Vivarium Seite 47


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Politiker sind die Leute, die sich um die Probleme kuemmern, die ohne sie gar nicht existieren wuerden.
Ralph Waldo Emerson




"Indogermanen"

Dez war mit Ola frueh auf dem Weg durch die Passage zur Markthalle,
mit dem vollbepackten Esel und Packtaschen auf den Ruecken hatten sie schon einen laengeren Marsch hinter sich,
als endlich die Skyline Frankfurts auftauchte.
Die Stroeme von Menschen aus den Wohnvierteln waren noch nicht in Gang gekommen,
die sich zu den Zentren durch den chaotischen Verkehr drueckten - man konnte das nur als "druecken" bezeichnen.
Einmal war Ola dort hinein geraten und anschliessend ihr Erlebnis daheim erzaehlt.
Sie hatten geradezu freie Bahn, bis auf die Bummler, die noch von der Nacht waren.
Als sie ihre Landwaren gut verkauft hatten-
fast immer an den gleichen Haendler der riesigen Markthalle, den Us,
ging es ganz schnell noch an den Stand mit Zucker und Schokolade,
den sich Ola gerne goennte.
Die Kinder "Es, Die, Da" werden sich freuen, dachte sie.
Dez hatte keine eigenen Wuensche, so dicke hatten sie es nicht und so sparte er eben an sich selbst.
Die buddistische Gemeinde verkuendete diese Bescheidenheit immer wieder und vermutlich hatte sie recht damit.
Sie taten sich auf und nahmen unterwegs noch einen Sparten mit, der gerade von einem der vielen Strassenhaendler angeboten wurde.
Sie freuten sich, als sie den Menschenstroeme in die Metropole gehen sahen, Mensch an Mensch, alle Strassen voll und alles verstopft.
Sie drueckten und wurden gedrueckt.
Dez meinte nur lakonisch:
Mein Grossvater hatte einmal das Wort "Pedding" genannt, das wird wohl so etwas gewesen sein..
Die Taunushoehen waren in Sicht, als sie das Nordend Frankfurts erreicht hatten-
Die Haeuser waren teilweise ueber den Strassen gebaut, so dass die Strecke oftmals wie ein einziger langer Tunnel vorkam, egal nach welcher Richtung man ging-
die Dunstglocke der Stadt wetteiferte mit dem Feldberg-Turm, um Aufmerksamkeit, wenn man kurz vor dem Bergkamm stand.
Flugzeuge konnte nur noch bei bestimmten Wetterlagen landen, so dicht ist die Suppe geworden.
Der Main und der Rhein gleichen einer Kloake, sie sind dem Hindus sehr aehnlich geworden.
Die Metropolen sind so arg angewachsen, dass sie ineinander uebergehen.
Die Bevoelkerungszahl Europas ist von 450 Millionen auf 1,5 Milliarden angestiegen,
weil die Voelkerwanderungen aus allen armen Laendern der ganzen Welt sogar die laengst begonnenen Islamisierung
gestoppt und ueberschwappt haben- nun teilen sich alle Arten von Menschen und alle Religionen zugleich den europ. Kontinent bis zum Ural.
Nach dem Zusammenbruch Chinas und Russlands sind allerorten indische Verhaeltnisse gekommen,
auch in Europa, das sich im Gegensatz zu den beiden Riesenstaaten freiwillig ueberfremden lies.
Dez Urgrosseltern kamen aus Sri Lanka, Ola hatte Vorfahren aus Uri in der Schweiz.
Die alten Nationalstaaten hatten mit der grossen Vermischung irgendwann aufgegeben,
der sogenannte Genscherismus war einer der Gedanken gewesen, dem die "Multikultur" und die "Willkommenskultur" gefolgt war.
Diese Begriffe der Vergangenheit wurden nur noch selten am Lagerfeuer genannt,
so man sich das ab und an leisten konnte.
Waelder waren laengst abgeholzt und eine weite Steppe mit weiten Anbauflaechen des Landes wurde nur noch von den Ackerbauern bewohnt, die sehr bescheiden in Lehmhuetten lebten.
Die Landflucht war vollendet, nun waren nur noch die kleinen Bauern mit ihren kleineren Parzellen draussen, ausserhalb der Staedte.
Doerfer gab es schon lange keine mehr, die sind nicht mehr rentabel gewesen
und so hat man sie abgetragen, um noch mehr Anbauflaeche zu bekommen.
Nicht mal kleinere Landstaedte blieben von dieser Abraeumaktion verschont.
Denkmale, Schloesser und was auch immer herum stand-
alles verfiel und wurde abgeraeumt.
Vorbei die Zeit, als sich das Wasserwirtschaftsamt um den Erhalt
der Wasserwege kuemmerte - bald war alles halb ueberwuchert.
Strom, Gas und Wasser oder Abwasser hat keiner mehr bezahlen koennen,
so waren die Leitungen auf dem Land marode und wurden schlicht abgeschaltet.
Niemand kuemmerte sich um die "Registrierung" von Personen, irgendwelche Register auf dem Land-
die Landbewohner wurden zu einer Randgruppe,
waehrend die Stadtbewohner noch deutlicher in Kasten eingeteilt waren,
aber ohne dieses offiziell zuzugestehen, man nannte das "Demokratie", wo niemand wusste wer wen vertritt.
Indische Verhaeltnisse sozusagen, das Chaos war wohl Programm - aber es war "multiethnisch" und frei,
die "besseren Leute" waren wohl eindeutig freier, von denen kannte unsere Landarbeiterfamilie aber niemanden.
Die haetten mit dem Landvolk auch niemals gesprochen, ausser beim Handeln.
Die indische Sorte Mensch hat wohl -zumindest optisch- die Dominanz errungen,
selbst Afrikaner konnten sich in diesem Voelkergemisch nicht behaupten:
Viele haben es versucht, aber viele sind auch wieder abgewandert nach Afrika,
weil sie ganz einfach keinen wirtschaftlichen Vorteil sahen, nach Europa oder Asien einzuwandern.

Viel wusste unsere Familie nicht von den globalen Verhaeltnissen, nur eben das,
was die Zentralregierung kundtat auf den Infotafeln in der Stadt.
Dez und Ola haben von ihren Grosseltern noch lesen gelernt, mit dem Schreiben taten sie sich aber bereits schwer.
Wozu etwas schriftlich aufbewahren, wem haetten sie schreiben sollen, wozu etwas schriftlich hinterlassen,
wenn abzusehen ist, dass die nachfolgenden Generationen damit nichts mehr werden anfangen koennen?
Auf dem Land wurden nicht mal Steuern gezahlt- die hat man gleich beim Handel in der Stadt abgezogen.

