plaetzchenwolf - Naturreis Madagaskar / Frühlingsklöße
Landfotografie

Naturreis-Salat "Madagaskar"


Mit einem leichten Naturreis-Salat "Madagaskar" -für 4 Personen-
fange ich diese Seite an: Man koche 500gr ungeschälten Naturreis,
der dann in dem Sieb abgeschüttet und unter kaltem Wasser abgeschreckt wird.
In die Salatschüssel kommen nun 4 Dosen Sardinen -mit dem wertvollen Öl-
den abgetropften Inhalt einer 425ml Dose Ananas in Stücken, 2 kleingeschnittene Äpfel -mit Schale-,
den abgetropften Inhalt einer 425ml Dose rote Bohnen, 3 EL Curry-Powder und 1EL Jodsalz -
alles gut vermischen und den Reis zugeben, einen netten Schuß Olivenöl-
nochmal alles gründlich unterheben und ziehen lassen.
Guten Appetit !

(ungeschälter Reis hat sich als zu belastet heraus gestellt, deshalb nehme ich nur noch Basmati- oder Parboiled)

Eine Alternative gefällig?

Frühlings - Klöße


Heute mache ich meine Frühlingsknödel.
Wer kein eigenes Kräuterbeet hat, nimmt an einer sauberen Stelle
Löwenzahn, Brenn-Nessel und Knoblauchsrauke,
kurz unter kaltem Wasser abspülen. Dann mit dem Messer fein wiegen.
In 750ml KALTEM Wasser eingeben und den Inhalt einer Packung
Klöße halb und halb (nach Anleitung, Marke gut und gün stig)
mit dem Schneebesen unterrühren, bis sich alles gut verteilt hat und fest wird.
10 Minuten ziehen lassen.
Wasser mit ein paar EL Salz aufsetzen für die Knödel.
(Wasser kurz wallen lassen, Klöße einlegen,
nur leicht sprudeln lassen - nach 15-20 Min. kommen die Dinger hoch
und beginnen sich zu drehen- dann sind sie gar.)
Ich hatte in guter Butter eine Zwiebel und 3 Knoblauchzehen -grob gehackt-
angedünstet. Mit der Hälfte der Menge an Wasser auffüllen, die auf der Tütensuppe
angegeben ist, sofort gründlich unterheben und die Platte auf warmhalten stellen.
(Champignoncreme oder Typ Spargel oder beides gemischt)
Wer es mag, kann nach dem Andünsten auch 100 gr Schinkenwürfelchen
zugeben, noch besser wären Bacon-Würfelchen, weil die nicht so arg gesalzen sind.
Das ergibt eine wunderbare Sauce, die zu den Knödeln prima paßt.

Guten Appetit !













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*** Nachgetragen ***

Rotkraut im Glas. Auch hier kann ich sagen, daß es sich nicht lohnt aus einem frischen Krautkopf einen Salat oder Gemüse zu machen. Diese fertige Ware aus dem Glas ist einwandfrei und muß von mir nicht mal gewürzt werden. (Hier könnte man nur verderben) Also: Die billigste Sorte kaufen, damit fährt man prima. Nur noch im Topf warm machen und fertig.

Wer das nicht glaubt, dem rate ich zum Test an.. also zur "Blindverkostung":
Wir sind immer wieder überrascht, wie viele billige Produkte dabei gut abschneiden!





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Kartuschen - Thema: Alles nur Gerüchte!



Selbstverständlich sind folgende Beobachtungen nur Gerüchte, "postfaktische Behauptungen" bis "Verschwörungstheorien" und "Fakenews", also nichts Konkretes:

Die Pandemie läßt Leute mit gewichtigen Auftritten in der Öffentlichkeit erscheinen, von denen man noch nie etwas gehört hat. Das lockt auch wichtigere Politiker auf die Bühne und schon kommen Anordnungen, Verordnungen, Erlasse, Verfügungen, Gesetze und wer weiß was es sonst noch an "Vorschriften" gibt - die unbedingt und unter Strafandrohung eingehalten werden müssen! Zuerst haben die geduldigen Deutschen das alles geschluckt, aber irgendwann rumorte es im Untergrund..

