Landfotografie

Ein BBQ - Salat


Ein BBQ - Salat oder Beilage, die gut zu gebrauchen ist:
Eine 425ml Dose Ananas "in Stuecken" abtropfen lassen.
2 Zwiebeln schaelen und wuerfeln- eine Minute in wenig Wasser blanchieren.
(schwenken, erhitzen, im Sieb unter kalten Wasser geschwind ein wenig abschrecken)
Zwei eingelegte sauere Gurken wuerfeln. Eine oder zwei einfache (frische) Gartengurken
(nicht die langen Schlangengurken, sondern solche mit kleinerem Kerngehaeuse)
an den Enden abschneiden (die sind gerne bitter)- dann wuerfeln
und alles zusammen in die Salatschuessel geben.
Ein Tuetchen Salatwuerzer darueber, ein wenig Salz und etwas Pfeffer aus der Muehle,
ein Schuss Oel - fertig ist der Salat!
(ohne Essig oder Dressing, da Gurken sowieso Wasser ziehen).
Die Mischung von Zwiebeln, Ananas, eingelegte und frische Gurken ist genial!

Spaghetti mit einfacher Tomatensauce?


Fuer 2 Personen nehme ich 250gr Spaghetti.
In der Zeit, wo das Nudelwasser anfaengt zu kochen, kommt ein Lorbeerblatt und ein EL Thymian ins Wasser.
In den kleinen 2. Topf gebe ich halbe halbe Chilioel (selbst eingelegte Granulat-Flocken) und Olivenoel,
140gr (gr Doeschen) Tomatenmark und brate dieses an, bis es anfaengt leicht braeunlich zu werden -
immer gut mit dem Holzkochloeffel ruehren, dann 4 gehackte Knoblauchzehen und 1 EL getrockneten Oregano und 1/2 El Salz zugeben, immer fleissig ruehren.
Nun die gewuenschte Menge (empfehlenswert 2 Tassen) suessen Weisswein zugeben und gut verruehren,
es wird sich eine gute Emulgation zeigen.
(Ich nehme in solchen Faellen gerne Apfelmost, dh. einen suessen Apfelwein, selbstgemacht)
Nun die Platte auf 1/4 herabschalten, es darf nun nur noch leise koecheln.
Nun kommen die Nudeln ins Wasser bis sie al dente sind und diese dann in der Seihe abgeschuettet
und fix serviert werden.
Dazu habe ich genuegend echten guten Parmesan gereicht.
Guten Appetit!

Beim Spaghetti-Tomatensauce-Essen wuenscht man sich eine rote "Burka" ;) - der einzige Fall,
wo man so ein Kleidungsstueck akzeptieren sollte.

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Wer sich fuer weitere Themen interessiert, ist hier gut aufgehoben.


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Kartuschen - Thema: Sinnlichkeit des Kochens 2. Teil

Ein Rueckzugsgebiet aus dem Arbeitsstress ist die Kueche -
wer das verinnerlicht, wird viel Freude und vor allen Dingen innere Ruhe gewinnen !

Es geht nicht darum, komplizierte Dinge nachkochen zu wollen,
sondern um ganz einfache Dinge, bei denen man in der Hauptsache
Entspannung und nebenbei ein gutes, schmackhaftes Essen gewinnen kann..

So will ich heute mal wieder etwas mit Reis machen,
wo ein paar Reis-Sorten zur Verfuegung stehen.
Ich entscheide mich fuer 250gr des "Spitzen Langkornreis, parboiled",
was fuer 2-3 Personen gut ist.

