plaetzchenwolf - BBQ Beilage (n) / Kartoffelstampf mit Röstzwiebeln
Landfotografie

***BBQ*** Beilage "Filou"



Hausmänner kochen - Was soll da schon rauskommen?

Auf der Habenseite war frischer Brokkoli und nur ein Plan div. Fertigsuppen,
die dem Verfallsdatum nahe kamen, zu verarbeiten...

Gesagt, getan:

In zwei Tassen Wasser werden die geputzten und gewürfelten Strunkstücke
des Brokkoli vorgegart, wo dann später die Röschen zugefügt
und bißfest fertiggegart werden..

Eine Metallschüssel mit einer Seihe drin läßt das Wasser abtropfen,
das dann wieder in den Topf kommt und etwas aufgefüllt wird,
bis die halbe empfohlene Menge (meistens 1/2Ltr) der Fertigsuppe
(Brokkoli- oder Blumenkohl- oder Gemüsecremesuppe)
unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen kurz aufgekocht wird.

Etwas nachsalzen, einen Löffel gute Butter,
ein wenig Pfeffer zugeben.

Nun die Sauce in die Metallschüssel geben, die abgetropften Brokkolistücke unterheben,
gut mit Klarsichtfolie verschließen:
So bleibt die Beilage gut 3 Std angenehm warm und harrt der Dinge bis die (Beispiel)
marinierten Bauchfleischscheiben im Rundgrill fertig sind.
(Man kann freilich auch Backcamembert nehmen)

Das Essen kam sehr gut an!

Auf diese Weise kann man auch Blumenkohl, Kohlrabi,
Lauch, Kartoffeln, Gurken und div. andere Gemüse bereiten,
wenn die entsprechende Fertigsuppe in diese Geschmacksrichtung zeigt...

Die Herkunft der Sauce errät kaum jemand...

Noch eine Alternative gefällig?
Bitte sehr. Man backe sein Brot aus einer guten Backmischung
(Naher Kauf, die billigere Sorte zu 49 Cents fuer ein 750gr Brot)
- dieses Brot in Scheiben schneiden, kurz auf den Holzkohlegrill legen, wenden,
zwei einfache Schmelzkäse-Scheiben (10 Stück zu 85 Cents) drauf legen und kurz darauf servieren.
Das kam sehr gut an:
Wir hatten fertig gewürze Bauchscheiben vom Grill dazu und gutes Dosenbier ;)

Zwei Corona-Jahre später war die Backmischung und der Käse 50% teurer..

Kartoffelstampf mit Röstzwiebeln


Kartoffel-Brei oder neumodischer "Kartoffel-Stampf" macht man am besten
mit alten Kartoffeln, die haben mehr Geschmack.
(Auch wenn diese schon gekeimt haben, diese Stellen werden beim Schälen heraus geschnitten).
Die Kartoffeln in kleine Stückchen schneiden und mit zwei daumenhoch Wasser ruhig garen-
kurz ankochen bis sich Schaum zeigt, dann auf halbe Kraft herunter schalten.
Ab und zu mal den Deckel lüften oder den Inhalt kurz umrühren, damit nichts überkocht.
Mit dem scharfen Küchenmesser die Garprobe machen:
Wenn die größeren Stücke leicht eingestochen werden können, sind sie gar.
Nun bei leicht geöffnetem Deckel (Topflappen nicht vergessen!)
in die Spüle das Wasser ablaufen lassen, den Topf auf ein Holzbrett stellen
ohne Deckel kurz abdampfen lassen.
Dann mit etwas Salz und Zucker überstreuen, mit etwas 3,5% Milch uebergießen,
mit dem gekröpften Stampfer (nie mit dem Mixer) rundherum stampfen, abklopfen, nochmal stampfen.
Ggf. noch etwas Milch zugeben,- die Konsistenz soll nicht zu weich,
aber auch nicht trocken sein.
Deckel drauf und den Rest des Essens fertig machen.
(So bleibt der Kartoffelbrei noch längere Zeit schön warm,-
ich behelfe mir manchmal damit, ein Handtuch drauf zu legen)

Diese Beilage ist sehr universell, z.B. mit grob geschnittenen
und in Rapskernöl gedünsteten Zwiebeln, die ich leicht überzuckert und übersalzen habe. (noch besser mit einem Löffel Honig, vermutlich geht auch Kunsthonig oder Flüssigzucker)
Bei geschlossenem Deckel und unter gelegentlichem Umwenden wird daraus
ein fein gebräuntes und schmackhaftes Gemüse, das perfekt dazu passt.
Ob nun ein Würstchen oder eine Scheibe Leberkäse oder Kassler
oder Emmentaler Käse serviert wird, ist jedem selbst ueberlassen.









