Meine fotografische Herkunft:
Ich komme aus der "analogen" Fotografie und habe den Wiedereinstieg mit der schweren Spiegelreflexkamera MTL als wunderbaren und langen Fotokurs empfunden,
wobei keinerlei Automatiken, aber genuegend Buecher zur Seite standen.
Die Klick I war meine erste Kamera, die mit div. anderen heute wieder in meiner kleinen Vitrine steht.
Die Idee oder Anspruch:
Zwischen beiden Daumen und Zeigefingern ein Rechteck gemacht und dadurch "fokusiert" -
exakt das sollen meine Bilder zeigen, nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Wenn es geht ohne Verschuss in 1:1 Umsetzung von gemachten zu zeigbaren Aufnahmen.
Meine Art zu fotografieren war immer "Landfotografie",
die nie aufgepeppt wurde und die eigentlich immer bereits in der Kamera "fertig" werden musste -
nachtraegliches Bearbeiten waere ein Sakrileg an der Natur, genau wie die Veraenderung der Perspektive durch Zoom.
Weitergehend habe ich mir zum Ziel gesetzt, dass moeglichst jedes Bild "etwas werden" sollte, dh. ohne Verschuss.
Fotografieren statt knipsen!
Gute Bilder sollten unverkrampft sein, locker und so, wie mit eigenen Augen gesehen.
Ein halbes Jahrhundert mit der Kamera formt wie Wasser den Stein, unbeirrt wie die Natur, die der Kuenstler ist.
Die beiden folgenden Bilder, die zu meinen ersten zaehlen, fuehren zur grossen Zufallsbild-Galerie:
Bei Tageslichtaufnahmen
-ohne Makro, ohne Tele- in freier Landschaft wird das Thema "Equipment"
und sogar der Betriff "Kamera" zum Schnee von gestern:
Ob die Bilder mit einer DSRL oder einem wertigen smartphone aufgenommen worden sind,
sieht man bei den 1024 Pixel im Internet nicht.
Fuenfzig Jahre mit der Kamera praegen.
Zum Thema "Fotografie" moechte ich hier einmal meine Beobachtungen erzaehlen:
In den Zeiten, wo softwaretechnisch, bereits in der "Cam" Programme die Motivwelten aufpeppen oder "optimieren", wo alles automatisch geht - egal mit welcher Kamera auch immer, ist das Thema Fotografie sehr stark abgerutscht. Den Rest macht man am Computer und hat zig Programme und Tools, um das Bild zu bearbeiteten. Die Bearbeitung sind heute derart "state of Art", dass die Problematik daraus ein User auf den Punkt brachte: "Ich wuerde mir unbearbeitete Bilder nicht mal ins Album kleben!"
Der Trend hierzu erwaechst aus dem latent vorhandenen Wettbewerb und dem daraus resultierenden Gefuehl "der Erste" oder "der Beste" sein zu muessen und jede Aufnahme mit einem "Wow-Effekt" zu praesentieren.
Sicher, auch frueher wurden Bilder beschnitten, abgewedelt und aufgefrischt- heute ist der Bestand an echten Fotografien, die der Wahrheit entsprechen, derart duenn geworden, dass man bereits von Exoten sprechen kann.
Die Spiegelreflex- einst Statussymbol weniger Leute und Arbeitsgeraet von Berufsfotografen, ist heute zum Prolo-Teil geworden, das jeder hat - selbstredend auf "auto" gestellt, damit nichts schief geht.
Semiprofis machen 500 Bilder einer "Session", um hinterher gerade mal 4-5 Bilder zeigen zu koennen. (O-Ton aus einem Forum)
Das kann mir die Fotografie - ganz grundsaetzlich verhageln und deren ueberdruessig werden lassen.
Nun geht die Sache noch weiter, indem bereits Bilder vollkommen "aus der Retorte" gebastelt werden- wie Patchworks, wo jedes Detail vollkommen veraendert werden kann- nicht nur im Licht und der "selektiven Schaerfe".
Kaum einer der User kennt sich mit den Zusammenhaengen von Licht, Zeiten und Blenden aus - wozu auch?
Stirbt nun die Fotografie und ist zur Bastelei verkommen?
Ich denke ja.
Wenige Zirkel von Freaks machen natuerliche Bilder oder Lomografie- selbst die SW sind gefaked und nur noch Grauzonenbilder, die aus Farbaufnahmen umgewandelt worden sind.
Somit waere auch die Basis der gesamten hobbyistischen Unterhaltung mit dem Thema "Fotografie" ueberfluessig und koennte durch Bildbearbeitungs-Foren abgeloest werden.
Die Bilder mit der MTL und dem smartphone habe ich - immer die Aufloesung von 1024 Pixel bedenkend, oft verwechselt, weil der Stil gleich geblieben ist: Scan
Zitate aus Foren:
Bilder Kreieren ist ein kreativer Vorgang so wie wenn man in einem Chaos Ordnung schaffen will aber der erste Schritt dabei ist die Akzeptanz des Chaos und darin ist plaetzchenwolf ein Genie.
Ich geh z.B. nie mit dem Vorsatz an ein Foto es der Nachwelt oder mir selbst als Erinnerung zu erhalten sondern ich ueberlege mir wie koennte ein bestimmtes Objekt weniger langweilig wirken bzw. was kann man im Sucher draus machen ?!
Hallo plaetzchenwolf,
habe mich mal durch Deine Bilder geklickt - es sind wunderbare, beinahe meditative Bilder dabei.
Das sind Seiten zum Schmoekern und Bilder zum drin Versinken...
"Deine Bilder erkennt man, ohne den Namen darunter zu lesen!"
Danke, Fotoforum, so war das auch erdacht..

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