Reihenweck 1



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Ein buntes und hoffentlich unterhaltsames Sammelsurium
an Themen hat sich auf dieser hundert Seiten - Serie "Reihenweck" entladen.
Die Idee zu dieser Art "Tagebuch" kam mir spontan nach der Beendigung der Serie "Geschichtliches":
Wie sollte ich schweigen, wenn es nach den langen Recherchen zu obigem Thema um die Jetztzeit geht,
die Zeit, in der ich lebe? Sollen die Um- und Zustaende verschwiegen werden?
Gibt mich das alles etwas an oder mische ich mich dabei in Dinge ein,
die "Hoehernorts" entschieden bis verbockt werden?

Mich haben die Zustaende der alten und uralten Tage erschuettert -
und sie haben Parallelen zum Heute aufgezeigt und mich ermahnt,
nicht zu schweigen, sondern zu sagen wenn etwas schief laeuft..

Auch wenn ich mich bemuehe, diese Menge an Seiten aktuell zu halten,
wird dennoch so manche Salami darin ranzig werden -
man muss es eben anpacken und ab und an ausmisten.

Mit diesen Gedanken entstand der "Nachtexpress Reihenweck"!

***

Der Schluss - Akkord - Nur ein Wohlstandsgefaelle ?


Die Definition von einem "Wohlstandsgefaelle"
ist meistens viel zu kurz gegriffen, weil sich ein ganzer Berg an "Gefaellen" dahinter verbirgt-
so ist am Beispiel "Umweltschutz" (tatsaechlich gelebter) als Randsparte dieses Gedankens ganz gut auszumachen:

Das geht aus obiger Berechnung freilich nicht hervor, ebenso wenig die zwischenmenschliche Entwicklung
und die Entwicklung in den friedlichen Ko-Existenzbereitschaften,
der sozialen Absicherung und viele andere Dinge, die das Leben ausmachen.

Ich denke, dass mit wachsendem Wohlstand der Umweltschutz leicht unter die Raeder geraet -
wer diese "These" hinterfragen moechte, darf mir gerne mailen, eine nette Diskussion ist immer gut !

Fuer mich ist Zivilisation viel mehr als nur ein Addieren von Einkommens- und Bildungsunterschieden,
eher ein Zusammenleben, das in direkter Demokratie, Arbeits- Wohn- Einkommenssicherheit
und kostenfreier Gesundheitsbetreuung, sowie in der Foerderung von Forschung und Lehre,
aber auch in der Rentensicherheit zu finden ist. Luxus gehoert luxurioes besteuert und Solidarkassen fuer alle Bewohner zur Pflicht gemacht,
auch und gerade fuer die "Leistungstraeger" aller Art.

Mit wirren Formeln wird man das nie begreifen und exakt da krankt es:
Herkunftsduenkel oder durch einen separatistischen Glauben ersetzt !

Die Loesung sehe ich dort, wo das "Raubtier Mensch" ein kuenstliches Gebiss bekommt -
und den Kampf zwischen Gut und Boese gewinnt.
Weder Kommunismus noch Kapitalismus noch Religionen waren bislang geeignete Modelle
fuer den noetigen Quantensprung, um sich das Praedikat "zivilisiert" anzueignen.

"Nur ein Wohlstandsgefaelle" als Definition genuegt nicht:
5 setzen!





Der Schluss - Akkord - Steckenpferde: Filmempfehlung


Limehouse Golem, das Monster von London ist ein Kriminalfilm, der im Jahr 1880 spielt
und eine Mordserie aufklaert.
Spannend im Thema und blendend in der Darstellung - hier schlaeft niemand ein !

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Noch eine Filmempfehlung, diesmal ein Agentenkrimi, einer der wenigen bei denen ich nicht eingeschlafen bin:
Numbers Station.

Spannend bis zum Schluss, zeigt man hier den Wahnsinn von Geheimdiensten und ihrem seltsamen Treiben..

***

Noch eine Filmempfehlung, diesmal ein Abenteuerfilm: Frozen Money
Dieser handelt von einem Pleite-Paar, das mit ihrem Auto ein anderes seltsames Paar
im kalten Kanada aufliest und mitnimmt.. zuviel will ich nicht verraten.
Der Film war spannend bis zum Schluss und besser als gedacht.

