Reihenweck 85





Das blaue Thema : Harald's Wunderbroetchen !





Wie werden "Haralds Wunderbroetchen" zustande gekommen sein?
Nun, durch Frechheit siegt !

Ich tue so, als haette ich vom Backen nie was gehoert und fange ganz neu an:
Zuerst mehle ich das Blech ein, schalte die Backroehre auf 30 Grad Celsius, das Blech wird so mitgewaermt..
150ml kaltes Wasser habe ich mit einem Hefewuerfel verquirlt.
250gr Weizenmehl Typ 405 (das billigeste) mit einem TL Zucker, einem halben EL Weizenbackmalz und einem halben EL Salz zusammen in die Hefebruehe getan, mit dem Essloeffel grob verruehrt bis alles fest wird. Dann mit der Hand geknetet - ggf. noch etwas Mehl zutun, bis die Konsistenz nur noch wenig an den Haenden haengt. (Haende einmehlen)
Dann wird wild losgekugelt und ab mit den Dingern in die Roehre, wo sie sich ca 1 Std. ausruhen koennen und dann wird bei 220 Grad bei 30 Minuten gebacken ..

Mehr ist da nicht. Aufgeschnitten mit dem scharfen Kuechenmesser, damit die zarte Struktur nicht zerrissen wird.
Knusprig, sandig, weich, duftig, angenehm im Hand- und Mundgefuehl - einfach ein Genuss !
Guten Appetit !

*** Haralds Wunderbroetchen ***




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Ich wollte schon immer viel lieber Macher als Kritiker sein, egal wobei.



*** "die Gedanken sind frei" ***



***



"Faire Tannen, faire Weihnachten"
Die Ueberschriften in der Sonntagszeitung sind schon seltsam,
so wird z.B. fuer ebendiesen Weihnachtsschmuck geworben:
"Pro verkauftem Baum wird einer neu angefplanzt"
Nun, dieser "Baum", der eher ein Baeumchen sein wird - sonst geht es nicht ins Zimmerlein hinein -
ist wohl mit Wodka gegossen worden ;)
In Georgien, so der Artikel, wuerden die Samen auf "teils gefaehrlichen Bedingungen" geerntet wird,
sollen die Erntehelfer oder Samenpfluecker einen fuenftaegigen Lehrgang
und eine Unfallversicherung bezahlt bekommen
vom Mehr-Erloes dieser Nordmanntaennchen.
Vielleicht sollte man einmal darueber nachdenken, dass diese Tannen viel zu schade
sind, um nach dem Weihnachts - Fest weggeworfen zu werden?
Ohne einen jungen Baum abzuhauen kann man Weihnachten auch feiern - es sollte eigentlich
ein friedliches Fest sein - oder wie?
Gut, viele diese Plantagen sind unter Stromleitungen, wo sowieso kein richtiger Wald
wachsen darf - aber dennoch bleibt mir ein schaler Beigeschmack.

"Freikarten fuer J uergen Becker", so die naechste Ueberschrift.
Es ging im Artikel ueber Freikarten fuer die Leser, nicht fuer den Traeger dieses Namens..
..welcher ausgerechnet ein Kabarett-Stueck ueber Fortpflanzung anbietet.
(Unser Sohn hat das sofort richtig verstanden, ich jedoch habe Probleme
mit diesem Wandel der Sprache - vermutlich muss man dafuer studiert haben
oder deutlich jueger sein ..)

***









Heute gibt es wieder einmal ein Essen aus Konserven, die abzulaufen drohen-
aus der Vorratsecke sozusagen.

Ein halbes Glas einfachste Salatmaionaise, die gleiche Menge an guter Milch, 2 El mildes Paprikapulver, 1,5 EL Salz und etwas selbst eingelegtes Chili-Oel werden mit dem Schneebesen verruehrt.

Nun ist erst einmal der Anfang, der Grundstock gemacht - 500gr groebere Salatnudeln habe ich bissfest gekocht und kalt abgeschreckt.

5 Eier hart kochen - pellen, kalt abschrecken.
3 Dosen Sardinen (Oel abschuetten) kommen dazu, genau wie der abgetropfte Inhalt eines 580ml Glases
eingelegte rote Paprika..

Eine Kochkunst ist dieser Lecker-Salat sicher nicht - aber mit Sicherheit auch kein Ladenhueter!

***

Der Dummkopf und der Broker.

Wer keine Kurzgeschichten findet, die das Leben schreibt - erfindet ganz einfach mal eine!

Der Broker rief den Dummkopf an und bot ihm eine tolle Rendite an - 5% !
Seien sie nicht so einfaltslos und lassen sie ihr Geld fuer sich arbeiten, so suelste er am Telefon.
Sie wollen doch bestimmt, dass ihr Geld mehr wird - oder etwa nicht?

