Landfotografie

Spaghetti nach Strassenmaedchenart ( Pasta alla Alicaria )


Eine Spezialitaet aus Loano,
einem der Ligurischen Staedtchen Italiens,
welche aus alter Zeit stammt und auch heute noch gerne gekocht wird:
Wie zu erwarten, bildet Olivenoel im Topf die Basis,
das zusammen mit folgenden Zutaten versehen und ordentlich erhitzt wird:
Sardinen, Tomatenmark, Knoblauch, Salami - Wuerfel, Thymian, Estragon,
Oregano,Basilikum, Nelken, Salz, Pfeffer.
Die Zutaten bilden bald einen "Klumpen",
den wir unter Zugabe von einem halben Liter Wasser aufloesen
und der dann sogleich wunderbar homogen emulgiert zu einer schoenen saemigen Sauce.
Zum Schluss noch eine kleine Dose feine Erbsen unterheben,
deren Wasser mit im Wasser zum Auffuellen Verwendung fand,
sowie eine Dose Oliven in guter Qualitaet- am besten mit Paprikafuellung.
(ohne deren Fluessigkeit)
Von diesem Zeitpunkt an darf diese Sauce nur noch leicht koecheln,
damit die Inhaltstoffe der Gewuerze nicht verdorben werden!
Mit einem kleinen Schuss Weisswein- oder Zitronenessig und einem TL Zucker
wird abgeschmeckt, bis sich eine harmonisch suessliche Saeure ergibt,
aus der man den Pfeffer gerade so eben heraus schmecken sollte:
Pikant ohne scharf zu sein.
An diesem Punkt muss man sich Zeit lassen und sorgfaeltig verkosten!
(Lieber noch etwas Salz oder Zucker nachgeben,
wenn der suess-saure Punkt nicht ganz genau erreicht wurde)
Die Spaghetti al dente kochen und NICHT abschrecken,
sondern im Topf mit etwas gutem Olivenoel umheben und gleich servieren.
Parmesan oder aehnl. Ersatz sollte auf dem Tisch nicht fehlen:
Ich finde Kaesewuerfelchen aus Tilsiter wunderbar passend:
Dieser Kaese schmilzt besser als der hierzulande angebotene Parmesan
und kommt dem originalen Kaese des ital. Suedens am naechsten,
der bekanntlich eher aus Schafs- Ziegenkaese ist, als aus Kuhmilch gemacht;
Die fast aetherische- metallerne Frische auf dem Gaumen deutet darauf hin,
dass Kuhmilch nur in Teilen Verwendung fand und eine lange Reifezeit erfolgte.
Zutatenliste mit Mengenangaben:
500gr Spaghetti aus Hartweizengries:
1 Dose Sardinen mit Haut,
(Den Rueckenstrang entfernen, das Oel mitbenutzen: Omegasaeure...)
1 kl (425gr) Dose feine Erbsen,
1/3 einer 650gr Salami vom Diskounter
1 ganze Knolle Knoblauch,
Olivenoel: 1 Tasse oder 100ml,
1 gr Dose Tomatenmark 140gr doppelt konzentriert,
1 Dose Oliven mit Paprikafuellung oder schwarze mit Stein
(345gr 200gr netto)
1EL Thymian, 1EL Oregano,1TL Basilikum,2TL Jodsalz, 1TL Zucker,1TL
Pfeffer aus der Muehle,1-2 Messerspitzen Nelkenpulver,
1EL Zitronenessig oder der Saft einer halben Zitrone
200gr Tilsitter in Wuerfel anreichen.
(Freilich geht auch jeder andere geriebene Kaese)
Der passende Wein?
Jeder herbere, kraeftigere Rotwein - z.B. Bordeaux, Vino Tinto oder Barbera...
am besten Chianti oder Orvieto.
(Suesser Wein passt absolut nicht!)
Ein vollwertiges und aeusserst schmackhaftes Gericht,
das mitten in der schmuddeligen Jahreszeit die Sonne des Suedens
auf den Tisch und gute Laune bringt,
- der "gute Italiener" der Stadt ist schnell vergessen...
Bezugsquellen:
Diskounter, Lebensmittelketten und bei Olivenoel/ Oliven ,
die sehr gute Angebote direkt vom Erzeuger haben und z.Zt.
am guenstigsten in Qualitaet und Preisleistung aus Spanien kommen.
Tipp:
Wer ein wenig mehr Saeure vertraegt,
ist mit dem vollmundigen Olivenoel erster Pressung " sabor intenso oder sumum" am besten bedient-
das lieben die Einheimischen Italiens und Spaniens.
(Der Preis macht -leider- NICHT die Musik.)

