Reihenweck 62



Buchweizen habe ich in der russischen Ecke des Supermarktes erstanden und werde sehen, was man daraus machen kann..
das Zeugs roch arg nach Chemie, weg damit.

***




Das blaue Thema :
Die Taeter sitzen im Ausland und sprechen perfekt Deutsch.
Ueber Mittelsmaenner wird dann abgeraeumt. (Rache oder Geldgier?)

Im letzten Dezember war es noch ein angeblicher Mitarbeiter des Bundeskanzleramts, aktuell meldet sich 'Daniel Fischer' vom Auswaertigen Amt per E-Mail oder am Telefon bei deutschen Unternehmen - die Details wechseln, aber in allen Faellen handelt es sich um einen Betrugsversuch.
Wieder neue Masche beim CEO - Betrug 'Daniel Fischer' bittet um ein vertrauliches Gespraech mit der Geschaeftsleitung des Unternehmens. In diesem Gespraech -oder besser Gespraechsversuch- erlaeutert er, dass die Bundesregierung fuer den Freikauf deutscher Geiseln in Mali finanzielle Unterstuetzung der Privatwirtschaft benoetige. Dabei steht fest: Das Auswaertige Amt sucht nie Kontakt zu Unternehmen, um fuer Spenden an die Bundesregierung zu werben. Wenn sie einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter des Auswaertigen Amts erhalten, der sie zu einer Zahlung draengt, handelt es sich immer um einen Betrugsversuch. Schreibt Ihnen ein 'Daniel Fischer vom Auswaertigen Amt', sollten Sie zweimal lesen und weder antworten noch zurueckrufen. (Der Rueckruf koennte hohe Kosten verursachen, auch das ist eine der Betrugsmaschen!)
So die Polizei am 30. April 2018
Mein Unternehmen wurde angerufen, was tun? Das BKA (Bundeskriminalamt) raet Ihnen zu folgenden Vorsichtsmassnahmen: Gehen sie nicht auf Telefonate mit angeblichen Mitarbeitern des Auswaertigen Amts (oder der Polizei) ein, die sie zu einer Spende auffordern. Lassen sie sich nicht zu einer Zahlung draengen oder ueberreden. Stattdessen: Beenden sie das Gespraech, legen Sie einfach auf. Erstatten sie Anzeige bei ihrer Polizeidienststelle. Es kann nuetzlich sein, wenn sie sich die Nummer des Anrufers notieren und den Vorfall bei der Bundesnetzagentur melden. Die Behoerde verfolgt solche Faelle und kann unter Umstaenden eine Sperrung der Rufnummer veranlassen.

Am gleichen Tag:
Heute Morgen erhielten zwei Frauen in Limburg Anrufe von falschen Polizeibeamten. Die Taeter erfanden in einem Fall eine Geschichte ueber verdaechtige Geraeusche in der vergangenen Nacht und wollten so mit der betroffenen Frau ins Gespraech kommen. Im zweiten Fall versuchten die Taeter direkt etwas ueber Wertsachen in der Wohnung der Betroffenen herauszufinden.In beiden Faelle wurden die Gespraeche beendet und es kam zu keinem Schaden. Die Limburger Polizei weist aufgrund der aktuellen Vorkommnisse noch einmal deutlich auf die Gefahren durch Trickbetrueger am Telefon hin und gibt folgende Hinweise: Lassen sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben sie Betruegern keine Chance, legen sie einfach den Hoerer auf. Nur so werden sie die Anrufer los. Das ist keinesfalls unhoeflich! Auflegen sollten sie vor allem dann, wenn sie nicht sicher sind, wer anruft und sie der Anrufer nach persoenlichen Daten und Ihren finanziellen Verhaeltnissen fragt, z.B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstaende im Haus haben. Seien sie vor allem dann misstrauisch wenn sie jemand unter Druck setzt und sie dazu auffordert zu Fremden Kontakt aufzunehmen, z.B. zu einem Boten, der Ihr Geld und ihre Wertsachen mitnehmen soll.
Glauben sie Opfer eines Betrugs geworden zu sein? Wenden sie sich sofort an die oertliche Polizeidienststelle und erstatten sie Anzeige.

