Schattenseite 66




***
Der Wecker klingelt und zeigt das Datum und die Zeit an:
3. Januar 2040, 05.30 Uhr, es ist Zeit sich auf den Weg zur Arbeit zu machen.
Eine halbe Stunde später stand der automatische Zubringer vor der Tür,
zwei Leute aus dem Dorf waren schon darin.
Keine Zeit verlieren, sonst kostet das Strafpunkte!
Er nahm Platz, ein stummes Hallo und die Fahrt ging los zur Inter-Station im nächsten Ort,
wo der Wagen angehoben und als Schwebebahn-Wagen dahin glitt.
Automatisch gesteuert, elektrisch betrieben. Das Ticket gibt jeder auf seinem Tablet vor
und am Ende des Monats wird ein Betrag vom Konto abgebucht.
Niemand muss an den Schalter oder Automaten gehen, weil es keine mehr gibt.
Keine Fahrpläne und keine Wartezeiten, wenn ein Sitzplatz frei ist, steigt noch einer zu -
wer größeres Gepäck hat, stellt dieses auf den Nachbarsitz und zahlt entsprechend.
Die leisen, leichten und flotten Kabinen haben den Individualverkehr abgelöst, der aus Umweltschutzgründen
immer schneller in die Kritik gekommen war - der Flugbetrieb wurde verboten, weil die Emissionen
und Verwirbelungen die ganze Klimazone durcheinander brachte, mit kaum absehbaren Folgen:
Duerre hier, Überschwemmungen dort, seltsame Stürme und hohe Schäden.
Schnell glitt die Kabine in die City, klinkte sich aus und fuhr zur Station unter der Hauptwache,
Ein- und Aussteigen mußte sehr flott geschehen, wenn man keine Strafpunkte riskieren wollte.
Kurz vor dem Ziel ertönt ein Wecksignal auf dem Tablet, die Restzeit bis zur Ankunft wird angezeigt.
Kurz darauf ist die Kabine schon wieder unterwegs, zwei Geschäftsleute mit je einem großen Koffer
sind zugestiegen, sie haben zuvor das Ziel "Hamburg Altona"
eingegeben und so ging die Kabine auf Fahrt.
In Insassen waren noch müde und betätigten den Button "Schlafmodus", was die Kunststoffscheiben
eindunkeln lies - Stille oder leise Musik, wie gewünscht.
Mancher arbeitete auf seinem notebook-ähnlichen größeren Tablet seine Dinge durch,
die während einer Präsentation gezeigt werden sollen, andere spielten darauf Karten oder
unterhielten sich mit Familienangehörigen oder Kollegen, schauten sich einen Film an oder was auch immer.
Inzwischen war die Kabine selbständig auf die Haupttrasse
der Schwebebahn abgebogen und verdoppelte die Geschwindigkeit.
Da kein Sitzplatz mehr frei war, fuhr das Transportmittel ohne Halt durch, wurde überall vorbei geschleust
und kam ruhig nach 3 Stunden am Ziel an, wo nur noch ein Schleife nach Altona gezogen wurde.
Über Waldtrassen, über Felder und über Strassen, durch Häuserschluchten - unter diesen Schwebebahntrassen
wurde gepflügt oder grasten Kühe, war eine Kläranlage oder ein Spielplatz oder eine LKW Bahn,
dieses System hat die Natur wieder mehr werden lassen.
LKW-Bahn-Kombinationen haben die klassische Autobahn abgelöst
und waren nur für den Schwer- und Warentransport,
also für die Logistik zuständig, was sehr viel bessere ökonomische Daten ergab.
Die nun leere Kabine parkte an einer Station - und lud sich auf, dann kam der nächste Aufruf.
Der Rest an Aufladung wurde unterwegs an der Schiene gemacht - alles kein Hexenwerk..
..automatisch gesteuert fuhr die Kabine zum Kunden, dieser stieg ein und sein Tablet sendete
automatisch das Fahrziel: Kapstadt oder New Orleans oder München - ganz egal,
die Hinleitung war nicht Sache des Fahrgastes, der wurde transportiert wie ein Gepäckstück, aber
mit Toiletten-Ecke - denn auf solchen Strecken kann der Mensch eben "mal müssen" müssen.
Die Entsorgung folgt an den größeren Stationen, im Sekundentakt mit Hygiene-Sprühung.
Kunststoff, recycelbar, die neue Wunderwaffe hat man drastisch verbessern können!
Nichts wird verschwendet, jeder Abfall wird zum neuen Rohstoff.
Auf den Trassen sind Solarzellen, so kann manches Kraftwerk gespart werden,
der überzählige Strom wird in neuen Nachtspeichern zwischengelagert
und katalytisch wieder zu elektrischer Energie.
Die neuen Übersee - Kanäle sind sehr beliebt, weil man durch die in geringer Tiefe
schwimmenden transparenten Röhren die Natur der Meere bewundern kann.
Auf diesen langen Strecken sind auch Wunsch-Essen vorgesehen,
die an den Hygienestationen gleich mitversorgt in einer Klappe deponiert werden.
Die Konstruktion der Kabinen ist so gestaltet, dass Liegeposition oder Sportposition mit Stepper
genützt werden können - so kommt jeder fit oder entspannt am Ziel an.
Ob Nahverkehr oder Fernreiseverkehr ist egal-
einen Unterschied gibt es nur in der Reisezeit und im Fahrpreis.
Wer sich daneben benimmt, bekommt Strafpunkte auf seine ID und das kann teuer werden!
Diese ID ist ein Mix aus der Steuernummer und der Personalausweisnummer, jeder Mensch bekommt
eine solche Nummer ausgehändigt und hat selbst Sorge zu tragen, dass diese nicht mißbraucht wird.
Randalierer werden automatisch an der nächsten Station von den Ordnungskräften
aussortiert und durch den Computer abgeurteilt - in Sekunden.
So können auch SchülerInnen sicher fahren und brauchen keine Angst vor Übergriffen haben -
auch eine Abschiebung in die Heimatländer der Straftäter läuft automatisch an,
mit einem Nylon-Netz gefesselt
und mit automatisch erstellter Begleit-Info für die Ordnungsbehörden dort,
alles in Sekunden zu schaffen, weil Videobeweise ausreichen.
Die Mobilität ist günstiger geworden, als wenn jeder sein eigenes Auto hätte unterhalten müssen!
Keine Stau's, keine Wartezeiten, keine Tickets, keine Reservierungen, keine Fahrpläne,
keine Parkplatzsorgen, keine Inspektions- oder TüV - Termine, kein Zeitverlust
durch Wagenwäsche und Reifenwechsel oder Reparaturen etc.
Die Automobil-Industrie übernahm die Kabine als gemeinsames Projekt,
ähnlich wie bei dem amerikanischen Jeep vor dem 2. WK.
Die Arbeitsplätze waren gesichert und zukunftsfähig - die Kabinen fuhren automatisch zur Wartung,
alte oder abgenutzte Stücke wurden aussortiert und recycelt oder neu aufgebaut,
was durch die einheitliche Modulbauweise kein Problem war.
Bald beruhigte sich das Wetter, die Luft wurde sauberer, die Umwelt deutlich ruhiger und sicherer,
die Krankenhäuser hatten nur noch häusliche Unfälle und Krankheiten zu behandeln,
ab und zu mal ein Sportunfall, aber keine Verkehrsopfer mehr !
Die Polizei konnte endlich ihre originären Aufgaben in den Vordergrund rücken.
Unser Fahrgast war nach diesem Info-Video an seinem Ziel angekommen - ohne Stau, ohne Stress
und deutlich schneller als früher. Ausgeruht stieg er aus und ging die paar Meter bis ins Büro,
noch ein paar Treppen laufen, denn das ist Sport und hält den Kreislauf gesund..

