Reihenweck 5






#Anhang: Nikolaustag 2017




Ein Nikolaustag mit Tiefgang:
Auto zum TUEV in die Werkstatt, anschliessend Einkaufstag,
weil man sowieso unterwegs ist - die Enkel werden zum Nahen Kauf gefahren, wo die ihre
ausgemalten Kartons mit Suessigkeiten gefuellt bekommen (Gratis, Reklame-Gag).
Anschliessend - ca 17.30 Uhr, es ist dunkel -
kommen unsere fuenf Besucher auf die abgeraeumte Terrasse,
wo ich im Feuerkorb Holz - Scheite anzuende.
Daneben wird der Kugelgrill als Smoker angeheizt und es gibt lange Hickory-Wuerstchen,
die in der Serviette gleich an Ort und Stelle vertilgt werden.
Als Beilage? Wuerstchen!
Diese geraeucherten Wuerstchen sind unglaublich saftig und lecker.
Die grosse Gartenbank wurde heran geschleppt, mit Sesselauflagen bestueckt -
damit die "Fusskranken" sich ebenfalls wohl fuehlen.
(Gewaermt vom Feuerchen)

(Im Kugelgrill mittig einen Anzuender legen, anzuenden, mit einer Reihe Grillkohle umlegen,
ein wenig Holz darueber und einen grob zerhackten Klotz Pressholz fuer den Grill.
Wenn alles gut angebrannt ist, kommt die Menge von 1-2 Tassen Hickoryholzschnitzel darauf,
der vorbereitete Rost mit den rund herum an den Raendern gelegten Wuerstchen
wird eingehaengt und der Kugeldeckel geschlossen.
Die Grillkohle als Basis verhindert zu schnelles Erloeschen)

Geschwind noch ein paar Laternen mit Kerzen dazu und schon leuchten die Augen aller..
..was auch am heissen Tee und Kaffee liegen kann.
Ich mache also gleich zwei Kilo-Pakete Wuerstchen, die uebrig bleiben werden
der Tochter mitgegeben, damit kann sie am naechsten Tag einen tollen Nudelsalat
machen- mit Knoblauch-Grillsauce und einer Dose Erbsen - das ist eine tolle Sache,
die ich schon oft ausgetestet habe.
(Die Wuerstchen werden in grobe Scheiben geschnitten)
Der Grillgeschmack bleibt erhalten.
Von einem solchen Hillbillie-Salat ist noch nie auch nur ein Kruemel uebrig geblieben!





Der Schluss - Akkord: Gedanken auf einer Wanderung im Westerwald




Die Wohnlagen in den ehemals bitter armen Westerwaldorten sind heute so ausgestattet, dass man an den Speckguertel Frankfurts (Main) denken muss. Villenaehnliche Haeuser von den neuen Bessergestellten aller Art "zieren" die Ortsraender. Riesige automatische Zaeune, gleich zwei grosse Hunde dahinter, Saeulen, wohin man schaut - Marmor, Garagen so gross wie Einfamilienhaeuser - jedes erdenkliche Gartenaccessoir ist zu sehen. Der Nachbar muss schliesslich ueberfluegelt werden; die Fahrzeuge der Bessergestellten sind dem entsprechend- Auto moechte man dazu nicht so einfach sagen. Wenn hier etwas gezeigt wird, dann aber auch richtig! Die Wege der Menschen sind verschlungen - was dem einen sein Nachtigall, ist des anderen sein Uhl. Zwischendrin findet man das genaue Gegenteil dieser Protzeinheiten - alte und nicht mehr genutzte Kleinbauernhoefe - mitten im alten Ortskern - schoen zurechtgemachte Fachwerke und eine "gepflegte Unordnung", die uns als Wanderer noch an die Menschheit glauben laesst. Sicher, die Zeiten haben sich geaendert, ueberall sieht man Windkraftanlagen, riesige LKWs aus allen europ. Laendern donnern die schmalen Dorfstrassen entlang - mit ach und krach wird aneinander vorbei gezirkelt. Wer hier ueber die Strasse will, ist gut beraten abzuwarten um dann wie ein Karnickel auf die andere Seite zu springen. In einem Ort nahe Kirbergs (Langenhain) haben wir erlebt, wie ein Baggerfahrer die Durchfahrt mit der Schaufel versperrte und mit den ignoranten Autofahrern schimpfte: "Gut, lassen sie den Wagen stehen und werfen sie den Fuehrerschein weg- sie kapieren es nie!" (Heute achtet niemand mehr auf Verkehrszeichen, auch wenn diese jeden Strassenverkehr absperren, um gefahrloch inmitten der Fahrbahn die Rohre neu zu verlegen - ja schlimmer noch, die Driver sind zu bloede um ihr Fahrzeug so zu parken, dass die immer dicker werdenden Wohlstandsgeschwulste niemand behindern) Wie auch immer, wir kennen von unseren drei Enkeln, dass der Abstand vom Reichtum kommt, der Duenkel auf weniger Wohlhabende waechst mit den Jahren dabei deutlich an: Wer kennt ihn nicht, den abschaetzenden Blick inmitten von Unterhaltungen - wie ist das Gegenueber angezogen, wie weit ist er oder sie in der Rhetorik bewandert und gebildet? Wer hier nicht mithalten kann, hat ein Identitaetsproblem - nicht der Besserverdiener, der durchaus auch ein Zugezogener aus wildfremden Laendern sein kann, der "es gepackt hat"! (Au Backe, das kann richtig weh tun!)

