto springen ist nicht mehr, vorne ja, hinten wird der Hund hochgehoben.
Heute am 10.9. sind wir wieder einmal in der Stadt spazieren gewesen und anschliessend im kleinen versteckten Cafe in der
Limburger Strasse (Hoehe Kirmesplatz) eingekehrt - die selbstgemachten Torten und besonders der Kaffee sind dort erwaehnenswert!
Der Peter liegt also wieder unter dem Tisch "unseres" Stamm-Tisches und futtert sein Plaetzchen, das extra gereicht wird..
Nun ist die Tuer auf und der Haushund kommt in das Cafe getrabt- schnurstracks auf unseren Hund zu:
Kein Ton, kein Mucks, Peter bleibt liegen und schaut interessiert auf, die Hunde schnuffeln kurz- als wenn sich
zwei alte Bekannte besuchen und begruessen.
Nun muss man sagen, dass der andere Hund ebenfalls ein aelterer Ruede war..
Sozialverhalten koennen eher wir Menschen von den Hunden lernen, nicht umgekehrt !
Ein kleines aber feines Cafe', das ich sehr an's Herz legen kann, solltet ihr mal in Weilburg Station machen.
(In Braunfels ist auch eines, mit alten Backofen-Klappen, die in die Giebelwand eingelassen sind - in Weilmuenster das Cafe Moeller)
Der Plaetzchen-Trick:
Die Plaetzchen und etwas Schokolade liegt in 20cm Hoehe offen auf dem Barwagen, er, der Hund, koennte das Zeugs jederzeit
erhaschen und die Packungen aufreissen, den Inhalt verschlingen- was aber fuer einen Schaeferhund ein sehr unwuerdiges Verhalten waere...
So stolzt er nur drumherum, schaut auffaellig unauffaellig zu seinen Lieblingsplaetzchen, den preisguenstigen Doppelkeksen vom Diskounter.
(Die sind frischer als das Markenprodukt und besser gefuellt)
Irgendwann legt er sich vor den Wagen und brummt wie ein Baer- bis endlich sein Plaetzchen zugeteilt wird, was er genuesslich
zelebriert und nie herunterschlingt. ( Man sollte meinen, dass diese "Erzwingung" haeufig waere- nee, weit gefehlt! )
19.9.10:
Zu frueh gejubelt- gestern Abend war er nur mit sanfter Gewalt von der Schokolade wegzuhalten- obwohl sein Stueckchen davon gereicht wurde-
fast waere die ganze Tafel zum Opfer geworden.
Das Ohr wird besser, leider faengt nun das andere an: Er pult sich mit den Krallen der Hinterlaeufe darin herum, was kaum abzugewoehnen ist.
Tagsueber drei Mal auswischen, Abends gibt es starke Heilsalbe hinein- dann ist Ruhe.
Bis zu seinem 10. Lebensjahr hat dieser Hund immer die Begegnung mit seinen Artgenossen bestimmt- heute wehrt er sich nicht mehr- der Koerper
wird steif und unflexibel, haelt aber noch laengere Spaziergaenge gut durch. Die Ohrgeschichte laesst zuweilen schwer hoeren, so dass die akustische Steuerung
eher weniger moeglich ist- wie bei einer alten Lokomotive.. Also gut, dann wird er -wie alle Hunde- innerorts besser angeleint, sicher ist sicher.
Ueberhaupt war gestern sein Glueckstag, weil ich versehentlich die Dose "Mettwurst mit Schnautze" geoeffnet habe, die eigentlich sein Weihnachtsgeschenk
sein sollte- vom Bentheimer Schwein.
Die Ohrentzuendung ist nun beidseitig, weil er sich heimlich immer wieder kratzt- erst markieren und urinieren, dann kratzen..
Zum Glueck laesst er sich den Schmodder auswischen - wenn auch etwas widerspenstig, weil es schmerzt.
Auch wir werden aelter- deshalb ist Peter unser letzter Hund: 13-15 Jahre sind eine lange Zeit.
04.Oktober10:
Ab und zu traeumt der Hund - besonders bei schlechtem Wetter, wenn ausnahmsweise kein Spaziergang gemacht wurde und drueckt seine Wurst
ab.. oder er kann den Haufen nicht mehr halten, bis er die Treppe hinunter bis in den Garten kam..
Dieses Verhalten war beim alten Boomer ebenso zu bemerken- der Hund wird alt!
Die Treppen schafft er nur noch langsam - irgendwann wird er wohl im Keller sein Lager bekommen muessen:
Einen Schaeferhund wuchtet man nicht so gut zwei Treppen hoch!
Heute habe ich den Tipp bekommen, es mal mit Cortisonsalbe zu versuchen- irgendwann muss dieses Ohr mal besser werden.
Den Juckreiz zu beseitigen ist der erste Schritt, weil sich der Hund immer wieder aufkratzt..
15.10.10:
Die Ohren des Koeters sind -ganz langsam und ohne Tierarzt- besser geworden, weil das Kratzen mit anschliessendem Ablecken keinen Spass mehr macht:
Schmeckt nicht !
Ganz lange Gaenge und Springen ist nichts mehr fuer ihn- aber eine bis zwei Stunden haelt er noch gut durch..
Heute habe ich endlich auch mal einen Anpfiff vom Jagdpaechter erhalten!
(Andere Hundehalter haben mir seit Jahren von diesem extrem strengen Mann erzaehlt- bis heute konnte ich nicht glauben, dass
dieser mein recht haeufiger Gespraechspartner des unterwegs so unnahbar sein soll...)
Wie kam das?
Ich war alleine unterwegs, Frauchen war beim Friseur- deshalb kam eine andere "Route" in Betracht, auch aus fotografischen Gruenden:
Den alten Weg in der Senke bei der Quelle vor dem Ort endete - wieder einmal von den Bauern absichtlich "vergessen" und mitbenutzt - endete ploetzlich in
einer Wiese, statt -wie frueher- weiter zu fuehren. Diese habe ich geradewegs durchquert um auf den naechsten Feldweg zu kommen. (Die Wiese war laengst abgemaeht und das Krummet eingefahren).
Da sah der Jagdpaechter, der einen grossen Umweg gefahren ist, um - ueber eine andere Wiese - zu mir zu fahren:
Das muss doch nicht sein, denken sie denn nicht an die kleinen Hasen?!
Was ist wenn der Hund einen faengt?
Waas? Der Peter? Wozu sollte der das machen?
Er fuhr fix weiter, schon um sich die evtl. folgende Diskussion zu sparen und zischte:
Gut, der hoert ja..
(Seltsam, der kennt unseren Hund ganz genau- wieso ein solcher Ausfall sein musste, ist mir bis heute nicht klar)
Nun muss ich sagen, dass dem Peter von jeher Wild ziemlich egal war- heute, wo er nur noch stolpernd holprige Pfade nimmt und selbst
bei glattem Asphalt schlurft- wird er wohl kaum einem winzigen Vieh nach... RENNEN wollen um dieses zu erwischen!
(er ekelt sich vor frischem Blut- das kommt erschwerend hinzu- wo er einen Schluckauf bekommt)
Frueher hat er des Jaegers Drahthaar zurueckgebracht, der ab und an schon mal ausbuechst- ohne zu hoeren- und hat mit diesem Hund
gerne gebalgt.
Irgendwann sehe ich den "Jagdser" wieder mal und frage ihn, was denn die "kleinen Haeschen" machen, ob er die schon abgeballert hat...
Manche Leute glauben wohl, dass sie mit Geld alles kaufen koennen, die ganze Natur und alles was sich darin bewegt!
Diese Dinge sind mir ein weiterer Grund, nach diesem keinen neuen Hund mehr zu nehmen: Mir sind diese Auseinandersetzungen zuviel und laestig.
Inzwischen ist die Zahl der Leute, denen ich Montezumas Rache goenne, sprunghaft angestiegen- alles Grosskopferte!
(Ein altes lat. Sprichwort sagt: Am gerechtesten ist doch das Hirn verteilt, wo jeder denkt am meisten davon zu besitzen...)
22.10.10:
Peter hat starke Schmerzen im rechten Handgelenk- kann aber den grossen Spaziergang machen, ohne sich irgendwie zu melden..
Vermutlich ist das Gelenk mal angestossen worden und bereitet sporadisch Schmerzen, evtl. wird der Schmerz in Ruhestellung/Aufstehen
eingeklemmt? Immerhin kann ich ein paarmal am Tag mit Franzbranntwein einreiben, das laesst er sich gefallen.
27.10.
Peter hoert zeitweilig schwer, besonders wenn er ein ganzes Stueck hinter uns her trottet- heute hat er den Kopf auf den Feldweg gesenkt und ist stur
abgebogen, ohne nach links oder rechts zu sehen- sein Fell war aufgestellt, was er im Zusammenhang im einer Faehrte oder Zusammentreffen mit Wild noch nie getan hat.
