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Haushalten im Haushalt
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Heute fiel mir -wiederholt- auf, daß diese neue Darreichungsform des Sauerkrautes
in der Folie geradezu Durchfall hervorruft und zwar innerhalb von 1-2 Stunden.
Dieses Kraut ist deutlich saurer eingelegt- vermutlich aus Gründen der Haltbarkeit
in ebendieser wabbeligen Verpackung.
Diese Verpackung verbilligt dieses Produkt - wo der Kunde eben aus diesem Grunde leichter zugreift.
Warum ist dieses Produkt nun billiger? Weil die Fabrik längere Garzeiten (Energie) einsparen wird.
(Die der Kunde dann daheim zuzahlen muß, weil das Zeug fast noch roh ist)
Der Preisunterschied schaut so aus, daß die 500gr Packung (Ja von R ewe) für 69 Cents zu haben ist,
das R ewe-Wein-Sauerkraut in der Dose 770gr (850gr Dose) für 99 Cents.
(Das letztere ist lobenswert harmonisch und braucht nur kurze Zeit um verzehrfertig zu sein
und ist bei weitem angenehmer.)
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Man mag diese Kartusche als Warnhinweis ansehen. (Niemand nimmt freiwillig I mmodium Kapseln..)
2024 sind die Preise nochmal um 50% höher angesetzt und-- die zuvor gelobten Dosen sind sauer geworden.
D.h. man produziert nur noch eine Sorte Kraut.
(Zuvor unter fließendem Wasser in der Seihe abspülen und länger garen!)
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Nebelland 3
Die Erzählungen sind zugleich Lehre und Unterhaltung, die Sprache hat man universell gehalten-
mal ein Brocken Englisch, mal etwas Französisch oder Spanisch oder Deutsch,
mal ein wenig Dialekt von hier und von da. Jeder ist grundsätzlich in der Lage,
die Worte zu behalten, weil sie ständig wiederholt wurden. Es gab keinen Strom, keine Kunststoffe,
folglich auch keine Unterhaltungsgeräte, außer erwähnten haptischen Instrumenten und .. den Gesang.
Metalle für Sägen und Messer wurden getauscht, man fand diese zu Hauf in der Savanne,
von kaputtem Kriegsgerät der Vorbewohner Europas.
Alle lernten irgend ein Instrument zu spielen und alle sangen, auch die Alten.
Man sang bei der Arbeit und zur Unterhaltung, für die Kinder und bei Treffen.
Hella die Heilerin, Kurt der Dorfälteste, Sura die Schamanin,
Bald, der Kräutermann und Züchter, Ro der Erzähler. Ella das Kaledarium und Agrarfachfrau
regulierten das Bevölkerungswachstum durch das erwähnte Mittel, das einfach entsprechend dosiert wurde.
Es sollte nie versucht werden, aus der Natur das Letzte heraus zu kitzeln,
sondern eher für ein wenig Überfluß zu danken. Ihr Gott ist die Natur und das sind auch die Mitmenschen!
Jeder ist ein Stückchen "Gott" und für alle verantwortlich!
Jeder kennt irgendwann die Zeichen der Natur und weiß, wenn es Zeit ist den Schutz der Hütten aufzusuchen.
Runde Hütten sind überall zu sehen, in jeder Größe- diese Form ist am stabilsten gegen Stürme.
Die leichteren Stämme hat man unten an eingelassene Pfähle geflanscht, damit nur der Pfahl,
nicht aber der Tragstamm ausgetauscht werden mußte. Grobe Holzschindel bilden die Dächer.
Die Schlafstätten wurden an den Wänden hoch geklappt, mit Seilen oder Lianen oder Weiden gehalten.
Jedem sein eigenes Bett und das ohne "Ehebetten", jede Familie bewohnte eine eigene Rundhütte.
Wurde die Familie größer, hat der Ältestenrat die dort wohnende Schwester oder Tante oder "Witwe"
zu anderen Dorfbewohnern gesellt, die durch den Tod alleine waren.
