plaetzchenwolf - Bücher -
Landfotografie




Buchrezensionen



Viele Menschen bringen sich um Erreichbares, wenn sie Vollkommenheit anstreben!



***

An diese Stelle möchte ich einige Buchempfehlungen setzen.

1. "Eierlikörtage, das geheime Tagebuch des Hendrick Groen, 83 1/4 Jahre" Eine Erzählung aus einem Altenheim in Holland. Spaßig, ernst und mit realem Hintergrund - ein Muß für alle Zweifeler und Hoffenden..

***

Ein Werk aus dem Antiquariat ist dieses:
"Der Park" aus Berlin Grunewald, 1937 geschrieben.
Hier wird in eindrucksvoller Weise das Leben- oder aus der Sicht der "besseren Leute" geschildert.

"ab einer gewissen Höhe persönlicher Kultur stößt das Fremde nicht mehr ab"

Das stimmt eindrucksvoll, weil der Arzt im Krankenhaus bestimmt weniger Probleme mit einem pakistanischen Kollegen hat, als einfache Leute mit auf den Boden spuckenden Türken..
Dieses Buchwerk erhellt fuer uns in der heutigen Zeit die Hintergründe der Hurra-Kultur der Offizierswelt, besonders wenn diese adlig sind- der herrschenden Schicht recht eindrucksvoll. Diese Klientel ist nicht wirklich kritikfähig und nimmt nur sich selbst für voll.

***

Ein Büchlein mit dem Titel "Schluß mit lustig - das Ende der Spaßgesellschaft" aus dem Jahr 2004 von Peter Hahne fängt gut an, ist unterhaltsam und wird bald fatalistisch religiös, wenn es um die Lebensgrundsätze oder um des Lebens Sinnforschung geht."Der Mensch muß erkennen, daß er nur ein Geschöpf ist" Er bezieht sogar den Ausdruck "Heidenangst" darauf, daß die "Heiden" allgemein Lebensangst hätten.. Richtig ist wohl, daß wir Hoffnungs- und weniger Bedenkenträger in der Gesellschaft brauchen. Anfänglich schien das Werk polarisieren zu wollen, was sich aber bald legte: Er ist Fernsehmoderator, Autor und Evangelist. Aha, daher weht der Wind ! Zu diesem Thema "Glauben", glaube ich schon mehr als genug geschrieben zu haben.. "Glaube und Kultur" gleichzusetzen, halte ich für eine sehr gewagte Vermischung der Begriffe. Religion als Lenkungsinstrument statt Lebenssinn kommt der Sache schon näher. Aber über diese Dinge kann man bekanntlich so wenig streiten wie über das Wetter !

***

Ein klar strukturierter Roman ist: "Die stärkere Macht" von Agnes Turnbull -Evangelische Buchgemeinde Stuttgart- Remember the End im Originaltiteil von 1962. Sauber geschrieben und spannend dazu. Ein Auswandererschicksal.

***

Heute habe ich mir das Taschenbuch "Rätsel alter Weltkulturen" (Terra X) vorgenommen und auf Seite 40 gelesen, daß Muslime nachdem der Tod eingetreten ist, nicht mehr bewegt werden dürfen.. Seite 58 meint, daß der Gott in der Seele jedes Menschen wohne.. Seite 76 erzählt von der Stadt Mokha im Jemen, woher das Getränk abgeleitet ist. Seite 90 nennt den Dammbau der Sabäer ab der Zeit von 2000 Jahren vor Christus, der sehr geplant und organisiert worden war- das hielt 1400 Jahre lang! Seite 102 erklärt die Weihrauchgewinnung und Seite 106 sagt, daß die älteste Handelsstraße die Weihrauchstraße sei.(Plinius) Die Priester sollen von den Händlern den Zehnt abgeknöpft haben - sie behielten die Kontrolle darüber. Ein interessant gemachtes Buch, das sich lohnt zu kaufen. (Antiquariat, es ist aus dem Jahr 1986) Seite 118 erzählt von einem technisch perfektem Wassertunnel, der in S-Form angelegt wurde, damit die Fließgeschwindigkeit reguliert wird - 200mtr lang und das schon vor 2000 Jahren.. Seite 124 erklärt die Andersartigkeit eines Indio-Volkes, das in 3500mtr Höhe lebt. Seite 131 - erzählt von der Königstrasse, die 5250km lang ist und Seite 137 mit den Inkafundamenten, auf die man ein Kloster überbaute, das bei einem Erdbeben einstürzte, ohne die alten Fundamente zu beschädigen..Seite 177 handelt von Religions-Schlachtungen, Seite 187 von "Grabbeigaben", Seite 191 chinesische Besetzung Tibets, Seite 199 hat eine sehr interessante Erklärung des Begriffes "Nirwana" zu bieten, welcher mir sehr plausibel zu sein scheint. Der Individualismus der Tibeter und Religionswahnwitz kommt auch zur Sprache. Seite 202 erklärt die "Manisteine", die ähnlich wie die sind, die wir auf den Wanderungen immer wieder sehen.. Seite 220 "Das Urteil des eigenen Gewissens als das Urteil Yamas. Ein lesenswertes Buch, das nie langweilig wurde.

***

Vor gut 20 Jahren geschrieben ist der Roman OP Center4 Sprengsatz von Tom Clancy (1986) - hier lese ich von der noch überwiegend säkularisierten Türkei, die sich nie unter ein islamisches Diktat stellen würde.. wie sehr sich die Zeit doch ändert - im Buch ist auch vom Zweistromland zu lesen, wo Euphrat und Tigris mit türk. Staudämmen den anderen Nationen buchstäblich das Wasser abschneidet.

***

Heute habe ich das Buch "So was von tot" von Chris Holm gelesen, ein Thriller oder Kriminalroman, der durchaus Leser aus anderen Interessensgebieten überzeugen kann.

***

Das besondere Buch

An dieser Stelle möchte ich auf einen ganz eigensinnigen Roman hinweisen,
der sich in unglaublich belesener Art feinfühlig mit der Philosophie auseinander setzt.
"Sofies Welt Roman über die Geschichte der Philosophie"
Erschienen 1991 und vermutlich noch im Buchantiquariat zu bekommen.
Ich erlaube mir ein paar Seiten als Konkordanz zu nennen,
die mir besonders aufgefallen sind.
Dieses Buch ist eigentlich die perfekte Ergänzung
oder Verbesserung oder Weiterführung meiner Seiten "Geschichtliches",
die ich Euch, geneigte Leserschaft unbedingt ans Herz legen möchte !


***

Gut zu lesen und plausibel zusammen gestellt ist "Das verlorene Symbol" von Dan Br own, ein Thriller aus dem Jahr 2009 - empfehlenswert allemal.

***

Geradezu mystisch und verschwiegen ist das Buch "GÄA" von Frank Thiess, ohne Jahresangabe vom Europäischen Buchklub "Sonderausgabe". Ganz sicher schon etliche Jahrzehnte alt und mit überraschenden stillen Erkenntnissen. Ungeschrieben ist der Leser aufgefordert neu lesen zu lernen: "Der Erleuchtung harren und sich in Geduld fassen, nicht besseres lag ihm ob." Meine Frau gab mir den Tipp im Web zu recherchieren und bei Wiki (wo wir Fördermitglied sind) bin ich fündig geworden. Wiki zu Frank Thiess - das Buch GÄA ist also aus dem Jahr 1957. Ich kann hier keine "Rechtslastigkeit" in diesem Buch erkennen, selbst wenn die "Linke Brille" aufgesetzt wird! Auf Seite 362 erlebt ihr, liebe Leserschaft, was eine Ehe ausmacht.. Bei A manzon ab 99 Cents gebraucht zu erstehen.

***

Ein Taschenbuch, das 1999 in Deutsch erschien ist "Weit wie das Meer", ein Liebes,- eher ein Schicksalsroman, den man nicht so einfach weglegen kann. Spannend und plausibel gemacht. Von Nicholas Sparks. Mal was anderes!

***

Hintenan gestellt habe ich das Buch "theorie der feinen leute" von 1958, mit meiner etwas ausführlicheren Rezension.

***

Ein etwas ungewöhnlich geschriebener Roman wäre "Wintergewitter" von Kurz Jhlenfeld 1951 Berlin. Mit Bleistift steht auf den 1. Seiten "9,80" geschrieben. DM, Deutsche Mark. Aus der Reihe Siebenstern sei es, lese ich und es erzählt in ergreifender Weise von den Schicksalen in den letzten Kriegsmonaten, von Flucht und Vertreibung. Das sollte man gelesen haben, um die Gedanken der damaligen Flüchtlinge, deren Urenkel schon groß sind, zu verstehen. Das Buch ist keinesfalls belehrend oder akademisch, sondern fast wie ein etwas abgewandelter Bericht über diese Zeit, wo nur Namen und Orte verändert worden sind, um niemandem zu nahe zu treten. Ich kann diese Lektüre nur anraten. (Bis zur ersten Pause habe ich 80 Seiten geschafft, obwohl gründlich gelesen wurde) Es gehört eher in den Deutsch- oder Geschichtsunterricht als das Pauken von Grammatik, damit sich diese Geschehnisse nie wieder wiederholen!

***

Persönlich hatte ich das Glück in einer Zeit zu leben, die wie noch keine zuvor Fortschritt in allen Bereichen brachte: 1950 - 2000 waren wohl die stärksten Veränderungen, zumindest aber die "nachhaltigsten" in der Menschheitsgeschichte.

Ein leuchtendes Beispiel:
"Armut ist ein brennend Hemd", von Annegret Held, 2015. Dieser Roman spielt im Westerwald um 1848 herum, als die große Revolution kam.. hier werden Probleme deutlich, die man in Geschichtsbüchern vergeblich sucht: Erstmals wurden die Äcker gedüngt, Obstbäume im Westerwald gepflanzt, mit Saaten aus Russland bekam der Herzog den Hunger in den Griff. Seine Beweggründe waren allerdings mehr auf die "Aushebung" von wehrfähigen Soldaten, als auf Hungergestalten gerichtet, die keine Kraft hatten. In dieser Zeit fand auch die Revolution im Nassauer Land statt. Spannend ist dazu der Kontext mit Holland zu lesen.

Heute ist so vieles total umgekrempelt worden, besonders ist die Rationalisierung, Globalisierung, Europäisierung und die Völkerwanderung zu nennen, die Europa dauerhaft überschattet. Die Versorgungssicherheit in allen Bereichen, vom Lebensmittel, Heizmaterial, Strom und soziale Hilfen sind in der Entwicklung zuvor ohne Beispiel - hier hat sich sehr viel getan. Wie sich die ethnische Entwicklung bei uns in Deutschland, in Europa, zeigen wird, können wir in den USA bereits "bewundern". Nicht jeder Fortschritt ist ein solcher, was in den Hinterköpfen der Staatenlenker und Vermögenden bleibt, ist die persönliche Gier, die über die Erkenntnis der menschlichen Sterblichkeit wohl noch immer nicht Bescheid weiß.

***

Buchempfehlung: Gut zu lesen und plausibel zusammen gestellt ist "Das verlorene Symbol" von Dan Br own, ein Thriller aus dem Jahr 2009 - empfehlenswert allemal, auch wenn die typischen, haarsträubenden amerikanischen Machtphantasien stellenweise skurrile Ausmaße annehmen: Besonders was Cia (welche garantiert kein Heilsbringer für die Menschen ist oder war oder je sein wird) und Freimaurerei anbelangt. Eine kindlich- frenetische Religiösität, die sich wie ein Strudel die "Wahrheit" angeeignet hat, will die Menschen in den Ursprungsländern dieser Religionen übertreffen und alles für sich reklamieren.. Irgendwie fängt alles in den USA an - lange bevor man Amerika entdeckte - so könnte man denken, glaubte man dem Autoren. Ich lese aber auch Dinge, die mir selbst als Erkenntnis zugekommen sind und schon vor dieser Lektüre deutliche gesundheitliche Erfolge brachten: Die Zirbeldrüse als "Circumpunct", den man mit Konzentration ansprechen kann um sich selbst zu heilen -zumindest so weit wie es der Konstitution möglich - und daß Gott den Menschen nach seinem Ebenbild schuf - er meinte nicht den Körper - um eine vollkommen spirituelle Reife zu erreichen. (Der Vergleich mit einer Geige wurde genannt; jeder kann damit herrliche Töne spielen, alles ist eine Frage der Übung und des Willens und der Konzentration.) Das Potential EINIGER Menschen gemeinsam ist um ein Vielfaches höher, als wenn jeder für sich alleine.. Das Wörtchen "Noetik" taucht auf im Buch, das ich nur anraten kann. (Vermutlich nur noch im Antiquariat erhältlich)

***


Buchrezension "theorie der feinen leute" th orstein veblen, vermutlich aus dem Jahr 1958.

Er, der Veblen, gehört zweifelsohne zu den Sinn - und Prestige suchenden Müßiggängern, die andere Leute durch das Mikroskop zu betrachten scheint, dabei aber jeglicher Selbstkritik entbehren will und sogar ein "Studium" aus dieser fixen Idee macht. Seite 17: "Ambivalente" Haltung des Autors. Seite 24: Seine Differenzierung von produktiver zu unproduktiver oder "müßiger Beschäftigung" ist heute nicht mehr zeitgemäß oder haltbar, weil immer mehr Büroberufe dazu gekommen sind. Seite 27: Heldentum versus täglicher Plackerei ! Seite 29: "ungestalte Schöpfung", welcher sich die Industrie annehmen soll, beseelte und unbeseelte Dinge. (Wobei er spaßigerweise Naturgewalten als "beseelt" ansah)

Dramatisch finde ich, daß man daraus ein Studium machen kann und das bei sehr angesehenden Universitäten - haben die wirklich nichts Besseres und Sinnvolleres zu tun?! Nach vielen Büchern mit und um Philosophie als solches und im Besonderen komme ich zu dem Schluß, daß es sich um einen Mix aus Sprücheklopfer, Verschwörungstheoretikern und Wahrsagern zu handeln scheint. (Die eben sonst keine Fähigkeiten -z.B der praktischen Art besaßen und hier hätte dieser Buchautor durchaus recht.)

Seite 33: "räuberischer Lebensstil" Unterwürfigkeit ist verächtlich, Seite 34: Auf Konkurrenz beruhende Macht mit Gewalt. Seite 35: "räuberische Lebensweise als Heldentum und Kühnheit"

"Es ist eines Mannes unwürdig, Güter auf andere Weise als durch Raub zu erwerben"

Seite 36: Der Kampf gegen Mächtige und kraftvolle Kreaturen, die auf Wappenschildern bereits heraldisch-heroisch erscheinen.

"Arbeiten für andere und unter Aufsicht oder mit Geräten ist unter der Würde des Mannes"

Seite 40: "Die Frau als Eigentum des Mannes" wird als niederwertig angesehen.

Nun habe ich aber die Nase voll!

So ein Spinner, ein echter Aufhetzer und Stubengelehrter!

Bis zur Seite 40 bin ich gekommen, dann war mir meine Zeit zu schade für diesen Mist.

