plaetzchenwolf - Rasensport, eine Glosse
Landfotografie







Seite 620


Webtagebuch, Rasensport, Glosse oder was?

Ich war gerade "auf dem Grün", dh. der Rasen mußte gemäht werden ;)
Mit dem "10er Eisen" (Rechen) habe ich hinterher alles fein zusammen gefegt
und auf den Kompost getan, in der Hoffnung irgendwann einmal daraus gute Erde zu erhalten.
Bei solchen Dingen kommen mir seltsame Gedanken,
man kann so schoen die Seele baumeln lassen:
Bei jedem "Bückling" nach herunter gefallenen oder vergessenen Gras-Häufchen
dachte ich an "Gegrüßest seist du Maria", dh.
so gesehen ist Rasenmähen wohl eine fromme Angelegenheit!
Immer schön ein Büschel Gänseblümchen stehen lassen,
weil man ja kein Unmensch sein will.
Zum Nachbarn hin, an seinem Metall-Zaun,
hinter dem ein dickes leuchtend - braunes Klo-Rohr halbschräg verläuft,
mit dem Wasser vom Hausdach in eine Zisterne geleitet wird-
habe ich gut 20cm Gras stehen lassen und dort wird auch künftig kein Unkraut geschnitten:
Vielleicht wuchert dieser gräßliche Anblick zu mit "Wildkräutern",
wie mein Ausdruck dazu ist.
Auf diese Weise brauchen wir beide uns nicht mehr zu ärgern
und freuen uns ueber feine bunte Blümchen,
auf denen Bienchen und Schmetterlinge so gerne sitzen.
Gut eingepackt und mit "GI-Hütchen" brauche ich nie eine Sauna zu besuchen -
anschließend ist der Körper gereinigt und mit dem Schweiße
befreit vom Dreck der durch die täglich in halbstündiger Wasserfolter
kommenden Nachrichten gesäubert - welche beim Rundfunk passiert.
Inzwischen hat meine Frau den "Ratgeber" im -ständig laufenden
- Radio gehört und meinte:
"Die empfehlen das Gewächshaus so groß zu kaufen,
daß man mit der Schubkarre durch die Tür fahren kann -
wie groß muss das Ding denn sein??"
Nun, die Antwort gab sie sich selbst:
"Die sagen, es soll mindestens 10qm haben"
Aha, braucht man dafür schon eine Baugenehmigung,
wie müßte das Fundament dazu sein?
Forscht man weiter und will so ein Ding effizient nutzen,
wird wohl auch eine Heizung nötig,
zumindest um die Saison etwas zu verlängern und eine automatische Lüftung,
selbst wenn im Winter alles leer ist, sonst gibt es Frostschäden am Fundament.
Sollte man es nicht gleich so groß machen, daß es am Haus
als Wintergarten angebaut werden kann?
Noch ein wenig weiter gedacht und der Gang zur Bank
um eine Hypothek zu erflehen wäre nötig geworden..
Beim Rasenmähen kommen schon seltsame Gedanken, dass muß ich sagen!
Der Nachbar zu linken schneidet seine Hecke nicht,
die inzwischen schon Äste mit 3 mtr Höhe hat
(auf seinem Grund, direkt an der Grenze, dort- wo früher mal ein Zaun war,
der längst im Nirwana ist, nur die Stöppel stehen noch)
Der nächste Nachbar wohnt mit seiner Frau im Frankfurter Raum,
das vom ihm geerbte Haus der Verwandten steht schon lange leer und vergammelt,
wie das riesige teuere Holz-Gartenhaus, wo der Efeu eingezogen ist.
Der Putz fällt von der Wand und so schaut auch die "Gartenanlage" aus.
"Das ist nicht unsere Sache, das gibt uns nichts an" meinte meine Frau.
Wenn der Typ mal auftaucht, dann meckert er,
wenn ein Ast unseres Nuß-Busches ueber den Zaun ragt.
Die nächsten Nachbarn stammen aus Berlin, das hört man heute noch unverkennbar -
der Komposthaufen sitzt direkt an der Grenze zu 2 Nachbarn.
Ansonsten scheinen die beiden Leute Elstern auf dem Komposthaufen zu züchten,
die reichhaltig allerlei Lebensmittel dadurch haben.
Der andere Nachbar, der mit dem Klo-Rohr baut unermüdlich,
ohne jemals irgendwo fertig zu werden ;)
Man darf sich nur um seinen eigenen Kram kümmern,
sonst ist die innere Ruhe weg- der Garten soll ja Erholung sein, gell?
Bei solchen Gedanken ist der Rasen doch noch fertig geworden,
die Bank und Stühle sind wieder am richtigen Platz,
schnell noch ein paar Bücklinge, dann geschwind ins Bad,
sonst kommt die Erkältung vom naßen Hemd.
Ein Webtagebuch?
Ach was, das brauche ich nicht, ich will nur mal zeigen,
daß es nicht nur "dir" geneigter Leser, liebe Leserin so geht,
sondern auch mir oder uns hier in unserem Dorf an der Lahn.
Man sollte die Nachrichten so oft wie irgend möglich meiden
und in dieser Zeit aufs Klo gehen -
sonst kommen immer mehr seltsame Dinge in den Kopf,
an denen man nicht das Geringste ändern kann -
weder mit noch ohne Wahlbeteilung, weder durch diese noch durch
jene noch durch "alternative" Ankreuzungen in der Kabine-
der wohl einzig effektive Urnengang dürfte der letzte sein,
den jeder mal antreten muß..
"G lyphosat nun doch zulässig, Hobbygaertner wollen ebenso wie die Bauern nicht darauf verzichten:
Die mechanische Beseitigung von Unkraut ist viel zu Energieintensiv" -
Die sollten den Befürwortern das Zeug in den Hintern spritzen,
dann sieht man ja, ob es krebserregend ist oder nicht ..
man sollte nichts essen oder verwenden, was man nicht aussprechen kann!
Wie auch immer, wir haben von dem Gedanken an einen Wintergarten
und auch von dem ein Gewächshaus anschaffen zu wollen,
sollen oder müssen - schnell Abstand genommen
und haben so viel Geld und Nerven gespart:
Die Geschäfte leben davon, daß sie uns Gemüse verkaufen können-
warum sollte ich diesen Leuten ihren Job nicht gönnen?
Die Hypothek haben wir uns auch gespart -
und den Bankstern das Mäulchen sauber gehalten.
Das Gleiche wird dem überteuerten Autoladen blühen,
weil wir nur noch das billigste Fahrzeug kaufen werden,
das ist mit 7000 Euro und mit 3 Jahren Garantie dabei -
wertvoll genug, um dieses Ding dem irrwitzigen Straßenverkehr auszusetzen.
Wir sind doch nicht verrückt und riskieren mehr als nötig,
wenn man den fahrbaren Untersatz den Parkkünsten den Halbblinden,
Anfängern, Rücksichtslosen und ..
Neubürgern mit "umgeschriebenen" Führerschein aussetzt,
der evtl. mal zwischen den Kamelstationen oder in der Taiga gemacht worden ist..
Die Gedanken kommen beim Rasenmähen schnell wieder zurück auf den Boden,
wo gerade die Pizza im Ofen duftet, die meine Frau selbst gemacht hat -
waere da nicht der Gedanken an die Zecke, die man sich bei der Gartenarbeit leicht einfangen kann.
Ich wollte doch nicht mehr an "gesellschaftliche" oder "politische" Dinge denken!
Wie schnell wird man "rückfällig",
wenn das Radio nicht schnell genug aus gemacht werden kann
und die Nachrichten doch noch an unser Ohr dringen -
wie dieser "Saharastaub", den man immer wieder einreden will-