Bei uns im Dorf soll jemand eine (es gibt viele alte Scheunen) Scheune als private Gaststätte betreiben, andere feiern Corona mit etlichen Leuten aus etlichen Haushalten, was selbstverständlich verboten ist und so versucht man sich beim Nachbarn abzusichern, daß keine Anzeigen kommen. "Der Denunziant ist der größte Lump im ganzen Land", so hat man früher mal gesagt und nach der D DR-Grenzöffnung kommt das wohl wieder in die Beleuchtung und scheint modern zu werden- von den Politikern sogar aufgerufen.. wie damals..

Die Leute feiern gerne, sie sind die "Hygienebeschränkungen" leid, auch wenn sie sich an die Atemmasken gewöhnt zu haben scheinen, laufen etliche Brillenträger mit beschlagenem Blick einher, leise fluchend. Vor der Eingangstür zur Arztpraxis sind in gebührendem Abstand die Kranken in einer artigen Reihe, ein einzelner Stuhl vor dieser Tür soll die Fußlahmen aufnehmen. Manche Leute sind so folgsam, daß sie selbst im Auto die Maske tragen, selbst wenn sie keine weitere Person an Bord haben. Einbrecher und Diebe freuen sich über diese Neuerung, die das "Vermummungsverbot" aufgehoben hat - sogar mit amtlichem Befehl oder vorgeschrieben. Andere treffen sich in Gebetshäusern und vor Schulen und Kindergärten, nicht immer wird der nötige Abstand gewahrt oder eine Maske getragen. Wer weiß, wieviele sich zu Übertragungen von Fußballspielen versammeln - in Gartenhütten oder im Haus? Wieviele Vereinsmenschen wohl dies und das -ohne Aufsehen zu erregen- organisieren?

Die Pandemie hat auch was Gutes: Manche Typen lernen sich die Hände zu waschen, wenn sie von der Toilette kommen und tragen eine Maske, statt einfach in die Regale der Läden zu husten oder in den Gang zu niesen.. ohne ein Tuch davor zu halten oder in den Ellenbogen hinein.. Corona hat die Grippe und Erkältungskrankheit deutlich reduziert !

Es verlautete der Coronafürst, daß sich auf Plastikverpackungen und Warensendungen die Bakterien 36Std.
halten könnten- so überlegte jeder, wie man wohl diese Infektionsbrücke unterbinden kann-
ausgerechnet in der A mazonzeit, wo jeder fast jeden Tag irgendwelche Päckchen bekommt..

Ich habe die Welt nicht gemcht, ich war das nicht, ehrlich ! Lektuere






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Haushalten im Haushalt



Fußnote:
Ich rate dazu, im Gemüse geräuchertes, ungegartes Bauchfleisch oder Dörrfleisch mitzugaren. Das gibt einen guten Geschmack. Dieses Fleisch serviere ich andertags in schmale Schnitzel geschnitten. (Man kann es auch geschnitten und gegart einfrieren und hat immer etwas parat) Hier geht es nicht um die Mengen an Fleisch, eher um die rationelle Garung und weniger davon zu essen.. Gemüse ohne Kraft mag keiner.









Was gibt es Neues ?

Am 16.12.2020 wurden zwei Polizisten zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn gerufen.
Nachdem die Unfallstelle abgesichert war, geriet ein 34jähriger ins Schleudern und sein Wagen
erfasste die beiden Polizeibeamten.
"Der 33-Jährige Polizeibeamte seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz mit.
Sein 50 Jahre alter Kollege, der ebenfalls von dem Auto erfaßt worden war, schwebe weiter in Lebensgefahr."
Nun frage ich mich, warum noch immer keine Tempolimits -flächendeckend- gemacht werden,
denn das spart nicht nur eine Unmenge an Schildern, sondern erhöht auch die Sicherheit:
Autobahnen sind keine Rennstrecken, sondern Verkehrswege !