Das Internet ist überall und immer da:
Manche Arbeit kann schon auf dem Fahrtweg erledigt werden - das spart Zeit verkürzt den Arbeitstag.

Wer "nur" mal eben einkaufen will und schwerer Güter transportieren muss, kann sich
den Einkauf aussuchen und bekommt die Sachen mit der nächsten Frachtpost ins Haus geliefert,
was zum direkten Mitnehmen zu viel gewesen wäre.. dabei rollt die Zubringerkabine automatisch zum Laden,
die Pfandkiste wird versiegelt und auf die Reise geschickt.
Bei etwas weiteren Einkaufs - Strecken geht das Ding eben nach oben in die Schwebebahnschiene.
Woher kommt das Geld für solche Dinge?
Nun, durch den Wegfall an sinnlosen Entwicklungshilfen
und Zahlungen an seltsame Hilfsorganisationen
und die Glaubensgemeinschaften und Goetheinstituten weltweit - z.B.
und durch den Verkauf von viel Land im Rheintal, wenn die Bahn auf die ICE Strecke umgeleitet,
die Rheintal-Trasse abgerissen wird und so viel feines Bauland generiert..
(Entwidmung des ICE, die Trasse als Bahn - Lastroute eingesetzt)
Durch den Verkauf von überflüssigen Bahngeländen
und durch den Rückbau und Umwidmung von allen Flughafen-Geländen,
auf welchen großzügige Wohn- und Einkaufszentren entstehen könnten.
Einige Autobahnen und Schnellstraßen könnten renaturiert werden.
(Die Baumaterialien sind recyelbar und als neue Steine oder neuer Beton durchaus in Umlauf zu bringen.)

