plaetzchenwolf - Kurzwanderungen VI

Kurzwanderungen VI



Rund um Lahr im Westerwald.

(Gegangen am 2.9.2020, 2,5 Std. ohne Pause, also 11km)

Wir kommen über den Merenberger Kreisel die L3278 entlang,
parken links an der Wiese beim Kerkerbachweg, also OBERHALB des Sportplatzes auf der gleichen Staßenseite.
Nun geht es den Kerkerbachweg entlang bis zur Abzweigung Pilzberg,
unterhalb dieses Waldhügels geht es in den Wald, dort an der nächsten Wegkreuzung im Wald rechts ab.
Immer auf diesem Weg bleiben geradewegs bis zur Schlagmühle.
Dort über die K449 im Tal auf der anderen Seite aufwärts den Radweg nach Hintermeiligen.
Den letzten Feldweg vor der L3278 parallel aufwärts durch Wiesen und Felder,
über diese Landstraße hinweg, aufwärts durch das Honigwäldchen.
(so kann man sich den Ort sparen- man hätte freilich auch geradeaus zur Kirche und dort rechts gehen können)
Die Gemarkungswege in der Landstraßen-Nähe nehmen
(als aufpassen und rechter Hand gehen, die Straße bleibt unsichtbar und weiter rechts)
und dann kommt man am Friedhof von Lahr heraus.
Von hier ist es nur noch eine halbe Stunde bis zum Auto
(durch den Ort- ein Cafe ist hier übrigens auch)

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(Nach der Schlagmühle)

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Der Klappladen und Balkon an der Scheune waren nur aufgemalt!
Sehr schön gemacht!



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Was gibt es hier zu sehen?

Immer wieder werden "Hackerangriffe" in Server gemeldet, mal ist es jener der Uni in Gießen, dann in den der Stadt Frankfurt, dann in Krankenhäusern etc.

Wie kommt das?
Durch veralterte Virensoftware oder fehlende "Firewall"?
Das wird kaum der Grund gewesen sein, als vielmehr die Tatsache, daß viel zu viele Leute in diesen Systemen unterwegs sind und wenn dort ein einziger Kandidat -auch unwissentlich- eine Schadsoftware hochgeladen hat, dann ist es passiert. Das kann durch einen mitgebrachten Stick passiert sein oder durch in der Arbeitszeit geöffnete schräge Seite im Internet. Ganz geschwind ist der Schaden fast irreparabel, denn bis das in der Zentrale gemerkt worden ist, hat der Server bereits alles redundant gesichert - mitsamt dem Virus.
Was nicht erkannt wird, geht durch.
Wie schnell ist eine Software "zerschossen" durch falsche Bedienung oder Ignoranz und da sind noch vielen alten Softwarelösungen, die noch (fast) aus den Anfängen der Computerei stammen, die irgendwie auf die neuen Betriebssysteme umgestrickt worden sind..
Ich schätze, daß die wenigsten Ausfälle durch Sabotage oder Cyberkriminelle passieren, sondern vielmehr durch Schlamperei oder Unwissenheit.

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*** Eine der vielen Sonderthemen Kartuschen, die nichts mit dem eigentlichen Seitenthema zu tun haben müssen.. Lektuere ..einfach zur Untermalung der Rezept-Seiten gedacht !





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Der neue Hund im Haus: "Harry".

Diese Kartusche beginne ich in der weisen Voraussicht, daß eine angekündigte Hunderettung für 2 Monate - unserer Jungen, die im Erdgeschoß wohnen, evtl. bis zum bitteren Hunde-Ende gehen wird..
(Sein Frauchen ist im Krankenhaus wegen zweier künstlicher Hüftgelenke)
der kleinere Mischlingshund soll 2 Jahr jung sein. Man wird sehen, was daraus wird.
Nach Weihnachten 2019 soll der Hund von Hamburg nach Hessen eingeschleppt werden..
Die beiden im Erdgeschoß sind beide voll berufstätig - also bleibt der Hund an uns hängen - wie ihr Hund zuvor, die Malou - jenes Schäferhund-Husky-Weibchen, das nun nicht mehr ist.
Bei uns haben es die Hunde gut, weil wir jeden Tag lange Touren spazieren gehen..
Ich richte Harry schon mal diese Ecke ein..