Ich habe die Welt nicht gemacht, kann aber selbst als Fahrer dazu beitragen, dass Passanten gefahrlos die Strassenseite wechseln oder laenger wartende Fahrzeuge muehelos einfaedeln koennen. Jeder ist aufgerufen, die Welt ein ganz klein wenig besser und vor allen Dingen menschlicher zu gestalten - das geht mit diesen neuen Ellenbogen-Typen nicht !

Die vielen Menschen bilden wohl inzwischen laengst neue Krankheiten aus und denen sind "Wissenschaftler" auf der Spur - Aengste des Zusammenlebens oder richtige Krankheiten? - wer weiss das schon? Fakt ist, dass Kinderaerzte offenbar ziemlich scharf darauf zu sein scheinen, den "Kids" irgendeine Macke nachzuweisen - AHDS und Diskalkulie oder aehnliche Unvermoegenheiten mit dem Leben oder besser den heutigen Anforderungen des Lebens klar zu kommen.
https://www.oberlahn.de/29-Nachrichten/nId,208528,Studienergebnisse-zu-Depression-auf-dem-Handy.html
Wie weit sind wir alle krank oder wie sehr durch die Anforderungen der "modernen Gesellschaft" geschaedigt?
Mir jedoch scheint die Sache fuer einige Leute eine gute Einkommensquelle zu sein:
"Die WissenschaftlerInnen des Startups recherchieren nicht nur weltweit in medizinischen Datenbanken nach neuen Studien zu bisher 20 Krankheiten sondern werten auch die neusten Nachrichten ueber Forschungsergebnisse von wissenschaftlichen Instituten und forschenden Universitaetskliniken aus."
Na bitte! Man muss nur bereit sein, neue Chancen zu sehen .. wer jetzt noch nicht krank ist, der kann es ja noch werden - wir werden auch bei ihnen Defizite oder Symtome finden, das waere ja gelacht !
Derart gestaehlt bleibt man am besten im Haus, aber dann kommt sogleich das Cocooning ins Gespraech..
"Alle angemeldeten App-Nutzer erhalten zusaetzlich per E-Mail eine woechentliche Zusammenfassung der wichtigsten Forschungsergebnisse der vergangenen Tage."
Prima, so erkennt man die Probanten direkt - wer wuerde sonst eine solche "App" wohl "nutzen"?
Es waere denkbar, rein rhetorisch - dass die Ersteller einer solchen "App" die Daten der Nutzer durchaus in vielfaeltiger Weise auswerten und diese Ergebnisse verkaufen - z.B. an Krankenkassen oder interessierte Unternehmer, die ploetzlich noch mehr ueber die oder den BewerberIn wissen?

