plaetzchenwolf - geplatzte große Tour 2023


*** Statt Jacobsweg unsere große Wanderung von der Mitte nach Norddeutschland ***


Auch bei uns läuft nicht alles so, daß man es als vernünftig bezeichnen könnte.
Heute - im Juni 2022 - fällt uns plötzlich auf, daß selbst die normale Hunderunde von 4,6km
schon viel zu stickig ist und bestenfalls im Wald und das nur morgens stattfinden k ö n n t e !
Wie sollte dann eine Tour durch Spanien (Camino) oder auch "nur" die Strecke durch Norddeutschland stattfinden?
Das ist ja "mörderisch"!
Trotzdem will ich diese Seite im Web lassen, damit man den Gedankenweg sieht, die so ein Vorhaben mit sich bringt.

Plötzlich ist uns die LI Kurzwandertour Wasserfall Teufelsdell Singhofen bei Nassau / Lahn nicht mehr zu weit oder zu teuer (Sprit)



Vorwort:
Nachdem der Jacobsweg wegen vieler Unpässlichkeiten -schon zum etlichen Mal- gescheitert war, kam meiner Frau eine neue Idee:
Warum bleiben wir nicht im eigenen Land und die EC Karte reicht-
kein Reisepass und keine "Kreditkarte" und keine Sprachprobleme, keine gesonderten Impfungen
und keine Buchungen bei seltsamen "Trip ad visitors com" und keine hohen Preise unterwegs?
Und vor allen Dingen keinerlei Massentourismus, den wir absolut nicht mögen!
Gesagt getan, die Planung wird im Winter 2022/23 laufen und im Mai soll die Tour starten.

Ein solches Ding sollte man nur starten, wenn jemand in dieser Zeit im Haus ist- ganz klar!

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Das Ziel sei der
Lanzer See Camping , nördlich Lauenburg a.d. Elbe. Das nächste Dorf wäre Basedow. 490 Kilometer von zuhause entfernt. Wir können dabei unmöglich Wanderwege nehmen, weil diese viel zu verschlungen sind, um direkt zielführend zu sein. Auf der Straße möchten wir nicht gehen und so werden gezielt Feld- und Grünerplan-Wege ausgesucht. Hier ist kein oder kaum Verkehr und man hat seine Ruhe. 417km wären das - rein theoretisch - lt. Goo gle Maps zu Fuß.



Die Schwiegereltern des Sohnes und der Schwiegertochter haben je einen Wohnwagen dort stehen- deshalb dieses Ziel!

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Nehmen wir mal an, 15km tägliche Wanderung sind (man muß die Fortdauer bedenken) drin, dann wären wir in genau einem Monat am Ziel.
Man kann sich Zeit lassen und Pausen einlegen. Wenn wir keinen Campingplatz finden, schlafen wir ein wenig abseits in einem Wäldchen. Gasthäuser möchten wir nur in Ausnahmefällen anlaufen, z.B. bei extrem schlechten Wetter. Angedacht ist die Tour auch zurück - aber ob uns das noch Spaß macht, wird sich zeigen.. das lasse ich mal frei: Mit dem Rückweg wäre exakt die Kilometerzahl des Camino erreicht!

Mit dem Rad wären wir nicht so gerne unterwegs, wie mit den Wanderschuhen. Man sieht viel mehr von der Natur!

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Rucksack 30ltr-Modell.
Zelt
Schlafsäcke,
Luftmatratzen

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Die ideale Zeit ist von Mitte Mai bis Mitte Juni, 3 Tage Aufenthalt am Ziel, dann bis Mitte Juli nach Hause. Man wird sehen, wie die Wetterlage ist.
Der Winter ist noch lang - wir haben Zeit zum Überlegen.

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www.wander bares-deutschland.de/regionen/uebersichtskarte

www.camping-graeve neck.de/de/unterkunft-preise/preise/ Gräveneck Camping Preisbeispiel

Wenn wir durchschnittlich 25 Euro pro Übernachtung auf dem Campingplatz zahlen und 25 Euro an Essen und Trinken, sind das eben 50 Euro am Tag.
Für 2 Monate 1500 Euro, nicht viel mehr als für das Haushaltsgeld daheim.
Wir behalten uns freilich vor, ab und an ein Glas Bier oder Wein oder Kaffee und Kuchen zu vertilgen, sollte sich die Gelegenheit ergeben.