So gingen sie mit ihrem Esel langsam und sich unterhaltend durch die weiten Felder mit den Hecken, Knicks, Haine und Buesche,
die wegen der Bodenerosionensgefahr angepflanzt wurden..
"Eigentlich haben wir es sehr schoen bei uns auf dem Land, meinte Ola, da hat man wenigstens seine Ruhe."
In den Staedten brachen immer und immer wieder Seuchen aus, die tausende Tote forderten- mal war es diese, mal jede Krankheit.
Das Wasser war laengst rationiert, die Wasserleitungen in der Stadt belieferten nur Zapfstellen vor den Haeusern.
"Was hat Grossvater damit gemeint, als er sagte-
damals waren in jedem Haus Wasserleitungen, es gab Strom und Gas?"
meinte Ola nach einer Weile des stillen Marsches, der nur durch gelegentliche "Eselhalte" unterbrochen wurde.
Dez wusste es nicht, woher auch - seine Vorfahren stammen nicht gerade aus einem solch "noblem Gebiet", wie er sich ausdrueckte.
Wir koennen uns gluecklich schaetzen, hinter dem Taunuskamm in dem kleinen Tal zu wohnen, wo man aus dem Bach Wasser schoepfen kann.
Durch die duenne Landbesiedlung ist die Verschmutzung noch gering, die einstige "Ueberduengung" war Vergangenheit,
niemand hatte Geld fuer kuenstliche Duenger oder Spritzmittel-
womit haetten Herbizite oder Pestitide oder Funghizide auch auf die Felder aufgebracht werden sollten?
Mit dem Esel, ohne Maschinen?
Oel gab es keines mehr, das war rationalisiert und streng limitiert fuer die Kraftwerke reserviert.
Die Bevoelkerungsobergrenze ergab sich sozusagen "natuerlich", weil die Masse der Menschen das 50. Lebensjahr
kaum ueberlebte und nur die Oberklasse ein hohes Alter in Luxus geniesen konnte.
Die Forschung war ebenfalls nur noch fuer diese Klasse da, mit Genmanipulationen und bester Versorgung,
Wohnambiente, Dienstboten und Springbrunnen.

Nun waren sie wieder daheim angekommen, in ihren Trullis aus Lehm.
Eines war den Grosseltern, eines ihnen und je ein kleineres Trullo als Scheune oder Stall.
Nein, unzufrieden waren sie nicht, arm zwar und hier draussen recht einsam,
aber unzufrieden konnte man sie nicht nennen.
Sie kannten nichts anderes und fuegten sich - typisch indische Mentalitaet - ihrem Schicksal.
Hier draussen gab es keine Moscheen, keine Tempel und auch keine Kirchen oder Synagogen,
keine Regierungsgebaeude, Theater oder Museen, nicht mal mehr Wasserwerke oder Klaeranlagen -
kein Funkturm oder Aussichtsplattform, keine Strassen oder Autobahnen, Eisenbahnen oder Fabriken-
alles hat sich von selbst aufgerieben und aufgeloest.

Der Arzt war weit weit weg in der Stadt, hier auf dem Land gab es nur Kraeuter.
Langsam, aber sicher setzte sich die muendliche Ueberlieferung wieder durch:
Fernsehen oder Radio waren hier nicht denkbar, es war kein Strom da.
Fuer Solarzellen hatte man kein Geld und wenn, waeren die sowieso der Stadt vorbehalten.
Die Kinder kannten keine Schule und keinen Kindergarten-
es waren ja keine anderen Gebaeude auf dem Land vorhanden,
nur eben ab und zu eine winzige Ansammlung von Trullis und aehnlichen Huetten.
Es gab Schmiede, die aus gesammelten Alteisen-Teilen Messer und Sparten und anderes Geraet fertigten,
und als Gegenleistung Naturalien nahmen - Geld hatte hier kaum einer und wenn,
dann vom Eintausch auf dem Markt.
Die Klimazonen aenderten sich entsprechend,
weil der Wald ein Garant fuer feuchtes Wetter und Niederschlag gewesen war-
heute ist zwar durch das "Knick-Programm" der letzten Jahrzehnte einiges verbessert worden,
das aber das alte Wasserniveau nie wieder erreichte.
Folglich war Europa nun waermer und trockener geworden.
Die Landarbeiter hatten nicht mal Geld fuer Folien, mit denen sie die Verdunstung
aus dem Boden haetten reduzieren koennen.
Deshalb haben sie sich einige Tricks ausgedacht,
die wohl direkt aus der Urzeit der Menschen haetten stammen koennen..
Da sie keine Medikamente bekamen, konnte sie bedenkenlos die menschlichen Faekalien
mit denen der Tiere mischen und auf die Felder ausbringen.

Eines Tages erzaehlte Grossvater vor dem Trullo den Enkeln wieder einer seiner Geschichten:
"Es begab sich zu der Zeit, als in unserem Wohngebiet Menschen mit weisser Hautfarbe lebten,
die wohl daher kam, dass sie immer im Dunkeln der Waelder lebten, die so dicht waren,
dass einer den anderen nur sehen konnte, wenn er sich bewegte."
Die Enkelchen Es, Die und Da staunten und fragten:
"Und woher kamen die Doerfer, von denen du uns erzaehlt hast
und die breiten Strassen,
auf denen sich die Autos so schnell bewegt haben?"
Das will ich euch sagen, meint der Grossvater- als mein Vater auszog um besser leben zu koennen,
in die Fremde, wo "diese Unglaeubigen" wohnten, wie er sie nannte.
Dort hat man ihm geholfen sesshaft zu werden, mit Geld und mit einer Wohnung,
sie gaben ihm Arbeit und Einkommen.
Aber es kamen immer mehr und mehr und mehr in dieses gelobte Land..
Die Grossmutter meinte:
Dann musst du auch sagen, dass dadurch heftige Kriege entstanden sind.
Kriege, die durch die unterschiedlichen Glauben ausgeloest
und immer wieder geschuert worden sind.
Die Menschen sind immer mehr geworden, die Resourcen der Natur aber schwanden.
"Fuer diesen Tag soll das reichen, ich habe ja schon einen ganz trockenen Hals"
sagte Grossvater, lasst mich mal wieder in Ruhe, ich muss mein Mittagsschlaefchen halten.

Die naechsten Nachbarn waren Lothar und Claudia,
ein kinderloses Paar, das sich mit Gefluegelzucht befasste.
Sie waren noch Abkoemlinge der einstigen Urbevoelkerung,
sie war blond und er hatte einen starken Bartwuchs,
war kraeftig gebaut.
Dann kamen einzelne Holzbaracken mit je einer Schicksalsgemeinschaft,
die wie die Ola und der Dez sich mit Obst und Gemuese befassten.
Ein Wanderprediger sprach von der Autobahn, die heute eine Holperpiste ist-
"siehe das Ende der Welt ist nah!"
So ein dummes Zeug meinte der Grossvater,
es geht immer weiter, geh am besten weiter..
Anschliessend ging man auf das Feld um Saemlinge zu ernten,
die muehsam wieder kultiviert wurden, nachdem die grossen Pharmafirmen sich aus der Flaeche
zurueck gezogen haben, die nicht kollektiv zu den grossen Agrarfabriken der flachen Ebenen zugehoerten.
Die kleinraeumigen Taunus- Westerwaldgebiete und andere huegeligen Regionen
waren freilich vernachlaessigt, es hat sich fuer die grossen Betriebe nicht gelohnt.
Wie auch immer, die Kleinbetriebe waren alleine und machten ihr eigenes Ding.
Abnehmer gab es genug, die Metropolen vertilgen Unmengen an Lebensmitteln !