Das arme Tier weiß leider nichts, gar nichts und noch weniger davon.
Bei uns lernt er andere Hunde kennen, muß hören und darf im Autochen mitfahren, was in einem Smart-Kofferraum viel Spaß macht: Die totale Rundumsicht, Frischluft direkt am Seitenfenster.

Nun ist es raus: Der Hund bleibt bei uns im Haus, sein altes Frauchen schafft das nicht mehr. Nun ja, hier geht es ihm sicher gut bis zum seeligen Ende.
Ein kleiner Feigling ist er, der Harry, kein Wunder bei seinen schlanken 12 kg Körpergewicht. Nur bei Dackeln ist er mutig. Sein Schwänzchen ist wohl eine Fehlzüchtung, denn es steht immer oben, was bei richtigen Hunden "Dominanz" bedeutet - nicht gut, wenn man so ein Happen ist.
Aber er ist sehr freundlich und meistens auch artig.
Bei uns geht er jeden Tag kilometerweit Gassi, was sehr gut für einen typischen Terrierabkömling ist, ein Bewegungshund. Von der Leine lassen geht nicht, denn er hat einen ausgeprägten Jagdtrieb.

Ein paar Wochen später ist der Harry noch immer nicht gewillt zu hören und benimmt sich an der Leine wie eine Zwergziege; schreckhaft, ängstlich und leckt sich über die Schnautze, wenn er hören muß. (Ein Zeichen von Ärgernis, er WILL NICHT HÖREN, von sich aus grundsätzlich nicht. Ein total anderes Ding als ein Schäferhund, der mir doch schon sehr fehlt) Ansonsten bellt er alles und jeden an, selbst im Haus, meldet aber perfekt - im Garten eine Nervensäge, weil er wirklich dauernd bellt..

Die Muskulatur hat schon gut zugelegt, die Krallen abgenommen, das machen die flotten Spazierrunden - nach ein paar Wochen hört der Köter wenigstens auf ein paar Kommandos, die im Falle eines Falles sein Leben schützen: Steh!



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Die erste größere Tour mit Harry war von KBM in Weilburg über die Frankfurter Straße zum Windhof, dort rechts zur alten Sporthalle, die feinen Wanderwege nach bis zum Sportplatz, von dort an der Gagernschule rechts gerade aus vorbei. Bei der nächsten Abzweigung nach rechts, dann den geteerten Fahrweg links hinab ins Tal bei Ahausen. Den Leinpfad Richtung Weilburg (li) gehen bis zum Schiffstunnel. Dort rechts über die Oberlahnbrücke (neue Brücke) und nach links bis zur Post, den Oderbacherweg entlang und über den Dienstbachsteg. Dort rechts die Hainallee entlang bis hinter den Schiffstunnel, (andere Seite des Tunnels) dort ein wenig den Leinpfad bis linker Hand der 1. Durchgang unter der Eisenbahn kommt. Gegenüber der Weilstraße geht es den Erbstollen aufwärts bis ins Kubacher Gewerbegebiet zurück zum Ausgangspunkt. Ca 9 km oder 2 und 3/4 Std. Gehzeit ohne Pausen, ruhig gegangen.

Nun geht der Köter jeden Spaziergang mit - heute, am 3.4.2020 sogar streckenweise ohne Leine! (Das wird noch geübt werden müssen, am besten da, wo kein Gegenwind ist und er die Befehle hören kann. Einen solchen jagdlichen Hund kann man nur dort ohne Leine führen, wo weit und breit kein Wild und kein Mensch und kein Hund etc. zu sehen ist)

Harry ist schon deutlich kräftiger und ruhiger geworden, das machen auch die Zuwendungen, die hausgekocht sind- in vorsichtigen Mengen und nur soviel, wie an Training war. Wie gesagt, wir sind nur die "Notstempler" oder "Hundesitter", denn der Hund ist den Jungen und die sind tagsüber beide arbeiten.

