Landfotografie

#Spaghetti #Napoli



Ein Rezept fuer 3 (erwachsene) Personen.

Spaghetti mit Tomaten-Sauce hoert sich erst mal ganz einfach an,
dabei muss man ganz schoen aufpassen und auch ein wenig Erfahrung haben,
sonst geht's schief..

(Tomaten selbst ankochen und enthaeuten etc. ist sinnlos,
weil die Dosentomaten viel reifer geerntet werden und deutlich mehr Geschmack haben...)

Diese Sauce ist nicht zu sauer, sehr fruchtig, leicht und bekoemlich- vegetarisch sowieso!

Deshalb habe ich eine Rezeptur gefunden, die auch nach dem Garen geschmackskonstant bleibt:

Den Inhalt von 3 Dosen a 425ml "gehackte, geschaelte Tomaten"
(ungewuerzt) und 1 Dose Tomatenmark
(doppelt konzentriert)
in den Topf geben und folgende (getrocknete) Gewuerze zugeben:

1 TL Estragon, 1 TL Rosmarin, 1 EL Basilikum, 1EL Thymian,
1 EL Oregano, 1 leicht gehaeufter EL Jodsalz und 2 TL Zucker.

Kurz aufkochen und leicht (unter gelegentlichem Umruehren) koecheln lassen,
bis die Spaghetti fertig sind:

Spaghettiwasser (ohne Oel ohne Salz aber mit 3 Lorbeerblaettern) aufsetzen und zum sieden bringen.
500gr Spaghetti (Hartweizengries-Sorte) eingeben und unter gelegentlichem Umruehren al dente garen.
(Discounterqualitaet ist vollkommen ok)
(Mehrfache Bissprobe nicht vergessen - mittig sollten die Nudeln noch leicht fester sein)
Abschuetten, nicht abschrecken und dann zurueck in den Topf geben
und mit 1/4 Tasse Olivenoel umruehren,
damit sie nicht aneinander kleben und saftiger werden.

1 Glas Oliven, schwarz, ohne Stein- in milder Sorte abtropfen lassen
und in eine Schale geben- damit sich jeder nach Gusto davon nehmen kann.

Etwas herzhaften Kaese zwischen den Spaghetti und der Sauce auflegen-
Tilsitter eigenet sich sehr gut- gerne auch Allgaeuer etc.

Guten Appetit!

Eine Alternative gefaellig?

Die Nord-Sued-Penne!
Ein Rezept fuer reichlich gute Esser (4 Personen)
1 Kilo Moehren putzen, schaelen, wuerfeln. 2 Zwiebeln schaelen
und in grobe Stuecke schneiden, ein paar Gewuerzguerkchen in Scheiben ergaenzen genial
- desgleichen mit 6-8 Knoblauchzehen verfahren.
500gr grobe rohe Bratwuerstchen und 300gr geraeucherten Bauchspeck
in Scheiben/Wuerfel schneiden.
1 EL Basilikum und 3/4 EL Rosmarin, max. 1 TL TL Chiligranulat,
3/4 EL Jodsalz zuben.
(Chili schon beim Anbraten, die anderen Gewuerze etwas spaeter)
Inzwischen wird das Nudelwasser mit zwei Lorbeerblaetter aufgesetzt
und kurz wallen lassen, damit das Aroma frei wird.
Die Nudeln bissfest kochen und in der Seihe abschuetten,
abdecken, aber nicht abschrecken.
Nun im gleichen Topf grosszuegig Olivenoel eingeben und die Zutaten,
die dann angeduenstet werden.
Jetzt mit einer Tasse Gurkenwasser abloeschen,
die Kraeuter und das Salz zugeben, bei kleinerer Flamme ca 1/4 garen.
Nun kommen die Nudeln wieder dazu, die gruendlich untergehoben werden.
Das Essen ist servierfertig - guten Appetit!

Wer sich fuer weitere Themen interessiert, ist hier gut aufgehoben.




underconstruction

Seiteninhalt ausdrucken



Button

Startseite - Mich - Impressum - Rezepte -


***



Kartuschen - Thema: 1888 oder 2028 ?

Die Geschichte koennte im Jahr 1888 spielen,
aber auch genau so gut im (naechsten) Jahr 2028 ..

***

Die wirtschaftlichen Umstaende gaben dem jungen Mann keine Chance,
seine Schulzeit war nicht so gut gelaufen,
von zuhause hatte er keine Foerdungen erfahren koennen.
So erhielt er als einzige Chance beim Schaefer.

Die wirtschaftlichen Umstaenden waren nach dem Zusammenbruch der EU nicht mehr so rosig,
besonders nicht fuer Leute ohne vernuenftige schulische Qualifikation !
Fuer grossartige Foerderungen hatte der Staat kein Geld,
das war laengst in andere "Kanaele" versackt oder versickert.
Die Fluechtlinge sind in grossen Zahlen
aus unserem Land in ihre alte Heimat zurueck geflohen.