Die Kinder spielen im Dreck, das ist der schoenste Spielplatz -
so lernen sie den Umgang mit der Erde, die langsam aber sicher wieder "Mutter Erde" genannt wird.
Aber nur, wenn vollmundige Politiker sprechen- davon bekommt man auf dem platten Land nichts mit
und auch die einfachen Schichten der staedtischen Bevoelkerung werden davon bestimmt nicht berieselt..
Die Leute stehen an bei Lebensmitteln, an der Wasserzapfstelle, an der Bahn oder Bus-
die einzigen Verkehrsmittel, die leidlich funktionieren, aber total ueberfuellt sind.
Zwischen den Metropolen fahren nur die Schnellbahn und Gueterzuege,
die Autobahnen sind von der Natur bereits ein ganzes Stueck eingenommen.
Geisterhafte Tankstellenanlagen, Kleinflugplaetze, Viadukte und Bruecken,
ueber die nur noch Eselskarren humpeln.

Grossvater, erzaehl uns doch nochmal von frueher!
Die Kinder bohrten- kein Wunder, sie hatte keine Schulen, Kindergaerten,
keine Spielplaetze und kein Fernsehen und kein Radio oder gar Computer oder Smartphone-
nicht mal batteriebetriebenes Spielzeug oder gute Schuhe,
die bei weitem wichtiger gewesen waeren.
Grossvater trug nur Schuhe, die er sich aus Rinde und Stroh und Kordel selbstgemacht hatte.
Selbst Kordel hat er selbst gemacht und das war sein "Gefach";
er nannte sich "Kordelmacher".
Brenn-Nesseln gab es mehr als genug, ueberall wuchs dieses Kraut und daraus
"hechelte" er die Nessel-Bahnen, die einzelne Faeden ergaben- hart, zaeh und langlebig.
Diese wurde gesponnen, gedreht, bis man daraus eine gleichmaessige Kordel aufwickeln konnte.
Das haben die Kinder oft bei ihm gesehen.
"Was soll ich euch von frueher erzaehlen?"
Nun, sagte da die kleine "Die"- wie war das mit dem Herd und dem Wasser im Haus?
Nun, wenn man einen Knopf drueckte, wurde die Herdplatte heiss,
man konnte den Topf oder die Pfanne darauf schnell erhitzen um Essen zu kochen.
Wie soll das denn gehen, ohne ein brennendes Holzscheit ?
Und das Wasser kam einfach so aus der Wand und abstellen konnte man das auch ?
Welche unheimlichen Wunderzeiten hast du denn erlebt?
"Wenn ihr gross seid, nehme ich euch mal mit in die Stadt,
dann koennt ihr vor jedem Haus einen Wasserhahn sehen und auch bestimmt mal kurz ausprobieren.."
Ich will das aber jetzt sehen!
Die Wanderung ist viel zu weit fuer dich, das schaffst du noch nicht..
Aber warte, ich habe da ein Lexikon aufgehoben, das mir mein Vater geschenkt hat,
dort muesste das eigentlich zu sehen sein..
Er holte das gut eingepackte dicke Buch hervor, das mit allerlei Kleinkram aus alten Tagen aufgehoben wurde.
W...w.... wasser.. Wasserhahn, gut, dass ich noch lesen gelernt habe!
Schau: Da ist das Ding zu sehen..
Unglaeubig schauten die Kinder und wollten wissen, was dort im Text alles zu erfahren war.
Ihr solltet lesen lernen, dann ist das ganz einfach.
Keines der Kinder hat je ein Buch gesehen, geschweige denn in einem geblaettert..
Nun hatte der Grossvater einiges zu tun.
Ola kochte auf dem Solarkocher, einer altmodischen Erfindung,
die mittels parabol gebogenem Spiegelblech die Hitze auf einen Punkt fokusiert.
Mit Brennholz musste man immer sparsam umgehen, seit die Waelder weg waren.
"Heilige Maenner" aller Weltreligionen zogen durch die Lande,
ab und zu kam mal einer dieser seltsamen Leute vorbei:
Sie lebten von den Glaeubigen, die bereitwillig etwas gaben.
Die Grossmutter war immer ganz wild auf eine "Segnung" dieser heiligen Leute.
Grossvater schuettelte nur den Kopf, wenn er das sah.
Die Verbrennung der vielen Toten in der Metropole
verbreitete in der ganzen Talsenke Frankfurts einen bestialischen Gestank,
aber religioese Tradition muss halt sein- offen wurden die Leichen verbrannt,
auf allem, was irgendwie brannte, auch auf Kunststoffteilen.
Anschliessend hat man alles "dem Fluss uebergeben", wie eben diese Traditon war.
Irgendwo am Unterlauf des Rheins haben Menschen davon gelebt,
Muell aus dem Wasser zu fischen und auf Brauchbarkeit zu untersuchen.
Heilige Kuehe sind eine Landplage, meinte Grossvater,
sie fressen uns nochmal die Haare vom Kopf-
und trotzdem darf man sie nicht mal verscheuchen.
Heimlich warf er mit Steinen nach diesen Tieren,
wenn es Grossmutter nicht sah.
So manche Ernte hat er dadurch retten koennen.

Am taeglichen Ablauf loesten sich Tristesse und Arbeit und Schlaf ab.
Dez meinte:
Die Kinder werden kaum jemals schreiben muessen,
dennoch werde ich sie beim Grossvater lernen lassen,
auch wenn ihre Arbeitskraft auf dem Feld gebraucht wuerde.
Im Winter lebte man auf dem Land nur von dem,
was eingelagert wurde - immer auf der Hut vor ungebetenen Vagabunden,
die das Land durchzogen.
Milde Gaben der Mitmenschen haben das fruehere Sozialsystem ersetzt.
Er hat auf dem Weg zur Markthalle oft Tote auf dem Gehweg gesehen,
die von den staedtischen Kraeften weggeraeumt wurden.
Nein, dieses neue Europa war kein Zuckerschlecken,
selbst Afrikaner mieden es.
Zu den Indogermanen zaehlen freilich auch Tuerken und Slawen,
mit all ihren ethnischen Minderheiten, die sich noch immer bis aufs Messer befeinden.
Ein falsches Wort und der Konflikt war da-
in der Stadt musste er immer aufpassen und allem aus dem Weg gehen.
Hier auf dem Land war der Tag Arbeit, aber auch Ruhe und Frieden.