***

An dieser Stelle moechte ich nochmals oder wiederholt auf meine Forderung hinweisen, dass JEDE Einwahl in das Telefonnetz oder Internet mit einer persoenlichen und unverwechselbaren ID eingerichtet werden sollte. Nur so kann man die Kriminellen, Hacker, Virenschleudern und Erpresser dingfest machen: Anzeige, stiller Alarm, Festnahme.

14.5.2018:
Heute sind die Phishing-Mails optisch ansprechend gestaltet, weisen aber noch sprachliche Maengel auf.
In den E-Mails werden Sie unter dem Vorwand der vorsorglichen Sicherheit
und eines vermeintlich stattgefunden Kontozugriffs dazu aufgefordert, eine Abhilfe - Web - Seite, angeblich von der Sparkasse, aufzurufen.
Auf dieser Seite soll Ihre Kreditkartennummer und ein Passwort eingeben werden -
Danach werden sie nach dem Kreditkarteninhaber, dem Ablaufdatum, der Pruefnummer und dem Geburtsdatum gefragt.
Bitte geben sie niemals ihre Daten auf der Phishing-Seite ein !

19.5.2018 - in Limburg haben sich falsche T elekom Mitarbeiter vorgestellt, die Anschluesse ueberpruefen muessten - danach fehlten einige Dinge in der Wohnung.. Achtung! Lasst euch den Dienstausweis zeigen! Die Mitarbeiter werden sicher nicht ohne Vorankuendigung kommen.

***






Der Schluss - Akkord - Steckenpferde: Wandern und Bahnfahren


Wer beabsichtigt, mit der Bahn zu seinem Wanderziel zu fahren, erlebt sein blaues Wunder.
Die Automaten haben nichts mit der Bahn zu tun, die Gleise nicht und auch nicht der Bahnhof, die Zuege gehoeren einer Gesellschaft und der Rhein-Main-Verkehrsverbund macht wohl sein eigenes Sueppchen.
Sollte es gelingen am Automaten (Schalter gibt es schon lange keine mehr) die Schrift zu erkennen (die Dinger sind so bloed aufgestellt, dass die Sonne drauf knallt), dann geht die Sucherei nach dem Zielort. Ein Hessenticket zu kaufen besteht, das 35 Euro kostet. Nun lag unser Zielort (Nievern bei Bad Ems) schon in Rheinland Pfalz und bis dahin ging eben dieses Hessenticket nicht. Also Einzelfahrscheine - zusammen haetten wir (2 Erwachsene ein Kind) ueber 70 Euro zahlen sollen. Ein wenig heftig und die Fahrzeiten konnte man raten - oder im Internet heraus suchen. (Ein Stueck hinter dem Automaten, auf dem Bahnsteig- war ein Fahrplan ausgehaengt - am Automaten keinerlei Hinweis.)

Mit der Bahn reisen zu wollen, ist schon ein echtes Abenteuer, mit ungewissem Ausgang - weil man auch noch umsteigen muss. Wir haetten auch in Limburg eine Weiterfahrt ueber Hessens Grenzen buchen koennen, aber die Zeit fuer diesen Automaten und den Bahnsteigwechsel waere sehr knapp geworden. "Das ist der Generation Internet geschuldet", so der Bahnmitarbeiter, den wir kennen - er kannte sich mit dem neuen Automaten auch nicht aus - die buchen alles am PC und zahlen dort per Kreditkarte. Soso. Eine Kreditkarte haben wir unser Leben lang noch nicht gebraucht, wir haben also keine - was tun? Nun, die Online-Buchung der Bahn funktionierte wenigstens und mit P aypal hat es auch geklappt - ebenso mit der Bankkonto-Abbuchung - da waeren wir ausnahmslosmal kompatibel zueinander gewesen.. . Aber die P DF ausdrucken, da bin ich mir nicht so hundertprozentig sicher, ob das auch funktioniert und ob der Bahnkontrolleur das anerkennt.. (Auf das Handy soll man das Ticket auch laden koennen - wie das geht, ist mir vollkommen schleierhaft, weil unsere Handys nicht ins Internet gehen - ganz grundsaetzlich nicht.)

So mache ich es wie immer und gehe den Weg des geringsten Widerstandes und plane eine andere Wandertour mit dem Enkelchen.. und habe 52 Euro gespart. (Die tun der Spardose der Kleinen ganz gut)

Auch ich gehoere- wie ihr wisst, liebe Leser - ebenso zur "Generation Internet", aber auf ganz andere Art: Bei mir ist wichtig, was "hinten raus kommt" und nicht um eine Modernitaet um jeden Preis !

