plaetzchenwolf - Die alte Fotovitrine



Die alte Foto-Vitrine


Heute spiele ich nur noch ab und zu damit, was eher eine "Gymnastik" ist,
damit alles funktionstüchtig bleibt - auch im musealen Dasein noch 1a in Schuß.
Nach Jahrzehnten der -unproblematischen- Nutzung haben das die Kameras durchaus verdient!

Die Kopfzellen halten auch sehr lange, man kann diese auch heute noch kaufen, die Gläser sind klar und die Objektive gangbar.

Alles ist bereit fuer den Tag, an dem eine umsetzbare und bezahlbare Lösung für Film und Entwicklung,
besonders bei der "Fach" - Vergrößerung zu sehen ist, dann kann mit den alten Prakticas jederzeit wieder fotografiert werden.

Handeingestellte Aufnahmen, sogar solche ohne Hilfe eines Belichtungsmessers entstandene-
sind besser als die meisten digitalen Aufnahmen, die man im Web sehen kann.

Das Spiel mit Blende und Zeiten ist heute wohl eher verloren gegangen,
weil die Elektroniken und Software viel zu kompliziert, (Weshalb die meisten Leuten nur noch "draufhalten") komplex und umständlich sind:
Mit der digitalen Technik richtig gute Einstellungen zu schaffen, dauert viel zu lange:
Der Gedanke, welcher einem Bild zugrunde liegt (oder liegen sollte), ist leicht vergessen, wenn das Licht drängt,
aber noch zig "Buttons" und Knöpfchen gedrückt werden müssen oder gar der Accu wieder mal leer oder zu kalt ist.

Das alles gab es bei der alten, einfachen aber hochpräzisen Technik nicht,
bei der noch viel Gefühl für Licht und Zeit mitgebracht werden mußte, damit eine Aufnahme überhaupt "etwas geworden" ist:
So bin ich oft durch die Natur gegangen, mit f5,6 oder f8 und 125s oder 250s und gespanntem Film- das war jeder digitalen Cam ueberlegen,
sogar schnappschußtauglich, weil sehr schnell!
Mit Objektiven richtig namhafter Hersteller, (die noch hier bei uns im Land produziert haben)
von 35-58mm (ohne Zoom) war meine Fotografie in Feld und Flur gut bedient.
Unauffällig fotografieren war damit eher nicht möglich,
weil die Größe der Kamera auffiel und erst recht das satte Auslösegeräusch des Spiegels deutlich zu hören war.
(Feinmechanik pur)
Bewunderer fanden diese Geräte immer bei älteren Zeitgenossen,
während die jüngeren Hobbyfotografen unterwegs mit Verachtung darauf schielten-
..von daher brauche ich mich heute nicht umgewöhnen:
Bis diese Leute ihr Stativ ausgepackt haben, sind meine 2 Bilder längst im Kasten und wir können die Aussicht genießen.

Was man mit den alten , rein mechanischen und manuellen Kameras an Techniken erlernt hat,
vergisst man selbst beim Handy oder der digitalen Kompaktcam nicht!

Fotografie in 1:1 Umsetzung von gemachten zu zeigbaren Aufnahmen war mir immer wichtig.
(OHNE hundert Ausschußbilder, die mühsam aussortiert werden müssen)

Die Resultate meiner Landfotografie sehen heute noch ganz genau so aus, wie damals, in der "analogen" Zeit.
Da habe ich immer großen Wert drauf gelegt:
Möglichst ohne Verschuß und immer ohne Tele oder Weitwinkel.
Die Bilder müssen so ausschauen, als hätte man sie direkt vor Ort mit den eigenen Augen gesehen.
Selbstverständlich niemals aufgepeppt!