Eines Tages im Fruehjahr wollte Ola die Claudia besuchen um etwas Wolle einzutauschen,
Als sie ihr Trulli schwarz verbrannt sah-
Pluenderer waren da, die zuweilen in Horden durch die Gegend zogen.
Deshalb hatte Dez seine Steinschleuder gebaut und Grossvater immer seinen Stock dabei.
Sie sah, dass sie hier zu spaet gekommen ist.
Lothar - oder das was noch von ihm war, lag unweit als Gerippe herum.
Die Dingos werden im Winter ihr Mahl gehalten haben,
dachte sie entsetzt ueber diesen Anblick.
Weggeraeumen wird das niemand, also werde ich die beiden verscharren.
Mehr kann ich nicht tun.
Den Rest wird die Natur gnaedig zudecken.
Um das Geschehene wird sich kein Polizist kuemmern,
niemand wird das interessieren..
..ihre Gedanken waren truebe und lagen bei den Erzaehlungen des Grossvaters,
wenn er von frueher erzaehlte, wo noch kein Multikulti war.
Daheim angekommen, waren die Kinder schon auf dem Feld und
stecken kleine Pflanzen in die Erde, ein paar Wochen spaeter waren die Gurken dran.
Wasser holen gehoerte zu den Hauptbeschaeftigungen,
in der Vegetationsperiode nochmal mehr.
Eines Tages kam Dez schwer verletzt nach Hause,
er war auf dem Weg vom Markt beraubt worden-
auch der Esel ist ihm weg gekommen.
"Die ganze Arbeit umsonst gemacht" stammelte er die ganze Zeit,
bis er von der beginnenden Sepsis geheilt wurde.
Ola und Grossmutter mit ihren Kraeutern waren noch zeitig dabei
und konnten ihn retten -
die Genese brauchte aber sehr lange
und hat ihm eine leichte koerperliche Behinderung hinterlassen,
er zog die Schulter immer hoch, wenn sie schmerzte.
Diesen Sommer kam eine arge Trockenheit,
die durch den Klimawandel kam..
.. selbst groessere Baeche sind ausgetrocknet, Tiere verendeten,
viele Menschen verdursteten,
bei den Reichen lief der Springbrunnen und am Schwimmbad lagen die reichen Frauen,
waehrend ihnen die Dienstboten kuehle Getraenke brachten..
..bis der Gatte mit dem Flugzeug von der Dienstreise zurueck kam,
er war auf dem Umweltkonvent der UN in New York
und hat bestimmt wieder feinen Schmuck und Konfekt mitgebracht.
Ueber die Hintertreppe ist der Latino davon, als er den Ehemann heim kommen hoerte.
Der Chauffeur hat die Limousine auf Glanz gebracht,
heute sollte sich das Gefaehrt wieder hupend durch die total verstopften Strassen draengen,
die Gattin wollte ein wenig "shoppen" und sich mit einer Freundin zum Plausch treffen.
Vorbei am Elend der Stadt, die langen Schlangen der am Wasserhahn wartenden Leute
beflissentlich uebersehend.
Von den "Unberuehrbaren" will ich nicht mal anfangen, die aus den "Harzern" kamen,
die niemand mehr bezahlen konnte.
Sollen sie doch sehen, wie sie durchs Leben finden,
dachte sie sich, ich muss das ja auch!
Sie schuettelte ihr langes schwarzes Haar, das zuvor vom Hausfriseur gepflegt wurde.
Der Polizist auf der Kreuzung machte dem schweren schwarzen Wagen die Strecke frei.
An der Flanierzeile der Stadt waren spezielle "VIP-Parkplaetze",
die von eigens dafuer eingestellten Ordnungskraeften frei gehalten wurden.
Der Chauffeur musste im Auto bleiben, sonst haetten bald die Raeder oder sonstige Teile
des Autos gefehlt.
Selbstverstaendlich trug jede Schutzperson der Reichen eine Waffe und einen Stock,
um den "Poepel" abzuhalten.
Die Wohngebiete der besseren Leute wurden speziell bewacht und genau kontrolliert.
Der Kordelmacher, der Grossvater, hat seinen Enkeln die Technik der Herstellung
vermittelt, damit sich die Kinder spaeter auf ein festes Tauschmittel verlassen konnten.
Er fand, das ist die beste "Erbschaft", die ich hinterlassen kann.
Allemal sicherer, als die grossen billig aussehenden Papierscheine, die man Geld nennt.
Gefragt waren essbare Landprodukte und die waren das Gewerk von Dez und Ola,
die irgendwann einen ehemaligen Soldaten einstellten, der den "Hof" bewachte.
Etwas Mitleid, besonders aber die unsicheren Zeiten waren der Grund dafuer.
Bald hat man die Trullis von den Nachbarn wieder aufgebaut und mit
zwei einfachen Wanderarbeitern aus Sizilien besetzt.
Nun konnte das andere Land ebenfalls bewirtschaftet werden-
hoch waren die Flaechenertraege nun wirklich nicht!
Wenn keiner keinen versteht und doch dessen Beweggruende begreift,
dann ist das Indogermanien, meinte der Grossvater.
Dieses Chaos wird ewig bestehen, so lange sich die Erde dreht..

"open End" ?
Nicht ganz, denn die Erde dreht sich immer noch und trotz allem.





Eine tolle Idee!



Der Aelteste der Sippe hatte einen Traum, der durch seinen Enkel ausgeloest wurde,
welcher ein sogenannte "Smartphone" bei seinem Schulkameraden sah -
welche ungeahnten Moeglichkeiten eine solche Kommunikation bietet, wenn man der englischen Sprache
maechtig ist: Der Schulkamerad lernte English, waehrend die meisten anderen Islam oder Arabisch belegt hatten.

Der Aelteste sinnierte, nachdem er sich eingehend nach allen Seiten hin erkundigt hatte,
wie man es wohl bewerkstelligen koennte, eine Reise nach Europa zu packen..

Im Verwandtenkreis ging die Nachricht ueber eine Sippen-Zusammenkunft um, die der Aelteste angesetzt hatte..
die Versammlung geschah, freilich nur die aeltesten Maenner, die fuer ihre Frauen und Kinder mitentschieden haben,
wie schon seit tausend Jahren, die Allah ueber die Erde schickte.
Schon bald waren genug Gelder zusammen, um eine kleine Auswahl an jungen Maennern aus der Sippe
auf die grosse Reise zu schicken.
Zuvor ist jeder dieser jungen Maenner irgendwie "politisch auffaellig" geworden - was in dieser Gegend
kein grosses Unterfangen war- und bevor die Polizei zuschlagen konnte, war der Flieger mit diesen Leuten in der Luft
und auf dem Weg nach Frankfurt, die erwaehlte Stadt, die entsprechend grosse Kapazitaeten
und entsprechend aufnahmewillige Bewohner oder Bestimmer hatte.

