Landfotografie

Wilde Hex im Kartoffelnest


Ein Rezept fuer 4-5 Personen.

Aus 1,5kg Kartoffeln schaelen
und in kleine Stueckchen schneiden, kochen
und einen "Kartoffelstampf" machen, also nicht durch den Mixer jagen,
sondern mit der Hand stampfen,
dass noch etwas Struktur bleibt -
am besten mit einer kl. Dose 10% Dosenmilch und etwas Salz.
(Ohne Muskat)

Das Ragout:
2 EL Grieben- oder Zwiebelschmalz in eine grosse Pfanne geben,
2 in Ringe geschnittene Zwiebeln,
200-300gr in schmale Streifen (wie Pommes) geschnittenes Doerrfleisch,
400gr grobe rohe Bratwurst (aus der Pelle gedrueckt und in Baellchen geformt),
sowie 500gr abgepacktes fertiges Gyros-
in dieser Reihenfolge in die Pfanne schichten
und gut 1/2 Std bei 3/4 Hitze -zugedeckt !
- bruzzeln lassen.

Inzwischen kann der Stampf fertiggestellt werden.

Kurz vor dem Anrichten wird die Pfanne ausgeschaltet-
und 1 Min gewartet, damit der Herd nicht so sehr bespritzt-
(typisch Hausmann) und den abgetropften Inhalt
einer kleinen Dose Champignons III. zugefuegt und ein wenig untergehoben.

Das war alles an Wuerzung!

Noch besser sind frische als Dosen - Champignons.
Deckel drauf und inzwischen den Ring oder Kranz aus Stampf auf den Tellern verteilen.

Inmitten dieses Kranzes kommt dann das Ragout serviert.

Dazu kann man eingelegten Kuerbis - im Desert-Schaelchen- reichen.
(Als Glas-Konserve zu kaufen)
Statt dessen aber auch Heidelbeeren, was durchaus eine interessante Note gibt.

Guten Appetit!

Anmerkung:
Mein Respekt gilt weniger den Fernsehkoechen
als vielmehr den Millionen Hausfrauen der Welt,
die jeden Tag abwechslungsreiches und gesundes Essen auf den Tisch bringen muessen!

Meine Rezepte sind auf keinen Fall als "Konkurrenz" dieser beiden Gruppen gedacht,
als vielmehr eine "Hausmanns-Kocherei" auf einfachstem Niveau,
mit schmackhaften Essen, die meine Frau entlasten und auch ein wenig erfreuen halfen.

Jeder absolute Anfaenger soll diese Rezepte nachkochen koennen-
und die Zutaten dafuer in jedem Supermarkt bekommen..

Das Rezept auf dieser Seite kostet ca 8 Euro - fuer 5 Personen -
(Stand Jan.2011)
obwohl genug Fleisch darin ist, genug Kraft,
um einen anstrengenden Tag zu meistern.
Die meisten meiner anderen Rezepte sind im Preis noch darunter.
Kleinere Haushalte koennen runterrechnen - billiger geht's auch in der Kantine nicht.

Alternativ Rezept fuer 2 Personen: Pasta Germania

300gr Pasta bissfest kochen und in der Seihe abschuetten, kurz mit dem Topfdeckel zudecken.
Am Abend zuvor habe ich getrocknete Kraeuter, die es im Glas zu kaufen gibt, in Rapskernoel eingelegt.
Pro Person ca 1 Schnapsglas Oel in einen Schaelchen geben,
da kommen 2 gehaeufte EL getrocknete Petersilie und 2 gehaeufte EL
getrockneter Schnittlauch, einen Teeloeffel Salz und Pfeffer aus der Muehle.
2 Knoblauch-Zehen ganz klein hacken oder durch die Presse druecken und zugeben.
Das zieht bis zum naechsten Tag zu einem wunderbaren "Pesto",
das sehr viel leichter als das gekaufte ist.
Das kommt in den nun leeren Nudeltopf, wird kurz angeduenstet und dann kommt
die Pasta dazu und wird mit dem Holzkochloeffel sehr gruendlich untergehoben.
Und auch geschwind danach auf die Teller gebracht.
Obenauf kommt Gorgonzola dolce.
Dazu reiche ich gruene und schwarze Oliven.
Ihr werdet ueberrascht sein, wie "italienisch" das schmeckt,
auch wenn die Kraeuter ganz andere sind..
die Art der Zubereitung ist mediterraner nicht denkbar.
Dieses Rapskernoel ist sehr viel besser als alles,
was an Olivenoelen bei uns auf dem Markt erhaeltlich ist.
Guten Appetit.