Na ja, meinte der Dummkopf, wenn das so sicher ist, wie man hoert - dann waeren mir 6 % schon lieber,
damit kann man was anfangen!

Da habe ich ein Paket fuer sie, das diese 6% bringt - sie brauche nur noch 2 Jahre Festlegung und schon
kommen sie in den Genuss von dieser tollen Summe satten Zugewinns !
Das Mindestpaket sind 10.000 Euro, die 5% sind ab 5.000 Euro Anlagesumme, 2% fuer 5000 Euro fuer ein Jahr.

Gesagt, getan - der Dummkopf legte auf 2 Jahre 10.000 Euro an und bekam auch tatsaechlich 600 Euro ,
abzueglich der Bearbeitungsgebuehren
ausbezahlt vom Broker, der gleich zu einer Neuanlage der 10.000 riet.
Bald darauf kam das Finanzamt und hat seinen Teil haben wollen.

Dummkopfs Bruder, der Schlaukopf hat das Geld unter das Kopfkissen gesteckt und dem Fianzamt
ein lange Nase gedreht - schliesslich war das Geld nicht geklaut, sondern laengst schon durch
die Lohnsteuer und Sozialsteuern vom Lohn abgezogen.

Schlaukopf nahm die 10.000 Euro, die er wie sein Bruder angespart hatte und kaufte sich einen Gebrauchtwagen davon.
Die Barzahlung hat 600 Euro Rabatt gebracht...
(Ohne das "Anlagerisiko" und ohne zuvor Zinsen bekommen zu haben, ist er letztlich genau so gut davon gekommen)

Der Broker hat auch noch gut an dem Deal verdient und mit der Risikoanlage
(von welcher der Dummkopf nichts wusste)
fuer beide Teile den gleichen Verdienst gemacht, aber ohne persoenlich das evtl. Risiko tragen zu muessen -
dafuer hat der Dummkopf gebuergt und der Broker konnte ruhig weiter zocken..

Schlaukopf fuhr mit seinem Wunsch-Auto herum und Dummkopf musste mit der Bahn fahren,
weil sein Geld weitere 2 Jahre weg war..

***

Walther von der Vogelweide:
"Wer sieht den lewen? wer sieht riesen? wer ueberwindet jenen und diesen?
Daz tut jener, der sich selber zwinget!"

***

Filmempfehlung; sterben fuer Anfaenger,
eine wirklich saftige britische Filmkomoedie, die es in sich hat..
Mit allem modernen Familien - und Verwandten - Wahnsinn..

***

Ende 2018:
Aktuelle Warnung !
Mir ist schon beim 3. Paeckchen Matjesfilets aufgefallen,
dass der Fisch verdorben war oder zumindest sehr verdaechtig danach schmeckte !
Zwei unterschiedliche Laeden, zwei unterschiedliche Kauf-Monate.
Es waren die guenstigen Produkte dieser Laeden.
(Vermutlich ist die Ware zu lange gelagert, bevor sie abgepackt worden ist
oder sie war auf der langen Kette bis zum Endverbraucher schon mal eingefroren.)
Gut ist es allemal, wenn man das Produkt verbrauchsnah kauft
und vor allen Dingen vorher ein wenig davon probiert,
bevor der Salat oder das Broetchen weggeworfen werden muss!
Mit einer Fischvergiftung ist nicht zu spassen! (Ich kaufe kuenftig nur noch die teureren Marken)

***

Der Film Battleship soll an dieser Stelle als Empfehlung gesetzt werden.
Ein Science Fiktion Film, der mal etwas anders geraten ist und
zumindest so plausibel, dass ich dabei nicht eingeschlafen bin -
was oft genug bei heutigen Filmen der Fall ist..

***

Vor Jahren haben wir Scavenger Hunt oder als dtsch. Titel den Film
Schnitzeljagd gesehen, eine sehr gute Humoreske, die bald 3 Std. lang ist -
zu meinem Bedauern ist z.Zt. nur die engl. Version zu kaufen -
in dieser Sache bleibe ich am Ball; irgendwann finde ich die dtsch. Version!

***

Ein wenig ueber das taegliche Brot:
Rom hinterlies viele Schriftstuecke- so ist zu erlesen, dass die Sklaven Panis sordidus (schmutziges Brot)
z.T. aus Muehlenabfall bestehend, Panis secudarius war fuer die die Bessergestellten,
das Panis palatius war am weissesten und beim Abbeißen am weichesten..

Mit der Muehlentechnik veraenderte sich die Ausarbeitung oder der genau definierte Mahlgrad des Mehles,
mit der Agrikultur die Qualitaet und Menge des angelieferten Getreides.

