Bei uns auf dem Land:
Das Waldbeet.



Das "Waldbeet" und seine Pflege ist im Fokus, eine ganz eigene Idee, die eine interessante Eigendynamik entwickelt..
Dieses Waldbeet besteht aus zwei Teilen, die ca 1,5 Meter breit und 8 Meter lang und ca 1,2 Meter hoch sind,
durch die in der Längsrichtung ein Naturpfad führt, der in Ost-West-Richtung verläuft-
so kommt immer frische Luft auf die Terrasse, was in den letzten extrem heißen Sommern sehr angenehm war.
Unsere pragmatische Art des "Wohngartens" lässt Unkräuter durchaus mal zu "Wildkräutern" werden -
ohne sklavische Ausstechereien, wo jeder Grashalm wie mit dem Lineal gepflanzt- stehen muß !

Zur Konstruktion:
Ein altes gemauertes Plantschbecken bildet die Feuchte-Reserve, die mit grobem Geäst aufgefüllt
und mit alten Hohlblocksteinen verlängert wurde, damit mittig ein Wall entsteht.
Astabschnitte und riesige Mengen an Efeuabschnitten kamen darüber, die sich nach und nach verdichteten,
mit zusammengerechten Blättern und Resten an Blumenerde von den Umtopf-Aktionen und deren alte Erde/Pflanzenteilen bildeten nun die Feinschicht,
Farne und echter Waldmeister und div. kleine Waldpflanzen,
aber auch Heilpflanzen, wie Thymiane, Salbei, Breit/Spitzwegerich, Leberkraut, Loewenzahn, sowie Schnittlauch, Brenn-Nessel,
Bärlauch und so manches andere Kraut kam dazu, sogar Lungenkraut (das aber nicht verwendet wird) das ich im Kräuterheilbuch von Maria Treben fand.

Ab und zu rette ich ein paar Pflanzen von der Grab-Neugestaltung, die zum Wegwerfen viel zu schade sind.
Ein interessanter Mix entstand - die Pflanzen, die leben wollen, haben so ihre Chance bekommen.

Einige Nußbüsche geben den waldtypischen Schatten und sind praktisch unsterblich -
bis zu 6 Meter hoch überragen sie alles.

Die grob aufgeworfenen Bruch- und Feldsteine bieten jede Menge Unterschlupf für Erd-Tiere,
an die auch bei der Grundkonstruktion mit den Hohlblocksteinen gedacht habe.

Das zweite -parallele- Waldbeet, die Kraeuterabteilung, ist ebenfalls mit einem Steinbesatz aufgebaut, daneben der schmale Eingang zum Wasserkeller,
einen Erdkeller, in den 5500 Liter Wasser gehen - im Garten wird immer wieder gegossen werden müssen!
Eine Dachhälfte reicht als Zulauf vollkommen aus. Das Wasser fliesst durch einen langen Schlauch unten am Hang zum Gartenwasserhahn.
(Angesaugt, durch Eigendruck)
Es stehen zwei Giesskannen dabei - eine laeuft in Ruhe durch den 1/2 Zoll Schlauch gespeist - voll, waehrend ich mit der anderen Kanne giesse.
Das bringt eine gewisse "Kontemplation" in diese Arbeit, wo man richtig entspannt und "runter kommt", wenn wieder einmal eine Ueberdosis Nachrichten im Kopf war..
Sicher haette ich auch die Elektropumpe nehmen koennen, die mit dem Schlauchwagen in der Ecke steht - aber mit den Kannen ist es mir lieber.

Nachdem ich die Suche nach einem geeigneten Speisepilz schon fast aufgegeben hatte, liefen mir Boviste zu, einfach so !
Damit war das Waldbeet komplett.

Siebenschläfer und Eichkätzchen, jede Menge verschiedenster Vogelarten- auch Schwalben und Wildtauben- finden sich ein,
Schmetterlinge und Libellen, gelegentlich sogar Fledermäuse, Bachstelze und Kröten.
Bienen finden im sehr früh blühenden Hasel ihr erstes Brot -zusammen mit Wespen und div. Fliegenarten
laben sie sich an den Blüten der zahlreichen Efeu-Ecken, aus denen schwarze Beeren entstehen, die von den Vögeln gefuttert werden.
Die abgestorbenen alten Obstbäume habe ich nur grob entastet und stehen lassen- dort sind regelmäßig die Spechte,
im alten Wildkirsch-Baum die Kernbeißer und Eichelhäher zu finden.
Inzwischen sind einige andere Waldvoegel staendiger Gast.