Bisher habe ich nur 3 Bücher in den Papierkontainer geworfen: Eines über Dianetik, das zweite war ein übel sexistischer Roman und nun dieses Buch! (Es soll niemanden mehr in den Krieg verlocken, zu Raub und Gewalt aufrufen, was passieren könnte, käme es wieder in die Büchertausch-Ecke zurück) Vielleicht wird ja Klopapier daraus und hilft damit unseren beutegreifenden Hamsterern in der Coronakrise..

Jetzt könnt ihr, liebe Leserschaften, vielleicht eher meine Denkweise verstehen, die nichts von "Geisteswissenschaften" hält..

***


An dieser Stelle möchte ich mit meinen Buchempfehlungen fortfahren, die schon seit Jahren laufen.
Mit Vergnügen leihe ich mir die entsprechenden Exemplare in der Stadtbücherei zu Weilburg aus. Das halte ich für sinnvoller, als alle diese Werke in ellenlangen Regalen aufzuheben, abzustauben und VIELLEICHT irgendwann einmal wieder zu lesen. Diese Wahrscheinlichkeit liegt (fast) nahe Null, weil ich mich an ein gutes Buch meistens erinnere.

Das Buch von Annegred Held "Armut ist ein brennend Hemd" - vom Leben früher Leute des Westerwaldes - habe ich schon das 3. Mal gekauft: Zwei wurden verschenkt, an würdige Leser.

***

Heute habe ich drei Titel mitgebracht:

1. Europa, eine Geschichte seiner Völker, von Jean Baptiste Duroselle, aus dem Jahr 1990 - hier lese ich im Einband: "darunter Inquisitoren, Rassismus und Völkermorde, die Selbstzerstörung Europas in zwei Weltkriegen" Das sehe ich auch so, denn es ist nie nur ein Land schuldig geworden, sondern immer mehrere. Die Gesamtzusammenhänge erschließen sich gedoch nur sehr mühsam, meistens kaum und wenn, dann fast zu spät um darüber zu reden. Im Vorwort ist einige Danksagung, aber auch Anregung durch Aufregung genannt, die durch dieses Werk entstehen wird - und die Hoffnung auf eine gemeinsame europ. Zukunft. Dem darf ich mich gerne anschließen.
Aber: Wer schon viele geschichtliche Werke gelesen hat, für den ist dieses Buch ätzend, verdreht und wenig hilfreich. Auf Seite 49 rechts unten finde ich einen Hinweis auf Jules Michelet, er meint sinngemäß, daß er keine Rasse sieht oder nicht mehr wahrnimmt, das wäre eine Sache der Vergangenheit. Das Wort Rasse würde leicht zum Haß, Eifersucht und Streit mißbraucht. Irgendwo hat er freilich recht, denn eine Rasse kann nur da sein, wo etwas gezüchtet worden ist. Die Menschen sind in Arten unterschiedlich, die einen sind eben Afrika angepasst, die anderen gemäßigten Zonen - aber die Mentalitäten unterscheiden sich je nach Region ganz erheblich. Wie alles in diesem Buch scheint mir die Betrachtung zu einseitig zu sein, zu gefärbt. Und auch das macht den Haß und den Streit, den er so beklagt. Im Europa von 2019 kann man auf keinen Fall von einem europ. "Wir-Gefühl" sprechen.
Dieses Werk werde ich bald durchgeblättert haben und mich wieder dem Lateinbuch widmen, das ist angenehmer.

2. Kollaps, Warum Gesellschaften überleben oder untergehen, von S.Fischer (Jared Diamond) aus dem Jahr 2005 (Schwafel-Buch, nicht empfehlenswert)

3. Der Weg in den neuen kalten Krieg, von Peter Scholl-Latour, den ich in seiner Gesinnung sehr schätze und achte. (1a, dieses Buch sollte von allen weltgeschichtlich und politisch Interessierten gelesen werden, die den Glauben an die offizielle Berichterstattung verloren haben !)

***

Ich fange an mit einem Buch, das schon einmal rezensiert wurde und das ich so gut fand es mehrfach -gebraucht- zu kaufen und zu verschenken - an würdige Leute. Es handelt sich um "Armut ist ein brennend Hemd", von Annegret Held, 2015. Dieser Roman spielt im Westerwald um 1848 herum, als die große Revolution kam.. hier werden Probleme deutlich, die man in Geschichtsbüchern vergeblich sucht! (Dieses letzte -gleiche- Buch, das ich nachgekauft hatte, ist in der Büchertauschecke gelandet - damit möglichst viele Leute es lesen können)

***

Ebenfalls nicht so leicht zu lesen ist dieses Buch: "Hessische Sagen" aus dem Jahr 1979. Die z.T. in Originaltexten gehaltenen kurzen Geschichten und Fabeln erzählen nicht nur von alten Zeiten, sie sind auch noch in der alten Denk- und Schreibweise gehalten. 355 Seiten plus Register. Besser als ein Geschichtsunterricht.

***

Diesmal habe ich ein Jugendbuch erwischt (unwissentlich) und es für recht gut empfunden: Joa chim Fr iedrich "Kaltes Wasser" - es liest sich flott und angenehm, bis zum letzten Viertel, wo -für mich- die Plausibilität an zwei Stellen hapert.

***

Das naechste Buch liegt auf dem Schemel:
"Raetsel der Menschheit" ein Bildband ISBN 1-40547-897-7
"ungeklaerte Wunder und geheimnisvolle Erscheinungen" - leider ohne Jahresangabe.
Schoen geschrieben, kurze Beitraege, interessant gestaltet mit wunderschoenen Bildern.
Auf Seite 54/54 verstieg sich der Autor dazu "Voelkisch rassistisches Interesse an germanischen Kultstaetten"
zu schreiben und triefte weiter mit "..in die Naehe von faschistischem Gedankengut" zu betiteln.
Nun ist Faschismus etwas anderes als ein vielleicht aus ideologischen Gruenden ueberstiegenes Interesse
an alten Sagen und Kultstaetten, die sind sehr sehr viel aelter als die 13 Jahre "1000jaehriges Reich",
das von einem Machthaber "mit Wurzeln" angefuehrt wurde.
Schriftsteller koennen zuweilen eher faschistoide Zuege haben, wenn sie alles in einen Topf werfen.
Hier scheint die Umerziehung nach dem Krieg kraeftig Blueten zu treiben oder eine typische Studentendenke?
Seite 64/65 erwaehnt, dass frueher Kathedralen
ueber die Kraftorte der Kelten gebaut worden seien,
sowie von einer Jungfrau mit Kind wie schon in Chartres verehrt wurde - 100 Jahre vor Christi Geburt !
Seite 113 - der elektrische Mensch, Mysterien und Wunder, Aura und Strom- auf einem Bild lies ein Mann
ein magisches Seil schweben, nur durch seine Koerperelektrizitaet - ich sehe auf der Fotografie
klar einen feinen Faden,rechts von den Knoepfen bis ueber das Sakko,dort rechts am Knopfloch.
Das Wunder der Stigmata ist ebenso schraeg - Kreuzigungen waren so, dass durch die Handwurzel
Naegel geschlagen wurden und nicht durch die Handflaeche, wie bei den Heiligenbildern zu sehen..
Seite 118 der Koelner Kaiser Barbarossa nahm die heiligen Drei Koenige zum Anlass, den Priestern mitzuteilen,
dass diese drei Koenige zuerst dem Heiland gehuldigt haetten - also habe er Anspruch VOR den Priestern..
Das Buch ist recht aufschlussreich.
Seite 217 "aber nicht nur die Religionen, auch der GEMEINE VOLKSGLAUBEN geht von einem Leben nach dem Tod aus"
Seite 234 Lt. dem heiligen Ambrosius ist das Einhorn (Weisses Pferd mit Horn) das Symbol Christi..
Seite 263 "nicht ich, sondern dein Glaube hat dich geheilt"
Seite 269 Schamanen gleich Heilende.
Seite 282 Der Papst hat die heilige Katharina von Siena im Jahr 1430 exhumieren und zerteilen lassen -
als Reliquien vergeben - was 400 Jahre spaeter nochmal zerteilt worden sein soll..
Seite 286 Seltsame Sichtungen und Erzaehlungen von Alters her - Ufos?
Seite 299 Engl. Atomtests in Suedaustralien von 1953-1963 -
die Aborigines seien wie Tiere behandelt worden.
Voelkermord?
Seite 310 Zitat:
"Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erklaeren laesst"
(Marie von Ebner Eschenbach 1830-1916)

***

Das naechste Buch hatte ich eigentlich vorgezogen,
weil zwei lehrreiche Werke hintereinander ein wenig zuviel des Guten waeren:
Also kommt "Limit", ein richtig dickes Taschenbuch mit ueber 1200 Seiten dran -
aus dem Jahr 2009 von Frank Schaetzing, ein Roman mit Weltraumcharakter.
An belangloser, langweilig, langatmiger und bezugsfreier Schilderung kaum zu ueberbieten,
wo es eigentlich recht gut anfing- 30 Seiten habe ich geschafft, noch 2 Seiten drangehaengt und
zigmal dabei eingenickt. Mist.

***

Judith Lennox, "die geheimen Jahre" aus dem Jahr 2004 - hier habe ich ueberhaupt keinen Ansatzpunkt
finden koennen- ob die Texte aus x-beliebigen anderen Stellen fremder Buecher stammen
oder ob es sich dabei um einen Frauenroman handeln mag,
ist mir verborgen geblieben - weg damit.

***

Das naechste "Werk" stammt von Thomas Gifford "Gomorrha" aus 1996, - unmoeglich zu lesen.
Mir ist dieser seltsame Autor schon wiederholt aufgefallen, weshalb ich auch das 2. Buch,
"Assassini" von 1990 nicht mal erst angefangen habe, schon auf der 1. Seite ist klar, dass
dieser Thomas Gifford ein anderer sein muss, als jener, der das Buch "Protector" geschrieben hat.

***

Das naechste Buch ist wieder ein Roman, von John Katzenbach, "Die Rache" aus dem Jahr 1989
Spannend, gut geschrieben, empfehlenswert.

***

Der naechste Roman ist von Dan Brown, "Das verlorene Symbol" aus dem Jahr 2009.
Es liest sich leicht und ist gut verstaendlich, angeblich mit Fakten gespickt und mit Tatsachen,
wo wohl nur die Handelnden fiktiv sind..
..mehr als zu erwarten, ergaben sich einige -an Wahnsinn grenzende- Selbstueberschaetzungen
der amerikanischen Denkungsart - aber auch einige interessante Erkenntnisse ueber die inneren Kraefte.

***

Das naechste Buch aus dem Jahr 1990/91 ist vom Autor des "Paten", Mario Puzo,
"Der vierte K." - ein Buch ueber den Irrwitz von Terror und zu reich geborenen Kindern.
Es liest sich gut, wie zu erwarten, ist aber (wie einige Romane)
mit grundlosen sexistischen Ausdruecken und
Beschreibung in zu drastischer Deutlichkeit ausgeschmueckt,
die das Buch und das Thema sicherlich nicht noetig gehabt haette..
..aber: Hier kann man viel ueber die Zustaende in Amerika lernen und ueber die Auslegung von Religion.
Gut gemacht, gut lesbar, aufschlussreich - sollte man gelesen haben !

***

Das naechste Buch kommt von Donna Leon "Blutige Steine", Commissario Brunettis vierzehnter Fall,
ein Roman aus dem Jahr 2000-2006.
Rezension: Schoen zu lesen, gut zu verstehen, sehr empfehlenswert - ganz schraeg auf
einige politische Geschehnisse reflektierend:
So manche Entscheidung "derer da oben" erscheint in neuem Licht.

***

Das naechste Buch auf dem Schemel "Freunde" von Hans Herlin, aus dem Jahr 1974.
Es scheint mir ein Krimi zu sein, auf dem Einband steht nichts, kein Vorwort oder so.
Warten wir's ab..
so besonders verstaendlich ist der Inhalt nicht gerade, aber auch nicht schlecht.
Das Vorwort hat es in sich:
"Wer ein einziges Mal das Strahlen des Gluecks auf dem Gesicht
eines geliebten Menschen gesehen hat, weiss, dass es fuer einen
Menschen keine andere Berufung geben kann, als dieses Leuchten
auf den ihn umgebenden Gesichtern hervorzurufen..
und der Gedanke an das Unglueck und die Nacht,
womit wir durch unser bloßes Darsein die Gemueter der Menschen erfuellen,
denen wir begegnen, zerreisst uns das Herz."
(Albert Camus, Tagebuch 1942-1951)
Leider ging dem Schreiber nach 107 Seiten die Luft aus, zumindest aber mir;
Banalitaeten besserer Leute muss ich mir nicht antun, das ist oede.
(Das Buch ist durchgefallen)

***

Schon wieder ein neues Buch auf dem Schemel:
"Das erste der sieben Siegel" von John F. Case aus dem Jahr 1998.
Ein Triller - mal sehen !
Mist - weg damit..

***

Dagegen war das naechste Buch ein geschichtlicher Bringer, wo vieles aus orginalen Berichten
korrigierte, was durch political correctness verzerrt worden
und bis heute eigentlich nie berichtigt worden ist.
"Sie kommen!" von Paul Carell - am 6.Juni 1944 an der Normandie..
(Li ngenverlag, Ullrich Stein)
Ein imposantes Werk, gut geschrieben, es macht selbst dieses abstossende Thema verdaulich.
Fuer geschichtlich Interessierte und solche, die eben dieses "political correctness" hinterfragen.

***

Nun ist ein vollkommen anderes, sehr dickes Buch an der Reihe:
Ein Roman von Maeve Binchy "der gruene See", aus dem Jahr 1996 / 2000 - gut zu lesen,
unterhaltsam gemacht und gut verstaendlich.
(Es geht um eine Aussenseiterin in einem irischen Dorf)

***

"Bis in den Tod hinein" ist ein 2013 geschriebener Phantasie-Roman n v incent K liesch, "kaltes Wasser" als Refrain. Liest sich gut, ein richtiges Terrassen-Buch. Ein paar kleine Fehlerchen sind auch darin (z.B. Seite 272 - wieso nun doch ein Durchschuß? Seite 360 "Fernsehtoden") Der sympathische Anhang macht das aber wieder wett.. Nun sieht man jedoch, wie meine Fehler auf der Homepage beharrlich bleibe; habe ich keinen Menschen, der auch nur überfliegend zur Korrektur lesen wird.. noch garstiger ist meine rudimentäre schulische Bildung, die so manchen Fehler nicht erst erkennen lässt!

***

Haas - v. Kienle "Lateinisch-Deutsches Woerterbuch von 1952, Din A4,
ist die ersten 10 Seiten lesbar, ja sogar sehr empfehlenswert, was diese seltsamen Begriffe "Arier" und "Indogermanen" gut erklaert. Danach bis Seite 48 wird es pedantisch sektiererisch in Sachen Grammatik und Phonetik, das ist nicht mein Ding. Vor so viel Kleingeist gruselt es mir immer wieder. Danach geht es als normales Woerterbuch mit weitergehenden Erlaeuterungen weiter. Immerhin habe ich den Plautus als Autor wieder in Erinnerung, eine Spur, der es sich zu folgen lohnt. (Als Gegenpol zu den verquirlten Hochgestochenheiten)

"Groessere Lateinische Grammatik" von Dr Karl Eduard Putsche aus dem Jahr 1850 - ist nur auf dem ersten Drittel sinnig, wenn man die Grammatik auffrischen moechte.