Statt Kohlehydrate zu verteufeln, sollte man lieber auf den Belag aufpassen -
das sind so unsere persoenlichen Erfahrungen: Weiss - und Toastbrot saettigt kaum und
so kommt eben noch eins und noch eines - stets mit Butter unter dem Kaese und der Marmelade - dazu.

Die Kunst zu Backen ist auch eine der Oefen, in denen die Brote gebacken worden sind-
die Technik ging in den fruehesten Tagen der Menschheit mit dem
Fladenbrot auf heissem Stein ueber den Fladen im Tontopf/Schale,
den gemauerten Stein - oder Tonofen, der Anfangs wohl auch aus Lehmerde war, bis
zu den heute bekannten Elektrobackoefen, in denen die gesaeuerten Brote schoen und gleichmaessig werden.
In der Wueste nehmen die Berberfrauen heute noch ihr ungesaeuertes Fladenbrot auf die heisse Kugel,
wo es nach kurzer Zeit kunstvoll abgemacht und gestapelt wird.
(Wie Pfannkuchen - aber haerter. Wer es nicht anders kennt, dem ist das allemal gut genug)
In Marokko kaufen viele Familien wohl heute noch ihren Weizen saeckeweise auf dem Markt.
Anschliessend wird das Getreide verlesen, gewaschen und
auf den Terrassendaechern getrocknet, anschliessend zum Mueller geschafft,
der verschiedene Mehlsorten daraus mahlt, die alle speziellen Verwendungszwecken dienen.
(Mal fuer Brote, mal fuer Teigwaren, mal fuer Couscous, das Gries,
das dort so oft wie hier Kartoffeln Verwendung findet.
Die Kleie - Abfaelle werden wohl noch immer die Maulesel bekommen)
"Backen ist Maennerarbeit, Frauen bereiten den Teig und bringen ihn zum Baecker" - typisch arabisch eben.
Interessant ist, dass die Brote von jedem Haus ein etwas anderes Aussehen,
Struktur und Konsistenz hatten, die der Baecker kannte und richtig zuordnete!

Es gibt heute wieder Backgemeinschaften auf den Doerfern oder im Hessenpark in Neuanspach,
die wie zu Zeiten Mose mit Reisig-Wellen anheizen,
den Ofen auskehren, die vorgegangenen Brote einschiessen und nach einer Stunde wieder
mit dem langen Backschieber heraus holen.
Manche Uebersetzung aus dem Englischen verwechselt Fahrenheit und Celsius in den Temperatur-Angaben;
hier ist die Empfehlung unserer eigenen Brotback-Seite laengst die am stimmigsten und vor allen Dingen die am sichersten.
(Wer will schon ein Brot mit verbrannter Kruste?)

Ob in Marokko oder 1950 in Deutschland- es war jedes Brot noch ein Unikat,
das nach dem Geschick desjenigen gelang, der es gebacken und geknetet hat.

Die Brote haben nicht nur unterschiedliche Zutaten, sondern sind auch -unabhaengig davon-
in unterschiedlichen Konsistenzen und Zutaten und Gewichten machbar.
Bei einem selbstgebackenen Brot sagt man eher:
Ich habe eine Scheibe Brot mit etwas Kaese darauf gegessen, als "Ich habe ein Kaesebrot gegessen" !

Gewuerz- Nuss- Kartoffel- oder Oliven oder Zwiebelbrote oder Kuemmelbrote sind Spezialitaeten,
die allesamt einen sehr eigenen und urigen Charakter haben,
meine Frau hat schon Kartoffelpufferbrot und Paprikabrot gemacht..

Immer war die blanke Not der beste Erfinder- und so manches Rezept
oder manche Idee hat sich bis heute erhalten.
Gluten, das feine Bindemittel, der Klebstoff des Mehls haelt die Gaergase der Hefe gefangen
und laesst das Brot aufgehen und porig werden.
Manche waelzen den Teig in Koernern, andere in Gries,
viele bepinseln das Brot kurz vor Ende der Backzeit mit Wasser-
die Zubereitungsarten sind manigfaltig.
Experimentieren ist ein Teil der Freude am Backen- und auch am Kochen- ganz ohne Frage !

Es gibt richtige Brotfanatiker, die mit Naturhefen/Bakterien experimentieren,
die z.B. von dem Befall auf Weintrauben kommen - aber:
Der Grad zwischen "klasse" und "Essig" ist ein ganz, ganz schmaler.
Ich habe das bei meinen Weinrezepten zuweilen recht deutlich erfahren muessen.
Aber Versuch macht bekanntlich kluch ;)
Obergaerige Weine ohne Reinzucht- oder Backhefe geht mal gut, mal aber auch nicht !
Risiken bei der Weinbereitung, sowie beim Backen mag ich eigentlich lieber vermeiden.
Sicherer ist da - so bin ich fest ueberzeugt - die Verwendung von EIN WENIG Backhefe
(Heute nehme ich Trockenhefe vom guten Hersteller)
im Wein und dem "vorgeschriebenen" Quantum fuer die Brotbaeckerei..

