20 Punkte Notfallvorsorge fuer jeden Haushalt


Das Stromnetz kann durchaus auch in der heutigen Zeit einen "Blackout" erleiden,
der Tage, aber auch Wochen dauern kann.
Das ist nicht nur ein Roman Thema, sondern kann und jederzeit treffen.
Das hat die Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt.

Nun ist Strom fuer so viele rudimentaere Dinge des taeglichen Lebens existenziell wichtig
und Strom kann man leider nicht speichern.
Selbst kleinraeumige Netze in Orten koennen nur bedingt die Versorgung aufrecht erhalten,
Notstromaggregate liefern nur so lange Strom, wie dafuer Treibstoff besorgt werden kann.
(Sofern sie ueberhaupt anspringen, wovon ich ein Lied singen kann:
Wir haben so ein Ding im Keller stehen.)
Wenn kein Strom geht, fliesst weder Gas noch Wasser,
Oelheizungen gehen auch nicht, weil auch dafuer Strom noetig ist.
Wer einen Holzofen hat, ist erstmal fein raus, sofern genug Holz gestapelt worden ist..
- was aber fremden Personen nicht zugaenglich sein darf, sonst bekommt es Fuesse..
Die Geschaefte sind bald leer, Nachschub wird es keinen geben,
weil kein Auto oder LKW faehrt, keine Kuehlung laeuft,
Kuehlhaeuser nur noch verdorbene Waren haben, wenn dieser Blackout eine oder zwei Wochen dauert..

Mich hat dieses Buch -s.o.- wieder einmal mehr wachgeruettelt und Gedanken machen lassen,
wo es klemmt, wenn der Fall der Faelle eintritt.

Man darf nicht vergessen, dass auch die Kuehltruhe ausfallen wird!

1.
Trinkwasser, am besten Medium (nicht bestrahlt) Mineralwasser in 1,5ltr Flaschen im 6er Pack kaufen,
die halten sich laenger frisch.
Nun ist der Vorrat fuer 14 Tage aufgestockt-
wobei man bedenken muss, dass damit auch gekocht und gespuelt werden muss..

2.
Spiritus-Notfallkocher mit Pfanne und Topf, genuegend Spiritus und 2. Brenner mit Festbrennstoff.
(Streichhoelzer oder Feuerzeuge nicht vergessen)
Genuegend Grillkohle fuer den Gartengrill ist auch gut.

3.
Hygieneartikel, (auch Desinfektionsmittel) aller Art doppelt bevorraten,
desgleichen Nahrungsergaenzungsmittel,
Calcium, Magnesium, aber auch die noetigsten Medikamente.

4.
Feste, trockene Lebensmittel, Reis, Nudeln, Kartoffeln, Zwiebeln gehoeren dazu.

5.
Fruchtsaefte und haltbare Milch, Oele und Grillsaucen, Tuetensuppen, Salz und Gewuerze sind wichtig.

6.
Obst- und Gemuesekonserven in Dosen oder Glaesern, Fisch- und Wurst- und Fleischkonserven
(wichtig: Schmalzfleisch) fuer eben diese 14 Tage.

7.
Marmeladen, Erdnuss-Kreme und Schmalz als Brotbelag oder zum Loeffeln,
wenn kein Brot gebacken werden kann auch Dosen-Brot!
(also habe ich 8 Dosen Brot eingelagert, das sich jahrelang haelt)

8.
Fertigkonserven, Suppen, Eintoepfe, Kohlrouladen, Nudelgerichte oder aehnliches sollte hohe Prioriaet haben:
Die muessen nicht gekocht werden, sondern koennen auch kalt verzehrt werden- energetisch sehr sinnvoll,
wenn mit Brennstoffen gespart werden muss..
(Hier haben sich die "j a" und andere No-Name-Produkte sehr gut bewaehrt, besser als von teuren Herstellern!
(Ich habe keine Ahnung wieso das so ist)

9.
Die Anschaffung eines kleinen Heizoefchens ist wohl sinnvoll, aber nur, wenn entsprechender Brennstoff vorhanden ist.

10.
Warme Winterklamotten kontrollieren und ggf. nachruesten. (Strickmuetzen nicht vergessen!)

11.
Etwas Alkoholika (Schnaps jedweder Art) kann nicht schaden. (Punsch) Auch zur Desinfektion.

12.
Mein selbstgemachter Wein ist genuegend vorhanden- dem Gluehwein steht somit nichts entgegen.

13.
Leuchtmittel: Kerzen, Batterie- und Oellaempchen sind gut, am besten LED,
da halten die Batterien laenger, weil die eine geringe Stromaufnahme haben.
Kerzen, Grablichter und Batterien sind ein Muss !