Bahn und Post und Militaer und Strassen und Wasser etc. gehoeren in staatliche Haende, "Privatisierungen" sind lediglich Rosinenpickerei gewesen, die einzelnen Lobbyistengruppen und schraegen Managern deftige Gewinne beschert haben - mehr ist da nicht - und die Bevoelkerung hat den schwarzen Peter. Die Bevoelkerung ist aber nicht dumm und aergert die da oben, wo es nur geht..

.. und so haben wir eine neue Wandertour erdacht:
Graeveneck Falkenbach Aumenau Seelbach
Falkenbach Schwartenberger Hof Graeveneck Rundtour

Na bitte, es geht auch ohne Bahn und ohne Auto !





Der Schluss - Akkord - Steckenpferde: Tomaten - Schnitte




Zu unserem selbstgebackenen Brot passt etwas Tomatenmark und.. frische Cocktail - Tomaten aus dem Garten ganz wunderbar in dieser Kombination.
Manchmal darf Abendessen auch mal ganz einfach sein - oder?
Guten Appetit !








Der Schluss - Akkord mit privaten Themenwelten.. Nudelsalat mit Sardinen




Vom letzten Grilling habe ich eine halbe Flasche Curry-Grillsauce im Kuehlschrank, die fuelle ich mit guter Milch auf, schuettele diese und gebe den Inhalt in eine Schuessel. Etwas Salz, Pfeffer und den Inhalt 2er Dosen Sardinen ohne Haut und Graeten (mit dem Oel) kommt dazu. Ebenso den (abgetropften) Inhalt einer 425ml Dose feine Erbsen. Alles gut verruehren und bissfest gekochte Gabelspaghetti unterheben. Darauf habe ich (ebenfalls ein Rest) Kaviar gegeben (Dovgan, eigentlich ein Fake-Produkt, ganz ohne Fisch - aber sehr empfehlenswert.. das Auge isst bekanntlich mit!)

Guten Appetit !










Der Schluss - Akkord:Pasta mit panierten Sardinen

Ich nehme pro Person eine Dose Sardinen mit Haut und Graeten, entnehme die Fische vorsichtig und lege diese auf den vorbereiteten Teller mit Mehl, etwas Pfeffer und Salz - einmal wenden und ab in die Pfanne damit, in die etwas Olivenoel kam.
Kurz anbraten und vorsichtig wenden- das Oel aus den Dosen dazu geben und etwas Zitronen-Spritzer darueber..

Das schmeckt fast so gut wie die frischen Sardinen am Hafen von Grado Italien..



Selbstverstaendlich gab es auch Parmesan dazu..
Guten Appetit !












***



Kartuschen - Thema: Geisteswissenschaftler

"Welche beruflichen Chancen haben Historiker, Germanisten und Co.,
Werden die Leistungen von Geschichts- und Kunstwissenschaftlern, Musik- und Literaturwissenschaftlern,
Religions- und Sprachwissenschaftlern auf dem Arbeitsmarkt gewuerdigt?
Die Bundesagentur fuer Arbeit kommt zu einem zwiespaeltigen Ergebnis."