Laut Wiki (Ich bin dort Förder-Mitglied) ist die Vogelbeere oder Eberesche,
wie sie am Gerätehäuschen steht- die Futterpflanze von 31 Säugetier- und 72 Insektenarten!
Schon in den alten Sagen und an Kultstätten der Kelten fand man diese Pflanze, aus der viel Nützliches und Heilsames gewonnen werden kann.

Den Wacholderbeer-Busch werden wir wieder groesser wachsen lassen, da wir den Stangenbohnenanbau aufgegeben haben: Fuer uns zwei lohnt das nicht.

Ein feines Lorbeerbäumchen (edler oder Gewürzlorbeer) ist schon seit Jahrzehnten bei uns,
es überwintert im Keller und wird im Herbst regelmässig geerntet- nur die Triebe, die sowieso abgeschnitten werden müssen.
Das gibt so viele Blätter, daß es mehr als für ein Jahr reicht.
(Die Blätter werden gut 4 Wochen auf der Fensterbank -innen- getrocknet und kommen anschließend in luftdichte Plastikdosen.

Den alten Heissrauchgrill habe ich renoviert - hier ein paar aktuelle Bilder:
Emma

Forelle1
Forelle2
Forelle3

Die "Emma", unser Raeucher-Grill-Ofen funktioniert noch einwandfrei- die Forellen sind - am Ende der Garzeit -
mit einem Zweig Wacholder in der Glut besonders lecker geworden.
(2er Packung 500gr, 2,98 Euro, tiefgekuehlt, im Eimer Wasser aufgetaut, abgewaschen und abgetrocknet.)
Der Salat besteht aus Ma ccronelli Nudeln 500gr, (bissfest garen, kalt abschrecken, abtropfen lassen) einem halben Glas (also ca 250gr) einfachster Salat - Maionaise aus dem Glas, aus einer Dose (850ml) griechischen Pfirsichen, die klein geschnitten wurden. Die Sauce wird mit der Maio und dem ganzen Saft des Obstes, mit 1EL Currypowder, 1EL Selleriesalz, 1EL Jodsalz, 3 Messerspitzen Nelkenpulver und einem knappen Teeloeffel Muskatnuss, was mit dem Schneebesen verruehrt worden ist. Den Salat ca 1Std vor dem Essen fertig machen, ab und an mal umheben, damit die Nudeln gut durchziehen.
Das Essen nenne ich "Wacholderforellen mit Trauminsel-Salat.."
8,40 Euro fuer dieses 4 Personen Essen.

Nun sind in einem anderen Gartenteil auch zwei unterschiedliche Salbei-Arten in der prallen Sonne, die neben dem Lavendel fuer Duft und Wuerze sorgen.

Fuer die bunte Kraeuterecke habe ich nun die letzten Pflaenzchen erwischt - ein Onlinehaendler hatte das schottische Liebstoeckel tatsaechlich im Angebot, das ich schon so lange suche. Da der Mindestbestellwert nicht erreicht war, kamen noch Lavendelthymian und Gartenkresse (dauerhafte) dazu.

Kraeuter-Ecke von oben
.. mit der Grillhuette "Emma".

So, am heutigen 4.Juni2014 haben wir das Kraeuterbeet fertig: (Von hinten nach vorne)
Maioran, Schottischer Liebstoeckel, Japanische Purpur Petersilie, Thymian, Roemischer Ampher,
Blattpetersilie, Pimpernelle, Bohnenkraut, Zitronenmelisse, Schnittlauch und Krause Petersilie.
Oben drauf ist Baerlauch und Lavendelthymian gepflanzt. Ein Eckchen fuer Borretsch habe ich auch noch gefunden.