Diese Beiden sind Opfer des "Freie Fahrt für freie Bürger" geworden, ganz ohne Frage.
Es ist Zeit, sofort Tempo 120km/h auf den Autobahnen einzuführen und ein generelles
Überholverbot für LKW.

Und wenn wir schon dabei sind, etwas zu fordern:
Parlamentarier sollten als Beamte auf Zeit eingestuft werden- weg vom Persilschein "diplomatische Immunität", dann hört so mancher Schindluder auf.
Für jedes Bundesland sollte ein Abgeordneter reichen- aber keine Parteileute,
sondern nur der Vertreter des Ministerpräsidenten. (Beispiel)




***





Nebelland Teil 20


Sie beorderten Do und De die starken Transportleute die zu Scouts wurden und schickten diese auf die Reise am Strand entlang. Do meinte trocken zu De: "Urlaub- na bitte und das auf Gemeindekosten, ist das nicht wunderbar?" Dem Ochsen machte das auch nichts aus, er hatte seine Sonderration und war es zufrieden. Die gingen ohne jede Eile und rasteten, wenn sich saftiges Gras bot. Nach vierzehn Tagen waren sie da, das Schiff war schon von weitem zu erkennen. Langsam kletterten sie die Ankerkette hoch, der Ochse war unten angepflockt.

Auch sie fanden in den Oberdecks nichts Verwertbares, so gingen sie hinab und fanden Schmuck in den Kabinen- sollen wir den Plunder mitnehmen? "Ich weiß nicht, denn Ro hatte erzählt, daß dadurch die Gier nach Gold beginnt- dieses gelb glänzende Metall, das eigentlich keiner braucht. Und die Weiber werden dann auch noch eitel- nee nee, das muß nicht sein. So suchten sie nur Kleider und Wäsche, die noch einwandfrei war, aus dem Passagierdampfer heraus und luden an Schnaps, Kaffee und Tee etliche Konserven in den Wagen. Mit den typischen Netzen, die auf jedem Schiff zu finden sind haben sie den Kram herab gelassen- einer seilte ab, der andere paßte auf, daß nichts ins Wasser kam. Sie fanden ein Heft mit vielen abgelichteten nackten Frauen und Männern und ließen es besser an Ort und Stelle liegen. In der Kajüte des Kapitäns fanden sie drei kleinere Skelette, wie von Halbwüchsigen und eine Peitsche.

Sie gingen nochmal an Bord und durchsuchten ein 2. Mal alles ganz gründlich. Als sie geschwind noch ein paar Ferngläser mitnahmen und Kartenmaterial, auf denen die Küste verzeichnet war, fanden sie ein Album mit Fotos, etwas was sie noch nie zuvor gesehen haben. "Das geht mit!" Sie nahmen auch einige Bücher mit, die mit vielen Bildern am liebsten,.

Als sie den Kram in den großen Wagen verladen hatten, fanden sie das Schiff eigentlich viel zu schade um hier verrotten zu lassen, aber was will man im Dorf mit einem Schiff?
Die Zeit verging und sie kamen in aller Gemütsruhe daheim im Fischerdorf an. 3x Zwillinge sind schon von weitem zu hören.
Sie gaben den Wagen zum Entladen, die Ältesten suchten aus, was sie haben wollten und den Rest sollten die Beiden als Lohn mit nach Hause nehmen. Das Album haben sie versteckt und heimlich mit auf die Heimfahrt genommen. Sie wollten unterwegs das Ding ganz genau betrachten, evtl. kann man damit mehr Schaden als Freude machen?

Nebelland Teil 21 Nebelland Teil 1



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Denk mal


Unsere fast tägliche Hunderunde ist 5,6km lang, das entspricht dem großen Camino hin und zurück, jedes Jahr!