Mein langer Fotokurs galt in besonderer Weise den mechanischen Einstellungen,
die -langsam aber sicher- dem Malen mit Licht und Farben wichen und in "Fleisch und Blut" übergingen:
Ohne das genaue Wissen um Blenden und Zeiten war mit den alten Spiegelreflexen kein Bild zu machen!
Neun Stück stehen funktionsfaehig in der Vitrine, zusammen mit einer uralten Agfa Box und einem Falter,
einer Adox, einer kl. Leica und meiner ersten Kamera, der Agfa Klick I.
Bevor ich mir das eigene Labor leisten konnte, kam der empfindliche "C42-Prozess" bei Farbbildern
(Alle Filme waren fortan darauf ausgelegt)
und die Erkenntnis, dass bei der geringen Zahl an Bildern,
die durch den Gedanken der 1:1 Umsetzung von gemachten zu zeigbaren Aufnahmen kam,
die Chemie eher umkippen als sich lohnen wuerde.
Später wurden aus dem optischem Vergrößerungsapparat ein autom. Scan-Vorgang,
der in Bruchteilen einer Sekunde ablief:
Zeit ist Geld,- leider meines!
Die in alter Manier -in Handarbeit- vergrößerten Bilder waren nunmehr so teuer geworden,
daß mir die Spucke wegblieb.
Diese nennt man "Fachvergrößerungen" - hundert davon kosteten so viel wie eine höherwertige digitale Kamera. (2022 schon 11 Euro für das Bild)
Überhaupt waren die Alben voll mit Bildern, deshalb kam der Gedanke an die Homepage,
die mit 1024Pixel Bildformat ein sehr ähnliches Resultat liefert.
Das Online-Fotoalbum eigener Prägung war geboren, ganz ohne Geflacker und flott laufend.
Wenn es schon digital sein muß, dann aber auch richtig,
denn das selbst Einscannen analoger Bilder hat sich als zu grob erwiesen,
weil die Vorlagen bereits digital zu Papier gebracht wurden.
Alte Aufnahmen, die noch mit Chemie entwickelt und als "Fachvergrößerung" vorliegen,
sind deutlich besser, aber nicht so gut wie direkt aus der digitalen Cam
in die digitale Welt der Browser importiert, weil die Umwege wegfallen.
Schwarz-Weiss-Aufnahmen waren nie mein Ding, weil die Natur bunt ist -
deshalb fiel und fällt das SW-Labor ebenfalls unter den Tisch.

Nach vielen Vergleichen, dem Ausprobieren und der Lektüre von Testberichten von Digicams
und nach tausenden von Bildvergleichen im Web, kam mir eine -nur nach den Resultaten-
aufgefallene "Camera" am geeignetsten vor, meine typischen Landschaftsbilder zu uebernehmen,
auf die ich mich eingeschossen habe:
Fortan tut ein "smartphone" mit 5MPixel diesen Dienst schon seit Jahren- ohne Probleme.
Vermutlich werde ich bei dieser Technik bleiben,
weil dieses eine sehr unauffällige und platzsparende Sache ist, immer dabei,
Telefon und Web.. demnächst mit 12MPixel!
Den Unterschied wird man bei den 1024 Pixel meiner Galeriebilder wohl nicht sehen,
Plakate oder riesige Bilder werden nicht gebraucht.
Die Kapazität an Aufnahmen werde ich bei einer Tour nie und nimmer ausschöpfen können!
Die Qualität der winzigen Linse ist aus Bad Kreuznach und über jeden Verdach erhaben -
eine allemal erstaunliche Weiterentwicklung.
Nur durch die lausige Akku-Technik sind unsere drei Smartphones SGH f480i gestorben.
Heute liegte eine Nikon Coolpix im Auto, jammere aber noch der Funktionalität der SGH hinterher..

Meine erste Kamera ist eine Agfa Klick 1 - die heute wieder in der Vitrine steht!
Immerhin eine Mittelformat, wie die alte Box und auch der Falter ist 6x6

Die kleine Vitrine wurde also "museal", was der Freude an der soliden Technik
(obiges Bild zeigt ein Biotar mit Springblende)
und an dem manuellen Spiel nicht trübt- wenigstens ist das "platonische" Auslösen gratis zu haben -
wichtig: Fotografieren ist nicht knipsen!















An dieser Stelle darf ich http://www.kameramu seum.de/index.htm das "Deutsches Kameramuseum" oder
"Das real existierende und das virtuelle Museum der Stiftung Kameramuseum Kurt T auber" zur Recherche empfehlen.





























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