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xxx Augen Behandlung, Kunstlinse, Grauer Star xxx
Empfinden: Weniger Lichtempfindlichkeit, es wird mehr Licht gebraucht um lesen zu können,
man sieht wie in einer Dunstglocke, Waschkücheneffekt- halb ausgeprägt, aber etwas milchig..
mit der Tendenz, daß auch die Sehschärfe in der Ferne abnahm.
(Zuerst beim Lesen und am Bildschirm merkbar)
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Nach vielleicht 30 Jahren schien eine erneute Untersuchung der Augen durch den Facharzt nötig,
weil auch die Bildschirmbrille nicht viel brachte und ich die Flugzeuge am Himmel kaum mehr sehen konnte..
die meine Frau gut erkannte.
Es kam dabei heraus, daß der "Graue Star", also eine Linsentrübung vorlag, was nur noch 55% der Bildschärfe ergab.
Das ist gerade so am Rande der Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen. Also kam die Behandlung durch eine Augenklinik,
die ihre Niederlassung in Wetzlar hat, in die Wege. Die Preise sind spannend:
1.800 Euro ZUZAHLUNG -pro Auge, plus ein paar Extrakosten für Extrauntersuchungen-
für ein multifokales Sehen, während die einfache Lösung der -endweder oder- Nah oder Fernlinse
von der Kasse bezahlt wird. Die teure Lösung hat eine Brille nicht mehr nötig,
die billige Lösung aber schon und auch noch einige mittige Angebote,
die immer nur Behelfe gewesen wären. Die Augen und die Hinterwand und der Seenerv,
so der Facharzt, seien vollkommen gesund und in Ordnung - auch die Sehschärfe - nur eben die Linse nicht:
Das Sehvermögen ist eben nur noch halb so gut.
Gut, daß ich vor etlichen Jahren die Aufbaustufen für meine private Krankenkasse mitgenommen habe -
vielleicht gibt es für diesen Luxus Zuschüsse- man wird sehen und hier dann auch lesen können..
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Die ausführlich detaillierten Unterlagen in einer Mappe mit Preisen und den Behandlungsterminen kam sehr schnell an.
Am 30.1.23 wurde die Voruntersuchung und Besprechung in der ambulanten Klinik angesetzt.
(Autofahren ist erst mal nicht mehr drin, aber das ist mir nicht schlimm, weil meine Frau gerne fährt)
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Mir kam das Gefühl, daß arme Leute an der Brille zu erkennen seien,
wenn sie den Grauen Star operieren lassen haben.. es ist immer eine Frage des Geldes-
aber man kann ja nichts mitnehmen - oder?!
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Meine eigenen Recherchen dazu führten zu der Erkenntnis, daß die starken Sommer der letzten Jahre-
wo ich immer ohne Sonnenbrille unterwegs war- wohl eine Verschlechterung der Sehfähigkeit,
d.h. Eintrübung der Augenlinse gebracht haben.
Das ging aus der Broschüre der Klinik nicht hervor. Seltsam nur, daß -ich nenne es mal laienhaft
"Halterung" der Augenlinse flexibel ist und dadurch und mithilfe der ebenfalls flexiblen Linse fokusieren kann.
Setzt man nun eine starr fokusierte Kunst-Linse ein, wird das spannend. Die Voruntersuchung:
Ich erfuhr, daß diese Accomodalität der Linsenhalterung im Erwachsenenalter abgeschlossen ist,
also von da her keine Gefahr der Irritation droht.
Die Multifokal-Kunstlinse wird mehrzonig eingeschliffen, birgt daher -finde ich- ein hohen Umfallrisiko!
Es war keineswegs sicher, daß die teure Lösung keine Brille nötig werden läßt!
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Beginnender grauer Star - das geht nur durch eine Kunstlinse zu beheben. Diese aber haben - nur die Sorten,
wo man anschließend keine Brille mehr braucht - des Nachts Streulicht und falsche Lichtbrechungen, also Probleme.