"Biomarken zieht es in die Supermärkte - allerdings aus Verzweiflung!" So lese ich heute -Ende April 25- und warum ist das so? Man sollte diese seltsamen Produkte verkostet haben, um wieder reumütig zur guten alten Fleischwurst zurück zu kommen und zu echtem Käse. Bio ist heute mehr Kunstkram als das herkömliche Produkt, selbst wenn dieses längst schon mit div. Chemie aufgepimpt wird. Wenn ich "bio" lese, denke ich an Hefen, Palmfett und saueres Zeug, an schrumpelige Möhren etc. und kaufe - selbst wenn die Dinge gleich teuer sind - lieber Produkte herkömlicher Art. Und glaubt mir: Ich habe für uns alles ausprobiert und war bald enttäuscht von "Alternativ" und "Öko" und "Bio", ganz besonders mies waren Direktvermarkter !

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Es wird viel Mist verzapft in der Politik und den hörigen Medien- weder "der Ausstieg aus dem Verbrenner" noch der "Ausstieg aus der fossilien Energie" wird kommen, wohl aber das "Wahl-Aus", weil die Leute den Staatenlenkern nicht mehr glauben: Koalitionen verhindern jede zuvor gemachte Wahlaussage. Inzwischen macht wohl jeder was er will, sollen die da oben doch machen was sie wollen, das tun sie sowieso! Niemand will T rump und Pu tin und Er dogan oder Ohrban,, auch keine Verträge mit diesen Despoten. Es dauert nicht mehr lang und der große Knall kommt: China reibt sich die linkischen Hände und krallt sich Taiwan!

*** Seltsam, daß keiner der Oligarchen Indien "haben" will!








In der Zeit gefangen, eine fiktive Geschichte


Button

Doktor Bendter bitte sofort in den OP, Doktor Bendter bitte!
Die Durchsage hörte man überall in den Fluren des Krankenhauses.
Eine gewisse Hektik entstand, Schwestern liefen von einem Raum zum anderen - Türen schlugen,
zwei alte Leute mit Geh-Hilfen standen neugierig herum, heute war der Flur mit 3 Betten verstopft,
die in Folien gewickelt- zum Desinfizieren in den Keller geschoben werden sollten.
Der Lift meldete sich mit Licht und Gong an, Doktor Bendter eilte durch das Haus.
Die Stationsschwester schimpfte über den vergessenen Essenswagen, der überall im Weg war.
Über einem der vielen Krankenzimmern leuchtet die Signallampe, ein Pfleger legte das Brötchen aufs Papier
und wickelte es geschwind ein- legte es in sein Mitteilungsfach und ging nachschauen.
Im Zimmer wurde die Lampe ausgemacht und den Patienten nach seinem Wunsch gefragt.
"Im Bad hat es einen Schlag gegeben, vielleicht in der Patient des Bettes 1 umgefallen?"
Sagte ein Patient.
Die Fenster waren geöffnet, die laue Frühlingsluft wehte herein und vertrieb den üblichen Mief.
Während der Pfleger versuchte, die Tür des Bades zu öffnen, drückte er auf einen Rufknopf an seinem Kittel.
Zu zweit hoben sie den verletzten Patienten auf und brachten ihn in sein Bett.
Nun schon zum 2. Mal an diesem Tag, wir werden ihn sichern müssen - der Kollege nickte.
Die Beiden gingen zur Stationsleitung und versicherten sich deren Einwilligung, ohne die heute nichts geht.
Inzwischen kamen Besucher, jemand fragte nach einer Blumenvase, der andere nach Zimmer 117, nach Ernst Flemmer, seinem Onkel.
"Ist denn heute Besuchstag?" Ja, sagte eine eilige Pflegerin, die mit Waschutensilien unterwegs war, wir sind mit dem Essen durch.
Bitte nicht so lange bleiben und verhalten reden, denn der Herr Flemmer ist gerade erst aus dem Aufwachraum gekommen-
wundern sie sich nicht, falls er nicht antwortet.
Doktor Bendter eilte vorbei und gab ein paar Worte in der Station zu Gehör, nahm eine Akte mit und eilte weiter.
Die Pflegerinnen mochten diesen Mann, aber er hatte nie Zeit, um nur ein persönliches Wort zu sagen.