(April 2015- der Lavendelthymian ist kaputt, so haben einen Zitronen-Thymian gepflanzt, der einfach Thymian schaut auch dumm aus,
dafuer ist der Baerlauch ganz wunderbar geworden.
Mit der wild wachsenden Knoblauchsrauke ist ein neues Kraut hinzu gekommen)

Als aktuellen Tipp moechte ich die gute alte selbstgemachte Marmelade geben:
Olivenglaeser leere ich sofort und spuele diese,- leicht zugedreht sind die dann in ausreichender Menge vorraetig, zum Nulltarif.
(Nur einmal benutzen) Die selbstgemachte Marmelade im 1:2 Verhaeltnis ist so sehr viel besser,
als alles was man in dieser Sache kaufen kann, dass es mir diesen Hinweis wert gewesen ist!
Ein Unterschied wie Tag und Nacht, wenn man -z.B.- eigene Erdbeeren zu Marmelade kocht..
Aber auch im Supermarkt gibt es viele Angebote reifer Fruechte, es lohnt allemal. (Es ist nicht viel Arbeit)

Auch diese Seite ist ein "Blog", deshalb geht es immer weiter:
Die Schwalben gehoeren selbstverstaendlich auch zur "Hausausstattung", sie nisten schon seit Jahrzehnten bei uns unter der Dachgaupe und fliegen mit vielen anderen im Verbund auf Mueckenjagd.. Wildtauben sind auch noch zu erwaehnen.

Der selbstgemachte Kraeuterquark (40%) mit frischen Gartenkraeutern hat sich bewaehrt und ist immer ein Renner,
egal welcher Belag noch auf dem Fruehstueckstisch bereit steht..
man braucht keine Butter darunter, so halten sich die Kalorien in Grenzen.
Er schmeckt frisch und ist mild wuerzig- immer aus anderen Kraeutermischungen gemacht. Mit dem grossen Gemuesemesser wiegend geschnitten, nie gehaeckselt!
(Ein wenig Salz dazu und gut untergehoben)

Uns fiel auf, dass der billige Grassamen viel besser keimt als der hochpreisige!

Bei allen Kraeutern: Die krause Petersilie und den Schnittlauch verwendet man am haeufigsten..

Im Kraeuterbeet werde ich die Nuss-Blaetter geschwind entfernen, die machen den Boden sauer..

Tipp: Durch Zufall sind wir im Web auf die Verjuengung von Asperacus gestossen, der frueher so beliebten Zierpflanze:
Diese bildet im Wurzelstock so eine Art Kartoffelknollen-Sammlung,
die man einzeln in Toepfe pflanzen kann (nur im April, wo auch der kultivierte Nachfolger, der Spargel, gesetzt wird)
Asperacus wird nicht gegossen, ansonsten alle 14 Tage mal fuer ein paar Stunden in einem Eimer Wasser ziehen lassen,
aehnlich wie Orchideen.
Ich finde diesen Asperacus sehr ansehnlich in einer Haengeampel im Flur oder in einer nicht so warmen Ecke der Wohnung.


Wilde Primeln

Die Kraeuter-Ecke ist nun fast fertig: Bohnenkraut, Zitronenmelisse, Pimpernelle, glatte Petersilie und krause,
Schnittlauch, Zitronen- und einf. Thymian, Gartenkresse, Baerlauch, Roemischer Ampher,
Japanische Petersilie, schottisches Liebstoeckl (das heimische kommt noch dazu) und Maioran.
Borretsch hat sich selbst gepflanzt - sehr ruecksichtsvoll, zumal dieser gefehlt hat..


Die Tomaten sind dieses Jahr gut

Im Radio kam eine Empfehlung im Gartenratgeber (27.8.2015 um 09.45 Uhr HR4) bezueglich Aronia, der Apfelbeere, die in den hoechsten Toenen gelobt wurde.
(Das Zeugs ist absolut ungeniesbar, hat viele Kerne, ist unangenehm sauer - nicht mal die Voegel gehen da dran - deshalb verschrumpeln die Fruechte)


2 Erdbeeren - Beete im Durchmesser von 2 Metern.

Der Vorteil daran ist der, dass man rundherum ernten - und.. Unkraut rupfen kann.

http://www.tomatenadel.de/sorten.html
Die Qual der Wahl !
Das Jahr 2016 wird ein Tomaten-Unterstand bekommen, an der Mauer zum Doppelhaus-Nachbarn.
Das werden gerade mal 5-6 Pflanzen sein, die dort Unterschlupf finden - die Stelle ist aber sehr warm und hell.