(Dachs, Fuchs, Reh, Hirsch, Hase oder Wiesel, aber auch Wildschweine interessieren ihn nicht. Somit koennte es sich um eine Wolfsfaehrte gehandelt haben...)
Zum ersten Mal musste ich den Koeter einfangen und anleinen, ein unfassbarer Vorgang, wenn man mit Schaeferhunden zu tun hat!
1. Nov.:
Nach einem Tag an der Leine hat er sich wieder beruhigt und eines besseren besonnen- er schaut nach, ob wir den Weg links oder rechts gehen und
kommt nach..
7. Nov.
Seine Tagesformen schwanken sehr- vor zwei Tagen wollte er nicht spazieren gehen- was sehr ungewoehnlich ist. Die Treppe laufen war
nur mit "Schiebung" moeglich, einen Tag spaeter war die grosse Runde wieder drin..
Die Ohren werden nach wie vor jeden Tag 4 x ausgeputzt - was nicht viel nuetzt, weil er sich mit den Hinterpfoten darin kratzt, was die Ohrmuschel immer wieder
entzuenden laesst und schnell in den Gehoergang uebergeht..
Beim heutigen Gang, wo er schon wieder prima dabei war, trafen wir den Jaeger- ja, den mit den "Haeschen"- heute war er wieder ganz normal...
(Peter war abgelegt und blieb dort liegen, auch wenn der Reifen des Jeeps nah an ihm war- wie sich das fuer einen Schaeferhund gehoert.)
10.11.:
Gesundheitlich auf und ab- die Ohren besser, mal schlechter- es sind nun Tagesformen, mit denen er es zu tun hat..
Heute war er recht gut drauf.
Div. kleine "Sonderzuteilungen", wie frische Schlachte-Wurst oder Luftgetrocknetes runden seinen Tag ab- inzwischen bevorzugt er
Katzenfutter, getrocknet und mit Fisch..
Die Zeit mit dem Peter, unserem Schaeferhund, geht langsam zuende, er wird alt und wird vermutlich nicht mehr so lange bei uns sein. Seine "Mission" war die eines "Therapiehundes", der vielen
Kindern, die wir unterwegs trafen, die Furcht vor dem "boesen Wolf" genommen hat durch seine unglaubliche Geduld und Selbstsicherheit. Fernab der "Erziehung" von Hundefluesterern, die
diese Hunderasse gerne "scharf" macht, zieht dieser Koeter noch immer einsam seine Bahn, fast immer mit lose umgehaengter Leine, die er (selbst) wie einen Schlips traegt..
Heute hoert er schwer, deshalb muss er in der Stadt angeleint laufen- der Strassenverkehr ist unbarmherzig und drastisch ruecksichtsloser geworden, selbst gegen Kinder und alte Leute - als wuerden
seelenlose Roboter fahren und keine Menschen hinter dem Lenkrad sitzen. Die 13 Jahre mit diesem Hund werden uns ewig in Erinnerung bleiben, deshalb wird
diese "Stelle" nicht mehr besetzt werden. Die Lehre aus der Hundehaltung ist, dass man Zuhause oder in der Region sehr viel besser und angenehmer lebt, als in ferne Laender zu verreisen- es ist alles eine Frage
der inneren Einstellung - nebenbei hat auch die Umwelt etwas davon, wenn weniger gefahren und geflogen wird - Urlaub zuhause ist "in".
Alles hat seine Zeit, die Jugend, die Zeit mit den Kindern, die Zeit mit dem Hund- bald wird die Zeit wieder uns alleine sein;
Das einzig bestaendige im Leben ist die Veraenderung - in den ewigen Jagdgruenden sehen wir uns ja wieder zum gemeinsamen Mond-Anheulen, so lange
wir wollen - den "Himmel" lasse ich gerne den Leuten ohne Hund !
Bis dahin haben wir mit einem Tier Wange an Wange gelebt, das einem Wolf nicht nur verflixt aehnlich sieht, sondern sich auch sehr souveraen bewegt,
das ein ausgepraegtes Gerechtigkeitsempfinden hat und ein unerschuetterliches Grundvertrauen, selbst in Krisen, die es immer mal gibt.
Wer mal einen Deutschen Schaeferhund hatte, oder das Glueck, mit einem solchen zusammenleben zu duerfen, will bestimmt keinen anderen Hund mehr- da bin ich mir sicher.
Selbst als wackeliger Greis ist dieser Hund noch imposant !
Sein "Gnadenbrot" ist ihm sicher- mitsamt den ihm zustehenden -ausgedehnten Spaziergaengen, die halt ein wenig langsamer ablaufen als frueher..
Auf dem Grundstueck kann er zudem genug laufen, das hat auch nicht jeder Hund zur Verfuegung.
Lustiges am Rande: Als die Tochter mit einem Polizisten nach Hause kam, hat Peter spontan Aggression gezeigt, was er sonst noch nie gemacht hatte.. ;)
So ein Webauftritt soll Spass machen, muss positiv sein, wie eine seltene Blume am Wegrand! (Deshalb schmuecke ich alles aus)
19.12.:
Der Schnee faellt und faellt - kurz vor Weihnachten ist alles richtig dick zugeschneit und taucht den Taunus in
ein feines Weiss. Der Hund fuehlt sich wohl, laeuft gut und hat Spass.
Hole ich eine Dose Sauerlaender aus dem Keller, trabt er hinter mir her- und fordert sein Recht- zu recht.
25.12.10:
Sein Stueck Braten hat er gefressen, den Kloss, die Sauce und auch das Buttergemuese gefuttert, der grosse Spaziergang im weissen Weihnachtsambiente ist getan, des Jaegers Hund wurde begruesst, zuhause zwei Plaetzchen
genascht- und nun schnarcht er - der Peter - zufrieden...
11.1.11
Das neue Jahr ist da und schon kommt eine Meldung mit Bildern, die mich glatt an Peter denken laesst:
Ist unser Koeter ausgebuechst? Nein, es muss wohl ein echter
Wolf
gewesen sein...
So langsam aber sicher wird der Hund klapprig, will bei Regen nicht mehr raus, frisst lieber Mint-Taefelchen, Katzenfutter mit Fisch- als Fleisch und Knochen !
Jaeger und Gemeindepersonal scheinen immer noch gut aufzupassen, wer welchen Hund frei im Gelaende laufen laesst- gut, dass unser Hund ein
sehr hohes Gehorsam hat, das gleich zu Anfangs gruendlichst eingeuebt worden war- fernab von Hundevereinen mit ihren Fluesterern.. ;)
In der jetzigen Regenzeit, wo es stundenlang in Bindfaeden regnet, liegt er lieber irgendwo im Zimmer herum- bevorzugt da, wo man ueber ihn steigen muss -
und laeuft im Traum. (Schoen warm, ab und zu mal was futtern und trinken..)
Typisch Peter: In seinem Schaelchen habe ich ein Grillsteak mit viel Bratsaft eingelegt und dieses draussen hingestellt, damit nicht
wieder die ganze Kueche voller Fett trieft.. - was macht der Koeter? Er laesst es liegen, geht nicht dran und frisst es erst Stunden spaeter,
wenn er Appetit darauf hat!
Wenn er keinen Hunger hat, frisst er nichts- und dann auch nur soviel, wie er gerade mag, nicht mehr..
14.2.11:
Die konsequente Erziehung zahlt sich heute aus, wo der Hund schlecht hoert - und trotzdem noch lenkbar bleibt:
Er reagiert nicht nur auf Handzeichen, sondern liest meine Gesten aus um zu verstehen was gemeint ist.
Gestern hat er im Schlaf geheult- wieder mal wie ein Wolf- so echt, dass es richtig schauert..
gaaaannnz langgezogen und in hohem Ton, durchdringend!
Das Eingangstor zum Grundstueck kam weg, das fast zeitgleich mit der hohen Hecke den Geist aufgab- nun kommt der Peter aus der
Kellertuer direkt bis an die Treppe und zum Postkasten, Auge in Auge mit den Leuten, die anliefern..
Am liebsten hat er alles im Blick, vor eben dieser Tuer liegend!
(Es sind zwar noch ein paar Meter bis zum Buergersteig, dennoch scheint das einigen Leuten irgendwie nicht ganz
geheuer zu sein, dass dieser -doch recht beeindruckende- Hund jederzeit und ungehindert mal eben nachschauen kann, wer
stoert ;) - gegenueber, auf der anderen Strassenseite ist eine Insel mit Baum, den er dankbar annahm, um zu markieren)
Heute habe ich mit ihm geschimpft und gedeutet, dass er nicht alleine dort hin gehen soll- sein Blick sprach ganz
eindeutig und klar: "hab dich nicht so, es kam kein Auto, so habe nur mal eben markiert!"
Heute sind die Autofahrer- und besonders -Innen besonders eilig und fahren absolut jeden Meter, - deshalb ist selbst in unserem
Kaff ein Betrieb, wie auf dem Flughafen- und fast ebenso laut, wenn die Leutchen mit ihren martialischen Schwimmpanzern vorbei donnern..
