Von Riedelbach zu Schloss Neuweilnau, Burg Altweilnau an der B275



Diese Rundtour ist noch in Planung





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Kartuschen - Thema: Naherholung


Das Thema "Naherholung" ist heute noch ein Hobby von Entsagern
und etwas "weltfremden Voegeln",
die sich nicht in die Abhaengigkeit des Massentourismus begeben
und immer und jederzeit frei entscheiden wollen.

Was heute noch nicht "noetig" scheint, dass "Geld gespart"
werden muss oder gar "klein klein" eine Notwendigkeit wird -
diesen Querulanten ist das heute schon ein paar Zeilen wert!
Wir moegen keinen Massenkram, keine "AGB's"
und keinen "Abfertigungsschalter" und keine "Leibesvisitation",
wir wollen nicht in fremden Betten schlafen,
nicht irgendwo anstehen und auch nicht von einer Reiseleitung bevormundet werden.
Die Hygiene in so mancher Gastro-Kueche ist auch nicht unser Fall,
Saufereien und Klauereien in den Hotelanlagen gefallen uns nicht.
Wir sind mit den Eltern schon in den fruehen 1960iger Jahren
ins Ausland gereist und koennen so manche Geschichte erzaehlen!
Heute ist dieses Thema nocheinmal mehr verdichtet,
wenn man den Erzaehlungen der Kinder und Bekannten glaubt.
Man darf nie vergessen, dass die Tourismus-Branche
nicht aus Menschenfreundlichkeit handelt, sondern um Geld zu verdienen -
moeglichst viel.
Der Tourismus verschmutzt in immer dramatischerer Weise die Luft,
unglaubliche Muellberge entstehen.
Daheim sparen die Leute und im Urlaub hauen sie auf die Pauke-
gerade was den Wasserverbrauch anbelangt.
Die groessten Dreckschleudern sind die "Kreuzfahrtschiffe",
die (wie grosse Frachter) mit Rohoel fahren.
"Heia Safari! Rauf auf den Himalaya, mitten durch Kenia oder Thailand,
die Chinesische Mauer muss man gesehen haben -
sonst sind wir in Domrep, weil die Pyramiden zu ueberlaufen sind.."
Weiter, hoeher, schneller und immer huebsch repraesentativ!
Wir machen das Gegenteil, wir fahren ein sehr sehr kleines Auto
und das auch nie innerorts, legen Fahrten zusammen,
um nicht mehr als noetig zu verdrecken.
Unsere Wandertouren sind zwar nie weiter entfernt
(bis auf grosse Ausnahmen) als 50-70km im Umkreis angelegt.
Das spart Nerven bei der Anfahrt und laesst genuegend Zeit fuer die Strecke,
die dann entsprechend entspannt angegangen werden kann!
Genuss-Wandern, moeglichst ohne groessere Ortsdurchquerungen,
wobei wir immer unsere Brotzeit dabei haben,
also niemals einkehren
(Wenn man den gelegentlichen eines guten Cafes mal freundlich uebersieht) -
auch das spart Nerven, weil mich "Essen-gehen" meistens geaergert hat.
Das Woertchen "Naherholung" meine ich buchstaeblich in doppelter Bedeutung:
Nah und erholen..
Bei diesen Touren, die meistens knapp 20 Kilometer lang sind
und meistens 6 Stunden dauern,
ist immer genuegend Zeit vorhanden, um diese
oder jene kleine Besonderheit am Wegrand zu sehen und gebuehrend zu bewundern.
Ab und an ist auch ein Schwaetzchen eingestreut -
auch das muss sein, denn uns begegnen Menschen,
die darf man nicht ignorieren, wenn sie freundlich sind!
Freundlichkeit kostet nichts und macht letztlich beide Seiten zufrieden -
uns als Wanderer und die Person am Zaun oder Wegrand ebenso.
Die Naherholungs-Touren lassen bestimmt nichts vermissen,