Das Flugzeug landete und die Paesse wurden einbehalten, als alle "Asyl Asyl" bruellten!
Die Unterbringung im Erstaufnahmelager war kein Problem, die "Dringlichkeit" und "erwiesene Gefaehrdung"
war schnell klar, wenn diese Leute nach Hause zurueck geschickt werden wuerden,
waere denen das Todesurteil sicher gewesen - so ist das eben im Orient.

Also durchliefen diese "Asylanten" die Lager und wurden so zu "Fluechtlingen" oder "Refuges",
weil in ihrer Heimat staendig Kriege tobten - Buergerkriege, schon seit ewigen Zeiten,
weil sie Clans und Religionsgruppen und Regierungstruppen und Aufstaendige immer heftig befehdet haben.
Deutsche "Ersthelfer" als gute Christen hatten den Tipp gegeben, sich in der alten Heimat ein Kreuz am Kettchen
um den Hals zu haengen ..

Diese Refuges also wurden in den umliegenden Gemeinden untergebracht und zwar so,
dass sich sich "ethnisch" nicht gegenseitig an die Gurgel sprangen - temperamentvoll oder heissbluetig
wie sie von Natur her eben waren - eine leise Bemerkung und schon wird das Messer gezueckt!

Die Familienehre und die Religion und der Mannes-Stand wurde sofort "verteidigt".
die oertliche Polizei hatte immer alle Haende voll zu tun bei diesem neuen seltsam archaiischen Zuzug.
Irgendwann langweilten sich diese Refuges und so begannen sie sich in der Umgebung umzusehen
einige landeten geschwind im Bau, wegen div. Vergehen und Delikte, vom Ueberschreiten des
Ausgangsgebotes, von Klauereien bis zur taetlichen Auseinandersetzung mit "Tuerstehern",
die meistens Bodybuilder und russisch-staemmige Burschen waren.
Ab und an wurde sich an "Huren" vergangen, die in Mengen herum liefen - in den Augen der Muslime
sind alle unverschleierten Frauen solche, die man ungehemmt "antanzen" und betasten darf,
wie das Obst im Supermarkt..
Die Refuges waren geschickt auf die "Opferrolle" geschult und nutzten das weidlich aus-
selbstredend bekamen sie an Nahrungsmitteln nur das, was in ihrer Religion "erlaubt" war..

Sie gelobten Besserung - ob sie das nur als Ruhehaltungspflicht begriffen haben, weiss keiner -
und so wurden sie "anerkannte Fluechtlinge mit Bleiberecht", linke Gruppen haben mit Argusaugen darauf geachtet,
dass alle Verguenstigungen des Aufnahmelandes ausgeschoepft wurden.

Und wenn dann doch mal einer so dumm war und sich nicht entsprechend benehmen wollte,
dann hat er einfach was gestohlen und wurde ins Gefaengnis gesteckt -
so kann man eine Abschiebung auch verhindern und das auf viele Jahre:
Resozialisierung, Besserung, Sozialhilfe..
Das sprach sich schnell in der Welt herum:
Hier steht euch das und das zu und niemand darf euch "diskriminieren",
wer es nach Deutschland geschafft hat, hat praktisch fuer sein Leben ausgesorgt!

Es wurden bald Wohnungen gesucht, weil die Refuges mithilfe ihrer Helfershelfer den "Familiennachzug"
durch Anwaelte moeglich gemacht haben.
Aus den paar jungen Maennern wurden ein paar Grossfamilien mit Opa, Oma,
zig Kindern aus manchmal mehreren Frauen, wie das so ueblich ist in diesen Laendern.
Die Aemter zahlen alles, Miete, Essen, Kleider, Waerme, Unterhaltung, Bildung, Umschulungen,
alle aerztlichen Untersuchungen und Operationen, was heftig, heftig teuer zu stehen kam.
(Niemand durfte wegen seiner Ueberzeugung und Herkunft "benachteiligt" werden,
vor dem Gesetz sind alle Buerger gleich,
auch wenn diese keine Buerger im staatsrechtlichen Sinne sind,
das wird eben mal so vorgeschrieben und die Allgemeinheit zahlt)
So entstanden ganze Wohnblocks, ja ganze Stadtviertel mit Grossfamilien, die sich zuweilen -
wie in der alten Heimat - auch schon mal an die Kehlen gingen.
(Dort in diesen Wohnblocks oder Gettos kam wohl keiner auf den Gedanken ein verstopftes Rohr
oder kaputte Stufe oder Fenster selbst zu reparieren -
was auch der Hausmeister nur noch muehsam angehen lassen konnte, ohne vermoebelt zu werden)
Die Polizei und Rettungskraefte, Feuerwehr und Sanitaeter werden bedroht und angegriffen..
Das Recht liegt fuer diese Leute in den Haenden der Clan-Fuehrer, den Aeltesten, wie immer schon..

Gelder werden gesammelt und bei der Post eingezahlt -
damit noch mehr Sippenmitglieder nachreisen und zuwandern konnten -
immer huebsch auf "Asyl" gefirmt und von linken studierten Einheimischen auf Linie gebracht,
dh. auf ihre "Ansprueche" hingewiesen und "eingegliedert" werden konnten.
Die Smartphones waren die Reklameplattformen dafuer bestens geeignet um ein besseres Leben
fuer alle zu erreichen, ohne dafuer einen Finger krumm machen zu muessen -
wie muehsam war doch der Broterwerb in deren alter Heimat!
Hier in Deutschland oder Europa hatte man als nicht ausgebildeter Mensch oder "geduldeter Refuges"
mehr Geld als ein Arzt im Orient..

Ab und an versuchten die Behoerden diesen Leuten Arbeit zu vermitteln - was aber schon an der Sprache,
dann an der Ausbildung scheitete, wohl am ehesten an der Bereitwilligkeit zu arbeiten -
ganz besonders nicht zum "Mindestlohn", weil damit weniger im Saeckel war,
als durch Alimentation durch das Amt..
(Wenn alle Faktoren, wie Miete etc. zugerechnet werden)

Die Maenner gingen "Geschaeften" nach, die Jungen hockten am PC, die Maedchen am Telefon,
Muttis und Kinder gingen wie orientalische Laienschauspieler oder Phantomimentrupps
zur Buntheit der Stadt getan, durch die Ladenzeilen..
angezogen wie daheim, weil sonst die Maenner rebelliert haetten,
die wiederum von ihren Predigern dazu angehalten wurden, sich gottgefaellig zu verhalten.
(Was "gottgefaellig" war, haben die Religionsfuehrer spaeter dazu gebastelt)
So einige gefielen sich zusehends in der Rolle als "benachteilite Randgruppen",
die eher aufmischende Aussenseiter in einer total fremden Gesellschaft waren.

Laengst hatten die Regierungen die Einheimischen so weit gedrueckt,
dass sich kaum noch einer mit leiser Kritik aeusserte - schnell war man strafbar!