***

Ein ausgeliehenes Buch aus der Buecherei zu Weilburg "Menschen und Staedte an Neckar, Lahn und Main" Koehler Herford 1980 ist so schoen geschrieben, dass ich es bei Am azon gerade nachbestellt habe, damit dieses in der Familie herum gereicht werden kann - gerade die Kinder und Enkel sind ganz versessen auf die alten, schaurig schoenen Sagen des Lahntals. Um es kurz zu machen - 3,56 Euro incl. Fracht. Du meine Guete, warum sind gute Buecher so billig? Auf alle Faelle moechte ich dieses Werk ganz warm ans Herz gelegt haben: Gerade aus den alten Sagen und Geschichten wird das Wesen der Menschen aus alter Zeit wieder lebendig, fuehrt uns in einen sanften Strudel der Gefuehle hinein, die kein Film bieten kann.

***

Noch einen Nachtrag zu der gekauften Filmserie "Die Waltons", wo das Leben einer Familie in der Rezessionszeit in Virginia erzaehlt wird - die Religionsbesoffenheit der Baptisten kommt hier sehr schoen heraus, besonders in den etwas spaeteren Staffeln. Das zeigt mir wieder einmal mehr, dass Religion schnell zum Fanatismus werden kann, der Frauen wohl tiefer befaellt als Maenner, wie eine schlimme Krankheit, ein Hirnwurm. Wie auch immer, die ganzen Staffeln sind in einem Schuber und der geht spaeter an unsere Tochter, damit sie es sich -zusammen mit Mann und den drei Maedels anschauen kann. Ich halte diese Hinwendung zum historischen Kontext heute fuer eine dringende Sache. Weiter geht es: Vorletzte Staffel wurde in weiten Teilen oede und langweilig, weil John-Boy durch einen vollkommen unpassenden Typen ersetzt wurde, die Serie geriet zum Krampf. (Wie fast bei allen Serien) Ab und zu gewinnt die Sache nochmal an Schwung, es ist wohl die Handlung ausgegangen. Interessant sind dennoch die Zustaende der damaligen Zeit und wie die USA unter diesem verdammenten Krieg gelitten haben. Das tut mir sehr leid, auch wenn ich und nicht mal meine Vorfahren etwas dafuer konnten. (denen wurde nur befohlen, die hatten nichts zu melden, zumal keiner von denen auch nur das Abitur hatte, also kein Offizier werden konnte) Man kann durch die Filmserie "Die Waltons" sehr gut die Ueberheblichkeit der Militaers erleben, die wohl in allen Laendern der Welt aehnlich ist. Von dem Serien-Ueberdruss ist auch "Hoer mal wer da haemmert" nicht ausgenommen.. Wir geben diese beiden Serien sowieso weiter, deshalb werden auch die letzten Waltons tapfer angeschaut.

***

Ach, was haben mir die Latein-Buecher so gefehlt - geschwind nochmal welche nachbestellt um genuegend "Munition" fuer die Stunden auf Terrassinien zu haben. (Diese Buecher veraltern garantiert nie..)

Epistulae morales ad Lucilium. Liber V Briefe an Lucilius ueber Ethik. 5. Buch von Loretto, Franz

Reclams Universal-Bibliothek Nr. 1846: De tranquillitate animi / ueber die Ausgeglichenheit der Seele von Heinz Gunermann

Ab urbe condita. Auswahl aus dem Gesamtwerk: Text (Latein) (Aschendorffs Sammlung) von Mueller, Armin

Weiter sind noch auf der "Wunschliste" - Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut !

Latein ist tot, es lebe Latein!
Kleine Geschichte einer grossen Sprache von Wilfried Stroh und Guenter Mattei

Latein lebt: Von der Schoenheit einer nutzlosen Sprache von Nicola Gardini, Stefanie Roemer

Noch ein Buch von Wilfried Stroh, das ich bei mir eingemeinden werde:
"Cicero, Redner, Staatsmann, Philosoph" mit 128 Seiten.

Vom gleichen Autor lese ich gerade das Buch "Die Macht der Rede", etwas über Rhetorik - spannend allemal und erhellend, was die heutigen Agitatoren anbelangt. Das sollte eigentlich jeder gelesen haben !

Sowie die CD Sammlung:
Rom - The Complete Collection [11 DVDs] In der Hauptrolle Kerry Condon, Lindsay Duncan (DVD)

***

Beitraege zur Husumer Stadtgeschichte heisst das naechste Werk, von der biografischen Skizze des Lebens des Husumer Kantors Matthias Ebio, ueber die Tagebuchaufzeichnungen des Pastors Friderich Ludwig Herr bis zu Berichten ueber die erste Pockenschutzimpfung in Husum vor 200 Jahren..

***



Der Science Fiction Film " Aftermath " sollte Pflicht sein fuer ALLE Politiker, Lehrer und Pfarrer, eben all die jenigen, welche immer zum Krieg getrieben haben. Der Film erzaehlt ganz netto und aeusserst drastisch und direkt von den Auswirkungen des Atomschlages auf dem platten Land in den Weiten Amerikas. Die Einschlaege sieht man nur von weiter Ferne - aber die Auswirkungen kommen postwendend. Ein einziges Haus hat einen Keller .. mit typischer einfachster Holzdecke darueber. Die Menschen sterben nicht nur, sie verrecken buchstaeblich elendig. Viele Menschen werden buchstaeblich zum Tier.

***

Der Roman ist von Dan Brown, "Das verlorene Symbol" aus dem Jahr 2009.
Es liest sich leicht und ist gut verstaendlich, angeblich mit Fakten gespickt und mit Tatsachen,
wo wohl nur die Handelnden fiktiv sind..
..mehr als zu erwarten, ergaben sich einige -an Wahnsinn grenzende- Selbstueberschaetzungen
der amerikanischen Denkungsart - aber auch einige interessante Erkenntnisse ueber die inneren Kraefte:
Wer also die Macht (in sich) anruft und dazu "betet" wird "Gott" und somit Hilfe und Unterstuetzung
in jedwelchen Dingen und Fragen finden - bis zur Selbstheilung.
(Die "heiligen Schriften" erzaehlen selbst vom "goettlichen Funken", den jeder Mensch habe-
wer Augen hat zu lesen, schaue, wer Ohren hat zu hoeren, hoere:
Somit ist eine Anbetung einer Existenz ausserhalb des eigenen Koerpers sinnlos, wenn dadurch nicht
zufaellig auch die eigene Macht des Glaubens angeregt wird - die Hilfe kommt aber von Innen,
nicht von oben - - - die Blickrichtung sollte also neu ueberdacht werden!)
Die Idee ist durchaus plausibel und einleuchtend, wie ich an mir selbst schon oft genug erfahren habe.
Wer also mehr wissen will ueber die manipulativen Dinge der Glaubensrichtungen,
die (heimlich) deutlich zwischen "Schafen" und "Wissenden" unterscheiden-
beide sind als "Glaeubige" angesprochen.
Wer bedenkenlos glaubt, hat sein Gehirn zur Pause geschickt und laesst sich einlullen !

***


"Oh gottogottchen, was soll nur aus unseren Kleinen werden?!" - hoert man immer und ueberall im Land. "Die da oben machen uns noch ganz kaputt, wir koennen uns nicht mehr mehr wehren" - das ist die Meinung der breiten Masse an Mitmenschen, die nicht mehr gehoert werden, weil "Koalitionen" jede Demokratie verhindern. Am besten ist es wohl, wenn man das Wahlrecht neu ueberdenkt, weil eine Teilnahme ganz offensichtlich keinen Nutzen mehr zu haben scheint. Meine Seiten "Geschichtliches" haben mit dieser Seite zur Neuzeit ihren Endpunkt erreicht und so darf ich nur noch ein sehr gutes Buch, diesmal einen Roman empfehlen: Hier ist alles enthalten, was in den Dorfchroniken belegt ist und aus den Geschichtsbuechern hervor sprang. Meine Tochter hat mir das -von ihr bei einer Dorfbuecherei ausgeliehenen- Buch zum Lesen gegeben: Ich fand das so gut und stimmig, dass ich mir das gleich nachgekauft habe! Die Handlung ist zwar im Nassauer Land angesiedelt, kann aber wohl auch andere Regionen interessieren.
Annegret Held, "Armut ist ein brennend Hemd" ISBN 978-3-8479-0593-6 aus dem Jahr 2015 mit 366 Seiten.
Auf sehr eindrucksvolle Weise wird hier aus dem Leben der Dorfbewohner der fruehen Mitte des 19.Jhds. erzaehlt, wie es wirklich war in der "guten alten Zeit" !

***

- Livius - ab urbe condita


Das Buechlein aus dem Jahr 2000 hat es in sich!

Der reiche Junge Livius hat ab dem Jahr 27 sich in den Bibliotheken herum getan und meinte dort
unvoreingenommener ueber die Zustaende im Roemischen Reich schreiben zu koennen,
als das ein Amtsinhaber oder Feldherr tun koennte.
Das hat mir schon mal gut gefallen, auch wenn dieses Vorhaben etwas weltfremd klingt..

Seite 21 "Habgier des Adels und der Aufsaessigkeit des Volkes" - gut,
das mit der Habgier ist nun nichts Neues, aber "Aufsaessigkeit des Volkes"
geht nun mal ueberhaupt nicht:
Das Volk ist die Masse des Staates und der Grund eines Staates.
Heute nennt man im Grundgesetz Deutschlands das Volk "Souveraen",
von dem "alle Gewalt ausgeht".
Wenn sich eine Minderheit oder Obrigkeit aufschwingt, die Mehrheit als "aufsaessig" zu bezeichnen,
ist das wie der heutige Ausdruck "querulatorisch" - der von Leuten mit seltsamen Rechts-Empfindungen getan wird.

Seite 30 "Politisch - theologisches Weltkonzept" - das ist im alten Rom so gewesen
und das ist im Grunde auch heute noch so, wo eine Staatsreligion zugelassen ist.

Livius wollte einen geschichtlichen Abriss schaffen, der nicht von Insidern verfasst
und erdacht worden sein soll.
Dabei hat er -aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung-
allerdings Zugang zu wichtigen Leuten gehabt.
Sein Muehen um Neutralitaet lag dennoch auf hohem Niveau.

Ich sehe, dass schon vor langer langer Zeit die Sachlagen aehnlich waren, wenn auch unter anderen Vorzeichen.

***

Der Roman von Nora Roberts "Ein Haus zum Traeumen" ist mir vollkommen unverstaendlich gewesen,
ich habe nach wenigen Seiten abgebrochen.
Meine Frau liest die Autorin gerne und -seltsam- sie versteht den Inhalt ;)

***

Der naechste Roman liegt auf dem Schemel: "Lava", von Richard Doyle, aus dem Jahr 2006.
Die Beschreibung verspricht Spannung - ohne Vorwarnung bricht der Vulkan auf La Palma aus..
sehr sehr spannend, gut geschrieben!

***

Ein ganzer Schwung neuer Buecher ist von der staedt. Buecherei Weilburg neben meinem
Ohrenbackensessel gelandet.
(Alle fuer 50 Cents das Stueck erworben, wo ich allerdings immer mehr spende)
Nach mir werden die meisten dieser Buecher von meiner Frau gelesen,
dann gehen sie in die Buecherwand meiner Tochter ein - die genuegend Mitleser hat..

***

Das naechste Buch, ein Roman, ist von Ann Granger "Nur der Tod ist ohne Makel" von 2002 -
es liest sich schon mal gut, wie nicht anders zu erwarten.
Spannend bis zuletzt.

***

"Die letzte Sure", ein Roman von Zoe Ferraris aus dem Jahr 2007 liegt nun auf dem Schemel-
ein stattliches Buch im Format, schoen gebunden.
Ein richtig toller, sehr spannender Roman, der gut recherchiert ist.

***

Mary Higgins Clark schrieb den Roman: "Weil deine Augen ihn nicht sehen" im Jahr 2006
Es geht um Kindesentfuehrung.. richtig spannend gemacht, unbedingt empfehlenswert.

***

Das naechste Buch bitte! Von Arnaldur Indridason "Gletscher Grab", ein Island Thriller
aus dem Jahr 1999 - liest sich schon mal recht leicht und ist auch spannend genug..
..ich war erst skeptisch und habe das Buch dann doch mitgenommen. Gut so!

***

(Ich sage mal dazu, dass die Themen ziemlich willkuerlich kommen, ich nehme mit,
was die Buecherei gerade auf Lager hat:
Meine Frau liest auch gerne und so sitzen wir zusammen in einem ehemaligen Kinderzimmer, das wir heute das "Teezimmer" nennen -
schoen sonnig nach Westen hin mit einem grossen Fenster.)

***

Der naechste Roman ist von Thomas Gifford "Protector! aus dem Jahr 1999 -
geheime Missionen um den sogenannten "Wuestenfuchs" Ro mmel in einer Verschwoerungsgeschichte.
Ueber 780 Seiten stark ist dieser Thriller. -
Hierzu muss ich sagen, dass das zwar ein Roman ist, aber ziemlich gut die angeblich "bessere Gesellschaft" spiegelt, mit all ihren Intrigen und Hochmut. Es waere besser gewesen, die Gesellschaft als Ganzes haette Krieg gegen diese nochnaesigen Taugenichtse gefuehrt, als die Bevoelkerung der Welt mit "Schlachten" zu ueberziehen. Lesenswert allemal - als Rezension kann ich sagen: Die Dekadenz der "besseren Leute" in aller Welt -hier Paris- war beispiellos abgehoben gegen die einfache Bevoelkerung, ziemlich hemmungslos und stinkefaul waren sie auch, ueberfluessig wie ein Kropf. Auf Seite 452 hat der Uebersetzer oder der Autor das Wort "Nazismus" angewandt, wo Na tionalsozialismus gemeint war. (Gut, es ist nur ein Roman und keine wissenschaftliche Abhandlung) Zusaetzlich moechte ich bemerken, dass dieser Roman staendig unter irgendwelche Ego-Roecke schaut, die Moral dieser Zeit (zumindest bei den Bessergestellten) zeigt und das typische engl. "Fairplay". Lesenswert allemal, auch wenn sich die Zeiten heute ziemlich gewandelt haben - die Grundtendenz wird wohl so sein, wie der Schreiber das sah.

***

In Bogota, Columbien ist ein Muellmann unterwegs, der selbst kaum lesen gelernt hat -
er rettet Buecher, die weggeworfen worden sind.
Seine Wohnung ist halb voll damit und staendig sind Leute bei ihm,
die sich mit Lektuere versorgen.
"Eine chaotische Auswahl nach dem Zufallsprinzip", wie es heisst.
"Der Mann freue sich, wenn er anderen Menschen Zugang zu Buechern verschafft habe"
So der TV - Bericht.
Eigentlich suche ich inzwischen meine Lektuere in der Buecherei genau so aus..
(Ich bin gut damit gefahren)

***

Das naechste Buch ist ein Thriller: "Waechter der Tiefe" von Lincoln Child aus dem Jahr 2007
"12000 Fuss unter der Meeresoberflaeche"... sehr spannend, bis zum Schluss.