Ab und an schleift er mal ein Bein nach- wie ein alter Mensch, schmiert auf der gekachelten Treppe ab- und grunzt
anschliessend boese, wenn er gegen den Wand brummt oder auf dem Bauch landet.
Inzwischen nehmen wir die Calcium und Magnesium-Pillen gemeinsam ein!
Ab und an kommen im Dorf neue Welpen dazu, die er ganz persoenlich begruesst und gelegentlich auch ein wenig "anlernt" -
beim ersten Kontakt wollen sich die Kleinen am liebsten hinter den Beinen des Halters verstecken - wenn das alte Monster
angetrabt kommt: Peter ist aber immer sehr vorsichtig und richtig freundlich zu den Welpen. Auf diese Weise entstehen neue Sozialkontakte,
die fuer neue Hunde aeusserst wichtig sind- stressfreie Kontakte. Waehrend dieses Kontaktierens rede ich mit dem/der HalterIn, so dass die Tiere
spueren: Kein Feind! Dabei kann immer wieder beobachtet werden, dass Frauen zu Hundevereinen tendieren, Maenner eher Alleinerzieher sind, Frauen
den Hund als Sportgeraet ansehen, Maenner als Wachschutz fuer Haus oder Wohnung - manche davon auch in speziellen Hundevereinen.
Heute am 18.2. kam er bellend in's Wohnzimmer- und verlangte lautstark- sein Plaetzchen, was ich wohl vergessen hatte... Der Ton ist recht lautstark und nicht
zu ueberhoeren..
Diese Blog-Seite soll mir spaeter einmal eine frisch bleibende Erinnerung sein, wenn der Hund mal nicht mehr ist -
und wir dann bestimmt nicht mehr zu den Hundehaltern zaehlen werden, weil diese Klientel nicht immer gut angesehen,
sondern sich zuweilen recht ruecksichtslos benimmt, was Hinterlassenschaften anbelangt, ueber die wir uns ebenso aergern,
wie Leute ohne Hunde! So mancher schraege Zeitgenosse schleicht bei annaehernd vollkommener Dunkelheit -kurz vor Mitternacht-
durch das Dorf und fuehrt das Zamperl aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Leute merken, dass ein Haufen verloren wurde..
Deshalb sind Morgens immer ganze Sammlungen an Stellen, wo die Passanten auf dem Weg zum Broetchenholen sind.
Inzwischen gehen einige Leute zwei- oder dreimal am Tag mit dem Hund raus in's Gelaende oder auf die Strasse, damit
das eigene Grundstueck verschont bleibt. Andere fahren mit dem Wagen ein paar Meter weiter bis in's Feld- ebenfalls mehrmals am Tag.
Peters Ohren muessen noch immer zweimal am Tag mit Feuchttuechern ausgewischt werden, dann ist etwas Ruhe.
26.2.
Peter hat einen "Altar" bekommen- unsere Plaetzchen-Ecke ist umgezogen und befindet sich etwas unterhalb seiner Nase im "Teezimmer" -
was er sehr praktisch findet - er besucht diese Stelle mehrfach taeglich. (Alles ist eingepackt, er kann die Sachen nur anschauen)
Sein Appetit ist beachtlich, er ruesselt gerne die Reste meiner Hausmanns-Kocherei auf; Auch "scharfe Sachen"- da kent er nix.
Das neue Tuerchen ist fertig- das unser Grundstueck von dem Aufgang zur Strasse trennt: Die Hecke ist unter der Schneelast
zusammengebrochen und so stand das alte Zaunfeld mit Tuere -schon morsch- alleine da. Dieses neue Tuerchen ist
ohne Griff und ohne Schloss, es haelt nur mit einem Fuesschen, das der Hund ganz leicht aufstossen koennte- aber das weiss ja keiner...
auch der Postbote nicht.. es dient nur noch der optischen Abgrenzung und hat dafuer ein echtes Schaeferhunde-Schild.
Gestern sprachen wir mit einem alten Paar, eine Strasse von unser entfernt, wo der Hund die Situation nutzte um durch die etwas aufstehende
Haustuer eine Visite zu machen: Es drang Gelaechter von drinnen zu uns- der Koeter wanderte ruhig von Raum zu Raum um mal hier mal da zu
schnueffeln und .. "guten Tag" zu sagen.
(Ab und an nimmt er sich diese Freiheiten raus- und stoesst dabei immer auf Sympathie- auch diese Leute hatten irgendwann mal einen Schaeferhund,
wie sich spaeter herausstellte..)
Wir treffen in letzter Zeit immer mehr Leute mit Hund, wo Hundevereine nicht so richtig oder nicht wirklich dauerhaft
geholfen haben, den Vierbeiner in den Griff zu bekommen- bis auf eine Ausnahme in der direkten Nachbarschaft.
13.3.2011:
Meine Mutter war ein halbes Jahr Pflegefall, die letzten Monate schwerst pflegebeduerftig und an`s Bett gefesselt.
Der Hund besuchte sie jeden Tag oder wenn die Tuer offen war- Anstand haben Hunde, das muss man sagen - mehr als die meisten Verwandten und
engste Angehoerige !
Das Fruehjahr naht, die ueblichen kleinen Katastrophen in der Welt sind diesmal sehr sehr heftig (Japan), die ganze arabische Welt wackelt,
ganze Staaten sind eigentlich laengst pleite- aber es geht immer weiter, getreu dem italienischen ars vivendi:
Die Rosen werden geschnitten, Mauern ausgebessert, hier und dort ein wenig Farbe- was will man tun, der Lauf der Dinge geht weiter.
Wie lange der Peter die "grosse Runde" noch schaffen wird, wird die Zeit zeigen- mit dem Auto nehmen wir ihn nicht mehr mit aus Angst,
dass er irgendwo unterwegs nicht mehr weiter kann..
so ein Schaeferhund ist nicht gerade leicht zu tragen!
Im Keller habe ich vorsorglich einen dicken Teppich und Futternaepfe postiert, damit er sich beizeiten mit dem Gedanken anfreunden kann,
nicht mehr die 2 Treppen bis zu unserer Wohnung gehen zu muessen- die ihm heute schon schwer fallen..
Sein Wachdienst laeuft aber noch immer beeindruckend ab- die Zaehne sind noch sehr gut, die garantiert auch zum Einsatz kommen, wenn sich
jemand zu weit vor wagt:
Wenn die Kellertuer offen ist, liegt er -diesmal ohne ein schuetzendes Tuerchen- auf dem Weg und wacht - die neue Freiheit und den neuen guten
Blick auf die Strasse geniesend..
Dabei liegt er ruhig da, grollt tief (Bellen hat er nicht noetig) und so kommt freiwillig niemand naeher.
Sein wolfsaehnliches Heulen geht durch mark und fuenfzig Pfennig, wenn wir alleine einkaufen fahren und er im Keller Wachdienst schiebt-
kein Einladungssignal an Einbrecher.
Eine neue Epoche beginnt- mit viel Arbeit, dem Ausraeumen der alten Wohnung und der anschliessenden Restauration der Raeume, die bei alten
Leuten gerne heruntergekommen sind, weil nie etwas neu gemacht werden durfte.
Sicher ist, dass der Hund dabei ist.. in der ersten November-Woche sind wir endlich fertig geworden.. und haben dabei preislich eine "C-Klasse" verbraten.
18.3.
Wir haben im Dorf viele Hunde - alleine in unserer kurzen Strasse sind 5 - zuweilen drei weiter zu Besuch. Fakt ist, dass nur die direkte soziale
Kommunikation friedliche Kontakte packen kann, dass nur ausdauerndes persoenliches Bemuehen und Beharrlichkeit gute Eriehungsresultate bringt und Hundevereine eher Spielerei oder
hobbyistischer Zeitvertreib fuer die Halter sind, die regelmaessig in konkreten Situationen versagen: Dieses verflixte "Erziehen" mit "Leckerlis" duerfte einer der Hauptgruende fuer
verwoehnte Zamperl und Zicken sein.
Wie auch immer- wir ziehen ruhig mit dem Peter die taegliche Bahn der grossen Runde (4,5km) unangeleint und trotzdem sicher und respektiert, auch wenn der Kontakt
mehr ueber visuelle Befehle geht: Die Hundeohren sind nicht mehr ok, gut, dass von Welpenbeinen an visuelle und akustische Befehle gekoppelt - und vor allen Dingen konsequent durchgesetzt wurden !
Manche Zeitgenossen gehen nach wie vor bevorzugt im Dunkeln- am naechsten Tag sieht man dann die Tretminen, die sie hinterliessen-
zur Erbauung der Gemeinde, die dann ueber die Buergermeisterei -wieder einmal- eine Veroeffentlichung mit Strafandrohung startet:
Wie ueblich (total ungerecht, verdammte Akademiker-Tricks) kolletiv gehalten.