***

Suburbicon
Noch eine Filmempfehlung fuer eine bitterboese Persiflage auf das Wohlstandsamerika der 50. Jahren:

https://de.wikipedia.org/wiki/Suburbicon

2017 gedreht und noch frisch zeigt diese Persiflage die Probleme
einer multikulturellen Gesellschaft und die Wackeligkeit der Mittelschicht sehr deutlich.

Eine absolute Starbesetzung - selbst der Produzent und Regisseur sind eine solche -
George Clooney, Matt Damon spielte auch diesmal exzellent - und die Kritiker hatten Unrecht..
..einfach mal ansehen und staunen.

***

Sehr gut gemacht ist der "Erotikthriller" Chloe, wohl ein Remake des Films Nathalie.
Die Altersfreigabe von FSK 12 Jahren finde ich unverantwortlich
und koennte die pubertierenden in die falsche Richtung fuehren.
(Die heute von links-gruen forciert wird - als Grossvater sehe ich das eben ganz anders
und mahne in diesem Zusammenhang vor ersten Anzeichen
einer gleichgeschlechtlichen Anwandlung von Jugendlichen, die in die richtigen Bahnen
gelenkt werden muss, damit die Persoenlichkeit keinen Schiffbruch erleidet
und nochmal mehr einen Fall mehr fuer Psychologen wird)
Anhand der Reaktion des Sohnes dieser Familie zeigt sich, dass ich mit meiner Einschaetzung recht habe.

Der Film ist von uns bestimmt nicht aus der obigen Gattung ausgesucht worden,
sondern eher zufaellig auf der Auswahlliste gelandet,
weil die Beschreibung harmloser war.

Man zeigt hier sehr gut die Probleme von bessergestellten Mittelstandsleuten
akademischer Art in der Stadt, bei welchen sich irgendwann der Leistungsdruck
und Zeitmangel in sexuelle Desorientierung entlaed,
besonders in der Midlife-Crisis beider Geschlechter.

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Kartuschen - Thema: 15 Jahre Euro - Muenzen

17.12.2016: Heute vor 15 Jahren kamen die Starterkits des Euro heraus,
mit denen sich die Europaeer erstmals mit dem neuen Muenzgeld anfreunden konnten.
Mein Fazit:
Die Unterscheidung der Muenzen ist schwerer als beim alten Geld,
der Deutschen Mark und das neue Geld ist schneller abgenutzt -
viele Muenzen schauen alt und schaebig aus.
Einzig die 2 Euro Muenzen machen einen wertigeren Eindruck.
Die 5 Euro - Muenze fehlt noch immer, waehrend sich der Handel
und vor allen Dingen Direktvermarkter gegen Kleinmuenzen wehren.
Vermutlich wird die Muenzwaehrung in wenigen Jahren ganz abgeschafft,
dann zahlt jeder per Smartphone - quasi im "Voruebergehen".
Na servus.
Die Einfuehrung des Euros - Muenzen hin, Muenzen her -
ist gegen den Willen der Bevoelkerung,
zumindest aber ohne Volksbefragung durchgefuehrt worden !
Per Edikt einfach durchgeknueppelt..
(Das Volk wird sich schon dran gewoehnen, wenn die Goetter etwas bestimmt haben)

***

Nun kommt der Hammer: Immer mehr Bankster nehmen Geld,
wenn sie Kleingeld annehmen sollen -
nichts ist mehr umsonst, nicht mal das..
Die Kinder bekommen kein Sparbuch mehr, weil keine Zinsen gezahlt werden.
Wer "zuviel" Geld auf dem Girokonto "deponiert" hat, muss nun Strafzins zahlen.
Eine umgedrehte Welt?
Nicht doch - es werden schon genug Leute daran verdienen, da bin ich mir sicher..

Nun will nicht mal der Eierfritze die Kleinmuenzen annehmen -
wo sind wir nur hin gekommen?

Und dann wundert sich Bruessel, dass sich die "lieben Buergerinnen und Buerger" abwenden.