Das Haus auf dem Bild zeigt mir dessen Alter und Herkunft und auch, dass es mit einem Ohr (Satellitenschuessel) in die Geistessphaeren lauscht, die uns mit den dadurch zu empfangenden Sendern in die gute Stube schickt - ob die Bewohner dadurch besser informiert oder geruestet sein werden, um mit der heutigen Zeit klar zu kommen, darf ernsthaft bezweifelt werden..
Das Haus stammt aus einer Zeit, in der man nicht mal so einfach ins Vorratsregal greifen konnte, um einen Moehrensaft zu haben - dafuer haette man, waere damals die Notwendigkeit gesehen worden, ein solches Getraenk ueberhaupt in Erwaegung zu ziehen - schon eine umfangreiche Prozedur noetig gewesen, um aus den eingelagerten Moehren Saft pressen zu koennen.. Das waere so zeitaufwaendig geworden, dass zum "Fernseh-Genuss" kaum mehr Zeit verblieben waere!
Damals hatte man ganz andere Probleme - die Erziehung der Kinder war noch die kleinste Sorge, denn die Alten waren nicht auf "Malle", sondern mit der jungen Familie in einem Haus. (Die Platzansprueche des Einzelnen waren fuer heutige Verhaeltnisse erschreckend gering) Um eine persoenliche Macke "auszuarbeiten" war keine Zeit, es mussten die taeglichen Verpflichtungen - waschen, putzen, Tiere versorgen, Garten oder Feld bearbeitung, spinnen, stopfen, Essen bereiten, Reparaturarbeiten verrichten - getan werden und danach fielen die meisten totmuede ins Bett. (Maschinen waren praktisch keine vorhanden - alles war schiere Handarbeit)
Sehe ich von der hohen Sterblichkeit und der daraus resultierenden hohen Zahl an Kindern ab, waere die damalige Zeit eine viel bessere als die heutige gewesen.
So sehe ich schon die Vergleiche hinken, weil die Zeit niemals zurueck gedreht werden kann und jeder mit seiner Zeit klar kommen muss. Je mehr "Wissenschaft" entsteht, um so mehr werden wohl auch die Probleme: Jede Muenze hat zwei Seiten !
"Sie wollen doch nicht absteigen - entscheiden sie sich fuer das bessere Modell- wer damit faehrt, faehrt bald ganz anders - und unsere Hausbank finanziert ihnen das gerne, das machen 3/4 aller Kaeufer so.." (Das sagte uns ein Autohaendler einmal) Aha, dann ist also auch jede - noch so moderne - Macke weg, weil der Nachbar einen "besseren Eindruck" von uns gewinnt. Eine billige Heilung! (Wir kennen einen Fall, der sich mit einem teuren Luxus-Cabriolet heilte und dadurch sogar eine neue "Lebensgefaehrtin" fischte - wie das ausgehen mag, kann nur geraten werden)
Ein Fall in der Verwandtschaft lag so, dass das neue Haus unbedingt hoeher und groesser sein musste, als das der Unternehmerin direkt oben drueber, der man die Aussicht verbauen wollte.. wie ein Zwang.
Nach solchen Gedanken-Fluegen wandern wir still weiter und kommen endlich wieder in einen Wald, wo nur noch Voegel und das Rauschen der Baeume zu hoeren sind - wie in alten Zeiten !





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Kartuschen - Thema: Kochunterricht

Wir Aelteren erinnern uns noch daran, dass es in den hoeheren Schulklassen Kochunterricht gab,
die Schulen hatten richtige Kuechenzeilen eingerichtet, die neben den Werkraeumen waren.
Nun wurde ich zu Werken eingeteilt, weil dem Lehrer (damals waren die noch Restbestaende aus der H itlerzeit) das besser gefiel:
Buben basteln, Maedchen kochen - basta.

Schade, sehr schade.

Wie auch immer, heute habe ich mich dafuer um so aerger ins Kochgeschehen gestuerzt, wie man auf meiner Homepage sehen kann..

Die jungen Leute haben heute immer weniger "Plan" von irgendwas,
sie lernen in einer Art "Bullemie-Learning" Unmengen an Formeln und Regeln und Grammatik
und div. Sprachen bis zum Sexunterricht - aber wie es im Leben zugeht,
das wissen sie kurze Zeit nach dem "Bueffeln" genau so wenig wie sie mit dem Kopfrechnen umgehen sollen..

Wie es ist so ist es, die da oben wissen sowieso alles viel besser.

Nach diesem Bullemie-Lernen vergessen oder verwechseln die Kids die Formeln,
wenn die Klassenarbeit geschrieben wurde.

Der Druck wird auf diese Weise immer groesser und der Hypothalamus
selektiert dann nicht mehr so recht und richtig, was denn fuer das Leben dauerhaft
gebraucht wird und "was weg kann"..