Der Hermann, wie der Sauerteig bei uns im Taunus genannt wird, ist ein natursaurer Teig,
der eigentlich nur ein Teigrest vom letzten Backen ist - er
dient zum schnelleren Gaeren des Brotteiges und zum geschmacklichen Ansaeuern.
Wie bei der Weinbereitung kann auch hier schnell etwas schief gehen.
Kuehl lagern ist bei Hefe immer gut, kuehl vergaeren eigentlich auch, weil Hefe und Bakterien zusammen arbeiten.

Der Wert des Brotes bemißt sich nicht im Geldwert - da ist schon sehr viel mehr dahinter,
wenn dieses liebevoll zubereitet und gebacken wurde.
Man riecht das Getreidefeld durch das ganze Haus, wenn der Ofen geoeffnet
und das Brot zum Abkuehlen auf das Holzbrett in der Kueche gestellt wird.
Man spuert den ewigen Kreislauf vom gepflanzten Korn, die Zeit der Reife im Sommer, die Muehle ..

Es gibt in vielen Laendern spezielles Brot, das mit Rosinen, Buttermilch
und mit Eiern und freilich Mehl gemacht wird,
so eine Art Hochzeits- oder Festtagsbrot.
Die Bauern Irlands, das den "gefleckten Hund" backen, haben die Eier auf dem Markt verkaufen muessen-
nur zu besonderen Anlaessen haben sie selbst welche verwendet.

Das Sodabrot aus Irland ist ebenfalls nur gemischt, nie geknetet,
weil sonst zuviel Gluten frei wuerde, das dann das Brot zu fest machen wuerde.
Da kommen keine Eier rein, nur Buttermilch oder Sahne und Butter, wenn die Milch zu duenn war.
Backsoda und Zucker war die Hefe der kleinen Leute.
Das Brot geht, wird kreuzfoermig eingeschnitten, "damit die Feen raus koennen"..
so bricht man spaeter das fertige Brot in 4 dreieckige Stuecke.

Brownbread wird nochmal gewalzt und nochmal ehen lassen, damit sich die Gaerblasen ganz klein verhalten-
es hat viele Weizenkleie - was schon mal zu einer Rachitisepedemie fuehrte,
weil das irische Essen sowieso schon kalziumarm war:
Weizenkleie verhindert die Kalziumaufnahme.. !
Sirup ist staerker raffiniert als Melasse, fast schon fluessiger Zucker.
Chemischer Sauerteig ist wohl billig zu haben.
Wer die Zutaten kennt, soll diese wohl noch aus dem Brot heraus schmecken koennen..

Auf alle Faelle rate ich zum Besuch - am besten mit den Kindern oder Enkeln -
in einer alten Muehle, die noch die alten Maschinen hat:
Die Hausermuehle in Wetzlar war unser Mehllieferant.
Das Szenario:
Die Lahn fliesst traege in dem breiten Arm, der zur Muehle abzweigt bis zu einem Gatter,
das zum Auffischen von Treibgut ist.
Wir stehen vor alten Bruchsteinmauern und einer Laderampe,
darueber eine Art ausladenem Vordach, wie bei einer Scheune.
Das grosse Muehlenhaus ist zwar verputzt, da lugt hin und wieder das einfache Fachwerk durch.
An der Laderampe, vor der ein uralter Magirus-Deutz Laster in seltsamer dunkelroter Farbe,
mit Plane ueber der Ladeflaeche steht.
Das riesige alte 4 Speichen Lenkrad ist duenn und aus weissem Material,
das schon seltsam elfenbeinfarben nachgegilbt ist.
Die Sitze sind aus Leder und sehr durchgesessen, die runden Kotfluegel und Motorhaube
sind zwar mit ein paar Beulen- aber sehr stabil..
Damit wird das fertige Mehl zu den Kunden gefahren, sagte der Mueller und seine Frau,
der von seiner Mutter gelegentlich beim Verkauf unterstuetzt wurde.
Hinter der Laderampe war an der grossen alten Holz-Schiebetuer eine elektrische Klingel-
alle Besucher mussten sich hier melden,
damit die Tuer aufgeschoben und den Blick auf das Innere der Muehle frei wurde:
Grober Holzboden, Balken, ein wackeliger alter Kuechentisch mit einfacher Kassenbox,
ein Regal mit teueren Nudeln und Bio-Freak-Artikeln zu saftigen Preisen,
die er von irgendwo zugeliefert bekam, wie die frischen Eier.
So kam der Blick auf die 4 ? ebenso dunkelroten Maschinen in Isetta-Groesse aus den 1930iger Jahren,
die mit vorderer Schau-Scheibe ausgestattet,
ruhig vor sich hin rumpelten, was man im ganzen Haus, der ganzen Muehle spueren konnte.
Lange Riemen, gut 25cm breit und aus Leder gingen durch die Decken zu Transmissions-Rollen,
auf denen sie einfach so und ohne irgendwelchen Schutz liefen - damit wurde die Ruettelsiebe und die Mahlwerke
mit ihren unterschiedlichen Mahlgraden und Fuellungen angetrieben.
Einzig von Wasserkraft des grossen Muehlrades, das man durch ein uraltes einfaches
zweifluegliges Holzfensterchen sehen konnte-
sogar mit Licht, wie der Mueller stolz zeigte.
Frueher war das Muehlrad aus Holz, heute aus Stahl- es muesse
aber immer wieder teuer repariert werden, weil das Flusswasser nicht ohne ist.
Die Saecke standen auf der anderen Seite der Maschinen, eine einfache
Schliessmaschine war zum Zunaehen der Papiersaecke da, eine grosse Waage
- ein paar steile Holztreppen und viel mehr war da nicht zu sehen.
Es roch alles nach Weizen oder Getreide und man erlebte die Frucht der Erde, die immer zu spueren war.
Die Sackgroessen waren unterschiedlich, fuer Privatkunden gab es 5 und 12,5 Kg
Groessen fuer die unterschiedlichen Getreidemehle.

