Landleben versus Leben auf dem Land




Nach meiner Meinung ist die Jahrhunderte, ja Jahrzigtausende alte kleinbaeuerlich Lebensweise
in den Doerfern Hessens und vermutlich auch Deutschlands mit den 1950iger Jahren ausgestorben.
Damals war typisch, dass fast jedes Haus eine kleine Stallung hatte
und ein wenig ausserhalb des Grundstuecks an Landwirtschaft betrieben hat.
Bei den damals fast immer "prekaeren Arbeitsverhaeltnissen" mit wenig Einkommen
in den "Normalverdiener-Sparten" war ein kleines Zubrot ueberlebenswichtig.
Ich selbst habe gerade noch das Ende dieser alten Struktur mitbekommen und moechte deshalb davon erzaehlen.
Hasen, Huehner, Gaense, Ziegen wurden von sehr vielen Dorfbewohnern gehalten.
Wer es sich leisten konnte, maestete ein Schwein, welches dann im Winter geschlachtet wurde.
(Metzgereien waren in der Stadt, selten auf dem Land ueblich - und zu teuer waren die damals schon)
Obst und Gemuese wurde auf dem eigenen Grundstueck angebaut, es wurde nichts verschwendet oder gar weggeworfen,
nur weil eine faule Stelle daran war !
Ausgeschnitten und verwendet, eingekocht und eingepoekelt und versaftet oder als Marmelade
oder Pflaumenmus gehoerte zu den Tugenden einer jeden Hausfrau.
Die Bauern hatten damals -in den 1950iger Jahren- noch einen Hirten bezahlt,
der die Tiere auf die Weiden fuehrte und Abends wieder auf den Hof brachte.
Zuvor hat er die Tiere zum Dorfbrunnen oder Traenke gefuehrt, damit das im Stall nicht mehr getan werden musste.
In den 1950iger Jahren waren wichtige Leute noch "Honoratioren",
heute ist eine vollkommen andere Generation am Werk:
Die Duenkelhaftigkeit ist jedoch geblieben.
(Demokratie ist noch immer nur ein Feigenblatt)
Die Doerfer hatten ihre Dorfkneipe, in welcher Festivitaeten aller Art stattfanden.
Der Baecker war damals in Hochkonjunktur, weil die letzten Gemeindebackhaeuser schon laenger zuvor aus der Mode gekommen waren.
Kleine "Gemischtwarenlaeden" bedienten die weiteren Beduerfnisse der Dorfbewohner.
(Das Sortiment war nicht so starr, wie das heute in den Supermaerkten ist- damals aeusserte man seine Wuensche,
die dann bei der naechsten Lieferung vom Grosshaendler erfuellt wurden.)
Laengst waren nicht alle Strassen geteert oder auch nur gepflastert
- ohne richten Rinnstein- noch in den 1950iger Jahren
waren Nebenstrassen nur mit Splitt befestigt und hatten keine Buergersteige oder Strassenlaternen.
Selbst die Muellabfuhr steckte noch in den Kinderschuhen - ein Holzrueck-Unternehmer
hat mit seinem ersten Traktor mit Haenger die Blechtonnen entleert und in den "Schinngraben" (Schuttplatz) gefahren.
Wassergeld musste damals noch keiner zahlen, weil unsere Gemeinde eine gute Quelle hat, die genug Wasser lieferte.

Nach und nach gaben die Kleinbauern auf, weil der Mann entweder im Krieg "gefallen" oder "versehrt" wurde
und auch die Witwe oder Frau koerperlich die schwere Arbeit nicht mehr schaffen konnte.
Der Garten am Haus blieb noch laenger, bis in die 1970iger Jahre,
dann ist auch diese Einrichtung nach und nach erloschen oder besser unrentabel geworden,
weil die ersten Supermaerkte alles viel billiger liefern konnten:
Ein Garten erfordert viel Arbeit und Zeit -
die wollte man lieber als Freizeit und Urlaubsfahrten nutzen,
die langsam fuer alle erschwinglich wurden.

