plaetzchenwolf - Notfallvorsorge im Haushalt
Landfotografie



20 Punkte Notfallvorsorge fuer jeden Haushalt


Das Stromnetz kann durchaus auch in der heutigen Zeit
einen "Blackout" erleiden,
der Tage, aber auch Wochen dauern kann.
Das ist nicht nur ein Roman Thema, sondern kann und jederzeit treffen.
Das hat die Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt.

Nun ist Strom fuer so viele rudimentäre Dinge des täglichen Lebens existenziell wichtig
und Strom kann man leider nicht speichern.
Selbst kleinräumige Netze in Orten können nur bedingt die Versorgung aufrecht erhalten,
Notstromaggregate liefern nur so lange Strom, wie dafuer Treibstoff besorgt werden kann.
(Sofern sie überhaupt anspringen, wovon ich ein Lied singen kann:
Wir haben so ein Ding im Schuppen stehen.)
Wenn kein Strom geht, fließt weder Gas noch Wasser,
Ölheizungen gehen auch nicht, weil auch dafür Strom nötig ist - um den Brenner zu zünden.
Wer einen Holzofen hat, ist erstmal fein raus, sofern genug Holz gestapelt worden ist..
- was aber fremden Personen nicht zugänglich sein darf,
sonst bekommt der Holzvorrat schnell Füße -
Die Geschäfte sind bald leer, Nachschub wird es keinen geben,
weil kein Auto oder LKW fährt, (weil die Zapfsäulen nicht gehen), keine Kühlung läuft,
Kühlhäuser nur noch verdorbene Waren haben,
wenn dieser Blackout eine oder zwei Wochen dauert..

Mich hat dieses Buch -s.o.- wieder einmal mehr wachgerüttelt und Gedanken machen lassen,
wo es klemmt, wenn der Fall der Fälle eintritt.

Man darf nicht vergessen, daß auch unsere Kühltruhe ausfallen wird!

1.
Trinkwasser, am besten Medium (nicht bestrahlt, stilles Wasser ist bestrahlt!)
Mineralwasser in 1,5ltr Flaschen im 6er Pack kaufen,
die halten sich länger frisch.
Nun ist der Vorrat fuer 14 Tage aufgestockt-
wobei man bedenken muß, daß damit auch gekocht und gespült werden muß..

2.
Spiritus-Notfallkocher mit Pfanne und Topf, genügend Spiritus
und 2. Brenner mit Festbrennstoff.
(Streichhölzer oder Feuerzeuge nicht vergessen)
Genügend Grillkohle für den Gartengrill ist auch gut.

3.
Hygieneartikel, (auch Desinfektionsmittel) aller Art doppelt bevorraten,
desgleichen Nahrungsergänzungsmittel,
Calcium, Magnesium, aber auch die nötigsten Medikamente.

4.
Feste, trockene Lebensmittel, Reis, Nudeln, Kartoffeln, Zwiebeln gehören dazu. (Ohne Wasser wäre dies sinnlos)

5.
Fruchtsäfte und haltbare Milch, Öle und Grillsaucen,
Tütensuppen, Salz und Gewürze sind wichtig.

6.
Obst- und Gemüsekonserven in Dosen oder Gläsern,
Fisch- und Wurst- und Fleischkonserven
(wichtig: Schmalzfleisch) für eben diese 14 Tage.
Selbstverständlich habe ich auch Brot in Dosen - Pumpernickel in 2 Sorten,
10-12 Dosen sollten fuer 14 Tage reichen - wir haben nur 3-4 davon parat.
(E deka -Brotecke innen oben- hat die günstigsten Brotdosen,
die sind im Web ein paarmal so teuer!)