Nun bestelle ich erst einmal eine gute Karte, wo auch gleich die Campingplätze eingezeichnet sind. ADAC LänderKarte Deutschland Nord 1:500 zum Preis von 9,95 Euro incl. Fracht. (W eltbild, dort gibt es auch den A dac Campingführer, aus dem wir auf der Route noch ein paar fehlende Plätze nachzeichnen werden. Der Platz in Lanze ist nicht auf der Karte, drum herum jedoch etliche andere..

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Gedankenspiele oder Blog?
1. Teil
Die Risiken und Nebenwirkungen müssen genau überlegt werden- wir würden das Haus mit Sicherheit nicht allein lassen, d.h. wenn die anderen Bewohner Urlaub haben, geht das nicht. So wird vermutlich die Tour nur einfach (nicht auch noch retour) stattfinden. Wir sind erfahrene Wanderer und wissen, daß 1:25.000er Karten nötig sind, um sich im Wald nicht zu verlaufen - wo man oft genug keine markanten Punkte oder gar Straßen sehen kann. (Die nicht leicht zu identifizieren sind, trifft man jenseits der Wegweiser auf eine) Ein Kompass ist nützlich, damit die grobe Wegstrecke verifiziert werden kann. Wenn man aber einen Seitenweg zur zielführenden Straße nimmt und dieser hinter einem Hügelkamm plötzlich an einer Grube endet- wird es spannend. Es gibt Landschaftsecken, die eben keinen vernünftigen Pfad in die gewünschte Richtung bieten. Am Graben einer belebten Straße entlang zu gehen, ist nicht so gesund- wer sagt, daß der entgegenkommende Driver auch -statt auf das Handy- gerade dann nach vorne sieht, wenn wir dort gehen. So kann man einen seitlichen Sprung über den Graben oder Leitplanke üben - sehr sportlich! Es gibt geographische Karten zu kaufen, die eben nur einen sehr sehr kleinen Abschnitt zeichnen. Ich meine, daß für so eine geographische Detailkarte 8,50 Euro bezahlt werden mußte und die deckt gerade mal 15x15km ab. (Die staatl. Versender nehmen nochmal kräftig Versandkosten darauf- also 3 Länder, 3x Fracht.) So kann es passieren, daß 50 Karten davon nötig werden, will man mit der gleichen Sicherheit wanderen, wie wir das hier im Taunus und Westerwald seit Jahren tun. Wer will so viele Karten mit sich schleppen? Nun haben wir ja das Smartphone und können darauf eine "App" installieren - kostet auch was, ist aber letzlich billiger - wehe aber, wenn das Ding keinen Strom hat und die "Powerbank" schwächelt, wie das so oft bei diesen modernen Akkus der Fall ist? Wie schaut das mit dem Packplan aus? Wenn man sich die vielen kleinen Utensilien anschaut, werden wir wohl einen Sherpa brauchen! (oder einen Esel) - Die beiden Rucksäcke werden da vom Volumen wohl kaum reichen, vom Gewicht mal ganz abgesehen, das die Bandscheiben tragen müssen.. Bange machen gilt nicht für uns Optimisten. Vielleicht trägt "sie" statt Ohrringe Wäscheklammern? Wir könnten freilich auch in Herbergen oder Gaststätten nächtigen, die waren aber noch nie sonderlich vertrauenserweckend - wie es da mit der Hygiene ausschaut, will ich nicht wissen - man kann Glück haben.. oder sich so richtig ärgern und zoffen. Wechseln die wirklich die Bettwäsche, wer hat in den Betten geschlafen?
Was ist in der Corona-Zeit zu beachten? Deshalb ist uns der Campingplatz sympathischer. Diese Fragen sind freilich vorab zu klären. Der Winter ist ja noch lang.. an dieser Stelle soll nicht zerredet, sondern Unwegsamkeiten im Vorfeld begegnet werden. Planung tötet leider die Spontanität - man kann aber auch nicht planlos aufs Gradewohl marschieren.
2. Teil