Als weitere Idee wäre da noch die Kapitalbindung der Anleger,
die mit kleineren Stückelungen von 1000 bis 10.000 Euro am Gewinn des Kabinen-Projektes
teilhaben könnten - sozusagen als eine Investition in die Zukunft, ein gutes Sparbuch allemal,
deren Anteile (nur an privat und nur bis zu einer personengebundenen Höhe
von max. 100.000 Euro an Anteilsbesitz) veräussert oder verschenkt werden könnten.
Die Anlage sollte keine professionellen Schacherer anlocken dürfen!

Es ist also noch viel zu tun, dazu müsste jedoch eine Neuorientierung überhaupt gewollt sein..
So sehe ich die mobile Zukunft - alles wird gut !

Prof. Dr. Ger hard Ad rian, Pr äsident des Deu tschen Wett erdienstes:
„Wir können jetzt den Klimawandel live erleben.
Der April 2019 ist hierzulande der 13. zu warme Monat in Folge.
Das hat es in Deutschland seit 1881 noch nie gegeben.“
So so, vielleicht waren es nur 11 Tage, die aber dann wohl nochmal wärmer gewesen sind -
wer zählt das mit?
Es ist wie es ist, die Wetterzonen verschieben sich und das sieht auch eine Professor Doktor nicht,
weil dieser - wie alle - gerne fliegt.
Freilich ändert sich das Wetter, aber wir bräuchten diese sündhaft teuren Spezialisten nicht,
würde man eine Rationierung der Flüge aus Umweltgründen endlich einmal andenken und umsetzen.
Ich sehe, bei allen Studiertheiten um mich herum, keinerlei Einsicht oder gar Rücksichtnahme
auf die Umwelt und auf das Klima, nicht ein bißchen!

Die Erde oder die Natur wird sich bald fragen:
"Brauche ich Mensch oder kann das weg?"

***

Haus der Stille oder Silent House?
Wer kennt diese unangenehmen Haus - Geräusche nicht, wenn die Wasserspülung in der Küche
oder im Wohnzimmer zu hören ist?
Das Geplätscher in der Nacht von der Toilette, die bis ins Schlafzimmer
oder einen Stock darunter noch zu hören ist..
Einer ißt gerade und da rauscht ein Klumpen in der Wand entlang -
das ist nicht gerade appetitfördernd, gell?

Die Geräusche der Straße sind gerade in der Sommerzeit nervend, wenn Rasenmäher und Motorräder knattern,
Autos röhren wie die Hirsche in der Brunft, Flugzeuge immer zahlreicher werden, immer länger und tiefer
ihre Warteschleifen ziehen..
Türen der Autos und Lieferwagen knallen und auch Feuerwerke zu Sylvester,
Dampfdruckreiniger und Rasenkantenflitscher, Kreissägen und wer weiß
was noch so alles an nervigen Geräten zu hören ist,
bis zu 10 minütigem Kirchenglockengebimmel und das Eisauto oder der Hupe-Bäcker..
Störungen der Ruhe sind gesundheitsgefährdend, wenn sie überhand nehmen.

Es gibt kaum noch Ort in zivilisierten Ländern, wo man ungestört schlafen kann,
zuweilen sind sogar die Gärten beleuchtet und kontaminieren die natürliche Ruhephase.
Straßenlaternen und Licht kann man durch den Rolladen ausblenden, nicht aber, wenn
man während des Schlafes frische Luft haben möchte.
Bei gekipptem Fenster schlafen ist kaum mehr möglich, weil der Verkehr inzwischen rund um die Uhr,
fast ohne Pause brummt und dröhnt.
Nachts fahren die Fahrzeuge besonders schnell durch die Ortschaften und Straßen..
Spätheimkehrer treffen mit Frühschichtlern zusammen, dazwischen der Wagen, der die Zeitungen bringt.

Türen schlagen auf der Straße, im Haus wird alles schwungvoll betätigt
und alles veranstaltet Lärm, der eigentlich nicht sein müsste.

..so kam mir der Gedanke, daß man heute schließlich nicht auf Komfort -
und das ist die Stille im Haus nun einmal, verzichten muß.
Heute kann man das komplette Haus mit Keller in die Erde verlegen, ohne Dach.
Aber dafür mit einer Dachterrasse, die eben nur wie eine einfache Terrasse ausschaut,
wo eine Treppe nach unten geht,
die in Glas eingefasst ist, mit Haustüre zur Straßenseite hin.
Das Wasser, das auf die Terrasse läuft, wird in einer Zisterne aufgefangen, als Brauch-
oder Gießwasser für den Garten.
Um diese Terrasse herum wäre an einem Metallrahmen eine im 45Grad nach innen geneigte, durchgehende
Modulplatte von 1mtr breite, rund herum, bis auf je einen Durchgang zur Straße und zum Garten hin.
Desgleichen an diesem Rahmen festgemacht wäre eine eben solche Modul-Anlage als Solarpanel.