Aus meiner Sicht stellt sich die Thematik so dar, dass heute jedem fast jeder Bildungsweg
offensteht, dh. auch auf dem 2. oder 3. Weg das Ziel erreicht werden kann -
heute also nur wenig Intelligente oder solche ohne Ehrgeiz ein hohes Bildungsziel nicht schaffen.
Der Drang jener Besitzstandswahrer der Bildungsschicht geht dahin, neue Betaetigungsfelder
zu generieren, wie man so schoen sagt:
Das geht so weit, dass man praktisch einem Drittel der Schueler -bereits in den Grundschulen-
irgend eine "Stoerung" attestiert, die nur aeusserlich als Herabsetzung oder Hindernis
erscheinen - in Wirklichkeit ist das eine Jobmaschine fuer diese "Geisteswissenschaftler",
die sich ueber die seit Jahrzehnten grassierenden gesellschaftlichen Veraenderung freuen.
(Den Kindern werden heute spezielle Foerderungen durch seltsame Fachleute zuteil,
sie gelten als krank und das ist allemal aktenkundig und verbleibt bis in die Rente
in irgendwelchen versteckt gehaltenen Papieren haften.. diese "Selektion"
faengt bereits im Kindergarten an - von wo diese "Studien" beginnen und auch die Notizen darueber)
Frueher tobten sich die "Kids" aus, heute bauen Arbeitslose oder Ruhestaendler durch
zu geringe Beanspruchung "Stress" auf und .. sollen "behandlungsbeduerftig" gesprochen werden.
In den Kommunen werden immer mehr Ansprueche an die Verwalter gestellt, so dass auch dort
bald nur noch "Geisteswissenschaftler" taetig sind - wobei Diplomkaufleute und Diplomingenieure
zunehmend als schiere Theoretiker dazu gezaehlt werden muessen:
Von den Schulen direkt in den "Job" - genau wie bei den Pfarrern.
Wer gut repetieren kann, gewinnt.
(Die Pruefungen haben diese spaeteren "Geisteswissenschaftler" mithilfe des "Bullemie-Lernens" geschafft, um ein Leben lang
viel zu viel zu "verdienen" - nach meinen Beobachtungen oder Lebenserfahrung
sind Bullemielernfaehige ziemlich auffaellig, um es mal vorsichtig zu formulieren.)

" ..sie verfuegen in der Regel ueber ausgepraegte Faehigkeiten im Bereich des Wissensmanagements und punkten mit interkulturellen Kompetenzen.
Entsprechend vielfaeltig sind ihre beruflichen Einsatzmoeglichkeiten:
vom Medienunternehmen ueber den Kulturbetrieb bis hin zum IT-Dienstleister."
Seltsam, dass man gerade in diesen Gebieten keine Verbesserungen spueren oder erleben kann:
Was immer mit "interkulturellen Kompetenzen" sein moegen,
vermutlich sind damit Englisch-Kenntnisse und die Ellenbogen gemeint.

"Wenn selbst ein Kind nicht mehr lacht wie ein Kind
dann sind wir jenseits von Eden
wenn wir nicht fuehlen, die Erde sie weint
wie kein and'rer Planet
dann haben wir umsonst gelebt"

Der Liedtext des Drafi Deutscher macht im Kontext zu obigen Betrachtungen betroffen !

***

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







***





Immer weniger Schmetterlinge



Der Nabu (Naturschutzbund) klagt, dass immer weniger Schmetterlinge zu sehen seien -
das kann ich eigentlich nicht sagen, wir hier in Mittelhessen an der Lahn haben noch sehr viele Schmetterlinge, ja sogar mehr als je zuvor !
Das liegt daran, dass hier kein Flughafen ist, kein Verkehrsknotenpunkt, keine Muellverbrennungsanlage und kein Atomkraftwerk, kaum Chemie und andere Belastungen.
In den Gaerten sind oft Nistkaesten und Setzkaesten fuer Insekten zu sehen, inzwischen werden viele private Grundstuecke naturnaeher gehalten, d.h. viele Tiere finden wieder ihren Unterschlupf und Lebensraum.





Button

Zurueck zur Startseite -
Impressum



Der Schluss - Akkord - Das ist arg(e) !


Endlich wurden meine Wuensche erhoert und man hat ein Register der aktuellen Berufe zusammen gestellt:

"BER UF AKTUELL beschreibt die 500 aktuelle Ausbildungsberufe
Die Ausgabe 2018/2019 informiert auf 556 Seiten von A wie Altenpflegehelfer bis Z wie Zweiradmechaniker.
Hier sind die Anforderungen und die typischen Taetigkeiten und die jeweilige Ausbildungsdauer der Berufe aufgefuehrt.
Bei betrieblichen Ausbildungsberufen erfaehrt man, wie viele Auszubildende sich fuer den jeweiligen Beruf entschieden haben und aus welchen Schulzweigen die Ausbildungsanfaenger kommen und wie hoch die Ausbildungsverguetung ist.
(Genau diese Information hat lange gefehlt)
Die Berufe sind nach Berufsfeldern sortiert und erleichert so die Suche nach verwandten Berufen.
Foerdermoeglichkeiten und berufliche Informationen gehoeren dazu.

Die Ausgabe BERUF AKTUELL 2018/2019 sei kostenlos in Schulen und Arbeitsagenturen erhaeltlich, so heisst es weiter.