Die einfachen, für die nicht zugezahlt werden müssen, sind da besser. Deren Nachteil ist,
daß man -nach wie vor- Brillen braucht. Was soll der Mist? Also lasse ich das und breche die Behandlung (OP)
und die Folgegtermine ab. Auf die Behandlungsmethode kann ich immer noch zurück kommen,
wenn der Graue Star fortgegeschritten ist. Bis dahin gilt: 55-60% Seeschärfe.
(Diese Bestimmung ist wohl stark Tageform abhängig.) Auf alle Fälle wurden die Augen in der Klinik
noch zweimal gecheckt und während dieser Zeit, wo das Auge "getropft" war, d.h.
die Pupillen ganz weit waren, habe ich eingekauft und (ohne Brille)
trotzdem alle Preise lesen können. So schlimm sind die Augen wohl nicht, was eben diese Art des Sehtest
-ganz klar- nicht erfassen kann. Das ging mir schon vor 40 Jahren in der gleichen Weise.
Nun ist jedenfalls klar, daß die Augen gesund
sind - ich darf nicht erwarten, daß ein bald 72jähriger Körper die gleichen optimalen Funktionen hat,
wie ein junger! Das war erst mal alles für diese Kartusche...
Fakt ist dennoch, daß der Ausdruck "60% Sehschärfe" faktisch falsch ist- es müßte heißen:
60% Lichtdurchlässigkeit , denn die Sehschärfe durch die Linse ist unverändert-
evtl wäre 60% Luminiszenz richtiger oder "Sehfähigkeit" oder "Sehvermögen"?
***Nachtrag 12.2.23: Ich werde die einfache Lösung nehmen, die keine Zuzahlung kostet-
damit sieht man in der Ferne gut, zum Lesen hat man die Lesebrille. Wann diese OP getan werden wird,
kann ich noch nicht sagen..
Zwei Monate später habe ich nicht das Gefühl, unsicher zu gehen oder zu fahren, kann auch Details gut sehen -
aber nur etwas weniger klar. Auch ist die Nachtsicht noch gut - so empfinde ich das wenigstens.
Taufrisch ist man im 72. Lebensjahr freilich nicht mehr - das war mir schon lange klar.
PS: Diese Linsentrübung kommt definitiv von der Sonneneinstrahlung, also sollte man eine Sonnenbrille nutzen!
Nachtrag 1.11.23- die Trübung scheint zu stagnieren, wie lange das geht, wird sich zeigen.
Man unterscheidet zwischen Sehschärfe (die ich noch besitze) und "Sehvermögen",
was die Linsentrübung mit einschließt.
Nachtrag Juli 25- die Trübung scheint zu stagnieren, wie lange das geht, wird sich zeigen.
Bis jetzt ist mir das -wohl geringere- Risiko, daß ein Auge erblindet, also die OP fehl schlagen könnte- noch zu hoch.
Weihnachten 2025 merke ich die Eintrübung deutlich, deshalb wird nun doch eine OP kommen-
zuerst der Augenarzt, dann die -ambulante- Klinik.
Auto fahren ist schon seit einem Jahr nicht mehr- meine Frau fährt.
(Mitte April 2026 ist das alles fertig und die Nachuntersuchung abgeschlossen)
Resultat: Nach einer guten Woche hat sich das Sehvermögen von 37 auf 80% verbessert- wenn das nichts ist!
Die modernen Tropfen helfen ganz ausgezeichnet- aber es dauert gute 3 Wochen, bis diese -mehrmals täglich
verabreichten Tropfen abgesetzt werden können- hier wird nach einem "Tropfschema" in eine Liste eingetragen.
Sonderlich schmerzhaft ist so eine OP nicht, die ganze Tropf- und Augenuntersuchungs-Prozedur ist eben langwierig.
Es hat sich allemal gelohnt- jetzt sind auch ferne Gegenstände wieder gut zu erkennen.
Ich habe fast schon zu lange gewartet- man sollte schon bei Beginn der Eintrübung diese Operation machen lassen.
Dann wird auch das Autofahren kein Problem mehr sein!
Millionen Menschen haben diese OP bereits machen lassen und sind zufrieden damit.
Meine Frau fährt gerne und hat noch Spaß daran.
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