Vermutlich ist noch niemandem aufgefallen, dass Tomaten von oben geschuetzt werden muessen -
ob die extreme UV Bestrahlung oder der durch die Vielfliegerei versaute Regen daran die Schuld hat,
ist schon fast vernachlaessigbar..

Auffaellig war im Jahr 2015, dass die Saemlingstueten - Reste von 2014 kaum mehr brauchbar waren oder recht schlechte Ergebnisse brachten..

Wir werden uns die Saemlinge nur noch von den "alternativen" Samenzuechtern holen, die noch nicht "hybrid" sind.

Bohnen werde ich keine mehr anlegen, das Jahr 2015 war niederschmetternd schlecht - zudem ist die Lage des Beetes wohl nicht so toll gewesen.
Nun habe ich die zuvor extra einbetonierten Eisenrohre wieder ausbuddelt .. und diese Bohnen-Ecke wieder mit Gras einstreuen.


Das Grillen ist mir wichtiger als ein Gemuesegarten ;)


http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=51179&key=standard_document_57506924
Die Wiesen - Schluesselblume ist die Blume des Jahres 2016, die waechst bei uns vor dem Waldbeet an einer Stelle wild, mit dem Aaronstaab und ausgewilderten Primeln. (Hier muss der Rasenmaeher arg aufpassen, was er tut..)

Ich muss unbedingt Rosmarin fuer das Kraeuterbeet besorgen, denn frischer Rosmarin fehlt mir beim Kochen doch arg..
Der Holunder wird wieder wachsen duerfen, weil keine Bohnen mehr angepflanzt werden.
Wer Baeume auf dem Grundstueck hat, muss diese nicht nur schneiden, sondern wird diese auch altern und absterben sehen - das freut den Specht, den wir regelmaessig im Garten sehen.

Die Kraeuter punkten jedes Jahr wieder, sie sind immer eine Freude. Bei Petersilie, besonders bei der krausen Sorte muss man immer viel Geduld haben. Unser Kraeuterbeet ist nicht in der prallen Sonne und geschuetzt angebracht. Waehrend Salbei gerne sonnig sitzt, hat die Pfefferminze (div. Sorten) sich mehr in etwas schattige Regionen des Waldbeetes verzogen. (Dort lassen wir sie ruhig wachsen).
Salbei und Pfefferminze kann man in dieser hohen Qualitaet nicht kaufen, - nirgendwo. Der Unterschied ist so enorm, dass sich diese beiden Kraeuter allemal lohnen, auch auf dem Balkon. Wer einmal den Tee davon trank, meint noch nie Pfefferminztee getrunken zu haben, desgleichen beim Salbei, der selbst aus der Apotheke irgendwie arg "gestreckt" schmeckt.
Das lohnt sich im eigenen Garten, sehr viel mehr als Gemuese, das man ueberall billig und gut bis in Bio-Qualitaet bekommt. Deshalb machen wir auch keine Stangenbohnen mehr, das lohnt sich erst ab 4 und mehr Personen im Haushalt - heute schaetzt dieses Gemuese kaum noch einer. Und fuer das Haendchen voll darf es im Laden auch mal etwas teurer sein - mehr braucht man fuer 2 Personen nicht.
Was sich daheim noch richtig lohnt, sind Beerenstraeucher, wie Stachelbeeren, Himbeeren- ja, besonders Himbeeren und dornenlose Brombeeren, Jostabeeren, schwarze, weisse und rote Johannisbeeren, Heidelbeeren und besonders Erdbeeren.
Meine Frau macht davon Marmelade , die als praktisches und persoenliches Geschenk dient - zudem haben wir immer genug Abwechslung auf dem Fruehstueckstisch. (Unvergleichlich! Gekaufte Qualitaeten koennen sich dahinter verstecken)

Maerz 2016: Eine schoener Rosmarin ist gepflanzt. (Ob der Borretsch wieder kommt, ist noch fraglich, der Baerlauch und der Schnittlauch und auch die Petersilie kommen prima..