Heute ist noch viel von den alten kleinen Anbauten und Schuppen und Scheunen im Dorf zu sehen,
die einfach leer stehen oder als Autogaragen genutzt werden.
Der Nachwuchs hat im Dorf neu gebaut, so dehnte sich so mancher Ort aus,
waehrend die alten Gebaeude mit nur einer alten Person bewohnt waren
oder inzwischen auch zum beklagenswerten Leerstand zaehlten,
weil man Fachwerkhaeuser schlecht verkaufen kann:
Viel zu lange wurde nichts repariert oder gar saniert - dafuer fehlte zu allen Zeiten das Geld.
(Wer Pech hat, erwischt ein denkmalgeschuetzes Anwesen,
das sich schnell als so gar kein Schnaeppchen entpuppt,
weil die Auflagen der Behoerden horrend sind:
Der Kaeufer muss sich vorab informieren, was schon mal ueberraschend werden kann)
Inzwischen stehen auch Haeuser leer, die in den 1950iger Jahren gebaut worden sind -
einfache Gebaeude mit veralterten Leitungen und Baedern, verwilderten Grundstuecken
und sanierungsbeduerftigen Fassaden und Daechern.
Die Neubaugebiete wachsen heute zwar langsamer, was den unsicheren Einkommenszeiten,
aber auch der Bankenkrise zuzuschreiben ist.
So mancher hat sich einen kleinen alten Bauernhof im Ortskern gekauft,
der fortan als "Hofreite" tituliert wird -
mit Pferdchen und Anhaenger und Weiden -
alles, was den Maedels heute zum Glueck gehoert.
In den 1950iger Jahren wusste jeder:
Es geht aufwaerts!
Heute weiss jeder:
Wir muessen runter mit dem Lebensstandard und den Preisen,
sonst verschwindet die Wettbewerbsfaehigkeit im Markt.
Leider bleibt dabei die Zukunft fuer die spaeteren Rentner und der Enkelchen auf der Strecke:
Die werden den Guertel sehr viel enger schnallen muessen.
Wichtig scheint nur noch zu sein, wie es den Spekulanten der Boerse geht.
Manches gut erhaltene Nachkriegsgebaeude ist modernisiert worden,
was mit den damals noch guten Renten moeglich war -
aber auch die Zukunft dieser Anwesen ist sehr unsicher geworden,
weil die Kinder der Hauseigentuemer in die Stadt pendeln und mit dem Gedanken spielen,
dort eine Mietwohnung zu nehmen:
Fahrzeiten und Fahrtkosten wiegen schwer.
(Die evtl. Pflege der Eltern ist nochmal so ein Punkt, der an den Nerven zerrt)

Eine positive Entwicklung zeichnet sich sich langsam da ab,
wo doch schon wieder junge Familien beginnen sich auf dem Land einzunisten:
Mehr Sicherheit und Freiheit fuer die ganze Familie, namentlich fuer die Kinder.
Mann und Frau arbeiten heute selbstverstaendlich
fuer das eigene Einkommen und die eigenen Rente,
was in den 1950iger Jahre noch nicht so selbstverstaendlich war:
Der Beruf "Hausfrau" ist laengst ausgestorben.
Die Zinsen sind heute billig, aber:
Zinsertraege gibt es auch keine und die Berufe sind zu "Job's" geworden,
wo die Unsicherheit oft genug der Begleiter ist.

Die Tugend der 1950iger Generation war:
"Unsere Kinder sollen es einmal besser haben!"
Dann folgte die Generation,
die lieber reiste und sich von der Lebensversicherung ein Wohnmobil oder div. Amerika-Trips goennte..
(Wehe, wenn die letzte Generation mit den guten Renten und der ausgezahlten Lebensversicherung weg ist..)
So ist bald Schluss mit dem "Sponsering" fuer den Fuehrerschein und das erste Auto..
bald werden die "Alten" immer weniger Rente
und immer oefter nur sehr kleine zusaetzliche Einkommen haben
und die Lebenshaltungskosten weiter steigen.
(Wird die Strasse vor dem Haus neu gemacht,
sind geschwind mal 10- 20.000 Euro Beteiligung als Anliegerkosten faellig)

Die alten Haeuser werden inzwischen von den Enkeln ins Auge gefasst,
die durch die immer duenner werdenden Loehne
und den kapper werdenden Wohnraum in den Staedten,
aber auch von den dramatischen Kulturzustaenden dort genervt sind.
(Fuer diese Erkenntnisse sollten die jungen Leute mal in den Ballungsraeumen gelebt haben,
dann werden sie das Leben auf dem Land wieder schaetzen -
was mit dem Landleben dereinst nichts mehr zu tun hat:
Inzwischen haben schon einige Leute die Nase voll von der Stadt)

Heute ist hier draussen fast ueberall schneller Internetanschluss eingerichtet,
was eine gute Voraussetzung und Anbindung ist.
Auf dem Land, in den alten Haeusern auf den Doerfern ist mehr Raum zum Atmen,
zum Leben, zur persoenlichen Entfaltung.

Wir sollten nur noch ein wenig den ausufernden Machtgeluesten
der Verwaltung die Fluegel stutzen, dann ist alles gut:
Inzwischen hat die aktuelle Politik einen Konsens in weiten Teilen der Bevoelkerung
gegen die aufgenoetigte Duldsamkeit zur Ueberfremdung gebracht -
nun ist die Geduld der Bevoelkerung wohl ueberstrapaziert worden..
Die "rote Karte" wird den Bevormundern oder Machtmenschen
immer deutlicher gezeigt werden,
wenn man sich mit den Leuten unterhaelt, erfaehrt man das ueberall.

Die Firmen beginnen, das Potential der guenstigeren Arbeitskraefte auf dem Lande zu nutzen
und haben Filialen im laendlichen Raum gebaut.
Die Verkehrsanbindungen sind besser als frueher, die Bundesstrassen sind schon gut ausgebaut,
die zu den Autobahnen fuehren.
Die (noch) Pendler werden wohl noch guenstiger haushalten muessen
und billigere Befoerdungsmoeglichkeiten nachsuchen,
dann steht der neuen doerflichen Bluete nichts mehr im Wege!