7.
Marmeladen, Erdnuß-Kreme und Schmalz als Brotbelag oder zum Löffeln,
wenn kein Brot gebacken werden kann !

8.
Fertigkonserven, Suppen, Eintöpfe, Kohlrouladen,
Nudelgerichte oder ähnliches sollte hohe Prioriät haben:
Die müssen nicht gekocht werden,
sondern koennen auch kalt verzehrt werden- energetisch sehr sinnvoll,
wenn mit Brennstoffen gespart werden muß..
(Hier haben sich die "j a" und andere No-Name-Produkte sehr gut bewährt,
besser als von teuren Herstellern!
(Ich habe keine Ahnung wieso das so ist - das kam im Versuch heraus:
Nichts mit Nudeln oder Reis in den Fertiggerichten kaufen,
gut schmecken nur Erbsen- Bohnen und Linsensuppen, billigste Ravioli des No-Name-Herstellers,
alles was teurer ist und interessante Sachen auf dem Etikett zeigt,
hat sich nicht verifizieren können. (Leider)

9.
Die Anschaffung eines kleinen Heizöfchens ist wohl sinnvoll,
aber nur, wenn entsprechender Brennstoff vorhanden ist.

10.
Warme Winterklamotten kontrollieren und ggf. nachrüsten.
(Strickmützen nicht vergessen!)

11.
Etwas Alkoholika (Schnaps jedweder Art) kann nicht schaden.
(Punsch) Auch zur Desinfektion.

12.
Mein selbstgemachter Wein ist genügend vorhanden-
dem Glühwein steht somit nichts entgegen.

13.
Leuchtmittel: Kerzen, Batterie- und Öllaempchen sind gut, am besten LED,
da halten die Batterien länger, weil die eine geringe Stromaufnahme haben.
Kerzen, Grablichter und Batterien sind ein Muß !

14.
Da auch die Kommunikation von TV und Internet und Handy und TF ausfällt,
ist ein batteriebetriebenes Radio sehr wichtig!
(Wir haben deshalb extra welche angeschafft)

15.
Das Treppenhaus wird dunkel sein, wenn der Strom ausfällt:
Inzwischen gibt es sehr preiswerte automatische Lichter,
die mit LED und Batterien laufen - das ist auch in Zeiten,
wenn der Strom geht, ein guter Unfallschutz.

16.
Feuerschutz ist wichtig,
deshalb haben wir in jedem Stock (und bei der Grillhütte) einen Feuerlöscher
und zusätzlich eine Brandschutzdecke parat.

17.
Wenn kein Bargeld im Portemonaie ist, kann man nichts kaufen - dh.
die Banken werden länger Geld auszahlen können, als Geldautomaten..
aber auch das wird nur für kurze Zeit gewährleistet sein,
weil die Geldtransporter nicht mehr fahren.
Knapp auf Naht sollte der Geldbeutel nicht gefüllt sein:
Die Geldkarte geht beim Stromausfall ebenfalls nicht mehr ;)
Die paar Groschen in der Zuckerdose
oder im Sparstrumpf werden nicht lange ausreichen..

18.
Die Reserven an Regenwasser reichen allemal für die Toilettenspülung -
per Eimer oder Gießkanne -
und fuer die Wäsche, es sind bei uns bis 5500 Liter,
an die man auch ohne Pumpe heran kommt:
Gefälledruck mit Zapfhahn geht immer oder Eimer hinein und schon gehts los.
Im Roman "Blackout" wird eindrucksvoll beschrieben, was passiert,
wenn die Toiletten nicht mehr gespült werden können ;)

19.
Ein 20ltr Kanister (aus Blech) mit Benzin ist immer gut!
(Aber nur, wenn er aufgefüllt wurde)

20.
Bei Energiekrisen muss man wohl auch verstärkt mit Einbrüchen rechnen:
Stabile Riegel und Gitter schützen besser als eine Alarmanlage,
die nur kurze Zeit Batteriestrom hat.
Ein stabiler und wachsamer Hund ist auch gut.

***

So, meine Vorräte an Mineralwasser und Fertigkonserven,
die nur noch warm gemacht werden müssen,
sind aufgefüllt auf der Mindestmenge:
14 Tage halten wir damit locker durch, eher einen Monat bei sparsamer Lebensführung.
Ach ja, meine Weinbereitung ist ebenfalls im Keller angesiedelt ;)

(Hier möchte ich nochmal darauf hinweisen,
daß die Mindesthaltbarkeitsdaten immer und immer werden sollten,
auch wenn diese Vollkonserven länger genießbar sind)

***

Selbstverständlich müssen diese Vorräte immer wieder verbraucht
und durch frische ersetzt werden!
(Keine Bange, die Preise dafür sind nicht so hoch)

Und da sind dann noch die Grillmoeglichkeiten im Garten,
genügend Holzkohle ist auch immer da,
Anzündwürfel und Feuerzeuge, kompletter Besteckkasten mit Dosenöffner.