Im Internet ist die Publikation unter (direktlink teilanonymisiert) con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/ documents/dok_ba014834.pdf ebenfalls kostenlos abrufbar, wird im Artikel genannt. (selbstverstaendlich geht der Link ..nicht.) Typisch arg(e)? Selbst wenn ich die Luecke nach "download/" zu "documents.." schliesse, geht der Link nicht: Das Internet war dem Arbeitsamt schon immer zu hoch - ich erinnere an die suendhaft teure Software, die ehedem dafuer gekauft wurde..

Mein Tipp: Gruendlich nachschulen und dann erst als Macher ins Web gehen !
5! Setzen!







Eiskalte Typen




Mir faellt auf, dass diese eiskalten oder optisch gefuehlskalten Maenner mit ihren bestimmenden Gesichtsausdruecken die neue Norm zu sein scheinen:

Ellenbogenmenschen ohne Skrupel, ob in der Wirtschaft, Management, Boerse, Partei oder Politik, Forschung oder Bankenwelt -immer die gleiche Sorte, die man inzwischen recht gut erkennen kann.
Schwarze Klamotten, Sportwagen, absichtliches Falschparken, ruecksichtslos auf der Strecke - schon vor dem Buero mit selbstverstaendlicher Dreistigkeit unterwegs.
Wehe, denen stellt sich was in den Weg !
Was bei den Maenner ist, kann man auch auf Frauen uebertragen, diese sind aber (noch) besser getarnt und vielseitiger in der Optik unterwegs.
Alle haben eine Gemeinsamkeit: Strebertum, Verbissenheit, Karrieregeilheit, Menschenverachtung, Geldgier und Skrupellosigkeit.
Vielleicht war das schon immer so, heute faellt es aber ganz besonders auf..
Ein kleiner Typ dieser Sorte stand einmal hinter der Kassiererin des Diskount-Ladens und hat diese mit staendig gezischelten Bemerkungen traktiert, so dass diese ganz nervoes geworden und rot angelaufen ist.
(Vermutlich war die Bluse und der Kittel mehr als nur durchgeschwitzt)
Und das bei dem kleinen Gehalt!
Der rabenschwarze Vogel hinter ihr gab keine Ruhe und wir rueckten langsam im Kassenstau nach vorne.
(Noch schnell einen "Stift" (Lehrling oder "Azubi" mit ein paar Fruehstuecks-Dingen) vorlassen, weil die Pausen knapp bemessen sind.)
Nun kamen wir an die Reihe, die Waren waren laengst auf dem Band und der Typ meckerte noch immer, als ich das Wort erhob:
"Aber Herr Pfarrer, lassen sie doch mal die Frau in Ruhe, sie machen die noch ganz verrueckt!"
Gelaechter bei wartenden Kunden, vorsichtiges Laecheln bei der Kassiererin, als der "Pfarrer" sich aus dem Staub machte..
..was ich damit sagen will?
Nun, wir sollten viel oefter den Mut aufbringen, diesen knallharten Mistvoegeln die rote Karte zu zeigen, wenn sie nerven!





Schluss-Akkord: Der einsamste Ort der Welt




Wem die Welt zu hektisch und nervoes geworden ist, kann sich gerne meinen Tipp nehmen:
Dreckige und gefaehrliche Taetigkeiten - z.B. das Scheiden des Efeus in luftiger Hoehe auf der langen Leiter, das Beseitigen von Toilettenverstopfungen mittels Spirale oder das Streichen von Waenden, - egal ob drinnen oder draussen - sind die stillsten Orte der Welt - niemand haelt an und fragt: "Kann ich dir helfen?". Jeder hechtet fix vorbei - nur nicht auffallen, man hat es eilig und nimmt den "Arbeiter" am liebsten nicht wahr..

..der da schmuddelig und verschwitzt sein Gewerk tut oder tun muss, weil sich niemand duemmeres gefunden hat.
So ist nun mal das Schicksal eines "Hausbesitzers", der in Wirklichkeit eher ein unbezahlter Hausmeister ist, der den Rasen maehen, Hecken schneiden, Wege ausbessern, Anstriche und Boeden oder Waende und Decken, Steckdosen und wer weiss was sonst noch alles auf der "Agenda" hat. Das meiste muss er selbst machen, nur in besonderen Faellen (Dach oder obere Fassaden, Gas, Wasser, Heizung, Fenster) duerfen Handwerker bestellt werden.
Man(n) ist immer beschaeftigt und auf sich allein gestellt - das ist eigentlich auch nicht schlecht, solange keine Hektik eintritt und vernuenftig nach dem Biorhythmus gewerkelt werden kann..