Wer sich fuer weitere Themen interessiert, ist hier gut aufgehoben.


underconstruction

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***



Kartuschen - Thema: Veraenderungen

Leben ist Veraenderung, - dessen wird man sich bewusst,
wenn gerade eine Zeitungsfrau gefeiert wird,
weil sie einen Rehbock vergibt,
fuer den "besten Saenger" der Schlagerbranche.
So kann man eine flaechendeckende Werbung betreiben,
die auch noch von der Steuer abgesetzt werden kann..
Morgen wird es ein Schokoladehersteller oder eine Oelfirma sein,
die ueber die Boerse
(die zuvor fusioniert hat und weltweit Ratingagenturen betreibt)
ganze Staaten kaufen kann..
Die dann eingesetzten Politiker koennten Schauspieler oder Schlagersaenger sein,
die dann ihre Texte vortragen.
Im HR4 kam am 18.11.2016 um 07.40
"Schlager ist geil, der Florian Hufeisen hat einen Rehbock gewonnen".
Am "Vorlesetag" oder am Tag des Vorlesens im Radio gebracht,
laesst mich das an die "kulturelle Weiterentwicklung" denken,
die aus der stark gewachsenen Akademisierung zu kommen scheint..

Irgendwann wird in der Weltlotterie ein Kleinstaat zu gewinnen sein
oder ein altes Russenuboot mit Benzin und Besatzung fuer 10 Jahre?

Wahlen werden wie Feste gefeiert, mit vielen Faehnchen und Cheerleaders und Monstertrucks,
Softeis und Tombola..

Schoene Zeiten kommen auf uns zu !
"Schlager ist geil" ist wohl bezeichnend fuer unsere jetzige Kultur.
Du willst nicht wissen, was morgen kommt..



Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







***





Alte Kartoffelpuffer



Man kann eine Freude machen mit einer ganz altmodischen Art der Kartoffelpuffer,
die ich vom Pinges-Rezept aus uralten Chroniken abgeleitet habe:

Fuer 2 Personen 750gr Kartoffeln (geschaelt gewogen) fein reiben (nicht in Zesten),
mit einer halben Tasse Haferflocken abbinden und einen knappen Essloeffel (EL) Salz dazu.
Gut verruehren und in Rapskernoel ausbraten.
Dazu Apfelbrei oder - wie im alten Rezept - Rotweinpflaumen
(Schrumpelpflaumen in Rotwein eingelegt).
***
Die gute Variante dazu:
Man kann diese 4 Mettenden (Ja, Re we) kaufen und eines dieser Wuerstchen in Stueckchen schneiden und unter den Teig heben.
(Keine Zwiebeln und keine Eier oder sonstige Dinge in den Teig geben)
***
Schmeckt erstaunlich gut und bildet eine gute Bindung ..

*** Optimierte Version 12.3.2018 ***



Einfach 1kg Kartoffeln fuer zwei gute Esser schaelen und mit der Zestenreibe in zarte Streifen reiben, mit Haferflocken abbinden und einen EL Salz zugeben. Gut verruehren und in Rapskernoel ausbraten.
Dazu gibt es ganz einfaches Apfelpueree, das Glas zu 80 Cents (langt fuer mind. 4 Personen) genuegt vollauf - und ein wirklich billiges und zudem "veganes" oder "vegetarisches" Essen ist fertig.
20 Cents fuer die Kartoffeln, 10 Cents fuer die Haferflocken, 20 Cents fuer das Oel und 40 Cents fuer das Pueree und schon habe ich ein vollwertiges Essen fuer 90 Cents FUER ZWEI PERSONEN gezaubert !

***

Ich bin kein Verfechter der These, dass in Kartoffelpuffer keine Zwiebeln gehoeren!
Also werde ich die naechste Variante mit einer eingeriebenen Zwiebel machen
und etwas Pfeffer gebe ich auch dazu.

Ich brauche das wohl nicht zu "rezensieren" - es wird schmecken, da wette ich..

..zudem moechte ich raten, die Garung bei geschlossenem Glasdeckel so lange wie moeglich zu machen, dann erst abdampfen lassen. (Mancher mag es nicht, wenn die Kartoffeln noch ein wenig "bissfest" sind)

Die Uebersicht der Anhaenge







Das blaue Thema: Ostern



(Vermutlich wird man sich fragen, wie denn diese -gepellten- Eier zustande gekommen sein moegen: Ich habe diese in Wasser mit Currypulver und etwas Essig, die anderen in Rote Bete Saft mit etwas Essig eingelegt und immer schoen gedreht - nach ca einem halben Tag sind die so wie auf dem Bild zu sehen ist. Laenger sollte man nicht warten, sonst wird das Eigelb ebenfalls gefaerbt)