Als "Selektionsfaecher" sind alte Sprachen und Schnelligkeit bei den Arbeiten angedacht,
aber an die Vertiefenungen an Lebenswichtigkeiten oder "Banalitaeten" hat man nicht gedacht,
trotz aller Studiertheiten in den Ministerien.
Deshalb sind selbst Abiturienten im praktischen Leben doof wie Stroh.
Ich plaediere fuer den Kochunterricht in den Schulen,
(als Ausgleich weg mit dem Religionsunterricht) -
damit eine tiefenentspannende Basisinformation fuer das spaetere Leben
(wie ein DOS-Programm beim Computer) einziehen kann.
Auf einfache Weise etwas erlernen, was auch noch Spass macht!
Hier findet -wenn der Unterricht ruhig und locker gemacht wird-
eine kulturelle und menschliche Beziehung statt:
"Liebe geht durch den Magen"..

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Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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#Anhang: Sprachlicher Wandel


"Quis necat Genetivum?"
Der sprachliche Wandel ist ein Thema, das nicht nur Lehrer
beunruhigt oder Forscher, die sich am liebsten in eine ruhige Ecke
der sprachlichen Entwicklung zurueck ziehen.
Es ist aber nunmal so, dass nicht nur "Migration" und Reisen,
sondern auch die Technik und ihre Begrifflichkeiten staendig neue Woerter
in unsere Sprache einfliessen lassen.
Der Genitiv, wir merken es sogar in den Moderationen des Rundfunks-
stirbt aus, das Duzen nimmt zuweilen seltsame Formen an.
Ich erinnere an den Limburger Grossbaecker oder Filialbetrieb,
in welchem sich nicht nur die Bediensteten untereinander duzen sollen,
-auf Anordnung des Chefs- sondern auch die Kunden dahingehend angesprochen werden sollen.
In den meisten Laendern gibt es nur ein "du" bei uns gibt es das "Sie" und das vertrauliche "du".
Wer fremdstaemmige Dienstleister kennen lernen musste, wird meistenteils geduzt,
wobei allerding keine Vertrautheit, sondern eher Plumpheit die Triebfeder sein duerfte.
Leben ist Wandel, Voelkerwanderungen - und mit denen haben wir es im 21. Jhd. zu tun,
bringen immer auch sprachliche Einfluesse in das Zuwanderungsland ein.
Zuweilen sind unsere Moderatorinnen -unfreiwillig- komisch:
"Unsere Kaetzinnen und Katzen" oder "Gaestinnen und Gaeste",
"man sollte daran denken, dass der Hund sehr gut riecht und unterscheiden kann"
(Dererlei Beispiel kommen laufend - einfach mal drauf achten!)
Hochdeutsch, daran darf ich nochmal erinnern - gibt es noch nicht so lange wie man denken
sollte - erst die Gebrueder Grimm und Martin Luther haben angefangen Ordnung in das
mundartliche Chaos zu bringen.
Die ganzen grammatikalischen Dinge sind schier abstrakt oder theoretisch entstanden,
aus Sprachforschung und Phonetik heraus.

"..damit keine Verknitterung mit den Anziehsachen passiert"
(Gesendet im HR4 am 9.1.2018 um 11.15 Uhr)
Gut, Tomaten werden passiert und Sauce, aber Anziehsachen?
Sicher haette man sagen sollen: "..damit die Anziehsachen nicht verknittern"
aber Deutsch ist bekanntlich eine sehr schwere Sprache, selbst fuer Einheimische !

Ein paar "Highlights" finde ich immer:
" Coaches and More Sportmanagement " oder " Sales " oder " Logistik "
oder "Table Runner"..
letzteres hat meine Frau im Baumarkt entdeckt,-
beim Auspacken des Artikels kam ein TISCHLAEUFER ans Licht..

Man koennte denken, die ganzen heutigen Macher sind bekloppt,
wie wenn wir die (eigene) Sprache verloren haetten!

Na ja, wenn ich mir die Zugezogenen anschaue,
wie wenig diese mit dem sogenannten Mutterwitz unserer deutschen Sprache zurecht kommen,
habe ich Hoffnungen fuer unsere weniger guten Schueler:
Wir gehen in Richtung Primitivsprache mit vielen "Einblendungen" anderer Kulturen.