Handy oder Powerbank im Sanitärraum des Campingplatzes laden zu wollen, erfordert ein wachsames Auge- wer duscht, wird den Diebstahl kaum bemerken. Selbst im Cafe wird das schwierig. Immer vorausgesetzt, der USB-Stecker wurde unterwegs nicht beschädigt, was bei einer solchen Tour schnell passieren kann. Man kann so ein Ding unterwegs kaufen- aber dafür muß man erst einmal einen Laden finden, der so etwas hat. Einfach mal so eben bei Amazon kaufen und am übernächsten Tag das Päckchen aufreißen geht also nicht! Wir sind nun also bei 4 x Unterwäsche pro Person, 3 Hosen, 4 Paar Strümpfe und Sneakers, 2 Paar Schuhe, Jacken und Mützen und Schlafsack und Zelt und Luftmatratze und Sitzunterlagen für unterwegs gelandet und haben nicht mal an den Kulturbeutel nebst Inhalt gedacht, an die Mini-Kochgelegenheit nebst Tellern und Besteck.. Zeltheringe und Hammer und womöglich noch einen Klappsparten - ich breche schon zusammen, wenn mir diese Liste vorliegt, die nicht mal vollständig ist.. meine Beine laufen schon davon. Vermutlich wird man ein paar Sachen streichen, zum Beispiel die, welche weder in den Rucksack hinein gehen und auch außen nicht mehr angehängt werden können. Wir werden wie der "wahre Jakob" durch die Gegend ziehen und langsam wie die Schnecken werden- vielleicht sollten wir die Tour auch noch von Apotheke zu Apotheke planen, nicht nur nach Campingplätzen; denn die vielen Salben und Kremes und Medikamente und Zeckenzange, Heftplaster, Wundspray und Desinfektionsmittel und Corona-Masken und Blasenpflaster und Sonnenmilch und Bandagen etc. passen partout nirgendwo ins Gepäck - evtl. in eine Bauchtasche? Aber da ist schon der Proviant drin. Wie ein Känguru in der Seitenansicht - darf man nicht stolpern, sonst rollt man den Hang hinab bis ins Tal. Vielleicht ein Auftakt zu einem Kanguru-Topic?
Teil 3
Was ist, wenn man mal "muß", das geht doch bestimmt in die Hose, denn bis man sich aus der Stellage befreit hat, ist alles zu spät.. Es ist oftmals weit und breit alles einsichtig und keine Toilette in Sicht. Auf den Weiden stehen ab und an alte Badewannen herum, aus denen die Kühe trinken.. nee, das geht auch nicht! Die nächste Rastanlage ist noch zehn Kilometer weg- freilich bergan.. man muß bestimmte Tabletten / Tropfen dabei haben, möglichst noch einen Blutdruckmesser, Feuchttücher, Klopapier, Slipeinlagen, Hygienebeutel, Handtücher div. , Abtrockentuch, Spüllappen, Spül- und Scheuermittel, Feuerzeug/Streichhölzer, Lampen, Batterien, Espit und Kocher, Kochlöffel aus Holz, sonst kratzt es im Alu-Topf..
Teil 4
Am besten wir kaufen zwei Fahrräder und zwei Anhänger daran, die man gut hoch beladen kann. Dazu müsste in der Karte auch Punkte für Fahrrad-Reparaturwerkstätten eingezeichnet werden. So ein Fahrrad, selbst mit guter Gangschaltung ist eine Strapaze - ich denke da an etliche lange Steigungen, die man nur schiebend bewältigen kann. Das liegt am Training und am Gewicht des Gerätes. Ob das leichter ist als wandern, wage ich zu bezweifeln. Gut, es gibt noch die Möglichkeit der E-Bikes- die sind viel schwerer als ein normales Rad oder "Montanbike"- wie lange die Akkus bei dieser enormen Last halten, das kann man sich ausmalen. Und dann kommt noch die Crux diese Akkus wieder aufzuladen. Die Ladestation ist ja nicht am Zelt - sondern an der Rezeption (bestenfalls und wenn was frei ist). Die Wahrscheinlichkeit, das Rad nach dem Aufladen noch vorzufinden, ist auch nicht sehr hoch.. Das erinnert mich an die 60iger und 70iger Jahre, wo auf das Auto der Dachgarten kam, damit der ganze Campingkram untergebracht war. Danach konnte man mit den Autoscheinwerfern den Kölner Dom beleuchten..
Teil 5
Einen so großen Trekkingrucksack einfach zu bestellen haut wohl nicht hin- der wird anprobiert werden müssen. Sicherlich sind 30 Liter zu knapp- mit Sicherheit und einen Regenschutz für über den Rucksack muß man auch noch mitschleppen - in unserem Falle eben alles mal zwei. Die hohen Wanderstiefel sind auch keine glückliche Entscheidung, wenn man Kampfadern hat- die vertragen keine Stauhitze, die im Sommer freilich auftreten wird. Also müssen spezielle flache Wander- oder Trekkingschuhe her, die in der entsprechenden Qualität nicht billig sind oder Wandersandalen, wie sie auf dem Camino