"Wir brauchen Zuwanderung" oder "Junge Leute braucht das Land" oder "Buntheit wagen"
waren ein paar dieser Totschlagsargumente, die allesamt an den (ideologischen) Haaren herbeigezogen
und vollkommen falsch waren:
Wo immer mehr "outgesourct" und "rationalisiert" wird, werden immer WENIGER "Werktaetige" gebraucht,
nicht mehr, wie uns die Wirtschaft erzaehlen will..
Wie auch immer, es mieden immer mehr Einheimische ganze Stadtviertel und nahmen lieber
Umwege inkauf - besser als ueberfallen zu werden.

Soweit die Herkunft- und Bestandsanalyse.

Das Kind war in den Brunnen gefallen und nun ging es richtig rund!

Diese Dinge interessieren nur Leute mit zu viel Zeit, alle anderen sind mit dem taeglichen
Broterwerb beschaeftigt, mit dem ueblichen Zickenalarm, der schon deutlich die Belastung
aus der eigentlichen Arbeit ueberstiegen hat..

Und so kam es wohl, dass sich die angestammte Bevoelkerung vom "Kinderkriegen" immer mehr zurueck gezogen hat
und somit immer weniger wurde.
Die Alten wurden immer aelter und brauchten .. Pflegekraefte und die gab es nur im Ausland.
Der Damm war gebrochen und die Ueberflutung kam.
Die Grossfamilien hatten mit diesen Dingen wenig zu tun, nur wenige gingen regelmaessig zur Arbeit
und wenn, dann nicht lange - das Amt zahlt ja alles!

So entstanden ganze Gettos inmitten der einst so wohlhabenden Staedte,
nur an den Randzonen - oder auch Speckguertel genannten Ecken - gab es gut situierte Einheimische.

Die Gettobewohner kamen massenweise zu den "Tafeln" und verdraengten die anderen dort
einkaufenden Gruppen systematisch und das gab boeses Blut.
Jeden Tag Kaempfe rivalisierender Gruppen, Messerstechereien und bald war
der Gang zu einer solchen Einrichtung, ja selbst jeder Einkauf zu Fuss
ein gefaehrliches Unterfangen - taeglich wurden Menschen ausgeraubt, bestohlen
und bedroht, Schutzgelder mussten bezahlt werden oder die Wohnung war in Gefahr,
sowie man sich daraus entfernte - dann war alles kaputt und geklaut.
Die Polizei wurde zig und zigmal aufgestockt, aber auch die konnte nicht ueberall sein.
Trotzdem sprachen die Politiker, die das verbockt haben, von "Demokratie" und man muesse
das Ausland staerken und gemeinsam fuer und an der Zukunft arbeiten muesse..
(Na ja, die wohnen wohl auch in diesen Schutzzonen, die sich gut gestellte Buergerinnen und Buerger
eingerichtet haben, dort ist kein direkter Kontakt zu dem Bodensatz.. von dort kann man leicht suelzen!)
Die wohlhabenden Zonen jedoch wurden gut bewacht, von privaten Schutzdiensten - staendig gab es irgendwelche Uebergriffe,
so hat man auch die Schulen abgesondert und separat gehalten:
Die "2 Klassen Gesellschaft" laesst gruessen, die in Wirklichkeit eher ein Kasten-System geworden war.
Denn recht bald kam ein Wirtschaftseinbruch im Ausland, so dass die europ. Waren kaum mehr verkaeuflich waren:
Viel zu teuer! (Weil eben die Steuern staendig erhoeht werden mussten um die Alimentation zu schultern)
Die Preise wurden gedrueckt, die Mitarbeiter bekamen nur noch jede 2. Woche ihren Lohn,
mussten auf Urlaub und Genese verzichten und mehr arbeiten.
Die Sozialsysteme brachen trotzdem nach und nach weg, weil einfach viel zu viele Menschen alimentiert
werden mussten - das wirkte sich auch auf die Rentner aus, deren Ruecklagen auf einmal geteilt wurden -
der Staat konnte nichts mehr zuschiessen, weil eben durch den geringen Export kaum noch Steuern eingezahlt wurden.
Die Kommunen rodeten ihren Waldbesitz und versuchten auf diese Weise der Kosten Herr zu werden,
der restliche Wald ist der Trockenheit Opfer geworden, weil das Grundwasser immer weiter zurueck ging.
Einheimische und Ausheimische oder "Neubuerger" wurden arm und aermer, nur die Wirtschaft bluehte,
weil eine hohe Nachfrage da war:
Die Leute lebten buchstaeblich von der Hand in den Mund, weil auch Arbeit geteilt werden musste.
Niemand bekam Zinsen, auch die Besserverdiener nicht -
diese Schicht legte ihr Geld in "Betongold" an und baute Wohnungen, vom Staat subventioniert.
Nun wurde durch die Abholzung der Waelder das Klima immer heisser
und so kam in jedes Haus verbindlich eine Klimaanlage als Vorschrift von oben.
Dann brach - zusammen mit den E-Autos - das Stromnetz immer haeufiger zusammen.
Die Leute lagen in den Operationssaelen und der Strom war weg..
Bald hatte der Staat - durch immer geringere Steuereinnahmen (geringe Loehne heisst geringer Konsum)
bei zeitgleich immer mehr Alimentation - kein Geld mehr
und kuerzte rigoros die Mietzuschuesse, Steuerabschreibungsmoeglichekeiten wurden zusammengestrichen. !
Das brachte bald die Vermieter ins Rutschen, weil die Banken ihr Geld haben wollten.
Haeuserblocks verwahrlosten, Pfaendungen waren an der Tagesordnung,
aber kaum einer hat auf die Versteigerungen bieten koennen oder wollen.
(Die Vorschriften und Vorgaben und Abgaben waren viel haerter,
als dass die geringen Mieteinnahmen diese haetten decken koennen)
So verfiel immer mehr an wertvollem Wohnraum, Leitungen wurden kaum mehr repariert und wenn,
dann nur mit ordentlichen Zuschuessen an die jeweilige Kommune.
Viele Zugezogene sind wieder in das Land ihrer Eltern gezogen,
manche sind in ein Nachbarland gefluechtet, wo noch eine Luecke war:
Die Grenzen zu Deutschland und Frankreich waren laengst streng bewacht von den Anrainerstaaten,
die keine Fremden aufgenommen hatten, als der grosse "Refuges-Boom" war.
Weniger Menschen bedeutet in den Laeden weniger Umsatz - bald begann auch hier das grosse Sterben.
Die Infrastruktur kollabierte immer oefter, weil auch fuer den Strassenbau kein Geld vorhanden war -
die auslaendischen Investoren zogen sich zurueck und schlugen ihre Aktienpakete fluchtartig ab.
So sackte der Aktienindex so stark ab, dass die Notierung seit Jahren ausgesetzt war.
Firmenpleiten kamen durch die Kapitalflucht, weniger aus Gruenden der ausl. Nachfrage!
Unzuverlaessige Energien waren ein weiterer Punkt, denn nur mit Zahlungskraft und Valuta
wurde aus dem Ausland Erdoel und Gas geliefert !
Oeffentliche Verkehrsmittel lagen teilweise still, in den Strassen wurde es Nachts dunkel.
Kuehltruhen wurden verboten, bald auch Klimaanlagen - der Kraftstoff wurde rationiert und auf Marken ausgegeben.
Autowerke produzierten nur noch bei Nachfrage, meistens Kleinstwagen mit Hilfsmotoerchen
oder mit Fahrrad-Antrieb - aber nur noch sehr selten groessere Wagen oder leichte Lastwagen.
Das Internet war fuer die normale Bevoelkerung tot, die Logistikfirmen gingen reihenweise baden.
Hochenergetische Produktionen, wie Aluminium und Glas durften nur noch in Ausnahmefaellen laufen.
Der Massentourismus ist zuerst gestorben, Flugzeuge standen sich die Reifen eckig.
Kraftwerke liefen bald nur noch zeitweise, es kamen immer mehr Zustaende auf, wie man sie aus Indien kennt..
Obstbaeume verdorrten, Gemueseanbau war nur noch dort moeglich, wo genuegend Grundwasser vorhanden war -
viele Fluesse fielen die meiste Zeit des Jahres einfach trocken.
Die Klaeranlagen waren deshalb bald defekt, weil nicht genug Wasser zum Spuelen vorhanden war.
Die Faekalen mussten somit per Eimer auf die Felder verbracht werden,
was bald ein Fuhrunternehmer mit Eselswagen uebernahm.
Duschen wurde nur einmal die Woche erlaubt, Badewannen und Pools strikt verboten.
Die Wasserversorgung war nicht mehr kraeftig genug bis in hoehere Stockwerke zu liefern..
..Batterien oder gar Akkus konnten nicht mehr nachproduziert werden, weil "seltene Erden"
in einem Land, das keine Rohstoffe und keine Devisen hat, ist eben Schicht im Schacht..
Die Talgkerze kam wieder in die Wohnungen und so fackelte manche Bude ab, weil auch die Feuerwehr
ohne Wasser oder Loeschschaum oder Diesel nicht viel ausrichten konnte.
Was nicht kam, war eine neue Waehrungsreform - denn wo nichts zu verteilen ist, wird nichts passieren,
weder Entwertung noch Aufwertung - es kursierten sowieso nur noch die alten Muenzen und neue gab es keine mehr.
Wer noch alte Silber- oder gar Goldmuenzen hatte oder echten Schmuck, der war -zumindest voruebergehend-
fein raus und konnte gut tauschen, solange man nicht ueber Ohr gehauen oder bestohlen wurde.
Nun liefen die Kinder hinter den Eselskarren her und sammelten die Aepfel auf - um diese
als begehrten Duenger den Leuten zu verkaufen.
An den Strassenraendern lagen die Toten herum, bis der Eselskarren diese abholte und zur Deponie brachte,
wo diese dann einfach unter dem Muell "entsorgt" worden sind.
(Verbrennen war auch verboten, beerdigen war nicht mehr moeglich, weil alle Friedhoefe bereits aus Ueberbelegung heraus zum Himmel stanken, wie im 30jaehrigen Krieg..)