..und so sehnt er sich manchmal nach diesem "einsamsten Ort der Welt", wenn Verwandte zu Besuch kommen und ein stundenlanges Geschnatter in die Ohren quillt ..







***



Kartuschen - Thema: Weg damit

Es war mal wieder schoen, alte Filme im TV zu sehen und Dinge vor der Wiedervereinigung Deutschlands, die Unterschiede zwischen den beiden Staaten zu ergruenden, die Leute mit ihren Schrullen und Schrammen auf der Mattscheibe zu beaeugen.

Aber: Wenn die eigenen Filme peinlich werden, sollte man im Alter sich davon so trennen, dass sie niemand mehr finden kann. Ich meine das nicht mal im anzueglichen Sinne, sondern ganz allgemein:

Wie haben wir uns gekleidet, wie sahen die Frisuren aus, wie das Gehabe, wie haben wir uns unseren Eltern gegenueber gezeigt..

Nicht jedes Foto aus dem Urlaub ist tatsaechlich hinterlassenswert, aufhebenswert oder irgendwie "kulturell wichtig".
Die meisten, ja eigentlich bis auf 2-3 altmodische Bilder von den Eltern oder Grosseltern werden tatsaechlich aufgehoben, an die Ahnenwand gepinnt - nach dem Tod eines Elternteils wird so viel weggeworfen - vieles davon haetten die Eltern schon vorher "entsorgen" sollen !

Niemand wird sich mit 65 Jahren besser fuehlen, wenn er oder sie sich mit 20 am Strand sieht..

In den Alben, die wir fuer unsere Kinder angelegt haben, ist schon mehr als genug zu sehen.

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







***





Wissenschaftler






Heute schimpft sich alles "Wissenschaftler" was studiert hat, ob das ein Behoerden-Eumel ist, der nie das Licht der Sonne erblickte oder ein richtiger Wissenschaftler, eigentlich ein Forscher oder jemand bei einer Naturschutz-Organisation..
Nun ist immer die Rede von der "Population der Stoerche", wo ich gerne anfuegen moechte:
Populus, lat. Volk - nun geben sich zwei Pfade: Entweder meinen diese Leute, dass es ein "Volk der Stoerche" gibt oder es ist gar eine Herabsetzung des Menschen?
Richtig waere: "Die Menge an Stoerchen" oder "Die Zahl an Stoerchen".
Weiter geht es im Reigen der studentischen Irrtuemer:
"Wir beobachten durch das kalte Klima eine zurueckgehende Reproduktion der Stoerche"
Aha, vermutlich reden diese Typen wohl von uns Menschen in aehnlicher Weise, wenn Kinder zur Welt kommen..
Es ist eine Fortpflanzung und so sollte man das auch benennen - denn "Reproduktion" waere eine identische Kopie eines Originales - nichts anderes.
Wer sich "Wissenschaftler" nennen will, sollte das wissen und auseinander halten koennen:
Individuen sind immer Originale, auch wenn sie der gleichen Art oder Spezies angehoeren!
Was mich daran fuchst?
Nun, wenn schon die sprachliche Ausrichtung oder Sorgfalt nicht geht, wie mag es bei der "empirischen" Forschung dieser Leute bestellt sein?!
Sicher, es mag "dir" geneigter Leser, liebe Leserin so vorkommen, als waere ich mit obiger Bemerkung ein wenig pingelig - aber: Was ist Forschung anderes als groesstmoegliche Genauigkeit und Neugier?



Auf der naechsten Seite dieser Reihe -auf das Startbild klicken- geht es normal weiter..

Button

Zurueck zur Startseite -
Impressum



***



Was gibt es hier zu sehen?