Ein dickes Bündel neue Kerzen, Streichhölzer und Konserven,
die richtig dicht gestapelt worden sind, ergänzen die Ausstattung.
Dazu kamen einige Bündel Ofen-Holz oder Scheit-Holz für die Gulaschkanone und den Gartenkamin,
das eine gesonderte Ecke bekam, wo 3-4 mtr Scheitholz lagern können -
ohne Holz hätte das Ding nicht viel Sinn.
Notfalls könnte ich noch mit Holzkohle heizen, die in größeren Säcken parat ist.

Den Gulaschkocher werde ich abzugsmäßig so abdichten, daß dieses Ding
auch im Keller verwendet werden könnte - in Notzeiten,
- mit längerem Rohr nach draußen.

Immer in der Hoffnung, dass "die da oben" vernünftig werden und sich aus Kriegsbeteiligungen
wieder zurueckziehen, damit für Terror oder Rache kein Grund mehr besteht.
Es bleibt immer die Denkbarkeit,
daß der Strom fuer ein paar Wochen ausfällt-
aus Sabotage, Hacker oder durch eine größere Panne..

***

! Ich hoffe, dass ich den Kram niemals brauche und den Gulasch-Topf nur als Event,
als Gaudi fuer die Familie bleibt !

Sicher könnte man jetzt sagen:
Der kauft sinnlosen Kram - das hat aber immerhin Umsatz und Beschäftigung gebracht,
was ein nicht zu verachtender Faktor ist.
Davon leben einige Menschen. Man muß auch gönnen können !
(Auf der Bank bringt das Geld den falschen Leuten hinterhältigen Gewinn,
so gebe ich es lieber aus und wir alle freuen uns..)

***

Wer sich ein Öfchen zulegen möchte, der muß zwischen vielen Brennstoffen unterscheiden lernen -
bei Holz ist das so, dass ein Festmeter Holz 1x1x1mtr ohne Zwischenräume mit Holz
gefüllt geliefert wird, ein Raummeter 1x1x1mtr wären 1mtr lange Hölzer,
ein Schüttraummeter ist einfach mit Holzstücken gefüllt-
je länger die sind, um so mehr Hohlräume sind darin.
Dh. der Festmeter ist fast ein Drittel mehr Holz als der Schüttraummeter !
Dann folgen noch die Bezeichnungen Ofenholz und die Trockenheitsgrade, Baumarten etc.
So ein Öfchen muß auch beim Schornsteinfeger angemeldet werden - dh.
dieser prüft zuerst, ob das in dem Haus auch machbar ist:
Zusammen mit der Heizung darf der Kamin nicht angeschlossen werden.

Bündelholz vom Baumarkt ist billiger, als im Wald mit entsprechendem Equipment Holz zu holen -
letztlich kommt dabei eine hübsche Stange Geld zusammen.
Das lohnt bei meinem sehr geringen Bedarf nicht.
Heute habe ich 4 Zentner fertig getrocknetes Ofenholz und Holzbriketts und Anmachholz parat liegen -
fuer meinen Gulasch - Ofen , ein nettes Familien-Event.
(Als Kartusche a.d.Seite)
Dabei hat sich übrigens das Press-Holz-Brikett besser verhalten als Scheitholz !

Clever: Ein altes CD Regal kann sehr gut fuer 850ml Konserven genutzt werden- so nimmt der Vorrat
nicht viel Platz weg, das geht praktisch in jeder kleine Ecke, im Keller-Flur etc.
Einfaches Besteck, Kochlöffel und Dosenöffner nicht vergessen..

Man kann sich schon mal mit dem Gedanken anfreunden, alles in einem Topf zu kochen ;)

2018 - inzwischen habe ich die brennbaren Materialien aus dem Haus ausgelagert -
sicher ist sicher.