Ernst Flemmer versuchte zu schlafen, verscheuchte eine Fliege und dreht sich zum Fenster um, das Bett knarzte und der Alte in Bett 1 bekam
wohl keine Luft und stöhnte laut. Flemmer drückte den Rufknopf und draußen über der Tür ging die Lampe an.
Die Schwester schaute sich den Patienten an, gab ihm eine Tablette und stellte ein Glas Wasser bereit.

***

Während Flemmer schlief, wurde in der kleinen Stadt der Markt aufgebaut, die Händler mit ihren Wagen
und Schirmen und Tischen rappelten und unterhielten sich dabei lautstark.
Ein Rettungswagen kam mit Signal angefahren, Telefone läuteten, eilige Schritte, Kommandos -
und dann war wieder Ruhe, das war schon das dritte Mal heute.
Die Tür ging auf, ein Arzt und 3 junge Schwestern kamen herein und hörten zu,
ein Pfleger schrieb mit und schon eilte die Gruppe wieder davon.
Zwei Besucher oder Angehörige des Mannes von Bett 1 kamen ins Zimmer, stellten die Blumen ab
und öffneten das Fenster sperrangelweit - die Tür war auf und es zog.
Mit dem nassen Wind - es regnet wohl gerade - kam der Markt-Lärm in das Krankenzimmer.
Es roch nach gebrannten Mandeln und Waffeln und Bratwurst - oder war es ein Lebkuchen-Geruch?
Unwillkürlich hörte er der Unterhaltung an Bett 1 zu, während der nächste Patient
das Bett 3 belegte und das Fenster wieder schloss.
Er hatte die Schulter bandagiert in einer Art Streckverband, sah sich um und holte mit
der anderen Hand etwas aus seiner Tasche- aha, ein Handy- was auch sonst?
Die Fliege hatte ein neues Opfer gefunden.
Früher wäre das wohl ein Buch gewesen, dachte Flemmer, als er am einschlafen war.
Der Besucher an Bett 1 machte das Fenster wieder auf und schimpfte über den "Krankenhausgeruch".
Flemmer versuchte nochmal einzuschlafen und nicht zu protestieren - er schob das Kissen
gefaltet unter den Kopf und zog die Decke bis über die Nase.
Draußen schepperten Pfannen und Töpfe, man rief sich was zu - der Wind ging nun stärker,
war aber recht lau. Wortfetzen drangen herein: "Sowas gab es früher nicht- halte es fest"
Das starke Flattern von Stoff war zu hören, dann fiel etwas um.
Das Fenster wurde zu gemacht und eine Stimme rief: Gleich kommt das Abendbrot,
die Gäste werden gebeten sich zu verabschieden.
Gerappel, gedämpfte Stimmen, ein Wagen wurde geschoben, ein Tablett abgestellt.
Der heiße Tee roch säuerlich, zwei Brotscheiben, eine Scheibe Käse und eine Wurstscheibe in Folie,
ein Stückchen Butter und eine Birne..
Bett 3 langte zu, Bett 1 verweigerte die Essensaufnahme, Flemmer aß nur die Birne, nahm
zwei Tabletten aus dem Schuber, "Abend" stand darauf.
Die Fliege war wieder da und direkt auf dem Essen gelandet.
Er verbrannte sich die Zunge und schimpfte: Statt des Tees hätte ich besser das Blumenwasser genommen!
Zum Trost aß er den letzten Schokoriegel aus seiner Tasche und ging ins Bad.
Dabei dachte er an den Patienten in Bett 1, der hier irgendwo hingefallen sein mußte.
Da haben auch die Haltegriffe nichts gebracht, sinniert er und stellte den Zahnputzbecher ab.
Noch geschwind zur Toilette und fertig.
Nun ins Bett, der nächste Patient will ins Bad!
Der Mann mit dem argen Verband aus Bett 3 stand schon parat.