Ein Junge schrieb einmal "Annaschta" in seinem Aufsatz,
gemeint war anders, Plattdeutsch "annerst" aber im Superlativ.. ;)

Am "Faschingssonntagmorgen" sagte der Sprecher im Radio:
Einen schoenen guten Sonntagmorgen ihnen..
Ob er wohl die Syntax nicht so recht verstanden, in der Schule gerade gefehlt hat?


So z.B. heute Morgen der Moderator des HR4 (18.April 2018) zum Thema "Blitzmarathon der Polizei in Hessen":
"Ob die wohl auch die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhalten.."
Nee Mister, alles falsch verstanden:
Es ist auf den Schildern die maximal zulaessige Hoechstgeschwindigkeit angegeben, die gefahren werden darf, keinesfalls die "vorgeschriebene Geschwindigkeit"! Mich wundert angesichts dieser Bemerkung nichts mehr!

Am 25.4.2018 kam um 07.43 Uhr im HR4 ein Kommentar zum Museum: "Jedermann und jedefrau" kann hier eintreten... Das ist die Sprache derer, die gut auf Linie gebracht worden sind. Was schert und die Grammatik? Also darf ich auch tun und lassen was ich moechte.. gell?!

Am 19.8.2018 nach 23 Uhr kam die Sendng ttt - und in einem Beitrag der Satz: "weibliche Taucherinnen werden von jungen maennlichen Delfinen belaestigt" - dabei wurde ein entsprechender Filmbeitrag gezeigt, wo ein laestiger Delphin mit seiner Schnautze staendig zwischen den Beinen einer Taucherin herum machte und sich nicht abwimmeln lies - aehnlich wie in Koeln? Ich denke, dass hier die Parallelen recht deutlich sind - denn beide Arten sind Wilde. Die wilde Formulierung jedoch ist typisch linker Sprachduktus; Zeiten sind das !





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Kartuschen - Thema: Rentner-Dasein

https://jagderleben.landlive.de/blogs/entries/7839/
https://www.palverlag.de/ruhestand-rente.html
https://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20110915040345AAwg52Z
https://www.deingedicht.de/sonstige/lustige-gedichte/der-rentner.html
http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/rentnerdasein-will-gelernt-sein--67829677.html
http://e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?25854
http://witze.woxikon.de/rentnerwitze
http://www.seniorbook.de/themen/kategorie/politik-und-gesellschaft/artikel/25996/rente-mit-63-nur-bekloppte-arbeiten-laenger