Knoblauch-Schloten sind nun in ein paar Ecken dazu gekommen, die einfach aus eingepflanzten Knoblauch-Zehen stammen und sich wie Schnittlauch verwenden lassen. Dass Knoblauch gesund ist, brauche ich nicht extra zu betonen.

Der Nachbar hat ein Klo-Rohr hinter seinem Zaun verlegt- damit will er Wasser auffangen. Na toll, schraeg am Zaun entlang - ein echter Blickfang ueber 25 Meter.. was tun? Wir werden als Sichtschutz Gladiolen pflanzen - 150 Stueck. Wenn die 2017 nicht mehr wieder kommen, werde ich 3 Reihen Mais pflanzen. Es kam doch noch anders: Die schoenen Gladiolen habe ich meinen Kindern fuer ihr Haeuschen gebracht, die sind fuer zu schade fuer diesen Torfkopp an Nachbarn.. nun lasse ich 10cm Gras stehen, dort waechst nun alles moegliche an Kraut in die Hoehe und rankt sich an seinem Zaun fest. Basta. Kost nix und ist schoen gruen- Wildpflanzen-Kult ;)

Zum Thema Schippelbohnen oder Stangenbohnen ist wieder was dazu gekommen, ich war es leid, die schlappen Bohnen aus der Plastiktuete des Einkaufsladens zu kaufen, die aus Marokko oder sonstwo her kamen- nun baue ich in "klein-klein" wieder drei Stangen an. Das ist mir ein Extra-Blatt wert, das im Ablauf des Jahres 2016 gezeigt werden soll. (Auch fuer Balkonagen geeignet)

Juli 2016- Borretsch und Rosmarin ist kaputt gegangen, dafuer habe ich wieder Maggikraut gepflanzt ("Bio" - Liebstoeckel, diesmal das richtige)





Diese 2mtr-Rundbeete lohnen sich. Diese Ernte gibt es ca 2-3 Wochen, alle 1-2 Tage.

4.7.2016 - das Gruenspecht-Paar ist wieder da - vermutlich wegen der zwei maroden Obstbaeume, die ich stehen gelassen habe. Die Beiden sind auch im Winter immer wieder ein schoener Anblick.

10.7.2016
Image and video hosting by TinyPic

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So schoen Kraeuter- und Waldbeete auch sind, man muss staendig pflegen und hegen, Unkraut zupfen -zigmal im Jahr. Ganze Berge an Unkraut kommen so zustande. Mit einem Trick geht es: Immer mal kurz arbeiten, so zwischen Terrasse und Wohnzimmer, bevor sich der Tag neigt oder ganz frueh morgens, dann kann Gartenarbeit meistens recht angenehm sein.
Inzwischen baden die Amseln im neuen Brunnen auf der Terrasse, einen, zwei Schritte von uns weg.. sie fliegen dann -patschnass- zwischen Brille und Buch durch. Unglaublich, als waere rundherum nicht genug Platz! Irgend ein Voegelchen macht sich an unseren Haselnuessen zu schaffen - es haemmert unablaessig.

Das Ziergras fuer frische eher feuchte Standorte Japan - Segge, ein gruen-weisses halbhohes Gras von ca 60-70cm ist ideal, um des Nachbarn haesslichen Ecken hinter dem Zaun zu verdecken. Dieses Gras waechst recht schnell und kann auch vereinzelt werden, weil es Rhizome bildet - so eine Art von unterirdischer Vermehrung wie bei den Brenn-Nesseln. Dieses Gras ist huebsch anzusehen und es ist gut fuer Haustiere, die gerne daran knabbern, um die Verdauung zu foerdern. Bei uns waechst es an einigen Standorten- mal um Mauern, mal um einen Zaun zu verdecken, aber auch als einzelne Zier-Buesche in den Blumenbeeten. (Es ist praktisch immer gruen, ohne Duenger - aber gerne feucht gehalten)

Bei uns sind die Voegel zuhause, sie fliegen zuweilen ins Schlafzimmer. Am spaeteren Nachmittag faengt das abendliche Singen der Jungspatzen an - zu drollig. Inzwischen kann ich den Efeubewuchs (bis zu einem halben Meter dick) am Haus schneiden, ohne ein Nest beruehren zu muessen - Abends geht das Singen weiter - nun koennen sie bequemer ein- und ausfliegen. Schwalben, Fledermaeuse, Schwalben und winzige Spitzmaeuschen im Waldbeet - die dicke Katze des Nachbarn - der Dschungel lebt.