Die alte, auf Kirchenstrukturen aufgebauten
(damals von den Fuersten und Kleriker befohlenen) gesellschaftliche Verhaltensweisen,
wie Sonntags zur Kirche gehen, keine Waesche auf die Leinen haengen
und Ruhe halten etc. sind (fast) dahin,
der "Zahn der Zeit" hat diesem Unfug ein Ende bereitet:
14.9.2016 sagt der neue Limburger Bischof: "Ein Fuerst will ich nicht sein",
davor meinte er: "Das Evangelium ist auch politisch" (sinngemaess)
sein Vorgaenger war ein abgedrehter Verschwender mit Teufels-Gesicht,
der Bischof Ka mphaus davor sagte mal:
"Kirche ist und kann nicht demokratisch sein"

Nur noch ganz wenige Menschen ziehen sich Sonntags "gut an",
immer mehr laufen in Freizeitkleidung herum,
eine Art "Campingplatz - Feeling" mit Fahnen vom Fussballverein oder von Autorennen
zeigt, wohin die Gesellschaft gewandert ist:
Weg von Goethe und Schiller,
hin zur Freizeitgesellschaft mit selbstgebautem Dauervergnuegungspark,
welcher schlicht und einfach "daheim" heisst.
Der Garten wurde zum erweiterten Wohn- und Spielzimmer,
auch Experimentierfeld selbst angebauter Kraeuter und Gemuese,
die nicht "bio" sind, sondern taetsaechlich unbehandelt,
ungetuerkt und nicht rund um die Welt gekarrt..
Das hat auch das Repraesentationsgrundstueck der 1970iger Jahre verdraengt:
Die neu gebauten Haeuser werden wieder deutlich kleiner und zweckmaessiger erstellt..
Das Dorf ist auf dem Weg zum begehrenswerten Zukunftsmodell
und Hoffnung auf eine gute Zukunft fuer UNSEREN eigenen Nachwuchs.
Das guenstige Wohneigentum ist klar ein Pluspunkt fuer das Land,
das allerdings weit genug vom "Speckguertel" der Staedte entfernt sein muss.
Frueher blieben die kleinen "Saeu-Kartoffeln" liegen,
arme Leute haben die aufgesammelt.
Heute lesen die Biobauern diese hoechstpersoenlich vom Acker.
Aeltere Leute suchen meistens vergeblich private Hilfen fuer Gartenarbeiten,
wie z.B. den Rasen zu maehen - noch hat diese Arbeiten kaum einer noetig!
Noch heute werden jaehrlich "Grenzwanderungen" gehalten, wie zu uralten Zeiten!
Inzwischen freuen sich wieder junge Familien auf etwas Garten,
evtl. sogar mit Huehnern und einem einfachen "Pool",
Tomaten und eigenem Obst, einem Gartenzeltling
und Grill- statt in Urlaub zu fliegen..
aufgepeppt mit Tagesausfluegen, Museums,- Schwimmbad,-
usw. Besuchen, Stadtbummel und Radtouren etc.
Davon hat die ganze Familie sehr viel mehr an Ferienspass.
Grillwuerstchen mit Kartoffelsalat und einem Glas Bier auf der eigenen Terrasse
ist allemal besser als so manches "gastronomische Event".

Mein Tipp fuer die Gemeindeverwaltung:
Beharrliche Leerstaende an alten Haeusern sollten abgerissen werden duerfen
und anschliessend das Grundstueck zum Verkauf angeboten werden.
Dem bisherigen Eigentuemer verbliebe dann nicht mehr viel, wenn alle Kosten abgezogen waeren.
(Eigentum verpflichtet:
Durch vergammelte Anwesen haben alle Anwohner Nachteile bei dem Immobilienwert
und auch die Attraktivitaet des Ortes ist dadurch schlecht.)

Das Wohnen und Leben auf dem Land entlastet die Staedte, die sonst hoffnungslos ueberbevoelkert waeren!
(immerhin lebt die Haelfte der Landesbevoelkerung auf dem Land)

*** *** ***

Zuhause zwischen Taunus und Westerwald:
Glockengelaeut, Hundegebell, Kinderlachen,-
irgendwo haemmert, saegt und klopft oder bruzzelt jemand,
ein anderer maeht den Rasen - unterlegt von vielfaeltigem Vogelgezwitscher.

Hier auf dem Land ist immer genug zu tun,
die Arbeiten in Haus und Garten sind ein ewiger Kreislauf -
mehr noch wichtige Ablenkung und Entspannung.
Mit Ruhe und Lachfalten gemacht, wird der Weg zum Ziel !

Das Online-Radio dudelt freundlich -
der "Plaetzchenwolf" ist laengst in die ewigen Jagdgruende abgerueckt -
unvergessen taucht er dann und wann mal wieder auf einem Bild auf -
und ein wenig unheimlich fliesst die Lahn..

Gemaechliche Betriebsamkeit in einem kleinen Dorf
im Weilburger Land, das rundum von Waeldern, duftenden Wiesen und Feldern umgeben ist:
Meine Seite steht fuer das Leben auf dem Land, wo man auch mal Fuenfe gerade sein laesst -
Kommt's heut' nicht, kommt's morgen, uebermorgen ist bestimmt auch noch ein Tag..