Die eigene Erfahrung liegt wohl irgendwo mittendrin,
zwischen morgens immer noch frueh aufstehen, weil im Bett waelzen Kopfweh macht..
(Man wird noch immer um die gleiche Zeit wach)
Der Tagesablauf ist flexibel, beginnt aber mit dem Kaffee,
dh. ich mache das Fruehstueck, meine Frau sitzt im Sessel am Tablet und surft im Internet
oder macht Sudoko oder so.
Bis dahin bin ich bereits 1-2 Std. am PC gesessen und habe diese Homepage-Seiten gestrickt,
an denen es immer etwas zu verbessern oder auszubessern oder zuzufuegen gibt.
Das gemeinsame Fruehstueck war bei uns schon immer eine Selbstverstaendlichkeit,
mit den Kindern - als Familie.
In dieser Zeit wurde ueber den Tag gesprochen, aber auch ueber die Lehrer,
Aerger auf der Arbeit, die Politik und die Gesundheit - was gerade anstand.
Hier hatte jeder sein Forum und das ist heute -
wo wir nur noch zu zweit sind, noch immer so.
Dann geht es ins Bad, ich spuele - wir haben bewusst
auf eine Spuelmaschine verzichtet, weil die Platz in der Kuechenzeile
wegnimmt und viel Strom und Wasser kostet - ich habe ja Zeit als Rentner.
(Dabei werden auch gleich die Fingernaegel geschmiert)
Etwas Arbeit im und am Haus, auf dem Grundstueck ist immer zu tun,
gemeinsame Einkaeufe und Ausfluege, sowie den taeglichen 4-4,5km Spaziergang
nicht zu vergessen, der fit haelt und gegen Gelenkprobleme gut ist.
Einmal die Woche gibt es einen Diaet-Tag, der das Gewicht reduziert,
das sich durch die altersbedingte Stoffwechselumstellung ergibt.
(Das ist eher Wasser, das sich im vorhandenen schrumpfenden Fettgewebe festsetzt)
Noch zu erwaehnen ist das Mittagsschlaefchen, eine sehr angenehme Einrichtung,
die man sich nicht nehmen lassen sollte.
(freilich nur, wenn nicht gerade ein Event ist)
Selbstverstaendlich hat das Alter seine Einschraenkungen,
das soll nicht verschwiegen werden - man kann aber gut damit leben,
wenn genug "alternative" Hobbies vorhanden sind:
Die Aktivitaet ist noch immer da und die muss zuerst im Kopf gemacht
und als Steckenpferd umgesetzt werden.
Meine Frau puzzelt gerne und strickt Struempfe fuer uns alle,
zumindest fuer die solche gerne anziehen.
(Im Winter eine grossartige Sache, wird sehr geschaetzt als Geschenk)
Ich mache den Wein selbst- das ist ja auf den Homepageseiten bereits zu lesen.
Das regionale Radio HR4 laeuft als gute Laune "Background" bei (fast)
jeder Taetigkeit, ob in der Wohnung oder im Keller bei der Arbeit !
Das gemeinsame Wandern ist so ein Ding, das wir sehr gerne tun.
Desgleichen die Homepage, die inzwischen bekannt genug ist -
seltsamerweise rund um die Welt - auch ohne "Social Networks",
die ich - wie Foren - allesamt ausprobiert und dann entsetzt
fallen gelassen haben, wie Treffs von "Smartisten" (smart Auto) und
Hundefreunden, was unmoeglich war:
Wie damals schon beim "Ententreff" (2-CV Auto) - es liegt wohl daran,
dass ich (meiner Frau geht es genau so) absolut vereinsuntauglich bin.
Deshalb versuchen wir es mit den Wandervereinen lieber nicht..
und ziehen unser eigenes Ding durch.
Nach der Wanderung ist vor der Wanderung - ich plane dann gleich die naechste Tour,
so ist Spontanitaet leicht moeglich:
Das Wetter gibt sich gerne unvorhersehbar,
deshalb liegt die neue Karte und Beschreibung in der wetterfesten Tasche immer bereit.
Die Accus der Handy's werden Abends nochmal alle durchgeladen,
am naechsten Morgen die Stullen geschmiert und ab geht es !
Wichtig finde ich, dass man nicht so oft Nachrichten sieht und hoert,
denn das macht krank und fuehrt zur "Renterkrankheit", dem "Gruebeln",
was man unbedingt vermeiden sollte: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!
(Es ist nicht wichtig, ob man grosse oder kleine Ausfluege macht
und wohin diese gehen ist auch nicht so wichtig -
man muss etwas tun, dann kann das Renterdasein niemals langweilig werden:
Mit wachen Augen durch das Leben gehen, das ist es, was man zeitig ueben sollte:
Alte Leute sind die besten Lehrer fuer die Enkel,
man muss sich nur geduldig mit denen unterhalten und auf alle Fragen
eine verstaendliche Antwort haben, ehrlich und ungeschminkt und nur so weit,
wie gefragt wurde antworten - alles darueber hinaus kann nicht verarbeitet werden.)
Ab und an "muss" man auf die Enkel aufpassen, wenn mit der Planung
der jungen Familie mal etwas daneben ging - es ist bei 5 Personen
immer einer krank oder ein Termin "passt" nicht.. gut,
dass dann Oma und Opa noch da sind und helfen koennen.
(Auch das sollte man gemeinsam tun: Brettspiele bis zum abwinken)
Da ist noch zu erwaehnen, dass meine Frau die Jahre
mit den beiden eigenen Kindern am Herd stand und nun bin ich dran-
ein weiteres und wirklich schoenes Hobby etablierte sich fuer mich.
(Deshalb sind so viele guenstige und einfache Rezepte auf der Homepage gelandet)

Mit diesen Zeilen moechte ich Mut machen fuer diesen neuen Lebensabschnitt.
Depressive Schuebe (die gehoeren bei vielen Menschen im Alter dazu)
begegnet man am besten mit kleinen Events - ins Cafe gehen
oder einen kleinen Einkaufsbummel machen..
auf geht's, der Tag ist noch jung !