September. Der Efeu hat wieder seine suessen Bluetenstaende eroeffnet und zum Bankett kamen unzaehlige Bienen.. bis Ende des Monats sind noch Bohnen (wenn auch nicht viele) und Tomaten (viele) zu ernten !

Ich kaufe fuer 2017 mache ich ein rundes Beet mit 2 mtr Durchmesser fuer die Bohnen, die dann mit den beiden ebenso grossen Erdbeerbeeten abwechseln koennen.

Haselbuesche sind sehr interessant- lest' doch mal, mit welchen Pilzen die zusammen arbeiten.. (Ich verlinke gerne zu Wikipedia, als Foerdermitglied darf das getan werden.)

Unser Gast-Schaeferhuendchen hat fleissig Stoeckchen zerkaut und war ganz stolz auf sein Schredder-Ergebnis.
(Spaeter haben wir uns gewundert, wo denn die Markierungen fuer das Bohnenbeet hin sind..)

Ziergraeser werden unseren seltsamen Nachbarn "verschwinden" lassen - gut so !

Zum Thema "Bienenbrot" faellt uns auf, dass diese sich immer in Massen auf den Efeublueten einfinden.

http://hessenschau.de/panorama/weniger-wintervoegel-in-hessens-gaerten,weniger-wintervoegel-100.html
Januar 2017 hier sind so viele Voegel wie nie - Blaumeisen und Rotkehlchen, Stare und Amseln, Spatzen und Spechte, Elstern und Raben - von allen Sorten ist was dabei..

Die Jahre vergehen, das Kraeuterbeet wird sich wohl arg vereinfachen und dabei etwas umziehen:
An einen sonnigeren Ort und kleiner wird es auch:
Was brauchen wir wirklich an Kraeutern in unserer Kueche,
Welche Kraeuter haben sich tatsaechlich bewaehrt oder verifiziert,
wie man heute so blumig sagt?
Wir haben uns auf krause Petersilie und Schnittlauch verstaendigt,
die nahe der Haustuer leicht erreichbar in einem Kuebel wachsen sollen.
Diese beiden Kraeuter haben tatsaechlich eine deutliche Wuerzkraft.
Die "Ueberlebenden" des Kraeuterbeetes, die sich im Fruehjahr wieder ans Licht der Sonne trauen,
werden vorerst in ihrem Beet bleiben duerfen, bis dann irgendwann mal die eine oder andere Pflanze
im Waldbeet landet, wo einiges gerettet wurde, z.B. Primelchen,
Friedhofspflanzen, Zierjohannisbeere, Thymian und Maioran, ein totgeglaubter alter Lavendel,
der sich praechtig erholt hat..
Erwaehnenswert waere die Zitronenmelisse und der Knoblauch, die an einigen Stellen des Gartens
wachsen, wie Brenn-Nessel und Loewenzahn.
Die vielen Exoten unter den Kraeutern haben -leider- nix getaugt, ohne Wuerzkraft.
Fleissig waechst die Pimpernelle- ein Kraut oder sonderlichen Geschmack.
Die paar Sorten Minze und Salbei haben sich bewaehrt und geben ordentlich Geschmack,
die sitzen an "prominenter Stelle" im sonnigen Eck des Waldbeetes.

In einem Garten wird nicht nur gelebt, er lebt auch und ist - wie alles in der Natur-
einem steten Wandel unterzogen.