Altenhof XX

Die Zeit macht das, was sie immer schon tat - sie entweicht.
Die "Enkelchen" wurden erwachsen, zogen weit weg nach Amerika, wo sie nach dem Studium ihr gutes Einkommen hatten. Babsi und Jessi waren bald alleine, der Subunternehmer ging bankrott, weil er auf zu großem Fuße leben wollte, zuvor hat er noch einen Berg Schulden aufs Haus verursacht, weil die Verkaufsstelle auf den neuesten Stand gebracht werden sollte. Der neue Traktor war auch noch nicht bezahlt und dann kam die Pfändung, weil die Hypotheken längst ausgeschöpft waren. Die Beiden zogen in eine Wohnung in der Stadt, Jessi arbeitete in Gelegenheits-Jobs, Babsi als Halbtagskraft in einem Labor. Sie mußten sogar Wohnbeihilfe beantragen, sonst hätten die Gehälter niemals gereicht. Der Hof fiel brach, die Ländereien wurden von den Nachbar-Bauern mit übernommen und die Gebäude verfielen.

Anna und Benni haben ihre Rente erreicht und leben noch viel ruhiger als zuvor. Das Auto haben sie abgemeldet und verschrotten lassen, das hatte es buchstäblich hinter sich. Die paar Sachen hat der Supermarkt vorbei gebracht, das war kein Problem - und letztlich wurde so sehr viel Geld gespart.
Man weiß ja, daß die Rente nur noch weniger als den halben Lohn ausmacht (maximal und auch nur dann, wenn mind. 45 Jahre lang eingezahlt worden ist.)
"Bis 2030 Absenkung des Rentenniveaus auf 43 % - In § 154 Abs. 3 SGB VI seit 2004 festgeschrieben."

Jeder kann sich leicht ausrechnen, dass bei einem Halbtagsjob dieser Art, die unsere beiden Altenhofbewohner hatten, nur 350-400 Euro monatlich pro Person zur Verfügung waren..
Wenn dann eine Rechnung von der Gemeinde kommt und monatlich 160 Euro bei Mitversicherung zu zahlen ist, wird es eng. Verhungert sind unsere Beiden dennoch nicht, denn sie waren bekanntlich erprobte Selbstversorger, die leider nun nicht mehr auf die Milch des Bauern setzen konnten. Die Käsemacherei hatte ein Ende gefunden, gekaufte Säfte für den Wein ebenso. Die Handys wurden bei Renteneintritt abgeschafft, weil die Kosten ganz einfach zu hoch waren. Die Gemeinde zog die Gebühren gleich vom Konto ab, sonst hätten die Altenhofbewohner nicht mal mehr überweisen können, weil die Fahrt in den Ort recht beschwerlich ist, zumindest der Rückweg, wo das Rad geschoben werden muss.

Nun waren Anna und Benni so arm, wie sie immer sein wollten - jedoch unfreiwillig. Anna's Vater starb und hinterließ eine stattliche Summe, die den Beiden das Auskommen und auch wieder EIN Smartphone und ein gebrauchtes Auto einfachster Art ermöglichte: Nun gab es endlich wieder Milch und weiter ging die Käserei.

Diese Dinge haben beide recht bleich darüber reden lassen, wie schnell man in Schieflage kommen kann. Dann kamen Drohbriefe an - anonym - mit gemeinen Inhalten in der Art "Diebin, Erpresserin, Vatermörderin" und schlimme andere Sachen. Irgendwann hat man diese Briefe ungeöffnet im Herd entsorgt und sich dabei so seine Gedanken gemacht. Es werden die lieben Geschwister oder deren Angeheiratete gewesen sein, zumindest einer oder eine davon.

Wieso und warum solche wüsten Anschuldigungen gemacht werden und dann auch noch feige anonym, war Anna nicht klar: Wir haben doch sein vielen Jahren keinen Kontakt mehr, ich verstehe das nicht.

***

Der Kommissar übernahm die Sache, nachdem die Ortspolizei die Sicherungen gemacht und der Krankenwagen weg war - die gerichtsmedizinische Untersuchung wird zweifelsfrei einen Unfalltod diagnostizieren, schrieb er in seinen vorläufigen Bericht, wie ich das sehe, das hat der Gutachter bestätigt, den wir zum Unfallort gerufen haben, sind beide Bremsleitungen durchschnitten worden. Infolge des Bremsverlustes ist der Wagen wegen zu hoher Geschwindigkeit in der leichten Kurve gegen die Mauer der Schnellstraßenunterführung geprallt. Vermutlich hat der Fahrer versucht, den Wagen an der Leitplanke davor abzubremsen, die aber 3 mtr. vor der Mauer zuende war, weshalb der Wagen - durch die eingelenkten Räder - sofort nach links und gegen die Mauer driftete. Beide Insassen waren sofort tot, weil sie nicht angeschnallt waren und der rostige alte Kleinwagen italienischer Produktion (0 Sterne im Chrashtest 2018) keinen ausreichenden Schutz bot. Dann schloß er die Akte und gab sie weiter zur abschließenden Bearbeitung in das Kommissariat. Schon wurde er zum nächsten Unfallort gerufen - zwei LKW schoben sich ineinander, die aus Osteuropa stammenden.. die Tür des neutralen Dienstwagens ging zu und die Neugierigen blieben aussen vor.