getragen werden. Irgendwie entwickele ich eine Phobie gegen Rucksäcke- vielleicht findet sich eine Tablette dagegen - aber die müssten halt auch noch .. Der ganze Heckmeck kommt eben daher, daß man 1-2 Monate unterwegs ist und da kann man nicht wie ein Jeti herum irren und die Leute erschrecken! Etwas Pflege muß eben sein, denn wir sind im im Himalaya unterwegs oder in der Mongolei. Bin ich bei diesen kurzen Vorüberlegungen bereits zu pessimistisch geworden, weil Ulrike aus dem Bad ruft: Ich glaube wir lassen das. So schnell gebe ich nicht auf und sie hat sich ja auch sehr auf diesen Tripp gefreut. Wie wird es weiter gehen?
Teil 6
Nehme ich Lüneburg und Weilburg und Almetal zusammen, ist unter 74 Euro pro Person nichts drin. Es werden eher 130 Euro in der Masse der Hotels sein. (Die preiswerten Unterkünfte sind freilich immer dann vergriffen, wenn man sie braucht und voranmelden geht nicht, weil es sich um einen Individual-Trip handelt) Nehme ich den Schnittwert von 100 Euro pro Nacht und Person wäre die Sache schon bei 6000 Euro für den Monat der Wanderung angekommen. Hier ist nur das Frühstück drin. Nimmt man das Abendessen dazu, darf man wohl von 45 Euro (2Pers.) zusätzlich ausgehen. Also nochmal 1350 Euro in diesem Monat. Somit liegt man bei 7350 Euro, wo das Mittagessen aus der Hand und die Getränke noch dazu kommen. Also: Entweder man hebt sich mit dem Campingkram einen Bruch oder man zahlt wie für eine Vollpension-Reise nach Kuba für 7 Tage (2x2500 Euro) und hat noch ein stattliches Taschengeld dazu. Und da hätten wir nur die Hälfte des Trails geschafft- der Nachhause-Weg käme noch dazu, um die 800km des Camino voll zu machen..
Teil 7
So sehr sind wir also nicht mit der Planung weiter gekommen. Heute bin ich mit der leichten Sackkarre auf dem Friedhof gewesen, um 2 Säcke a 40ltr Rindenmulch auf dem Grab zu verteilen. Das ist wieder sehr eingesunken gewesen. Auf diese Weise war es mir vergönnt, mit einem "Wägelchen", das mir zuerst für den Trip vorschwebte - den leichten Anstieg von unserem Haus auszuprobieren. Das Gewicht käme in etwa hin, die Größe des "Gepäcks" auch. Die Mittelstr. bis zur katholischen Kirche ist schon ordentlich, aber auf einem solchen Trip ganz normal. Mir hätte die Zunge buchstäblich aus dem Halse gehängt- nee, das geht gar nicht! Suche ich nach Jugendherbergen kommt Bookingcom und kein Wort von diesen Herbergen, dafür aber eine Mitgliedschaft und Rabatt auf Hotelzimmer und das gleich von 2 ähnlichen Anbietern. 29-30 Euro kostet die Nacht in der Jugendherberge, aber wohl mit Voranmeldung - total unrealistisch für unsere Tour, weil wir nicht wissen, wielange der Marsch dauert. Die Jugendherbergen liegen auch viel zu weit auseinder, als daß man sie fußläufig erreichen könnte.
Teil 8
Wer Gastronomen oder Jugendherbergsleute kennen gelernt hat, mag sie herzlich gerne, wer Kellner kennt, meidet sie. Aber das ist ein ganz anderer Hut. Wir sind ja nicht auf der Welt um alle Schiffschaukelbremser zu bespaßen - es sollte nur ein "Selbstfindungstrip" werden. (Ulrike meint: Ich dachte, wir hätten uns schon selbst gefunden!) Aber wie geht es weiter? Ich bin zäh und gebe nicht leicht auf - mir wird schon noch was einfallen. Es sind ja erst 3 Tage vergangen, seit diese Tour angedacht wurde.. Der Gedanke, einfach das Auto zu nehmen, kam mir an diesem Tag gleich zwei Mal. Wir wollen aber wandern und nicht im Auto fahren. Der Weg ist das Ziel und nicht das Tempo! Der Pilgerpfad-Gedanke verwässert sich immer weiter - ob auf den echten Camino oder auf dem hausgemachten, bleibt sich gleich. Die "spirituelle Erfahrung" ist ebenfalls die gleiche. Also doch lieber Camping und riesige Rucksäcke? Wie weit liegen diese Plätze auseinander? Schafft man das an einem Tag? Aber wie geht es weiter? Ich warte auf eine Erleuchtung in der Art von "Camping light" oder so..