*** Nachgetragen ***

An dieser Stelle möchte ich meinen chemiefreien Hauswein empfehlen, der ein Thema für sich ist:
Der Ur Einfacher geht Wein nicht und das macht auch noch Spaß, bei der Zubereitung und beim Prozedere der Lagerung und Kredenz. Es gibt garantiert keinen dicken Kopf davon, versprochen !



***

Mir fällt auf, daß Rapskernöl im Essen die Verdauung sehr gut fördert und in Schwung bringt.

***

Immer wieder punktet bei uns dieses einfache Essen:
Ich gebe Rosmarin und Thymian - je einen halben EL ins Wasser, lasse dieses aufkochen,
gebe dann die Nudeln hinein, die knapp bißfest gekocht werden.
In der Seihe wird abgeschüttet, der nun leere Nudeltopf bekommt eine gute Bodendeckung aus Olivenöl,
mit einem halben EL Oregano (Wilder Maioran) darin.
Jetzt kommen die Spaghetti oder eben andere Nudeln hinein, werden gut untergehoben und heiß
in die Teller gegeben. Darauf kommt Gorgonzola -zimmerwarm- in Stückchen,- nicht sparen !
Als Garnitur empfehlen sich Tomatenviertel.



(Eingedeckt für einen Linkshänder)
Die Esser heben mit Löffel und Gabel den Käse sogleich unter
und drehen dann wenige Nudeln im Löffel zu einer Rolle..
Zivilisiert und nicht geschlürft.
Guten Appetit!

***

Mehr ein Menüvorschlag als ein Rezept ist folgende Variante eines meiner Essen:
Ich nehme großzügig Olivenöl in den Topf, 3 Zwiebeln, grob geschnitten und 5 Knoblauchzehen,
dann 500gr Schweinegeschnetzeltes und gare dieses im flachen Topf mit Deckel. (Fleischtopf)
Nun wird das Wasser für den Parboiled-Reis aufgesetzt.
Das Fleisch wird mit einem EL scharfem Paprikapulver und einem halben EL Salz gewürzt.
Man muß ab und zu umrühren, dass nichts anhängt.
Nach ca 10 Minuten Garzeit bei 3/4 Hitze gebe ich ca eine halbe Kaffeetasse Gurkenwasser dazu.
(Billige Konserve) Jetzt wird der Topf auf kleine Hitze geschaltet
und der Inhalt gart ruhig weiter bis der Reis in das Sieb abgeschüttet werden kann.
Als Beilage habe ich Radieschen genommen, die waren gerade im Angebot.
(Das Fleisch übrigens auch)

Das Essen reichte für 3 Personen.



Guten Appetit.

***

Ein Weinfest in der Stadt - Bilder werden -von irgendwem- gemacht und ins Web gestellt.
Dicht an dicht sitzen auf den Bänken an den Tischen die Leute, obendrüber
das Laubdach der Bäume, die wie ein Pavillion angelegt sind,
vor dem Hintergrund des Weilburger Schlosses.
Aber was stört an diesem Bild?
Wenige junge Leute, fast alles ältere Semester, so 50 bis 70 Jahre alt,
gut 95% sind zu dick, davon wohl die Hälfte auffallend korpulent.
Da kann auch die moderne Aufmachung nur wenig hinweg trösten:
Unzufriedene Gesichter - was vermutlich nicht unbedingt am Wein gelegen haben mag,
sondern eher eine dauernde Verhärmung verrät.
Eine modische Frau um die 50 Jahre alt - trägt eine Sonnenbrille auf der
flott gestylten blonden Frisur, ihre Körperproportionen sind eher rund als länglich.
Eine andere "Dame" hat ein wallendes leuchtgünes Shirt oder Top
mit dünnen lila Spaghettiträgern, wo fast der ganze Oberkörper
-massig wie ein Ringer- frei liegt und eine Art von brauner, hautenger Stoff-Lederhose an,
die nur bis zur Hälfte der trainierten Oberschenkel geht -
was dabei so gar nicht passen will ist:
Der Bauch ist deutlich sichtbar in einem Wulst.
(Meine Frau meint dazu: Vielleicht ist es ein Radlerin,
das könnte eine aufgepeppte Radlerhose sein -
aber so geht man eben nicht in die Stadt..)
Ein alter Mann klatscht - so wie man das gewohnheitsmäßig in Vereinen zu tun pflegt
oder auf Parteisitzungen etc.
Alle sitzen irgendwie teilnahmslos da und starren Löcher in die Luft.
Eine einzige normalgewichtige junge Frau mit Lächeln inmitten dieser Gurkentruppe-
vermutlich ist sie gerade verliebt, aber eine Schwalbe macht bekanntlich
noch keinen Sommer und so bleibt mir das Fazit:
In dieser Runde, auf diesem Fest wollten wir nicht zugegen sein,
unter diese "bunte Schar" gerät man eigentlich nicht freiwillig - oder doch, ist es den Leuten heute daheim zu langweilig?