Ich schneide den einfachen Camembert laengs auf, damit zwei gleiche Haelften entstehen.
Die Schnittstellen nach oben auf die Teller legen, dann laeuft nichts aus.
Die heisse Sauce soll rund um den Kaese herum und oben drauf sein,
damit dieser schoen anschmilzt, ohne sich ganz aufzuloesen -
(Ich habe die beiden Teller mit dem halbierten Kaese darauf lieber nochmal kurz in die Mikrowelle geschoben, um ganz sicher zu gehen. Danach wurde der Reis und die Sauce zugetan, die ich vorher mit Olivenoel und etwas Salz abgeschmeckt oder in Form gebracht habe)

Die Sauce besteht aus:
1 Dose Muscheln, 2 Dosen Calamares in amerikanischer Sauce (je 111gr)
und einer Dose (425ml) abgetropfte Erbsen und etwas Olivenoel, ein wenig Salz.



Und so schaut das auf dem Teller aus.

Essen brauchen keine klangvollen Namen, sie sollen einfach nur schmecken.
Und das hat mit einer komplizierten Zubereitung absolut nichts zu tun -
zumal in dieser Reihe "Sinnlichkeit des Kochens"
nur die Freude am Selbstkomponierten steht..
..die Welt drum herum mag uns herzlich egal sein,
wenn man sich an den Tisch setzt und futtert.

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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Stadtchronikel 8 Frankfurt Main


Das Buch "Wege zur Stadtgeschichte, Spaziergaenge durch Frankfurt" von der dortigen Zeitung (1995) ist die Grundlage fuer diese Kartusche.

Eigentlich ist Frankfurt ein 1200 Jahre altes riesiges Dorf und heimliche Hauptstadt Deutschlands mit seinen vielen Vororten und dem vielen Gruen - 3 Millionen Einwohner leben in diesem Raum.

Reichgruendung, Paulskirch und Demokratie sind die tragende Stichpunkte, die man hierbei naeher besehen sollte.

Seite 36 dieses Buches: "Als das Leinwandhaus im Jahre 1396 erbaut wurde, waren staendig Fehden zwischen Adel und der Stadt, Steuerfrust und Ueberfaelle, Buerger in Not - dieses Haus hatte bereits ein Vorgaenger- Gebaeude, gleicher Funktion: Handelsplatz und Kontrolle der Waren. Eine Art fruehes "Eichamt" sozusagen.

Hier wurde das beruehmte "Frankfurter Tuch" gehandelt, aber auch alles, was mit der Textilherstellung zu tun hat - Messen, Wiegen, Normen.
Spaeter wurden hier die Notvorraete gelagert, Kriegsgeraet untergebracht, dann wurde es zum Gefaengnis. Heute zur Kuenstlergalerie..

Katholische Umtriebe kennen wir vom Limburger Stadtchronikel, so das Bistum fuer Frankfurt war-
mit Ablasshandel und anderem Unfug wurde manches Kloster in Frankfurt finanziert.
Das Geschaeft mit der Dummheit der Leute hat sich verlagert- ich habe NICHTS von Geldanlagen erwaehnt, die "spekulativen Charakter haben", nee..
1803 kam die Saekularisierung und die Gemaeuer der frommen Leute wurden als Schulen, Turnhallen und Lagerstaetten genutzt.
Im Frankfurter Hof ist so mancher "Goldfasan" abgestiegen, das waren Guenstlinge der Kaiser und andere arme Leute, ein Luxushotel eben.
Man wandte sich von den Seilen als Gelaender ab, weil diese Hautkrankheiten weiter gaben..
Die Hauptwache war fuer einen vergeblichen Umsturz oder versuchte Reichsneugruendung oder Studentenunruhen und als Polizeistation und Knast bekannt. Kein netter Ort.
Die Stadt wurde im 19.Jhd. zugepflastert mit scheusslichen Protzbauten, die sich im Stil uebel aehneln.
Boerse, Zoo, Bahnhof, Oper, Kunstinstitute und die Uni -irgendwie alles gleich haesslich in dieser Delirium-Architektur.
Seite 77 - Die Sage vom "freien Wildbret-Schuetzen"- den man gefangen hatte und im Eschenheimer Turm einsperrte. Der Galgen war schon errichtet, als er die letzte Bitte aeusserte. Er wollte die 47mtr hohen Wetterfahne mit seiner Buechse treffen - 9x ist ihm das hintereinander gelungen. So hat er die Freiheit und eine Anstellung als Schuetzenhauptmann erhalten - nebst der blonden Baerbel, wie berichtet wird..