April: Der Versuch den Hund frei im Feld laufen zu lassen ist fehlgeschlagen: Er regiert nur wenn er will- dreht sich demonstrativ herum und schnuffelt hier und da, geht noch etwas weiter und wenn unsere Kehlen heiser werden, kommt er zurück, wenn es ihm danach ist.. So geht das nicht. Also nur noch angeleint. Das ist kein Hund, sondern eine störrische Zwergziege ! Das nervige Anbellen von allem und jedem Ding, Mensch und Tier, ankommende Autos .. ist nur sehr sehr schwer abzugewöhnen - nur wenn ich den Hausschuh nach dem Köter werfe. Die Beete mußten mit "Harry-Schutz" (Draht) versehen werden, sämtliche Zaunlücken beseitigt..

Den Hund kann man eigentlich nur in der Hundebox transportieren, denn er will immer auf die Vordersitze springen. (Die dann entsprechend aussehen)

Das Vieh stammt aus Griechenland - aha. Dieses Ding hätte ich kalt lächelnd zum Tierheim gebracht, ohne Gewissensbisse. (Wer mich kennt, glaubt nicht, daß mich das kalt lassen würde) Es ist nicht unser Hund, sondern gehört unseren Nachfolgern im Haus.

***

Nun höre ich, daß der Harry im Alter von einem Jahr als gefangener Straßenhund aus der Tötungsstation gerettet worden war - kein Wunder, daß er so seltsam ist: Im Urlaub, auf dem Campingplatz war ein Carport mit Gittern und Tor, wo Mülltonnen untergebracht sind - der Hund hatte panische Angst vor diesem Verschlag und nahm Reißaus.. also bleibt er in Gnaden hier im Haus ! (Einmal wurde er im Schlafzimmer versehentlich getreten und da hat er mit heftigem Zähnefletschen geantwortet - wer weiß was der ehem. Straßenhund alles erlebt hat.. und das ausgerechnet im 1. Lebensjahr, das bekanntlich prägend ist.) Ansonsten fügt er sich immer besser ein - aber ein richtiger Hund wird das nie.








*** Nachgetragen ***

Man hört so viel vom "Nettozahler", der sich über die hohen Abgaben ärgert.
Forscht man nach, wird die Sache schon deutlicher: Man möchte sich bei der Besserverdienerschicht von den Soziallasten befreien, was durch raffinierte Steueranwälte z.T. sogar gelingt.

Es wird abgesetzt und abgeschrieben, zuweilen durch Kleinfirmengründungen, die nur für diese Zweck gut sind- so kann die Ehefrau einen Dienstwagen absetzen, das Büro, die Heizung, den Strom und mit ein wenig Geschick sogar die Putzfrau oder Haushälterin für das Gebäude, dessen Abtrag und Sanierung auch über die Steuer auf zig Jahre gemindert werden kann. Geschäftsessen, Flugreisen und wer weiß was sonst noch alles die eigentlich zu zahlende Steuerlast aus dem Firmengewinn oder Privateinkünften abgezogen werden darf. Ganz legal. Deshalb fahren immer dickere Geschäftswagen und deren Zweitwagen herum, die längst als Straßenkreuzer bezeichnet werden dürfen.

Der wahre Nettozahler jedoch, das ist der Ruheständler und der Kleinverdiener oder "Geringverdiener", die Menschen in den von der Steuer freigestellten Grenzen. Diese müssen letztlich alles für Wohnung und Leben ausgeben, können kaum einen Groschen zurück legen..

Diese letzte Gruppe zahlt einen dramatisch prozentual größeren Anteil an den Soziallasten, als die Besserverdiener und Unternehmer.

Das wollte ich an dieser Stelle einmal gesagt haben und:
Wenn ein Handwerker gebraucht wird, zahlt der kleine Mann eben mit seinem Netto das Brutto des Handwerkers PLUS die volle MWSt, ohne etwas davon zurück holen zu können..





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"Uboot-Kartusche"

"Harry" hieß eigentlich anders, er wurde von seinem Frauchen geschwind umbenannt und "erzogen" in diese Richtung, die eben Frauen liegt und nicht Männern.