Meine Idee dabei ist die von Prismen an Glasfaserkabel weitergegebene Helligkeit des Sonnenlichtes,
das in jedem Raum dieses unterirdischen Hauses per Schalter freigegeben werden kann.
Ein Dämmerungssensor würde dabei abgleichen, ob das Sonnenlicht reicht, oder ob noch ein paar LED -
Lampen zugeschaltet werden müssen, um die eingestellten Helligkeitswerte zu erreichen.
Die Art und Wirkung der Lichtenergie wäre dem Tageslicht vergleichbar.
Die Solar-Seite liefert den Strom, die Lichtseite die Helligkeit.
Ein kleines Hebewerk transportiert die Abwässer in die Kanalisation, mit Saugwirkung auf die Rohre,
wo somit alle Verstopfungen der Vergangenheit angehören dürften.
Ab und Zuläufe können spielend als solide Schläuche ausgeführt werden, desgleichen die Heizkörperrohre.
Kabel- und Wasserschächte könnte man in die Mitte des Hauses legen, vom Keller aus bequem zu erreichen.
Die Belüftung des Hauses käme durch die Rohre des Tragrahmens der Panels zustande, mit
leisen Tangentialmotoren, die als langsame Dauerläufer ausgelegt werden -
gekoppelt mit der Umluft - Heizung.
Überschüssige Energie der Solarpanels könnte die Geschossböden durch Heizspiralen beheizen und
im Sommer an das Netz abgegeben werden.
Wer meint ohne Vogelgezwitscher nicht aufwachen zu können,
kann diese Töne durch ein Mikrophon abfangen
und durch einen kleinen Lautsprecher im Bett anhören -life sozusagen.
Desgleichen wäre - für neugierige Leute oder solche, die auf ihre Kinder gerne ein Auge werfen,
mit moderner Kameratechnik das Geschehen auf dem Grundstück leicht auf den Fernseher schicken,
ggf. in jeden Raum - heute ist das alles kein Problem mehr.
Die weiteren Vorteile dieses Silent - Hauses wären:
Niedrige Baukosten durch kombinierten Iso-Gußbeton aus Recyclatmaterialien mit wasserdichter Versiegelung
und eine Kiesschicht von einem halben Meter zum Erdreich hin, die oben mit Gehwegplatten abgedeckt werden.
Das Dach muß nie wieder neu eingedeckt werden, kein Ziegel fliegt weg, ein ruhiger und wohlklimatisierter
Schlaf und ungestörter Musik,- TV,- Lesegenuß ist garantiert.
Selbstverständlich sollten Türen und Toiletten etc. geräuschisoliert ausgeführt sein, besonders die Rohre.
Das Haus muß nicht verputzt oder ständig neu gestrichen werden,
es gibt keine Kosten für Fenstererneuerung,
weil ganz einfach keine im Haus verbaut sind.
Das Grundstück kann deutlich kleiner gehalten werden,
weil die komplette Hausfläche als Terrasse zur Verfügung steht -
mitsamt dem Windschutz, den Panels rundherum.

Der Flächenverbrauch für ein familientaugliches Grundstück könnte somit um mindestens
100qm - 150qm reduziert (pro Einheit) werden, was ca 1/5 des Einstandspreises ausmacht !
Bei einer Neuerschließung kämen also ca 4500qm oder nochmal 10 Grundstücke
zusätzlich als Gewinn heraus, also 40 Grundstücke, statt zuvor nur 30 - gut für jede Gemeinde !

Ökologisch ist ein solches Haus allemal sinnvoll und verschandelt auch nicht die Umwelt durch
protzige Architektur etc., niemand bekommt die Sicht genommen und alle geniesen einen freien Blick.
Phobikern sei gesagt, daß man hinter diesen Panels sitzend wohl eher nicht gesehen wird.
Die Autos könnten ebenfalls "nach unten" verschwinden- oder an der Straße abgestellt werden,
wie die meisten Halter das sowie tun - ob diese eine Garage oder Hofeinfahrt haben oder nicht..

Eines Tages wird man solche Ideen aufgreifen und auch gleich perfekte Infrastrukturen dazu setzen,
wo nicht jeder ein eigenes Auto braucht, sondern eines leihen kann - ansonsten aber mit
den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt.
Und gerade da muß noch sehr viel getan werden.
In den Kopfen der Mitmenschen müßte sich ein Wandel vollziehen, damit nicht schon der kurze Weg
zur Bushaltestelle mit dem Auto gefahren wird..
(Mutti-Express)

Wie auch immer, dieses Silent - Haus wird in der Zukunft immer wichtiger werden,
da bin ich mir sicher: Die Fliegerei wird so lange wachsen,
bis bald jeder hustet und krank wird.
Vernunft wird, da bin ich mir sicher, bestimmt niemals einkehren. Wichtig ist der Gewinn, sonst nichts.