In Modernisierung des Rezeptes habe ich hier eine sehr gute Variante fuer euch:
Fuer 2 Personen.
140gr Tomatenmark in den Topf geben, 1 EL Jodsalz, 1TL Zucker,
ein Lorbeerblatt, 5 grob gehackte Knoblauchzehen, 1 EL Thymian, 1EL Oregano,
1TL Estragon, 1 TL Basilikum, 1 Messerspitze Nelkenpulver und eine halbe Tasse Olivenoel,
den abgetropften Inhalt zweier Sardinendosen (ohne Haut und Graeten,
das Oel bitte in den Komposteimer..)
Wer's mag, kann gerne 1 TL Chiligranulat zugeben.
(Ich fand das bei kaltem Regenwetter ganz angebracht)
Erhitzen, bis die Masse beginnt Braeungsspuren zu bilden,
dann mit 1 Tasse Wasser, die Gemuesebruehe einer 425gr Dose feine Erbsen
und 3 EL gutem Rotweinessig (billiger ist besser als eine einheimische Edelmarke)
auffuellen und sofort gut verruehren, Deckel auflegen
und bei maessiger Hitze 10Min koecheln lassen.
Die Erbsen kommen ganz zum Schluss dazu, damit sie nicht verkochen-
zusammen mit einer handvoll Oliven,- egal ob schwarze oder gruene.
Das Spaghetti-Wasser immer mit einem Lorbeerblatt und einem EL Thymian
ein paar Minuten vorkochen (ohne Salz, ohne Oel),
dann die Nudel al dente kochen und heiss servieren.
Ich nehme am liebsten getrocknete Kraeuter,
die hat man immer zur Hand und besser zu dosieren sind sie auch.
Den einzigen Kaese, den ich z.Zt. in unserem Land (DEZ 2010) empfehlen kann,
ist alter Gouda - die ganzen anderen Sorten scheinen inzwischen Analogkaese
zu sein oder in Teilen daraus zu bestehen.
(Wer Kaese direkt aus Holland bekommen kann,
sollte diesen lieber dort kaufen)
EL = Essloeffel, TL = Teeloeffel

Im Web gibt es Haendler spanischer Lebensmittel,
die haben guten und sehr preiswerten Rotwein-Essig fuer weniger als zwei Euro.
Das Olivenoel nehme ich wieder vom Diskounter,
weil die Luxusmarken nicht ueberzeugen konnten, egal woher sie kamen.

Dieses Rezept kann man auch in einer Alternative machen,
was noch reduzierter vom Aufwand ist:
Pasta a la Papa: (2 Personen)
Die Spaghetti in einem Wasser machen, in dem zuvor ein Lorbeerblatt
und ein EL Thymian aufgekocht wurde.
Im zweiten, kleineren Topf 2 Dosen Sardinen
-mit Haut und Graeten und Oel-
in den Topf tun, 140gr Tomatenmark und 6-8 feiner
gehackte Knoblauch-Zehen.
1 EL Thymian und eine Messerspitze Nelkenpulver, 1 TL Jodsalz etwas schwarzen Pfeffer dazu.
Kurz anbraten und mit einer Dose (425ml) guten Gemuesemais -mit Saft- abloeschen,
ein wenig Wasser und ein Schuss Zitronensaft dazu und gut ruehren.
Ich rechne fuer 2 Personen 350gr Spaghetti aus der Packung,
Hartweizengries oder Eiernudeln ist dabei sogar egal..
Wichtig ist, dass die Nudeln im Sieb kurz in der Spuele abtropfen
und sogleich auf den Teller kommen und mit der Sauce bedeckt werden-
bevor sie anfangen zu kleben.
Deshalb sollte der Tisch bereits gedeckt sein,
weil das Essen nur wenige Minuten dauert,
nachdem das Wasser heiss wurde.
Das war nun wirklich kein Hexenwerk und kann so ziemlich jede Italo-Sauce
im Restaurant in die Raenge verweisen.







