plaetzchenwolf - Griechische Art Bratkartoffeln / Semmelknödel leicht gemacht
Landfotografie

Bratkartoffeln griechische Art.


(Nee, es faengt nicht so an- man leihe sich.. das sagt man schon den Schotten nach.)
Die Einfachheit der Rezepte ist mir immer ein besonderes Anliegen gewesen,
das sich auch in folgendem Rezept spiegelt:
Bratkartoffeln griechische Art.
(2 Personen)
Ein Kilo Kartoffeln schaelen und in moeglichst gleich grosse Stueckchen schneiden,
desgleichen eine Zwiebel und 2 Knoblauch-Zehen, 1 Auberginne
und alles zusammen in die beschichtete Pfanne geben.
1 TL Chiliflocken, 1 EL Thymian, 1 EL Jodsalz und 1/3 Tasse gutes Olivenoel zugeben.
Voll anbraten - bei geschlossenem Deckel - und mit dem Holzpfannenheber
rundherum regelmaessig wenden.
Nach wenigen Minuten kann auf 3/4 Kraft reduziert werden!
Unmittelbar vor dem Servieren eine oder zwei kl. Dosen Anchovis zugeben,
fix unterheben und .. guten Appetit!

Als Alternative - Semmelknoedel leicht gemacht:


Die halbe Menge an Knoedelteig:
In kleine Wuerfelchen geschnittenes Brot, ein paar Rosinen,
ein Ei und etwas Salz und Pfeffer vermischen.
Nach der Quell-Zeit des Paeckchens Kartoffelkloese beide Teige gut vermischen
und wie gewohnt im Salzwasser 20 Min ziehen lassen.

Als Beigabe ist geschwind eine Fertig-Sauce gemacht oder in Butter
ein paar Champignons anbraten, mit etwas Curry und Salz wuerzen.
Eine Zwiebel-Sauce ist ebenso leicht gemacht- einfach in Butter anduensten,
mit einem Fette-Bruehe-Wuerfel, einem TL Zucker und 2-3 EL Mehl abstreuen,
ganz geschwind mit dem Kochloeffel umruehren bis es klumpt-
dann mit ein wenig Wasser auffuellen und verruehren. Fertig..



***







*** Nachgetragen ***

Versicherungen! Man sollte wieder einmal den Ordner abklopfen auf Sinnfälligkeiten und Notwendigkeiten. Vieles ist inzwischen überflüssig geworden, also weg damit und schnell mal eine Stange Geld sparen !








2020 Kartusche: Zivilisation und Essen
Mir fällt immer wieder unangenehm auf, daß in manchen Kulturen - und das scheint sich mit der Verbreitung der Anglizismen zu verbinden - das Steak oder Fleischstück halb oder dreiviertel roh verzehrt wird. (Angeblich soll das zarter sein, was mir aber eher als ekliges wabbelweiches und blutiges Bißgefühl im Mund war, was sich kaum zerkleinern und herunter schlucken ließ.) Mir stellt sich deshalb die Frage, ob nicht doch noch sehr viel Urmensch in uns steckt, der noch vor der Erfindung des Feuers seine Nahrung suchen und verschlingen mußte. Wie auch immer, wer sich schon einmal mit der Fleischbeschau und mit Tierkrankheiten befasst hat, ißt mit Sicherheit kein halbrohes Fleisch..

Ähnliche Unsitten sind das Horten von Nahrungsmittel, Geld und Landbesitz, Macht und Ansehen - alles Dinge aus der Steinzeit, die heute eigentlich längst überwunden sein müßten, wie Kriege und Verfolgung und Hunger und Not. Das Wissen und die Resourcen wären da, aber der Wille zur Umsetzung fehlt noch immer.

Das will nicht bedeuten, daß Veganer und Gläubige oder Friedensbewegungen alleine die Glückseeligmacher wären, zuweilen ganz im Gegenteil: Die Sucht nach Abgrenzung und Rivalität ist noch immer wie zu alten Zeiten. Jeder sucht sich sein Trittbrett der "Einzigartigkeit", gibt sich aber nicht damit zufrieden, wenn dieses erklommen wurde, sondern hackt auf allen anderen herum, die abweichende Einstellung haben.