***





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Bei uns zuhause.

Das Endrezept meiner Sonntagsbrötchen ist endlich erreicht:

Kurz vor Weihnachten 2021!

Für 6 Brötchen, am Vorabend angesetzt.
150ml warmes Wasser, ein gehäufter EL Trockenhefe, ein EL Salz, ein EL Zucker und ein gehäufter EL Weizenbackmalz werden verquirlt.
Nun kommt Weizenmehl Typ 550 mit dem Löffel eingerührt, bis die Konsistenz wie Pudding ist.
Nun decke ich die Rührschüssel ab und lasse sie bei Zimmertemperatur bis zum anderen Morgen stehen.

Jetzt schalte ich die Röhre auf 35 Grad und gebe Backpapier auf das Backblech.

Mit Weizenmehl Typ 405 wird mit einer Hand vorgeknetet, mit der anderen Hand Mehl zugegeben, dann mit beiden Händen verknetet, bis der Teig gerade mal nicht mehr an den Händen klebt. Der Teig ist noch geschmeidig und kann abgezupft und gekugelt werden. (Das muß nicht unbedingt gleichmäßig sein, unterschiedlich große Brötchen sind auch reizvoll.. )

Nun werden die Teigstücke abgezupft und gekugelt, auf das Backpapier gelegt. (Nicht mehr verschieben)

Ab in die Röhre damit und diese während der Geh-Zeit nicht mehr öffnen. Das dauert -je nach Luftdruck oder Wetter- von 15-45 Minuten, meistens 20 Minuten. Bis dahin sind die Teiglinge fast doppelt so groß und -! ohne die Röhre zu öffnen !- schalten ich auf 200 Grad Umluft für 32 Minuten. (Das kann von einer Gerätemarke zur anderen etwas variieren.)

Die Brötchen läßt man auf einem Holzbrett etwas abkalten und schneidet diese danach mit einem scharfen Messer auf, kurz vor dem Verzehr. So bleibt die Struktur gut erhalten.

***



Nun habe ich - zur Abwechslung - mal Kümmelbrötchen gemacht, sozusagen in Memoriam des frühen Österreich-Urlaubes am Arlberg..

Ich gebe - am Vorabend - 180ml warmes Wasser in den Rührtopf, 2 El Trockenhefe, 1EL Weizenbackmalz, 1EL Kümmelmehl oder zermörserter Kümmel, 1El Salz, 1EL Zucker. Das wird verquirlt mit dem Schneebesen. Dann hebe ich Weizenmehl Typ 550 hinein, so viel, daß der Teig noch leicht flüssig ist. Jetzt decke ich den Topf mit der Folie ab, stelle diesen bei Zimmertemperatur ab. Am anderen Morgen kommt Dinkelmehl Typ 630 dazu, fange an zu kneten bis der Teig gerade mal nicht mehr an den Händen klebt. Nun werden Teigbällchen abgezupft - 9 Stück - und grob gekugelt und in Kümmel getaucht, den ich auf die Arbeitsfläche verteilt habe. (ca 2 EL) So wird die Oberseite des Teiglings mit Kümmel anhaftend.

Die Gehzeiten sind deutlich länger durch das Dinkelmehl: 60 ! Minuten bei 35 Grad im Umluftofen.
Die Ofenklappe nicht mehr öffnen, sonst fallen die Teiglinge wieder zusammen!
Gebacken wird bei 200 Grad Umluft für 35 Minuten ( also 3 Minuten länger, damit das Knusper-Erlebnis mit Kümmel nochmal intensiver kommt )

***








Post Scriptum:

Dinkelbrötchen sind die besten..