28.2.2014: Mit weniger Fluessigkeit in der Sauce kam dieses Essen noch besser an- was wohl Geschmacksache ist.
Auf alle Faelle habe ich die Zutaten alle zusammen in den Topf getan und unter haeufigem Umruehren kurz aufkochen, dann ca 10 Minuten bei leichter Hitze garen lassen.
Dieses Rezept basiert darauf, dass das genommen wurde, was gerade im Kuehlschrank war- so die Italiener..

Pro Person rechne ich mit 120-140gr Spaghetti, ein halbes Paeckchen reicht also fuer 2 Personen.

03.12.2017:
Eine etwas einfachere Variante gefaellig?
Bitte sehr, schliesslich ist dieses Grundrezept sehr sehr variabel!
Ich nehme gut Olivenoel in den Topf, geben ca 100-140gr Tomatenmark hinein,
mind. 6 Knoblauchzehen, je einen viertel Teeloeffel Estragon, Basilikum,
einen ganzen TL Rosmarin, Oregano und Thymian, ein Lorbeerblatt, eine Messerspitze Nelkenpulver, einen El Salz und eine TL Zucker.
Das wird angebraeunt und mit einer Dose 425ml gehackte Tomaten abgeloescht, gut gewendet und
bei kleiner Hitze ca 10 Min koecheln lassen. (1/3 Kraft)
Dann gebe ich eine Dose Sardinen mit Haut und Graeten und Oel hinzu, eine Dose 425ml feine Erbsen
-mit dem Wasser- ebenso.
Alles gut unterheben, abschmecken - ggf. noch etwas Salz oder Zucker oder einen kl. Schuss
guten Essig zugeben.
(Geschmacksache)
Serviert wird auf heissen Spaghetti, auf jeden Teller kommt eine Scheibe Tilsitter (guten)
und darauf die Sauce.
Das kam wunderbar an, auch OHNE Oliven !


underconstruction

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***



Vier - Weihnoochde ohh de Luh


(Vor - Weihnachten an der Lahn)

Dem Bienchen sei Mama hot gesaat:
Bienche, mir musse ball emol o's Krest-Kinnche denke, des kimmt bal zou uss!
Naa Mama, de Oma hot gemaant, do es noch lang hie, bis des komme doud.
Awwer Bienche, wenn esch dir doch saa, es sein koo feejer Wuche mih, dann ess de heilische Owend do..
..und waas ess, wenn des Krestkennche fir de Diehr stieht und kooner offmeschd,
weil maeh's nit wohrhowwe wollte, dess am Sunndooch de erschte Advent is ?
Ich holle mool des Kochbuch, mir misse erst emohl ebbes aussuche, was uss gefalle doud.
Mama, isch will owwer gleich Pefferniss und nit immer su lang wotte !
Ei dou narrisch Deppe, erscht misse mir laese wej deij gemoocht wern, letschte Weihnochte es schon su lang her!
Holl des aus dem Bischerschrank in de Stubb.
Wass dann, Mama?
Ei Bienche! Des Koch- und Backbuch, des aale, wuh dej Fraa mit den Haenn in de Backschissel awweit ..
Joh Mama, ich holls.
Owwer isch wills gleich esse ..
Ei Bienche!
Weji soll dess dann gieh?
Plaetzje misse doch erst gebacke werrn, dozou braucht maeh dess Buch und dej Zutate wej Maehl und Eiher un Zugger un Backpolver un wer waas was noch all.
Isch hunn en den Schublod schon emohl geguggt und en poor Sache higelegt offn Kischedisch.
Isch will awwer gleich oons esse !
Annern Leut Kenn hun iwwerall Plaetzje rimleihe, engepackt, aussm Loode gekaaft.
Mir misse immer alles selwer mache, des is mir zee dumm.
Leggere Sache hunn se dehamm leihe, schon lang esse dej Lebkuche und Pefferniss offm Schulhop fir meine Aache un des is gemein, isch hun immer nur n Appel und en Bruud debei.
Bienche, Bienche!
Des Bruud hun mir doch selwer gebagge, do waas maeh ganz genau was drenn es.
En Abbel ist gesund, des waas jerer.
Jo, des saeht aach de Lihrer und aach de Lihrerin - owwer isch will aach Plaetzje..
Ei douh narrisch Deppe!
Watt doch obb, Weihnoochte kimmt noch schnell genuch, erscht misse mir dej Denger noch bagge,
isch will den Chemiekram net fresse, nit ims Verblatze und fir mein Kend erst emohl gornit huh!
Voh dene kinstliche Sache bekimmt maeh Piggel und Pustel und Ausschlaesch omm ganze Kerbber.
Dej solle ihrn komische Groohm selwer fresse, doh ess doch gornix maeh natirlich droh..
Mama - wenn fange mir dann endlich med dem Bagge an?
Wenn isch gelaehse hu - heji sei Bilderschaeh medd ville schiine Plaetzje,
was daed dir dann suh schmegge?
Ei des mit dene bundische Pickelschjaeh und dess do med der digge Schuckolod !
Un dess do, dess weji en Sternsche geformt es.
Goud, dann saan mir mohl des soll lange und isch suche schon mohl dej Zoudade h'raus und douh kannst dei Schirzje suche.
Schoggo-Spretzgebaegg, einfacher Rollteig fuer deji Streuselschje,
do kenne maeh aach welche med Sternsche drauss mache -
am beste med Niss drenn, dann schmeggs anners als deji med den Schreuselschje.
Was hunn se geknatscht und geformt, manches musste nochmal ausgestochen und nochmal gespretzt werrn -
des ess halt su, wenn Kenn medbagge dirfe.
De Oowe wurd geheizt, de Bleche enenn geschoowe und de Zeit engestellt.
Nit lang hotts gedauert, dann ginge die Noose huch und all hunn se geschnuppert -
wie schieh es doch de Vierweihnoochszeit!



Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







***





#Anhang: Gute Vorsaetze zum neuen Jahr



Das neue Jahr steht vor der Tuer und das grosse Bleigiessen beginnt,
andere graben in den Sternen nach, erinnern sich an die vielen guten Vorsaetze,
die man so erdacht hat - teils um sich selbst zu bessern, teils um anderen das Leben mit uns leichter zu machen, teils in Reue oder beabsichtiger Askese, ob Diaet oder Fasten oder Verzicht - manchmal aber auch in gegenteiliger Absicht: Gewinn um Gewinn zu machen.

Das alles habe ich zum Glueck hinter mir - nun liegen nur noch die letzten Jahre in der Zukunft,
im Ruhestand und damit dieser auch "i.R." bleibt, sind entsprechende kleine Lebenskorrekturen noetig.
Alles, was ich mir in den letzten Jahrzehnten an "guten Vorsaetzen" vorgenommen hatte,
ist nur wenige Tage oder Wochen danach .. weg gewesen.
Es gibt Leute, die nehmen sich keinen Vorsatz zur Brust, sondern leben in den Tag hinein- wie arm ist das denn?!
Mit Sicherheit werde ich durchhalten, dass die Nachrichten - wenn immer mir gerade die Haende dazu frei sind - einfach auszuschalten oder zumindest nicht mehr hinzuhoeren.
Die TV - Nachrichten sehen wir schon lange nicht mehr, weil bei uns zur Abendstunde eben Filme oder Filmbeitraege anschaut werden.
Grund: Die da oben machen sowieso was sie wollen, ob wir das mitbekommen oder diese Typen gar gewaehlt haben, spielt denen keine Rol ex, die wollen nur an die Fleischtoepfe gelangen, mehr nicht. Ob "Links" oder "Rechts" oder "Mitte", nur zur Wahl kommt ein "bitte", sonst biste eh' nur der Dritte (Rad am Wagen, das sogenannte Stimmvieh)