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Kartuschen - Thema: Entenjagd - Quotenjagd

Alle Jahre wieder zu allen grossen Festen und zu allen grossen Ereignissen treibt es sie wieder heraus,
die Zoten- Quoten- Zeitungsenten - Macher,
die keine Entstellung scheuen, nur um ihr Kaeseblatt an die Frau
oder an den Mann zu bringen.
Hierbei gilt der alte Grundsatz wohl nicht mehr:
"Zeit ist Geld", denn diese Zeit-Klau- Einrichtungen sind es,
die die Leute unzufrieden und fuschelig werden lassen ..
Kein Ding, von dem man keinen "Bericht" entstehen lassen koennte
und wie man sieht, auch ueber diese Quotenhengste,
denen kein Mittel zu schade ist, bekannt zu werden.
Aehnlich wie freie Reporter, die jedem Unfall nachjagen,
am liebsten waeren sie schon vor dem Unglueck oder Katastrophe "vor Ort",
um als erster davon berichten zu koennen; gegen Bares versteht sich.
Ob man das bereits als "Fake-News" bezeichnen kann,
wenn "hart an der Grenze zur Wahrheit" geschrieben wird?!
Das muss ich jedem "Leser oder Leserin" selbst ueberlassen..

Fakt ist, dass jeder Mensch neugierig ist, mancher hat von diesem "Gen" zuviel abbekommen:
"Gaffer" auf der Autobahn, die Aufnahmen von frischen Unfaellen machen.
(Wozu das sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis)
Kriminell gefaehrlich ist dieser Eingriff in den Strassenverkehr allemal.

Die seltsamsten "Nachrichten" sind die aus der politischen Ecke,
die fuer die Menschen im Land zwar Auswirkungen haben,
ansonsten aber wie ein Gewitter herein brechen -
so machtlos ist man dagegen:
Eigentlich muesste man diese politischen Meldungen
"Bekanntmachungen" oder "Edikte" nennen.
(Das Kaiserreich laesst gruessen - der Adel steht schon in den Startloechern !)

Nun kommt der Gedanke, dass obige "Enten-Meldungen"
oder Zoten fuer die Leser die "Alternative" sind,
wie die Berichte ueber div. Sportveranstaltungen,
die den Nutzen von News ueber die Schachspieler
oder Briefmarken- oder Taubenfreunden aehneln.

Egal, solange sich damit Geld machen laesst..

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#Anhang: Soziale Kompetenz



Es werden Buecher, Kurse und Gruppen angeboten, die jene "soziale Kompetenz"
zum Thema haben.
Damit soll Firmen zu mehr Dialog verholfen werden, was leider viel zu wenig
dem Kunden hilft, sondern eher und vielmehr die Kommunikation der Mitarbeiter
untereinander und mit den Behoerden und befreundeten Firmen etc. verhilft.
Dabei ist es gerade der "Zickenalarm", der den Betriebsfrieden stoert -
wenig die falsche oder fehlende Kompetenz.
Die Einbildung durch Schulbildung ist staerker als der Wille sich irgendwo einzufuegen.
Die Einbildung durch das pers. Aussehen ist der zweite Punkt, der viel zu wenig beachtet wird.
Es wird immer sexistische Bemerkungen geben, weil zuweilen drastische visuelle Anmache
stattfindet, weil sie die Frauen (aber auch bei Maennern zu sehen)
ihrer Signale manchmal nicht bewusst sind:
Gutes Outfit und flotte Schminke im Betrieb wirken wie Schmirgelpapier zwischen den Geschlechtern.
Zu schlecht gepflegtes Aeusseres ist ebenso stoerend.
Den Grad zwischen Einbildung und Ausbildung, zwischen gutem und schlechtem Outfit ist klein!
Wir waren zur Rentenberatung in Weilburg und warteten im Vorzimmer.
(Meine Frau ging mit mir, weil sie auch in ein paar Jahren in Rente gehen moechte)
Die Glastuer zum "Behandlungszimmer" lies meiner Frau (ich habe das erstmal nicht bemerkt)
den Blick auf einen extrem kurzen Rock der ca 40j. Buerofrau werfen.
Meine Frau zu mir: "Mein Gott, hast du das gesehen?"
Hae? Was denn?
Das muss die "Dame" wohl gehoert haben - auf alle Faelle zuppelte die waehrend
unseres Termins staendig nervoes unter dem Tisch -der auch noch durchsichtig war-
am Rock und versuchte den laenger zu ziehen..
Damit wir uns nicht falsch verstehen, die Frau war kompetent und freundlich.
Was ich damit sagen will ist, dass sich manche Leute selbst ein Bein stellen -
ob das durch Hochnaesigkeit oder Frechheit oder Flappigkeit oder -s.o.- durch seltsame
Kleidung oder sichtbare Tattoo's oder seltsame Maennerohrringe ist - bleibt sich gleich.
Die Wirkung ist auf den Betrachter mehr oder weniger unguenstig bis fatal.