14.
Da auch die Kommunikation von TV und Internet und Handy und TF ausfaellt,
ist ein batteriebetriebenes Radio sehr wichtig!
(Wir haben deshalb extra welche angeschafft)

15.
Das Treppenhaus wird dunkel sein, wenn der Strom ausfaellt:
Inzwischen gibt es sehr preiswerte automatische Lichter,
die mit LED und Batterien laufen - das ist auch in Zeiten,
wenn der Strom geht, ein guter Unfallschutz.

16.
Feuerschutz ist wichtig,
deshalb haben wir in jedem Stock einen Feuerloescher und zusaetzlich eine Brandschutzdecke parat.

17.
Wenn kein Bargeld im Portemonaie ist, kann man nichts kaufen - dh. die Banken werden noch laenger Geld auszahlen koennen, als Geldautomaten.. aber auch das wird nur fuer kurze Zeit gewaehrleistet sein, weil die Geldtransporter nicht mehr fahren. Knapp auf Naht sollte der Geldbeutel nicht gefuellt sein: Die Geldkarte geht beim Stromausfall ebenfalls nicht mehr ;) Die paar Groschen in der Zuckerdose oder im Sparstrumpf werden nicht lange ausreichen..

18.
Die Reserven an Regenwasser reichen allemal fuer die Toilettenspuelung - per Eimer oder Giesskanne - und fuer die Waesche, es sind bei uns zwischen 3000 und 5500 Liter, an die man auch ohne Pumpe heran kommt: Gefaelledruck mit Zapfhahn geht immer oder Eimer hinein und schon gehts los. Im Roman "Blackout" wird eindrucksvoll beschrieben, was passiert, wenn die Toiletten nicht mehr gespuelt werden koennen ;)

19.
Ein 20ltr Kanister (aus Blech) mit Benzin ist immer gut! (Aber nur, wenn er aufgefuellt wurde)

20.
Bei Energiekrisen muss man wohl auch verstaerkt mit Einbruechen rechnen: Stabile Riegel und Gitter schuetzen besser als eine Alarmanlage, die nur kurze Zeit Batteriestrom hat. Ein stabiler und wachsamer Hund ist auch gut.

***

So, meine Vorraete an Mineralwasser und Fertigkonserven, die nur noch warm gemacht werden muessen, sind aufgefuellt auf das Mindesmass:
14 Tage halten wir damit locker durch, eher einen Monat bei sparsamer Lebensfuehrung.
Ach ja, meine Weinbereitung ist ebenfalls im Keller angesiedelt ;)

(Hier moechte ich nochmal darauf hinweisen, dass die Mindesthaltbarkeitsdaten werden sollten, auch wenn diese Vollkonserven laenger geniesbar sind)

***

Selbstverstaendlich muessen diese Vorraete immer wieder verbraucht und durch frische ersetzt werden!
(Keine Bange, die Preise dafuer sind nicht so hoch)

Zwei Brenner fuer Bioethanol sind die Loesung. Obenauf eine stabile Guss- oder Schamotte-Stein-Platte oder Kochring, darueber ein kleiner Abzugskamin aus Blech, den man an das geoeffnete Glasbausteinfensterchen stellen koennte.
Die tiefe innere Fensterbank (Kellerbad) waere gut dafuer geeignet, dass man ein solches Oefchen stellen koennte. Zumindest zur Speisebereitung und zum ueberschlagenen Heizen des kl. Keller-Bades waere das eine gute Loesung. Dort laufen alle Wasserleitungen zusammen, die dann auch noch geschuetzt waeren. Dieser kl. Raum hat immerhin eine Toilette, ein Waschbecken und notfaellig Platz fuer eine Liege von 2mtr x 120mtr. (Wohl gemerkt, alles in der Hoffnung, dass wir das niemals brauchen werden)

Unser Keller ist zur Haelfte in schwerer Loes-Erde, mit Bruchsteinen und TVG Steinen (Truemmerverwertungssteine aus Frankfurt/M, besonders schwere Kellersteine). Zur Strasse hin mit tief gegruendeter Basaltsplitt-Betonmauer und extra gesicherten Tueren, massiver Decke aus Verputz, Beton, Steinen mit Eisentraegern darin, Estrich und stabilen Fliesen darauf,die den Fussboden des Erdgeschosses bilden.

Und da sind dann noch die Grillmoeglichkeiten im Garten, genuegend Holzkohle ist auch immer da, Anzuendwuerfel und Feuerzeuge, kompletter Besteckkasten mit Dosenoeffner.

Ob ich den Stromerzeuger (2400Watt) ankriege wenn es darauf ankommt, kann nur erraten werden- immerhin ist das Ding vorhanden:
Damit koennte man Energiesparlampen und die Kuehltruhe und Heizung laufen lassen.