Ein Haus, das mit sehr wenig Energie auskommt und optisch die Landschaft nicht verstellt,
könnte man auch noch weiter spinnen,
wenn die Bevölkerungsdichte noch weiter zunimmt:

Ich denke da an noch viel dichter stehende "Häuser",
also Terrassen mit eben diesen Panel-Sichtschutz- Privatsphäre-Wänden,
wo die Grundstücke vielleicht nur noch 2mtr nach allen Seiten voneinander liegen.

Die Bauweise wäre gleich, jedoch ohne Autoabstellmöglichkeiten:
Das gehört bald der Vergangenheit an,
weil man jederzeit ein automatisch fahrendes Vehikel
per Smartphone anrufen kann, das dann an jeder Straßenecke wartet.
Die Tarife wären nach den Spitzenzeiten gehalten,
d.h. wenn wenig Nachfrage ist, fährt man billiger !

Auf diese Weise wäre bei einem 10x10mtr "Haus" ein Grundstück von 12x12mtr nötig, also 144qm.
Somit könnte - um bei obigem Beispiel zu bleiben -
wären bei einer herkömlichen 30 Grundstücke-Einheit der Kommune a 600qm -
gleich 18.000qm nur noch 4320qm in neuer Bauweise nötig.
Ein paar Fußwege dazwischen und so könnten 6000qm vollkommen ausreichen
um 30 Familien ein Zuhause zu geben.
So wäre nur der 3. Teil des Flächenverbrauchs geschultert
oder andersherum gesagt, man könnte 3x mehr Familien auf der gleichen Fläche unterbringen.

Der Brandschutz ist nochmal so eine Sache, die bei den unterirdischen Häusern deutlich bessr ist,
weil kein Wind das Feuer anfacht oder gar zum nächsten Haus tragen könnte.
Die Sprinkleranlage kann leicht mit dem eigenen Zisternenwasser betrieben werden!
Weiter denkbar wäre eine zentrale Wärmeversorgung, was nochmal Platz und Energie sparen würde.
(Dabei wären die Panels gekoppelt denkbar)
Es ist auch nicht einzusehen, daß auf jedem Grundstück ein eigener Pool und Kinderspielplatz ist -
welche Platzverschwendung!
Desgleichen sind Garagenanlagen ein Anachronismus,
der bald nur noch belacht werden wird, da bin ich mir ganz sicher.

Statt in Hochhäusern zu wohnen, ist diese neue Form
eine echte Luxus-Alternative mit viel Komfort und noch mehr frischer Luft und Sonne,
was die Menschen immer nötiger haben.
Selbstverständlich sind auf diesen Terrassen auch Markisen und Sonnenschirme
oder Gartenzeltlinge denkbar, aber keine festen Überdachungen,
keine festeren Aussenwände oder Brüstungen,
weil diese ruck zuck wieder mit Glasbausteinen ummauert werden würden
und dann mit Dämmung versehen etc.
bis doch wieder ein Häuschen entstanden ist, das die Sicht stiehlt.
Das darf nicht passieren !

Selbstverständlich könnte man eine solche Anlage mit und ohne Keller bauen,
1-3 stöckig, das ist kein Problem.
Mehr sollte eine Einheit aber nicht umfassen, sonst entstehen soziale Konflikte.
Überhaupt halte ich in einer solchen Anlage die Abstimmung für nötig,
welcher Kaufinteressent ein solches Haus kaufen können sollte.
"Ethnische Konflikte" kann man mit gezieltem Vorbeugen locker vermeiden -
es geht noch nicht einmal um die Herkunft der Leute, als vielmehr deren Zusammengehörigkeitsgefühl.

***

Mein Gedanke geht aber noch sehr viel weiter:
Bestehende Leerstände, marode Altbauten, nicht genutze Gotteshäuser,
alte Werks- und Schulgelände, Parks ohne Nutzwert und sogar Straßen,
die man nicht unbedingt braucht, könnten als neue Grundstücke der obigen Art in Betracht kommen:
Altlast abräumen und auf die Deponie damit.
Recyceln was zu recyceln ist und Wertstoffe verkaufen, die daraus gewonnen werden.
Aus dem Steinmaterial kann wieder neuer Isobeton entstehen.
Friedhöfe in der alten Form gehören verboten und alte als Spiel- und Freizeitparks umgestaltet.
(Die Toten stört das nimmer, weil nur lebende Bedenkenträger etwas dagegen haben -
die da unten liegen, die hatten zumeist selbst Kinder
und wären über etwas Leben über ihren Köpfen ganz sicher nicht böse.)
Wichtig ist, dass die Einäscherung vorgeschrieben wird,
desgleichen die Bestattung der Urnen in den Friedwäldern,
die zeitgleich als "Ur-Wälder" den nachfolgenden Generationen erhalten bleiben..
..und Regenwasser für die Toilettenspülung gebrauchen zu können,
ist ebenso nicht neu, nur wird das selten genutzt - bis heute.