Meine geschätzen Leser und Leserinnen!

Mit Freude darf ich das Resultat einer spontanen Eingebung verkünden- DINKELBRÖTCHEN.

Am Abend ansetzen!
Man nehme für 5-6 Brötchen:

200ml warmes Wasser, einen Hefewürfel, 1 EL Weizenbackmalz, 1 EL Zucker und einen TL Salz, vermische das mit dem Schneebesen. Nun nehme ich einen Eßlöffel und rühre Dinkelmehl Typ 630 dazu, bis die Masse noch klebrig weich ist. Nun wir der Schüsselrand angefeuchtet, damit die Klarsichtfolie darauf haftet. In der Nähe des Heizkörpers kann der Vorteig gut gehen und das Weizenbackmalz emulgieren.

Die Sonne geht auf
und scheint blutrot durch das Fenster- nun gehts los:
Die Backröhre auf 35 Grad (Celsius) schalten.
1/3 des Mehles soll Weizenmehl Typ 405 sein, damit die Bindung besser wird, als mit reinem Dinkelmehl.
Nach und nach kommt also mit dem Eßlöffel 405er Mehl dazu, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt, wird dieser mit beiden Händen verknetet und zu Kugeln geformt.
Wenn alle Teiglinge auf dem Backpapier liegen, kommt in die leere Teigschüssel etwas warmes Wasser. Darin werden nach und nach alle Teiglinge getaucht und nochmal gekugelt, dann wieder auf das Backpapier geben und bei 35 Grad in der Röhre aufgehen lassen. (Das dauert je nach Witterung 30-50 Min - - in dieser Zeit die Röhre NICHT MEHR ÖFFNEN!)

Dann sind die Teiglinge doppelt so dick geworden und werden bei 200Grad für 30 Minuten gebacken.

Guten Appetit - diese Dinkelbrötchen wurden sehr gelobt..

***

Als Gimmick habe ich 1000 Brötchentüten aus dem typischen Papier gekauft, schön gestaltet.
So werden die Brötchen -für die Wohnung unter uns- schöner präsentiert.
(unterwegs, beim Wandern schaut das ebenfalls besser aus)

***

Ich habe auch schon Brötchen mit 100gr Dinkelvollkorn und 250gr Weizenmehl 405 bei 300ml Wasser gemacht, die Teiglinge brauchen gut 5 Minuten länger bis sie aufgegangen sind, (15-17Min) als das reine Dinkelbrötchen. Hat aber gut geschmeckt, sah gut aus und ergab 9 Teiglinge bei dieser Menge Mehl.

***







Post Scriptum:

Das reine Dinkelbrötchen (Emmer = Dinkel)

Genaue Gramm-Angaben am Ende dieser Kartusche!
Der Mehltype 630 Dinkelmehl ist neben dem TL Salz und den 3 TL Zucker und dem Hefewürfel (oder 2 Tütchen Trockenhefe) alles, was in den Brötchenteig kommt.

So kommen die obigen Zutaten in 200ml warmes Wasser und werden mit dem Schneebesen verrührt. Dann gebe ich das Dinkelmehl dazu, rühre dieses mit einem Eßlöffel unter, bis mit den Händen verknetet werden kann. Gründlich kneten, ggf. etwas Mehl zugeben, bis der Teig gerade mal nicht mehr an den Händen klebt. Dann zupft man Stücke ab - es muß nicht exakt sein - und kugelt diese gründlich zu Teiglingen. Aus dieser Menge Teig kommen 6 große oder 9 kleinere Brötchen, die auf das zuvor leicht eingemehlte Backblech gelegt werden.

Sehr gut werden die Brötchen mit zwei Drittel Dinkelmehl Typ 630 und 1/3 mit Dinkelvollkornmehl ! (Das wird innen etwas dunkler, noch intensiver im Geschmack)
Zu viel Vollkornmehl macht bröselig.

***

Achtung aufgepasst und ab der 10. Minuten dabei stehen bleiben:

Dinkel geht schneller auf, d.h. es reichen 10-15 Minuten schon aus,
daß die Teiglinge doppelt so dick werden.