Eine Bauluecke an der Hauptstrasse wird gerne als Hundeklo benuetzt- der Besitzer dieser Wiese reagierte mit "Anti-Hund"-Spritzmittel, was aber ausser einer kahlen Stelle, wo nun nichts mehr waechst,
keine Wirkung zeigte- nun ganz neu: Er kehrte die Haufen auf den Buergersteig, wo nun eine ganze Sammlung liegt...
Ob das im Sinne der Gemeinde ist?
Ein Zaun wuerde nicht die Welt kosten...
Wer will schon gerne auf der Lauer liegen um die Taeter bei frischer Tat zu ertappen um dann, wie heute ueblich- eine freche Lippe mit wuesten Beschimpfungen bis zur Gewaltandrohung zu ernten, wenn
ein Wort das andere gibt?
Die Problematik ist wie im Strassenverkehr: Die Kinder sollen sicher sein, dabei parken ihre eigenen Muetter gegen die Fahrtrichtung auf dem Buergersteig,
fahren viel zu schnell und wirklich jeden Meter im Ort und das auch noch unangeleint.. kicken die Kippe auf die Strasse!
Heute wird fix das Kind oder der Hund von der Strasse gezerrt, wenn ein Auto angeheizt kommt- die Driver denken nicht um Traum daran, das Tempo zu drosseln!
Eine Mutter stellte ich am Bahnhof zur Rede, warum sie mich mit dem Hund in konkrete Bedraengnis gebracht hat, weil eine Leitplanke das Ausweichen verhinderte:
"Ich habe keine Zeit, ich habe die Kartoffeln auf dem Herd und muss die Kinder abholen!" - Grossraumlimousine, Hausschlappen, Eile... fast alle Muetter rasen so zum Bahnhof oder zur Bushaltestelle,
die mitten im Dorf liegt!
Den Kindern fehlt der gemeinsame Marsch (ca 1km mit Buergersteig oder den kleinen Waldweg hoch zum Dorf) um sich abzureagieren, etwas "runter zu kommen",
Luft zu schoepfen und sich dabei zu unterhalten, soziale Kontakte zu halten..
Fehlende Vorbildfunktionen und mangelnde Kontrollen machen letztlich das "Gesetz der Strasse", bei der selbst Streifenwagen vorbei fahren, ohne Fehlverhalten nachzugehen,
was sie nur noch bei konkreten Auftraegen tun.
Frueher sagten alte Leute den Kindern was sie falsch machen, heute lassen sich die Kids das nicht mehr gefallen, sie duerfen alles tun was sie moechten,
unterstuetzt von ihren Eltern - irgendwie eine Parallele zur Hundeerziehung? Das Leben wird sie haerter lehren, als das die Eltern oder Grosseltern oder Nachbarn machen wuerden..
Ich bin kein Fachmann und weiss nur, dass sich vieles geaendert hat: Viele alte Zoepfe gehoeren ganz sicher abgeschnitten, aber nicht, um bei einem Kahlkoepfigen wieder angeklebt zu werden,
weil das Piercing und die Ohrringe so "besser kommen..", die Wahrzeichen der neuen Spiesser.
Die Zeiten aendern sich und wir uns mit ihnen- die alten Lateiner hatten da wohl recht, das einzig Bestaendige ist der Wandel oder die Veraenderung - Banker und Zocker verfressen die Spargroschen der Menschen, die dafuer hart gearbeitet hatten, Politiker helfen denen noch dabei !
18.-20.3.
Peter heult noch immer bei jeder Gelegenheit und laeuft unruhig hin und her- seit Omas Todesstunde. (dieses Geheule ist total neu)
Tagelang dieses Geheule ist schon schlimm, wie in einem Gehege fuer heimatlose Woelfe.. die armen Nachbarn! Die Tonlage veraendert sich, wie bei
einem Zwiegespraech - allemal interessant, zumal er das die ganzen Jahre zuvor praktisch nie gemacht hat !
Durch ausgedehntere Spaziergaenge versuchen wir ein wenig abzulenken- dieses Fruehjahr ist recht kuehl, ideal fuer den Koeter.
Die Story vom Eisbaeren Knut zeigt eindrucksvoll, wie sehr Tiere leiden, wenn die Bezugsperson weg ist.. obwohl meiner Mutter diese Person nicht war,
ist trotzdem die totale Trauer angesagt.
In den ewigen Jagdgruenden werden wir bestimmt keine Priester, Seifenheinis, Knisterminister und andere Bullshits finden- ein guter Trost !
Das Alter ist immer so eine Sache fuer sich- heute ist er einen Abhang hinab geeiert und in den Bach gefegt- um dort so zu tun, als
waere das aus voller Absicht geschehen! Diesen Hang kam er nicht mehr hoch und musste von oben gelotst werden um einen flacheren Aufgang
zu finden. (Was waere geschehen, wenn er dabei in die Lahn abgeschmiert waere und nicht in diesen flachen Weinbach?!)
Der Altersstarrsinn laesst ihn alles rundherum vergessen und einfach weitertraben- bis zu hundert Meter vor uns her- das geht natuerlich nicht,
wenn Fussgaenger, Hunde oder Fahrzeuge kommen- somit werde ich den Koeter wohl anleinen muessen..
In letzter Zeit sieht man viele neue und immer komfortablere Schiessbuden allerorten, wo zur Daemmerungszeit die Tierschuetzer Platz nehmen um die "armen Haeschen" zu bewundern... (Mit der Flinte im Anschlag)
Stolze Leute in gruenen Roecken, heute waren zwei ( ZU FUSS !)dabei mit Schaeferhund, was sehr verwunderlich war- weil dieser frei (quer ueber die Felder)
lief, die Personen bahnten sich ebenso frei ihre Wege- andere Spaziergaenger bevormundend, wie zu der "guten alten" Zeit.
Diese Edlen fahren fuer gewoehnlich jeden Meter mit dem Auto..
28.3.:
Ohne Pflegefall beginnen wir wieder mit den Ausfluegen- bei dem auch Peter dabei sein darf- der allerdings danach sehr sehr muede
in sein Bettchen faellt. Die Schnuffelerlebnisse sind doch -nach so langer Zeit- in Braunfels mit seinen vielen Hunden enorm gewesen!
Ein altes klappriges Schaeferhundeweibchen hatte es ihm wohl angetan, die beiden verstanden sich auf Anhieb.. trotz ihrer "kanadischen Wurzeln",
wie der Besitzer sagte: Die Tochter hat mir den Hund auf`s Auge gedrueckt..
Gut, ins Auto muss der Peter nun gehoben werden- was nicht gerade leicht ist- raus geht`s dann wie von alleine.
Das Alter fordert doch seinen Tribut, auch bei Hunden!
April:
Der Jagdpaechter spielt wieder narrisch und will jeden Hundehalter anzeigen, der sein Pamperl laufen laesst, sogar wenn es auf dem Feldweg oder Wiese ist- fernab vom Wald.
Er heizt -unangeschnallt- mit seinem Gelaendewagen querbeet um die Leute "zu stellen" und zu belehren. (Das darf er eigentlich nicht, weil ein Jagdpaechter mit dem Spaziergaenger gleichberechtigt ist-
der Jagdaufseher steht darueber, noch davor ist der Foerster.
Ich habe unseren Hund deshalb an der Flexileine haengen- 1. ist der Peter schon alt und so rennt er nicht mehr, 2. geht man jedem sinnlosen Zirkus aus dem Weg.
Nachforschen, inwieweit ich rechtlich dem Schiess-stand-Treiben Einhalt gebieten kann, bleibt mir unbelassen..
Der Jagdpaechter droht nun schon reihum allen Hundebesitzern mit Anzeige, wenn sie ihren Hund von der Leine lassen- vermutlich sagt niemand etwas gegen diesen Hobbyisten,
weil die Gesetze so verworren und unklar sind und .. er als "Schirmherr" den Vereinen Gelder stiftet! (Kranke Zustaende wie in Italien)
Ich bin gespannt, was die Revierfoersterei auf meine Mail antwortet:
Darf der Jagdpaechter die Anleinpflicht auch auf Feldwegen einfordern und mit Anzeige drohen, wo von 5000 Euro die Rede ist?
(Auch wenn die Hunde auf dem Weg bleiben)
Darf ein Jagdpaechter Passanten mit Hund "stellen",
dabei selbst querfeldein ueber Wiesen fahren?
Wie hoch darf der Besatz an Hochsitzen sein, die z.T. geschlossen
(mit Dach und Seitenwaenden) sind, gibt es hierfuer Bauvorschriften?
Mir scheint, dass hier ein privates Hobby ausufert:
Der Fahrzeugverkehr auf Wald und Feldwegen durch die Jaeger ist beachtlich.
Nach der bald 14taegige Heulerei des Hundes um meine Mutter - hat er nicht wieder geheult, ist und isst wie immer !