Es ist ja noch sooo viel zu tun, damit mehr Bodenhaftung in die Hirne einkehren kann,
soooo viel, was weder in den Schulen gelehrt wird,
noch die Wissenschaft aufgreift und auch keine Partei anspricht.

Spinnt man den Gedanken noch weiter, (s.o.)
dann sind auch viele Fernstraßen bald überflüssig und könnten noch einmal
sehr viel mehr Wohnraum gewonnen werden.
Die Bevölkerungsdichte ist also kein Problem mehr?

Fast, denn die Fäkalien und Abwässer müssen recycelt werden:
Entgiftet, befreit von Schwermetallen und von Antibiotika etc.
ist noch viel für die Wissenschaft und Forschung zu tun, bis zum Endprodukt wertvoller,
phosphorhaltiger Dünger für die Felder um diese Menschenmassen vernünftig ernähren zu können.
Es ist nichts unmöglich, wenn man nur will und exakt das ist der Wille des "Schöpfers" gewesen,
als man uns den Spruch "macht euch die Erde untertan" mit auf den Weg gegeben hat !
Kein Wort vom Größenwahn, Gebietsgewinn, Reichtum, Anlagevermögen,
Investments, Kriege, Herrschern etc. war damals dabei.

"Unter den Blinden ist der Einäugige König",
also darf ich ruhig meine Bemerkungen zur Zeit und zur Politik vom Stapel lassen
- vielleicht hilft es ja ein wenig - und "Ruhm" habe ich nicht nötig !






***

Wie wär's mal wieder mit Haschee Soße und Nudeln?



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Meine Filmempfehlung Hunter Killer- hoert sich billig an, ist aber
ein sehr gut gemachter und spannender Uboot-Film der neueren Sorte,
gesehen auf P rime für 99 Cents statt 4,99 Euro, dies war gerade im Angebot.

***

Ein Weinfest in der Stadt - Bilder werden gemacht und ins Web gestellt.
Dicht an dicht sitzen auf den Bänken an den Tischen die Leute, obendrüber
das Laubdach der Bäume, die wie ein Pavillion angelegt sind,
vor dem Hintergrund des Weilburger Schlosses.
Aber was stört an diesem Bild?
Wenige junge Leute, fast alles ältere Semester, so 50 bis 70 Jahre alt,
gut 95% sind zu dick, davon wohl die Hälfte auffallend korpulent.
Da kann auch die moderne Aufmachung nur wenig hinweg trösten:
Unzufriedene Gesichter - was vermutlich nicht unbedingt am Wein gelegen haben mag,
sondern eher eine dauernde Verhärmung verrät.
Eine modische Frau um die 50 Jahre alt - trägt eine Sonnenbrille auf der
flott gestylten blonden Frisur, ihre Körperproportionen sind eher rund als länglich.
Eine andere "Dame" hat ein wallendes leuchtgünes Shirt oder Top
mit dünnen lila Spaghettiträgern, wo fast der ganze Oberkörper
-massig- frei liegt und eine Art von brauner, hautenger Stoff-Lederhose an,
die nur bis zur Hälfte der trainierten Oberschenkel geht -
was dabei so gar nicht passen will ist:
Der Bauch ist deutlich sichtbar in einem Wulst.
(Meine Frau meint dazu: Vielleicht ist es ein Radlerin,
das könnte eine aufgepeppte Radlerhose sein -
aber so geht man eben nicht in die Stadt..)
Ein alter Mann klatscht - so wie man das gewohnheitsmäßig in Vereinen zu tun pflegt
oder auf Parteisitzungen etc.
Alle sitzen irgendwie teilnahmslos da und starren Löcher in die Luft.
Eine einzige normalgewichtige junge Frau mit Lächeln inmitten dieser Gurkentruppe-
vermutlich ist sie gerade verliebt, aber eine Schwalbe macht bekanntlich
noch keinen Sommer und so bleibt mir das Fazit:
In dieser Runde, auf diesem Fest wollten wir nicht zugegen sein,
unter diese "bunte Schar" gerät man eigentlich nicht freiwillig - oder?