Man sollte also nicht zu lange warten, sonst gehen sie in die Breite!

(Also OHNE Weizenbackmalz, direkt am Morgen angesetzt, also ohne Vorteig, das macht das Dinkelbrötchen nochmal einfacher)

Etwas kleiner geformte Teiglinge, die gerade so fest geknetet sind, wie sie nicht mehr an der Hand kleben, gehen ca 15 - 20 Minuten bei 35 Grad Celsius auf dem Backblech auf, bevor sie auf 200 Grad für 25 Minuten gebacken werden. (Unsere Umluftröhre braucht 8 Minuten, um von den 35 auf 200 Grad zu heizen, somit bleiben 17 Minuten bei voller Hitze)

Ganz wichtig ist, daß man genau aufpasst, wie die Teiglinge aufgehen - ein wenig zu lang gewartet und sie werden flach!

Dinkelbrötchen sind wolkig innen, aber konsistent und streichfest, der Boden ist sandig-knusprig. Ganz besonders, wenn das Blech eingemehlt wurde statt mit Backpapier belegt.
Ich empfehle auf dem Blech bei Raumtemperatur abkühlen und dann auf einem Holzbrtt auskühlen lassen.
Aufschneiden mit einem scharfen Küchenmesser, dann wird der Schnitt appetitlich-sauber.
Ganz ohne Frage sind Dinkelbrötchen die allerbeste Wahl.

Rezension:
Dinkelmehl geht gut auf und gibt ein herzhafteres Innenteil des Brötchens, was ich letztlich für deutlich besser oder knuspriger gelungen halte.

Rezension:
Die besten Dinkelbrötchen entstehen, indem man ganz genau auf den Gärprozess achtet und 2/3 Dinkelmehl 630 nimmt und 1/3 Dinkel-Vollkornmehl. Wer es knuspriger mag, nimmt eben 32 Minuten statt 25 Minuten Backzeit. Und: Meine Mengenangaben sind zur Sicherheit gemacht - wenn ein Teig erst einmal zu fest geworden ist, wird es schwierig mit Wasser etwas zu retten, auch wenn es gelingt, ist es gerade mal so eben! Deshalb gebe ich lieber weniger an, so daß man noch etwas Mehl nachgeben muß, damit der Teig die gewünschte Konstistenz bekommt. Er sollte gerade mal eben so nicht mehr an den Händen kleben. Dann gelingen die Teigkugeln perfekt.

Rezension:
Bei einem Verkoster die Klage laut, daß Bemehlung statt Backpapier als unangenehm empfunden wurde - also wieder zurück auf das Backpapier.. spannend ist, wenn die Brötchen aus reinem 630 Dinkelmehl gemacht werden: Innen hell und ziemlich feinporig - in der Beurteilung zu feinporig, wenn auch sehr lecker. Es kommt immer auf die persönlichen Vorlieben an. Wir mögen es gerne etwas dunkler im Teig durch Vollkorn - was "fluffig" oder "wolkig" im Kern macht. Die Dinkelbrötchen- gleich ob nur mit 630 oder mit 1/3 Vollkorn - sind gut streichfest.


***

"Dinkel werden mitunter besondere gesundheitliche Vorteile im Vergleich zu allen anderen Getreidesorten zugeschrieben."

***

Nun haben meine Brötchen die allerbesten Bäckerbrötchen getoppt! (Das sagten einstimmig alle Rezensenten oder Verkoster) ***Somit sind meine Experimente in Sachen Brötchen abgeschlossen***

***

So, wie versprochen: Die genauen Gramm-Angaben dieses Rezeptes, das ich sonst "frei Schnautze" mache. (Oder aus dem Gefühl heraus, wie man sagt)

In die Schüssel kommen zwei gehäufte Eßlöffel (EL) Trockenhefe, einen TL (Teelöffel) Salz, 2 TL Zucker und 300ml lauwarmes Wasser. Das wird mit dem Schneebesen verrührt.

Nun wiege ich ab 100gr Dinkelvollkornmehl und 250gr Dinkelmehl Typ 630 und rühre das mit einem Eßlöffel in das Hefewasser.
Immer schon nach und nach zugeben, bis der Löffel schwer geht, dann wird mit der Hand gründlich geknetet und 9 Kugeln daraus geformt, die auf das Backpapier gelegt werden.
Die Backröhre habe ich zuvor auf 35 Grad Celsius eingestellt.
Bei dieser Temperatur gehen die Teiglinge 10-12 Minuten -s.o.- und werden dann bei 180 Grad für 30 Minuten gebacken.