***

"Die Flut" von Kennth Abel, von 2009 -Hurrikan Kathrina und ein Bau-Skandal als Thema..
wird das naechste Buch dieser Reihe. Gut 40 Seiten habe ich durchgehalten, dann sind die vielen Namen
vor meinen Augen verschwommen. Wer von uns weiss schon genau, ob maennl. oder weiblich, wenn der folgende
Text kein Personalpronomen hat? Also weggelegt- vielleicht kommt meine Frau damit zurecht.
(Sie kam damit zurecht und fand das Buch gut)

***

Das naechste Buch ist auch aus dieser Reihe, von Cedric Bannel "Die Formel", aus dem Jahr 1999..
Impfstoff, Creutzfeld-Jakob-Krankheit, Seuche... es faengt gut an, liest sich einwandfrei und ist
vom Sinngehalt, der Plausibilitaet in Ordnung. Spannend bis zum Schluss.

***

"So erklaert Boris Lilly seine Liebe"
Die anglizistischen Vereinfachungen sind es, die mich von manchen Buchwerken abhalten-
mag sein, dass das heute als kleinlich angesehen wird, aber:
Erklaert hier ein Boris Lilly seine Liebe in der Art, wie man jemandem ein Hobby erklaert,
oder erklaert ein Boris der Lilly seine Liebe?
Zu sehr kann man Sprache also nicht ausduennen, sonst wird es schier unverstaendlich
oder zweideutig, wie in diesem Fall.
(Wer weder Boris noch Lilly kennt, hat ein Problem und so geht es mir mit vielen auslaendischen Vornamen
in den Buechern, die ins Deutsche uebersetzt worden sind)

***

Das letzte Buch dieser Reihe ist "Phaenomen" von Tom Nestor, aus dem Jahr 2009.
Dieser Thriller handelt vom "Baum der Erkenntnis", aus dem biblischen "Paradies",
ein immer wieder lebendiges Thema.

***

Wieder darf ich herzlich zur naechsten Buecherecke begruessen!
Wie immer habe ich in der staedt. Buecherei Weilburg ausrangierte Buecher erbeuten koennen,
die meistens nicht sonderlich belesen aussehen - diesmal waren es 9 Buecher,
die nun neben dem Ohrenbackensessel mit dem Schemel davor in der Stofftasche warten.

***

Der erste Titel lautet: "Urangst" von Dean Koontz, ein Roman aus dem Jahr 2009.
Was anfaengt wie ein Stalk, entpuppt sich.. als eine seltsame und verwickelte Geschichte,
die sehr phantasiereich und zuweilen mit viel zu vielen Namen gestaltet, aber dennoch lesbar war.

***

Das naechste Buch kommt auf den Schemel: "Beta Maennchen" von Stefan Bonner und Anne Weiss,
"sind die Maenner noch zu retten?" aus dem Jahr 2014.
Nach 30 Seiten habe ich entnervt abgebrochen, weil sich die Namen immer weniger verifizierbar zeigten?
Diesmal nicht, vielmehr traten Plausibilitaetsprobleme auf, gepaart mit laecherlichen Plattigkeiten.
(Wenn ich die Rede von Mann und Frau in diesem Buch nicht mehr zu unterscheiden vermag, wird es eng: Hat diesen Spruch gerade der Mann oder die Frau losgelassen?)

***

Das naechste Buch von Mary Higgins Clark, hochgelobt von meiner Frau, habe ich nach nur 10 Seiten
zur Seite gelegt, es war mir zu verworren. "Wenn wir uns wiedersehen" - bestimmt nicht,
so ein Buch brauche ich nicht.

***

Das naechste Buch von Helga Glaesener "die Hexe und der Leichendieb" wand sich in Seltsamkeiten,
strubbeligen Frauengedanken bis zur Verwirrnis- nach 50 Seiten: Weg ins Koerbchen damit.
Meine Frau liest es und kommt damit klar - auf diese Weise erfahre ich auch,
weshalb es mir nicht verstaendlich war: Zeitspruenge ohne Ankuendigung verwirrten mich.
(Das geht mir bei manchen Filmen ebenso,- das soll lt. Forschern maennlichen Hirnen oft passieren)

***

Auf dem Hocker liegt: "Ohnmachtspiele" von Georg Haderer,
ein unverkaeufliches, unkorrigiertes Leseexemplar aus dem Jahr 2010.
Ein Kriminalroman, der mir schon auf dem Cover garstig vorkam "sein 2. Schaeferkrimi -
dann der Anfang der 1. Seite. Nein danke, dem folgen noch 3 weitere seltsame Frauenromane,
die mir die Erwaehnung ebenso wenig wert sind.

***

Katharina Peters schrieb "Hafenmord" ein Ruegenkrimi aus dem Jahr 2013..
.. dieses Buch ist gut geschrieben, es laesst sich plausibel lesen und spannend ist es auch.

***

Das naechste Werk ist von John Grisham "der Gefangene" und faengt schon mal gut und lesbar an..
..oh weh, es ist ein Tatsachenroman, ueber 460 Seiten lang und mit erschuetternden Berichten
ueber ein verdorbenes Leben als Mittelpunkt in dem US- amerik. Justizunrecht, das sich wie
ein roter Faden bis in die Todeszellen zieht.
Das Buch ergoss sich zeitweise in zu vielen Details ueber den Sport,
war aber nie langweilig oder schwer zu lesen oder zu verstehen.

***

Der naechste Roman ist fiktiver Art - "Das Geheimnis der Schwestern" von Victoria Holt aus dem Jahr 1963 -
ich musste zweimal nachsehen, tatsaechlich 1963.
(Das Buch liest sich prima, ist gut und verstaendlich geschrieben, plausibel und interessant)

***

Herzlichen Glueckwunsch an unsere Stadtbuecherei in Weilburg
zum 50jaehrigen Bestehen - hoffentlich bleibt sie uns noch lange erhalten !

***

"Lesescouts" und "Lese-Nacht" und Foerderungen der Kinder
sollen fuer mehr Freude am Lesen sorgen.
Ich denke, diese Freude haben die meisten Kinder sowieso.
Ein gutes Projekt ist es allemal, weil dadurch auch die Selbstsicherheit steigt,
die mit der allgemeinen Dreistigkeit nichts zu tun hat:
Mit dem Lesen kommt das Interesse an Bildung eher als im Internet,
das kann jeder ganz leicht feststellen..

***

Der naechste Roman ist von Bria n Kee ne "Totes Meer" aus dem Jahr 2010.
Irgendwas mit Verfolgungswahn und Zombies, lobt das Cover aus - schaun' wir mal!
Nach 13 Seiten habe ich das Buch in die Altpapiertonne getan:
Leichen mit raushaengenden Daermen, die andere Menschen fressen wollten, die daran starben
und bald selbst als Zombies herum liefen und wiederum andere Menschen fressen - das war mir zu billig.
(Das ist das zweite Buch, das ich ohne Reue in die Tonne tat- so einen Mist moechte ich niemanden nach mir zumuten)

***

Der naechste Roman ist wertvoller eingebunden, es ist ein historischer Roman und spielt im 12.Jhd.,
wo "guetige" Moenche kranke oder entstellte Menschen auf einer Insel einsperrten ...
Von Rebecca Gable "Hiobs Brueder", gut 900 Seiten stark, ein Ausgabedatum habe ich nicht finden koennen.
Obwohl ich durch den Anfang etwas verunsichert war, hat sich dieser Roman sehr gut lesen und verstehen lassen.
Mir fiel auf, dass die Namen, die irgendwann mal auftauchten und dann laengere Zeit keine Beachtung mehr hatten,
gut durch einen geschickten Beisatz wieder in Erinnerung geholt wurden.
Dieses Werk haette so manche -besonders blutruenstige und so manche "Zwischenmenschlichkeit" - besser nicht allzu offenherzig oder plump gezeigt, dann waere der Inhalt noch besser gewesen. (Meine Frau meinte trocken zu meinem Kommentar, dass die Schreiberlinge wohl zuweilen ein sexuelles Aufarbeitungsproblem haetten: Man merkt, Romane hast du noch nicht so viele gelesen, eher Sachbuecher..)

***

Wie auch immer, eine ganze Stofftasche voller Buecher ist mir in der staedt. Buecherei "zugelaufen" und darf gelesen werden - schlimm, wenn man kein Buch mehr hat! (Nun tuermen sich die von mir gelesenen Buecher schon in einer 2er Reihe - fuer meine Frau, von welcher es dann weiter zur Tochter geht, in deren Buecherschrank.)

***

Der naechste Roman ist avon Diana Gabaldon, "Echo der Hoffnung" mit ueber 1000 Seiten aus dem Jahr 2009...
..fuer mich absolut nicht verstaendlich, genau wie "Das Wunder von Dublin" (Mary breasted)
und wie "Grabesgruen" (Tana French)
Nach 20, 10 und 30 Seiten habe ich aufstecken muessen, weil der gedankliche Wirrsinn keine Linie ergab.

***

Das naechste Buch kommt von Helene Tursten "Tod im Pfarrhaus", das auf dem Cover aehnlich hochgelobt wird..
.. sehr gut ! Ich haette mir nie traeumen lassen, von Nordland-Krimis begeistert berichten zu koennen.
Sehr gut zu lesen, sauber gemacht, plausibel.

***

Das naechste Buch ist von Noah Gordon "Die Erben des Medicus" aus dem Jahr 1997
Spannend, glaubwuerdig und erschuetternd menschlich.. (mehr will ich nicht verraten)

***

Das naechste Buch ist ein Geschichtsband "Die letzten Geheimnisse unserer Welt", aus dem Jahr 1989
vom "Das Beste" - Verlag. (Hat meine Tochter vom Flohmarkt mitgebracht, ein gutes Buch -
das aber auf Seite 42 meint: Alle Nichtjuden sind fuer Koenig Salomo Sklaven gewesen.)
Auf Seite 143 heisst es:
Der biblische Bericht von Mose meint, dass es ihm nicht beschieden, mit seinem Volk das gelobte Land
zu betreten, er starb, bevor er den Jordan ueberqueren konnte.
Mit Josua zogen sie westwaerts und belagerten die erste kanaanaeische Stadt, auf die sie kamen
-eine von Mauern umgebene Stadt in der Oase, Jericho.
Nachdem das Volk Israels am 7. Tag sieben mal umrundet hatten, brachen sie in lautes Geschrei aus,
und ihre Priester bliesen die Posaunen.
Da stuerzten die maechtigen Mauern ein und fast die gesamte Bevoelkerung wurde niedergemetzelt,
die Stadt verbrannt und die Staedte verflucht..
Was fuer ein friedliches Volk diese Juden doch sind.

Seite 153 oben links in diesem Buch:
"Aus zahlreichen Funden geht vor allem hervor, dass sowohl der Lebensstandard wie auch das geistige
Niveau jener Stadtleute im Vergleich zu heutigen nichtstaedtischen Gemeinschaften verhaeltnismaessig hoch waren"
Also waere jeder Stadtbewohner - von der Antike bis heute viel schlauer als die Landbevoelkerung..

Seite 177: Hier wird das Wort Babel aus dem Haebraeischen "balal" (verwirren oder Gottestor) beschrieben.

Seite 190 rechts unten: Asklepios - griech. Aeskulap - roem. Imhotep - aegypt. (Aerzte)

Seite 201 unten: "..und niemand wird behaupten, dass die europ. Laender unter diesen gewaltigen gemeinschaftlichen
Anstrengungen Schaden genommen haben. Im Gegenteil." (Es geht um den Bau der Pyramiden)

***

Empfehlung:
zdfinfo-doku/vinyl-lebt-die-rueckkehr-der-schallplatte-102.html

***

Das naechste Buch liegt auf dem Schemel:
"Die Weide am Fluss" heisst der Roman von W. Michael Gear aus dem Jahr 1997 -
ein Archaeologe und Autor schreibt ueber die Fruehgeschichte Amerikas.
Das kann ja nur interessant werden..
leider nicht, es war stuemperhaft geschrieben, viele Namen, mal voll genannt, mal nur der Vorname,
so dass selbst im ersten Kapitel staendiges Nachschlagen noetig war.
Auf Seite 13 der erste Lapsus: 1825 hat einer ein Lagerfeuer zum lodern gebracht, das ueber Nacht
abbrannte und ERST DANN hat er Benzin (woertlich) ins Feuer gegossen.
Mal davon abgesehen, dass das lebensgefaehrlich ist,
gab es damals noch gar kein Benzin.
(entweder ist das ein Uebersetzungsfehler oder Irrtum des Autos - auf alle Faelle schlecht recherchiert)
Deshalb mein Praedikat "stuemperhaft", zumal die Handlung wirr, unplausibel und troege zugleich war - weg damit!

***

Das naechste Werk ist von Vince Flynn "Das Ultimatum" - eine spannende Geschichte um
die Wegraeumung korrupter Politiker in den USA durch eine Gruppe von Leuten, die sich der woertlichen
Umsetzung der Verfassung verschrieben haben.
Nebenbei bemerkt- es liest sich gut, genau gesagt, es war ein 1a Klasse-Buch.

***

Das naechste Werk liegt auf dem Schemel:
"Die bleiche Hand des Schicksals", von Julia Spencer-Fleming, ein Kriminalroman aus dem Jahr 2007..
Liest sich gut, ist aber mit sehr sehr vielen Banalitaeten bestueckt, die auf eine recht einfache Denkweise
hindeuten. Zudem ist auf Seite 153 zu lesen:
"..dass Fauen von Natur aus klueger sind als Maenner"
laesst die Autorin eine ihrer Figuren sagen.
Pauschalplattheiten sind eher aergerlich als stimmig, besonders deshalb dass sie selbst eine Frau ist.
Haette ein Mann geschrieben:
"..dass Maenner von Natur aus klueger sind als Frauen" waere das Geschrei gross gewesen!
Wie auch immer - bis auf kleine und frauentypische Wirrnisse hat sich das Buch gut lesen lassen
und war auch interessant, die Handlung war etwas arg strapaziert.

***

Das naechste Buch ist ein Roman von Robert Goddard "Dein Schatten dem ich folge",
aus dem Jahr 1986.
Dem Prolog konnte ich zwar nicht folgen, lese aber tapfer weiter.. und schon wird es besser,
als es um einen arbeitslosen Studenten ging, den sein Studienkollege nach Madeira
madeira-portugal.de/landkarte-madeira
einlud - nicht ohne Hintergedanken.. welch ein verzwickter Kram, hier muss man seine Gedanken
schon arg zusammen halten. (Zumindest fuer mich, der Krimis eigentlich nicht unbedingt zu folgen vermag)
Das Buch war allemal lesenswert, weil einige Details der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende und
die Zeit um den 1. Weltkrieg herum ganz gut beleuchtet hat.
Die Fragilitaet der familiaeren Sicherheiten ist hier deutlich zutage getreten, wie auch
die ewigen alten Uebel der Menschheit.

***

Das naechste Werk ist von Ashley Carrington von 1995 "Der Sohn des Muschelhaendlers", ein Roman
-der irgendwie nach Frauenlektuere klingt- lassen wir uns ueberraschen..
..im Cover klingt es nach dem Buch zuvor.
Aber: Es liest sich gut und ist spannend.
Ein neuer Stapel Buecher aus der Buecherei ist erbeutet - langsam, aber sicher nehmen die
guenstigen Buecher dort ab, dann wird wieder ausgeliehen..