Ich will nun nicht gesellschaftlich, politisch oder gar religiös werden, sondern viel mehr auf die seltsamen Umstände zu sprechen kommen, die bei jedem Gastmal auftreten. Früher hat jeder alles gegessen, was der Gastgeber vorgesetzt hat - es gehörte ganz einfach zum guten Ton, auch den Koch oder Köchin zu loben, "ganz gleich wie es geschmeckt hat". Heute will jeder "rezensieren" und "vergustieren" und meint mit seinem eigenen selbstgebastelten Ethik-Trittbrett auf dem Gastmal surfen zu müssen. Die Zahl der Allergiker kommt von der Chemie, von dem Kerosin in der Luft, von Dieselschwaden, von Gen-Saaten und deren Spritzmitteln - also Chemie, die auch im Nahrungsmittel selbst inzwischen eine tragende Rolle spielt. Die Zahl der "ethnischen" Esser und "kenn ich nicht - Phobiker" oder Veganern, denen "die armen Tiere leid tun" wächst täglich. Wieder andere Leutchen finden "Rosinen eklig" oder "Pilze sind glibbrig" etc. es gibt so viele unterschiedliche Problembären, daß ein Diabetiker schon gar nicht mehr auffällt unter den Essensgästen.

Besonders spannend -und nun komme ich zu dem Grund für diese Kartusche- ist folgender FAKT:
Am kalten Buffet schlagen alle zu, jeder hat Angst, daß der Mitesser mehr von einer selteneren Sorte Essen in den Schüsseln abgekommt und greift zu, dass sich der Teller türmt. Ählichen Effekt kann man bei einer großzügig angelegten Schnittchenplatte erleben, die ich beim Besuch der drei Enkelinnen mit ihren Eltern beobachtete. Ich muß dazu sagen, dass alle drei Nörgeler sind, unsere Tochter und ihr Mann dagegen eigentlich alles essen.

"Ihhh - was sind das für schwarze Kügelchen auf dem Ei?"
Das ist Kaviar, sagte ihre Mutter.
Und was ist das?
Eh' sie was sagen konnte, meinte ich: Eigentlich Fischeier, aber diese hier sind vegan, die sind ein Immitat, schmecken aber ganz genau so - versuche doch mal!
Nee, sowas esse ich nicht.
Als unsere Tochter mit Appetit davon aß, griffen die drei Grazien -nacheinander- denn doch herzhaft zu und bald mußte ich die 2. riesige Schnittchen-Schnittchen-Scheewittchen-Platte holen, wo eine andere Auswahl darauf lag.
Ähnlich fremde Dinge für die Kinder, aber nun zögerte keines mehr: Es könnte ja sein, daß die Andere sich das 2. Teilchen auch noch schnappt..

Ein anderer Fall: Ein Mann mittleren Alters, angezogen wie ein Vertreter, stand an der Aussentheke des Supermarktes und verspeiste mit sichtlichem Wohlbehagen ein mind. daumendick mit frischen, warmen Leberkäse belegtes Brötchen. Die Hälfte der Männer, die gerade mit dem Einkaufswagen aus dem Laden kamen, drehten spontan um und kauften sich ebenso eines dieser Brötchen. Nur ein paar hagere Frauen mittleren Alters mit strengem Blick warfen denselben strafend und angeekelt auf diese mit Begeisterung futternden Kunden dieser Aussentheke und gingen rasch weiter.. (An dieser Theke waren zuweilen auch Frauen zu sehen, die man früher "Bubenmädchen" genannt hat - meine Frau würde sich ein solches Leberkäsebrötchen auf keinen Fall entgehen lassen! Gut, heute ist es etwas teurer geworden - aber das macht rein gar nichts.)

Ein weiteres und ständig wachsendes Ärgernis sind jene seltsamen Querschläger, die aus ihrer "Kultur" geflüchtet sind, aber diese nun unbedingt bei uns weiterführen wollen - und dann gibt es diese "Gebildeten", die leider nur sehr wenig Allgemeinbildung und Benehmen haben - es wird Zeit, einmal "klare Kante" zu zeigen und sich von solchen Gästen zu befreien: Ohne Besuch geht es uns eindeutig besser !

***

Fazit:
Meine Urgroßmutter hatte einen Spruch:
"Iß von allem etwas, aber nie zuviel!"



22.8.2020



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