Also ohne Nachrichten, aber mit einem eigenen Fitnessprogramm, das taeglich durchgezogen wird.
(Gemeinsam geht das immer besser, weil weniger Ausfluechte der Bequemlichkeit passieren)
Wichtig ist, dass man lernt, die Mundwinkel (leicht) nach oben zu ziehen und nicht staendig nach unten haengen zu lassen, wie das nach dem Nachrichten-"Genuss" staendig geschieht.
Ich halte die Sucht nach News fuer ein neues Krankheitsbild, das dringend behandelt werden muss - und exakt aus diesem Grund habe ich meine Seiten gemacht, gewiss als einen kleinen Gegenpol oder Ruhe-Ort im Web.
Im Jahr 2018 werde ich mich allen Bemerkungen zur Zeit oder gesellschaftlichen Dingen, sowie zu Politik, Religion(en) und Reaktion auf jedwelche Pressemeldungen vollkommen enthalten und mich nur noch meinen ureigensten Themen widmen. (Schier aus gesundheitlichen Gruenden um mich nicht sinnlos aufzuregen ueber Dinge, die ich weder aendern noch beeinflussen kann)
Wir hatten viele, viele widerspruechliche Diskussionen im Bekanntenkreis und auch mit einigen -zufaelligen- Diskutanten unterwegs, ob im Supermarkt, auf Wanderungen oder Spaziergaengen - es ergab sich immer mal wieder das Thema "Wetter", "Hunde", "Natur" und anderen Katastrophen, ob das Zuwanderung oder Politik oder Wirtschaft ist - wo immer wieder die gleichen Argumente fuer und wider zur Sprachen kamen. Inzwischen sind sie ALLE total unsicher und verunsichert sind so auch die Antworten. Niemand weiss mehr irgendwas und keiner glaubt mehr - ob an Partei oder Religion, wobei letztere noch die meiste Milde erfuhr. Die Leute sind immer weniger bereit zu "glauben, was die da oben sagen".
Es geht uns besser, so der Tenor, wenn wir nicht hinhoeren oder hinsehen - die Augen zupetzen und hoffen, es wird schon alles gut werden - wobei ich die Demokratie als arg beschaedigt ansehe. Die schlimmsten Zerstoerer sind Lobbyisten, Religionsfanatiker aller Richtungen, Wirtschaftsweise, Boersenfritzen und Spekulaten, Bankster und Koalitionsanhaenger, Gegner von direkter Volksabstimmung und Gewerkschaften und Unternehmerverbbaende als Kirschen auf dem unbekoemlichen Kuchen.

Meine Homepage wird 2018 einen ruhigeren Drift bekommen, langsamer wachsen und mehr mit Kochen und Wandern gefuellt werden - mein Hauptaugenmerk wird in der Korrekturlesung aller meiner Seiten liegen. Erweiterungen der Inhalte werden ausschliesslich mit den Themen "Kochen und Essen", sowie mit unseren Wanderungen stattfinden..

..so wuensche ich einen guten Rutsch ins Jahr 2018 und bleibt gesund !

Nachtrag- das Jahr 2018 werde ich auch keine gesellschaftlichen Dinge mehr kommentieren und mich aus jenen Sachen ebenso heraus halten, wie aus der Politik. Ohne Nachrichten geht es mir gesundheitlich besser- ganz ohne Frage !
Zum Thema "Unwort des Jahres" (2018) haette ich beizutragen: "Volksbegehren"
Warum? Nun, weil lt. GG das Volk der Souveraen ist, der "begehrt" nicht,
sondern gibt (sollte) die Linie vor (geben) !
Deshalb ist dieses seltsame Volksbegehren eher ein frommer Einspruch gegen die Willkuer der amtlichen Vorschreiber.
Ich denke da nicht zuletzt an div. seltsame Urteile des Kasseler OVG, dass die Anlieger die Strassenerneuerungen selbst bezahlen muessen und garantiert werden die Karlsruher Richter ebenso gegen die "lieben Buerger und Buergerinnen" entscheiden, wenn es um die Aufgebung der Einheitsbemessung von Privathaeusern geht, der sogenannte "Einheitswert" - der nun fallen soll: So koennen die Gemeinden noch willkuerlicher die Grundsteuer "bemessen". Hintergrund? Klar und eindeutig die gigantischen Kosten der Zuwanderung oder Ueberflutung oder Einwanderung in die Sozialsysteme, die irgendwie doch geschultert werden muessen -unter welchem Namen die dazu noetigen Steuern laufen, ist denen da oben vollkommen egal. Es geht letztlich nur um die mengenmaessigen Erhoehung der Bewohner Deutschlands und Europas. Genau das selbe Unding, wie diese Regenwassereintragsgebuehr und darauf nochmal Hebesaetze und dann womoeglich noch mal "Verbrauchssteuern".. (Von Qualitaet oder Qualifikation ist schon laengst nicht mehr die Rede) Reagieren, kompensieren, manipulieren, panaschieren, koalieren..