Depressionen gab es sicher nie in einem solchen Dorf, das wie eine übergeordnete Familie lebte-
die Kinder gingen mal in dieses, mal in jenes Haus..
Die Kinder hat man nach dem Familiennamen benannt, ist ein Name Bi, dann sind die Kinder Bilein
oder Bichen und wie im alten Rom mit Nummern - "Bichen-zwei". Die Fähigkeiten zu Rechnen stand allen zu,
eben im Kopf, ohne Blatt und Stift. Heiraten die Kinder, suchen sie sich neue Namen aus.
Ella, das Kalendarium rief zur Unkrautbeseitigung auf und alle kamen - bis auf Alte und Kranke.
Überhaupt sind Kranke selten, weil die Medizin auf einem hohen Stand gehalten ist.
Die Narkotika und Desinfektion ist immer gemacht worden, die Diagnostik durch Handauflegen
und mit äußeren Zeichen, Zunge, Augen, Haut usw.
Zwei Halbwüchsige kamen von einem Nachbardorf, die Ältesten haben sie geschickt,
sie mögen sich Frauen aussuchen-
zuvor gab es ausgiebig zu speisen und zu trinken, bis die Buschtrommel Sura die Schamanin herbei gerufen hat.
Nebelland Teil 4 Nebelland Teil 1
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Kartuschen - Thema: Im 73. Lebensjahr..
Die Schattenseiten sind fertig geworden am 3.3.24 - von nun an gehen die Uploads sehr viel seltener zum Hoster,
weil erst bei einer neuen Kartusche die entsprechende Seite neu eingepflegt wird. Es ist Frühjahr und draußen
warten etliche Arbeiten im Garten und auf dem Grundstück auf mich. Mal mit der Kelle, mal mit dem Pinsel
oder Schrauber oder mit der Gartenschere- oder Unkrautausstecher, es ist immer was zu tun.
Die Natur startet durch und die Beete wollen gepflegt sein..
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Es ist nicht einfach, wenn eine jahrelange Arbeit fertig geworden ist, zu einem neuen Rhythmus zu finden.
Das hätte ich mir leichter gedacht.
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Aus dem Jahr 1961 ist der Roman "Celia Garth" VOn Gwen Bristow, hier wird ein Sittengemälde
in der Zeit des "Bürgerkrieges" in den USA gezeigt. Allemal historisch und scheint gut recherchiert zu sein.
Im Antiquariat wohl noch erhältlich.
Möhren-Lauch-Dörrfleisch-Topf, etwas für Männer.
Das Internet hat ganz erstaunliche Fortschritte gehabt, in den mehr als einem Vierteljahrhundert*,
wie meine Homepage nun alt ist. (*Die Rechtschreibung ist für mich oftmals überraschend,
nie hätte ich dieses Wort zusammen geschrieben)
Wayback Machine meint: "Note-
This calendar view maps the number of times http://www.plaetzchenwolf.de was crawled by the Wayback Machine,
not how many times the site was actually updated. More info in the FAQ."
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Bei dieser Sache "plaetzchenwolf" handelt es sich um einen "Quastenflosser" im Web.
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https://web.arc hive.org/web/20250000000000*/http://www.plaetzchenwolf.de
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Diorama Garten 3
Am anderen Morgen holte er sich am Kiosk einen Wecken und trank daheim einen Schnellkaffee dazu.
"Waa, das schmeckt wie eingeschlafene Füße- wie alt ist der Weck?" Na ja, alles kein Problem - heute ist ein
schöner Tag und so kündige ich meine Wohnung, die ist mir sowieso zu groß und zu teuer. Die Kündigung war schnell
geschrieben und beim Hauswirt abgegeben- dieser freute sich, denn es werden händeringend Wohnungen gesucht.