***

Ernst Flemmer war schon im Halbschlaf, als ihm die letzte Diagnose "Hirnaneurysma"
in den Sinn kam, aber diesmal haben sie nichts finden können, eigentlich bin ich -bis auf die Kreislaufschwäche-
gesund, sinnierte er, als die Fliege versuchte in seinem Auge zu landen.
Draußen war Lärm, der durch das gekippte Fenster drang.
Wieder rappelten Pfannen und Töpfe, Popcornduft zog heran und verwehte.
Stimmen drangen heran und verwehten.
Der Dipppe-Händler bot seine Ware besonders lautstark an und klopfte mit dem Kochlöffel
auf den Topfboden - wie an einer Glocke.
Ernst schlich ans Fenster und schaute auf den Markt- dort trieb jemand 2 große weiße Ziegen,
ein anderer kam mit einem Schulterbrett mit zwei Holzeimern, ein Eselskarren fuhr Mehlsäcke.
Eine Dienstmagd ging mit Korb und Tuch zum Fischhändler und kaufte einen großen Karpfen aus dem Fass,
ließ diesen schlachten und in den Korb legen.
Ein Junge klaute einen roten Apfel vom Stand und die Marktfrau schimpfte lauthals.
Der Marktwächter und sein Kollege standen mit der Hellebarde auf Wache.
Rotweiße Wimpel am Zelt der Wahrsagerin, ein Ochse briet am riesigen Spieß-
gut bewacht vom Verkäufer mit Tisch, großem Messer und der angeketteten Geldkasette.
der Bäcker hat einen Berg duftende Brotlaibe aufgeschichtet - er verkaufte heute Kümmelbrot,
hatte sogar eines aufgeschnitten und Stücke davon in den Flechtkorb getan.
Probiert mein neues Brot ihr Leut, es schmeckt euch heut!
Ein Harlekin machte seine Faxen und das Kleingeld flog vor seine Füße.
Ein Stück weiter spielte jemand seine Leier und ein junges Mädchen begleitete ihn auf einer Flöte.
Die alte Volksweise zog noch immer Menschen an - während unter Fanfarenklang die Postkutsche am Rande
des Marktes hielt, der eilige Kutscher Koffer vom Dach warf und -kaum, daß der letzte Fahrgast
ausgestiegen war, unter einem harten Fanfarenstoß davon raste.
War das nicht der Dichter Goethe, der gerade ein Stück Lebkuchen kaufte?
Ernst rieb sich die Augen- nanu, schon Frühstückszeit und wie kam ich in das Bett?
Wo ist die Fliege? Schläft sie noch?
Er war ganz geschwitzt und auch noch etwas fiebrig, als er sein Ei aß, vom Brot abbiß,
sich wieder die Zunge am heißen Tee verbrannte und die Morgentablette nahm.
In den Betten 1 und 3 lagen andere Männer - ein ganz junger und ein halbtoter Greis.
Die Fliege schwirrte um Bett 3 herum.
Wie nebenbei hörte er im Badezimmer durch die Tür, daß der Junge einen Motorradunfall erlitt und
noch in der Nacht eine Not-OP hatte.
Es war an jedem Tag das gleiche Ding- Waschen, Essen, Schlafen und zwischendurch Tabletten-
Infusion hier und ein Verband da. Rein ins Bad und schnell wieder raus, Besucher,
Blumen und die Frage nach der Blumenvase.
Licht im Flur über der Zimmertüre, eilende Ärzte, die ewig schimpfende Oberschwester,
Geschirrklappern und der Geruch von Desinfektionsmitteln und heißem Tee- die Kaffeeküche
war immer eilig besucht- vom Personal und den Ärzten
Die Pflanzen im Besucher-Wartebereich waren wohl schon uralt und staubig dort, wo die Reinemache-Frau nicht hin kam- und wuchsen dabei bald über die Fenster.
In den Blumentöpfen steckte zuweilen eine heimliche Kippe und Kaugummipapier.
Die Illustrierten waren mit Gesundheitsbroschüren gewürzt, eine Krankenkasse machte Reklame mit
einem Bild einer jungen hübschen Ärztin mit Stethoskop um den Hals und einem Rezeptblock in der Hand-