Statt diesem Kuebel habe ich einen kleinen Halbkreis aus dickeren Feldsteinen
gelegt, der mit Erde ausgefuellt und mit Petersilie,
in einem Eckchen auch mit Schnittlauch- bepflanzt wird.
Mehr braucht man eigentlich nicht um gesunden frischen Kraeutergeschmack
an die heimischen Essen zu bringen.

Beim naechsten Samen-Kauf achten wir darauf, dass kleinkoernige Samen
nur in Pellets (Globuli) stecken, sonst sind sie leicht doppelt oder verloren.

Die Unkraut-Jaeterei ist mind. 2x im Jahr bitter noetig, es waechst schneller raus, als man es in den Griff
bekommt - gerade im Waldbeet muss man beherzt zugreifen.
(Ich moechte wissen, woher dieses Zeug kommt.)

Die Erbsen sind laengst aufgegangen -und nur noch 10 Tage, dann legen wir die Stangenbohnen.

Im April 2017 sind die Kirschblueten und Erdbeerblueten erfroren - das muss am Wahljahr liegen ;)

Ende Mai 2017 - die Bohnen sind schon gut gewachsen:


(Stangenbohnen)



(Feine Nasch-Erbsen in zwei Kuebeln)



Ausgediente Blumen vom Friedhof muessen nicht weggeworfen werden-
die "rette" ich immer und pflanze die irgendwo am Beetrand ein.



Die Petersilie hat es uns zwar nicht verhagelt, aber erfrieren lassen -
nun ist sie endlich soweit, dass man von Wachstum reden kann.
(Ewig lange Keimzeiten und sehr empfindlich gegen alles..)

Der Rasen ist gemaeht, die Hecken geschnitten, das Hemd nass..
.. die alte elektr. Heckenschere von B lackundD ecker
(oranges Modell, langes Messer, irgendwann um 1980 oder davor gekauft)
hat treue Dienste getan. Staucherfett pflegt prima die Messerseiten - sogar das Getriebe wird damit ab und an frisch bestueckt.
So ein Haifisch, der hat Zaehne- das Ding laeuft nach, es ist noch nicht mit Sofortstopp ausgestattet
und schneidet muehlos einen Spanndraht oder Kabel durch, selbst wenn es nachlaeuft..
Fakt ist wohl, dass ich keine Sauna brauche- der Schweiss rinnt in Stroemen bei der intensiven Gartenarbeit.
Die Erdbeeren sind mit Netzen ausgestattet, sonst braucht man nichts zu ernten.
Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die neuen Riesen-Graeser schnell wachsen -
damit der Nachbar dahinter verschwindet ;)


***

Petersilie.
Die Aussaat von Petersilie ist ein kitzeliges Ding,
die Keimdauer ist ziemlich lang und oft genug tut sich nichts.
Was tun?
Wir haben schon genug Geld fuer Samen im Boden versenkt und sehr oft Fehlschlaege erlitten.
Nun habe ich den Bogen raus:
Ein normaler Mutterboden als Basis, etwas aufgelockert und entunkrautet,
dann kommt fein und flaechig der winzige Samen ausgestreut (nur bei Windstille saehen!),
etwas Blumenerde deckt den Samen dann ab.
Nun muss man immer wieder Unkraut zupfen - aber nur dann,
wenn bereits sicher die Saat erkannt werden kann.
Glatte Petersilie laesst sich vom gleich aussehenden -spaeter gelb bluehenden- Unkraut kaum unterscheiden.
Krause Petersilie ist sicherer zu erkennen und ziert auch mehr.





***

Im naechsten Jahr nehme ich Hasendraht zum Schutz der Erdbeeren, da verfangen sich die Amseln nicht mehr drin,
so wie in den Netzen, die ich lieber ausrangieren werde.
Wie auch immer - nachdem nun die Haupternte vorbei ist, kommen die Netze ab und die Voegel duerfen wieder dran..
(Etwas waechst immer nach)

Am gestrigen 30.Juni 2017 sah ich zufaellig, wie innerhalb kuerzester Zeit eine Gruppe Kraehen
unseren Jostabeeren-Strauch abernteten.
die typische "Klientel" der Beutemacher im Garten an den Erdbeeren.
Diese Rabenkraehen jedoch sind kleiner als die Kolkraben, traten im kleinen Schwarm auf
und hatten schwarze Schnaebel.