Nun ist also Schicht im Schacht, mir langt's ! (Wenn ich das Tagesgeschehen weglasse, ist viel laenger Platz zur sinnvollen Erweiterung auf meinen Seiten)





Der Schluss - Akkord - Muenzen und Werte


https://www.kuenker.de/de/sammelgebiete/waagen

https://bergische-numismatik.de/Bisherige-Vortraege/

http://www.numismatische-gesellschaft.de/index.php/vereine/liste/145-spey

https://de.mimi.hu/numismatik/gulden.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinischer_Gulden

1891 hatte ein Bergmann 40 Mark im Monat, (8 Stunden mal 26 Tage) Brutto 19 und Netto - er musste Knappschafts- und Krankenkasse und auch noch das Arbeitsmaterial bezahlen - 15-16 Pfennige die Stunde. Im Taunus gab es Silber, Kalzium, Kupfer, Eisen, Mangan, Phosphor, Blei, Schiefer, Schwefel und Silizium auszubeuten. Dazu ein paar Nahrungsmittelpreise: 4 Pfund Brot= 45 Pfennig, 1 Pfund Schweinefleisch= 70 Pfennige, ein Pfund Rindfleisch 75 Pfennige, 1 Pfund Butter eine Mark, 1 Ei= 10 Pfennige, 1 Zentner Kartoffeln 1 Mark und 80 Pfennige - fuer ein Pfund Speck musste er 5 Stunden arbeiten..

Ein paar Einkommen aus dem Jahr 1424: 1 Turnos war ein halber Gulden, 1 Turnos 18 Heller. Frauen bekamen fuer das Heumachen 11-14 Heller den Tag, Maenner fuer das Kornschneiden 27 Heller plus Kost. Der Jahreslohn eines Knechtes betrug 6 Gulden, 6 Ellen leinernes Tuch (pro Elle 14 Heller wert) und zwei paar Schuhe. Ein Zimmermann, Maurer oder Steindecker (Dachdecker) erhielt als Tageslohn im Sommer 2 Turnos ohne Kost oder 24 Heller und dreimal zu essen, zu jedem Essen ein Eichmass Wein oder fuer den Wein einen Heller. Im Winter bekamen sie ohne Kost 27 Heller, mit Kost 15 Heller als Tageslohn. Fuer das Roden eines Weinbergs 1 Turnos Tageslohn ohne Kost oder 12 Heller mit Kost. Ein Tageloehner ergielt 9-14 Heller (ohne-mit Kost, abhaengig von der Jahreszeit genau fest gestaffelt in der Hoehe)

Fuer einen Gulden bakam man in Weilburg im Jahr 1713: 12 Pfund Fleisch vom Rind oder Schwein, 50 Liter Milch, 10 Liter Bier, 1 Pfund Kaffee. Ein Kammerdiener verdiente im Jahr 100fl, Maegde und andere "Dienstleister" 18fl im Jahr, ein Leutnant 18fl, ein Oberst 60fl.

1876 erhielt der Aumenauer Faehrmann (OT) von jedem der 602 Aumenauer Einwohner jedes Jahr einen 2 Kilo-Laib Brot und von jedem, der uebergesetzt wurde 3 Pf an Faehrlohn.

Alte Masse und Gewichte und Muenzen: Simmer: Trockenmass, 1 Simmer= 1/4 Malter, die Groesse wechselte zwischen 12,5 und 113 Liter. Schuh/Fuss: Masseinheit vor Einfuehrung des Meter-Systems. Zwischen 0,25 und 0,34 Meter. Malter: Hohlmass, insbesondere fuer Getreide und Kartoffeln. In Hessen 1 Malter = 4 Simmer = 128 Liter. Morgen: Feldmass, 1 Morgen =25 Ar, 1 Ar = 100 Quadratmeter. Albus: Rheinisch-westf. Silbergroschen, bis 1842 in Umlauf. Fuder: Festkoerpermass besonders fuer Erz; "was ein Wagen aufnimmt"; 1 Fuder = 60 Zentner oder eine Wagenladung, eine Fuhre. Viertel: Flaechen - und Hohlmass, als Flaechenmass = 1/4 Morgen, schwankte von 625 bis 900 Quadratmeter, als Trockenmass 1/4 Malter, als Fluessigmass 7-43 Liter. Rute: Laengenmass, zwischen 2,8 und 5,3 Meter, unterteilt in Fuss, Zoll und Linien. Ohm: Fluessigmass in Nassau 160 Liter.