Fakt ist, daß dagegen die Arbeit an der Homepage wie das Pflegen des Gartens ist. Ich sehe selbst das Entunkrauten nicht als üble Pflicht an, sondern als Kontemplation. Und da schließt sich schon wieder der Bogen oder Kreis zum Jacobsweg. Da die Homepage am 14.8 offiziell abgeschlossen erklärt werden kann, wird der Garten und Kurzwanderungen stärker in den Fokus rücken. Vermutlich bleibt zu viel Arbeit liegen, wenn wir 1-2 Monate auf den Trip gehen. Es müssen noch etliche Fenster behandelt, 3 neu gestrichen werden, der Rasen gemäht, die Ränder, Büsche geschnitten.. bei uns ist immer was zu tun. Wie sagte schon Goethe so schön? "So eine Arbeit wird eigentlich nie fertig, man muß sie für fertig erklären, wenn man nach Zeit und Umständen das möglichste getan hat."

Teil 9
Die Norddeutschlandkarte kommt, die mit den Campingplätzen - die Flamme brennt noch, wenn auch kleiner. Nach unserem normalen Spaziergang von 4,5km wurde klar: Camping ginge, ggf. mit dem Zeltchen einen Zwischenstopp im Wald- deshalb käme nur ein Flecktarnzelt infrage. Nun stellt sich als nächstes wieder die Frage nach der Route. Das Gar min eTrex25 ist am besten getestet. Die Acculaufzeit ist hier bei 16 Stunden und ist auch gleich ausverkauft. Das nächstbeste Ding auch, dann kommt das Dritte und ist verfügbar. Für schlappe 289 Euro, das 20x dieser Firma ist zu haben, die anderen sind alle ausverkauft. Der interne Speicher ist nur 9MB statt 8GB des Bestgetesten. Aber schon Farbdisplay und 25Std. Laufzeit. Aber es gibt auch andere Alternativen- "Wander-App oder Trekking- APP, ist auf dem Smartphone nutzbar" Na bitte, es geht doch. Das spart schon mal eine ganze Menge Karten. Die große Norddeutschland-Übersichtskarte -haptisch- ist dennoch praktisch. Auf dieser Seite möchten wir die Unwegsamkeiten genau so aufzeigen, wie die Planung und die Freude an einem solchen Vorhaben.