und das mitten in der dicksten Rapsblüte - - merkste was?!
Plastikmüll soll man vermeiden, so heißt es - aber wohin damit,
wo heute alles damit eingepackt ist, selbst hinter der Wursttheke
(ich meine die kleinen "Apotheken", wo sich die reichen alten Leute
stauen und total ueberteuerte Fleisch- und Wurstwaren kaufen,
ohne Nachfrage jeden Preis zahlen und sogar noch Trink-Geld geben,
damit die M ercedesdichte dieser Berufsgruppe gefördert wird..)
türmen sich die Plastikhalden, die ständig anfallen..
in den Abfallkübeln von Restaurants und Lokalen, Schulen, Kindergärten,
Privathäusern und Raststätten - praktisch allgegenwärtig.
Inzwischen protestieren ältere Männer gegen den "Windrad-Terror",
akzeptieren aber stillschweigend das neue Atomkraftwerk - nein,
diese Seite soll der Garten-Kontemplation gehören und
nicht dem Kram aus den Lautsprecher des Radios !
Das Bohnen-Experiment am Gerätehäuschen und die Sorge
um das in die Jahre gekommene Lorbeerbäumchen, das mir ueber 40 Jahre
schon die würzenden Blätter geliefert hat, die "geretteten" Primelchen
aus dem Fruehjahrs-Blumenkasten vor dem Haus, die zu ihren Brüderchen
und Stiefmütterchen gesetzt wurden - am Rande des Waldbeet's.
Wegwerfen gibts nicht, bei mir nicht!
Die Knoblauch - Schloten haben sich als Kuechenkräuter wunderbar bewährt:
Einfach ein paar Knoblauch-Zehen in die Erde stecken und 2 Jahre warten -
dann kann man noch würzigere Halme als vom Schnittlauch ernten -
ganz fein und zart und saftig - und schnell nachwachsend !
Dann geht es nochmal geschwind mit der Schere um die Erdbeerbeete,
damit der Rasen dort nicht hinein wächst, geschwind noch einen Eimer Unkaut "ernten",
dann mit der Wurzelbürste den Dreck unter den Fingernägeln entfernen -
und die Nägel wieder so bearbeiten, daß die Haut keinen Schaden leidet,
wenn die Nachrichten mich ratlos am Kopf kratzen lassen..
(Welcher Mann ist schon ein solches Weichei, daß er mit Handschuhen in den Garten gehen würde?)
Wie auch immer, mein "Rasensport" hat schon vor Jahrzehnten damit aufgehört,
"Unkräuter und Moos" aus dem Rasen heraus vertikulieren zu wollen,
danach ist alles mittelhoch abgemäht worden und bleibt schon trittweich
und belastbar und wunderbar grün - was will man mehr?
Was haben wir nicht alles versucht, mit vereinten Kräften,
meistens war ich dabei allein und recht einsam, wenn es darum ging die Beete einzufassen:
Mal mit gewellten Kunststoffbändern, die eingegraben wurden,
mal mit Rasenkantensteinen, mal mit groben Feldsteinen, die immer mit Handscheren,
Elektroscheren- mal mit und mal ohne langen Stil, Elektro-Flitscher mit dem
dusseligen Nylonkordel, das immer wieder abriss- bis zur alten Heckenschere mit spitzem Blatt;
immer schön auf den Knien: Gegrüßest sei'st du, Maria !
Irgendwann war ich das leid und habe die Steine ins Waldbeet verbracht,
wo sie nun den Molchen oder Kröten oder was sich auch immer an Getierchen einfindet -
zur kostenfreien Lustbarkeit zu spenden.. diese unseeligen Rasenkanten
habe ich mit dem Sparten abgestochen, wo sie eigentlich seither
am wenigsten Ärger machen und den Rasenmäher auch nicht mehr behindern.
Ein Blumenbeet mit Wackersteinen ist noch da,
deren eine Seite zum Rasen ist geschwind mit der Heckenschere
vom hohen Rand-Grase befreit.
Weniger "Gegrüßest sei'st du.."
Bei solchen Tätigkeiten darf man nicht zum Nachbarn schauen,
den mit dem Klo-Rohr, der auch noch eine private Müllverbrennung betreibt-
in einem zugelaufenen hohen Sinkschacht-Einsatz aus einem Straßen-Gulli.
Dort wird alles verbrannt, was sich nicht wehrt- Papier, Karton,
Holz- mit und ohne Kunststoffe oder Lacke -
es lodert bis 2mtr hoch und raucht so schön.
Das schaut er sich manchmal stundenlang an.
Zwei winzige dicke Hunde, die immer röcheln,
als würden sie keine Luft bekommen, sind auch noch beim Klo-Rohr-Nachbarn,
die ständig bellen, wenn sie einen von uns sehen -
bis sie sich wieder beruhigt haben und vor das Haus rennen,
um dort alles und jeden anzubellen.
Giftig und aggressiv- wie der Herr, so das Gescherr.
Der Nachbar auf der anderen Seite unseres Grundstücks,
das zum Glück groß genug ist- läßt die Wildhecke weiter wachsen.
Auch er hat einen Minihund, dürr und winzig, mit einem Mäntelchen an-
dieses Vieh bellt immer und alles an.
(Wasser mag er nicht, deshalb rennt das Ding immer weg, wenn es mich sieht..)
Letztes Jahr schaute ich früh Morgens aus dem Fenster (ich schlafe vor dem Fernseher,
deshalb ist der frühe Morgen meine liebste PC-Zeit,
wo oft der freundliche Michael Friemel die Nachtsendung moderiert,
der auch die tolle Sendug des SR Fernsehens - 18.45 Uhr - "Flohmarkt" macht)
und sehe, wie einer beim Nachbarn jenseits der Straße über den Zaun steigt
und über das Grundstück spaziert - zuvor mußte er noch ein weiteres
Grundstück überquert haben - vorbei am Schlafzimmerfenster,
an der Terrasse, über die Blumen.. am nächsten Tag habe
ich erfahren, daß jemand (70 Jahre alt, ein Mann) seine Drohne am Vorabend verloren hat -
das Ding muß überall herumgebrummt sein und ist dabei außer Kontrolle geraten.
Wer weiß, wo dieser Typ noch gesucht hat- auf wievielen Grundstücken
er eingedrungen sein muß.
Unser Klo-Rohr meinte:
Wenn ich so was erwische, fliegt es in die graue Tonne.
(Das hat mich erstaunt- wo er doch sonst alles verbrennt)
Bei solchen Gedanken läßt sich das Unkraut leichter aus der Erde ausstechen:
Gegrüßest sei'st du Maria, immer schön auf dem Knie.
Ach, ich habe ja noch Gras-Samen -
die Tüte war wohl doch zu groß gewählt -
der muß irgendwo ausgestreut werden,
weil er im nächsten Jahr nicht mehr keimfähig ist.
(Diese billigen Samen sind meistens schon älter)
Die Vögel mögen das Zeugs- so streue ich es vor die beiden Kübel,
die nun meine Stangenbohnen beinhalten.
(Dann gehen sie nicht an die Blüten, diese Ratten der Lüfte)
Die schwirren bei uns in zig Ausführungen herum -
direkt am Ohr vorbei -
was brauche ich eine Drohne?
Eine schwarze Amsel begleitet mich seit Jahren bei jeder Gartenarbeit -
einen Meter neben mir zupft sie im Gras nach Würmchen
und freut sich, wenn der Sparten aktiv wurde.
Inzwischen baden diese Piepmätze in unserem Beisein
auf der Terrasse im neuen Plätscher-Brunnen mit Solarbetrieb.
Wenn das kein Luxus ist !
Dicke fette Tauben schauten schon mal nach den Beerenfrüchten,
was mich nach neuen Netzen schauen ließ