Heute kaufen wir das Mehl in unterschiedlichsten Sorten im nahen Supermarkt,
was auch noch recht guenstig und vor allem in kleineren Mengen zu haben ist.

Im Hessenpark in Neuanspach / Taunus kann man die Arbeit der Muehlen und auch die der alten Baeckerei ganz genau sehen-
es gibt sogar Fuehrungen und Vortraege, die sehr anzuraten sind- besonders mit Kindern.

Ich lese viel, so auch ein Buch ueber Brot, das von Susan Seligson stammt, das ich uebrigens gerne empfehle,
auch wenn die Autorin symphatisch aus einer wohl sehr betuchten "Anderswelt" heraus die Welt bereiste,
was aber nur streckenweise auffaellt.
Dort ist die Rede davon, dass Matzen (juedisches ungesaeuertes Brot) ,
das nur aus Mehl und Wasser gemacht wird,
binnen 18 Minuten fertig hergestellt und gebacken sein muss- weil sonst der Teig von alleine geht:
Was waere fuer die Strengglaeubigen eine Katastrophe !

Irlaender backen mit Maismehl und Kanadischem Weizen.

In Mexico nimmt man Weizenmehl, Salz, Zucker, Wasser, Fabrikhefe,
Margarine oder Schmalz fuer die Krustenbrote,
die in Lehmziegeloefen, der "Horno" genannt wird..
(uebrigens sehr aehnlich unseren heimischen "Backes" angeheizt..)

Suedstaaten-Bratensauce beinhaltet Mehl, Schmalz, Wasser und Pulverkaffee:
Mehl in eine Bratpfanne mit Oel oder Schmalz geben, anbraeunen und dann Milch und etwas Wasser zugeben..
Man nimmt White-Lily-Mehl, (aus Winterweizen mit geringem Proteingehalt)
Crisco (Pflanzenfett) und Buttermilch.
Schweineschmalz ist beliebter, aber nur noch selten zu haben.
Backpulver braucht man dort nicht, das Mehl geht schnell von selbst auf.

Suedstaaten Landbroetchen:
Auf fuenf Pfund Mehl kommen zwei Pfund Fett, dann wird alles zerkruemelt, sodann zwei Liter Milch dazu,
nicht zu duenn, nicht zu fett, es darf nicht kleben.
Flach druecken, immer wieder falten und walken, dann ausrollen und
mit einer leeren Konservendose ausstechen. (ca 5cm) 8-10 Min bei 275Grad backen.