(bei jeder Neuvermietung kann man ordentlich drauf schlagen) Schon am nächsten Tag kam ein junges Paar und wollte
auch gleich die Möbel behalten, bis sie sich -nach und nach- neue Stücke leisten können. Bernhard hatte die 2 Koffer
und die Badtasche schon gepackt und die Versicherungen schon vor etlichen Wochen gekündigt. Der Hauswirt erledigte die
Abmeldungen bei den Stadtwerken und meldete die neuen Mieter an. Ein Taxi brachte ihn zum Bahnhof, der Zug
fuhr in fast bis zum "bemerkenswerten Fleckchen Heide, mit mageren, steinigen Böden" Mit dem Taxi bei Herrn Karl Bruner auf der Gemeindeverwaltung vorbei, um die Anmeldung
klar zu machen. Zuvor hat er Frau Rosen angerufen und um ein Bett gebeten- mehr brauche er zuerst mal nicht, wie
Bernhard locker meinte. Sie bestand darauf, daß die Fahrt mit den Koffern bei ihr endete: Ich habe für uns beide
Kraut und Hack gemacht, das essen Männer immer gerne- oder? Beim Essen meinte sie: Ich wohne nun schon Jahre
alleine, Kinder haben wir keine bekommen und ohne Mann ist es sterbenslangweilig im dem großen Haus. Wir haben
gleich mit 3 Kinderzimmern bauen wollen, mit großem Grundstück. Soll ich mein Leben lang die Reparaturen
am Haus und Garten bezahlen, wenn was nicht selber erledigt werden kann? Die Nachbarn sind dämlich,
auf allen Seiten und sogar
auf der andeen Straßenseite. Hämisch, neidisch, missgünstig und frech. Eine Frau wird nicht für voll genommen.
Die Zahl der Fremden im Dorf ist sprunghaft angestiegen und wilde Zustände kamen. Aber auch die Einheimischen
sind seltsam: Toxiker, schräge Füchse, Nutten und Pfaffen- direkt nebeneinander, dann noch Krawallisten mit Feierwut,
die in die Hecken pinkeln und sich hemmungslos besaufen - bei lauter Musik im Garten. Schau mal- rundherum ist es
seltsam, gerade hier, im älteren Neubaugebiet "Zur Platte" tummeln sich diese Typen.
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Oh, jetzt habe ich sie geduzt- tut mir leid, aber mir war so vertraut beim Essen; was können Männer futtern,
das hatte ich schon ganz vergessen! Also ich bin der Bernhard - gestatten? Und ich die Alexa.. lächelte sie verlegen.
Sie hatte den Rechner ihres Mannes- ein total veraltertes Ding- bereits hochgefahren und setzte ein Inserat auf:
"Winkelbungalow Baujahr 1995, 250qm Wohnfläche, 2 Garagen, alles voll unterkellert,
mit 800qm Grundstück umständehalber zu verkaufen- 333.000 Euro" Ich habe die Nase voll und möchte, daß wir
gemeinsam in das alte Haus ziehen. Wir können getrennte Schlafzimmer haben, der Platz reicht.
Bernhard staunte nicht schlecht, denn die Frau hat Tempo und Mut- dachte er, als sie anhob: Wie alt soll ich
werden, um diesen Luxus auskosten zu können? Meistens robbe ich auf dem Grundstück herum und entferne Unkraut!
Die Rente meines Mannes kann ich als Witwe behalten, solange keine neue Ehe eingegangen wird.
Meine Pension würde auch für uns beide reichen, wenn keine teuren Ratenverpflichtungen oder Leasingverträge
getan werden, sagte er.
Und so kam es auch, daß sie die restliche Hypothek ablöste und 250.000 Euro auf dem Konto fühlte.
Der Käufer war schnell gefunden- es war ein Bankbedienster, der ihre Anzeige las.
Sie konnte den ganzen Hausrat belassen und zog nur mit zwei Betten und wenig Kram um.