-ohne Netze bleibt keine der kleinen Früchte übrig,
schon vor der vollen Reife sind sie weg, so wie im letzten Jahr.
Diese kleinen "Erntehelfer" sind fleißig, das muß ich sagen..
(Es geht also auch ohne Polen!
Unterwegs beim Wandern sehen wir immer wieder Baustellen,
wo ganze Häuser durch Trupps aus fernen Ländern hochgezogen werden -
so kommt geschwind die Frage auf:
Was machen unsere Baufirmen, sind die nun in Afrika tätig
oder in Brasilien? Seltsame Welt.)
Dabei faellt mir ein:
Ich sollte die Wildkräuter-Strecke vor dem Zaun mit dem Klo-Rohr wieder gießen,
damit das Gras und das Kraut schnell groß wird.
Irgendwo kräht ein Hahn wieder und wieder-
manchmal kommt mir der Kampf der Menschen untereinander vor,
als würde der Herrgott das Treiben auf der Erde betrachten,
wie wir einen Hahnenkampf:
Hups, da ging einer entzwei- hups, ein paarhundert Tote,
naja, es gibt ja genug Menschen auf der Weltkugel..
dabei fällt mir immer noch was Neues für die Homepage ein -
so wie diese Seite, die gerade zuende gelesen worden ist:
"Rasensport".
Wenn ich alle Begebenheiten a Detail mit unseren Nachbarn aufschreiben würde,
waere die Seite seitenlang geworden..
Fakt ist, daß keiner keinem zu trauen scheint,
weder in der Politik noch im richtigen Leben -
Vorbehalte und Eifersüchteleien, Geltungssucht und
wer weiß was sonst noch, ist allenthalben zu spüren.
Das soll mich bei meiner seltsamen Sportart eigentlich nicht tangieren,
dennoch rutschen solche Gedanken durch den Kopf,
wenn es um die Büsche herum geht- immer fein von einer Seite,
dann von der anderen Seite- anschließend wird alles ordentlich
mit einem der seltsamen Plaste-Rechen von dem roten Wolf zusammengerecht.
Das geht erstaunlicherweise ziemlich gut, -gut, die müssen es ja wissen,
wie so was geht- oder?
In der Zeit, als ich (nach meiner geschichtlichen Exkursion) die "Neuzeit" anfing
zu kommentieren, hätte ich gerade eine Block und Stift ständig dabei haben müssen,
so viele Gedanken kamen in einer wilden Mischung aus Lebenserfahrung,
Ärger und Entsetzen ob der Tatsache, daß man eigentlich immer "das kleinere Übel"
angekreuzt hat.
Und das Jahrzehnte - mal die, mal jene -
und immer hat man dabei in die Scheiße gegriffen:
Schlußendlich war der Wähler und meinethalben auch die Wählerin
die oder der Gelackmeierte, der oder die Angeschmierte.
Oben gab es mehr, unten weniger, wenn man alle Effekte zusammen rechnet.
Nun ist dieses Thema "Kommentare zur Neuzeit" abgeschlossen
und der "Rasensport" und andere Gartenarbeiten,
wie das beliebte Unkraut-Jäten und Hecken-Schneiden
muß kognitiv mit der restlichen Hirnresource
eben andere Themen "beackern".
So ging ich gedanklich durch die Polstergarnituren - das Ergebnis war,
daß die Lese-Ecke mit zwei neuen Ohrenbackensesseln
und zwei Hockern ausgestattet wird,
die Wohnzimmer- Garnitur kommt noch vor Weihnachten dran.
(Nicht daß Weihnachten mehr auf dem Konto wäre- bewahre,
im Gegenteil, da sind die Geschenke fuer die Familien- Angehörigen dran
und die Jahresrechnung der Haus- und Brandversicherung
und einen Monat später alle anderen Versicherungsprämien
- meine Frau liebäugelt mit einem neuen Tablet-PC,
mein Computersystem ist auch schon recht betagt,
das Betriebssystem wird nicht mal mehr "geupdatet" seit einem Jahr!
Reich werde ich oder wir hier mit Sicherheit nicht.
Nun ist das so mit dem Rasensport im Garten, daß man beinahe fertig ist
und dann am anderen Ende wieder frisch beginnen muß.
Wer streut eigentlich diesen Unkrautsamen heimlich aus?
Vermutlich sind es dieselben, die ein paarmal die Woche die Zeitungsbox
und den Briefkasten mit Beilagenzeitungen und Prospekten vollstopfen?!
Bei diesen Gedanken gehe ich aus dem Garten die Gartentreppe hinab -
nehme nochmal geschwind dies und das Unkräutchen mit,
hebe Efeublaetter auf- bekomme beinahe von den Vögeln auf den Kopf geschissen
(das war knapp!)
diese kleinen Viehcher wohnen und nisten in Mengen bei uns.
Der neue Zierbrunnen auf der Terrasse wird fleißig benutzt:
Als Vogelbad. (Auch wenn wir auf den Stühlen direkt daneben sitzen)
Nochmal schnell in eine Brenn-Nessel greifen und dann die Hände schrubben ..
(wer kann schon mit Handschuhen arbeiten?)
Ich nehme mir vor:
Bei der nächsten Gartenarbeit oder Rasensport denke ich mir
"nebenbei" lieber ein neues Kochrezept aus, als über die Nachbarn
oder die Tagespolitik zu grübeln -
überhaupt sagt man, daß "Grübeln" die Krankheit alter Männer sei-
da ist wohl was dran!
Das Lorbeerbäumchen im Kübel, das im letzten Jahr so arg krank war,
habe ich umgetopft und unter den Kirschbaum gestellt.
Und siehe da, es hat sich prächtig erholt..
mir wird es ohne Politik ebenso gut werden.
Nun fällt mir ein, was ich bei dem Rasensport vermißt habe:
Wir haben keine Tretminen mehr, die der Hund mal hier mal da gesetzt hatte.
Der Rasenmäher hat das immer brrrsssst-platsch "entsorgt",
wenn wieder einer übersehen wurde.
Immer wieder denke ich daran, daß so ein Hund doch eine feine Sache ist-
aber meine Frau holt mich dann gleich wieder auf den Boden zurück:
Ich muß dann wieder jeden Tag staubsaugen und die Treppe putzen,
trotzdem sind dann immer überall Flusen und Haare zu finden,
die sich Abends wie die se Büschen in Texas, die durch die Wüste fliegen -
in den Ecken zu sehen, selbst wenn man die nicht "sucht".
Und dann wäre noch die "Kleinigkeit",
daß das Grundstück an 25 mtr keine Zaun und kein Türchen mehr hat..
die Hundesteuer und die Versicherung - fügt sie geschwind hinzu,
bevor ich Luft holen konnte, um zu antworten -
wäre dann auch noch zu bezahlen !
Ich denke dabei gerade an diese Tierärzte- nee,
die wollte ich nicht wieder als "Scheinwerfer" befüttern -
sollen sie doch sehen, wem sie heute das Geld abnehmen..
(In dem Internetportal sucht man "einen Dosenöffner"
für die "Siam-Dame":
Gemeint ist ein Mensch, der Dosen öffnet für eine kleine Katze)
Bei diesen Gedanken ist schon wieder eine Stunde vorgerückt
und das Mittagessen will gemacht sein.
Tja, so ein Rasensport, der lenkt schon ab und bringt Luft in den Kopf !
Siam - Dame, Perser - Herr, alles Katzen, die da vermittelt werden sollen,
für viel Geld versteht sich, weil das Tierheim so hohe Kosten hat,
wie es auf Anfrage heißt.
Und dann behalten die sich noch vor, nach der Vermittlung zu kontrollieren,
wie es den Tieren geht.
Irgendwie werde ich den Gedanken nicht los:
Für diese Geld hätte ich auch eine neue Katze bekommen
und nicht eine gebrauchte, deren Macken wie eine Wundertüte sind.
Die der Kontrolleure manchmal auch..
Auffallen würde so eine fremdländische Katzenrasse nicht,
hier im Ort leben Leute aus mehr als sieben Regionen der Welt,
ob eine solche fremdartige Katze sich evtl. ähnlich dauerhaft
fremdelnd verhält wie diese Leute?
Gut, viele "Eingeborene" sind auch kein "Zuckerschlecken",
so mancher Wonneproppen macht nicht gerade Appetit
darauf in die Vereine zu gehen.
Unser Siamkater dereinst war jedenfalls ziemlich seltsam,
er miaute sonderbar und - er kletterte auf Bäume,
kam aber alleine nicht mehr herunter (Feuerwehr hilft!)
Und was wir schon alles hatten in unserem Haus- Cocker Spaniels -
die eher "Field Spaniels" gewesen waren und wie die Kühe im Erdbeerbeet standen
und .. alles vernaschten.
"Deutscher Teckel", Schlittenhund-Spitzmix und einen Deutschen Schäferhund-
der allerdings nicht ganz rasserein war.
Auffallen wuerde so ein "Siam Kätzin" nicht,
wie B arbara Siehl mal im Fernsehen entäußerte..
Wollen wir ueberhaupt einen vierbeinigen Rasendünger oder Düngerin haben?
Eine Katze rettet zwar zuweilen wenn es brenzlich riecht,
damit sich die Bewohner in Sicherheit bringen können -
aber schützt sie auch vor Einbrechern oder Einbrecherinnen? Ich glaube nicht.
Dann ist da noch der Aspekt, daß man sich sehr leicht mit den Nachbarn anlegen wird,
streunt eine Katze auf deren Grundstück herum und ..kackt ins Blumen-
oder noch schlimmer ins Kräuter-Beet oder zwischen die Erdbeeren.
Muß so eine Katze eine Haftpflichtversicherungen haben und wenn ja,
bei welchen Vergehen der Katze zahlen die?
Katzen kann man nicht wirklich zähmen, die machen was sie wollen.
(Nein, ich grüße an dieser Stelle bestimmt nicht meine Tochter,
die wäre sicher böse)
Diese neuen Wortschoepfungen der Gender-Sorte haben sogar in die Rechtscheibung Einzug gehalten - kaum zu fassen..
Bei diesen Gedanken ist das nächste Beet entunkrautet,
der Eimer ist schon zum wiederholten Mal voll und muß ausgeleert werden.
Wer wandert, kennt das:
Reiher!
Reiher fliegen gerne ziel-schießend und drehen nach getaner Arbeit
auch noch den Kopf nach hinten, um zu sehen, ob sie auch getroffen haben!
Das sind richtig fette Platschen, die da heraus kommen -
ungefähr eine Kaffeetasse voll!
So eine Katze vergräbt normalerweise ihren Kot sorgfältig in lockerer Erde
oder in Sand- wo dann die Kinder oder ... Leute hineingreifen,
die gerade Unkraut jäten.
Ein dicker roter Kater -irgendwo in der Nachbarschaft zuhause-
macht das nicht:
Er scheißt mitten auf die Wiese - regelmäßig, solche Würste,
daß ein Dackel sie nicht größer schafft.
Wie oft habe ich diese Hinterlassenschaften weggeräumt.
Nein, so eine Katze macht keine Freunde oder gute Nachbarn,
soviel ist schon mal sicher.
Katzen fangen zwar Mäuse, die sonst sehr schnell überhand nehmen-
sie schnappen sich aber auch Singvögel und "geschützte Arten",
dh. alles was kleiner ist als sie selbst.
Bei diesen Gedanken merke ich,
daß mein Fuß mitten auf einem der vom Friedhof geretteten (Saison)
Stiefmütterchen oder Löwenmäulchen steht.
(Wer kennt schon den Unterschied?)
Oh, entschuldige, es war nicht so gemeint und gebe schnell etwas Wasser drauf-
man ist ja kein Unmensch.
Die Kirchenglocke läutet - 11 Uhr!
Bald fängt die andere Kirche an und plengt dagegen
- das geht wohl 10 Minuten so.
Plaeng - pleng - blong - blog - plaeng - plaeng - blong - blong..
Ich wollte heute etwas kochen - nur keine Müdigkeit vortäuschen !
Ein Krach auf der Straße !
Der winzige Zwergpinscher der neuen Nachbarn hat sich
auf einen anderen Köter gestürzt und will in beißen -
Größenwahn gibt es nicht nur bei Machthabern..
meine Hände sehen inzwischen aus wie Maulwurfschaufeln
und benötigen eine längere Zeit, bis sie wieder vorzeigbar sind -
wer will schon mit "Trauerrändern" unter den Nägeln den "Koch"
am Herd stehen sehen?
Wie auch immer - mein schmaler Streifen "Naturwiese" hat mittlerweile das Klo-Rohr
schon fast ganz überrankt und versucht sich auszubreiten,
unter dem Zaun her um dieses Corpus Delicti von der anderen Seite ebenso anzugreifen.
Weg ist weg, man wird das Ding bald nicht mehr sehen.
Es hat auch die ganze Zeit mehr oder wenig unterbrochen heftig geregnet
und so ist unser Rasen längst schon wieder mäh-reif.
(ohne diesen besagten Streifen Naturwiese)
Das Unkraut ist auch tapfer neu entstanden,
obwohl es zuvor mit den Wurzeln entfernt wurde..
so ein "Rasensport" ist eine Lebensaufgabe bis zur Aufgabe des Lebensgeistes
von so manchem Rasenmäher, der in den Jahren verschlissen wurde.
Nun gut, eine Golfer-Ausstattung wäre auch nicht billiger gekommen ;)
(Eine Straße weiter wurde ein Haus von einem Araber gekauft, der alles vergammeln läßt
- aber eine Golfer-Ausrüstung steht an der Garagenwand)
Die dicke Katze war wieder fleißig - ihre Verdauung ist wohl in Ordnung -
ihre Hinterlassenschaft auf unserem Rasen würde inzwischen sogar einem größeren Hund zur Ehre gereichen.
(Nein, wir haben KEINE Katze) Rundherum mähen sie wie wild ihren Rasen,
es ist ein Unwetter gemeldet - wer weiß,
wann das nächste Mal wieder Gelegenheit ist..
in diesem Jahr 2016 brauche ich mir keine Gedanken um das Grün zu machen,
alles sprießt wie wild, am dollsten das Unkraut -
ach ja, wo wir gerade dabei sind:
Ich mag keine Bücher ueber Religion und Politik mehr lesen,
das hängt mir zum Hals heraus.
Diese beiden Dinge negieren jede Form einfachster Vernunft -
da habe ich es mir dem Rasenmähen und den kleinen Arbeiten
im Garten doch leichter, das ist berechenbar und zeigt Erfolg.
(Wenn auch nur kurz)
Ich habe meinen Teil gesagt und gut ist's.
Soll ich nun wieder einen Kreis um die Gänseblümchen herum nehmen
oder diese kleinen hübschen Störenfriede abmähen - aber nur wenn's keiner sieht?
Fragen die die Welt bedeuten!
Besonders lustig ist es, wenn noch ein Viertel zu mähen ist
und es zu regnen anfängt:
Dabei leiden die "Haltungsnoten" im lassoartigen Schwingen des Elektrokabels
ein wenig, man man recht seltsame Kreise und Bögen.
Immer aufrecht halten, auch wenn jeder Tropfen durch den lichten Haarschopf geht !
(Die Jacke bringt's nicht, ist auch viel zu warm
und mit dem Regenschirm würde diese Nummer bestimmt noch sonderbarer ausschauen:
Im Eiltempo mit dem Kabel rund um die Beete..)