Zurueck zur Startseite -
Impressum



***


Kartuschen - Thema: Wilde Gurken


An dieser Stelle möchte ich noch nachforschen, was es denn mit diesen wilden Gurken zu tun hat, die mir in einem engl. Film begegnet waren und die "sehr lecker" gewesen sein sollen.
Gurken sind wohl jedem hinlänglich bekannt, aber wilde Formen?
www. pflanzenfreunde.com/heilpflanzen/gurke.htm
Man wird sehen, was bei der Recherche alles zum Vorschein kommen wird...

https://www.lebensmittellexi kon.de/w0001900.php#:~:text=Wildgurke%2C%20Australische%20Wildgurke&text=agrestis)%20sind%20eine%20wilde%20Urform,in%20Asien%20und%20Australien%20vorkommt.&text=Australische%20Wildgurken%20wachsen%20als%20kriechender,brauchen%20viel%20Sonne%20und%20Wasser.



Button










*** Nachgetragen ***

"Pisa" ist unter uns und "in der Mitte der Gesellschaft" angekommen. Die neue Normalität der Umgangssprache vereinfacht sich zusehens, sogar im TV und Radio, so auch in der Presse:

"Von dem „Enkel vom Nikolaus“ wurden die Kinder, die in der letzten Woche am Weihnachtsbaumschmücken der Wirtschafts-Werbung Weilburg mitgemacht haben, überrascht: der sympathische Bärtige begleitete die Mädchen und Jungen durch die Stadt."

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen, außer: Das hätte im Deutschunterricht bestimmt eine "tolle" Note ergeben!

***

Es würde der Themen noch mehr als genug geben, aber zuweilen ist es genug - eines noch:

Die Handwerker im Haus fahren ab und zu "Material holen" und kommen zuweilen 1-3 Std. später wieder. Aus dem Wagen wird nur wenig Zeugs geholt, damit es weiter gehen kann mit dem Bauvorhaben. Soweit so gut, aber: Diese Zeit wird mir als Kunden mit 45 Euro (2019) in Rechnung gestellt, weil diese Stunden einfach mit "untergehen". Für eine handvoll Schrauben oder ein paar Rohre, die man auch daheim in deren Werkstatt oder im nahen Baumarkt gefunden hätte, sind diese Füchse bis fast nach Gießen gefahren und haben dort in einem großen Einkaufsmarkt Leberkäsebrötchen gefuttert.. (Später hat sich mal einer verbabbelt) Und so sah dann auch die Rechnung aus"

***











2020 Kartusche: Die Wüstenbildung der Erde rast..

Die Wüsten der Welt breiten sich rasant aus, selbst in den Ländern Südeuropas ist das dramatisch fortgeschritten, wie Forscher feststellen.
So ist die Nahrungsmittelproduktion der Menschheit in großer Gefahr, so wird in den Gazellen geschrieben.
Niemand jedoch sagt, wieso der Boden so plötzlich erodiert, austrocknet und unfruchtbar wird.

Niemand will hören, daß die in gleichem Maße angestiegene globale Fliegerei damit zu tun haben könnte - wo der Jetstream sich verbogen hat und in den Höhen anders verläuft als vor diesem Vielfliegerwahnsinn. Wer sich die Weltkarte der Flugbewegungen anschaut, traut seinen Augen kaum, diese schaut aus wie eine Zeitrafferaufnahme einer belebten Großstadt-Kreuzung !
Die gigantischen Mengen an verbranntem Kerosin, ausgestoßener verbrannter Atemluft sind bezeichnend für eine destruktive Klimapolitik, die auch noch Kriege und "Mandate" zulässt und zum Hohn und Spott mit "Kreuzfahrtschiffen" herum fährt.
Die Autos werden immer dicker statt vernünftiger, desgleichen ist das Verhalten der Fahrer so, dass kaum mehr einen Meter gelaufen wird. Wie ein Zwang zieht es die Eigner auf die Straße, ausgerechnet die, welche im Ruhestand sind.. niemand schaltet das Hirn ein und legt Fahrten zusammen, im Gegenteil - selbst die Kinder werden von Event zu Event und zur Bushaltestelle gekarrt - jeden Tag! Die Verkehrskonzepte sind von vorgestern, nicht von heute. Solange Dienstwagen den Nutzer nichts kosten, werden die nicht kleiner und sparsamer !

Verschwenderländer, Resourcenländer und Hungerländer müssen an einen Tisch kommen und glaubhafte Abkommen erzielen.