Die Enkelchen spielen dort am Wald, wo schon seit Generationen die Kinder
spielten - unter dem alten Baum, der auf dem Fels ueber dem kleinen Bach tront,
der so hohe stabile Wurzeln hat, dass sie eine richtige Hoehle bilden.
Gibt es einen besseren oder gar geheimnisvolleren Ort?

Im Dorf geht man traditionell mitten auf der Gass -
der spontane Plausch gehoert als "Entschleunigung" ganz einfach dazu.
Grillfeste mit Holzkohle sind beliebt und gehoeren dazu.
Die Hauptstadt mit ihren seltsamen Leuten ist so weit weg wie der Mond

Man spricht ueber Neuigkeiten,
ueber die eigene Gesundheit oder jene von Nachbarn und Bekannten,
kommentiert auch mal so manche Meldung aus den Nachrichten,
die nur noch Kopfschuetteln oder Schulterzucken hervorrufen:

Hier laeuft halt alles ein wenig anders, meistens auch zufriedener und ruhiger !

***

Ich sehe die Doerfer im Aufwind, wo der Aspekt der Subkultur(en),
(welche auch den Lehrerfolg der Schulen behindern)
keine unmassgebliche Rolle spielen duerfte,
die in den Staedten fuer immer mehr Unsicherheit und Gefahr sorgen.
Diesen Dingen moechte man seine Familie nicht aussetzen und so suchen sich
gut verdienende Leute mit zwei Einkommen ruhige Domizile in idyllischer Lage.
Hier auf dem Land verlaufen sich die Probleme der Stadt und sind leichter zu ertragen.

Man versucht sich den Traum zu erfuellen, was durch die Zinspolitik leichter gemacht wird.
Manche fluechten in preiswerte Neubauten, andere versuchen ein altes Anwesen zu modernisieren,
was heute etwas ganz anderes sein duerfte, als noch in den 1980iger Jahren:
Heute zaehlt ein wenig von der "alternative" Lebensweise mit zur Lebensqualitaet,
wobei jeder seine Vorstellung von "Garten" und Grundstueck verwirklichen will.
(Meistens in Eigenregie)

Das Leben auf dem Land hat mit dem Landleben nur noch so viel zu tun,
wie die neuen Bewohner das im hobbyistischen Raum zulassen.
Die Felder ringsherum werden von immer wenigeren, aber immer groesseren Betrieben bewirtschaftet:
Aus dem Bauern wurde der Landwirt und aus diesem der Agraringenieur.

Ich lese in einem Buch aus den 1950iger Jahren, dass "der gehbehinderte Schueler von den Mitschuelern geholfen bekam".
"Inklusion" war schon zu allen Zeiten ganz selbstverstaendlich,
warum also heute die explizite Hervorhebung des Miteinanders, steht evtl. eine ganz andere Absicht dahinter?

Im Gegensatz zu frueher legen die Paare heute weniger Wert auf eine kirchliche Heirat mit allem Drum und Dran.
Die Gruende dazu sind:
Der Einfluss der Kirchen schwindet, die Gelder verbraucht man lieber fuer persoenliche Dinge.

In einem alten Buch finde ich den Hinweis auf die einklassige Dorfschule,
wo gerade in die Sparwand eingezahlt und der eingezahlte Betrag sorgfaeltig von den Kindern selbst
in ein Sparbuechlein eingetragen worden ist,
auf welchem die gleiche Nummer wie auf dem kleinen Fach -mit Einwurfschlitz- des Sparschrankes stand.
Ich halte diesen Hinweis heute fuer sehr wichtig und angebracht:
Wo werden die Kinder den Wert des Geldes gruendlicher erfahren, wo sich das Sparen lohnt?

***

Zur Erbauung, aber auch zur Vertiefung der Exkursion "Geschichtliches" empfehle ich die Bildbaende:
1. "Seltenes Handwerk", von Alb recht Boerner und Roger Melis von 1989, noch zu D DR Zeiten erschienen.
2. "Landleben in den 50er Jahren" von Eu gen Sauter 1998.
3. "Kindheit auf dem Lande in den 50er Jahren dto.
4. "Schulzeit auf dem Lande, Fotografien aus den 50er Jahren" dto.
5. "Lebensalltag im Mittelalter" 1997 Readers Digest,
6. "16. Jahrhundert" 1995 dto.
7. "Lebensalltag in den 20er und 30er Jahren" 1995 dto.

(Aus der staedt. Buecherei entliehen, welcher an dieser Stelle ein ausdruecklicher Dank ausgesprochen werden darf)

***

Fakt ist, dass die landschaftlichen Reize im Westerwald und Taunus "entdeckt" sind -
der Tourismus brummt und wir leben dort, wo andere Urlaub machen !
Ein paar Meter um das Dorf herum ist Natur, Wald und Feld - keine Autobahn und kein Flughafen -
die naechsten Staedte sind:
Weilburg - 7km.
Limburg - 25km.
Wetzlar - 30km.
Bad Camberg - 25km.
Usingen - 30km.

Die ersten drei Staedte sind durch die B49 verbunden.