Die Freude am Selbstgebackenen kann jeder ganz leicht erfahren,
wenn das No Knead Bread zum erstenmal und das vollkommen ohne jede Back-Erfahrung gemacht, gelingen wird !
So ein schoenes Brot kann man beim Baecker mit der Lupe suchen.. und
das ganz ohne chemischen Stoffe, die kaum ein Mensch aussprechen kann ;)

Die Verwendung des Brotes ist eine Geschichtliche, heute geht man daran,
die Reduktion der Alterung oder der Verderblichkeit in den Griff zu bekommen-
es geht nicht an, dass Ladenhueter in die Baeckerei zurueck gehen und dem frischen Brot
vor der Herstellung untergemogelt werden
oder noch schlimmer, weggeworfen wird.
Die Verlustquote ist wohl bis zu 25%, wenn man den Wissenschaftlern glaubt.
Angesichts der steigenden Zahl der Weltbevoelkerung ein Unding !
Brot muss also haltbarer gemacht werden, wenn es massenhaft zentral produziert wird.
Ohne Chemie ist das nicht zu machen und ohne entsprechende Verpackung ebensowenig,
was schon die naechsten Probleme bringt:
Die Entsorgung des Verpackungsmaterials, das sinnvoll und energieeffizient geschehen muss. (Klimaerwaermung)
Ob Soldaten "Im Feld" oder Camper mit Vorratsdenken -
dieses relativ feuchte Produkt vor Schimmel und Verderb zu schuetzen,
ist eine Herausforderung fuer gestandene Wissenschaftler.
Altmodische Baecker, keine Filialisten- haetten damit kein Problem,
weil sie einfach frisch backen und nur soviel,
wie am Tag gebraucht wird- Reste werden entweder zu Broetchenmehl oder Weckmehl oder gehen an den Gefluegelhof,
der diese Sachen gut gebrauchen kann- ohne Schimmel, versteht sich!

Fuer die Logistiker unter uns ist das beste Brot das, was man daheim machen kann-
die Mehltueten gibt es in 1kg Groessen und in verschiedensten Getreide- und Ausmahlungsgraden zu kaufen. Ueberall.
Das neue Brot braucht auch nur noch wenig Energie und ist eine Woche lagerfaehig, wenn es trocken untergebracht ist.
Chemie braucht es dazu nicht, auch keine Umverpackung.
Muell, der nicht erst erzeugt wird, spart teure Transportwege und Energie bei der Aufarbeitung.

Fuer die Rationalisten unter uns ist das beste Brot das, was man gut und lange lagern kann- eingesiegelt.
Mal zum Aufbacken aus der Folie -ob tiefgekuehlt oder im "Schutzaroma",- mal einfach geoeffnet aus der Dose)

Fuer die Feinschmecker unter uns wird der taegliche Gang- heute eher die Fahrt- zum Baecker unumgaenglich sein.
(Die Umweltbelastung ist hier wohl am hoechsten, zumal die Fahrt mit dem Auto eine Kaltfahrt
sein wird- mit dem Rad, zu Fuss oder der Trambahn
ergeben sich Alternativen, die freilich nicht wenig Zeit kosten)
Die Urahnen hatten eben diesen kleinen Erdbackofen oder die Fladensteine und..
immer frisches Brot, das auch noch knusprig war !

Selbst in Frankreich sind Zusatzstoffe im Brot erlaubt, ja sogar im Baquette !
Enzym, Vitamin C, Roggen- und Bohnenmehl..
Das Baquette selbst wird in recht umstaendlichen Geh-Verfahren hergestellt,-
aber mit einfachem, ungebleichten Weizenmehl, Wasser Salz und Hefe.

Ob man dieses Brot braucht, wird wohl jeder selber entscheiden -
ab und an ja, genau wie Broetchen und Kuchen..
in ganz schlechten Zeiten hat man sogar Eichel-Mehl genommen!
(das erst einmal die Bitterstoffe entzogen bekommen musste)

***

Die Filmempfehlung:
Das Weihnachtswunder, von Thomas Kinkade ist eine Darbietung der kitschigeren Art,
eben typisch US - Life - aber:
Ich bin nicht eingeschlafen, was bei nicht allzuvielen Filmen der Fall war..
Man kann diesen auch mit den Kindern ansehen, es ist einfach nur Weihnachten,
trotz vieler Wirren kommt alles zu einem guten Ende.

(Vorsicht, der Titel selbst kann zu anderen Werken fuehren,
man sollte den Produzenten mit angeben bei der Recherche)

***







Wie waere es mit einer weissen Bohnensuppe?
Uneingeweicht ca 2 Std. Kochzeit.
Ich nehme Doerrfleisch und grobe Bratwurst, 500gr weisse Bohnen, 4 Zwiebeln, 4 Knoblauch-Zehen,
8 mittelgrosse Kartoffeln, 1 EL Bohnenkraut, 1 EL Maioran, einen Teeloeffel Thymian,
Pfeffer aus der Muehle, 4 Holunderbeeren und 2 Lorbeerblaetter, 2 fette Bruehe Wuerfel.

Alles zusammen kurz aufwallen lassen und bei halber Flamme kochen lassen.

(Bei mir kamen zusaetzlich Esser an, deshalb habe ich noch eine Dose (850ml) weisse Suppenbohnen
dazu getan - das hat keiner gemerkt, weil genug Fleisch im Essen war !)