Die Stadte saugen die Böden aus, alles versteppt bis in 50km Umkreis (Beispiel Frankfurt/Main)

Der Globus braucht Bevölkerungskontrolle und Energiekontrolle, sonst regelt die Erde das auf ganz brutale Weise!








Übersicht Startseite Impressum

Button





***



Kartuschen - Thema: Claus Lichtfelde 30,


Eine Fortsetzungsgeschichte, rein fiktiv.


Man ging wieder zur Tagesordnung über;
Anna sprach aus dem alten Märchenbuch "Vom Harz zur Heide", wohl aus dem Jahre 1920 das sie für 46 US Dollar aus dem Internet Antiquariat erstanden hatte, auf Band.
"Des Volkes ist die Sage, es gab das Volk sie kund".
"Das ewig Geleucht zweier Bergleute";
die Oberharzer Bergleute gingen immer zu zweit in den Berg, bis sie eines Tages zu wenig Lampenöl dabei hatten..

An der Tür des Sprechraumes leuchtet ein Schild: On Air !
Claus würde niemals stören, denn so ein Band zu besprechen war richtige Arbeit, bei der man sich sehr konzentrieren mußte.

Sie kaufte gerne stapelweise Bücher und so fand sich ein seltsames kleines Büchlein "Der Fischbecker Wandteppich :
Ein Legendenspiel. Hausmann, Manfred" mit einem Hinweis fuer 12,95 Euro vom Onlineversteigerer.
Aber für Anna, das betonte sie immer wieder, waren Bücher Lieblinge, die man nicht verkauft.
Hat sie erst einmal welche erstanden oder "gerettet", wie sie sagt, gibt sie diese -gratis- weiter in den Bücherverleih.
Geld ist seelenlos, Bücher sind das nie!

Claus nahm Rolf und ging eine kleine Runde, anschließend brachte er vom Bäcker zwei Stücke Bienenstich mit.
Als er in die Sackgasse abbog, sah er einen Lieferwagen vor seinem Haus stehen.
Der Sender hatte etwas Equipment vorbei gebracht, das in seinem Sprech-Studio für Komplettierung sorgen sollte.
Stellwände, ein großer Monitor, ein entsprechendes Pult, wie man es in Nachrichtenstudios sehen kann
und diverse Übertragungsgeräte wurden eingebaut in seinen Kellerraum.
Gleichzeitig meldet sich der Sender und ordiniert, daß künftig nur noch von Zuhause verlesen werden soll, wegen Corona.
Heute machen es Vernetzungen einfach, überall online sein zu können und niemand ahnt,
wo der Sprecher sich gerade befindet - ob im Studio oder in einem Übertragungswagen oder.. daheim.
Er moderierte und sprach bald die Nachrichten ganz alleine,
zusammen mit einer Kollegin der Regie, die ebenfalls in Homeoffice war.
Das ging ganz reibungslos und kein Zuseher bemerkte irgend eine Veränderung am Ablauf oder in der Qualität der Darbietung.

Sein Job brachte deutlich mehr Geld ein, als Annas Märchen, - aber das macht in einer guten Ehe nichts,
weil das Konto gemeinsam ist.
Kein "Dein" und kein "Mein" und keine "Privatsphäre" etc.

Claus war in drei Stunden durch, danach war Freizeit - Anna setzte ihre Arbeit auf die gleiche Länge an.
Reich konnte und wollte man davon nicht werden, es ging um ein gutes Leben und nicht darum, Reichtümer anzuhäufen.

So manchesmal wurde in der halben Nacht gearbeitet, dann war der Tag besser zu nutzen für Ausflüge und Sonnenbaden,
wenn die Sommerszeit nach draußen lockte.

Der Nachbar sagte über den Zaun:
"Die Kollegen" - er sprach noch immer von seinen Kollegen, obwohl er längst im Ruhestand war -
"haben zwei weitere Täter festnehmen können, die anhand der Verletzung des gebissenen Eindringlings -
in dieser Sache vernommen werden konnten.
Das Krankenhaus hat einen stillen Tipp gegeben und wir brauchten das Trio aus den Karpaten nur noch abholen."
Er schluckte und sagte leise weiter:
"In dem zugehörigen weißen Transporter hat man viele Gegenstände gefunden, die man nun zuordnen muß -
vom Kupferrohr über ein fast neues E-Bike bis zu Schmuck und Goldmünzen in Sammleralben, mehrere Rollen
Geldscheine aus Geldautomaten und Kleinkram, wie teures Parfum etc."