Die Jagdpaechter werden feudal in Gesetzen und Anordnung (Gummiparagraphen) bedient, so dass zwar Landesrecht (Forst) keine Anleinpflicht (Hessen) kennt,
aber ein Passus zu gesonderten Gemeindevorschriften besteht, wo genau das Gegenteil drin steht.. Naja, es lohnt bei dem alten Peter nicht mehr,
gegen solchen Unfug anzugehen - die Flexileine haelt ihn auf seine alten klapprigen Tage bei mir.
Beziehung und Geld regieren noch immer die Welt- was sonst?
Heute am 20.4.11 trafen wir eine Gruppe Kinder am Wald, die gerade gefruehstueckt haben - und noch eine laengere Wander-Tour
vor sich hatten - wieder einmal konnte die latente Angst vor "dem boesen Wolf" ein stueckweit genommen werden, wie unser
Ableger davon (noch immer sehr deutlich) abstammt: In stoischer Ruhe stand der Peter da, wie festgenagelt und lies die Kinder gewaehren,
die einen solchen Hund wohl noch nicht aus allernaechster Naehe betrachten konnten.
Die verstaendliche Vorsicht der vier Erzieher verfolg schnell, weil unser Hund dahingehend erzogen worden ist- eben so ganz anders,
als in den Hundevereinen und nochmal anders als auf dem Schaeferhundeplatz..
Die Antwort der Forstverwaltung ist da! Sachlich und freundlich!
"In Hessen besteht keine generelle Anleinpflicht".
Aber: Die Gemeindesatzungen koennen davon abweichen- dh. bei uns ist es so, dass der Jagdpaechter alle Rechte hat, dh. in der Schonzeit muss immer
angeleint werden, auch ausserhalb geschlossener Bebauung, die immer gilt- und zusaetzlich findet man noch einen Gummiparagraphen,
der von Naturschutzgebieten spricht, wo ebenfalls angeleint werden muss.
Der Widerspruch, dass wir im NaturParkTaunus wohnen, dh. alles ein Naturschutzpark ist, nimmt jede Freiheit, ohne genuegend Auslaufflaechen im Rahmen des
Tierschutzes bereit zu stellen..
Hornberg und sein Schiessen laesst gruessen, wie zu Kaiser's Zeiten, aus denen nicht nur die unfreundlichen amtlichen Formulierungen, sondern auch noch viele
Gesetze stammen..
Genug von diesem Thema!
Peter kann nun nicht mehr im Auto mitfahren, weil der Einstieg zu beschwerlich ist und bei sommerlicher Hitze ueberhaupt nicht mehr
zugemutet werden kann. Richtige Spaziergaenge -in der ueblichen Laenge schafft er nicht mehr, ab und an kommt -unkontrolliert- ein Haufen.
Die Mitnahme ist also aus vielen Gruenden vorbei.
(24.4.2011)
Ich hoffe immer noch auf eine -zumindest zeitweise- Besserung..
Die noch nicht abgearbeiteten Touren-Ideen werden wohl ohne Hund stattfinden muessen: Mit dem Besuch im Radiomuseum Linsengericht
haette er sowieso nicht viel anfangen koennen ;) Dieses Event ist sehr anzuraten, weil eine liebevolle und kompetente Fuehrung inklusive ist !
25.4. Ostermontag- heute hat er die grosse Runde wieder geschafft- wenn auch in der doppelten Zeit !
26.4.
Ein wenig rappelt er sich wieder auf- die uebliche Runde scheint langsam, aber moeglich.
(Irgendwas ist von meinen Mails an die Forstbehoerden durchgesickert- der Jagdpaechter hat sich so seltsam fix und grusslos in's Gebuesch verdrueckt..)
29.4.
..mit Ach und Krach die grosse Runde geschafft- der Hund schnaufte wie eine Lokomotive.
3/4.Mai-
Jeden zweiten Tag schafft er seine grosse Runde- wenn auch langsam.. er wird immer klappriger, pfiept schon vor der Treppe! Nun habe ich im
Keller dicke Teppiche liegen und seine Futter und Wasser - Napf - Galerie aufgebaut, damit alles bequem erreichbar ist.
10.5.
Gerade mal jeden 2. Tag ist unsere Runde moeglich- dh. jeden 2. Tag wird ausgeruht..
Heute am 16.5. haben wir den Jaeger auf freiem Feld getroffen- wo er diesmal sehr sehr vorsicht angefahren kam und hielt- so konnte ich meine
Bemerkung locker anbringen: Wenn ein Jaeger einen Fussgaenger "stellt" und "belehrt", ist das Noetigung, ein "Straftatbestand"- waehrend der Hundehalter, der seinen Hund
nicht angeleint fuehrt, nur eine "Ordnungswidrigkeit" begehen wuerde. (Peter war selbstverstaendlich angeleint) Bitte schnallen sie sich an- so mein Abschiedsgruss, -
der Jaeger war wieder unterwegs, ohne den Gurt anzulegen...
gut, besonders gejuckt wird es ihn nicht haben- mich hat es erleichert! (Da meinen so ein paar Typen doch tatsaechlich, dass sie mit ihrem persoenlichen Hobby wichtiger sind als der Rest der Menschheit..)
18.5.
Jeder Ruhetag (ohne Spaziergang) ist ihm angenehm- das ist neu.. nun gut, er hat ja das ganze Grundstueck zur Verfuegung, wo meistens
der Platz neben dem Grill sein Favorit ist. Von dort sieht man alles ein- die Terrassen, den Weg und den Garten.
22.5. Ein stickiger Tag- der Hund ist "weich im Heckbereich"- dh. nicht mehr sonderlich belastbar. Trotzdem hat er -ganz langsam- die grosse Runde
geschafft.
24.5.
Wer sich einen Hund anschaffen moechte, sollte daran denken, dass dieser im Welpenalter "nicht ganz dicht" ist- und einigen Dreck macht- schlimmer
wird es im Alter, wo er den Haufen nicht mehr halten kann, bzw. es geht schon los, wenn er es merkt.. so flitzt der Hund die Treppe runter und
hinterlaesst auf jeder 2. Stufe ein Stueckchen -mehr oder weniger klebrigen und stinkigen- Haufen !
Das geht auch des Nachts so..
Der Peter ist nun im Greisenalter und so geht's langsam aber stetig bergab, immer traeger und unsicherer auf den Beinen.
Laut schmatzend macht er sich ueber die Essensreste des Mittagstisches her- wie immer..
28.5.
Der Hund macht noch immer -wenn auch langsam- die grosse Runde, wackelig, aber wacker.
Zuhause gibts dann ein feines Sandgebaeck mit ordentlich Schokolade mit Kokos drauf- genau das, was Hunde nicht fressen "sollen" - egal,
er ist alt genug - es bekommt und schmeckt ihm ausgezeichnet!
Er fusselt und stinkt wie die Woelfe im Weilburger Tierpark - schlimm.
Gestern Abend gab es Sauerlaender Bockwurst- der Peter kommt ruhig angetrabt und bleibt vor dem Couchtisch stehen und wartet bis er an der Reihe ist..
Das Rudel bedeutet IMMER Gerechtigkeit und teilen, die Grundlage fuer jedes Vertrauen, das kann ich nicht oft genug wiederholen !
Die Volksverdummung gegen uns Hundehalter, dass Hundekot die Wiesen und das Viehfutter kontaminieren und so zu Fehlgeburten bei Kuehen fuehren, kann ich relativieren- weil jetzt endlich bekannt wird,
dass nicht nur Wildtiere -wie Fuchs und andere Jaeger- Kot verlieren, sondern die Hofhunde beim Bauern die Nachgeburt der Kaelber fressen und anderes rohes Fleisch,
sie also evtl. sogar die Hauptinfektionsquelle des Nespora sind !
31.5.
Heute sind wir drei in den Regen gekommen und der Hund an seine Grenzen, eher noch darueber hinaus- er fauchte wie eine alte Dampflok..
(Er muß sogar bergab gezogen werden, sonst bleiben wir stehen)
Nass bis auf die Haut, war erst einmal allgemeines Abtrocknen angesagt- mit anschliessendem heissem Tee.
Morgen wird es fuer ihn einen Ruhetag geben muessen!
Im Juni:
" Ehec " ist im Land, die Diskussionen und Schuldzuweisungen auch- nun wurde dieser Erreger im Darm von Wiederkaeuern gefunden, als natuerlicher Bestandteil-
dh. Ziegen, Schafe und Kuehe haben das Zeug und scheiden es auch aus.. nicht die Hunde, die abgekochtes Futter bekommen..
Im Bodenseeraum ist eine neue Mueckenart aus Asien eingeschleppt worden,die sich rasend ausbreitet- und Krankheiten bringt..
Evtl. hilft die "Burka" mit engmaschigem Gesichts-Gitter und Gummihandschuhe ? ;)
Der Peter begruesst den Bautrupp, der sich im Haus zu schaffen macht- kurz mit der Schnautze die Hosen "abstempeln" und gut iss- er wankt weiter zu seinem Schlafplatz..
waehrend dem einen oder anderen die Nackenhaare stehen- wer rechnet schon mit einer solch' unheimlichen und sehr leisen Begegnung?