Ein batteriegetriebener Radioempfaenger sollte im Haus sein - (Hier wird man aufpassen muessen, dass dieses auch digital empfangen kann, ggf. wird nachgeruestet, das alte Geraet aber behalten: Sicher ist sicher. Wir haben drei davon.)

Ein dickes Buendel neue Kerzen, Streichhoelzer und Konserven, die richtig dicht gestapelt worden sind, ergaenzen die Ausstattung.
Dazu kamen einige Buendel Ofen-Holz oder Scheit-Holz fuer die Goulaschkanone, das eine gesonderte Ecke bekam -
ohne Holz haette das Ding nicht viel Sinn.
Notfalls koennte ich noch mit Holzkohle heizen, die in groesseren Saecken parat ist. (10 und 3 Kilo) oder mit aelterem Pommes-Oel, das ich in Kanistern aufgefangen habe. Im Brenner-Topf, was eine alte Blechdose sein kann, heizt das den Kessel ebenso wie Holz.
(Kein dunkles Oel nehmen, es muss noch gelb und auch gefiltert sein)

Den Gulaschkocher werde ich abzugsmaessig so abdichten, dass dieses Ding auch im Keller verwendet werden koennte, wenn Notzeiten waeren - mit laengerem Rohr nach draussen. Der Kocher ist nun mit speziellem Kit ausgeschmiert und mit Dichtband versehen.

Immer in der Hoffnung, dass "die da oben" vernuenftig werden und sich aus Kriegsbeteiligungen wieder zurueckziehen und fuer Terror oder Rache kein Grund mehr besteht. Es bleibt immer die Denkbarkeit, dass der Strom fuer ein paar Wochen ausfaellt-
aus Sabotage, Hacker oder durch eine groessere Panne..

Heute habe ich im Keller eine groessere Kunststoff-Rollkiste mit allerlei Notfall-Dingen bestueckt: Anzuender, Zuendhoelzer, Spiritus, Oel, Brenner, div. Kerzen und Halter, Espitkocher und Wuerfel, sowie ein Biwak-Set fuer die Teebereitung. (Ich muss noch guten Rum kaufen !) Darauf kommt das Koch-Set aus Alu mit Ethanol/Spiritus-Brenner, noch original eingepackt. Nun ist also das Brennholz, die Holzkohle und auch der Gulaschkocher zusammen in einer Ecke, damit man nicht lange suchen muss.

Nun sollte ich nur noch eine Verlaengerung des Abgasrohres nach draussen suchen.

Nun kommen noch einige Buendel Ofenholz dazu, dann ist die Sache komplett und perfekt.

(200-250kg Ofenholz, 25-40kg Grillkohle, 15-20Ltr Fluessigbrennstoff, 150 Liter Mineralwasser waeren somit im Keller)

***

! Ich hoffe, dass ich den Kram niemals brauche und den Gulasch-Topf nur als Event, als Gaudi fuer die Familie benuetzen darf !

Sicher koennte man jetzt sagen:
Der kauft sinnlosen Kram - das hat aber immerhin Umsatz und Beschaeftigung gebracht, was ein nicht zu verachtender Faktor ist.
Davon leben einige Menschen. Man muss auch goennen koennen !
(Auf der Bank bringt das Geld den falschen Leuten hinterhaeltigen Gewinn, so gebe ich es lieber aus und wir alle freuen uns..)

***

Wer sich ein Oefchen zulegen moechte, der muss zwischen vielen Brennstoffen unterscheiden lernen - bei Holz ist das so, dass ein Festmeter Holz 1x1x1mtr ohne Zwischenraeume mit Holz gefuellt geliefert wird, ein Raummeter 1x1x1mtr waeren 1mtr lange Hoelzer, ein Schuettraummeter ist einfach mit Holzstuecken gefuellt- je laenger die sind, um so mehr Hohlraeume sind darin. Dh. der Festmeter ist fast ein Drittel mehr Holz als der Schuettraummeter ! Dann folgen noch die Bezeichnungen Ofenholz und die Trockenheitsgrade, Baumarten etc. So ein Oefchen muss auch beim Schornsteinfeger angemeldet werden - dh. dieser prueft zuerst, ob das in dem Haus auch machbar ist: Zusammen mit der Heizung wird der Kamin bestimmt nicht reichen, um auch noch einen Ofen daran zu haengen.

Buendelholz vom Baumarkt ist billiger, als im Wald mit entsprechendem Equipment Holz zu holen - letztlich kommt dabei eine huebsche Stange Geld zusammen. Das lohnt bei meinem sehr geringen Bedarf nicht. Heute habe ich 4 Zentner fertig getrocknetes Ofenholz und Holzbriketts und Anmachholz parat liegen - fuer meinen Gulasch - Ofen , ein nettes Familien-Event. (Als Kartusche a.d.Seite)

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