Statt "Achtung - Sitz" oder "Platz" etc. wie beim Deutschen Schäferhund hört sich das gestenreiche Geschnatter etwa so an, wenn der Hund etwas machen soll:

"Ei Harrylein, wo ist denn das süße Hundchen? Komm doch mal zu Frauchen, das wäre ja wunderbar, Harrylein kommst du?"
Das Vieh kommt und es geht weiter:
Setz dich doch einmal hin, das wäre suuuupeeeeer !
Ja was? Das Ding hört und setzt sich, legt sich hin, wenn das Gegaggere weiter geht:
Suuupeeeeer nun noch hinlegen, Harrylein, würdest du dich hinlegen? Leg dich doch mal hin!
Unglaublich, aber auch dieser "Befehl" wurde ausgeführt- dann springt das Ding auf, schwänzelt wie irre und springt an ihr hoch- egal welche Kleidungsstücke dabei durch die Krallen beschädigt oder schmutzig werden..
Wir im Haus wären fast verzweifelt an dem dusseligen Köter, der nun doch "hört", wenn man derart auf ihn einschwallt..

Nebenbei gesagt, darf der "Hund" in der Parterre-Wohnung auf einem Sessel und auf dem Sofa und ..im Bett schlafen. (Bei uns findet diese Unsitte mit Sicherheit nicht statt) Meine Güte. Im Auto nehmen wir den Köter auch nicht mehr mit, weil er immer auf die Sitze springen will und ruck zuck die ganze Fuhre mit Haaren überzieht, die sich im Stoff festhaken - eine schlimme Reinigungsarbeit !

Das ständige und sehr lautstarke Anbellen von allen Dingen, die sich bewegen haben wir mit der "mitgelieferten" Wasserspritze "lösen" können. Aha, dafür ist die Frisörflasche also gut..

Nun haben wir dieses Vieh schon eine Weile und wir gewöhnen und aneinander, er macht weitestgehend was wir wollen und so gibt es auch wieder Essen vom Tisch - nicht viel, aber etwas schon. (Der Magen ist nicht so groß bei dem kleinen, drahtigen und quirligen Hund, der einem Fuchs wohl ähnlicher ist als einem Hund)
Auf alle Fälle meldet "Haribo" ganz toll, das muß ich sagen!

Da sein Frauchen und Herrchen jeden Tag lange von Zuhause fort sind, ist Haribo bei uns und macht die Spaziergänge mit, läuft im Haus und Garten jeden Schritt mit und weicht mir kein Stück von der Seite: Ich habe den Kochauftrag für zwei Haushalte aufs Auge gedrückt bekommen.. und dabei fällt eben immer was ab.

Sept. 2020: Die Jungen haben ein Art "Intelligenztest" mit einer seltsamen Futterbox veranstaltet - der Hund ist nicht dumm, aber unglaublich stur. Für die Autos wurde je eine textile Hundebox angeschafft, damit der Staubsauger kein Asthma bekommt. Ausgebüchst: Der Köter nutzt jede Gelegenheit, um aus dem Haus auf die Straße zu rennen, sollte sich ein Hund nähern. Da kann man pfeifen wie ein Rotkehlchen - es nutzt nichts. Wehe es kommt gerade ein Auto. So müssen wir ständig aufpassen, damit das Vieh nicht platt gefahren wird. (Mit einem Schäferhund wäre das niemals passiert)

Harry ist deutlich kräftiger geworden und - wenn mich nicht alles täuscht, auch noch ein Stückchen gewachsen. Noch immer kläfft er total hysterisch, wenn sich irgendwo irgendwas regt. Der Terrier in ihm ist eben ein Nervenbündel. Ansonsten ist er anhänglicher geworden.

Sept.2020

Jeder unterwegs freut sich über diesen "schönen Hund", dabei ist es in seinem Inneren eher eine Ziege als ein Hund, zumindest wenn man die Maßstäbe eines Deutschen Schäferhundes anlegt..

Immerhin hat Harry gelernt, dass er "sagen" kann, wenn ihm etwas gut geschmeckt hat; auf die Frage "na hat es geschmeckt" (kein Witz) drückt er beide Augen kurz zu. (Das haben alle Hunde bisher so gehalten)