Landfotografie

4.9.2011:
Die Kuerbisernte steht an und somit ein neues Rezept (6 Personen):



Im grossen, hohen Topf habe ich Rapskernoel (Boden gut bedecken, nicht sparen),
3 Zwiebeln in Ringen, 3 Knoblauchzehen, gehackt und ein Kilo Schweinehack eingelegt,
das nun bei voller Hitze ein paar Minuten angebraten wird.
(Ab und zu ruehren)
Nun mit 1/2 Liter einfachem Weisswein abloeschen, einen Bruehwuerfel oder 2 EL gekoernte Bruehe,
2 EL Chiligranulat, 3EL Jodsalz zugeben und bedeckt bei halber Hitze 10 Min garen.
Inzwischen zerlegt man den Kuerbis (halbieren, die Samen rausraeumen,
in zwei daumenbreite Schreiben schneiden, dann schaelen und in etwa gleich grosse Wuerfel
schneiden und in den Topf damit, bis dieser voll ist.
(Den Rest des Kuerbis in eine grosse Gefriertuete geben, zuklipsen und in den Kuehlschrank damit..
Der hohe Topf muss nun gut beobachtet werden und bei halber Hitze den Inhalt in aller Ruhe garen -
bitte oefter Umruehren und den Deckel wieder auflegen.
Ab und an eine Garprobe eines groesseren Stueckes machen (mit dem Kuechenmesser)
- ein klein wenig bissfest darf es bleiben.
Kleinere Stuecke zerfallen und bilden die Sauce oder Bindung.
Nun abschmecken, ggf. mit ein wenig Salz nachwuerzen.
Nun kommt der Trick: Bitte nicht heiss essen, das ist schweisstreibend-
lieber warten, bis der Topf nur noch gut lauwarm ist !
In der Plaste-Dose mit gut verschliessbarem Deckel geht ein Teil
mit zur Arbeit (ueber Nacht im Kuehlschrank)
Das Essen hat sogar dem Hund geschmeckt- er putzt die Reste weg..
Guten Appetit!

Herbstsalat fuer 3 - 4 Personen


Man nehme: 1 Apfel, schoen suess-saeuerlich, 2 Schlangengurken und ein Flaeschchen 250ml Grillsauce "Knoblauch" und.. das was gerade "weg" muss: Wurst, Reste vom Braten, Kassler oder Frikadellen, aber auch Kaese und Aufschnitt. (Appetitlich gewuerfelt)
Nun die Schlangengurken waschen und auf der groben Reibe in die Seihe im Abwaschbecken reiben, dass die Zesten einen kurzen Moment das Wasser ablaufen lassen koennen. Nun die Knoblauchsauce in eine Salatschuessel geben, die Fleisch/Wurst/Kaese-Reste wuerfeln und zugeben. Einfach mit den Gurkenstreifchen mischen bis alles gut zusammen kommt. Gewuerzt wird nur mit grobem Pfeffer aus der Muehle und einem EL Dillspitzen. Gesalzen wird erst kurz vor dem Verzehr. (Damit die Gurken nicht so viel Wasser ziehen.) In Suppenschuesseln mit Garnitur verzieren. Wer will, kann aus diesem Salat zig Varianten machen - mit Apfelstueckchen drin oder einer kleinen fein gewuerfelten Zwiebel / oder 2 - 3 Knoblauchzehen. Mir ging es um die Verwertung der Schlangengurken und den Resten an Wurst / Bratenscheiben, die unser Besuch uebrig lies.

Gurken: 2x59 Cents, Salatsauce 59 Cents - der Apfel war auch nicht teuer und der Rest aus dem Kuehlschrank musste sowieso weg..

Wer sagt, dass "Kochen" zeitaufwaendig sein muss?!



Wer sich fuer weitere Themen interessiert, ist hier gut aufgehoben.


underconstruction

Seiteninhalt ausdrucken



Button

Startseite - Mich - Impressum - Rezepte -


***



Kartuschen - Thema: Waere ich ein Bauer..