***



***

Filmempfehlung!
"Die Winterhuette"
Von Thomas Kinkade, ein Film der kitschigeren Art, religioes gehalten und eben typisch amerikanisch
gepraegt - aber man schlaeft nicht dabei ein und kann die Kinder dabei zuschauen lassen!
Nicht immer nur Mord- und Totschlag - es geht offenbar auch anders !

***

Filmempfehlung:
"Farben der Liebe" aus dem Jahr 2013 - eine gerissene Story aus dem Wirken der Maler
mit einigen Ueberraschungen. Sehenswert und .. ich bin nicht eingeschlafen !

***

3.12.2018 Hr4 um 07,45 Uhr hat eine Moderatorin mit einem Mann ueber die Adventszeit gesprochen:
Sie sagte "Weihnachtsmaenner und Frauen",
dann kam der Mann an die Reihe und sagte
"Weihnachtsmaenner und Frauen".
Gerade als ich mich darueber wundern wollte, kam der Gedanke:
Wie haette es geklungen, wenn der Mann das weibl. Geschlecht zuerst angesprochen
und einen Fauxpas gemacht?
(Weihnachtsfrauen und Maenner)

Wer ist denn jetzt irre, ich oder die Gender-Leute?!

***

Unsere Erfahrungen mit Direktvermarktern sind schon nicht gut gewesen, um
nicht zu sagen ernuechternd,
die Kaeufe bei den Metzgereien um die Ecke auch nicht besser.
(Alles mit "E-Vitaminen" bestueckt bis zum Abwinken und dazu gesalzene oder besser utopische Preise)
Utopische Preise deshalb, weil die Auftriebs-
und Preisgebote der Grossmaerkte eine deutliche Sprache sprechen.
Nun bestellte ich meine Wurst in Dosen in der Bucht, eine Weile ging das gut,
bis die Geschaeftsbedinungen der Kaeufe (was die Fracht anbelangt) recht eigen geworden sind.
(Jede Charge wird mit der gleichen Fracht bedient, obwohl ein Rabatt versprochen wurde,
wenn man 2-3 Chargen kauft.)
Einmal war mir das zu teuer und so habe ich den Kauf gleich wieder rueckgaengig gemacht und
dabei wohl den Hinweis des Verkaeufers - ganz am Schluss des Handels - uebersehen, der
in unfreundlichem Ton "abwarten bis bereinigte Rechnung kommt" oder so aehnlich lautete.
Der Kauf wurde rueckgaengig gemacht, das war kein Problem.
Der Verkaeufer schrieb ins System in folgender Art:
"Wenn sie was bestellen sollen sie erst mal lesen was da steht!!!"
Ein kurzer Schriftwechsel zur Aufklaerung der Sache hat nichts gebracht,
auch als ich diese Leute anrief und meinte, dass mir 3 von den 12 Dosen - Chargen
angenehm waeren - die Frau am Telefon meinte: Dann bestellen sie halt!
Ich habe bestellt und.. 2 Tage spaeter noch keine Antwort, aber der Kauf ist aus dem System
verschwunden gewesen.
(Wegen Reichtums geschlossen und genau diesen Eindruck habe ich von allen kleinen Metzgern-
und so glaube ich denen noch ein klein wenig weniger als zuvor schon, egal in welchem Bezug)
Mein Fazit: Der Metzger hat ein Ei am wandern - oder so.

Aber hallo- noch ist nicht aller Tage Abend!
In der Bucht ist ein L andshop, der 300gr Wurstglaeser nach alter Art verkauft,
ohne E-Vitamine, einfach nur nach Hausmacher Art.
Gesehen und glatt sofort gekauft - alle 5 Sorten gleich 5 x - man goennt sich ja sonst nix.
Die Qualitaet ist so wie erhofft, gut wie frueher !

***

Filmempfehlung: Die Serie aus 2 Staffeln "Lore" ist eine lose Sammlung aus gruseligen
kurzen Filmen ueber seltsame Begebenheiten und schaurige Verbrechen,
die es wohl so in der Vorlage gegeben haben muss.
Nichts fuer schwache Nerven!

***

Dazwischen immer mal wieder eine leckere Kochidee:
250gr Parboiled Rice noch ein wenig bissfest kochen,
in der Zwischenzeit fertig eingelegte Schweine-Steaks (rot)
in ordentlich Oliven- und Rapskernoel von beiden Seiten garen.
In die Schuessel ca 4 EL suessen bayrischen Senf (auch Dijon-Senf) geben,
mit guter Milch und etwas Salz und dem kompletten Inhalt
einer 425ml Dose Mais vermischen.
Der Reis wird nun gruendlich untergehoben, die Steaks auf die Teller verteilt und
das Bratfett in die Schuessel mit dem Reis getan und gut vermischt.
Das schmeckt ungewoehnlich gut und war fix weggefuttert..