***

Dinkelbrötchen - viel besser als vom Bäcker: (empirische Endstufe 12.Juni 2022)
300ml warmes Wasser, 2 gehäufte EL Trockenhefe, 1TL Salz, 2 TL Zucker, 100gr Dinkelvollkornmehl, 350gr Dinkelmehl Typ630.

(alles zusammen als handfester Teig, der nicht mehr an den Händen klebt- waren das 750gr Teiggewicht auf der Waage, nur mal so zur Kontrolle.)

Zuerst lege ich Backpapier auf das Backblech, dann schlage ich mit dem Schneebesen Salz, Zucker, Hefe in das Wasser ein, gebe das Vollkornmehl dazu und rühre mit einem Eßlöffel unter. Nun die Backröhre auf 35 Grad Celsius schalten. Dann kommt das restliche Mehl (630) - immer tüchtig rühren, bis die Masse fest wird. Nun den Löffel abstreifen und mit der Hand weiter kneten, bis der Teig homogen wird. Nun werden 10 Kugeln geformt - und auf das Backpapier gelegt. In die Röhre damit und diese soll NICHT mehr geöffnet werden. Nach 10 Minuten (!) sind die Teiglinge gut aufgegangen. Sie sollen nicht zu flach werden - also gut aufpassen.. dann kommt der Backvorgang bei 180 Grad für 32 Minuten. (Jede Röhre ist etwas anders, das muß ausprobiert werden)


***










Kartusche "Brötchenfehler"

Nachtragend sei zum Brötchenrezept noch anzumerken, daß nichts und niemand fehlerfrei ist:

Nimmt man etwas zuviel Mehl, sollte nicht versucht werden, das durch nachträgliches Zugeben von Wasser beheben zu wollen, weil das viel Arbeit macht, recht viel Arbeit beim Kneten. Zudem wird durch das extreme Kneten zu viel Gluten frei.

Wenn nun also der Teig zu trocken geraten ist, hilft nur das kurze Eintauchen in Wasser und nochmals kugeln.

Es wird zwar die Oberfläche der Brötchen zerklüfteter aussehen, das Resultat ist aber typisch und gut.

Die Geh-Zeiten bei diesem Fehler sind mehr als doppelt so lang!

Die Teiglinge sollten doppelt so groß sein, wie am Anfang.

Gebacken wird genau dann, wenn sich die Teiglinge anschicken mehr in die Breite gehen zu wollen!

***

Also:
Immer zuerst das Wasser, dann die Hefe, Backmalz, Salz, Zucker und 550er Weizenmehl anrühren und über Nacht als halbflüssiger Teigansatz gehen lassen.
Am anderen Morgen immer nur so viel Weizenmehl (405er) zugeben, wie der Teig das verkraftet. Die Masse darf nicht oder gerade nicht mehr an den Händen kleben. Diese Grat-Wanderung ist es, die zwischen grobporigen und fein strukturiertem Innenleben entscheidet:
Feuchterer Teig = Größere Poren, trockenerer Teig = Feine oder dichtere Porenstruktur.
Die 30 Minuten bei 200 Grad auf 29 Minuten sind ideal.

*** Notiz: Das Weizenbackmalz
kommt nur dann zum Zuge, wenn man den Vorteig am Abend macht, um am nächsten Morgen zu backen.
Setzt man alles zusammen morgens an, wird das Brötchen innen knatschig, klebrig..
Der Vorteig muß übrigens nicht gekühlt werden, sondern nur mit Folie abgedeckt.
(Versuch macht kluch!)

PS
Die Brötchen kann man 24 Stunden vor dem Backen -abgedeckt- als halbflüssiger Vorteig ansetzen und mit -z.B. Sonnenblumenkernen versehen.. schmeckt wunderbar.

***Nachtrag:

Ich habe schon immer mal Pizzamehl probieren wollen und habe in der Bucht bestellt: Caputo Il Mulino di Napoli Farina Superiore Pizzamehl Weizenmehl Typ 00 im 25kg Sack für 35,30 Euro incl. Fracht. ***

Resultat folgt: Der Betrag wurde zurück überwiesen, weil andere Mühlen doppelt so viel Geld haben wollen. Angeblich ist das Paket vom Boten verloren worden.. na ja, dann kaufen wir das Mehl eben im Laden.