***





*** Nachgetragene Dinge ***

Unsere oder meine kleine Computer-Story:


Das PC- Hobby bekann als Computerhobby,
mit dem ich unseren Kindern helfen wollte oder besser musste,
weil der Nepp und das extreme Schranzentum der "Fachleute" kaum mehr zu ertragen war -
mit Sinclair und C16, ging ueber 486iger bis zum Games-Rechner mit sieben Grafikchips auf 4 Karten,
die im Aussenloop verbunden und innen aufwaendig gekuehlt werden mussten - dieses Ding nutze der Sohn,
der damit auch S eti Pakete bearbeitete und ueber den grossen Teich zurueck schickte.
(Und das mir, der ich diese Vercomputerisierung gehaßt habe, besonders in meiner Arbeitswelt)
Ueber einen Sieme ns PCL86 als Web-Server bis div. Primergys waren einige Sie mens dabei,
meine Office-Rechner zu bilden, ein IB M Dual Pro 200 war auch dabei.
Experimentiert wurde mit einem Nixdorf 8860m320
- ein echt schwerer Truemmer, der erst mal restauriert werden musste.
Spaeter fuehrte ein grosser beiger Server im Text oder Konsolenmodus
mit Lin ux die Staffel unserer 2 Tische mit je 2 Rechnern an,
die im Keller (durch 3 Decken hindurch) weitere 2 Rechner hinzu bekamen.
Einige Linux, Win 95/98 ,N T4 wurden als OS zugekauft.
Zeitweilig hatten wir 15 gekaufte Betriebssysteme im Haus und einem Vorrat
an 20 Festplatten und nochmal so vielen anderen Laufwerken, einem richtig gut sortierten Kabel-Kasten,
Karten aller Art im Bundle, Speicher und Netzteile- noch heute steht der Reparaturkasten mit Spezialkram
im Keller und bis zu 10 Gehaeusen und zwei fertigen Reserve-Rechnern.
Das BNC Network lief einige Zeit und war durch die dauernden Stromschlaege recht erfrischend
(induktive Spannung) z.T. trotz Erdung.
Mein Rueckzug aus der Selbstbauerei kam mit dem Office-Komplettrechner
incl OS mit P4, der nun schon laenger problemlos laeuft,
weil er (von mir) immer gut aufgeraeumt gehalten wird.
Dann kam das 10er, dann das 100er, dann das Wireless-Lan,
von dem ich allerdings schon wieder abgerueckt bin,
zu Gunsten der 1000 MBit/s Verbindung, die zum DSL passt.
Einen PC selbst zusammen stellen lohnt sich bei den guenstigen Preisen nicht mehr,
sie sind auch sehr viel zuverlaessiger geworden! -
Heute ist der Sohn laengst erwachsen und macht sein eigenes Ding,
mit eigenem Webzugang und ebenfalls mit fertig gekauften Rechnern -
nach einer Episode mit WLan im Haus - nun wieder kabelgestuetzt,
was sich als sicherer und zuverlaessiger erwiesen hat.
Die alten Rechner wurden noch lange aufgehoben und gingen erst dieses Jahr zum Shopandwork zum recyclen,
mitsamt den allermeisten Ersatzteilen, die inzwischen veraltert waren-
dabei kam ein richtiger Berg an Material weg.
Eine alte 50MB Festplatte in DIN A5 Format habe ich aufgehoben - als Anschauungsobjekt, zwischen alten Buechern.
Das Depot im Keller und die Rechnerbaenke unter dem Dach wurden inzwischen geleert
und so sind zwei Gaestezimmer frei geworden.
Aus (fast) Pionieren der Computerei im Privatsektor wurden wir schliesslich zu Normalusern, ein weiter Weg,
der absolut nicht billig war, aber viel Erfahrung gebracht hat.
Der P4 wurde eingemottet und wartet als Ersatzgeraet (jederzeit einsatzbereit) im Keller,
ein D imension 5150 werkelt nun fuer mich.