Aber auch bei uns gibt es Vermieter, die an Fluechtlingen profitieren,
zuweilen andere "wichtige Leute", die sich in jede Schiene einklinken, die Geld verspricht.
Wir haben einen solchen Menschen gesehen, der in seinem Benz eine handvoll junger Maenner
aus dem arab. Raum zum Einkaufen karrte - ehrenamtlich, wie man dabei sagt.
Inzwischen fahren -vor den Sperrmuellterminen, die nicht mehr im Muellkalender eingetragen werden,
die man nur noch im konkreten Fall genannt bekommt- weisse Transporter aus Polen herum,
die jede Strasse ganz genau visitieren:
Zwei Maenner, die ihre Augen ueberall haben:
Aufpassen, abschliessen was nicht niet und nagelfest ist!
Ketten und Gitter und Schloesser helfen gegen den schnellen Zugriff,
wie die Polizei raet..
Die Handtasche nicht mehr in den Einkaufswagen legen - sonst ist das Portemonaie weg.

Ansonsten ist - unter Einheimischen - das Leben auf dem Land nicht so arg mit Vorurteilen
gegen weniger Gebildete oder solche Leute mit weniger Geld belastet,
wie das in groessen Orten oder im Speckguertel der Fall ist.
(Ich habe alle diese Dinge nah genug erfahren und betone trotzdem nochmal deutlich:
Diese Worte entspringen meinen eigenen Erfahrungen und decken sich mit 70% der Leute,
mit denen wir so unterwegs ins Gespraech kommen.)
Auf dem Land gibt es wohl keine Zufaelle:
Wilde Pflaumen pflueckt niemand mehr, schon lange, lange Jahre wachsen sie in Hecken,
reifen, fallen herunter und vergehen.
Wir machen unseren traditionellen "Quetschekuuche" und holen uns immer einen 10ltr Eimer davon.
Dabei trifft man so manchen alten Bekannten, mit dem laenger und ausgiebig
und vor allen Dingen recht tiefschuerfend gesprochen wird..
Je seltsamer die politische Lage ist und das ist sie mit der "Groko" auf alle Faelle -
um so intensiver und uebereinstimmender troestet man sich gegenseitig:
Das Alter, die Zeiten, die Gesundheit und die Zukunft der Kinder und Enkel-
an Themen mangelt es dabei nicht.
Bei diesen Gespraechen haben wir gelernt,
dass keinesfalls der Bildungsstand oder die soziale Herkunft oder das Vermoegen der Diskutanten ueber die Helle des Geistes Auskunft gibt..
Mit dem Gedanken, das Wahlvolk austauschen zu wollen (O-Ton Gruene) hat man ganz gewaltig Scheisse gebaut
und versucht nun, die Bevoelkerung mundtot zu machen, damit das nicht auffliegt.
Seltsam, dass Kritiker "rechts" betitelt werden - demnach waere die Gegenseite, die Taeter und deren verbale Helfer wohl "links"?!
Diese Welt versteht keiner mehr, nicht mal die Jungen.
Hierbei sind sich wohl alle denkenden Leute einig.
Mit Zuwanderern aus suedlichen und oestlichen Laendern, sowie mit Unternehmern ist bei unseren Wanderungen,
die auch durch Orte fuehren, kein Gespraech jemals zustande gekommen,
waehrend die Einheimischen wie Buecher reden..
..zunehmend mit Wut im Bauch !

Das Leben auf dem Land bringt viele neue Freiheiten fuer zugezogene Staedter
oder zurueck gekehrte Kinder mit ihrer eigenen Familie:
Hier ist noch Freiraum, hier darf man mit Holzkohle grillen,
Kinder duerfen buddeln und plantschen, geschuetzt auf dem eigenen Grundstueck.
Vielleicht mit Hund? Gerne.

Wer keine Kinder hat, kann einen Teich graben oder eine riesige Modelleisenbahn aufbauen
oder Rosenbeete in groesserer Zahl anlegen.

Dabei gilt: Es darf gerne belebt ausschauen..

Diese Meldungen sind taeglich zu lesen: "29.08.2016, 05.45 Uhr
Einen gehoerigen Schrecken erlitt heute Morgen ein Ehepaar in ihrer Wohnung
in der Annastrass e in Limburg.
Die beiden wurden durch die Geraeusche von Einbrechern geweckt,
die sich durch ein Fenster Zugang zu ihrer Wohnung verschafft hatten.
Die Taeter hatten in der Wohnung des Paares Schraenke und Schubladen durchwuehlt
und waren gerade dabei, mit ihrer Beute zu fluechten.
Doch der Geschaedigte setzte dem Duo nach und konnte einen der Taeter festhalten.
Daraufhin entwickelte sich eine Schlaegerei zwischen den beiden, bis zu dem Moment,
in dem der Taeter ein Messer zog und damit den Wohnungsinhaber bedrohte.
Dieser liess daraufhin von dem Einbrecher ab, der daraufhin mit seinem Komplizen fluechtete.
Einer der Maenner wurde als ca. 1,75 Meter gross, mit normaler Figur,
bekleidet mit einer dunklen Hose und dunkler Oberbekleidung beschrieben.
Sein Mittaeter sei ca. 1,70 Meter gross,
kraeftig und trug ebenfalls dunkle Oberbekleidung.
Beide hatten sich mit Sturmhauben vermummt und unterhielten sich in einer arabischen Sprache. "
Inzwischen sind die offenen Grenzen eine Einladung zur Pluenderung des Landes geworden.
"kaum zu glauben, was hier bei uns abgeht,
aber das hat ja nichts mit den Fluechtlingen oder den Osteuropaeern zu tun, nein, nein,
das haette ja jeder sein koennen, jeder der so etwas behauptet,
wird sofort als Rechtsradikaler eingestuft.."
(Diese Kommentare hoert man ueberall) Oder:
" Die Raeuber kamen ueber die offene Terrassentuer: Eine 72 - jaehrige Frau ist in ihrem Haus
in Dreieich ausgeraubt worden. Dabei gingen die Maenner brutal vor.
Drei Maenner waren in der Nacht zum Montag ueber die offene Terrassentuer in das Haus der Frau
in Dreieich - Sprendlingen (Offenbach) gelangt, wie ein Polizeisprecher sagte.
Sie haetten die Seniorin unter anderem auf den Kopf geschlagen und ihr mit dem Tode gedroht,
ehe sie sie im Badezimmer einschlossen.
Anschliessend flohen die Taeter mit Schmuck, zwei hochwertigen Handtaschen,
Ausweispapieren und Bargeld. Zum Wert der Beute konnte die Polizei keine Angaben machen.
Die 72-Jaehrige befreite sich schliesslich selbst aus dem Bad und rief die Polizei.
Die Maenner konnten unerkannt fluechten"