***

Und weiter geht's mit dem naechsten Buch - von Erna Luettecke "Band I" "Liebe, Brot und harte Erde"
eine wohl eher regional erhaeltliche Erzaehlung von der Lahn, deshalb im Wetzlar-Druck erschienen.
Spannende Geschichte aus von vor nicht allzulanger Zeit, als die Adelsherren am Abklingen waren..
..gut recherchiert, fein zu lesen, sehr zu empfehlen !
(Ob es mir wohl gelingt Band 2 und 3 zu erbeuten? Vermutlich nicht.)
Wie auch immer, auf Seite 106 ist ein interessanter Hinweis auf ein Gruen-Mus aus Dickwurz - Blaettern
mit Grieben zu finden, das mich doch sehr an Gruenkohl erinnert.
Diese Dickwurz (landlaeufiger Ausdruck) sind grosse Wasserrueben, rot-gelblicher Farbe,
das Stueck wird wohl um die 2-3 Kilo wiegen, frueher als Viehfutter gebraucht
und ueber den Winter in einer Erd-Miete aufbewahrt.
Auf Seite 129 ist ein Hinweis auf Schnetze, wo Aepfel und Birnen und Pflaumen geschnitten
und auf einem Backblech ins Backhaus (Backes) verbracht wurden,
um in der Resthitze nach dem Brot-Backen getrocknet zu werden.
(Auf diese Weise ueber den Winter haltbar gemacht) Besonders interessant ist fuer mich dabei,
dass aus den Schalen der Birnen und Aepfel .. Gelee gemacht worden ist!
(Man hat damals nichts weggeworfen!)

***

Das naechste Buch ist von Alice Blanchard,
"Die Gesichter der Wahrheit" aus dem Jahr 1999.
Es geht um das Raetsel verschwundener Kinder..

***

Uebrigens hat meine Frau alle, bis auf einen - der von mir als unlesbar rezensierten Romane
gelesen, bzw. wohl problemlos lesen koennen.
Ich bin daran glatt gescheitert, habe nur "Bahnhof" verstanden..

***

Nun habe ich den 1. und den 3. Band "Der Laden" von Erwin Strittmatter jeweils aus dem Jahr 1998
vor mir liegen und anfangen zu lesen:
Ich sage es gleich, der Roman ist eine zu "90% wahre und zu 10% gelogene Geschichte",
wie der Autor selbst schreibt, vor mir liegen - die sich recht schwierig liest,
weil sehr viele dialektische Saetze vorkommen. (Sorben und Slawen)
Die Story selbst ist nicht so tragend, aber die damaligen Lebensumstaende sind um so interessanter.
Das erste Buch zumindest passt in die Rubrik "Geschichtliches" und sollte an den Schulen verlesen werden.
Den 2. Band werde ich vermutlich niemals bekommen und wenn, dann nur mit sehr viel Glueck im Antiquariat:
Nee, aber bei A mazon habe ich es sofort gefunden, fuer den unglaublichen Preis von 1 Cent !
(plus 3 Euro Versandkosten, wovon nur 1 Euro Porto auf der Verpackung zu lesen war,-
d.h. der Verkaeufer hat 2,01 Euro an der Transaktion verdient - mehr nicht.)
Das habe ich mir bestellt, damit eine sichere Abfolge gelesen und rezensiert werden kann.
(Das Dialektische wiederum ist nichts fuer meine Frau, da muss sie passen)
Nun liegen sie also alle drei vor mir, die leckeren Buecher, die ich nicht hergeben werde.

Der Autor ist so gut, dass ich gleich die naechste Triologie von A mazon fuer ca 15 Euro
(gut gebraucht) gekauft habe:
"Der Wundertaeter" (1555 Seiten) - so, der Winter kann kommen.

20.11.2017 habe ich den 2. Band "Der Laden" gelesen und bin noch immer begeistert
von den Histoerchen, die da auf mich eingeprasselt sind..
ein feines Werk!
Die naechste Triologie "Der Wundertaeter" wird aber nicht gleich danach gelesen,
sondern wie Gold aufgehoben und erst einmal andere Buecher vorgeschoben..

***

Nun ist ein fiktiver Roman an der Reihe, Abwechlung muss eben sein!
"Code Zero" von Stel Pavlou aus dem Jahr 2006.
Eine Bohrinsel in verbotenem Gebiet zwischen dem Suedpol und Neuseeland
geraet in seltsame Gefahren..
Spannend gemacht und gut geschrieben, freilich ist manches an den Haaren herbei gezogen,
auf Seite 71/72 sind jedoch einige seltsame religioese Zusammenhaenge offenbart,
Seite 78 laesst die Assoziation Atlantis / Antarktis aufkommen, die immer wirrer wird
und in obskuren Dingen muendet.. gut gemacht, aber maessig im Abgang, wuerde der
Weinfreund dazu meinen. Wie auch immer, die Sache mit der Achsverschiebung der Erde
"eiern" ist auch ein seltsames Ding - die Sonne ging im Dezember gut 1/4 weiter im Sueden auf,
d.h. die Achse Ost-West ist ein Viertel mit
dem Osten nach Norden gewandert.
Schon daher, nicht nur durch die Rotation der Erde um die Sonne
in elliptischer Bahn
ergibt sich eine andere Entfernung zur Sonneneinstrahlung.
Aus dieser Sicht (Physik) ist das Buch durchaus interessant.

***

Das naechste Werk ist von Anne Perry "In feinen Kreisen", eine Detektiv-Story aus dem Jahr 2001..
Spannend bis zum Schluss, ein sehr gut lesbares Buch.
Mehr als dass es die Umstaende in der viktorianischen Zeit Englands anklingen laesst,
moechte ich nicht verraten ..

***

Das naechste Werk ist von Patricia Shaw "Insel der gluehenden Sonnen", aus dem Jahr 2005.
In diesem Buch geht es um Verfehlungen des alten Englands, das Deportationen als
Umsiedlungen Strafgefangener (aus oft niedrigem Anlass) nach Australien behandelt..
..ich werde sehen, was es damit auf sich hat!
(Spannend und aufruehrend, die Verbrechen des viktorianischen England sind gut beleuchtet worden)

***

Das naechste Werk heisst "Menetekel", ein Thriller von Raymond Khoury aus dem Jahr 2012.
..schade, das war eigentlich ein interessantes Thema - aber wenn sich Namen und Namen und Namen
seitenlang dahin ziehen, die mal Vornamen, mal Nachnamen der Personen, dann beide zusammen fuer
nichtige Belanglosigkeiten und nichtigen Kleinkram, der mit der eigentlichen Handlung so viel wie Wasser
in der Suppe zu tun haben, gebe ich auf:
Nach Seite 92 war Schicht im Schacht- weg damit !
Das vorherige Buch war dafuer so dominant im Kopf, dass "Menetekel" eindeutig zu flach war.
(Gewogen und -trotz der 637 Seiten- als zu leicht empfunden)
Anmerken moechte ich, dass meine Frau gegenteiliger Meinung ist -
sie kommt wohl mit diesen Wirrnissen besser zurecht!

***

Das naechste Buch heisst "Airframe", ein Roman von Michael Crichton aus dem Jahr 1997.
Dieses Buch ist wieder spannend, auch fuer Technik-Freaks.
Auf Seite 142 steht ein guter Spruch, den man endlich mal auf die Politik anwenden sollte:

"Wer Qualitaet haben will, braucht Aufsichten- bei Lebensmitteln,
bei der Trinkwasserversorgung, im Flugverkehr und selbst an den Boersen gibt es eine Flugaufsicht.." (Sinngemaess)
Wieso unsere Politiker nicht ueberwacht und kontrolliert werden,
dass keine Gewogenheiten, Bestechungen, Zuverdienste und aehnliche Dinge passieren,
entzieht sich meinem Verstaendnis, desgleichen wieso keine Anwesenheitspflicht in den Parlamenten passiert,
hier waere eine Refa-Neuorganisation noetig, wenn diese Leute
ihren weiteren Verpflichtungen damit nicht auf die Reihe kriegen -
bei der Fliegerei geht es doch auch?!
Zudem zeigt dieses Buch wieder einmal sehr deutlich auf die Zustaende der Unterhaltungsbranche,
wie sie mit ihren Schlagzeilen die Zuschauer verdummt.. lesenswert !

***

Der Film "The Kings Speech" ist ueber zwei Stunden lang und -- keiner ist eingeschlafen,
im Gegenteil, er war sehr interessant, lehrreich und trotzdem spannend genug.
Unbedingt empfehlenswert!
(Story: Der stotternde Koenig George aus England, der Vater der jetzigen Elisabeth)

***

Der Film "Die Auswanderer" / "Das neue Land" ist eine 2teilige Auswanderersage- Inhalt:
Schweden zogen nach Amerika. Aufruehrend und drastisch erzaehlt werden
die kompletten Lebensverhaeltnisse des 19.Jhds.
** Dazu moechte ich den Kommentar setzen, dass die Ureinwohner, die Indianer zwar roh und rauh waren,
deren Hass gegen die weissen Einwanderer kam aber nicht von ungefaehr:
Die Jagdgruende wurden denen weggenommen durch die amerikanische Regierung,
die diese aufteilten in Parzellen, die dann von den Siedlern "ganz legal"
erworben wurden.
Die Ureinwohner sahen das wohl etwas anders - nur weil sie keine "Papiere" (des weissen Mannes)
vorweisen konnten, wurden sie quasi fuer "illegal" gehalten.
(Lex, legis, das Gesetz, lat.) Zusaetzlich zu dieser Filmempfehlung moechte ich sagen,
dass bei uns in der heutigen Zeit - ich rechne nun einmal alle Zuwanderer in unser Hessen oder Deutschland ein,
nie etwas wirklich Sinnvolles gebracht haben - ausser den Unternehmen,
die dadurch Billigarbeitskraefte bekamen.
Die normale, lohnabhaengige Bevoelkerung bekam eher Konkurrenz und mehr Leistungsdruck,
die Gewerkschaften weniger Macht und Einfluss.
Die Vermischung hat -wenn man von den damaligen (deutschen) Kriegsfluechtlingen mal absieht,
hat mit den Neubuergern eher nicht stattgefunden, vielmehr eine "Kiezbildung"
der jeweiligen Fremden, die meistens fremd geblieben sind,
weil sie sich uns nicht eingliedern mussten und das auch nie wollten.
Diese Einschaetzung wird in weiten Teilen der Bevoelkerung gehalten, eben in solchen,
die mit offenen Augen durch das Land gehen.
Und auch in dem oben erwaehnten Film ist das Endergebnis aehnlich enttaeuschend.

***

Das naechste Buch "Sacramentum" handelt wieder einmal von den seltsamen Kirchen-Interna, geschrieben von Simon Toyne und ist auch dem Jahr 2007 .. mal sehen!
Es fing spannend an bis zur Mitte, flaute dann ab, kam wieder etwas in Schwung - wobei die Plausibilitaet doch ziemlich litt. Meine Frau fand das Werk wohl schwieriger zu lesen..

***

Das naechste Werk heisst "Maniag, Fluch der Vergangenheit", von Preston u. Child, ein Thriller , eine "Pendergast" Story. Meine Rezension:
Bei Seite 63 bin ich eingeschlafen - was anfaenglich nach einer einigermassen glaubwuerdigen Story aussah, entpuppte sich mehr und mehr zu einer Personality-Show ohne jeden Tiefgang, angefeuert von einer Bemerkung des "FBI-Agenten" zu einer Direktoriumssekretaerin: "Landpomeranze, aus der Unterschicht, die sich halbwegs hochgearbeitet hatte" - dann folgte ein Schlagabtausch der beiden Beteiligten, der noch halbwegs witzig war: "Was macht die Farm zuhause?" - die Antwort: "es sieht so aus, als waeren die Schweine bruenftig!" Dann versank der Krimi wieder in leeren Fuellmaterialien, wie die Schilderung der Anzuege, der Haare und der Zaehne, angedeuteten und ausgebauten charakterlichen Schilderungen der Personen und deren Umfeld, wann sie wo ausgingen und viele Nebensaechlichkeiten, die jede Handlung abrutschen lassen, egal wie spannend der Teig ist. Dieser Teig ist jedoch zu duenn und laeuft quasi unter der Tuer hindurch- weg mit dem Buch, dafuer ist mir meine Zeit zu schade.
Selbstverstaendlich werde ich die Bemerkung meiner Frau nennen, wenn sie das Buch gelesen hat.. - irgendwie hat sie es klaglos "verschluckt", ohne Murren.

***

Das naechste Buch "Die schwarzen Wasser von San Marco" schrieb Richard Duebell im Jahr 2002. Die Handlung sind dunkle Machenschaften alter Seilschaften in Venedig - klingt nicht gerade toll -mal sehen.. obwohl eine ganze Seite mit den handelnden Personen als Glossar gesetzt worden ist, bin ich auf seite 13 praktisch "entgleist", weil keine Klarheit mehr vorhanden war. So ein Unsinn - weg damit.

***

Nun ist mein Lesematerial aufgebraucht, bis auf eine Triologie von Strittmatter "Der Wundertaeter":
Anspruchsvoll geschrieben, man muss bei diesem Schriftsteller den Kopf einschalten, was ich gerne tue.. auf alle Faelle gegen die letzten beiden Buecher eine Wohltat! (Es geht nicht um Kilometerfresserei, sondern um den Genuss und dieser ist bei diesem Autoren allemal gegeben, auch wenn das Einlesen ein "Zeitchen" dauern mag.) Ein Ausflug in die sprachliche Vergangenheit, in eine laengst vergangene Lebenswirklichkeit aus der Sicht der kleinen Leute.

Interessant ist hier die Darstellung der direkten Lebensumstaende waehrend des "3 .R eichs", wie sich die Brut erhob und sich zum "Sprachrohr des Volkes" aufschwang - wo jeder jeden denunzierte, wie spaeter in der "D DR" in aehlicher Weise. Hier kann man recht gut die Hintergruende durch einen wortgewandten Zeitzeugen erfahren.
Schon aus diesem Grunde ein lesenswertes Werk - aber nicht nur aus diesem Grunde (Zustaende des H itlerreiches) sondern auch um die der ganze Militaerkultur seit der deutschen Kaiser, die mir sehr suspekt und schraeg vorkommen. "Jedient Mann?" Auch die Umtriebe gegen die Juden sind dort schon laengst zu spueren gewesen - wobei man nicht vergessen darf, dass diese die Zuendschnur gelegt haben und heute noch legen: Das Volk der Juden ist zugleich auch das auserwaehlte Volk und die Religion, also dreimal gut und dreimal erhaben ueber andere Voelker und Religionen - dass das nicht gut gelitten ist, hat auch Schrittmacher gut erkannt und beschrieben.. intolerant ist auch diese Religion, wie alle anderen allemal!

Interessant ist die Behauptung auf Seite 53, dass Goethe im Alter "pressefeindlich" gewesen sein und auch keine Zeitschriften oder Zeitungen mehr gelesen haben soll. Dem ging es damals schon wie uns heute: Gleichgeschaltete Verlautbarungen sind eben keine Pressefreiheit, der man glauben koennte !

Fazit: Die Triologie ist nur fuer Leute interessant, die hinter die DDR-Gruendung schauen wollen, die Handlung selbst ist z.T. diffus oder konfus, also leicht wirr, jedoch nie unverstaendlich - bei weitem nicht so gut wie die Triologie "Der Laden", den ich behalte, "Der Wundertaeter" wird abgegeben an den naechsten Interessierten - an dem Werdegang der DD R und an den Intentionen heutiger Politiker, die in verdammt aehnlicher Weise verfahren wie die Machthaber damals.