(Die kann auch so sein, dass der Hund -ohne zuvor einen Ton von sich zu geben- oben auf der Treppe auftaucht oder hinter jemandem steht, so dass
er wie ein Bremsklotz wirkt..)
Zu dem Thema "Hundeverordnungen" habe ich in den Weilburger Nachrichten div. Kommentare gesetzt, die mir noetig schienen, auch wenn mir vollkommen klar ist,
hier dem besagten Ochsen in's Horn gepetzt zu haben: Man darf nicht mehr alles widerspruchslos hinnehmen, sonst sind wir "Buerger" bald ganz entrechtet und bevormundet.
*** Diese Blog-Seite ueber meine / unsere ganz persoenlichen Erfahrungen mit und um die Hundehaltung im privaten Haushalt bleibt so lange im Web, wie der Hund
unter uns weilt, dann sollen sich andere Leute mit den Unwegsamkeiten herumschlagen- wir werden hundefrei werden, weil alles seine Zeit hat und abgeschlossen werden sollte oder darf! ***
Der Hund entwickelt immer neue Schrulligkeiten- z.B. das "Ballett", das er macht, wenn Morgens die Blase drueckt- das Getrappel auf den Holzdielen und
das durchdringende Wuff, wenn's denn wieder nach innen gehen soll. (Haustuere ist zu)
Heute am Pfingstsonntag trafen wir wieder einmal auf den Jagdpaechter, der mit seinem Gelaendewagen auch umgehend anhielt und fragte:
"Warum haben sie mich denn so schlimm angemacht, sie sind doch sonst nicht so!"
Ich bin auch nicht immer so drauf- wenn man mich aergert beisse ich zuweilen-
"Ich habe es nicht boes gemeint" So der Jaeger- meine Antwort: Dann heul' doch !
Die Wogen sind wohl nun geglaettet und alles ist beim Alten- ein laengeres, freundliches Gespraech ueber Wildschweine und Kitze folgte- wie immer.
Die beiden Hinterlaeufe verhaken sich inzwischen ab und an- der Hund torkelt mehr, als dass er laeuft.
Schnuffeln geht noch - andere Hunde angehen, wenn er sie nicht mag (selten) geht seltsamerweise auch noch !
Bei seinem alten Rauf-Kumpel, dem Hund des Jaegers (ausgerechnet) geht immer alles friedlich ab- bis auf den Umstand, dass ihn sein Hund boese
anknurrt, wenn er weggezerrt wird!
17.6.:
Gelegentlich trifft man alte Bekannte bei den Weiden, die so einiges ueber den TA (Tierarzt) erzaehlen und ihre Erfahrungen mit den Pferden und Ziegen-
es ist wohl nicht alles Gold was glaenzt und .. Tiere koennen sehr teuer werden, wenn es um die Gesundheit geht.
Man hoert von Abdeckerei und sonderbaren Gepflogenheiten - nicht nur bei der Jagd, sondern im Miteinander Bauern/Gemeinde/TA/Metzgereien, der ganzen Land-Palette um die Tierhaltung, die Subventionen bekommt - nur dafuer, dass der Acker bewirtschaftet wird (340 Euro pro Hektar und Jahr) - bis zu ganzen Solarfeldern auf den Scheunen - gratis.
So relativieren sich meine Erfahrungen mit den Jaegern auf ein kleines und ertraegliches Teil- dennoch gilt fuer meine Frau und fuer mich:
Genug, Schluss mit der Tierhaltung, es reicht.
Gestern Abend hat der Peter quer durch den Wohnungsflur eine satte Spur Duennpfiff bis ins Schlafzimmer gelegt- lecker !
9.7.2011
Seine Gesundheit ist stabiler geworden, aber das Durchhaltevermoegen bei Waerme ist einfach nicht mehr vorhanden.. deshalb gehen wir nur noch jeden 2. Tag mit ihm- dafuer aber die grosse Runde, ganz langsam.
Unsere neuen Spaziergaenge der Wanderplarkplaetze waeren zu lang fuer ihn. Somit schiebt Peter im Keller Wache, was er immer noch gut macht: Leute erschrecken geht mit diesem -noch immer sehr guten- Gebiss tadellos..
Die heftigen Baumassnahmen im Haus waren dem Hund Grund genug, um VOR dem Hundetuerchen zu liegen - mit freiem Blick zu den Passanten und.. Postboten.
Die Leute sind verfixt ruhig vorbei geschlichen- ganz sacht, nur keine "schlafenden Hunde wecken" !
Ausgenutzt hat der Peter die Situation jedoch nie.
Man liest einiges ueber Kampfhunde und Leute, die diese Bezeichnung wohl aus "Gender"-Gruenden abzulehnen versuchen- ob um den hohen Steuerveranlagungen zu entgehen oder aus irgendwelchen halbblinden Gruenden, ist mir nicht klar geworden.
Fakt ist, dass die Mehrfachhaltung von Hunden -ganz allgemein- nicht unproblematisch ist, weil sich eine Rudelbildung zeigt. Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist es besser gewesen, solchen Leuten aus dem Weg zu gehen. Wenn's nach mir ginge, wuerde so mancher Hundeplatz geschlossen und die Zweithundesteuer verzehnfacht.
Die neuesten Forderungen der Macher sind Richtung "Hundefuehrerschein", was eines Teils sinnvoll, andererseits kaum zu bewerkstelligen ist, weil die HalterInnen und ZuechterInnen das Problem sind!
Nun haben wir schon wieder August und die Ohrenprobleme sind noch immer da- mal weniger, mal mehr.
Die halbe-Schmerztablette-Therapie war allemal besser als der TA, wo sich der Hund nach gut einer halben Stunde geduldig die Ohren mit dem Feuchttuch auswischen laesst.
Wer weiss genau- hinterher gibt es eine Belohnung: Am besten ein Stueck Hartwurst, damit er richtig feste kauen muss, das loest den Druck im Ohr..
Dieses Urvertrauen, das von Anfang an aufgebaut worden war, ist auch in Krankheit und Alter unerschuetterlich!
Selbstverstaendlich ist sein Grab schon vorbestellt- und wunderschoen gelegen, so dass der Gang ueber die Regenbogenbruecke nicht schwer faellt.
Bis jetzt ist er noch so gut drauf, dass eine halbe Pfanne Bratkartoffeln (viel zu viel gemacht) von ihm gepackt werden- auch wenn danach ein langer langer Schlaf mit richtig dicker Kugel angesagt ist..
Ein Segment Handkaes lehnt er nicht ab- na, denn guten Appetit.
Die grosse Runde schafft er -wenn auch nicht jeden Tag- selbst im August noch, auf den Wandertouren muessen wir aber auf ihn verzichten, das waere denn doch zu viel. An diesen Tagen schiebt er im Keller Wache. (Gut versorgt, mit Zugang im Haus)
Notfalls koennte der Hund locker an die zum trocknen aufgehaengten Wuerste- und an div. Packungen Hundeleckerli, was er noch nie ausgenutzt hat..
12.August- der Hund lief ohne Murren die lange Runde und futterte hinterher 200gr Scheibenrotwurst (Haltbarkeitsgrenze) und lag danach vor der Kellertuer, von der man ungehindert zur Strasse kann- und beobachtete den Verkehr. Zufrieden und still.
Tags zuvor hatte er seinen "Ruhetag"- durchschlafen..
So ein Vieh ist immer dabei- ob beim Rasenmaehen, beim Bohnenernten, Streichen oder Putzen..
Heute habe ich die letzte Hinterlassenschaft von Spike entfernt, einen alten Ball, welcher dem Hund unserer Tochter gehoerte. Der Spike weilt schon lange nicht mehr unter uns: Das waren Zeiten, als unser und dieser Rottweilermix wie die Verrueckten um das Waldbeet herum rasten - und richtige Rillen formten,- wie auf einer Crossbahn!
19.August
Ab und an schmiert er auf der gekachelten Treppe ab- zuerst bleibt der Vortrieb aus, dann sitzt der Bauch auf, sogleich geht's bergab- wo er wendet und irgendwie an jeder Mauer anschlaegt..
ouuuuhhh!
Ein leichtes Humpeln, das mit Franzbrandwein eingerieben wird, dann geht's wieder.
Na bitte- nach zwei Tagen der Ruhe geht's wieder- noch fix eine Portion frische gruene Schnippelbohnen mit Bauchspeck und der Hund ist wieder der Alte..
Vor der Tuer habe ich Platten entfernt und frisches Gras eingesaeht- es gibt wohl keine Absperrung, die der Hund nicht ignorieren wuerde- rumms- und durch!
(Um die Graevenecker Kirmes regenet es sowieso immer- egal was vorhergesagt ist)
Heute am 3. September habe ich den 4. Tag die Behandlung seiner Ohrenschmerzen mit "Schwedenkraeutern" gemacht, (nach meinem Selbstversuch!) die in Alkohol angesetzt und auf ein Feuchttuch getraeufelt- immerhin so halfen, dass er wieder lacht.