Auf alle Faelle geht die Stadtflucht bereits los und die Gruende sind allen klar, ausser den politisch Verantwortlichen.
Wer sich fuer das Leben auf dem Lande entscheidet, sollte einen Ort aussuchen,
wo die Nachbarschaft noch funktioniert und das Dorf nicht allzunah an einer grossen Bundesstrasse oder gar Autobahn liegt:
Taeter lieben schnelle Fluchtmoeglichkeiten.
Das Haus sollte -zumindest von der Strasse aus- nicht "nach Geld riechen"..
Freundliche und aufmerksame Nachbarn sind heute wichtiger denn je,
besser als jede Alarmanlage.
Wo staendig Roll-Laeden geschlossen sind, wird Leerstand oder Urlaub vermutet..
..Zeitschaltuhren, Licht und Toene, mechanischer Einbruchschutz gehoeren heute dazu.
Wir sehen auf den Wanderungen junge Familien in den Gaerten,
die heute sehr schoen und individuell oder phantasiereich gestaltet werden.
Kleine Paradiese mit Brunnen und Rutschbahnen, Baumhaeuschen, Sitzgruppen auf der Wiese.
Der Trend zum uebertriebenen Luxus laesst nach, man besinnt sich auf das Leben,
auf die Moeglichkeit, jeden Tag etwas Urlaub daheim geniesen zu wollen !

Stadtfluechtlinge sind heute nicht mehr nur wohlhabende Ruhestaendler,
die sich eine Art Jagdhuette auf dem Land goennen,
sondern junge einheimische Rueckkehrer in die Doerfer ihrer Jugend,
wo die Welt noch lebenswert war - eben das moechten sie ihren Kindern wieder zukommen lassen.

Auf die eigenen Leute setze ich meine Hoffnungen:
Mit den Neubuergern aus dem Ausland kann man nichts anfangen,
die sind wie totes Holz, sie bleiben unter sich.

"70 siebzig Jaehrige zum 70. Geburtstag des Landes Hessen in ein Kino eingeladen"

Ahnenforschung will heute kein Mensch mehr haben, keiner will davon etwas wissen -
sollten meine Bemuehungen in dieser Sache nur fuer mich selbst gewesen sein?
So wie das alte Dorf in seinen Strukturen veraendert wurde, so ist es auch mit dem Zusammenleben geschehen:
Viele heiraten nicht mehr und wenn, dann nur noch standesamtlich, nicht mehr kirchlich.
Deshalb wird man in kirchlichen Buechern bald nur noch wenige Eintragungen finden,
was diese fuer die Ahnenforschung wertlos macht.
(Geburts- Taufe- Konfirmations/Kommunions- Ehestands- Sterbe- und Armenbuecher werden wertlos,
aehlich wie Telefonbuecher, wo laengst nicht mehr alle Leute eingetragen sind:
Entweder moechte man keinen Eintrag oder hat nur noch eine Handy-Nummer..)
Wer heute nach den Namen von den Gross- oder Urgrosseltern fragt, wird sich wundern,
wie wenig der Nachwuchs darueber weiss !
Angelsaechsische Computerforen ueber Ahnenforschung haben einen leicht bitteren Nachgeschmack.
(Wer die genauen Abkuenfte nicht kennt, laeuft bei den damals oefter vorgekommenen Namensgleichheiten
schnell in die falsche Richtung und das ganze Vorhaben waere irrefuehrend)

Vor zwei Jahrzehnten habe ich mich mit der Ahnenforschung soweit befasst, dass die direkten Linien,
also ohne Geschwister- vorgetastet und bin recht weit gekommen.
Hilfreich waren noch lebende Verwandte und so manche Pfarrei, die mich damals noch in den alten Folianten blaettern liesen.
Dicke Schwarten, abgegriffener Schweinsledereinband, Blaetter mit Kaffee- oder Rotweinflecken,
ab und zu eine tote Fliege..
Manche Eintraege waren in lat. Sprache, was mir gut kam, aber Sueterlin war nicht so leicht zu lesen.
Aeltere Maenner suchen gelegentlich in diesen Buechern nach und so war mancher behilflich.
Heute liegen die Unterlagen unbeachtet im Schrank - vermutlich werden die mit mir eines Tages einfach "entsorgt".