Viele Menschen starben aus Hunger, noch mehr an neuen alten Seuchen.

Es kam wohl wie es kommen musste - und bald ergab sich dieses untenstehende Szenario, des 3. Teils.





https://www.youtv.de/tv-sendungen/2075229-re

Der TV Beitrag des Senders A rte zeigt mir deutlich, wie sehr meine obige Fiktion stimmt:
Abfallsammler in Rumänien leben von illegalen Mülldeponien, sie sammeln alles auf, was irgendwie verwertbar ist. Dabei wird auch abgefackelt, was nicht gebraucht wird. Von der Hygiene und der Wasser und Luftverschmutzung ganz zu schweigen. Wir in Europa werden so enden, wie dieser Bericht zeigte - dann kam auch noch ein anderer Report von sizilianischen Erntehelfern aus Afrika - es ist nur noch erschütternd, wie sich die Dinge von Multikulti entwickeln..

17.Oktober 2018 ab 19.30 Uhr

***







Folge 3

Diese sogenannten "Indogermanen" haben im landläufigen Sinne nichts, aber auch rein gar nichts mit den Germanen zu tun, es ist nur eine Bezeichnung fuer eine bestimmt Herkunft der Ursprache. Man mag daran zweifeln -wie ich- oder daran glauben, wie die Wissenschaft.. das ist nicht weiter tragisch, denn die Vergangenheit ist schliesslich vergangen und vorbei.

Nun dreht sie sich eben immer noch, die gute alte Erde, egal was die Wetterfrösche oder die Wirtschaftsleute oder Politiker oder Astrologen so sagen: Jeder Tag beginnt mit dem Morgen und endet mit der Abenddämmerung.

Die Zustände, wie man sie heute in Indien sehen kann, haben sich über die ganze Welt ausgebreitet und es kümmert sich kein Mensch um den anderen. Keine Entwicklungshilfen, kein Umweltschutz, dafür viele heilige Religionen und seltsame fromme Leute, die herum schleichen und vom Betteln leben. Frauen laufen blitzschnell ins Haus, wenn bestimmte Männer die Straße entlang kommen oder in den Bus einsteigen. Die meisten Gegenden ähneln Slums, nur wenige gut situierte Viertel zieren die gigantischen Riesenstädte, die allesamt eher Zellklumpen als Metropolen geworden sind.

Voelkerwanderungen werden einfach ignoriert, manche geben etwas, die meisten eher nicht, weil sie selbst nicht genug zum Leben haben. Menschen bleiben einfach an den Straßenrändern liegen und werden ab und an von städtischen Trupps eingesammelt.
Das juckt niemanden, genau wie die "heiligen Kühe", die überall herum laufen und mal hier mal da in den Gärten räubern, wenn sie auf den Straßen nichts finden.

Die Upperclass fliegt weiterhin mit dem Flugzeug und hat einen Swimmingpool, die anderen stehen um das taegliche Wasser an und besuchen die billigen Suppenküchen, die wie Pilze aus dem Boden geschossen sind.

Viele Kinder werden geboren, viele Kinder sterben, viele arme Leute sterben frueh, viele reiche Leute werden hundert Jahre alt.

Sozialsysteme sind damals alle weggepustet worden, wie die reguläre Krankenkassenversorgung - es werden nur die nötigsten Dinge versorgt und wer die Groschen für diese Behandlung nicht hat, stirbt schon an Blutvergiftung oder Durchfall oder Grippe. Bald liefen wieder viele Krüppel herum, die man früher "Behinderte" nannte, mal körperlich, mal geistig (durch die schlechte Ernährung und mangelnde ärztl. Versorgung), mal beiden Seitens belastet. Um diese Gruppe kümmerte sich niemand, weil die christliche Kirche und ihre Hilfsorganisationen der Vergangenheit angehörte - einfach ausgestorben, weil sie einer ganz anderen Mentalität angehörig war als diese neuen Menschen, die man heute "Indogermanen" nennen wuerde, morgen aber bald schon ohne jedwede Bezeichnung, ja sogar ohne jedwedes Interesse an einer solchen Eingruppierung. Die Sorgen der Weltbewohner waren ganz andere: Ueberleben !