***

Meine ausdrueckliche Empfehlung das Lied von: Linda He sse - D+B+E+A (Du bist ein Arschloch)

***

Der naechste Roman -von Orkun Ertener- "Lebt" ist mir vollkommen unverstaendlich,
der naechste Roman -von Bente Porr "Moriac" ebenso,
der naechste Roman -von John Boyne "Haus der Geister" desgleichen,
der naechste Roman -von Werner Kopacka- "Die Wueste" leider auch.
Somit sind meine Buchvorraete erschoepft, ich auch.

***

Entnervt schliesse ich diese Rubrik "Buchrezensionen" ab und begebe mich demnaechst in die Buecherei, um wieder nach den vertrauten Ortschroniken oder naturwissenschaftl. Buechern zu schauen, die keiner Rezension beduerfen, weil sie einfach und lesbar geschrieben sind. (Deren Autoren haben hochtrabende oder verquirlte Ausdrucksweisen nicht noetig..)

Ich werde die Flinte nicht ins Korn werfen und diese Flopp's verdauen, denn die Stadtbuecherei hat noch so viel zu bieten - schaun' wir mal!

Die Wartezeit versuesse ich mir mit drei Werken:
Haas - v. Kienle "Lateinisch-Deutsches Woerterbuch von 1952, Din A4,
Rubenbauer - Hofmann: "Lateinische Grammatik" von 1989
und mit
"Groessere Lateinische Grammatik" von Dr Karl Eduard Putsche aus dem Jahr 1850 -
dort lag ein viertel Zettel drin:
" FDGB Verwaltung der Sozialversicherung
Gueltigkeit innerhalb 10 Tagen nach Ausstellung
121093010 Stempel der Behandlungsstelle
Name Vorname Geburtsjahr Datum (nicht ausgefuellt)
Naugersdorf S..unleserich (Wohnanschrift)
Darunter im Feld:
Batteriedienst Mildner 2559 und noch ein unleserlicher Name.
Auf der Rueckseite die Zahlen 2625 und 5227

Es ist schon recht interessant, was man so alles in den Buechern findet !
Diese FD GB
ist wohl der Gewerkschaftsbund der spaeteren DD R gewesen,
das wuerde auch zum Ausgabeort des Buches passen:
Jena. Der Autor ist wohl aus Weimar gewesen.

Nun ja, diese 3 Werke werden nun durchforstet -
zum wiederholten Mal, man vergisst doch immer so einiges !

Vermutlich ist es zu viel, wenn ich versuchen wuerde eine Simple-Grammatik aus dem Lateinischen zu basteln, wo Nominative, Substantive in einen Topf geworfen, weder dekliniert noch konjungiert werden, nur mit der Nennform der Zahl- und Bindewoerter plus Pluralform zu finden? (Freilich mit klarer Einteilung von Maskulin, Feminin, Neutrum) Vermutlich waere es auch mir zuviel, weil ich mir vorgenommen habe, nur noch Wandern und Kochen mit den Anhang- Seiten fortzufuehren und weder links noch rechts noch gesellschaftlich noch politisch um die Ecke zu schauen. Irgendwann ist mal genug und sowie es draussen waermt, wollen viele Dinge im Garten getan sein.. also nehme ich die Grammatik -mit leichtem Grummeln- hin wie sie eben ist. (Sollen sich andere Leute darueber die Koepfe zerbrechen, die sich nicht um Haus und Garten zu kümmern haben)

Die Kopfgeburt "Neuer Lesestoff" hat sich aufgetan und kommt als "Stadtchronikel" zur Welt, die sich mit dem Leben der Stadtbewohner dereinst befasst.. dazu werde ich einige Buecher lesen duerfen ! (Soviel steht schon mal fest: Mir sind die geschichtl. Buecher und die Romane genug geworden)

***

Inzwischen lese ich nur noch lat. Buecher, - die neuesten sind:
Livius, Ab urbe condita und Seneca "die Ausgeglichenheit der Seele", Seneca "Briefe an Lucilius ueber Ethik", "Latein ist tot, es lebe Latein", die Macht der Rede und Cicero, Redner, Staatsmann, Philosoph - von Wilfried Stroh, den ich schon aus der Vox Latina der Uni Saarbruecken kannte. Mit Sicherheit werden noch einige aehnliche Werke folgen - langweilig wird mir nicht, zumal noch die Grammatik-Buecher (zum wiederholten Mal) durchgeackert werden - wider das Vergessen..

***



Zum Thema Buchrezensionen darf ich mit einer Randbemerkung beginnen:
Der vor laengerer Zeit gelesene -gute- Roman von Mary Higgins Clark
"Weil deine Augen ihn nicht sehen", mit dem eindringlichen Cover des gelben Katzenauges -
hatte 3 Zettel als Lesezeichen..
(Ich nehme die Buecher gerne zu 50 Cents aus der Buecherei als Mitnahmeartikel,
mit einer zusaetzlichen kleinen Spende, damit immer wieder neue Buecher angeschafft werden)
In diesem Buch also waren 3 Zettel, genauer gesagt Kassenbon versteckt,
einer als Quittung vom Flughafen Koeln/Bonn, wo der Kaeufer 21,75 Euro gezahlt hat,
fuer dieses obige Buch zu 8,95 Euro und "Tod und Teufel" fuer 12,80 Euro.
An diesem Kundenbeleg war noch die Kartenabrechnung dran mit vollem Namen und Kto-Nr.
Neun Jahre spaeter habe ich dieses Buch von der Buecherei erstanden fuer 50 Cents.
Offenbar ist dieser Martin K.... aus Weilburg nach Warschau geflogen,
denn der 2. Zettel in diesem Buch ist ein Ticket der Tram von Katowice nach Gliwice,
zu 6,50 Zloty die Fahrt, 13:41 Uhr geloest.
Das fanden wir hier - meine Frau hat die Zettel entdeckt, ich habe die wohl irgendwie
als Lesezeichen genommen - schon sehr interessant !
Es waren schon Heiligenbildchen, Blueten, Einkaufszettel, Baendchen,
abgezupfte Notizzettel, Zeitungsausschnitte, viele Ausleih-Zettel und aehnliches in den Buechern.
(Vielleicht sollte ich in die Buecher auch mal Lesezeichen eingelegt lassen?)
Die naechsten drei Notizzettel haben Herzen aufgemalt -
"Pass gut auf Dich auf!" (Gut ist dreimal unterstrichen)
"Ich wuensche Dir eine richtig gute Zeit !"
"Ich liebe Dich sehr!"
Drei in einem Buch - aha.
(Diese Zettel wird meine Frau, die das Buch gerade liest, bestimmt wieder einlegen.)
Wie auch immer - willkommen zurueck, geneigte Leser, liebe Leserinnen
bei meiner Buecher-Ecke, die noch recht viele Werke kurz beschreiben wird..

***

Das naechste Buch liegt auf dem Schemel:
"Hildegard von Bingen", Autor Eberhard Horst, eine Biographie aus dem Jahr 2000.
Seite 17 "viele Persoenlichkeiten.. entgegeneilen wollten"
Unten auf Seite 17: "die drei Frauen waren der Welt gestorben, zu Grabe getragen.."
Seite 18: Inklusinnen waren eingemauerte Nonnen, die nur ein Fensterchen hatten um vorsorgt zu werden.
So entstanden "himmliche Orakel"
Seite 19: "Hildegard war zeitlebens eine zitternde Unruhe"
Seite 24 unten: Kultur und Entwicklung wurde nur durch maennliche Klosterinsassen geduldet.
Seite 32: "Wahnsinn der Christen" (Judenverfolgung und Kreuzrittertum)
Seite 35: Widerspruch Hildegards- erst Ablehnung, dann Zustimmung zu den Kreuzzuegen, dann wieder Ablehnung.
Seite 36: "Gott verwirft nicht die Machthaber, da Er selbst Machthaber ist"
Seite 43: Hier liest man eine wirklich irre Schildung der Gestalt Gottes anhand ihrer Vision.
Seite 46: "Mutterliebe Gottes"
Seite 52: "die Untergebenen bringe ich in Zucht" (Hildegard)
Seite 60/61: Es gab "Gesinde" fuer die Nonnen, komplexe Verwaltung und Eintreibung von Abgaben an das neue Kloster !
Seite 67: "keine Vorschrift verbiete der Jungfrau die Schoenheit ihres Haares zu verbergen"
Seite 72: Hildegards enttaeuschte Liebe zu einer jungen schoenen Nonne Richardis?
Seite 74: "negative Mutterfigur fuer Richardis"?
Seite 80 unten: Koeln, die heilige Ursula und ihre elftausend Jungfrauen..
Seite 90: "Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit, die angeborgen ruht und die ist gruen"
Viriditas, die Natur oder die Urreligion der Druiden und germanische Naturmagie.
Seite 96: Der Stein Sarder
Seite 99-100: Typisierung
Seite 102 unten: Gleichheit der Geschlechter
Seite 126: Leidenschaft und Eros mit Elisabeth.
Seite 128 oben: Beiderseitige Zuneigung (Elisabeth)
Seite 129 unten: "Sexualaengste Elisabeths", wolluestige Priester.
Seite 131 Macht des Mannes als Saemann, die Frau als Empfangende..
(1 Kor 11,9 - der Mann ist nicht um der Frau willen geschaffen, sondern umgekehrt)
Seite 138: Gut und Boese ist KEINE Erfindung der Kirche, wie im Buch gegenteilig behauptet wird.
Seite 140 oben: "wenn naemlich ein Mensch in seinem fleischlichen Verlangen suendigt, so ist das menschlich"
(Hildegard)
Seite 153/154: Anklage gegen den Klerus, uns aber wagt keine Befleckung des Fleisches
und der Begierde anzutasten, weil wir heilig sind und uns der heilige Geist erfuellt!
Seite 161 mittig: Aenderung der Aufzeichnungen sollten den Eindruck vermitteln, Hildegard habe
mit sehr viel mehr bedeutenden Wuerdentraegern in Kontakt gestanden..
Seite 162: ..wegen der Vorbereitung auf eine spaetere Heiligsprechung.
Seite 166 oben: "..die verschiedensten Angestellten des Klosters, von denen es eine Menge gab"
Seite 169 unten: Es sollen wohl auch nichtadlige Toechter aufgenommen worden sein.
Seite 210: Lichtwunder beim Heimgang Hildegards.
Seite 212: Ansturm auf die Ruhe des Klosters- auf Bitten der Nonnen kam der Mainzer Erzbischof
und bat die tote Hildegard darum, mit den Wundern aufzuhoeren, was wohl dann auch geschehen sein soll..

***

Puh, das war ein steiniger Stoff - doch nun liegt das naechste Buch auf dem Schemel:
"Das Hamlet Komplott" von Robert Loehr, ein Roman aus dem Jahr ?
Eine Widmung an einen Peter vom Autoren ist zu finden, mehr nicht.
Rezension folgt umgehend nach den ersten 100 Seiten:
Oh, was fuer eine erheiternde Story !
Keine Spur von Langeweile ;) ,zeigt es doch eindrucksvoll, wieviele sinnlose "Wuerdentraeger"
auf der Welt herum irren, die vollkommen nutzlos sind..

***

Das naechste Buch kommt sogleich:
Von John Grisham, "Die Akte", ein Roman aus dem Jahr 1993 -
gut geschrieben, zeitweise etwas verwirrend, weil mal Vornamen und mal Nachnamen
einer Person gesetzt wurden - wenn man das bei ein paar Personen macht,
bedeutet das haeufiges Zurueckblaettern und nur durch Zufall trifft man die Stelle,
wo Vor- und Zunamen zusammen standen..
Ansonsten sehr spannend und plausibel geschrieben.

***

Die naechste Schwarte ist noch dicker:
"Billion Dollar", ein Roman von Andreas Eschbach, aus dem Jahr 2001 - mal sehen..
..gut, das Buch liest sich fein.
Als Gimmick ist auf jeder Seite (als Seitenzahl) eine Summe zu lesen, die jeweils einen interessanten Bezug hat!
Zu viel will ich nicht verraten - das Buch soll schliesslich verkauft werden und wenn es inzwischen aus dem Antiquariat kommt.
Ich habe nachgeschaut, der Roman ist fuer 9,99 Euro neu (incl. Fracht) als Buch und fuer 7,95 Euro als Hoerbuch CD erhaeltlich bei A mazon.
Das habe ich gleich bestellt- 28 Stunden und 40 Minuten Hoergenuss !
(Fuer unsere jungen Pendler, damit die Fahrt nicht zu langweilig wird)

***

Der naechste Roman liegt bereit:
"Sein letztes Wort" von Marianne Wesson aus dem Jahr 1997.
Ein Anwaltsroman und Erstlingswerk - mal sehen..
30 Seiten habe ich ausgehalten- langweiliges und leeres Geschwafel!
(weg damit)

***

Scriptum heisst das naechste Buch auf meinem Lesetisch, ein Thriller von Raymond Khoury,
aus dem Jahr 2005.
Es geht um ein altes Geheimnis der Christenheit, um New York - was allerdings keinesfalls
ein Zentrum der Christenheit ist, auch wenn dort viele Fanatiker zu wohnen scheinen.
Der Inhalt des Buches dreht sich um eine Entschluesselungsmaschine, mit welcher man die
Geheimnisse der Christen klauben koennte
(Das war auch schon mal ein Filmthema Apokalypse, die Offenbarung des Johannes)
Ich werde lesen und rezensieren: Entwarnung, es liest sich leicht und ist spannend..
..ob nun reale historische Hintergruende oder Phantasie, wird bei Romanen und auch
oft genug bei den Archaeologen leicht zweitrangig.

Besonders interessant ist das Kapitel 68:
Die Begruendung des Monotheismus (Ein-Gott-Lehre) geht auf Abraham zurueck, von welchem
Israel, die Muslime und Christen letztlich abstammen, also die mosaiischen Religionen,-
die Juden begruenden sich also auf Mose.
"Abrahams Frau Sarah konnte keine Kinder gebaeren, worauf er sich eine zweite Frau nahm,
die arabische Dienerin Hagar, die ihm einen Sohn namens Ismael gebar.
Dreizehn Jahre spaeter bringt auch Sara einen Sohn zur Welt,
der Isaak genannt wird.
Abraham stirbt, Sara verbannt Hagar und Ismael und die semitische Rasse spaltet sich in Araber und Juden."
Hunderte Jahre spaeter kam Christus, nochmal hunderte Jahre spaeter Mohammed, die Begruender
des Christentums und des Islam.
Als Mohammed starb, zerfiel der muslemische Glaube in Schiiten und Sunniten.
Viele Jahre nach Jesu wurde begonnen die mystischen Dinge hinzuzufuegen..

***

Es wird mal wieder Zeit die alten Latein-Buecher durch zu ackern um
die Kenntnisse aufzufrischen - nicht immer nur Romane lesen!