10.9. Die Ohrentzuendung - und vor allem das Alter - machen doch immer wieder zu schaffen, besonders wenn es heiss ist, dann ist ein Ruhetag angesagt..
Er versieht seinen Wachdienst aber noch immer gewissenhaft - mit seinem guten Gebiss und guten Augen kommt das immer gut !
Ala wir von einer Wanderung zurueck kamen, hat er furchtbar dramatisch ganz schnell mit den Zaehnen geklappert, wie ein Schwan..
Sonderbar so ein Hund!
Nach div. Gaben wie etwas Wurst, ein paar Plaetzchen ging es ihm wieder besser- bei dieser Gelegenheit: Er liebt gut gewuerzte Speisen - egal was es ist, Hauptsache selbst gekocht! (Seine Zaehne sind noch immer gut)
15.9.
Als "Babysitter" macht sich der alte Hund noch prima- jeder Welpe im Ort hat Kontakt mit dem vergleichsweise riesigen Koeter..
Zuhause gibt's als Belohnung die gerechte Teilhabe an jeder Beute- wie zu Anfang der Hundeerziehung- "Leckerlis" gibts unterwegs KEINE. (Das waere auch nicht noetig, der Peter folgt sowieso.)
Die neuen Welpen sind immer ganz aus dem Haeuschen, wenn sie unseren "Plaetzchenwolf" sehen- schon von weitem geht das Gefipse los..
November 2011:
Unser alter Knochen laeuft noch immer - wenn auch langsamer, sogar eine grosse Runde ueber 5-6 Kilometer.
An manchen Tagen kommt er die Treppe nicht mehr hinauf und muss geschoben werden - im Keller zu bleiben ist fuer ihn nur haltbar, wenn wir nicht da sind, weil er sich nur mitten unter uns wohl fuehlt.
Weinbrandpralinen!
Der Hund hat sie sofort entdeckt und auf seinem Recht bestanden, davon seinen Teil zu erhalten.. (Selbstredend)
Auch im November ist die grosse Runde drin, wenn auch langsamer als frueher- eine Menge anderer Hunde scheint ganz offenbar darauf zu "bestehen", dem Peter "guten Tag" sagen zu wollen - alles ganz friedlich. Sollte mal ein Klaeffer dabei sein, hoert das unser Hund sowieso nicht mehr- er steht dann ganz ruhig grinsend mit der Breitseite da - ohne jede Reaktion, ohne wedeln oder so.
Irgendwann werde ich wohl die Bratenstuecke nicht mehr nach dem Knochenanteil aussuchen - wo der Hund drauf wartet...
Heute: Kesselgoulasch mit richtig grossen Fleischstuecken- selbstverstaendlich auch fuer den Hund- der anerkennend zwinkert und sich freut !
(je schaerfer um so lieber - ideal nach der grossen Spazier-Runde)
1. Advent- es geht ihm recht gut, nach dem Fruehstuecksei und dem gut belegten hausmacher Wurstebrot eineinhalb Stunden Spaziergang- das reicht, um bis zum Nachmittag feste durchzuschlafen. Jeden Morgen und jeden Abend werden die Ohren mit einem Feuchttuch ausgewischt.
Eine Weinbrand-Praline vor dem zu Bett gehen und die Welt ist in Ordnung!
Die Zeit mit den Foren im Web geht definitiv zu Ende, die Ueberarbeitung der Homepage ist geschafft, nun werden nur noch wenige Aktualisierungen stattfinden - noch mehr Zeit fuer andere Dinge und.. den Hund, Haus und Garten bleiben.
Harter Einschnitt!
Heute, am 4. Dez. wiederholte sich- diesmal plakativ- das Urinieren mitten in's Wohnzimmer ! (Landhausdielen saugen den Geruch auf und fangen an zu faulen..)
(Obwohl er die ganze Zeit zuvor mit mir im Keller war, wo die Tuer offenstand und er leicht jederzeit nach draussen konnte..)
Entweder der Hund wird senil (wo auch keine Bestrafung helfen wird) oder er macht es absichtlich - wie auch immer, nun hockt er dauerhaft im beheizten Keller, die Treppe zu den oberen Etagen ist nun durch ein Gatter versperrt.
Im Keller ist viel Platz und Ruhe- Futter steht auch mehr als genug zur staendigen Verfuegung..
Der grosse Vorteil ist, dass er nun nicht mehr die Treppe runterfallen kann.
Heute am 8.Dez. ist er am Ende des Spaziergangs hinten umgekippt, konnte aber nach einer Weile wieder aufstehen und gehen.
Die Sperre vor der Treppe im Keller ist fertig- wie fuer ein Kind, das nicht runterfallen soll- diesmal aber um nicht "hochzufallen".
Die Leckereien habe ich etwas mehr gegeben, damit er sich nicht so sehr ausgegrenzt oder herabgesetzt fuehlt.
10.12.
Er laesst inzwischen schon beim rausgehen laufen, wenn sich mal ein Besucher dorthin verirrt- sehr oft.
(Trotz haeufiger kleiner Gaenge nach draussen auf die Strasse, wo vom Keller nur ein kurzer Weg ist und trotz 1,5 Std Spaziergang liegen die Haufen hinterher auf seiner Decke im Keller)
Der Apppetit ist noch gut, den Ohren scheint es etwas besser zu gehen, weil sein Schlafplatz nicht mehr ganz so warm ist, wie oben in der Wohnung.
Wer weiss, wie lange das noch so gehen wird- hier unten hat er es gut, bei den Vorraeten, wo er wie Zerberus wacht..
15.12.
Der Zerberus wird alt und verliert immer oefter nicht nur seinen Haufen, sondern auch Urin,- gut, dass er nun im Keller wohnt und somit alles leicht weggewischt werden kann. Inzwischen beginnt eine Pflege, wie bei einem alten Menschen.
Gut, wenn's denn so sein soll- hier hat er sein Gnadenbrot.
Seine grosse Runde hat er dennoch geschafft- egal wie, schief wie ein altes Segelschiff, aber mit Grinsem im Gesicht.
Sein Leckerli (Stueckchen Kuchen oder Plaetzchen) bekommt er trotzdem - selbstredend von der Wurst- auch im Keller!
Mit Freude hat er registriert, dass ich eine grosse Tuete Hundefutter gekauft habe
Die Woche vor Weihnachten:
Zig mal am Tag wird er raus gelassen um sein kleines Geschaeft zu machen- wenn ich nicht aufpasse, flitzt er fix zur naechsten Strasseninsel- ein ganzes Stueck die Strasse abwaerts.. sonderbar, dann geht es auf einmal!
Unterwegs treffen wir ab und an ein paar Leute, die selbst einen Schaeferhund hatten und immer feuchte Augen bekommen, wenn sie den Peter streicheln- der immer schon von weitem pfiepst- die Augen und die Nase gehen noch, auch wenn die Ohren nichts mehr an "Info" zu liefern scheinen. Offenbar gehts dem Hund noch so gut, dass er wenig Schmerzen hat und die grosse Runde noch immer packt..
Heute am 24.12. hat er eine kl. Dose gute Leberwurst verzehrt und seinen Spaziergang gut gemacht. Ein paar Tretminen in den Keller gelegt.. Am Weihnachtsfeiertag kam der 4 Stunden-Film "der mit dem Wolf tanzt"- mit beeindruckenden Aufnahmen, die mich sehr an unseren alten Hund im Keller erinnerten, mit dem ein doch erstaunlich festes Band besteht. Die Zustimmung oder ein "ja" drueckt der Hund durch ein beidseitiges kurzes Zusammenpetzen beider Augen aus- immer. So hat er sich auch ueber die zwei grossen Fleischknochen gefreut..
Interessant ist, dass seine Akzeptanz unterwegs auf der grossen Runde sehr hoch ist- egal ob bei Spaziergaengern, Jaegern oder anderen Hunden - alte Bekannte begruesst er immer.
28.12.: Die Enkel sind erstmalig aufgetaucht und zwar alle drei auf einmal- fuer den Hund war das kein Thema, vollkommen problemlos, als waeren die Kinder immer im Haus gewesen und nicht vollkommen fremd.
Blut ist dicker als Wasser, - vermutlich riecht er die Verwandtschaft.
Versoehnlich stimmte ihn das Goulasch, das es an diesem Tag gab..
Die Hundehaftpflicht habe ich heute gekuendigt- der Hund reisst niemanden mehr vom Pferd..
Der Geruch des Tieres wird immer intensiver, das werden wohl die Vorboten sein.
Sylvester hat irre viel Knallerei gebracht- so viel, dass man vor Rauchschwaden die Fontaenen nicht mehr gesehen hat. Lauter und hoeher und viel mehr - war die Devise. Den Koeter hat das nicht gestoert, weil er sowieso nichts mehr hoert.