Es gab bald zehn mal so viele Menschen wie im 21. Jahrhundert auf der Welt, aber ebenso hurtig ging die Zahl wieder zurück, weil die Sterberate sehr hoch geworden ist.

Menschen leben vom Müll anderer, das ist die neueste Form von "Recycling", sie sammeln alles ein,
was irgendwie zu Geld gemacht werden kann und liefern diese Stoffe sortiert in den Verwertungsbetrieben an.

Da alle Rohstoffe der Erde längst ausgebeutet sind, ist diese Resource als einzige geblieben.
So wurde die Erde wieder sauberer - die Fäkalien düngten längst wieder die Felder, keine Chemieprodukte kamen in der Tierzucht und Lebensmittelproduktion zum Einsatz, weil Industriestoffe viel zu teuer gewesen wären - schon der Transport bis zu den Feldern war ein kaum zu lösenden logistisches Problem, das zunehmend mit Eselskarren ausgeführt werden musste um wenigstens die Grundnahrungsmittel in die Städte zu schaffen.

Für die allermeisten Menschen der Welt war frisches und sauberes Wasser zum Luxusgut geworden, um das man anstehen musste oder beim Wasserverkäufer an der Haustür bekam.
Wohl dem, der überhaupt eine Haustür hatte!
Selbstverständlich waren alle Wälder abgeholzt und nur noch halbhohes Buschwerk oder Hau-Wald vorhanden
Deshalb rasten die Stürme mit doppelter Geschwindigkeit herum und brachten so manches startende oder landende Flugzeug zum Überschlagen. Häuser wurden umgerissen, plötzliche Fluten ergossen sich in die Wasserläufe und so wurde viel überschwemmt und andernorts der Boden weggeschwemmt.

Mehrfach im Jahr suchten diese Unwetter die Menschen heim, in allen Regionen der Erde -
die Polkappen waren beide abgeschmolzen, ohne dass sich der Meeresspiegel deutlich erhöht hat - entgegen der Prognosen unserer Wissenschaftler.

Afrikaner waren nicht mehr von den Indern, Chinesen nicht mehr von den Europäern und diese nicht mehr von den Südamerikanern zu unterscheiden - die Rassen haben sich vermischt und bald sahen alle wie etwas zu dunkel geratene Inder aus.

Überall fast der gleiche Menschenschlag, der übrig geblieben ist. Und alt sind die einfachen Leute nicht geworden, es werden wohl statistisch 40 Jahre sein, die man an Lebenserwartung hat, haette es eine Statistik darüber gegeben. Wo nicht einmal Einwohnermeldeämter oder Pässe oder Wahlen existent waren - hat auch der Kaiser sein Recht verloren.
Strom gab es nur in den Städten, auf dem Land waren Alkohol-Laternen im Einsatz, weil Alkohol aus allerlei Dingen hergestellt werden kann. Man munkelt, dass so die vielen Leichen.. aber das schob man in die Gerüchte-Ecke.

Militaer war überflüssig geworden, weil überall die gleichen Zustände herrschten und das Material knapp war. Nur die Polizei war rudimentär zur Stelle und bestrafte sogleich - für Mord und Vergewaltigungen mit dem Säbel, leichtere Delikte wurden mit dem Stock bestraft. Die Gerichte waren nur fuer die besseren Leute da, die Armen bekamen ihr Fett sogleich verpasst - "kurzer Prozess" sozusagen.

Die Forschung steckte fest, die Weltraumprogramme auf Eis gelegt, TV und Radio waren nur noch von Privat und sehr regional; der Strom war bekanntlich meistens weg.

Langsam aber sicher wurden die Menschen wieder kleiner, weil die Eiweissversorgung auf einem Mindest-Level angekommen war und auch Antibiotika und Wachstumsbeschleuniger in der Tiermast der Vergangenheit angehoerte.

Viele gingen nicht zur Schule und wenn, dann nur die ersten 4 Klassen. Das Handwerk war der größte Arbeitgeber und dort bekam man jeden Tag seinen Lohn bar auf die Hand.

Die meisten Leute jedoch hatten nicht dieses Glück in einer Beschäftigung zu sein, die dauerhaft oder halbwegs gut bezahlt gewesen wäre. Das bisschen Geld, was vom Leben übrig blieb, war der Notgroschen unter dem Kopfkissen - keine Lebensversicherung oder gar Geldanlage - vermutlich war das nicht mal bekannt oder wenn, dann bestenfalls aus dem Geschichtsunterricht.

Jeder Tag brachte ein neues Schicksal und wohl dem, der diesen ueberlebte..
Die Zukunft der Menschheit kann man heute schon sehen: In und an Indien..

*** Ende ***



Es waere nicht meine Seite, kaeme jetzt nicht auch gleich eine Abhilfe-Strategie
gegen obige (leider keinesfalls nur "gefuehlten") Zukunftsaengste:
Wir sollten den gefaehrlichen Einfluss der Glaubensgemeinschaften
und der Presse drastisch beschraenken und beschneiden,
Zusatzjobs der Politiker auf Lobbyismus und andere gemeine Gewogenheiten abklopfen
und mithilfe der Demokratie
mehr Aufklaerung und direkte Mitbestimmung wagen.
Das wuerde die jetzigen Machtstrukturen gruendlich ueber den Haufen werfen -
noch ist es nicht zu spaet!
Die Aufklaerung der Massen wird schwer durchzusetzen sein,
wohl aber die Absetzung der Strukturen dieser Parteien und Machtmenschen,
die man nie wieder los wird,
wenn diese erst einmal gewaehlt wurden und dann wie Treibholz im Fluss verharren.
(Stichwort Wahlbeteiligung und Sitze im Parlament:
wenn nur 2/3 der Wahlberechtigten teilnahmen, sollte auch das Parlament zu nur 2/3 gefuellt werden)

Aus meiner Sicht benoetigen wir
ein unabhaengiges, unparteiisches, paritaetisches und demografisches Gremium,
das die Politik kontrolliert und Gesetzesvorhaben bremst oder bestehende Gesetze eliminieren kann.
Also nicht einseitig mit jungen oder alten,
von Herkunft oder Geburt oder Bildung oder Ausbildung
bestimmte Gruppe, die immer wieder ausgetauscht wird- sagen wir mal nach 5 Jahren?
(Diese Personen sollten- im Gegensatz zur jetzigen politischen Landschaft- nicht wieder gewaehlt werden duerfen)

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