Ok, das kann mich von Lebensmittel-Onlinebestellungen abschrecken, aber ich finde folgenden Hinweis bei A mazon: Mehl Typ 00 - Pizzamehl Spezial 5kg entspricht Weizenmehl Type 550 | Hochwertiges Mehl - gentechnikfrei und pestizid-kontrolliert | Für besonders luftige und krosse Pizza für 27 Euro (incl. Fracht) für 5kg.. also: Type 550 (nach Typisierung Deutschland) Type W 700 (nach Typisierung Österreich) Type W 00 (nach Typisierung Italien) Für diese 6,99 Euro an Fracht, kann ich einige Päckchen 550er Mehl im Laden kaufen!






Immer was neues:

Brötchen - Tipps




Wie immer man die Brötchen machen will - ob als Burger-Brötchen oder als Frühstücksbrötchen, als Grillbrötchen etc. sollte man wissen, daß ein fester Teig mit Wasser naß gemacht werden sollte und dieser Teig dann auch länger braucht, um aufzugehen. Hier kann man z.B. Sesam oder Leinsamen aufstreuen, was nochmal gefälliger ausschaut. Burger-Brötchen bekommen 2 EL Zucker in den Teig und Weizenbackmalz, deshalb sollte man einen Vorteig machen, der 5 Stunden gehen muß, bevor das restliche Mehl dazu kommt. Burgerbrötchen werden bei nur 180Grad für 35 Minuten gebacken, auf dem Backblech mit Backpapier.

***

Wenn der Teig für die Frühstücksbrötchen (ohne Weizenbackmalz, ohne Vorteig) gemacht wird, dann sollte dieser gerade mal nicht mehr an den Händen kleben, also bei weitem nicht so fest sein, wie oben geschildert.

Dieser weichere Teig geht etwas über 10 Minuten bei 35 Grad in der Röhre. Selbstverständlich darf man während des Gärprozesses die Röhre nicht mehr öffnen, sonst fällt der Teig zusammen.

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Sind Roggenbrötchen die besten Brötchen?

Meine herzhaften Roggenbrötchen -Rezept für 9 Stück-


Die Geh-Zeiten sind doppelt so lange, wie beim Dinkelbrötchen: 20 Minuten. Die Röhre wurde bei 35Grad (Celsius) eingestellt und das Backblech mit dem Backpapier auf die Arbeitsfläche postiert.

Ich nehme 100gr Roggenvollkornmehl und 250gr Weizenmehl Typ 405, die Tüte mit dem Weizenmehl bleibt neben dem Ansatz stehen, weil damit nachgeknetet werden soll, bis die Konsistenz des Teiges - gerade mal so - nicht mehr an den Händen klebt. (Es werden dann wohl ca 50gr dazu kommen) Mir geht es bei den Mengenangaben um eine pauschale Vorbereitung in der Waagen-Schale.

***

1 TL Salz, 2 TL Zucker und einen gehäuften EL Trockenhefe werden in 300ml Wasser angerührt. Dann kommt - nach und nach das abgewogenen Mehl hinein. Das macht man am besten mit einem Eßlöffel.

Bald wird der Teig fest und kann mit der Hand verknetet werden- immer zuerst Mehl auf die Hände geben, dann nach und nach Mehl 405 zugeben.

Nun werden die Teiglinge - sie müssen keineswegs unbedingt gleich groß sein - abgezupt und in der Hand gekugelt. So entstehen 9 Rohlinge, die nach und nach sofort auf das Backpapier gelegt werden. (Nicht nochmal verrücken) Man fängt da zweckmäßiger Weise an den 4 Ecken an..

Nun kommt das Backblech mit den Teiglingen in die Backröhre und die darf während der Geh-Zeit NICHT mehr geöffnet werden.
Nun heißt es aufpassen: Nach 10 Minuten (es hängt sehr vom Luftdruck oder Witterung ab) schaut man das erste Mal nach, wie sie aufgegangen sind. Es werden noch weitere Minuten dazu kommen, bis die Teiglinge aufgegangen sind- aber aufgepasst: Wenn die erste Kugel anfängt in die Breite zu gehen, schaltet man SOFORT auf Hitze: 180 Grad Umluft bei 33-34 Minuten..

***

Guten Appetit !




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