(Keine Angst vor dem Oel, das hilft der Verdauung besser, als wenn man dieses weggetan haette)

***



Pasta perfetta!
Ich koche die langen Spaghetti al dente, zuvor habe ich in der PFANNE Olivenoel, Tomatenmark, Oregano,
Thymian, Oliven und eine gehackte Knolle Knoblauch angeschwitzt.
(Diesmal hatte ich ein paar Oliven zu viel im Kuehlschrank- so viele haetten es nicht sein muessen-
aber das ist kein Problem, wenn man diese zuvor kurz abspuelt, dann ist das Salz fast weg)
Es sind bei dieser Zubereitung einige Varianten denkbar:
Mit etwas Wasser abloeschen, wenn man mehr Sauce braucht oder mit etwas Anchovis oder Sardinen etc.
wie es gerade passt. Diesmal hatte ich eine kl. Dose Sardellen -mit dem Oel verwenden!- untergehoben.
Dieses Essen kommt immer gut an und bitte: Mit dem Olivenoel nicht knausern,
das ist gesund und hilft der Verdauung mehr, als wenn man krampfhaft versucht Fette zu vermeiden,
was zur Verstopfung fuehrt !

***

Was mir schon lange auf der Seele brennt ist folgende Idee:
Auto, Individualverkehr, wie man heute so schoen sagt.
Wie waere es, wenn sich diese Branche ganz neu aufstellen wuerde
und die Idee "Auto" und "Fortbewegung" von den Grundfesten heraus neu definieren sich traute?

Mit neu definieren meine ich:
Wer braucht einen fahrbaren Untersatz und zu welchem Zweck, fuer wieviel Personen?
Wenn die Erhebung einen Markt fuer das 1-Personen-Pendler-Fahrzeug bringt,
sollte man das auch anbieten:
Klein, leicht, effizient - leise und umweltfreundlich.
Die Voraussetzungen dazu waeren allerding auch elektronische Abstands- und Bremsassistenten
in ALLEN Fahrzeugen, sonst waere man in einem kleinen und leichten Fahrzeug in Lebensgefahr.

Die weiteren "Zutaten" fuer ein solches Fortbewegungsmittel sind sekundaer,
wichtig ist, dass man resoucenschonend faehrt und das geht eben nur mit einem gewissen Verzicht:
Zu viele elektrische Verbraucher und die Klimaanlage fressen ordentlich Energie,
ganz besonders aber die "sportliche Fahrweise", also mit Beschleunigung, wildes Kurvenfahren
und uebertriebene Bremsereien, die Bewegungsenergie vernichten.
Vorausschauendes und gleitendes Fahren oder "cruisen" ist heute angesagt,
denn: Sicherheit geht vor und die Energie, die nicht verbraucht wird, verschmutzt auch die Umwelt nicht!

Die Akzeptanz fuer ein solches Vehikel waere durch finanzielle Anreize bestimmt machbar,
wenn viele Leute darauf anspringen: Gesparte Fahrtkosten sind wie eine Lohnerhoehung !

Im Jahr 2018 sehe ich das noch in weiter Ferne, wir sind noch Jahrzehnte von einer solchen Idee entfernt.

Mein Rat waere also:
Steuerfreiheit fuer ein solches Kleinstfahrzeug und Kaufanreize anbieten,
dann wird diese Idee ein Renner.
(Einen groesseren Wagen kann man trotzdem haben, hier geht es um die Pendelei,
die ungeliebte Fahrt zur Arbeitsstaette und retour.)

Ein schmales und kleines Fahrzeug ist gut in der Innenstadt, die meistens hoffnungslos
verstopft ist und auch nur noch wenig Parkraum anbieten kann.
Wo gestern noch 3 KFZ parkten, steht heute ein SUV - morgen vielleicht schon 4 oder 5
dieser Kleinstwagen, in denen eben -genau wie im SUV- nur ein Mensch befoerdert wurde.

Mein Vorschlag zur Sache:
Die "Eiform" waere genial, was Sicherheit, Stabilitaet und Windschluepfrigkeit anbelangt.

Ein einfaches Motormanagement wie im Motorroller (250ccm, autom. Getriebe) reicht dafuer vollkommen aus
und ist fuer 100km/h gut.
Wenn dieser Motor mit reinem Alkohol betrieben wird, ist auch die Umwelt zufrieden!
(Katalysator und Partikelfilter sind dabei unnoetig)

Ich bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis diese Idee angenommen werden wird -
nicht lachen - es sind schon einige meiner Ideen auf diese Weise unter die Leute gekommen.
(Ich gebe damit nur zurueck, was ich selbst erhalten habe, muss also kein Geld daraus ziehen)


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