Drei Wochen später kam den Beiden eine Vorladung zur Verhandlung ins Haus.
"Vorteilsnahme und Bestechlichkeit" laute die Anklage.
Die Beiden nahmen sich einen der Anwälte, die ihre Partei oft genug einsetzte - Isaak Gutpreis aus Frankfurt.
Der Tag der Verhandlung lief entspannt ab, ein Vertreter ihrer Hausbank war anwesend und auch der 2. Vorsitzende der Partei.

Der Fall soll wohl rasch abgehandelt werden, denn es sind etlich Parteien
in ähnlicher Art und Weise betroffen, wie man so schön sagt.
Die Sachlage war so, daß einige kleinere Parteien vor dem Bankrott stehen und ihre Partei die Insolvenz beantragt hat.
Die Klage geht also vom Insolvenzverwalter aus.
Wir haben 200 Immobilien mit durchschnittlich 390.000 Euro an Marktwert, die nun zurück gefordert werden sollen.
Die 7.800.000 Euro sind zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ich muß - so leid mir das tut - pfänden.
Die von den Eigentümern privat in den Kredit eingezahlten Summen werden auf die Konten zurück überwiesen
und die Häuser kommen zur Versteigerung.
Der Richter wollte eigentlich der Anklage folgen, daß niemandem ein Vorkaufsrecht eingeräumt werden könne-
schließlich gilt das Höchstgebot als Ziel.
Doch es wurde hundertfach Revision eingelegt und das Warten begann, Beweise wurden gesammelt
und es sollten noch etliche Zeugen angehört werden.
Der Verteidiger meinte nur knapp:
Ich bin gespannt, wie sich die Sponsoren der Partei aus der Verantwortung ziehen wollen!
Und so passierte monatelang - nichts..

Claus Senior hat etliche Fahrzeuge verkaufen können und hohe Preise erzielt.
Es hatte sich längst herum gesprochen, wie rührig und gewissenhaft die Wagen instand gesetzt worden sind,
die Qualität war meistens besser als vom Werk in der damaligen Zeit.
Besonders die Opel-Blitz-Freunde haben einen Riesenspaß - sie bildeten einen "inneren Zirkel" innerhalb des Autoclubs.
Alle Baujahre dieses Fahrzeugs und alle möglichen Sonderausführungen trafen sich.
Diese Fahrzeugklasse war bald sehr gut vertreten, auch mit den später davon abgespaltenen Modellen anderer Hersteller.
Sogar einen Tempo Matador - Verein, der ähnlich vielfältige Modellstrukturen hatte, bildete sich.
Nun war irgendwie der Damm gebrochen, wie Claus zum Meister meinte:
Es werden inzwischen immer mehr Fahrzeuge als Oldtimer akzeptiert und bewundert,
als immer nur dicke Limousinen und Sportwagen alter Tage.
Die Vielfalt ist deutlich besser geworden und auch das Interesse des Publikums.
Viele Länder haben ähnliche Fahrzeuge entwickelt und alle sind sie hoch interessant!
Kühne Rohr- und Schleifenrahmen-Konstruktionen, Frontantrieb und zig Zubehöre oder An- und Einbauteile.
Es hat sich ein ungeahntes Potential bezahlbarer Oldtimer entwickelt.
Wir werden ein Sub- oder Soziusunternehmen im Saarland haben,
wie schon vor einem Jahr, dann die Lackiererei und den Sattler und den Steueranwalt,
in dessen Büro das Personal abgerechnet wurde.
Im hauseigenen Büro kamen Rechnungen zur Begleichung und wurden Aufträge erteilt.