***

"Manchmal ist mehr weniger!"
In der Eile wurde aus "Manchmal ist weniger mehr!", eben "Manchmal ist mehr weniger!" ..
was aber seltsamer Weise von jedem gleich richtig verstanden wurde.
So ist das auch mit Ostern, dem Fest der Ostara,
der Goettin des Herdes,
das die Christen oder besser die christl. Kirchen fuer sich vereinnahmt haben.
Ich will nicht naeher auf Religion eingehen,
aber um so mehr auf die Folgen eines solchen Festes:
Kaufrausch, Vorbereitungswahnsinn in den Kuechen,
Reklamerummel, Verschenken, Reisen, buntes Ausschmuecken.
Zuvor uebte man sich in Askese, die "Karwoche"
hat seltsame Speisevorschriften gebracht,
die auch Aberglaeubische mitgerissen hat.
(Lieber nichts falsch machen und Eier am Karfreitag essen)
Die Leidensgeschichte Jesu ist genau so gut nachweisbar
wie der eierlegende Osterhase,
weil seine Story erst 70 Jahre spaeter erstmalig aufgeschrieben worden ist:
Die orientalische Freude an der Legendenbildung
wird seinen Teil dazu beigetragen haben,
der griechische Trend zur Mehrgoetterei und der germanische "Aberglaube"
hat diese Luftnummer wie einen Schwamm aufgesogen:
Wenn es dir gut geht, sollst du Jesu dafuer danken.

Wie auch immer, Ostern wird seit Urzeiten gefeiert
und das haengt doch eher mit dem alten Fruehlingsfest zusammen,
die Freude an der wiedererwachenden Natur,
der in ihrer Fruchtbarkeit mit dem Symbol "Ei"
als Keimzelle des Lebens gehuldigt wird.
(Der Osterhase ist das Symbol der Fruchtbarkeit)
Es gruent und blueht allerorten und das Wetter wird spuerbar milder,
die Voegel singen und balzen.
Der Mensch hat sein Nest in Form der Wohnung gemacht,
so bleibt nur noch die Autowaesche und..
dieser oesterliche Wahn des Ausschmueckens.
Dem folgt zuvor der Osterputz, wo alles auf Hochglanz gebracht wurde,
das Haus quasi auf den Kopf gestellt und alle Fenster blitzten,
die Baumaerkte und Gaertnereien haben Hochkonjunktur. Ostern laesst sicht gut vermarkten, - fast wie zur Vorweihnachtszeit -
zum Boom hochstilisieren, dazu tragen freilich auch die vielen Prospekte
und Reklameblaetter bei, die uns die Briefkaesten verstopfen.

Ist dieses Fest nun endlich gekommen, fiebert Gross und Klein
in einer Erwartungshaltung, mal auf das Festessen,
mal auf kleiner Geschenke,
mal auf die "oesterliche Freude der Wiederauferstehung",
die in der Bibel eher eine Geistersichtung war
oder man ein "Gesicht" (Vision) hatte,
als dass Jesu tatsaechlich real auferstanden waere.
Was aber wieder erwacht oder "auferstanden" ist, nennt man Natur.
Diese Natur ist also der "Gott",
wie ihn schon die alten Voelker mit ihren Opfergaben huldigten.
Geht man also weg von diesen orientalischen "Gesichten",
samt den arttypischem Hang zur Uebertreibung,
bleiben nur die Osterglocken und die bunten Nester mit Suessigkeiten,
man pellt bunt gefaerbte gekochte Eier,
geht einen laengeren Spazierung mit der Familie
und freut sich an den Baeumen, die ausschlagen und bluehen,
an der milden Luft.
Ein Lokal ist der Zielpunkt, wo die Maenner ein Bier,
die Frauen einen Kaffee nahmen.
Kinder hockten froh wie zu Weihnachten vor ihrer Limonade,
Opa schnitzte aus Hasel einen Spazierstock
und erklaerte den Enkeln dies und das,
Oma besprach mit den Weiblichkeiten des Trupps
die neue gestickte Tischdecke oder Umhang,
ab und an wurden kleine Suessigkeiten verteilt bis man wieder zuhause war.
Die Kirchen forderten ihr Recht und so ist diese Zeit ein "Hochamt",
der Kirchenbesuch an Karfreitag und am Ostersonntag ist Pflicht gewesen:
Frueher hat der Pfarrer oder der Buettel beim Fuersten angeschwaerzt,
wenn diese Gottesdienste geschwaenzt wurden, was harte Strafen brachte.
Nach dieser Herrschaft - so um die Jahre 1815-1845, also nach dem Ende der Leibeigenschaft
und der Kleinstaatenfeudalitaet lockerten sich auch die Religionsvorschriften,
man konnte den Wohnort frei waehlen, heiraten wen man wollte
und auch die Religion wechseln, der Gottesdienstbesuch
war nur fuer Kommunionkinder und Konfirmanten zwingend.
Eiferer sind freilich an jedem Tag zur Kirche gegangen,
die in der Osterzeit besonders glaeubig wird,
diese Leute haben gefastet,
wie das heute wohl nur noch andere orientalische Religionen halten.
Heute sind die "Sitten" nochmal lockerer,
die Kirchen haben an Bedeutung verloren,
was sich als dauerhafter Trend zeigt,
auch wenn ab und an dieses Ostern und Weihnachten
davon etwas abzulenken vermag.