Die Aussprache, das Benehmen, die professionelle Distanz in Ausgewogenheit
des verbindlichen Interesses am Gespraechspartner, der Aufmerksamkeit also
ist ein grosser Teil der zivilisierten Kommunikation.
Selbstverstaendlich ist das restl. Benehmen und ggf. auch der ansehnliche Umgang
mit Essbesteck ein Teil der Kultur und sollte nicht vernachlaessigt werden.
So mancher Spitzenverdiener weiss nicht einmal, dass man sich mit einem
zugeknoepften Jackett nicht setzen sollte..
..dafuer wird so mancher Ablenkungstrick zum Eigentor und zum Tick,
den man nicht mehr los wird:
Beispiel Brille zurecht ruecken inmitten des Gespraechs
oder Mundwinkel unartikulierend in die Breite ziehen, was "Wichtigkeit" simbolisieren soll..
Das Gespraechsverhaeltnis zwischen grossen und kleinen Personen sollte ebenso
eingeuebt werden: Das von unten herauf oder von oben herab sehen kann entscheidend
dafuer sein, ob das Gespraech Erfolg oder Misserfolg hat.
Die Menge der Unartigkeiten ist so vielfaeltig, dass man glatt ein Buch
darueber schreiben koennte !

Viele Mitmenschen sind sich heute der simplen Redewendung nicht mehr bewusst:
"Wenn du nicht willst, was man dir tut, das fueg' auch keinem andern zu"
Das feinere
"Wenn manchermann wuesste, wer manchermann waer,
gaeb mancher manchem Mann manchmal mehr Ehr"
waere dann einen solchen obigen "Kniggekurs" gleichzusetzen.

Den Spruch habe ich im Web in dieser Art gefunden:

Wenn mancher Mann wüßte wer mancher Mann wär
gab mancher Mann manchem Mann manchmal mehr Ehr
weil mancher Mann nicht weiß, wer mancher Mann ist
drum mancher Mann manchen Mann manchmal vergißt"

Lewalter, Kassel, wohl im Jahr 1911

PS:
Ich hatte einige Vorgesetzte, die sehr viel mehr Schreibfehler machten als ich ..
..und die zu stolz waren, ihre Schriftstuecke von einem Mitarbeiter nochmal lesen zu lassen.





Der Schluss - Akkord - Steckenpferde: Unsicheres Verkehrsmittel


Der 30-jaehrige Motorradfahrer befuhr eine Strasse im Stadtbereich Bad Cambergs und wurde bei einer Verkehrsunfallflucht verletzt. Er befuhr mit seiner Ducati die Frankfurter Strasse als ihm in einer Kurve ein Fahrzeug zum Teil auf seiner Fahrspur entgegen gekommen sein soll. Um einen Zusammenstoss zu vermeiden, habe sich der Motorradfahrer mit seinem Zweirad aufgerichtet und sei dabei nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Dort prallte der Mann dann mit seinem Motorrad gegen einen abgestellten BMW und der Motorradfahrer stuerzte zu Boden. Das entgegenkommende Fahrzeug, bei dem es sich um einen dunklen VW aehnlich eines Gelaendewagens gehandelt haben soll, habe seine Fahrt im Anschluss ohne anzuhalten fortgesetzt. Bei dem Sturz verletzte sich der Motorradfahrer so schwer, dass er in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Moegliche Zeugen oder Hinweisgeber werden gebeten ..

Diese Fahrphysik (Zweirad, motorgetrieben) ist heute nicht mehr zeitgemaess.
Erschwerend kommt hinzu, dass durch die heutigen sehr grossen Wagen ein ganz neues Gefahrenpotential entstanden ist.

Von unserem Sohn, der mehrere Motorraeder hatte, wissen wir:
Heute laesst sich niemand mehr von einem Motorrad ueberholen, die Leute setzen alles dran, dass man damit nicht vorbei kommt und riskieren schlichtweg dessen Tod. Eiskalt.



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