Der Eschenheimer Turm sollte zum Schutz gegen Raubritter aus dem Taunus sein, diese haben in ihrer Chronik (Kronberg und Katzenellnbogen) aber ganz andere Sachen von der Stadtmiliz erzaehlt..
Der letzte Turmwaechter ist 1957 verstorben - er lebte in 30mtr Hoehe im Turm und musste alle Besorgungen die 188 Stufen nach oben schleppen, auch das Trinkwasser. Dieser Einsiedler soll dort oben Kaninchen gezuechtet und Geranien gezogen haben. Nach dem 2.WK ist eine Familie aus Ostpreussen dort einquartiert gewesen, wo die 6j. Tochter zur Welt kam und.. im Turmzimmer Rad fahren lernte..
Trotz fataler Zerstoerung 1944 durch die lieben Alliierten hat Frankfurt eine Fuelle haesslicher Bauten erhalten und in zwei Phasen noch haesslichere dazu schachteln koennen.
Die Entwicklung von der Handelsmetropole zum Boersenplatz und zum Industriestandort begann.
IG Farben und Mouson, Adlerwerke und andere bekannte Unternehmen sind gewachsen und gaben vielen Menschen Beschaeftigung und Einkommen. Das spaetere -riesengrosse- IG Verwaltungsgebaeude haben die Amerikaner vom Bombardement ausgenommen, - weil sie den Sitz der Besatzungsmacht dort zu installieren vor hatten.
Grosse Stiftungen, wie das Buergerhospital, das Senckenbergmuseum und der Zoologische Garten wurden von Juden gemacht. Seite 158- die Praunheimer Kirche ist 1748 abgebrannt, weil trotz Warnung - ein Schreiner darin geraucht und gekocht haben soll..
1926 wurde der Brentanopark staedtischer Besitz zur Erholung der Bewohner der Stadt.

Das Geheimnis der vielen verputzten Fachwerkfassaden ist auf Seite 164 geklaert:
Verputzte Fachwerke waren billiger in der neuen Brandversicherung !

Seite 186- seit 100 Jahren ist ein oeffentliche Reinigungsbad am Merianplatz (Stand 1995), "denn in mancher Altbauwohnung des Nord- oder Ostends oder in Bornheim gibt es bis heute weder Bad noch Dusche", so das Buch.

Diese Badehaeuse des 16.-17.Jhds. erfreuten sich grosser Beliebtheit, sie waren allerdings auch Keimschleudern und fuer manche Seuche und Geschlechtskrankheiten beruechtigt.
Zeitlich mit dem Hauptbahnhof kam das erste "Brausebad" als Schenkung des Bankiers Stern an die Stadt.

Ein Sohn einer hugenottischen Einwandererfamilie gruendete nach seiner Lehrzeit Mouson, die bekannte Duftmittelfabrik - er uebernahm zuerst die Seifensiederei seiner Lehrherrin.
1920 galt eine Einzimmerwohnung erst mit mehr als 5 Personen als "ueberbelegt" !

Die Roemerstadt war noetig geworden, ein neues Wohnbaugebiet, das sich die Arbeiter der Stadt aber nicht leisten konnten. Die Flachdach-Haeuser wurden damals schon von Besserverdienern belegt.
Am Urselbach steht die Untermuehle, ein grosser alter Holzbau aus dem Jahr 1695 mit drei Dachboeden zum Trocknen von Tabak, der wie Waesche auf der Leine hing. Damals sehr gefragt und beliebt.
Seite 226: Voelkerschauen ?! Was soll das denn sein, so fragt man sich..
Angeblich soll ein Koenig einem Englaender ein "Affenmaedchen" geschenkt haben - nebenbei wohl auch ein "Half monkey half woman" aus Afrika und eine aus Laos, so wurde es auf Plakaten angepriesen. Der Aussteller aus London hatte die "gute Erziehbarkeit fuer die Hausarbeit" gelobt. Zuvor waren Indianer und Sudanesen zu sehen, wie das Buch meint. Mir fehlen die Worte.