den Kugelschreiber gezückt - darüber kreiste die Fliege.
Immer und immer wieder die Lautsprecherdurchsagen im Flur: Doktor Bendter bitte sofort zum OP, Doktor Bendter bitte!
Zwei Pfleger kämpften sich mit zwei Betten durch den Gang, ein "Galgen" mit Beuteln daran wurde in "sein" Zimmer gefahren.
"Zum Motorradunfall bitte"
Kommandierte die Oberschwester und überwachte das Setzen der Infusionsnadel.
Alles war sauber und weggeräumt, was herum lag- dann kam eine kleine Gruppe eiliger Weißkittelträger
und murmelte seltsame Worte vor jedem Bett- jemand schrieb mit- und schon war die Truppe wieder in der Tür.
Das war wohl die "Chefvisite", murmelte Ernst vor sich hin, noch keine 5 Minuten für 3 Patienten..
.. da kam auch die Fliege schon wieder und nervte herum.
Ich könnte eine Platsche gebrauchen- habe aber kein- so nahm er die Zeitung in die Hand,
schlief aber über dieser Sache ein und war auf einmal inmitten einer Stadt-Garde,
hatte eine blaue Uniform mit Litzen, einer seltsamen Kopfbedeckung auf und eine Hellebarde in der Hand,
mit deren Stil er mal hier und mal dahin stakste.
Der Hauptmann befahl und alle marschierten hinter ihm her zum Stadttor.
Die übliche Wachrunde und danach gab es ein Bier beim Apfelwirt.
Die dralle Bedienung zeigte sich wieder einmal recht offenherzig und war kokett
zu der Stadtwache, besonders zum jungen Hauptmann, der sich aber nicht für sie interessierte.
Da kam eine schwarze Gestalt, ein Mann in Frauenröcken, witzelten die Söldner "far du gauch"
und wurden giftig angeschaut und vom Pfarrer ermahnt, "Gottesfürchtig" zu sein.
Aha, dieser schwarze Vogel denkt wohl, Gott habe ihn persönlich beauftragt?
Der Nachtwächter rief: "Elf mal hat die Uhr geschlagen, wer nun noch nicht nach Hause geht,
den packe ich am Kragen" Dabei hielt er die Laterne hoch und schaute in die Haus-Ecken und Eingänge.
Er stützte sich auf den Tisch, aß den Rest des Käsebrotes, als nebenan ein Koch mit dem Wirt sprach:
Dieses seltsame Sieb habe ich gerade auf dem Markt gekauft- schau mal wie leicht das ist und
wie einfach man das reinigen kann! Wir haben Sieb oder Seihe immer lange scheuern müssen, damit
die Speisereste aus den Löchern kamen- heute ist das ein Witz. Der Händler hat das vorgeführt-
ins Wasser mit der Knödelseihe und heraus damit- abtrocknen und fertig.
Er hielt das blaue Ding aus Kunststoff hoch und freute sich darüber.
Ernst dachte noch: "Mensch, der Tee war aber stark heute zur Nacht" - es summte im Kopf
von links nach rechts, es knackte seltsam- er wollte sehen was das war, bekam aber die Augen nicht auf..
Am Morgen meldete die Frühschwester im Dienstzimmer auf dem Flur: Wieder einer,- sag' dem Arzt Bescheid.
Herr Flemmer ist die Nacht gestorben, kein Puls, die Temperatur ist schon 10 Grad gesunken.
Die Zimmerkollegen sagten, daß Ernst früh schlief und nicht mehr aufgestanden sei.

Ein ganz normaler Tag im Krankenhaus begann, die Fenster wurden geöffnet und nur
die junge Lernschwester dachte an die "Seele, die nun hinaus fliegen kann" - sagte aber niemandem was.
Das Bett wurde auf den Flur zur Abholung geschoben,
ein frisches Bett in das Zimmer getan, wo es auch schon bald von einem anderen Patienten belegt wurde.



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..im 75.Lebensjahr

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