"Ei dou seihst jo froji heut Mojie med'm Rasenmähe"
Ja, meinte ich lapidar- meine Frau putzt heut'
die Fenster, da traue ich dem Wetter nicht ;)

Nun gut, so ein Sport sorgt für Umsatz- gerade bin ich wieder mit dem Mäher
über das Kabel gebrummt - ptsch -
und schon darf ich eine neue Trommel bestellen !
(Rotes Kabel war sowieso nicht mehr modern, heute hat man schwarz..)

In einem Film wurde ein seltsamer Witz gebracht, der gut zum Thema "Wiese" passt:

Ein Indianer schaut durch ein Loch im Teppich, als sein Sohn ihn fragte:
Wie seid ihr auf den Namen "Naße Wiese" gekommen,
den mein Bruder hat oder "Blaue Füße im Tau",
den meine Schwester erhielt?
Nun, sagte der Alte, ich sehe durch das Loch im Teppich
und dort wird mir bei der Geburt der Kinder deren Namen durch Manitu gezeigt-
bei deinem Bruder war die Wiese naß,
bei deiner Schwester sah ich nur meine kalten blauen Füße im vom Tau naßen Gras -
aber warum willst du das wissen, "Zwei kackende Hunde" ?

***

Die neue Kabeltrommel ist gekommen, ein tolles Ding, farbige Aufkleber und 25mtr hochwertiges Gummikabel.
Ich freue mich wie ein Schnitzel, habe aber auch ein wenig Schiß vor der Bedienung -
zumindest ein flaues Gefühl, dieses "Event" des "verdrillfreien" Gebrauchs zu testen.
(Sowas mache ich nur, wenn keiner zuschaut,
denn die neuen Geräte sind meistens irgendwie "aufgeregt"
und zeigen erst einmal eine Fehlfunktion)
Die Trommel hat ein 3mtr langes Zuleitungsstück mit Sicherung,
das hört sich toll an, ist aber wohl etwas kurz - na gut.
Dann nehme ich eben eines der älteren Kabel und schließe die Trommel dort an.
Was passiert beim Abwickeln, wo auch noch der Griff im Weg war?
Nun - die Zuleitung hat sich total verdrillt, dass sie beim Ausstecken zurück geschnurrt ist.
(Dabei wurde nicht mal die Hälfte des Hauptkabels abgespult!)
Also wieder denken, improvisieren:
So ist nun das Zuleitungskabel geglättet und aufgewickelt, der maennl.
Stecker mittig der Trommel -bei der Sicherung- mit einem Draht festgezurrt worden.
Die alte Zuleitung dient nun weiterhin
und die Trommel wird am direkten Einsatzort ganz abgewickelt -
dann erst kann man die Kabel verbinden und nichts verdreht sich.
Wenn das Kabel nicht so gut gewesen wäre, hätte ich das Ding umgetauscht.
(Vermutlich waren bei der Konstruktion Akademiker zugange)
Ein toller Dressur -Akt, das Dumme ist nur, daß der Kunde das Pferdchen ist.
Die Rezension in der "Bucht" könnt ihr euch vorstellen..
besonders ärgerlich war, daß meine Haltungsnoten
beim Rasenmähen arg in den Keller gingen ;)
Aber das sind eher Männerprobleme, -
meine Frau hat nur den Kopf geschüttelt -
Baby schüttel' dein Haar fuer mich..