Die "Weed" war das Wort fuer eine "Gaenseschwemme", wohl ein Tuempel oder Teich, wo Gaense gehalten wurden.

Die Stadt lang in staendigem Streit mit Hanau, der Nachbarstadt aufwaerts des Mains. Es ging immerhin um 20 Doerfer, die jede Kommune fuer sich haben wollte. Wertvolles Bauernland. So hat Hanau am nach Frankfurt gerichteten Stadttor einen Fratzenstein angebracht, ein Menschenkopf mit einem Esels- und einem Schweineohr und der Inschrift "Var du gauch" - was uebersetzt so etwas wie "betteln und hausieren verboten" bedeutete.

Schelm war die Bezeichnung fuer Todbringer, Schinder, Abdecker und Henker. Bevor der amtl. Henker eingesetzt war, taten diese Verrichtung eben die Abdecker. Um 1900 vernichtete die Reblaus in diesem Gebiet die gesamten Weinstoecke und deshalb hat man Obstbaeume gepflanzt, die Rebenkulturen verschwanden,- nur in Bergen Enkheim stand noch ein Stock an einer Hauswand, der jedes Jahr 30 Liter Rose-Wein gebracht haben soll. Vom dem Wein der Gegend jedoch soll 1909 der letzte Tropfen getrunken worden sein.

1871 fielen offiziell die letzten Zollgrenzen, der Flickenteppich Deutschland begann Kontur anzunehmen - leider haben einige Gauner auf die Zoelle noch Abgaben drauf geschlagen.. z.B. am Eisernen Steg in Frankfurt musste noch lange Brueckengeld bezahlt werden.

Eine interessante Sache hat das Buch auf Seite 268 genannt - frueher habe man mit dem einfachen Werkzeug Eichenbalken nur bearbeiten koennen, solange diese noch nicht ausgetrocknet waren - das erklaert auch die nachtraeglich krumm gewordenen Balken von Fachwerken ein wenig besser !

Tuerme und Tore und aehnliche Befestigungen waren damals ueberall zu finden, fiele hatten Namen: Affentor, Elefant, Rehkalb, Pulverturm, Tiergarten, Weisses Ross etc. Kuh- und Schweinehirten wollte niemand naechtigen lassen, deshalb schliefen diese im Elefant - diese Leute waren wohl zu anruechig.. 1923 richtete sich ein Kapellmeister dort fuer 30 Jahre ein, hinter 1,7mtr dicken Mauern konnte auch kein Schlagzeug nach aussen dringen. 1943 brannt der obere Teil des Turms ab, wurde aber wieder aufgebaut und hat heute "Turmfraeuleins", er wurde ein Jugendzentrum. Seltsame Dinge, wie Deutschherrenorden waren frueher sehr beliebt bei Adel und Patriziern, die Kohle genug hatten, einen Privatkrieg gegen die "Feinde des heiligen Landes zu fuehren und Jerusalem zu befreien"! Geld verdirbt nicht nur den Charakter, es schein auch noch dumm zu machen..

Soviel aus diesem Buch, was sich auch wieder einmal fast nur um reiche Menschen, reiche Bauten, reiche Fuersten und Industriemagnaten drehte.. Geschichte ist mir, pardon, aber so kann ich es benennen, echt zuwider geworden und so bin ich froh, mit diesem Thema fertig zu sein..


Uebersicht:
Stadtchronikel 1
Stadtchronikel 2
Stadtchronikel 3
Stadtchronikel 4
Stadtchronikel 5
Stadtchronikel 6
Stadtchronikel 7
Stadtchronikel 8
Stadtchronikel 9




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