***

"Im Herbst" heisst der Titel eines Romans von Jeffrey Lent aus dem Jahr 2002.
Dieses Buch ist eine ergreifende Familiengeschichte aus den USA um die Mitte des 19.Jhds.
Da wird mir schon klar, warum so grosse Rassenprobleme kamen, waren und bleiben.
Dieser bald 700 Seiten starke Roman ist ziemlich schwer zu lesen,
die Namen sind aber recht gut auseinander zu halten.
Unbedingt empfehlenswert !

***

Das naechste Buch kommt dran:
Laura Walden, "Im Tal der grossen Geysire" eine Neuseeland-Saga aus dem Jahr 2009 -
Ich werde sehen, was es damit auf sich hat:
Es liest sich mittelschwer, ist verstaendlich und auch die Namen bleiben nachvollziehbar.
Ein guter Roman oder Saga, mit vielen Wendungen bis zum Schluss.

***

Das naechste Buch liegt auf dem Schemel:
"Der Tourist" von Olen Steinhauer, aus dem Jahr 2011 - 550 Seiten CIA-Hatz ..
Als (fuer mich) uninteressant abgelehnt, zu viele Namen, zu wenig sinnvoll nachvollziehbare Handlung.
Ein duenner Kaffee - vermutlich Muckefuck: Weg damit.

***

Das naechste Buch ist schon sehr viel besser, obwohl dieser Roman ein Krimi ist:
Peter Robinson "Die letzte Rechnung" aus dem Jahr 2003 ist gut und flott lesbar,
die Namen sind nachvollziehbar.

***

Nach dem meine Frau den Roman Assassini von Thomas Gifford durchgelesen hat, der
von mir nach einigen Seiten weggelegt wurde- will ich nochmals ansetzen diesen zu lesen..
...nichts zu machen!
Ich musste es wieder weg legen, nach 24 Seiten bin ich wie bei einer Schallplatte,
die ein paar fehlende Rillen hat, nicht mehr weiter gekommen.
Meine Frau meinte, dass das Buch so spannend war, dass sie manchmal 100 Seiten an einem Tag las,
das Buch nicht weglegen konnte.
Bei mir war gleich zu Anfang ein Niemand-Priester ohne Namen, eine Story eines Papstes, der vor dem Sterben ist-
eine Geschichte von einem kleinen Maedchen, das einen Bekannten anhimmelte, der wohl Anwalt und spaeter
Kleriker wurde - alle drei Dinge gingen nicht zusammen, zu viele Belanglosigkeiten verwaesserten die sparsame
Unterhaltungssuppe zudem. Das Zurueckblaettern um nach Namen zu suchen war leider auch erfolglos- weil im ersten
Kapitel kein Name war. Also tat ich diesen Schinken wieder weg zu den unlesbaren (fuer mich unlesbaren) Buechern.
Nun moechte ich hinzufuegen, dass bei einem Mann - und mein Hirn ist zu 75% arg maennlich, wie ein Test ergab -
nur mit armseeligen Verbindungen zur linken Hirnhaelfte bestueckt; deshalb entsteht beim Denken ein Engpass,
wenn auf die linke Haelfte (Speicher) zugegriffen werden soll. (Das geht sicher vielen Maennern so.)
Dieses Geruckel und Gezuckel ist wie ein Schallplatte mit Ladehemmung - Frauen lesen ganz anders, sie speichern
offenbar kleine Details gewissenhaft ab und koennen bei der naechsten Gelegenheit darauf zurueckgreifen.
Bei mir jedoch werden Belanglosigkeiten oder solche, die ich dafuer halte, schlicht in die Tonne gekloppt und
sind somit verloren. (Meistens zumindest)
Wenn nun eine Kleinigkeit von aussen auf mich einwirkt- eine Fliege, ein lautes Auto, Sturm-
ist es vorbei mit der -fuer mich extremen Konzentration auf diese Belanglosigkeiten solcher Buecher und
es muss zurueck gelesen werden.. wie muehsam! Wie also auf solche Nebensaechlichkeiten zugreifen,
wenn diese irgendwann und 100 Seiten spaeter sich die Maschen verdichten? Schier undenkbar.
Es sei denn, ich lerne den Mist jedesmal auswendig.. Gut, das Lesen ist nur eines meiner Hobbies,
aber bitteschoen nur, wenn das auch fruchtbar ist:
Fuer mich bedeutet die (mehrfach in einigen Jahren) Lektuere eines Latein-Woerterbuches keine Probleme
und auch komplexe techn. Buecher ueber die Relativitaetstheorie oder Science Fictions
mit vielen techn. Umsetzungen nicht.
Es soll hier weniger philosophiert werden, als gelesen und empfohlen - was Ehrlichkeit voraussetzt.
Dieses Werk also ist fuer mich ein Test oder Analyse der Unterschiede zwischen Mann und Frau oder besser
zwischen einem weibl. Hirn und einem maennlichen.

***

Der Roman "Der Vulkanteufel" von Harald Braem aus dem Jahr 1994 ist sehr schnell gelesen worden -
einfach klasse gemacht, meine ausdrueckliche Empfehlung !

***

Als naechstes kommt ein Thriller dran: "Zerstoert" von Karin Sla ughter, aus dem Jahr 2010.
Nach 10 Seiten war Schicht im Schacht - wer ist denn nun wer, wer fuhr, wer war geknebelt und warum
kommen ploetzlich larifarihafte Dinge ins Spiel?
Verworrene Gedanken, krause Story - trotzdem 17 Millionen mal verkauft - ein "Bestseller".
Die gute Karin hat bestimmt eine sehr sehr grosse Verwandt- und Bekanntschaft?
Gut, eine Story oder Fiktion ueber Geheimdienste vermag ich nicht zu folgen, irgendwie klappt das bei mir nicht.
Also weg damit- meine Frau liest das trotzdem - irgendwie triumphierend- wenn auch still..

***

An dieser Stelle darf ich einmal kurz das Buechlein empfehlen,
das seinerzeit Horst Stern schrieb: "Bemerkungen ueber Hunde" aus dem Jahr 1974 !

***

Die naechste Lieferung Buecher ist da und schon liegt das erste Werk auf dem Schemel:
"Der Spekulant" von Michael Ridpath aus dem Jahr 1995 - ein fetter Roman allemal.
Und er liest sich gut, die Finanzgeschaefte werden verstaendlich und unterhaltsam.

***

Das Buch aus dem Westerwald habe ich nun schon das 2. Mal gelesen und das war spannend und nuetzlich:
So bleibt man mit den Fuessen am Boden, die Zeiten waren nie so gut wie heute!

Annegret Held, "Armut ist ein brennend Hemd".
Ich bin inzwischen soweit, dass dieses "Besprechen" von Krankheiten durchaus helfen kann,
wenn man an die Selbstheilungskraefte des Koerpers glaubt, welcher bekanntlich ein Teil der Natur ist.
(Erdmutter, Natur, Urkraft, Goettlich)

***

Das naechste Buch ist ein dicker Roman von Elizabeth George "Nur eine boese Tat",
Ein "Inspektor Lynley Roman" aus dem Jahr 2013.
Ich werde sehen..
..30 Seiten habe ich durchgehalten, dann entnervt aufgegeben.
(Meine Frau hat das schon geahnt, es ist einer jener typischen Frauenromane, die zerfasert und fahrig
geschrieben sind, mit tausend seltsamen Namen- weg damit, so kann ich mir das Lesen abgewoehnen..)

***

Wieder ein Roman "Adler und Falke" ein Roman von Stephan und Melodi Grundy aus dem Jahr 1999
ueber das 14.Jhd. : Toll, liest sich spannend und ist leicht verstaendlich, ohne dass es an Plausibilitaet verliert.
Schoen war's, wenn auch ein wenig phantastisch.

***

Das naechste Buch ist "der Navigator" von Bernhard Kay, ein historischer Roman.
Aus dem Jahr 2000 - mal sehen.. es ist sehr historisch und aufschlussreich, gut und lesbar geschrieben.
An dieser Stelle darf ich meine ausdrueckliche Empfehlung an alle geschichtlich Interessierten geben,
aber auch an Kirchentheoretiker, sowie an unsere heutigen Gruenen, die damit vermittelt bekommen koennten,
was denen so dringlich fehlt.
Gut zu lesen, plausibel und sehr spannend geschrieben!

***

Der naechste Roman liegt vor mir: "Das Hotel am See", von Martha Grimes aus dem Jahr 1995.
Bis Seite 79 habe ich es ausgehalten und dann wurde das Buch entnervt weggelegt, auf den
Stapel "verwirrte Frauenbuecher".

***

Ein neues Buch, ein neues Glueck:
"Der lange Regen" von Peter Gadol aus dem Jahr 1997.
Nebenbei kommt in dem Buch mehrfach eine Schilderung extensiven Frustabbaus durch rasante Autofahrten
vor, die mir so manchen Raser unterwegs etwas besser erklaert:
Manche Leute sollten aus psychischen Gruenden keinen Fuehrerschein bekommen, wenn das Auto (oder Motorrad)
zum Frustabbau missbraucht wird, geraet der Driver zur Gefahr fuer sich und die Mitmenschen !
Ansonsten liest sich dieser Roman gut.
Das Prozedere der Weinbereitung ist recht aufwaendig geschildert-
wie der Weinbau mit all seinen Problemen-
schon deshalb lesenswert !

***

Das naechte Buch "Das Herz der Gewalt" von Mikal Gilmore, nach einer authentischen Kriminalgeschichte
aus den 1970iger Jahren in den USA geschrieben.
Auf den ersten 42 Seiten sind grundsaetzliche Dinge ueber die Familien und die Mormonen zu lesen,
die in recht einfacher Form erlaeutert werden -unerlaesslich, um das Buch zu verstehen.
Die Spaltung in "Nephiten und Lamaniten" beruht, als der Prophet Lebis starb -
kam es zum Streit zwischen Laman und Lemuel gegen Nephis,dem juengeren Sohn des Alten,
dem der Job als Seher und Prophet zugedacht war:
Durch diesen Zwist "luden sie Gottes Zorn auf sich und die Gemeinde spaltete sich",
wie es auf Seite 28 heisst.
Fakt ist, dass die juedische Sekte, die auf den "aufrechten Mann" Lehi
600 Jahre v. Chr. zurueck geht - spaeter soll sogar Jesus Christus die sich staendig befehdenden
Familien versucht haben zu befrieden.
Laut dem Buch Mormon soll niemand anderes als Gott die Familien gegeneinander gefuehrt haben
nebst dem Antichristen Korihor, (lt. Moroni) der gegen die These der Schuld von Kindern
wegen ihrer Eltern sprach,
aus der anderen Linie gingen die "Heiligen der letzten Tage" (Smith) hervor.
Die Feinde betitelten sie allesamt als "Mormonen"
Die Smiths Leute aber glaubten an viele Goetter und betrieben Polygamie.
Das "prophetische Werk" Joseph Smith's hat sein blutiges Werk getan, Mord wurde zum festen Bestandteil
in der Geschichte der Mormonen, der Nachkommen der Nephiten.
Horrorgeschichten ueber "heilige Morde durch die Daniten" um Mitternacht, so eine Art Geheimtruppe
innerhalb der Glaubensgemeinschaft entstanden spaeter.
Vom Staat Utah als Mormonensitz und Massaker mithilfe der Indianer und andere seltsame Dinge
erfaehrt man in diesem Buch.

Fuer mich ist das ein weiterer Baustein zum Gedanken, dass Religion schlicht mehr oder weniger arger Wahnsinn ist.
Wie auch immer, jedem Tierchen sein Plaisierchen, wie man so schoen sagt.
Das Buch liest sich eigentlich gut, nur zum Schluss wird es etwas steinig.

***

Das naechste Werk ist "Wenn der tote Rabe vom Baum faellt", Max von der Gruen schrieb es im Jahr 1975.
Der Titel ist lustig, aber Goethe-Institut klingt fuer mich nicht verlockend - mal sehen..
..das Buch ist von einem reisenden Weltbuerger, der staendig woanders gewesen zu sein scheint.
Die Offenheit der geschilderten Erlebnisse ist schon enorm - und laesst die Kluft zwischen mir und so manchem
Land nochmal groesser werden.
Lesenswert allemal - das sollte in den Schulen vorgelesen werden !

***

Das naechste Werk ist ebenfalls von Max von der Gruen: "Die Lawine"
(Ein Herausgabe - Datum kann ich nicht finden.)
Die Kurzbeschreibung klingt wie ein Krimi - mal sehen!
Das Buch ist klasse geschrieben, ich habe 150 Seiten am Stueck gelesen..
(Es zeigt recht drastisch die gesellschaftliche Lage in dieser Zeit der 1970iger Jahre)

***

Weiter geht es mit "Keiner werfe den ersten Stein" von Elisabeth George, ein Roman aus dem Jahr 1991.
Ein Inspektor Lynley Roman ueber den Tod einer Autorin und eine Schauspieltruppe.
Bei Seite 84 ist mir der Ramsch vor den Augen verschwommen, die Namen kamen durcheinander.
Eigentlich sollte man annehmen, dass bei einer so duerren Handlung der Faden nicht verloren gehen
koennte, aber gerade da, gefangen in tausend und abertausend totalen Nebensaechlichkeiten oder Banalitaeten
wusste ich bald nicht mehr, wer wer war.
Meiner Frau passiert das nicht, die hat schon zwoelf Buecher dieser Autorin gelesen und fand die prima.

***

Nun gruselt es mir ein wenig vor dem letzen Roman, "Das Licht der Lagune",
diesmal ein Autor und keine Autorin - Michael Golding aus dem Jahr 1994.
Die Verse auf den ersten Seiten habe ich schon nicht kapiert, noch vor Ende der ersten Seite
(nach dem Prolog) war
fuer mich Schicht im Schacht: Nee danke, das tue ich mir nicht an. (Weg damit)

***

Nur noch ein Roman ist uebrig: "Wo die Baeume den Himmel beruehren", von Bernard Clavel
von 1994 - eine Flucht und eine Wolfshunde-Geschichte, das werde ich ja wohl noch packen ;)
Schoen zu lesen, schnell gepackt und gut war's.

***

Der naechste Roman ist anspruchsvoller und viel dicker:
"Leben heisst Jagen" von Robert Goddard aus dem Jahr 1989.
Am Anfang etwas komplizierter, aber so gut geschrieben, dass man(n) ohne Probleme folgen kann.
Eine abwechslungsreiche, spannende Geschichte, die sich allemal zu lesen lohnt !

***

Im Jahr lese ich ungefaehr 50 Buecher - eigentlich eine recht interessante Zahl, oder?
Die gehen anschliessend zu unserer Tochter ins riesengrosse Buecherregal.
Die Exemplare, die sie nicht mag oder gelesen hat, gehen weiter in eine kleine Kostenlos-Buecherei des Dorfes.
Einige wenige Buecher habe ich tatsaechlich in den Muell geworfen,
die mochte ich nicht mit gutem Gewissen weitergeben.

***

Das naechste Werk liegt auf dem Schemel: "Das kalte Land" von Brigitte Blobel aus dem Jahr 1996
Es geht um eine "Zugereiste", die an die deutsche Kueste zieht, "fremd im eigenen Land" wird..
..es liest sich gut und ist allemal interessant.