Ein Abriss, wie man damals ein OS installierte (nix mit einfach geschwind mal "aufspielen" !
Die Sache sah so aus, dass das Mainboard getestet und mit passenden Arbeitspeichern ausgestattet wurde-
dann folgen Festplatte und Diskette, CD-Rom- (Die W in3.11 kamen mit Disketten aus)
um das gaengige Win95 einlegen zu koennen.
Diese IDE-Geraete mussten erst einmal "gejumpert" werden,
im Bios erkannt und mit div. Retuschen versehen, abgespeichert werden.
Bei den SCSI-Geraetepaarungen musste "terminiert" sein, sonst lief nichts.
Lustig war das bei den I BM Pentiu mPro Geraeten mit zwei Prozessoren.
(Engl. Tastatur) Dann kamen entweder die drei Boot-Disketten fuer Win NT4.0 zum Zug,
die unsere Festplatte vorbereiteten.
(Bei Win95 nur eine Diskette, deren Pfadangaben config.sys und autoexec.bat waren)
Nun kam das Betriebssystem dran -
das gerne mit einem "bluescreen" startete, wenn exotische Netwerk-
oder Sound- oder Grafikkarten eingebaut waren,
die einen ganz speziellen I/O (Interrupt) und E/A Adresse benoetigten, um sich nicht ins Gehege zu kommen.
Selbstverstaendlich war die Kenntnis dieser Dinge Grundvoraussetzung,
damit Konflikte erkannt und behoben werden konnten.
Sollte nun alle Teile reibungslos zusammen gehen, was nicht selbstverstaendlich war,
weil das Betriebsystem ebenfalls E/A Resourcen beanspruchte oder auf den alten Karten ein Jumper war,
ging oft genug das Prozedere von neuem los.
Das OS so einzustellen, dass es den ersten Webgang unbeschadet ueberstehen konnte, dauerte auch seine Zeit.
Mit Modem oder Netzwerkanbindung will ich langweilen, ohne die kein Surfen geht.
Langsam aber sicher muellte sich das OS zu, deshalb kam in die Startdatei von Windows
ein entsprechender Loeschbefehl fuer die beiden "Temp" Dateien.
Der Browser war noch recht rudimentaer als Mittler zwischen dem Betriebssystem und den html Befehlen eingebunden,
was oft zu Irrungen fuehrte- der interne "Explorer" fuehrte noch immer sein Eigenleben, wie zu W3.1 Zeiten.
Einige Versuche mit anderen Betriebsystemen waren noch nerviger, deshalb gehe ich nicht mehr darauf ein.
Das NT4.0 (NTFS statt FAT) habe ich geliebt, das lief sehr stabil und problemlos,
war aber im Web deutlich inkompatibler als der Nachfolger W2000 oder XP,
die waren auch gut und haben den Sprung in die Neuzeit ermoeglicht
mit den heute bekannten Programmen, die fast alles automatisch machen.
Die Hardware passt auch besser zusammen.

Eine Glosse: Du kennst dich doch mit Computern aus?
Dieser Satz sollte immer ueberhoert werden, sonst folgt eine grausig lange Story
der -unentgeltlichen und selbstlosen oder uneigennuetzigen- Hilfe ueber unzaehlige Stunden,
weil der Gute zwar obige blumige Ausdruecke des Lobes hatte, aber keinen Groschen fuer eine Spende.
Derartig zum barmherzigen Samariter gemacht, fuehlte man sich ganz gut ausgebeutet, weil der Newcomer,
der dieses Hilfsansinnen hatte, immer Sonderwuensche und Extrawuensche hatte,
die oft genug nicht mit der Technik zusammen gehen wollten.
So vergehen Stunden ueber Stunden - wobei auch noch das Benzin selbst bezahlt werden musste.
(Woertlich: "Du hilfst selbstlos und uneigennuetzig", ein Lob von einem, der noch nie was gemacht hat,
ohne dafuer Geld zu nehmen- ohne Ausnahmen, auch verwandtschaftliche Grade zaehlten bei ihm nicht)
Freundlichkeit wird als Dummheit eingestuft- ganz ohne Frage.
Diese Erlebnisse hatten wir- Familienmitgliedern ging es nicht besser- einige.
Nun muss man heute dazu schreiben, dass die Betriebssysteme nicht so stabil
und vor allen Dingen fehlertolerant waren,
wie das heute der Fall ist.
Ein paar falsche Handgriffe durch den User und schon gingen die Probleme los.
"Hackbrett" nannte einer seine Tastatur - das sagt wohl schon alles.

Der alte Knauser hat mir sein Rezept der Salamitaktik verraten, die ich als ein Koch-Tipp eingepflegt habe.
Das war die ganze "Belohnung".
Wohlgemerkt nur der Tipp, Wuerste laenger im trockenen,
kuehlen Raum abhaengen zu lassen - nicht etwa die Wurst selbst, die er mir NICHT gab..
Man kaufe eine 3 Euro Salami*, die mit den 600gr und entferne die Plastikverpackung,
lasse die weisse Wurstpelle aber dran-
und haenge das Ding fuer ein paar Wochen an einem Zipfel auf und - so wird die Wurst schoen muerbe und reifer.
Wie das mit den Salmonellen etc. ausschaut, kann ich nicht sagen - nur so viel, dass ich und dass wir noch leben ;)

*Heute -ein paar Jahre spaeter-
kostet das Ding schon 4,25 Euro (2019) und hat 50gr weniger an Frisch - Gewicht..

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