Nachtraege:
Heute laufen manche "schraegen Fuechse und Fuechsinnen" durch den Ort, die so seltsam ausschauen, wie am Frankfurter Bahnhof.
Irgendwo zwischen Paradisvogel und EsotherikerInnen?
Zahn der Zeit?
Ich weiss es nicht.
Ein Liedertext von der Rosen Mary lautet:
"Es sind nicht die grossen Sachen, die dich gluecklich machen, es sind die kleinen Sachen, die Freude machen"
Recht hat sie !
Man kann nicht alles in Geld oder Aufstieg messen, ich denke es geht eher um die persoenliche Freiheit und die Gesundheit
(auch die seelische) und die Entfaltungsmoeglichkeiten, die das Leben auf dem Land favorisieren.

Noch ein Bericht im Radio: "Wenn ich auf meinem Traktor sitze und durch Feld und Flur fahre"
(Es ging nicht um Landwirte!)

Langsam, aber sicher beginnen viele Haushalte wieder damit, einen Vorratsraum anzulegen -
angeregt durch die Regierung, aber noch eher durch das Buch "Blackout", das ich jedem nur empfehlen kann..

In den frueheren Tagen waren die "Hausfrauen" eigentlich nicht unzufrieden,
sie hatten mit dem Haushalt, der Kindererziehung und dem Garten genug zu tun -
spaeter kam Oswald Kolle, Alice Schwarzer und die 68iger Revolution,
die "Emanzipation", Urlaubsreisen und die Jagd nach dem Geld,
damit sie sich ein eigenes Auto leisten konnte.
Das brachte die "Hubschrauber-Eltern" des heutigen Tages als letzten "Entwicklungsstand".
Zusammen mit den wechselnden Partnerschaften und den "Lebensgemeinschaften"
bis zu "Regenbogenfamilien" ist -aus meiner Sicht- ein Punkt erreicht,
der "Burnout" und den "psychologischen Rat" schon bei Vorschulkindern ganz "normal" werden lies.
Das Resultat sind dicke Kinder mit Schreib-Lese-Schwaeche und "Diskalkulie",
wo kaum eines mit dem anderen spielen mag:
In der Schule, schon in der 1. Klasse beginnt "Mobbing" und Stress,
was sich wie ein roter Faden bis zum Ruhestand ziehen wird.

Heute bekommen die Kinder eher einen Zugang zum Kindernetzwerk,
bei welchem allzulockere Inhalte nicht angeklickt werden koennen.
Es ist aber auch peinlich, wenn ich meine Mails hole und sofort von einer halbnackten "Dame" begruesst werde,
die -perfekter als das jede andere junge Frau in den besten Jahren sein koennte,
weil die Bilder meistens gefaked oder aufgebretzelt worden sind- vom Bild grinst.
Die Ueberflutung in allen Lebensbereichen - ob Werbeprospekte, Internet, Fernsehen, Zeitungen, Illustrierten
mit lasziver oder beharrlicher Offenheit verdirbt den Reiz der Geschlechter, was sehr schade ist.
..deshalb ziehen viele Eltern die Bremse, damit die Kinder gesund aufwachsen und das geht auch ohne den Prediger!
(Vor denen man sich besonders schuetzen sollte, wie die Skandale belegen)

Alle halbe Stunde kommen im Radio die Nachrichten,
was von vielen Leuten immer deutlicher als eine Art Wasserfolter empfunden wird:
Nachrichten machen schleichend krank, aehlich wie Zigaretten..
Weg damit!
(In diesem Zusammenhang habe ich gestern einen guten Tipp gehoert:
Das Geld fuer die Zigaretten kommt in eine Flasche, das vermisst man eben so wenig wie die Kippen:
Am Ende des Jahres bleibt ein ordentliches Suemmchen, mit dem man sich Extrawuensche erfuellen kann.)

Sonntag, der 11. September 2016, ein strahlender Spaetsommertag,
an dem 30 Grad Hitze angesagt sind - und das steigt so manchem zu Kopf:
Man koennte diesen Tag zu dem der Hupe erklaeren,
weil ganze Schwadrone an Caprioten durch den Ort fahren und jeder Dussel meint hupen zu muessen..
Die durch den Ort donnernden Motorrad-Clubs hoeren sich an wie damals in den 1950-1960iger Jahren
die amerikanischen Militaer - Kolonnen:
Extrem laut und nervig !
(Wie bei den kleinen Buben, die am Raedchen eine Klapper angebracht haben oder laut bei der Fahrt gesungen haben,
damit auch wirklich jeder mitbekam, dass sie ein Raedchen besitzen - oder wie in Indien, wo ein Opel-Teststrecken-Chef sagte:
In Indien muss die Hupe anders herum gepolt werden; wenn man drueckt, hoert das Ding auf ..)