***

Der Schluss - Akkord - Buchrezension Latein im Alltag


Aus dem Jahr 1980 stammt das 128 Seiten starke Buch
"Latein im Alltag, Sentenzen, Sprichwoerter, Phrasen, Redewendungen, Formen, Zitate"
Das in Wien herausgegebene Werk hat es in sich und ist durchaus brauchbar.
Inwendig war ein Zettel mit persoenlichen Bemerkungen div. Vokabeln liegend, was auf die Rueckseite eines Briefes der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbruechiger geschrieben ist. Aus dem Sommer 1992 an einen Herrn K urt Lan geloth (Dipl.-Ing) aus Frankfurt. Die Adresse tut hier nichts zur Sache. Spannend sind solche Zufalls-Funde fuer mich allemal !

So lese ich "ad calendas graecas", was so viel heisst wie: Nie erledigen..
Seite 25 Magna Charta wird erklaert (Papyrusmark-Papiere)
Seite 31 Monach klingt nur aehnlich wie Monarch - das eine ist der Klosterbruder, das andere der Herrscher.
Seite 72 Legibus solutus - der Herrscher machte wohl die Gesetze, stand aber darueber..
Seite 78 "Mulier taceat in Ecclesia" Frauen hatten in der Kirche nichts zu melden.
(Seltsam, dass sie trotzdem Mitglied bleiben)
Seite 89 Pars pro toto, ein Synonym - z.B. mein eigener Herd - fuer meine Wohnung, mein Haus etc.
Seite 107 Salve Regina - Sei gegruesst Koenigin - seltsam, wo zugleich eine "Schmerzensmutter" angebetet wird- waere sie eine "Regina" gewesen, haette ihr Sohn Jesu bestimmt nicht am Kreuze sterben muessen.
Seite 112 si vis pacem, para bellum. Aha, deshalb fuehren die USA staendig Kriege! Endlich habe ich es verstanden!
Seite 114 "Sub Rosa", sag es durch die Blume!

Lesenswert, gut auffrischend und allemal das Geld wert, das man im Antiquariat dafuer zahlt.. und man erfaehrt so nebenbei, dass (obige Kartusche) die Kreide fuer diese kirchl. Beschriftungen durch die Sternsinger mit extra geweihter Kreide geschieht.

***

Kartuschen - Thema: Buchrezensionen

Hier moechte ich mit meinen Lese-Empfehlungen weiter machen:

***

Das naechste Buch, wieder ein Roman, liegt bereit:
"Magma", von Thomas Thiemeyer aus dem Jahr 2007 -
oh wie spannend beginnt das Buch - schon bei der ersten Session habe ich 100 Seiten gepackt,
wo sonst eher 30 ueblich waren..
ich will nicht zu viel verraten,-
es geht um ein Ding zwischen Science Fiction und Realismus
und wie immer auch um Geheimniskraemerei
und um die typische Verdummung von oben nach unten..
der Roman ist nicht schwer zu lesen, ohne ins Seichte abzugleiten.
Spannend und plausibel bis zum Schluss.

***

Das naechste Buch ist ebenfalls aus dem Jahr 2007:
Richard David Precht "Wer bin ich?"
(und wenn ja, wie viele?)
Eine philosophische Reise, wie der Titel verspricht:

Allerdings komme ich nicht drum herum, hier ein paar Anmerkungen zu machen,
die aus meiner Sicht nicht so ganz stimmig zu sein scheinen.
Seite 37: Der Cortex ist nicht "umsonst mitgeliefert worden",
sondern wurde vielleicht ganz anders genutzt- z.B.
fuer esoterisches Denken und Glauben, Kraeuterkunde und Heilung
statt zur empirischen Forschung.
Seite 47: Ich glaube nicht, dass eine begrenzte Kapazitaet
des Hirnes vorliegt, alles wird wohl nur eine "Trainingsfrage" sein.
Seite 50: Hier wird richtig vermutet, dass das Hirn versucht ein Hirn in seiner Funktion zu verstehen.
(Paradox?)
Seite 59 erinnert mich mit der Behauptung der "zwei Zugaenge von Emotion und Gefuehl"
an das Huhn und das Ei.
Seite 61: Ich halte die Faehigkeit zu Fragen oder zu Hinterfragen
und auch die Kritik fuer den Beweis denken zu koennen.
Seite 62 "Das Ich als einen Teil der Empfindungen" - nein,
ich halte das Ich fuer die Summe der Eindruecke und faengt an,
wo sich ein Wesen im Spiegel erkennt.
(Unser Hund konnte das)
Seite 71 erkennt das Individuum an..
Seite 79 gibt einen Irrtum vor:
Emotionen kann man sehr wohl manipulieren oder von innen heraus steuern -
was auf Seite 82 teilw. zugegeben wird, wo Emotionen als "lernfaehig" beschrieben werden.
Bis dahin finde ich zu dieser These,
dass das Ich einen komplexen Apparat fuer eine gewisse Zeit nutzen darf, bis sich dieser wieder aufloest.
(Die logische Weiterfuehrung geht in Richtung Religion)
Seite 103 Savants, das halte ich fuer unglaubwuerdig.
Seite 107 "Erinnerung ohne Sprache ist unmoeglich",
diese Aussage halte ich fuer einen fundamentalen Irrtum.
(Oder akademische Plattitüde)
Was ist mit den Eindruecken, die vor der Sprache sind?
Gerueche, Beruehrungen, Wellen, Schwingungen, Gestik, Mimik?
Ich denke, dass man eigentlich auch "Grasbrumm" zu einem gruenen Fahrzeug sagen koennte..
Seite 112 befasst sich mit der "Praezisionssprache",
die ausschliesslich klare logische Aussagen macht -
was mich unwillkuerlich an "Hochdeutsch" denken lies-
welches aber auch statt Metaphern und Reime etc. kennt..
Die Gelehrten hatten alle schwere persoenlich Defizite,
soviel war mir schon vorher klar, ohne deren Vita im Einzelnen kennengelernt zu haben.
Das Buch traegt durchaus zum besseren Verstehen derer Leben und Werdegaenge bei.
Ich finde, dass alles "hinterfragt" gehoert, was nicht unbedingt empirisch nachweisbar,
also rein wissenschaftlich ist.
Eine Reise in die Tiefe der Sinne kann nur reflexiv sein,
mit Sicherheit niemals allgemeingueltig,
auch wenn sich einige oder viele Parallelen zeigen.
Die drei Dutzend unterschiedlichen Laute koennen Schimpansen auch darstellen,
nur das Zusammensetzen oder aneinander, hintereinander reihen ist eine ganz andere Sache,
eine Weiterfuehrung dessen, derenthalben sich wohl der Cortex entwickelt haben mag..
(meine Einschaetzung; das bringt mich zu der Ueberlegung ob man nicht einmal einen Versuch wagen sollte,
die vorsprachlichen Erinnerungen in eine ueberlieferungsfaehige Form zu bringen.
Vermutlich waere man nahe bei dem genetisch vererbten Unterbewussten
plus der Erfahrungen als Kleinkind vor der Sprachbildung bis kurz danach)
Wie auch immer, die Sprache und spaeter die Schrift ermoeglicht
uns diese Art der Kommunikation, werte Leser, liebe Leserinnen..
Wie auch immer, das Buch glaenzt durch -
fuer mich vollkommen ueberraschende - Dramen:
Paragraph 216 in allen Facetten, von dem Schutz ungeborenen Lebens,
die Philosophien darueber bis zur Sterbehilfe.
Ethik und Fleischkonsum etc.
Ich denke diese Ankuendigungen genuegen, dass es auch fuer Euch spannend sein duerfte;
die Themenvielzahl steigert sich mit jedem Kapitel - und geht sehr weit in div. Dinge,
z.B. "darf ich ueberhaupt Fleisch essen?" -
die "Umweltethik" waere etwas, was mich tiefergehend reizen wuerde ! Aber:

Was mich interessieren koennte, waere die Umweltethik, die in ihrer Begrifflichkeit vor akademischen Ueberheblichkeiten nur so trieft und strotzt. Die Macher dieser Worte sind nach meiner Einschaetzung reif fuer die Klapsmuehle oder so ueberdreht egozentrisch, dass sie ohne Kunst- und Fremdworte nicht mehr auszukommen scheinen, denen sie die Bedeutungen - mal so mal so - beimessen und "Diese Naturschutzbegruendungen reichen nicht aus, um die oekologischen Probleme zu loesen, und aus ihnen koennen keine direkten Naturschutzziele abgeleitet werden. Sie bieten Staatsbuergern in der Praxis jedoch die notwendigen Begruendungen und Einsichten, die auf der politisch-rechtlichen und der kasuistischen Ebene des Einzelfalls diskutiert und umgesetzt werden koennen. " Alleine dieser Satz zeigt, dass ich richtig liege mit meiner obigen Einschaetzung: Sie halten alle fuer bloed, fliegen selbst staendig mit dem Flugzeug und fahren riesige Wagen, nur weil sie sich das leisten koennen. Der "kleine Mann auf der Strasse" soll gefaelligst mit Oeko-Schlappen zu Fuss gehen und nur noch flach atmen, moeglichst nur noch Kompost essen.. Jedesmal, wenn das Woertchen "Einsicht" gebraucht wird, tut sich nach meiner Lebenserfahrung etwas auf: Ich werde verarscht !

(NICHT vom Autor des Buches, sondern von den Wissenschaftlern, die sich gegenseitig ernennen und erweitern)

Ein paar Kapitel des Buches - zum Ende hin - werden schwammig, aber dann kommt schon wieder der naechste Hammer, der sich zu lesen lohnt: Vanuatu, Insel der Glueckseeligen..

***

Deshalb ziehe ich das zweite Werk dieses Autors Richard David Precht vor, "Die Kunst kein Egoist zu sein",
(Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhaelt.
Aus dem Jahr 2010 und ebenso dick wie das erste Buch.

Die Rezension des ganzen Buches kann ich mir sparen, ich bin bis zur Seite 35 gekommen..
..warum? Nun, weil die Inhalte zu arg an den Haaren herbei gezogen sind, um damit die Zeit zu vertroedeln.

Auf Seite 34 steht ein Zitat frei nach Wilhelm Buch im Raum:
"Das Gute, dieser Satz steht fest, ist sets das Boese, das man laesst"
Auf Seite 35 oben meint der Autor, "dass unterlassene Hilfeleistung nach Busch nichts Schlechtes waere".
"Das Boese zu lassen reicht offenbar nicht aus", so seine Schlussfolgerung, die ich fuer irgendwie sinnentstellend halte.

Die Grenzwertigkeit aller geistigen Betrachtungen rund um die Philosophie sind eigentlich nichts als in Buechern verpackte Langeweile oder Zeit totschlagen - und dafuer ist mir meine Zeit zu schade- bin ich nun ein "Egoist"? Vermutlich. Ich gebe das Buch meiner Tochter NICHT zu ihrer Buecherwand, was beim vorherigen Buch des Autos mit ausdruecklicher Empfehlung geschah und so kommt das von mir verschmaehte Werk "Die Kunst, kein Egoist zu sein", zurueck in die Buecher - als Spende. . . (Ich hasse es, Buecher wegzuwerfen)

***

Das naechste Buch heisst "1001 Traktoren"
ISBN 978-3-625-12617-7 mit 480 Seiten und herrlichen Abbildungen von Traktoren.
(Ich brauche das nun, um mich von der Philosophie zu erholen, wieder festen Boden unter den Fuessen zu spueren..)

Ach wie schoen, wie wunderbar sind doch diese alten Landmaschinen anzusehen, die Erinnerung an vergangene Tage werden sofort wieder wach, bis ins Detail, wo mir der Geruch von Oel, heissem Blech und Dieselruss in die Nase ging, das Droehnen der Motoren, das man damals noch gut auseinander halten konnte - hier in diesem Buch sind sie alle eintraechtig beisammen, die ehedem erbitterte Konkurrenten waren.

***

Ungemein spannend war der Roman von Jean christophe Grange, "Der Flug der Stoerche", ein Thriller, der allerdings von Grausamkeiten und zu detaillierten Schilderungen derart und auch von sexistischen Ausschmueckungen nur so wimmelte. Spannend, aber nicht mein Ding.

***

Das naechste Buch, wieder ein Roman, liegt auf dem Schemel: "Ein Haus zum Traeumen" von Nora Roberts. Ein altes Haus, mysterioese Briefe und dunkle Geheimnisse einer Familie.. aus dem Jahr 2012. Das ist wohl ein Frauenroman, mich haben die vielen Namen und fehlenden Hinweise auf die Zusammenhaenge (oder habe ich sie nur nicht gefunden?) total durcheinander gemacht. Bei Seite 21 habe ich abgebrochen.

***

Das naechste Buch, ein Roman "Die Frau des Zeitreisenden" habe ich inmitten der 1. Seite des Prologs abgebrochen, zuvor habe ich die Beschreibung auf dem Umschlag versucht zu verstehen und bin danach ueber seltsame Gedichte der Vorseiten gestolpert. (Nix kapiert) Also weg damit - soll sich meine Frau damit herum schlagen oder das Werk weg tun..

***

Dann folgte ein Bildband "Unser erster Urlaub in den 50er und 60er Jahren" - auch eine Luftnummer, bis auf wenige gute Bilder..

***

An dieser Stelle möchte ich nochmal und ausdrücklich ein sehr interessantes Buch empfehlen,
das alle Paare haben sollten:
Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken:
Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwächen
Taschenbuch – 7. April 2017 von Allan & Barbara Pease , im Second Hand noch zu erhalten.

***
Buchempfehlung:
"Wir Krisenkoeche" (Das hat wenig mit dem Kochen zu tun) und "Pension Klapsmuehle" aus dem Jahr 2015

***
Noch eine Buch-Empfehlung: "Das geheime Leben der Baeume" von P eter Wo hlleben -
das hilft neue Erkenntnisse ueber den Wald und das Oekosystem zu bekommen und evtl. umsetzen zu koennen.

***

Ab und an grabe ich in der Büchertausch-Ecke und werde fündig: Eine alte Schwarte ohne Jahreszahl "Flecken auf der Ehre" von H. Schobert - der Alias von Baronin von Bode. Bei der Online-Recherche finde ich das Buch im Antiquariat für immerhin 13,80 Euro! Hier lese ich: 1. Januar 1900 !
Dieses Werk fängt - wie die meisten Bücher - so la la an, geht aber schnell in eine Sphäre des unteren Adels und der gehobenen Offiziere ein, eine Schicht über der Bürgerschaft, welche wiederum über der einfachen Bevölkerung stand. Die Standesdünkel waren damals sehr ausgeprägt und der Offizier so hoch gehalten - wie heute in den USA die Foodballspieler, mystisch, kaum in einer tatsächlichen Leistung greifbar. Das, was man heute in Resten als "Etikette" bezeichnet, wurde damals noch zelebriert und wer hier nicht daheim war, hatte bereits verloren. Geld war damals fast noch mehr als die schiere Anhäufung Mitteln, Geld war Macht. Wer sich traut, sollte sich das Buch besorgen, das an die heutige hohe Politik denken lässt. (In der alten Schrift gehalten - ab und an verwechselt man ein paar Buchstaben, es ist aber gut lesbar) Das Buch war spannend zu lesen - wer hätte das gedacht ! Mit dieser Empfehlung habe ich es wieder in die Freiheit entlassen und besonders empfohlen.

***



***



***



***

***



***



***

***



***



***



***

***



***



***



***

***



***



***






Übersicht Startseite Impressum

Button