Teil 10
Die beiden marktführenden Apps für Smartphones - Komoot und Outdoor Active sind wohl die besten. Aber vorsicht: https://www.swrfer nsehen.de/marktcheck/was-taugen-wander-apps-100.html so manche App gibt andere Daten an und so manchesmal enden die Trips im Nirgendwo, ohne Umleitungsempfehlung. Hier werde ich wohl noch nachforschen müssen, ob nicht doch die speziellen GPS Wandergeräte besser sind. https://trendblog.euron ics.de/mobile-web/gps-geraete-oder-sm artphone-die-systemfrage-fuer-wanderer-74873/ "Im tiefen Dickicht des Waldes setzte die Navigation aus. Keine Position, keine auch nur ungefähre Lage, wo wir sind.." Das Smartphone kann das nicht so gut, was ein GPS Gerät kann. MAN SOLLTE AUF BATTERIEBETRIEB ACHTEN. (Dann ist der Strom schnell wieder da, auch wenn 2 Stück auch nur 16 Stunden halten, wie ein Accu. Dafür ist das Gerätchen tot, wenn der Accu gestorben ist. Soviel dazu. https://www.yo utube.com/watch?v=8ILp0P7AEqE Die Bedienung ist wohl nicht so problematisch. Mit W-Lan oder über ein USB Kabel wird ein GPS Gerät aktualisiert. Gut zu wissen. Nun kommt die nächste Aktion - das Aussuchen der Rucksäcke, die erst einmal rein platonisch erfolgt, in einem Outdoorladen. Der in Weilburg ist eine planerische Katastrophe, also wird dafür nach Limburg gefahren werden müssen. Die Frage ist nur, wie kann man die Kilos im leeren Rucksack simulieren, wenn dieser sein Marschgewicht auf unseren Rücken zeigen soll? An dieser Stelle kann man sich auch gleich den Schlafsack, Zelt, Isomatte und Wanderhalbschuhe ansehen. Ich denke, daß ein Preis -mit Gps Navi- von 1.500 Euro genannt werden wird. Hier kann man den Stauraum des Rucksackes besser erkennen, als im Web. Sicherlich werden es 50ltr Säcke werden- man wird sehen, die bequem diese auf dem Rücken ausfallen.

Teil 11
Die durchschnittlichen Übernachtungspreise liegen bei 28 Euro für 2 Personen mit Zelt, dazu kommen die Duschmarken für je 1Euro. Wer Strom will -z.B. zum Laden der Geräte- zahlt nochmal 3 Euro die Nacht und pro KW 60 Cents. 4 Euro günstiger ist es bei Hannover. Nehme ich nun den Durchschnitt, kommen wohl die 25 Euro pro Nacht für 2 Personen hin. Das Vierfache für ein Low Budget - Hotel. Gut, wir würden Camping wählen und zahlen für den Campingschrott nochmal viel Geld. Da wir solche Touren wohl nur einmal machen, da unsere Kurzwanderungen lebendig genug sind- haben wir die 1500 Euro für Campingutensilien abzuschreiben. Dazu entweder die knapp 1000 Campingplatzgebühren oder die 3-4.000 Euro für die Übernachtung in diesen 30 Tagen im einfachen Hotel- mal mit mal ohne Frühstück. Dazu kommen die Preise für Essen und Getränke. (30 Tage deshalb, weil 14km genug sind, geht man jeden Tag) Pro Tag kostet die Sache (Camping) ca 55 Euro plus 50 Euro Abschreibung für die Ausstattung - und bei der Hotelübernachtung, wenn wir die vorhandenen Wandersachen nutzen können - 120 Euro am Tag plus 20 Euro Verpflegung unterwegs, also 140 Euro am Tag x 30 Tage = 4.200 Euro.

(Dabei habe ich die Wanderklamotten bei der Hotel-Tour nicht bedacht- Funktionswäsche etc. aber das ist vom Preis her nur Kleinkram)

Zusammengefasst:
4.200 Euro für 30 Tage mit Hotelübernachtung incl. Selbstverpflegung von 20 Euro am Tag

3.060 Euro bei Campingübernachtung incl. Selbstverpflegung von 20 Euro am Tag.

Ganz außer acht gelassen habe ich dabei, daß diese Tour auch noch einen Rückweg hat - entweder die gleiche Summe nochmal oder mit der Bahn nach Haus..