Die Idee der "Direktvermarktung" ist eine feine Sache - aber..
..dazu muss doch so einiges bedacht werden, was nicht nur mit der Anmeldung bei den Behoerden zu tun hat.
Feste Oeffnungszeiten sind schon mal ein sinnvoller Anfang und keine Selbstbedienung, sondern ein Laedchen mit Theke.
Das ist gut um den Hygienebestimmungen zu genuegen
und man muss sich nicht um Diebstaehle sorgen.
Ein paar Stuehle im Eingangsbereich neben der doppelfluegligen Glastuer - nur nach hinten sollte ein Fenster sein, um Strom zu sparen.
(So ein Laden darf nicht zu arg in der Sonne aufheizen)
der Laden sollte mit einfachen weissen Fliesen gekachelt sein und mit einfachen Standregalen versehen sein, die man leicht wegruecken kann.
Die Reinhaltung ist sehr wichtig - so muss auch die Theke aus einem Material sein, das gut sauber zu halten ist.
Statt Verpackungsmaterial sollten die Kunden Tueten oder Koerbe mitbringen, was diese Leute bestimmt als umweltschonend schaetzen werden.
(nebenbei spart das auch noch Geld)
Das Sortiment wuerde ich mir so vorstellen, dass alles denkbar waere,
was man sonst nicht so leicht in den Geschaeften oder auf Maerkten finden wird:

Steinofenbrot und richtig gute Hausmacher Wurst
(keine grosse Auswahl, dafuer aber richtig gute Qualitaet),
geraeuchert und in Dosen.
Wiesen-Heubuendel fuer Haustiere, gepresst.
Brennstoff-Briketts aus Mais- und Getreidestroh.
Trockenes Ofenholz, gebuendelt.
Edelbraende von hiesigem Obst.
Obst von der Streuobstwiese
Frische Kuechen - Kraeuter in Tontoepfchen gepflanzt.
Frisches Gemuese der Saison
Eier, Huehner, Gaense, Wild, Schweine- und Rindfleisch.
Butter und gute Milch gehoeren dazu.

Das Angebot kann durch Zulieferer ergaenzt werden und als Geschaeftsprinzip
auch auf Kundenwuensche eingehen, Vorbestellungen annehmen und anliefern.

Auf jede Art von "Oekolabel" wuerde ich ganz bewusst verzichten,
dafuer die Preise zivil halten!
Dass die Landwirte und Erzeuge nur so viel spritzen, wie unbedingt noetig ist, um ueberhaupt ernten zu koennen wird jeder bestaetigen, der damit zu tun hat !
Gesunde Erzeugung sollte immer oberstes Gebot sein und moeglichst grosse Unabhaengigkeit behalten - deshalb landet man fast automatisch bei der "Oekolandwirtschaft", die in Wahrheit die alte oder hergebrachte Art der landwirtschaftlichen Nutzung ist,
bevor das Chemiezeitalter anbrach.
Ein wenig "Verbraucheraufklaerung" gehoert allerdings schon dazu -
ohne in Richtung Sensationspresse zu quoten.

(So ein Vorhaben kann aber nur gelingen, wenn man das Anwesen nicht eigens dafuer kaufen musste und auch nur dann, wenn man einige Dinge selber machen kann - sonst frisst die Bank die Arbeit UND den Gewinn von mindestens zwei Einkommen locker auf.)

Deshalb wird es wohl am einfachsten sein, wenn man die Sache aufteilen kann:
Niemand kann alles alleine herstellen, deshalb werden div. Hersteller Regalabschnitte pachten und die Logistik in der Hand des Hofbesitzers belassen,
der sich dann auch um die Promotion, Parkplaetze und Gebaeude kuemmert.
Und da waere ich schon bei einem heiklen Thema:
Der Standort des Ladens sollte nicht so weit ab von einer belebteren Strasse liegen,
am besten ist es wohl, man sieht von dort die Reklametafel, die auch dazu gehoert.
"Klappern gehoert zum Handwerk".
Leicht anzufahren, gut zu parken ist schon halb verkauft..
..was nuetzt ein noch so genialer Laden, wenn ihn keiner kennt und keiner sieht?
Das ist viel besser als teure Radio, Fernseh- oder Zeitungswerbung !
Flankierend wuerde ich mit einer Heissluft-Fritteuse verschiedene Kartoffelsorten zur Verkostung anbieten -
und wie nebenbei noch ein paar von diesen Fritteusen verkaufen:
Wichtig ist der Service und dass der Kunde etwas -freundlich- gezeigt
oder sofort vorgefuehrt bekommt !
(Schaelen und schneiden der Kartoffeln gehoert selbstverstaendlich dazu:
Frisch ist frisch !)
Dabei kann man auch gleich den Pommesschneider und das Schaelmesser verkaufen,
ggf. sogar gute Kuechentuecher aus Halbleinen, wie das Hausfrauen schaetzen.
(Baumwolle ist Murks und zum Abtrocknen kaum geeignet)

Regional - Kauf ist heute "in" und sollte richtig vermarktet werden,
das kann man den "Alternativen" nicht ueberlassen, das wird nix..
"Normalos", welche bekanntlich die groesste Gruppe der Kaeufer sein werden,
kann man aus dem Massenmarkt ein wenig zur Seite ziehen -
das geht aber nur, wenn sich die Qualitaet um einige Klassen besser zeigt,
als die der Massenprodukte im Supermarkt und Diskounter;
und hier liegt vermutlich die Crux, weil Bauern und Oekos schnell reich werden wollen!

(Bei der letzten Wanderung fiel uns ein Schild an einem alten grossen Hoftor auf,
dessen geoeffnete Haelfte den Blick in das historische Gehoeft freigab:
"Hausmacher Wurst und oekologisch angebautes Gemuese zu verkaufen"
..stand am Tor angeschlagen.
Im Geiste habe ich schon ueberlegt,
wieviel Raeucherwurst im Rucksack untergebracht werden koennte ..
Bei der Wendung durch das Tor sah ich als erstes eine sehr fette Oberklasse-Limousine..
und alles roch nach teurer Ausstattung und Geld !
..aha, dachten wir beide, das soll also von uns finanziert werden!
Die Reaktion war klar: Weg hier, die ziehen uns das Fell ueber die Ohren!)

Deshalb wird der Frischmilchautomat und so mancher Bioartikel weiter in den ueblichen Laeden gekauft werden, wenn man sowieso schon mal da ist.
Und so denken die allermeisten Leute.
Das ist der Grund, warum Direktvermarktung nicht so recht klappen will,-
desgleichen die mangelnde Faehigkeit oder Willen Kritik zu ertragen:
Selbst aeusserst sanft und mit Engelszungen vorgetragenen Bemerkungen zur Qualitaet,
zur Wuerzung oder dem Aussehen der Produkte sind NIEMALS angenommen,
angekommen oder willkommen gewesen, bei keinem der Direktvermarkter !

Als juengstes Beispiel kann ich eine total mit Nitritpoekelsalz verwuerzte Raeucher - und Dosenwurst nennen.
(Kartoffelwurst)
Die konnte ich nur zum Salzen von Bratkartoffeln nutzen - nicht mal fuer Hund und Katz' geeignet..
..diese suendhaft teure Ware.
(Dabei weiss jeder, dass gerade Dosenwurst eine Vollkonserve ist, die keinerlei Haltbarkeitsstoffe braucht)
Hier geht es dem Kunden wie im Laden oder in der Auto - Werkstatt:
"Das haben wir ja noch nieeeee gehoert, sie sind der ersteeeee der sich jemals darueber beschwert hat!"
"Diese Ware verkaufen wir gut, den anderen Leuten gefaellt sie also."

Irgendwie verwenden alle die fertigen Mischungen aus der Chemiefabrik,
egal ob es Baecker oder Metzger sind..
..ab und zu hat mal einer ohne Brille dosiert!

Na gut, dann kaufen wir halt woanders oder dort keine Wurst mehr,
nur noch Eier und Kartoffeln -
etwas rumort aber in mir weiter -nach einer solchen frechen Antwort-
Andere Kunden gehen stillschweigend weg, ohne zu reklamieren.
(Das werde ich kuenftig wohl auch so machen
und lieber wieder alles beim Diskounter oder im Supermarkt holen)

***

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere





***

. .