http://tierschutz.wikia.com/wiki/Rabenv%C3%B6gel:_Kr%C3%A4hen
Ich konnte nicht mehr darueber finden, - durch eigene Beobachtungen gibt es Gruppen davon,
die wohl eher juengere Tiere sind und ziemlich grosse Einzelgaenger - oder besser Flieger,
die fast groesser als ein Bussard sind.
Grosse Exemplare koennen eine ganze Scheibe selbstgebackenes Brot (schwerer als gekauftes)
im Schnabel fliegend davon tragen !
Wie auch immer,diese Tiere hockten in Mengen in diesem Strauch - deshalb faellt dieses Jahr die Ernte fuer uns aus..
..was diese Voegel uebrig gelassen haben, hat sofort eine Amsel aufgepickt,
waehrend dessen die Rabenkraehen zu den restlichen Fruechten des Stachelbeer- Strauches flogen,
um dort abzuraeumen - vom Boden aus!
Nun haben wir noch Brombeeren und Himbeeren - wir werden wohl oder uebel alles mit Netzen ueberziehen
muessen, sonst gibt es keine Marmelade und auch die Enkel gehen leer aus.
(Gut, dass ich die Stachelbeeren -bis auf Reste- schon geerntet habe, kaum reif- aber...)
Das Vogelproblem betrifft freilich auch die Blueten der Stangenbohnen,
die eher von Spatzen gefruehstueckt werden, sozusagen als Salat-Snack.
Wir fuehlten uns wie in Hitchcocks Film die Voegel

Wir hoffen nur, dass diese fliegenden Gauner die Tomaten nicht moegen..

http://diejagd.com/index.php/tiere/102-wildtiere/voegel/rabenvoegel/284-saatkraehe-corvus-frugilegus

***

Die Bohnen wachsen prima und bluehen auch praechtig- auch Voegel moegen Blueten, nicht nur Bienen..





Es ist nicht viel dran, die erste Ernte (gerade mal eine kleine Portion) kam Ende Juli -
ziemlich spaet.

Na bitte! Unser Wildbaum ist eine Eberesche ( http://www.baumkunde.de/Sorbus_aucuparia/ )
bei den Kelten als Glueckbringer bekannt.
Vermutlich hat das geholfen Ungluecke fern zu halten.
(Wozu manche Verwandten laengst zaehlen duerften)

Ich habe alte Backsteine uebrig - was tun damit?
In die Tonne oder was?
Nein, die nehme ich als wertvolle Deko fuer mein Waldbeet!





Das schaut doch schon mal nach "Vintage" aus - oder?
(Das Kraut ist uebrigens alles Waldmeister)
Der Rest oder Abschnitt der Badewannenverkleidung im Keller aus Schilf
und ein paar Feldsteine (kosten nix) passen ganz gut zusammen.

Das "teuerste Requisit" des Waldbeetes ist die Arbeitskraft, die man eben immer einbringen muss,
denn gerade dort, wo es "verwildert" wirken soll, muss laufend was gemacht werden,
sonst ueberwuchtert alles voll Unkraut.
Efeu ja, aber nicht ueberall - sonst erstickt das Maikraut oder Waldmeister..
Wir denken, dass bei einer durchschnittlichen Grundstuecksflaeche von 600qm taeglich
eine halbe bis eine Stunde Arbeitsaufwand genuegt, wenn das regelmaessig getan wird.
(Uebertreibungen mit der "Bartschere" am Rasen moegen wir nicht!)

Mittwoch den 3. August 2017 - der 2. Bovist der Saison zeigt sich unweit von der Stelle,
wo schon der 1. wuchs.

Tomaten:
Tomaten werden ausgezeichnet, wenn sie an einer Wand stehen und ueberdacht sind.
Freilich muessen die dann von unten gegossen werden!


Wir haben mehr als genug Tomaten!



Das hintere Ende des Waldbeetes mit der neuen Fluchtbank, wenn es auf der Terrasse zu heiss wird..

Die Winterfuetterung zeigt immer wieder: Gut ein dutzend Vogelarten tauchen bei uns auf!


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