was geheimnisvolle Streckenfuehrungen
und landschaftliche Besonderheiten anbelangt,
besonders viele historische Stellen ergaenzen das Naturerlebnis in der Mittelgebirgslandschaft
des rheinischen Schiefergebirges zwischen Rhein und der Wetterau,
zwischen Frankfurt / Main und Siegen, also Taunus und Westerwald.
Fachwerk, Basalt, wildreiche Auen, stille kleine Taeler,
einsame Hoehenzuege, verborgene heilige Plaetze,
freundliche, bescheidene Menschen
und junge Aufsteiger-Villen - alles kann man sehen.
Hohe Waelder, in denen man nur die Voegel und den Wind hoert -
ab und zu ein Fischweiher, Felder und Wiesen, alte Muehlen und Burg-Ruinen.
Irgendwo taucht dann doch eine Bank mit Aussicht auf, wir nehmen unsere Rast.
Selbstgebackenes Brot und ein Guerkchen oder Tomate, ein "Bio" - Ei,
nicht zu weich und nicht zu hart, Mineralwasser in ausreichender Menge -
das soll genuegen.
Gestaerkt geht es zur zweiten Halbzeit -
manchmal recht lange Steigungen inmitten der Waelder,
wo man Kastanien und Walnuesse finden kann.
Frueher im Jahr sind das Heidel- Him- und Brombeeren,
manchmal auch Mirabellen und Pflaumen oder Aepfel an vergessenen Gaerten,
die irgendwann einmal angelegt worden sind.
Das Gartentor ist noch mit Schloss gesichert,
der Zaun ist laengst zerfallen, Wildwechselspuren gehen hindurch..
Ob die Besitzer wohl noch leben?!
Die Gartenhuetten sind schon zurueckgebaut oder eingestuerzt,
erschreckt flattert etwas davon..
Eine einsame Quelle, deren Fassung nur noch zu erahnen ist,
laeuft wohl seit Urzeiten ueber den Weg ins Nirgendwo, in die Hecken.
Wir sehen oft Spuren alter Bergwerkstaetigkeit, ein "Grubenmund",
aus welchem eiskaltes Wasser und ebenso eiskalte Luft kommt -
Schienenreste, alte Bahntrassen im Wald und am Auenhang.
Irgendwo ruft ein Kuckuck, ein Specht klopft - der Greif pfeift-
im Unterholz raschelt es ganz nah..
Ab und zu sieht man Froesche, Kroeten, Salamander,
Blindschleichen und Maeuse ueber den Weg -
manches Reh und auch mal ein Fuchs - die anderen Wildtiere
kommen erst bei der Abenddaemmerung heraus.
Zuweilen sind von den Wandervereinen hohe Holz- oder
Metall-Aussichtstuerme errichtet worden,
was wir uns nie entgehen lassen:
Hinauf !
(Auf diese 40mtr kommt es auch nicht mehr an)
Fazit: Wir sind nach der Tour rechtschaffen muede und froh,
trotz der Wettervorhersage gegangen zu sein!
Draussen im Wald und im Feld wird der Kopf frei.
Was kaum einer glauben mag:
Wuerde man -selbst in dieser relativen Heimatnaehe "ausgesetzt",
koennte der Weg wer weiss wo sein..
die Entfernung der Wander-Lokation ist also nicht das Thema,
sondern die Planung !
Andere Leute haben 1-2x im Jahr Urlaub, wir so oft wie wir wollen:
Urlaub kann ganz nah sein, wenn der Kopf frei dafuer ist.
Je aelter wir werden, um so mehr "alte Bekannte" trifft man:
Menschen, Wege, die wir schon mal gingen, Orte,
die man manchmal Jahrzehnte nicht mehr sah -
wie daheim die Lieder aus dem Regional-Radio,
die ebenfalls ein Stueckchen Heimat geworden sind.
Ich plane gleich am naechsten Tag die neue Tour -
die Gedanken sind noch frisch, so klappt es ..

Der Wandervogel-Gedanke
ist wohl hier bei uns im Taunus geboren worden!



Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere