plaetzchenwolf - Krautsalat historische Art /Speck - Klöße, Rotkraut und Geselchtes mit Soße
Landfotografie

Krautsalat auf alte Art und Weise


Krautsalat auf alte Art und Weise - man nehme einen halben Weißkraut-Kopf,
keinen Spitzkohl oder so ein lapsches ausl. Zeugs, sondern einen guten runden, den Späten,( nicht den Frühen )
der noch Eigengeschmack hat. In den hohen Topf gut Rapskernöl geben
und etwas fetten Speck und Zwiebeln in Würfel geschnitten.
Frei Hand in schmalen Streifen kommt nun das Kraut dazu, wo zuvor der Strunk entfernt worden ist.
Nun bei voller Hitze, unter gelegentlichem Umrphren mit dem Holzkochlöffel
(nicht wie die Fernseh-Köche mit der Blech-Seihe oder Löffel daran herumstochern)
Wenn das Kraut in weiten Teilen leicht bräunlich geworden ist,
mit einer Tasse Wasser auffüllen und bei geschlossenem Deckel nochmal garen lassen.
Es darf gerne noch etwas knackig bleiben, zumal es noch etwas nachgart.
Mit Salz (nicht wenig) und etwas Pfeffer und etwas guten Essig
(Kräuter- oder Weißwein- oder Apfelessig ist egal) würzen - und kühl stellen.
Am besten am Vorabend machen, dann zieht der Salat richtig durch !
Nun nur noch in die Salatschüssel umfüllen, zuvor ggf. nachwürzen mit Salz und fertig !
Dazu kann man Pellkartoffeln und eine Scheibe Kassler reichen -
aber nur als Beilage, der Salat ist und bleibt die Hauptsache !
(Ich hatte wieder einmal viel zu viel gemacht- so gab es diesen Weißkrautsalat
am nächsten Tag nochmal- diesmal mit weißen Bratwürstchen, auch sehr fein.
(Ein paar Kartoffeln waren auch noch übrig- was bei meiner Kocherei kein Nachteil ist- im Gegenteil:
Einfach mit den Würstel (in etwas klein geschnittener Form) nochmal fix durchgeschwenkt
und so hat man ruck zuck noch eine Beilage- mit ordentlich Geschmack.
(ich hätte die restlichen Kartoffeln auch kurz anbraten und mit ein paar Eiern machen können)

Eine Alternative:

Speck - Klöße, Rotkraut und Geselchtes mit Soße 4 Personen



Heute mache ich Geselchtes (Bauchfleischscheibe,
die es im 2er Pack günstig zu kaufen gibt - ca 1,60 Euro -
2022 bereits 1,79 Euro.
Die Fleischscheiben abwaschen, dann sind sie nicht mehr so salzig.
Für 4 Personen nehme ich 2 Packungen- in etwas Wasser,
einem Lorbeerblatt, 4 Wacholderbeere und einer Nelke.
Das wir angekocht und köchelt ca 3/4 Std. ruhig vor sich hin.

Nun nehme ein einfaches Päckchen Klöße "halb und halb"
(das kostet ca 60 Cents, heute freilich teurer - meine Rezepte sind schon viele Jahre im Web)-
welche nach Packungsvorschrift angerührt wird.
(750ml KALTES Wasser, wo ich erst einmal 2EL Maioran gerührt
habe, dann kommt noch die Hälfte eines Päckchens "Schinkenwürfelchen"
(2x125gr zu ca 1,60-1,75 Euro) - diese 125gr
also kommen in das Wasser mit dem Knödelpulver -
welches nun zügig mit dem Schneebesen eingerührt wird, bis
es fest wird. Nun muß dieser Ansatz gut 10 Minuten ruhen,
bis ich den mit angefeuchteten Händen zu Knödeln forme..

Ein einfaches Glas (750ml) Apfelrotkraut (ca 59-79 Cents vom Diskounter)
ist wunderbar, das muß man nur warm machen -
einfach in einen Topf geben und langsam erwärmen..

Jetzt setze ich das Knödelwasser auf- mit 3 EL Salz
(Damit die Speck - Kloeße besser zusammen halten, binden.)
bis es anfaengt zu sprudeln- dann kommen die Knoedel hinein -
die Platte auf etwas ueber halbe Kraft schalten.
(Nur ziehen lassen, nicht kochen- die Knödel kommen von alleine hoch
und beginnen sich zu drehen, wenn sie gar sind)

Die Fleischscheiben aus dem Sud holen, die Gewürze heraus fischen -
dann ein Paeckchen Jägersauce (Diskounter, 60 Cents) einruhren, bis die gewünschte Konsistenz und Menge erreicht ist- Fleischscheiben
zurück tun und in Ruhe bei Stufe 2 ziehen lassen.



..na bitte: 6,20 Euro habe ich ausgegeben - für 4 Personen -
also 1,55 Euro pro Person für dieses deftige Essen,
das irgendwie schon nach "Sonntagsessen" ausschaut..

(Alte Preise)

***







*** Nachgetragen ***

Sauerkraut aus der 850ml Dose: Nur das allerbilligste ist das allerbeste Kraut! Das ist nicht so furchtbar sauer und ist dichter gepackt, meistens auch noch besser gegart und nicht mehr so roh. Ich kann das nur empfehlen !
Auch hier wieder mein Rat zur Blindverkostung - das macht Freude und spart Geld.








Das Jahr 2020 daheim.

Wir fragen die Oma - wie geht denn das Rezept für Kartoffelbrot und sie antwortet: Zuerst holt man ein Eimerchen Kartoffeln..

Wer weiß heute noch, was ein "Eimerchen" Kartoffeln ist?
Ein Eimer, erklärt die Alte, faßt 10 Liter, ein Eimerchen ist nur halb so groß.

Merke: Wer so und auf diese Weise Essen bereitet, hat es geschafft und kann RICHTIG kochen - in diesem Alter schaut man nur ab und an ins handgeschriebene Würzbüchlein, wenn etwas gekocht wird, was nicht so oft ist. Sonst geht alles frei Hand und das Spannende daran ist, daß sich ein gestandener Koch alle Mühe geben muß, um Omas Resultate zu toppen - falls er das überhaupt schafft.

Entweder man hat es im Blut oder nicht !





Button


Zurück zur Startseite meiner Steckenpferde..

Das Thema Kochen ist sehr umfassend: Bemerkungen in Serie.

Wer sich für weitere Themen interessiert, ist hier gut aufgehoben.

Impressum









Nachgetragen

Projekt Ölfass-Pizzaofen, eine Idee des Sohnes


Wir sahen unterwegs wunderbare Außenbacköfen in einer Ausstellung. Diese Sache war mit 1-3 Tonnen gewicht doch zu hart - zumal der Kran bis in den Garten kaum gelangt wäre, um dieses Ding, das von 1-3tsd. Euro kostet, an Ort und Stelle zu wuchten. So recherchierte unser Sohn und fand dieses:

https://www.ins tructables.com/Oil-Drum-Pizza-Oven/

Das hat sofort gefallen und zugesagt - wir haben noch ein Brenn-Fass im Garten, das auf diese Weise eine neue und sinnvolleren Einsatz erhalten wird.

Der Anfang:





Ich biete eine Lösung an:
Es ist quasi "traumhaft", weil mir nachts die besten Ideen kommen: Eine Schlauchschelle am Stutzen außen und eine innen im Fass arretiert das Abgasrohr und der Verschränkungswinkel (damit im Innenraum das Rohr aus der Isolation ragen kann) wird durch eine U-Schelle oben am Rohrende an zwei Punkten halten. (Oben am Fassboden anliegend, am Spunt ein paar Zentimeter vom Boden abstehend.) Das Spuntloch selbst wird mit Ofenband abgedichtet. Und mit Metallbehandlung grundiert (Rostumwandler) und zeitgleich auch anthrazit gestrichen. Die Bodenplatten sind schon -in Erde- verlegt und eingeschlemmt, der Sägebock oben an den 6 Spitzen umgebogen, so daß eine tiefere, breitere Auflage ist. 9 Schamotte-Steine (6cm dick) sind bestellt und auch das Isolationsmaterial nebst Zement.



Die Verschalung könnte man ausbrennen, den Verschlussdeckel des Abgasrohres gleich mit einem Draht versehen, daß man diesen nach Aushärtung des Isomaterials heraus ziehen kann. Das wird sich noch zeigen..

Den Sägebock oder das Gestell des Ofens habe ich auf Platten gestellt und festgeschraubt. (das ist immer sicherer- wer weiß?)
Das kleine Spundloch (oder Spuntloch? Im Alpenländischen mit t und in Deutschland mit D - Beide Schreibweisen laufen wohl parallel) habe ich wieder zugeschraubt, weil der Ofen von vorne Luft ziehen soll, sonst läuft die Verbrennung nur hinten im Fass.

Innen und außen mit Rostumwandler -750ml- gestrichen, der auch gleich die Farbe Anthrazit hat, so schaut die Sache doch schon viel besser aus - gell? (das Zeug ist nicht gesund - also mit langem Pinsel streichen und am besten draußen.)

Die Metallspange ist vom Grillfass, die soll nur nochmal zusätzlich stabilisieren und den optischen Abschluß zu dem nackten Blechrand bilden. (Die sollte nur einseitig greifen, sonst drückt man sich Dellen ins Blech)

Tja, der Sohn hat den Pizzaofen im Sinn, ich bin mit dem Gedanken an das alte Backes am Werke gewesen.
Er will den Kamin vorne haben, ich hinten- gut, es ist sein Projekt. Ergo haben wir den Deckel wieder angebracht, mit der Spange fixiert und dann wird wohl auf der Spund-Seite ein Rechteck in den Deckel geflext, aus dem Material eine Tür gebaut. Man wird sehen. Mein Part ist nur noch das Streichen..
..sagte ich, als mir einfiel zwei Gewindestangen kurz vor der Spitze des Sägebocks anzubringen. Der größeren Verwindungsstabilität halber. Dort waren bereits Bohrungen und so konnte die 1mtr Gewindestange eingefädelt werden- mit den 6 Muttern pro Seite muß man schon ordentlich Schraubarbeit leisten ;) Immerhin 12 Muttern gut die Hälfte des Gewindes.. Nun stehen an beiden Enden die Stangen ein Stück über, da kann man überlegen: Abschneiden oder etwas daran befestigen. (Auf einer Seite evtl. einen Aschekasten? Heute kommt erst einmal die Farbe mit Rostprimer und wird auch gleich aufgetragen, damit vor dem nächsten Regen alles trocken ist. Dann kann der Sohn gleich weiter machen, wenn er vom Urlaub zurück kommt.
Und schon macht er weiter:







Das Spuntloch dient als Luftzufuhr. (gerade fingerdick bis Oberkante Ofenstein)
Jetzt habe ich einen 16cm breiten Metall-Griff und 2 Scharniere bestellt. Eine Metallplatte für die Tür innen ist schon da, die mit Distanzschrauben befestigt und stabilisiert. Dann wird ein Schnapper gebaut, der die Tür oben fest hält.










Technisch ist nun alles fertig. (1.Mai 2022)
Jetzt muß der Zement noch gut 14 Tage härten.
Am 4. haben wir uns nicht mehr zurück gehalten und schon mal angeheizt - die Aufbackbrötchen sind gut geworden. Der typische Rauch einer Steinofenpizza war allerdings dabei. (Das Feuer wird bei offener Tür gehalten, dann ausgeräumt und gebacken bei geschlossener Klappe und abgedecktem Schornstein.)

Wie geht es weiter? Nun mit Pizza - womit sonst?
Brot könnte man auch darin backen, aber für Brötchen nehme ich doch lieber den Backofen in der Küche. (Brötchen sind Feingebäck)













Unser Sohn hat sein Projekt vollendet, mit perfektem Pizza-Schieber, Messer, Schneidebrett und Ausräumer zum Reinigen, mit Laserthermometer, weil das in der Klappe zu sehr am Rande des Brennraumes liegt und nur einen ungefähren Stand zeigen kann.

***

Ich möchte die Platten, auf denen das Fass steht, mit einer Sockelkrone sichern, die alle 6 Beine schützt - wo der Regen sofort ablaufen kann, ohne Rost oder Fäulnis zu bringen. Zuvor werden die Füße imprägniert -, der nächste Winter kommt bestimmt!

***

Man muß ordentlich lernen, wie man -auf einem Brett- den Pizzateigling in den Ofen bekommt und diesen mit dem Blech-Schieber (Ein-Schießer) hebt und mit dem Pizzablech dreht, damit von allen Seiten das Ergebnis gut wird. Der Ofen wird erst hinten, dann mittig, dann vorne geheizt, wobei in der Längsachse eine Luftschneise sein sollte, sonst geht das Feuer hinten aus. Nach 2 Feuerdurchgängen ist der Ofen innen zwischen 450-550 Grad Celsius heiß. Dann wird - wenn das Holz verbrannt ist, in ein feuerfestes Behältnis die Asche ausgekehrt und hinten im Ofen ein kleines Buchenholzfeuer entfacht, das während der Garung erhalten bleiben soll. Wenn Stauhitze gewünscht ist, kommt auf den Auspuff eine Abdeckung und die Ofenklappe wird geschlossen.

Um 14.30 Uhr hatte die Ofenklappe 170 Grad außen, nach dem Ausräumen und Innenraum säubern um 16 Uhr hatte der Backraum noch 170 Grad.

Nach dem nächsten Pizza-Event für 6 Personen und zig und zig Pizzas war der Ofen noch stundenlang heiß- es reichte, um einen Rollbraten in 1,5Std auf 90Grad Kerntemperatur zu bringen und nach weiteren 2Std. noch 120 Grad im Ofen zu haben. Die Starttemperatur - nach 3 Std. heizen - war zwischen 500-600 Grad, so daß das elektronische Fernthermomenter (geht bis 550 Grad) nichts mehr angezeigt hat.
Mühsam, gewiss, aber es ist ja auch ein Freizeit-Event!

Nachtrag: Das letzte Pizza-Event mit Gästen war doch ein wenig zu anstrengend, wenn der Teig gemacht und belegt und geheizt werden muß. Deshalb werden künftig die Pizzen fertig gemacht und tiefgeforen - dann rutscht die Pizza besser über das Einschiebe-Blech in den Ofen. Nach und nach werden dann die Pizzen - tiefgekühlt - in den 500 Grad heißen Ofen geschoben..

Man kann also eine Menge Pizzen in den unterschiedlichsten Belägen vorrätig haben.
Die Meinung der Gäste war einhellig: Diese Pizza bekommt man nirgendwo, die Qualität ist sehr viel besser und der Geschmack einzigartig. (mit 405er Weizenmehl gemacht)

*** Dieses Projekt ist erfolgreich abgeschlossen ! ***

PS Ich habe schon immer mal Pizzamehl probieren wollen und habe in der Bucht bestellt: Caputo Il Mulino di Napoli Farina Superiore Pizzamehl Weizenmehl Typ 00 im 25kg Sack für 35,30 Euro incl. Fracht. Das Mehl kam nicht, weil es angeblich auf dem Transport "verloren" ging - sicherlich eine Spekulation, weil die Mehlpreise gerade explodieren.. Nun, wie auch immer, diese Sache hat mich nachforschen lassen:

Type 550 (nach Typisierung Deutschland) Type W 700 (nach Typisierung Österreich) Type W 00 (nach Typisierung Italien)

Das bedeutet, daß man mit dem Begriff "Pizzamehl" verarscht wird- es ist nichts anderes als das, was man hier "Brötchenmehl" oder Weizenmehl Typ 550 nennt!
Gut, das wird also billiger werden als angedacht.

Das Motto meines Webauftritts: Meine Seiten sollen Mut machen und gute Laune !
Selbstverständlich ein wenig außerhalb der Norm.




660