Zur Ablenkung gibt es ab und an mal wieder eine kleine Dose Wurst, die er- wie immer- mit dem Inhalt annimmt. Ich brauche nur den Deckel abzuziehen, den Rest besorgt er ganz alleine: Die Dose ist rundrum mit Loechern versehen, als haette sie den Koreakrieg ueberstanden..
(er will das so)
Gestern wollte er wieder mal einen Hofhund hinter seinem Zaun verbellen und ist dabei auf den Hintern geplumpst- standfest ist er nun wirklich nicht mehr.
Leider bekommt man keinen ungeloeschten Kalk, so wird Peters Bestattung im Garten wohl nichts werden, schliesslich will ich den folgenden Generationen, die das Grundstueck uebernehmen, keine giftige Altlast hinterlassen..
7.1.
Der Hund hoert zwar nichts mehr, folgt aber noch gut, wenn ich mit Handzeichen arbeite- das duale Training in seiner Ausbildung zahlt sich aus !
Gestern im Feld "trafen" wir Zorro, den Border, der frei lief- und wohl aus "schlechtem Gewissen", weil er den Peter boese anbellte beim Bewachen seines Zaunes- rund um das ganze Feld flitzte, um nicht direkt an unserem Hund vorbei gehen zu muessen..
Gestern weigerte sich ein Amerikan Bulldog weiterzugehen,- zuerst musste unser Hund begruesst werden.
Oje, der Regentag war aber nicht so gut fuer die alten Knochen- deshalb muss mal wieder ein Ruhetag eingestreut werden, den ich regelmaessig mit kleinen Leckereien schoen faerbe: Ein paar Kotelett-Knochen, etwas gute hausmacher Wurst- ein Plaetzchen etc. der Hund kann's vertragen, im Alter hat er ziemlich abgenommen, obwohl er jede Menge futtert !
14.1.2011:
Der Hund wird immer klappriger und hat Muehe aufzustehen, manchmal muss er geschoben werden.. am Morgen nach der Tablette schaut es nicht besser aus, das Aufstehen schein Schmerzen zu bereiten.
Am 15. schon die 2. Tabletten-Haelfte und einen ganz ganz kurzen Spaziergang- mehr war nicht drin. Der Jaeger hielt an und fragte uns -mitten im Wald- wo denn unser Hund ist.. nach einem laengeren und einfuehlsamen Gespraech ging es weiter.
17.1.2011 - vor drei Tagen sind wir noch die grosse Runde um die Kompostanlage gelaufen (4,5km) - vorgestern nur noch ein paar hundert Meter, gestern und heute ging nichts - mehr, der Hund kippt hinten und vorne weg und muss wieder aufgerichtet , die Auffahrt zum Keller hochgeschoben werden. So gehen wir alleine und werden von einigen Leuten, die unterwegs getroffen werden, gefragt: "Wo ist denn euer Hund?" Alles hat seine Zeit. Unser Sohn hat heute wohl laenger von Peter Abschied genommen - keinem faellt das leicht. Und trotzdem: Es nuetzt niemand etwas, wenn nach und nach jeder verrueckt spielt und einen auf wilde Trauer macht- alles hat seine Zeit, jeder muss irgendwann gehen- eine Ueberraschung ist diese Erkenntnis nicht. So muss ich stark sein und bleiben, den Tierarzt anrufen und den langjaehrigen Gefaehrten einschlaefern lassen um ihm so ein elendiges Dahinsiechen unter Schmerzen zu ersparen! (Bei uns Menschen geht das leicer nicht, wir muessen bis zum bitteren Ende aushalten)
Heute habe ich vom Einkauf seine Lieblingswurst mitgebracht und hinterher noch einen Doppelkeks und seine schwarze Herrenschokolade - immer nur 1-2 Stueckchen, das macht einem grossen Hund nichts. (Die liebt er ganz besonders)
Solange wie es geht, halten wir durch, wenn er ueberhaupt nicht mehr kann, helfe ich ihm ueber die Regenbogenbruecke !
Die Sperre zur Treppe konnte heute getrost entfernt werden- bis dahin kommt er sowieso nicht mehr.
Mindestens 4,5 Km a mindestens 350 Tage x 14 Lebensjahre sind ueber 22.000 Kilometer
, die wir zusammen gelaufen sind... (ohne die laengeren Touren, die recht zahlreich waren)
18.1.
Die Schmerztablette (je eine halbe) hat sich bewaehrt- heute Morgen ist der Hund wieder alleine aufgestanden und das hat er alle 3 Stunden gemacht, um draussen Urin abzusetzen.
Einen Versuch hat er gemacht, - die Treppe zur Wohnung war aber denn doch zu viel fuer ihn. Die Ohren laesst er sich nach wie vor reinigen.
Vermutlich ein letztes Aufbaeumen - die Behandlung werde ich fortsetzen, um ihm ein wuerdiges Leben zu ermoeglichen - er scheint sich -im Moment- nicht unwohl zu fuehlen.
21.1.
So la la- die Vorderpfote vertreten, das Ohr tut wieder mal weh, dafuer gab es Huehnchen.
22.1.
Meine Schmerztabletten-Therapie hat angeschlagen! Der Hund konnte endlich wieder eine kleinere Runde drehen: Ca. 1,5km durch den Ort hat er grinsend zurueckgelegt. Regen hin Regen her- Hauptsache endlich wieder mal raus..
Langsam und torkelnd, wie ein Mensch nach laengerer Bettlaegrigkeit.
Heute am 25.1. hat er Morgens eine halbe Tablette bekommen und konnte Nachmittags -sehr langsam und wackelig- die GROSSE RUNDE drehen !
Nun liegt er schlapp aber froh auf seiner Decker im Keller, eine Schale "sauer Brueh" neben sich, die Knochen vom Fleisch gibt's spaeter..
27.1.
Alles gut verdaut und schlapp liegt er den ganzen Tag herum- alle ca 3 Std. mit einem kleinen Gang nach draussen, wo ich ihn oft schieben muss..
(Besser als nichts)
1.2.2012:
Frueh um Fuenf schon ein Hunde-Meeting auf der Strasse- die beiden wilden freundlichen Nachbarshunde und Peter- der Tag ist gerettet fuer unseren alten Knochen, der heute- wie gestern- wieder seine kleine Runde drehen wird.. Mittags schwächelte er sehr und konnte hinten nur noch verkruemmt stehen, wie auf der DSH-Homepage die Hunde- nach einer ganzen Schmerztablette ging es wieder bergauf. An einen Spaziergang war leider nicht zu denken.
Heute am Donnerstag den 2.2. kam eine Mail von einem Leser dieser Seite, der mir Waffenoel anbot, das man wohl frueher schon gegen Ohrenentzuendungen eingesetzt hat- danke fuer den Tipp, den ich weiter verfolgen werde! (Wozu treffen wir den Jaeger staendig irgendwo unterwegs?) Die Loesung war viel schneller da, als gedacht: Der nette Mail-Versender war der Nachbar, direkt ueber den Zaun - irgendwie habe ich den Absender-Namen in der Signatur verpeilt.. So konnte gleich heute die 1. Behandlung damit starten, weil das Oel schlichterdings herueber gereicht wurde! (Heute ohne Spaziergang- starker eisiger Wind mit -10 Grad, nix gut fuer wehe Ohren!)
Der Freitag brachte wohl eine kleine Linderung der Schmerzen- ein einfacher Spaziergang war immerhin drin.
5.1.
Das Waffenoel scheint ein wenig zu helfen - die Krankheit ist schon zu lange akut um Spontanheilungen zu schaffen. Ich bin gespannt, wie sich die Sache weiter entwickelt.
Wir schreiben nun schon den 15.1. und noch immer haelt die Schmerzbefreiung an- um so besser, weil auf die Schmerztablette verzichtet werden kann ! Jeden Tag einen kleinen Spaziergang schafft er - wobei sich die Hinterbeine gerne mal "verhaken". Heute gab es Chili con Carne- das mag er besonders gern..
Sein Hals wird -mangels Training- immer duenner, wo frueher die Leine kaum gepasst hatte, rutscht sie heute fast schon durch.
Der Hund fehlt mir in der Wohnung, die zwei steilen Treppen will ich ihm aber nicht mehr zumuten- zu gross ist die Gefahr des Absturzes..
Seinen Geburtstag am 14.2. haben wir irgendwie verbummelt- Hauptsache es gab was Gutes und das ist immer der Fall. Vom Mittagessen und Plaetzchen- einmal am Tag, das muss ganz einfach sein.
16.1. Die Runde des "neuen Wegs" hat er gepackt, das sind gute 2,5 Km -immerhin, es gab wieder viel zu schnuffeln und zu markieren !
Heute am 20. hat er beim "Begiessen" seiner Strasseninsel einen Mini-Terrier mit Maentelchen das Gruseln gelehrt, dafuer reicht das Anschnuffeln bereits vollkommen aus. Das arme Ding quiekte wie ein Hamster! Das hat ihn so aufgerappelt, dass heute eine groessere Runde geschafft wurde.. Dieses sonderbare Waffenoel habe ich beim Apotheker nachbestellt!

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