Wie auch immer, es ist heiss und kein Woelkchen weit und breit - das Grillgut wartet schon
und frisches Weissbrot hat meine Frau auch schon gebacken - ein kuehles Bier dazu und alles wird gut..
(..auch ohne Nachrichten aus der Hauptstadt mit ihren seltsamen Leuten)

Kinder plantschen, Hunde bellen, Voegel singen -
und darueber brummen die Flugzeuge der Massentouristen, die unbedingt "etwas erleben" muessen.
(Meistens ihr blaues Wunder, wenn die Kosten hinterher addiert werden -
die Umwelt hat dabei auch ihren Teil abbekommen, ganz ohne Zweifel:
Bei dem hohen Flugbetrieb wird sogar heftiger Wind erzeugt!)

Die Zahl der Fahrzeuge, mit denen auch noch jeder Meter gefahren wird, nimmt staendig zu,
wie auch die Groesse und das Gewicht der Autos, was jeder bestaetigen wird,
der an einer belebten Strasse lebt.. es rauscht unablaessig
und staendig knallen die Kanal-Deckel von den heftigen Tonnagen,
die flott darueber fahren..

Ich moechte mich aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass der Zusammenhalt der Dorfbevoelkerung
viel eher durch das spontane Gespraech unterwegs, dh. durch das, was man frueher "Dorfklatsch" nannte-
kommt, als durch die Vereine:
Dort wird wohl eher die Hackordnung in den Betrieben fortgesetzt, als zusammen gehalten.
(Aktive Vereinsangehoerigkeit waere fuer uns Zwei eine undenkbare Sache:
Unterordnung ohne zwingenden Grund halten wir fuer ein Sakrileg.)

Bei ebendiesen Gespraechen kommt zuweilen auch ein positives Feedback zur Homepage..

Das regionale Fernsehen spricht von "Landflucht" in die Stadt, weil dort das "gesellschaftliche Leben" lockt.
Welches? Ich habe in Frankfurt / Main eine Zeit zugebracht und keines entdecken koennen,
(schlimmer noch, man vereinsamt total) das sich vom Land abhob;
vermutlich findet dieses "Gesellschaftliche Leben" erst ab einer gewissen Schicht statt..

Ich sehe eher eine "Stadtflucht" als eine Landflucht, weil die Familien nach Luft zum Leben suchen!

Alles zusammen gefasst:
Das Leben auf dem Land bietet entscheidend mehr, wenn man sich fuer die Natur interessiert.
Aber auch hier spuert man das Rand-Leuchten der neuen Goetter, die es in ihrem Job "zu etwas gebracht" haben.
So einfach ist keiner in der Lage oder will man das Prestige der Position nicht ablegen
und so bilden sich auch hier auf dem Land Parallelgesellschaften,
wo gerade die Frauen fleissig mitmischen.
Wir hier im Haus sind davon schon immer frei gewesen:
Feierabend war Feierabend und Arbeit blieb aussen vor, mitsamt den "sozialen Kontakten",
die aus dem Beruf angeblich erwachsen.
Ich finde: Privat und Beruf sollte immer getrennt werden und das beginnt im Kopf.
(Davon ist auch die Gesellschaft auf dem Lande noch meilenweit entfernt:
selbst Ruhestaendler bauen ihr Prestige auf dem ehemaligen Job auf)

So wurde aus dem Duenkel der Bauern, die schon fast ausgestorben sind,
ein Duenkel der Studierten, die sprunghaft zugelegt haben,
gegen die einfache Bevoelkerung ..

Wenn diese Parallelgesellschaften lange genug die hohle Leere der Lehre
gespuert haben, die sie umgibt, besinnt man sich der "Tradition",
die jene eigentlich immer abgelehnt hatten..
..und beginnt Backesoefen und Apfelkeltern zu reaktivieren,
wird zum Hobby-Imker und Weinbauern, legt Oeko-Gaerten an, haelt Pferde etc.

Wir hoeren immer oefter:
"Die Multikultiorgien in der Stadt gehen uns auf den Zeiger.."
(Nur sehr wenige dieser Zuwanderer wollen sich anpassen, fast alle bilden Parallelgesellschaften)

Am 7.10.2016 wurde im TV http://www.rtv.de/sendungsdetails/11339344/mehrwert.html Tagesschau24 nach 22 Uhr eine Sendung "Mehrwert" ausgestrahlt, die ein Paar zeigte, wo beide Lehrer waren und in der Stadt mit dem Geld nicht auskamen.. ein Kind hatten sie und wollten ein Haus kaufen, weil die Miete mit 1346 Euro fuer 80qm zu teuer war. Ein Haus am Rande der Stadt sollte 405.000 Euro kosten, das eine Wohnbaugesellschaft gerade in Reihe erstellte.. Hier sind Zahlen in Umlauf, die mir die Fussnaegel kraeuseln lassen:
Zahlen, die man hier auf dem Land nicht mehr verstehen kann! Nebenbei wurden "kulturelle Gruende" fuer den Verbleib in der Stadt genannt- der Mann hatte im Zimmer eine Baseballkappe auf und wippte unsicher auf dem Stuhl, wie ein 5 Jaehriger..

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