Nun habe ich mit dieser verd.. Kabeltrommel
(ich hätte das unbrauchbare Ding doch besser zurück schicken sollen)
noch einen "gütlichen Versuch" unternommen und ganz genau nach der Anweisung gearbeitet:
Es kam ein Spaghettiknoten dabei heraus, wie ich noch nie einen beim Rasenmähen hatte !
Das Konstrukt ist wohl nie ausprobiert worden.
Ich habe geglaubt, daß es funktioniert und deshalb gekauft -
aber wie das so ist - "Glauben" gehoert eigentlich in die Kirche
und nicht auf den Rasen..
.. oder in die Wahlkabine.
Wie auch immer - nun bin ich dieses Elend leid und stricke das Ding so um,
daß es am Kirschbaum (regenfest abgedeckt) angebracht wird,
so daß man es kaum sieht - aber mit großzügiger Schleifenwicklung -
wie zu alten Zeiten - verborgen wird.
Ein Kabel vom Keller liegt immer vor dem Fensterchen,
damit das E-Grilling ohne Umstände klappt -
dieses verbindet die ehemalige Kabeltrommel und ab geht's..
(Warum einfach, wenn's umständlich auch geht?)

Rasenmähen ist immer ein leckeres Thema und so habe ich mir gleich ein Sonderangebot bestellt:
Incl. Fracht 76 Euro fuer einen 38cm W olf, S 380 E Rasenmaeher.
Dieser kam schon am nächsten Tag an, wurde geschwind ausprobiert
und steht nun -orig. verpackt- in der Garage,
falls der jetzige Mäher das Zeitliche segnet..
(Bei dieser Marke ist der Garantieanspruch von 3 Jahren eigentlich nicht nötig,
- in Deutschland hergestellt - die Garantie ist bald abgelaufen
und der alte Mäher läuft immer noch.. )

Mit dem neuen Kabel-Konstrukt wird sich auch meine Haltungsnote auf dem Grün
wieder deutlich verbessern - wetten?!

Es kam aber so, daß ich die Kabeltrommel abgewickelt und nur das Kabel benutzt,
die Trommel in der Tonne entsorgt habe!
Zwei Jahre später:
Das Klo-Rohr ist hinter einer 25mtr langen Bambusmatte am Zaun des Nachbarn verschwunden,
quasi in einer Nacht-und-Nebelaktion habe ich diese Matte angebracht,
das war nicht so teuer und nun haben Auge und Geist Ruhe:
Auf der anderen Seite des Grundstücks,
dort wo der Köter der koreanischen Nachbarn giftet,
habe ich die gleiche Matte verbaut - nun fühlen die sich bestimmt wie zuhause ;)
(Herrchen und Hund sind übrigens gleich giftig)

Die Flocken und Haare sind wieder eingezogen:
Sohn und Freundin sind bei uns eingezogen und..
sie hatten einen Schäferhund-Mix im Gepäck!
Nun hat der Rasenmäher ab und an wieder das Vergnügen "psst platsch" zu machen,
mir blieb der Spaß fuer dichte Zäune zu sorgen.
(Das war nicht billig und eine Menge do-it-your-self.)
Nach dem Einzug gab es erst einmal eine Woche lang -fast täglich-
eine Klo-Rohr-Verstopfung, weil die Wohnung im Parterre Jahre lang leer stand
und sich wohl dadurch im Rohrknick Toiletten-Feuchttücher zu einem festen Karton
verbacken hatten - Freude schöner Götterfunken!
Mithilfe echter Männertechnik (riesige Spirale, die mir seit Jahren gute Dienst tut)
war auch dieses Schreckgespenst besänftigt - bis zum nächsten Mal.
Da bin ich doch lieber auf dem Grün und maehe den Rasen und mache das Unkraut weg!

Gegrüßest seist du Maria!

Nachtrag 2021: Für 17.000 Euro Fassadenanstrich und 10.000 Euro für eine neue Heizung - ging mein Sparbuch irgendwie in die Knie, die Tochter heiratete -zum wiederholten Male- und ließ sich zwei Jahre später wieder scheiden, das jüngste Enkelchen, das immer schreiend auf dem Boden lag und die Luft anhielt dabei - ist heute Klassenbeste, der Sohn heiratete, der Hund starb und ein neuer Köter kam ins Parterre, ein Sichtschutzzaun und ein Gartenteich mit Fischen kam hinzu, Corona kam und ging wieder, eine Grillhütte und viel Zierkram auf dem Grundstück, ein Pool zum Aufstellen auf einer neuen Holzterrasse.. die Arbeit reißt niemals ab und das ist gut so: Das Geld kann nicht mehr kaputt gehen, wenn man es ausgibt und der Körper hat so eine Art "Trimm-Dich-Parcour" bekommen - zur Bewegung auf dem "Grün" hinzu. Und der Ersatz-Rasenmäher steht noch immer original verpackt herum..





Falscher Spruch oder andere Zeiten?

Wir schreiben die Zeit ab 1990:
Den alten Spruch "frage nicht ob du helfen kannst, frage lieber wo zu anpacken sollst" oder "ein echter Freund fragt nicht, ob er dir helfen kann, sondern hilft einfach" kann ich leider nicht als stimmig ansehen:

Wie oft habe ich den Nachbarn helfen wollen, wenn dieser erkennbar in der Klemme war - und was war?
Das wurde als unaufgeforderte Einmischung angesehen.
Die Zeit hat sich eben geändert und zwar nicht nur durch seltsame Leute aus fremden Ländern, sondern auch bei den Einheimischen, selbst hier auf dem Dorf.
Was ist geschehen?
Sind wir Deutsche stolz wie die Spanier geworden oder haben wir Angst vor dem Eingeständnis einer Hilfsbedürftigkeit und wenn das in außergewöhnlichen Situationen ist, z.B. wenn der Nachbar mit seiner Frau mit dem riesigen Kühlschrank nicht die Treppe hoch kommt.