Die Ortspolizei fuhr danach zum Altenhof um evtl. Abschiedsbriefe oder etwas in der Art vorzufinden - auf dem Nagel am Herd steckten 2 ungeöffnete Briefe. Die Haustür stand offen und die Schubladen waren durchwühlt, Annas Tagebuch wurde nur aufgeblättert - aber nicht bis zum Schluß, wo von den Drohbriefen die Rede war. Geld war keines da, bis auf einen Zettel in der Küchenschublade, unter der Kassette, auf dem die Erbsumme vermerkt war: 82.000 Euro und danach standen die Zahlen, die wohl zur Deckung der Lebenshaltungskosten nötig waren, der Betrag für das Auto und das Handy. Die flache Geldkassette war leer, bis auf ein paar Euro und einen 20er Schein. (Wohl damit der Diebstahl nicht auffällt)

Sogar die Bibel wurde gestohlen, von denen im Tagebuch die Rede war.
Das Kommissariat ordnete eine entsprechende Untersuchung des Falls an, wo auch Fingerabdrücke genommen worden sind.
Bald wurden die Miterben besucht.. und man wurde bei Annas Schwager fündig. Die Spuren stimmten überein und dort war im Bücherregal.. die Bibel des Altenhofs zu sehen.

"Gemeinschaftliche Erpressung und Mordversuch mit tödlichem Ausgang, gefährlicher Eingriff in den öffentlichen Straßenverkehr .."

***

Jessi und Babsi erhielten Post vom Nachlaßgericht, daß ihnen ein Hof mit 6 Hektar Land zugefallen sei, weil die Anna und der Benni Birckler verstorben seien.

Die Beiden kamen zur Beerdigung der Erblasser und zogen bald in den Altenhof ein. Babsi las das freigegebene Tagebuch der Anna Birckler jeden Tag ein wenig laut ihrem Jessi vor.
Dann kam ein Brief vom Finanzamt, wo 25.000 Euro Erbschaftssteuer gefordert wurden, weil nicht die direkte familiäre Linie zum Erbe gekommen sei und deshalb der volle Steuersatz zur Anwendung käme. Angesichts des relativ geringen Wertes der Hinterlassenschaft, freuen wir uns, daß sie über den Pauschbetrag nicht hinaus gekommen sind.
Wir haben das Geld nicht!
Entsetzte Blicke.
Am anderen Tag war Aufräumen angesagt und so fanden sie den "Kühlschrank", der wegen eines vergammelten Käses übel stank - direkt durch die Ritzen und Spalten.
Sie räumen alles aus, auch die Zeitungen am Boden - dort war ein flacher Stapel großer Scheine versteckt, mit dem Erblasserschein aus dem Tod Annas Vaters. Verblüfft zählten sie das Geld- es waren noch über 75.000 Euro in bar !
Die Begleichung der Steuer war nun kein Problem mehr und sie erzählten es keinem Menschen, nicht mal ihren eigenen Kindern.
Die Polizei hat das gestohlene Geld nicht finden können.

In dem Nachlaß sahen die Beiden ein Gelübde, daß sie das Leben ihrer Gönner weiter leben sollten. Das taten sie denn auch und zwar haarklein, wie im Tagebuch so ausführlich beschrieben. Niemand, der den Fall nicht kannte, hätte eine Veränderung an diesem Altenhof bemerkt, sogar der Pit war noch da und hielt - ebenso - die Treue..
..und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute!

*** Eine der vielen Sonderthemen Kartuschen, die nichts mit dem eigentlichen Seitenthema zu tun haben müssen.. Lektuere ..einfach zur Untermalung der Rezept-Seiten gedacht !





***