Das Thema Vidal Tempo hat Claus sehr ins Herz geschlossen.
Die unglaubliche Vielfalt dieses Themas ließ ihn auf den Gedanken kommen, diese Resource neu zu beleben.
Albert war Feuer und Flamme, die beiden Ex-Mitarbeiter auch.
Albert bekam den Auftrag diese Sache federführend zu betreiben und eigenmächtig aktiv zu werden.
Seit seine Frau gestorben war, langweilte er sich furchbar.
Das hatte nun ein Ende.
Bald war auch sein Sohn mit von der Party, der eigentlich Modellschreiner und Formbauer gelernt hatte
und danach einen kleinen Betrieb "Rekonstruktinen, Dreharbeiten und 3D Fräsmaschinen für Formteile" eröffnete.
Jessi war gut für alle Kleinteile, die nicht mehr auf dem Markt erhältlich gewesen sind_
Türkurbeln, Schaltknäufe, Amaturenbrett-Schalter, Kühlerfiguren, Zierleisten und viele ähnliche Dinge.
Zusammen mit seiner Frau, die Näherin gelernt hatte und heute sogar Sattlerarbeiten konnte,
war ein neues schlagkräftiges Team gefunden.
Claus und Henriette fuhren mit dem VW Friedolin von 1964 zurück nach Hause, mit dem sie auch gekommen waren-
etliche Unterlagen und Mappen für Albert haben sie dort gelassen,
die schon anwaltlich abgesegnet worden sind.
Der seltsame Transporter war eimal von der Deutschen Bundespost eingesetzt worden, mal von der gelben, mal von der grauen Post,
diese wurden ein paar Jahre lang vom Bundeszeugamt versteigert und so mancher Kleingewerbetreibende hat sich hier bedient.
Beliebt sind diese Fahrzeuge allerdings nie gewesen, die ehemaligen Fahrer meinten:
Das Ding fährt sich bei Wind wie ein Segelboot..
Alles lachte und freute sich an dem stabilen Fahrzeug, das allgemein gerne gesehen wurde.
Dafür zückten etliche Passanten ihre Smartphones, denn das ist schon ein seltener Anblick geworden.
Ebenso auffällig wie ein Ferrari oder Rolls!

Mit der nächsten Tour wollte man die Opel Blitz Teile-Kisten wieder mit ins Saarland nehmen,
damit alle historischen Transportwagen dort instand gesetzt werden konnten.
"Outsourcing" meinte Claus zu seiner Frau, ist heute nötig,
sonst verzettelt man sich total.
Trotzem läuft alles über unseren Namen und ohne GmbH oder so, ich will den Überblick behalten. Die nächste Fahrt ins Saarland wurde mit einem historischen Möbelwagen gemacht, in dem alle Opelteile Platz hatten.
Albert staunte und wunderte sich, dass der Wagen noch nicht durchgerostet war.
Claus ließ den Umzugslaster mit dem privaten Auftrag dort, diesen wieder in Bestform zu bringen.
Er sollte ganz genau wie auf dem Bild sein und nur den Schriftzug seiner eigenen Firma statt des originalen tragen.
Als Sonderzubehör - hinter den Klapptüren am Heckaufbau -
sollten Alu-Schienen und eine elektrische Winde ein Fahrzeug in den Innenraum ziehen können.
Damit will ich mit Henriette auf "Beutetour" fahren und auch gleich ein feines Stück mit in der Werkstatt bringen.
In diesem mittelschweren Transport-Lkw war eine feine Schlafgelegenheit eingebaut.
Ideal für diesen Zweck, wertvolle Fahrzeuge über weitere Distanzen zu bewegen, ohne sich ein Zimmer suchen zu müssen.
Albert lachte: "Na denn mal Petri Heil!"
Die Heimfahrt wurde als "Eisenbahn-Survival-Tour" geplant-
denn wer selten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt,
für den ist das eines der letzten Abenteuer der Welt.
Es kam wie es kommen mußte - sie sind zu weit gefahren, haben im Zug geschlafen
und sind erst im Laufe des Vormittags wieder daheim gewesen..
..wie gerädert sind sie auf der Couch eingeschlafen.
"Mensch, da war die Fahrt im Fridolin richtig bequem und schnell gegen!"

Fortsetzung auf Seite Claus Lichtfelde 31

Claus Lichtenfelde Junior. Eine Fortsetzungsgeschichte über etliche Seiten, als Kartusche ausgeführt. Lektuere






*** Start der Story ***

31