Die nötigen Dinge kamen vom Internet-Händler, ganz spartanisch gelöst - Mikrowelle statt Herd und eine einfache
Spüle, ein Mini-Kühlschrank und ein Tisch mit zwei Stühlen. Sie freute sich, wie Frauen so sind, auf jede Lieferung
-ob es neue Handtücher oder ein 2 Personen - Geschirr / Besteck war, es war schön, einfach nur schön neu anzufangen.
Im Radio kam ein Karnevallschlager: "Heile heile Gänschen, das Kätzchen hat ein Schwänzchen.." https://www.yout ube.com/watch?v=cVWaJFjMEqA
Da blieb kein Auge trocken und sie meinte: Warum besitzt mich der Besitz mehr, als daß ich diesen besitze?
Er konnte da nur beipflichten und gemeinsam gingen sie zu dem Geländestück, das ihm so gefiel.. durch den Ort
verfolgten sie die Blicke der Bewohner- das ist eben so auf dem Dorf. Man weiß da nie, was weniger nett ist-
das Gönnerhafte oder der Neid oder das Schwatzhafte. Bald kamen sie auf der kleinen Bank auf dem Heidegelände an,
setzten sich auf die mitgebrachten Kissen, verzehrten ein paar Snacks aus dem Laden und tranken je ein Fläschchen
Pikkolo, rose', die gute Sorte. Die Blicke wechselten vom Diorama zu dem Partner und wieder retour. Sie
sprachen über alles und jeden, über ihr Leben - von der Kindheit, über die Eltern, über die Zeit mit dem verstorbenen
Lebenspartner - er hatte das nicht und konnte nur von seiner Dienststelle und den Kollegen sprechen. "Die Kollegen
sind bald verstorben, sobald sie in Rente waren- viele zumindest" Gemeinsames Nicken, "ich kenne ebenfalls genug Leute,
die bis zum bitteren Ende gegeizt und gebuckelt haben- und was war? Keiner hat irgendwas mitgenommen, mitnehmen können!"
Schau doch mal die schöne Landschaft, wie die Wildblumen duften, die Bienen und Schmetterlinge fliegen- dort,
am Bach- da trinkt gerade ein Reh! Selbst wenn mir oder uns dieses riesige Stück Natur gehören würde- mitnehmen
könnten wir es nicht. Mit dem Kauf von Haus und Grund und Wiesen füttert man nur die Steuer, nicht die eigene
Zufriedenheit. Bernhard sagte: Früher sammelte ich Münzen- und habe nicht eher Rast noch Ruhe gehabt, bis dieses
begehrte Stück im Schuber war. Danach wurde es nicht mehr angeschaut- höchstens geputzt, denn Silber läuft an- andere
Metalle auch. Also habe ich alles wieder verkauft. Nach uns kommt niemand mehr, wir sollten ein Testament machen und
alles einer Wohlfahrt vermachen- mein Geld und Besitz wird
den "Tafeln" zuteil, das ist geregelt. Sie hat es
ähnlich vor und wird dem Nabu alles hinterlassen.
So kommen wir nicht in eine Gier und in das Gefühl, dem Partner den Kram aufzubürden.
Warum also, so Bernhard, sollte ich dieses Stück Natur "besitzen" oder kaufen wollen?
Beide lachten herzhaft und tranken ihr Sektchen aus. Es dämmerte schon, als die Müdigkeit kam und sie in ihr kleines
altes Haus gingen und schliefen.
*** Das letzte Hemd hat keine Taschen und was man nicht hat, kann auch keiner wegnehmen.
Bis dahin freut der "virtuelle Besitz" genau so, wie der auf Papier beglaubigte.
Sie gingen jeden Tag ihre Runde, nahmen einen Tierheimhund bei sich auf und freuten sich an der Gemeinsamkeit.
Für Hund, Frauchen und Herrchen war nun die Tristesse Vergangenheit. Das alte kleine Bauernhaus blieb wie es war und
sie kamen mit dem Nötigsten aus- knauserten jedoch nie und gaben großzügig, wenn jemand in Not war.
Diorama Garten 1
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..im 75.Lebensjahr
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