Gulden: Goldmuenze des Muenzvereins der vier rheinischen Kurfuersten, erstmals Mitte des 14. Jhds. Heller: Vergleichbar mit dem Pfennig, im 12. Jhd. erstmals erwaehnt, ab dem 18. Jhd. Kupfermuenze als kleinste Muenzeinheit. Taler: Von Ende des 15. bis ins 19. Jhd. wichtigste Silbermuenze, urspruenglich gleicher Wert wie Gulden, spaeter 1 Gulden= 2/3 Taler. Turnose: Silbermuenze, wichtige Handelsmuenze mit Ursprung im franz. Tour des 13.Jhds. Schilling: Rechnungsmuenze im karolingischen Muenzsystem, zuerst uner Ludwig IX, nach dem Reichsmuenzfuss 1 Schilling = 1/32 Taler. Pfennig: Seit dem 8. Jhd. - taucht auch als Heller oder Kreuzer auf, 1 Pf = 1/12 Schilling, seit 1871 gilt 1Pf= 1/100 Mark.

Im Jahre 1730 sah der Jahreslohn so aus- Korn 8 Achtel, Gerste 2 Achtel, Weizen 1 Achtel, an Brot von jedem Mann in der Gemeinde ein Laib, an Geld 14 Gulden, an Holz 2 Klafter. Dazu brachten die Kinder "Schul-Scheiter" zum Heizen mit, fehlendes Holz durfte im Wald geholt werden. Die Benutzung an 12 Morgen Acker, 19 Ruthen und 4 Schuh, an Wiese 1 Morgen 29 Ruthen. Von jedem Kind, das zur Schule geht, bekam er nochmal 15 Kreuzer, von jeder Kindtaufe 2 Kreuzer. Eine Leiche brachte 10 Kreuzer, bei jeder Hochzeit gab es eine freie Mahlzeit. Die Aepfel und Birnen und das Gras, das auf dem Kirchhof wuchs gehoerte auch dem Pfarrer. Im Schulbrief war ausserdem festgelegt, dass er 2 Schweine halten, eines davon im Wald maesten durfte. Die Umrechnung auf heutige Verhaeltnisse gestaltet sich in mehrfacher Hinsicht schwierig, weil die Lebensmittelpreise und die Einkommen anders waren, die Gulden hatten 240 Pfennige, ein Kreuzer hatte 4 Pfennige an Wert, Nun kostete ein Pfund Rindfleisch nur 4 Kreuzer, ein Pfund Butter 10 Kreuzer und ein groesseres Huhn 18 Kreuzer. Wenn er pro Kindtaufe 2 Kreuzer erhielt, konnte er sich immerhin 1/2 Pfund Fleisch, fuer die 10 Kreuzer fuer eine Beerdigung 2 1/2 Pfund Fleisch oder ein ganzes Pfund Butter kaufen, letzteres stand besonders hoch im Kurs. Die ihm zustehenden 2 Klafter Holz waeren heute 8 Festmeter- heute kostet der Festmeter 65-70 Euro.. Das Korn gewichtet in heutigen Einheiten: Roggen 640 Kilogramm (1 Achtel = 80kg) Also 14 Zentner-Saecke! Die 2 Achtel Gerste waeren ueber 3 Zentner schwer und an Weizen auch noch mal 1 1/2 Zentner.

Maennliche Kornschnitter erhielten 3, eine weibliche 2 1/2 Albus. Holzhacken war 2 1/2 Albus wert. Tageloehner bekamen 2 Albus am Tag. Wegen der hohen Sterberaten wollte kaum einer ausserhalb arbeiten. 1648 kostete im Westerwald 1 Pfund Ochsenfleisch 2 Albus und 2 Pfennige, Kalbfleisch 1 Albus und 4 Pfennige, Hammelfleisch 1 Albus, Schweinefleisch 2 Albus und 2 Pfennige, Ziegenfleisch 1 Albus und 6 Pfennige.