***

Die Jahreszahlen waren andere, die sozio-oekonomischen Begleitumstaende
durchaus vergleichbar geworden..
So ist diese -fiktive- Story eine gemeinsame.

***

Jules ging zu Maximillian nicht direkt in die Lehre,
er interessierte sich schon frueh fuer den Beruf des Schaefers.
Diesen Beruf - der wieder einer geworden ist, nachdem er schon fast ausgestorben war -
konnte dem Jules liegen:
Hier machte ihm keiner Vorschriften, keiner nannte ihn Dummkopf oder Toelpel.
Stunden ueber Stunden hocken sie beisammen, der Alte brachte dem Jungen alles bei,
was man in diesem Job zu wissen hatte.
Die beiden Hunde hoerten auf den jungen Mann ganz problemlos,
weil sie instinktiv spuerten:
Der Jules ist gut zu uns und zu den Schafen.
Der Junge lernte schnell, so ganz und gar anders als in der Schule !
Er lernte hueten in all seinen Feinheiten,
Hutungen suchen und nutzen,
Verhandlungen mit den Eignern dieser Wiesen und Flaechen fuehren.
Gestuetzt auf den Hirtenstab stand er da und beobachtete mit Adleraugen
die Herde - den ganzen lieben langen Tag.
Langeweile hatte er keine, weil viele Dinge zu lernen waren.
Von der Geburt eines Lammes bis zum schnellen Tod durch den Hirtenstock,
wenn sich eines sehr schwer verletzt hatte,
die Abwehr feindlicher Tiere und auch Menschen.
Krankheiten der Schuetzlinge gehoerte als "Lehrstunde" dazu und auch einiges
ueber unverdauliche oder besonders gesunde Aesungspflanzen,
Heilpflanzenkunde fuer den Fall der Faelle.

So lernte er zum Beispiel aus grober Wolle Muetzen, Socken, Pullover zu stricken.
Das war eine ungemein nuetzliche Sache, die auch noch etwas Geld eingebracht hat:
Reich ist vom Viehhueten noch niemand geworden, das war dem Jules immer klar
darueber machte er sich keine Illusionen.

Duftende Graeser, dampfende feuchte Erde am Morgen,
auch mal ein Regenguss - den der lange Mantel und der breite Hut locker abhalten kann.

***

Wenn die Schafschur kam, lernte er das auch und erkannte hier sein Talent.
Die Wolle wurde in grossen Bergen im kalten Bach gewaschen,
dann auf der Wiese ausgebreitet und doerren lassen.
Spaeter kam diese trockne und nicht mit Seife gewaschene Wolle
auf den Darrenboden der Scheune.
Im Winter, wenn die eigenen Schafe im Stall waren
oder die bei weitem groessere Zahl bei den verschiedenen Eignern abgeliefert waren
blieb genug Zeit, die Wolle zu haspeln und zu verspinnen.
Fernseher oder Radio oder Zeitung oder gar ein Auto
hatten sie nicht und auch nicht noetig!
So verrannen die Stunden in dem kargen Wohnraum,
der einzige in dem armen kleinen Bauernhaeuschen,
der zu beheizen war.

Maximillian wollte den Jules als Nachfolger behalten,
was dieser wohl ahnte -
auf das "Altenteil" gehen, war ohne Nachfolger
der direkte und unbarmherzige Gang in die Armut.
Und Armut hies 1888 und 2028 wieder das gleiche Schicksal teilen.

Jules hatte eine Freundin - eine Dienstbotin,
die eines Tages zum Schaefer kam, um ein paar Struempfe
in Groesse 44 fuer ihren Herrn zu erstehen, welcher der Jagdherr der Gegend war.
So konnten sich die jungen Leute ab und an mal treffen -
in ihrer Freizeit kamen einige vorbei um Wolle oder Strickwaren zu kaufen.

Der Ausbau dieser handwerklichen Faehigkeit des Strickens
und der jener von Julses "erfundenen" gemaserten derben Wolle
brachte einen bescheidenen Erfolg.
Dann ist das junge Paar zusammen gezogen,
der Maximillian hatte seinen kleinen eigenen Ofen im ehemaligen Stall,
der einen gut ausgepolsterten Alterssitz abgab - erhalten.
Zusammen mit einer kleinen monatlichen Rente und dem,
was die jungen Leute zahlten, konnte er den Arzt
und auch seinen Tabak leicht bezahlen
und sogar ab und zu in die Dorfkneipe gehen..

Die Strickerei und das Wollgeschaeft nahm nun die junge Frau in die Haende,
die Viehhutung der Jules - der auch in der Zeit der Abwesenheit von zuhause
fleissig strickte - wie er es gelernt hat!

Trautes Heim, Glueck allein?
Zu- und Umstaende haben schon zu allen Zeiten die Menschen geformt -
Geld allein macht nicht zufrieden und gluecklich schon mal gar nicht..



Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







***

. .