Soll man deshalb traurig sein?
Ich denke nicht, denn der Natur ist Religion vollkommen egal..

Heute zaehlen andere Werte, die der Fernreisen zu Ostern, wo man im Betrieb von erzaehlen kann. Selbst die Kinder haben ein "Ranking", wer wie weit und wie teuer zu Ostern vereist ist - nicht zur in den Sommerferien. Wer angibt, hat eben mehr vom Leben und wenn das die Kinder nicht zeitig lernen, wie sollen sie dann spaeter so richtig tolle Hechte werden?!

Frueher aber waren Traditionen noch richtig wichtig,
es gab kein Radio, keinen Fernseher, kein Kino,
nur die Erzaehlung, Maerchen und.. die Kirche,
die von der harten taeglichen Realitaet, dem Existenzkampf ablenkte
mit ihrer Hoffnung auf den Seelenfrieden
und die Wiederauferstehung in einer besseren Welt,
wo niemand hungern oder frieren muss.

Wir haben uns die Natur besser nutzbar gemacht, als das die fruehen Generationen gekonnt haben. Das Wissen der Menschheit schreitet fort und lebt mit dem Gott Mammon und braucht die anderen Goetter nicht mehr. Es hat sich noch nicht so recht herum gesprochen, dass wir ohne die Goetter schon, aber ohne die Natur auf Dauer nicht ueberleben werden und so wird das Blaue vom Himmel herab versprochen, damit der Rubel rollt.

Ostern kann das Fest der Besinnung werden: Ist das wichtig oder kann das weg?

(Hoffentlich sind die lieben Kleinen bald wieder von ihrer Grippe genesen, sonst koennen wir bis Weihnachten an den div. Sorten Ostereiern essen: Schokoeier, Marzipan-Eier, Nougateier, halbe Eier aus Zucker, Schokoladeneier, harte kleine Zuckereier, grosse hohle Eier, mit Kreme gefuellte Eier und Huehnereier gefaerbt in zig Ausfuehrungen - dann kommen die div. Hasen dran, kleine flache Hasen in Folie, am Staengel, sitzende Hasen, stehende Hasen, hohle Hasen, gefuellte Hasen - aber kein einziger gebratener Hase.)







Die Meldung im Radio sagt alles: "Es ist kein Stau auf den Autobahnen zu vermelden, dafuer aber total ueberfuellte Supermarkt-Parkplaetze !"

http://www.hessenschau.de/gesellschaft/kirchen-rufen-zu-bewussterem-umgang-mit-tod-auf-,osterbotschaften-kirche-100.html

Das haben sie wohl getan, siehe hier und dort sie koennen es einfach nicht lassen, die Leute staendig zu bevormunden - z.B. mit dem Eigentor Willkommenskultur: "Der Bischof von Limburg meint, es stehe aktuell auf "Messers Schneide", ob die Verkuendigung der Osterbotschaft und ein christlich gepraegtes Lebenszeugnis ueberhaupt noch eine Zukunft hat." Man koennte statt Verkuendigung auch "Behauptung" sagen, dann kaeme man der Sache naeher und statt "Lebenszeugnis" waere wohl eher Kirchenmitgliedschaft das passende Wort.

Fuer uns ist "Ostern" Feiertage, Zeit mit der Familie und den Kindern, gutes Essen und Vorfreude auf die waermere Jahreszeit - und wenn das Wetter mitspielt, ein langer traditioneller Osterspaziergang mit Proviant und moeglichst vielen der Nachkommen - mehr nicht. Jeglicher christliche Bezug waere "Haeresie" gegen unser aller Natur, wie meine Seiten "Geschichtliches" beweisen: Die Urform dieses Festes ist eben schon unglaublich viel aelter: Es ist eigentlich nicht laenger hinnehmbar, dass die eigenen "Wurzeln" von den seltsamen mosaischen Ueberzeugungen aus dem nahen Osten uebertuencht werden..

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