Früher, in den 1960iger Jahren hatten viele Leute kein Geld und waren immer klamm, aber geholfen hat man sich gegenseitig, wenn eine lange Leiter gebraucht wurde oder ein Zaun errichtet werden sollte oder was auch immer. Man hat den Nachbarn gefragt, ob er die überschüssigen Obst- oder Gemüsesorten wollte - ob als Pflänzchen oder als Ernte und bekam irgendwann als Gegenleistung (ungefragt) etwas aus deren Garten, was eben gerade wucherte und von der Familie allein nicht geschafft werden konnte. Man hat fußkranken Leuten etwas aus dem Laden mitgebracht, das war selbstverständlich. Damals nahm man Leute in seinem Auto mit, wenn diese keines hatten und um Mitfahrgelegenheit nachsuchten. Das war selbstverständlich. Feine Mitfahrer haben etwas in die Benzinkasse getan und fertig. Wir hatten damals oft Mitfahrer und alle haben diese Sache als selbstverständlich angesehen. (Viele konnten oder wollten sich für die wenigen Fahrten kein eigenes Auto leisten oder hatten keinen Führerschein) Desgleichen Dorfbewohner (man kannte noch alle), wenn diese am Ortsausgang standen und mit dem Daumen winkten - sogenannte "Anhalter", die den Zug verpasst hatten oder zum Arzt in die Stadt wollten. Das war eben so, man hielt mehr zusammen als heute, wo jeder Angst hat, sich vor dem anderen Einwohner eine "Blöße" zu geben. Ich weiß, "früher war alles besser", was ich eigentlich damit nicht sagen wollte- vielmehr auf die Tatsache hinweisen, daß man mehr aufeinander angewiesen war. Das war beim Telefon so, wo nur jedes 100. Haus einen Anschluß hatte und man dringend jemanden erreichen mußte. Die Kontakte waren auf manigfaltige Weise eben näher als heute, wo jeder stolz seinen eigenen Kram oder eigenen Firmenhilfsdienst zahlen kann. Viele Leute sind heute relativ wohlhabend und das macht mißtrauig, nörglerisch, vorurteilig, nochmütig, stolz und einsam.



***






2020 Kartusche: Wackelige Sichtschutzzäune kann man einfach sichern.

Man muß nicht die ganzen Fundamente unter den Pfosten ausgraben um einen wackelig gewordenen Sichtschutzzaun zu sichern!
Meine Methode spricht für sich, sie ist nicht teuer - in diesem Falle ca 40 Euro - die gut investiert sind.
Der Wind spielt nach wie vor mit den Holzwänden, die eben eine enorme Segelwirkung haben - aber sie stellen sich wieder gerade.
Wie von Geisterhand, korrigiert durch die Baustahl-Stäbe von 1,6 cm Stärke: 3x 1,5mtr und 3x 2mtr lang. Die Letzteren werden gut 1,3mtr in den Boden geschlagen und mit Haltern unten und in der Mitte des Zaunfeldes verschraubt.
( -hier kann ich sogar das Lot korrigieren, indem stärkere Distanzstücke zwischen den Schrauben halten- )













(Die Eisen sind nur auf der Seite zum Nachbarn hin, der uns schon Jahre mit seiner "Schokoladenseite" verwöhnt)

***






Übersicht Startseite Impressum

Button





***



Kartuschen - Thema: Claus Lichtfelde 17,


Eine Fortsetzungsgeschichte, rein fiktiv.


Der Auftritt am 1. Mai, auf offenem Podium:
Der neue Schlachtruf war geboren:
"Nie wieder Ideologen, sondern pragmatische Praktiker."
Und: "Weg von den Scharfmachern, hin zur ruhigen, sicheren bürgerlichen Reihe"

Spießer!
Riefen etliche aus dem Publikum, elende Spießer!
Carl lächelte und fragte:
Darf ich fragen wovon sie leben?
Meistens blieben die Zwischenrufer die Antwort schuldig und Carl machte ganz souverän weiter in seinem Auftritt.
Er scherzte nicht, wenn sich irgendwer in seiner Nähe aufhielt- denn das Wort war schnell herum gedreht-
nicht mal in der Maske oder wenn ein Kameramann dabei war.
Er war immer tadellos und verbindlich, nie kurz angebunden oder gar laut.
Langsam, aber sicher wuchs der gute Ruf der Partei und einige Parlamentarier wandten sich zu - es waren nicht die Schlechten und nicht die Faulen!
Viele fühlten sich inzwischen fremd in der eigenen Partei und da kam Carl gerade recht.
So kamen einige Kollegen aus diversen anderen Lagern in seine Partei und wurden mit Handkuß aufgenommen.

Die Rosinen hob sich Carl für später auf - denn die Zeitachse der programmatischen Enthüllungen hat man festgelegt,
damit die Aktion konzertiert lief und nicht nur aus einem Bundesland kam - was leicht hätte zerschlagen werden können.

Wer gegen die Partei rief und holzte, das waren die Lobbyvertreter und Journalisten, die keine Gelegenheit zur Sabotage versäumten.
Jede Form von Koalitionsangeboten hat man gleich und unmißverständlich eine Abfuhr erteilt:
Wir bleiben lieber in der demokratischen Opposition, als auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu fahren.
Bald sollten die Landtagswahlen sein und man hoffte, daß in der Bevölkerung inzwischen eine positive Meinung zur Partei Einzug gehalten hat.
Auch wenn die Presse versuchte - wie bei jeder neuen Partei - auszulassen oder auszublenden, wenn etwas Positives zu berichten gewesen wäre.
Viel lieber suchten diese Leute in den Krümeln, in Versprechern und in Aussagen, bis zu "privaten Enthüllungen", die zu widerlegen gewesen wären.
Aber da gab keine Fehler, keinen Fauxpass oder ähnliche Versagen, keine Vorteilsannahmen, keine Nebenverdienste, nur tadelloses Privatleben.
Die Spitze freute sich: Die Schulungen haben sich gelohnt.
Langsam, aber sicher wurde aus der kleinen alten Partei eine neue größere, die sich "die Mitte" auf die Fahnen geheftet hat.
Der Auftrag der Partei, so Carl im Parlament auf eine Anfrage hin, "ist klar die zentrale Positionierung der Steuerzahler als Dreh- und Angelpunkt"
Vielen passte diese Aussage nicht und sie forderten "Gleichheit" und meinten damit, daß diejenigen,
die mit hohem persönlichem Einsatz ein gewisses Einkommen erreicht hatten -
mit denen zu teilen hätten, die nichts taten..
Carl ging weiter und sagte in dieser Pressekonferenz:
"Unser Ziel ist die Teilhabe aller Menschen im Land am Bruttosozialprodukt"
Ein kurzes Schweigen, dann fuhr er fort:
"Teilhabe heißt nicht nur Nutznießen, sondern auch Leistung, denn von nichts kommt nichts."
Der Reporter bohrte nach:
Sie meinen also, daß jeder arbeiten sollte?
"Ja, soviel wie es die persönlichen Gegebenheiten zulassen oder um es mit den drei Musketiere zu sagen:
Einer für alle, alle für einen!"
Der Reporter wurde schon fast böse, als er die "Errungenschaften des Sozialstaates" demontiert sah -
"Ihre Partei will also die Gesellschaft und den Sozialstaat an der Nase herum führen!"
Carl antwortete schlagfertig:
"Nicht so ganz schwarz gesehen, wie Sie das gerade tun, sind wir der Meinung, daß der Sozialismus oder Kommunismus
träge macht- für ein Industrieland ist das ein Aderlaß oder Riß im Portemonaie,
der automatisch immer größer wird - wie wir alle an der momentanen Finanzlage Europas sehen."
Die zweite Pressestimme konterte:
"Bei ihnen sind also Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger und Empfängerinnen und Rentner und Rentnerinnen Menschen 2. Klasse?"
Anna hatte ähnliche Fragen auszustehen und sie sagte:
"Bei uns wird es keine solchen Leute geben, sollten wir uns durchsetzen, die alleine von den Stütze-Geldern leben,
außer sie sind attestlich nicht fähig, wenigstens ein paar Stunden zu arbeiten..
wir setzen diese Forderung aber nicht an erster Stelle in unserem Programm, sondern wollen vielmehr durch Stärkung
der Einkommensattraktivität motivieren, die Menschen auf diese Weise zu mehr Selbstwertgefühl verführen.
Jeder Mensch hat das Recht, sich gleichwertig fühlen zu können und zu dürfen.
Wie sie wissen ist lt. GG jeder Mensch gleich, ob dieser nun Gelegenheitsarbeiten macht oder in einer Putzkolonne tätig ist,
oder im Parlament sitzt..
absolute Gleichheit, wie gleiches Gehalt für alle, das ging schon im Kommunismus schief, wie sie wissen!"