Noch ein wenig zu den Marktpreisen: In den Jahren zwischen 1856/66-1900 , umgemuenzt auf die Mark, kostete die Tonne Weizen 194 Mark, Korn 142 Mark, Gerste 135 Mark, Hafer 130 Mark. Vom Hektar Land kam - je nach Bodenguete - 8 bis 18 Doppelzentner Weizen oder Korn, 5-15 Doppelzentner Gerste oder Hafer. Der Tageloehner verdiente Eine bis Zweimarkvierzig am Tag. Ein Arbeiter beim Wasserbau bekam 1,08 Mark fuer seine 12 bis 14 Stunden Schicht, ein guter Maurer bis zu 1,50 Mark. Steinbrecher und Tunnelarbeiter kamen auf 2,40 Mark. Frauen bekamen etwas mehr als die Haelfte der Maennerloehne. 1859 bekam der Lehrer 865 Mark im Jahr, so viel wie ein Eisenbahnfuehrer. Ein Pferd kostete 450-600 Mark, ein Ochse 240-375 Mark, der Kilometerpreis in der III. Klasse betrug 3 Pfennige, der Leutnant des Nassauischen Militaers bekam im Jahr um 1864 1100-1350 Mark. Der Hauptmann erhielt 2500-3600, ein Tierarzt 1100-2200, ein Medizinalrat 2900-4300 Mark, ein hoeherer Lehrer (Gymnasium) 1800-3600 Mark im Jahr. Der Direktor der Nassauischen Staatsbahn bekam im Jahr 4800 Mark, ein Lokomotivfuehrer 900-1100 Mark. Der Zentner Kartoffeln kostete 2 Mark, das Pfund Butter 1 Mark, das 4 pfuendige Brot 50 Pfennig, Rindfleisch 60 Pfennig (Pfund) , Schweinefleisch 66 Pfennig, ein Schoppen Bier (1/2Ltr) 14 Pfennig.

15 Pfennige fuer einen Schoppen Bier, ein Pfund Butter fuer 80 Pf, ein Liter Milch kostete 2 Pf, ein Laib Brot 40-50 Pf, ein Liter Rueboel 75Pf - ein schwerarbeitender Drescher in der Tenne erhielt (ausser der Verpflegung) 0,80-1Mark, ein Maurer 2-3 Mark am Tag.

Im Januar 1913 nahm man fuer 12 Heringe auf dem Markt 48 Pfg.

1751 kostete ein Ries Schreibpapier 1 fl. 15 Alb. und ein Ries Konzeptpapier 1 fl. 5 Albus.

Ein paar Preise von 1881, Wilh. Linkenbach Ems: Petroleum pro Liter 23 Pfg Rueboel pro Schoppen 30 Pfg Pro Pfund: Gelbe Gemuesenudeln 28 Pfg Griesbandnudeln 32 Pfg Echte ital. Macaroni 40 Pfg Tuerkische Pflaumen, kleinkernig 28 Pfg Edelbirnschnitzen 32 Pfg Huzeln 28 Pfg Leicht schmelzende Wuerfelraffinade in Kisten 42 Pfg Gemahlene Raffinade in Kisten 42 Pfg Brodraffinade in Broden 44 Pfg Sultaninen 50 Pfg Korinthen 45 Pfg Kaiserauszugmehl 22 Pfg Tafelschmalz 69 Pfg Hollaend. Magarinbutter, ausgez. Schmelz und Backbutter 85 Pfg Grobkoerniger Tafelreis 18 Pfg Grobkoernige holl. Gerste 16 Pfg Geroesteter Hafergries 22 Pfg Obstkraut 19 Pfg Marmelade aus Himbeer und feinem Steinobst 45 Pfg Reinschmeckender Kaffee ab 90 Pfg

1885 Hachenburg: Die Durchschnittspreise fuer je 50 Kilo Weizen waren 11,59 Mark, Weizenmehl 13,98 Mark, Roggen 9,80 Mark, Roggenmehl 12,34 Mark, Hafer 8,07 Mark, Heu 2,78 Mark, Stroh 2,71 Mark.

Das waren die Werte auf meiner Seite Geschichtliches (1) die anderen 13 Seiten enthalten ebenfalls Hinweise in diese Richtung.

http://wiki-de.genealogy.net/Geld_und_Kaufkraft_ab_1750

https://de.wikipedia.org/wiki/Gulden

https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/W%C3%A4hrung_(bis_1800)

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstaler

Besonders wichtig: http://www.zeitspurensuche.de/02/st1muenz.htm

Oder Fragen stellen an:

http://www.numismatikforum.de/

Diese Info hat einem Heimatforscher weiter geholfen:

"Herzlichen Dank Herr Müssig fuer die Menge an Informationen, die Sie zusammengestellt haben. Fuendig wurde ich dann auch auf http://www.zeitspurensuche.de/02/st1muenz.htm.
Hier passt es dann bei mir, denn dort heisst es:

um 1750 1 Gulden coelnisch gleich 24 Albus

damit wurde hier im unteren Westerwald um 1730 gerechnet. Weil niemals in den Listen mehr als 23 Albus genannt sind. Nun wird es fuer mich nicht mehr so schwierig sein den Verkehrswert herauszufinden. Ich wuensche Ihnen noch eine schoenes Wochenende! "



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