Ich denke, dieses Geld ist auf den Sparbüchern besser aufgehoben - sind wir nur zu geizig oder sind wir altmodisch erzogen worden?!
Man kann sein Geld nur einmal ausgeben und außerdem tut mir mein Fuß weh- was der schon wieder hat?

Diese Touren-Planung war durchaus erst gemeint und ist doch gescheitert- sei's drum, es kann nicht alles gelingen im Leben.

***

1. July 2022: Auf dem Parkplatz des Ladens haben wir einen 50j. Mann mit einem Rucksack getroffen, der in etwa unsererm geplanten Stück entsprechen würde. Ich frug jenen Manne, ob wir den Rucksack vom Gewicht her verifizieren könnten und er unterhielt sich darüber gerne: "Damit macht man sich definitiv die Knochen kaputt, ich habe das als junger Soldat machen müssen und nun trage ich ab und zu die Einkaufswaren bis nach Hause, ich wohne nicht so weit weg" Ulrike hob den Rucksack an und erschrak - "was, das sollen 15kg sein?" - nee, das ist nichts für mich! Gut, das war ein alter Bundeswehrrucksack, aber 15kg sind eben 15kg. (meinethalben plus 3kg für den Rucksack selbst)

2. Juli- es sind an diesem Morgen knapp 10 Grad .. und dicker Nebel im Lahntal.
Wir wollten Mitte Mai gehen..

Am 7.7. -auf dem täglichen Spazierweg- hatten wir gleich drei seltsame Unterhaltungen, die jeweils 1/2 Std. dauerten.
Die allgemeine Lage, die Lage im Dorf und was es Neues gibt, was man über die seltsamen koreanischen Nachbarn heraus bekommen könnte und über eine Deutschland-Tour. Ein Bewohner fährt mit seiner Frau in den äußersten Süden des Landes, wo sie mit ihrer Freundin Ausflüge plant und er mit seinem Freund mit Wandergepäck, Zelt und Kram eine Bahnreise bis in den Osten und Norden des Landes machen will. Dabei soll im Freien und alle 2 Tage auf einem Campingplatz übernachtet werden. Nur 20 Euro will er pro Tag ausgeben für die Ernährung und jeden 2. Tag 20 Euro für den Platz. Also nur 30 Euro pro Tag. Was die Bahn kostet und welche Nerven dafür nötig sind, in diesem Multikultibad Platz zu nehmen, kann ich nicht mal erahnen. Vermutlich bin ich nach der Lehrzeit vielleicht 3x mit der Bahn eine kurze Strecke von 5-10km und eine längere Strecke von 50km gefahren. Und das war schon seltsam genug - was beim Fahrkartenkauf anfing. Die Gepäckmenge hat er in gleicher Art und Gewicht genannt, die wir errechnet hatten. Gut 15kg. Dieses Gespräch war zumindest ein seltsames Déjà-vu-Erlebnis, zumal das 3. spontane Gespräch dieses Tages vor unserer Kellertür war - mit ähnlichem Thema. Diesmal war es der Mann, der 90-100km täglich mit dem Elektrorad unterwegs sei - und sie lieber im Haushalt und Garten ist. Ab und an fände er, so meinte sie, einen schönen Wanderpfad finden, den sie dann gemeinsam nochmal zu Fuß gehen würden..
Zu den 5km Geh-Runde diese 3 Gespräche- wir waren ganz schön müde danach!

Wir haben noch länger über diese Dinge gesprochen und waren sehr froh, jeden Abend im eigenen feinen Bett schlafen zu dürfen!

PS Es waren nur 8 Grad am Morgen des 17.7.22 und das in 5mtr Höhe am Fenster. Da kann man sich so richtig vorstellen, wie es sich im Minizelt auf dem Waldboden schläft..

Wie auch immer, ich habe die Salzlaugen-Behandlung meiner Krampfadern begonnen und nutze die Zeit, um Mitte Oktober wieder ein wenig wandern zu können.. als Kartusche ausgeführt.
(irgendwann wäre das sowieso fällig gewesen. So kann man auch ohne Blasen leiden)

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So leite ich mal weiter zum echten Wanderhobby, das in jeder Hinsicht erholsam ist und Spaß macht -
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