Den Reportern blieb der Mund offen stehen, als sie fort fuhr:
"Wir wollen die Mitte stärken und das geht am besten dann,
wenn diese den Rücken frei haben von vielen kleinen Dingen des Alltags, die Zeit stehlen.
So schaffen wir sehr viele neue Arbeitsplaetze, die mit Sicherheit niemand abschätzig beurteilen wird.
Somit ist auch das Wertgefühl der Mitmenschen untereinander verbessert worden,
sollte uns dieser Durchbruch gelingen!"

Danach ging die Moderation schnell zu einem anderen Thema über..

Carl Senior unterdessen saß noch lange an dem alten dreirädrigen Vehikel, das nur sehr mühsam ansprang.
Er rief bei einem Motorradspezialisten an und fand den Fehler nur mühsam, diese Motoren hatten ihre Tücken
und die letzten Monteure, die diese kannten, sind schon lange in Rente.
Am Motorchen war alles morsch und so entschloß sich sein Stab die Sache anders anzugehen.
Es gab beim Versteigerer noch etliche, sehr viel neuere Einzylindermotoren, die ohne Mucken liefen-
sein Kunde war damit einverstanden, daß das Herzchen des Dreirades transplantiert wird - mit elektrischem Anlasser,
damit der Kickstarthebel nur noch als Staffage zu sehen war.
Äußerlich war am Motor kein Unterschied sichtbar, eine stabile Distanzplatte schaffte den Übergang zur Motorhalterung.
Der Tüv Prüfer schluckte den Kunstgriff, nachdem er etliche Untersuchungen vornahm -
der neue Viertakter ist eben deutlich umweltfreundlicher als der originale 2-Takter.
Deshalb kam das Ok von der Prüfstelle.

Carl entdeckte im Web einen Fiat Panda Trekking 4x4 incl. Anhängerkupplung aus dem Jahr 1998.
Freilich kein Youngtimer und schon mal gar kein Oldtimer, aber ein Autochen mit Potential, so meinte er trocken.
Nur 5000 Euro und die Teile gibt es noch in Mengen- hier werde ich zuschlagen - Henriette, komm' wir machen einen Ausflug!
Und so kam es auch.
Sie fuhren zum Verkäufer, ein Hobbyjäger, der dieses Fahrzeug immer betriebsbereit gehalten hat und auch frisch durch den Tüv ..
Das Autochen roch innen arg nach Hund - klar, der Hund ist bei einem Jägersmann immer dabei..
Er bezahlte 4500 Euro in bar, der Mann war einverstanden und gab noch ein paar Räder und eine Tür dazu,
die hatte zwar eine Beule, aber das macht einem Mechaniker nicht viel..
Carl nahm den Tipp mit, in der Werkstatt im Nachbarort sich die eingelagerten Teile für dieses Modell zu kaufen.
Herzliche Verabschiedung und Visitenkarte von Carl.
Sie fuhr lieber mit dem Pritschenwagen und Carl nahm den Panda- gemeinsam fuhren sie zum Fiathändler im Nachbardorf.
Irgendwie war dort alles verstaubt- vermutlich hatte diese Lokation schon bessere Zeiten gesehen.
Die alten Emaille-Schilder künden aus den 1960iger Jahren und der Inhaber war schon längst in Rente:
Ab und zu schrauben wir noch etwas, mein Sohn und ich, aber viel machen wir nicht mehr.
Was suchen sie denn?
Aha, ich sehe schon, sie haben Ottos Autochen gekauft!
Er fährt heute wohl lieber mit seinem neuen Jeep, der übrigens auch von Fiat hergestellt wird..
Was haben sie denn noch für die Nuckelpinne bezahlt?
Was? 4500 Euro?
Ich hätte keine 500 dafür gegeben!
Carl zwinkerte Henriette zu - und wollte damit andeuten, daß die Händler alle Schlitzohren sind.
Hinten im Hof habe ich noch so ein Ding stehen, aus einem Unfall, wenn sie sich das mal ansehen wollen?
Und ob!
Der Rahmen war verzogen, aber das Allradsegment und die meisten anderen Teile waren noch gut.
"Mit dem 2. Fahrzeug ist unser Jäger vorsichtiger gewesen"
Grinste der Alte.
Was wollen sie dafür haben?
800 Euro, aber bar auf die Hand.
Gut ich zahlen ihnen 700, wenn noch ein paar typische Verschleißteile dazu gelegt werden.
Einverstanden.
Carl zahlte und gemeinsam schoben sie den kleinen Wagen auf die Pritsche- mithilfe der Winde ist das heute kein Problem mehr.

Henriette grollte etwas:
Wenn ich mir ein Kleid für 200 Euro kaufe, schüttelst du den Kopf..
Vorsichtig, sehr vorsichtig fuhren sie hintereinander her nach Hause.
Die Gesellen schlugen die Hänge über dem Kopf zusammen:
Ach herrje "Fehler in allen Teilen" und lachten!
Ab in einen leeren Container damit, dann sieht es keiner- die Lacher kamen aus tiefster Seele.
Seine Frau schaute mitleidig auf Carl, aber der wußte sehr wohl was er tat.
Wie recht er mit diesem Kauf hatte, der sich noch als billiges Schnäppchen mit hohem Gewinn zeigen sollte, ahnte nur Carl.

Fortsetzung auf Seite Claus Lichtfelde 18

Claus Lichtenfelde Junior. Eine Fortsetzungsgeschichte über etliche Seiten, als Kartusche ausgeführt. Lektuere






*** Start der Story ***

18