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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Das blaue Thema : Moderne Zeiten

1. Mai, ein Feiertag?



Im Jahr 2018 geht es anders zu als 1968, was 50 Jahre doch ausmachen !
Diese Erkenntnis ist es nicht, die mich zu dieser Kartusche treibt,
sondern vielmehr der technische, soziale und gesellschaftliche Wandel,
welcher in der Zeitspanne eines halben Jahrhunderts geschah..
..wie in einem Zeittunnel kann ich die Gnade der Gesundheit nutzen,
um ein wenig von der Zeit vor 50 Jahren zu erzaehlen,
wie sie war und mit den Gegebenheiten vergleichen, die heute sind.

"Seite an Seite ein Leben lang, fuer immer.."
so singt die junge Frau im Radio gerade, als wenn das so
selbstverstaendlich oder einfach waere!
Heute sind fast alle "Partnerschaften" bereits mehrfach in die Brueche gegangen,
bevor sich neue "Lebensgemeinschaften" bilden -
damals hielt eine Ehe ein Leben lang,
nur wenige haben sich getraut des Trauungsgeluebtes spaeter zu entsagen.
Und etwas anderes war die Heirat nicht, ein Treuegeluebte!
Selbstredend zwischen Mann und Frau,
nicht zwischen zwei Maennern und nicht zwischen zwei Frauen.
Ganz sicher ging das auch frueher nicht reibungslos oder ohne Zerwuerfnisse,
es wurde geschluckt und weiter gemacht,
statt sich zu trennen,- schliesslich waren Kinder zu versorgen.
Ich moechte es nicht als "gesellschaftliche Zwaenge" bezeichnen,
dass man sich vor der Familie und den Verwandten
nicht als Ehebrecher oder Versager "outen" wollte.
Dazu kam die Unterhaltsverpflichtung(en) und die Scheidungskosten
die eine Trennung kaum bezahlbar machten,
zumindest fuer Lohnabhaengige nicht.
Das schwere Wort "gesellschaftlich" galt eher gehobenen Klassen, nicht fuer Arbeiterhaushalte.
Ueberhaupt hatten Arbeiter wenig Absicherung, das Kindergeld
wurde vor 50 Jahren noch sehr zoegerlich gezahlt,
wer aus einem einfachen Haushalt kam, konnte keine Nachhilfen bezahlen
und auch sehr viel weniger die Chance auf eine hoehere Bildung erhalten -
das war der Grund, warum auf den Gymnasien
damals nur Kinder von Beamten und Selbstaendigen anzutreffen waren.
Fuer die "anderen" gab es bestenfalls die "mittlere Reife",
die schon ein wenig bessere Berufe erklimmen lies,
alle anderen mussten sich mit der Lehre begnuegen.
(Ich gehoerte auch dazu)
Die "Volksschule" war die Normalitaet fuer viele Schueler,
sie hatte eine deutlich bessere Allgemein - Bildung zu bieten als die heutige Hauptschule
und bereitete mit ihrem 9. Schuljahr auf die Ausbildung in den Betrieben vor,
die mit der Berufsschule waehrend dieser Lehrzeit gestuetzt wurde.
Das hat sich nicht so viel veraendert.
Waere da nicht der gesamtgesellschaftliche Wandel,
der mit den Gastarbeiter begann,
ueber die Multikultur der Linken zu einer religioesen Spaltung der Bevoelkerung fuehrte.
Die Einwanderer haben sehr viel mehr Kinder bekommen
und haben aus ihren Herkunftslaendern zugeheiratet oder den "Familiennachzug"
genutzt um innerhalb der Orte "Subkulturen" zu gruenden.
Mit vollen Sozialleistungen unseres Landes, fast wie im Paradies.
Das gilt auch fuer die Millionen an Russland-"Deutschen",
die eine hohe Eingliederungshilfe bekamen.
Wir Einheimische fühlen uns im eigenen Land immer fremder,
beklagen zunehmend den Verlust von Heimat und empfinden das,
was man uns überstülpt wie eine Rache der Politik an ihren Wählern.

Heute bestellt man im Internet, damals fuhr man mit dem Zug in die Stadt und kaufte in den kleinen Laeden.

Heute sieht man Verschleierte auf den Strassen, damals zog man mit der 1968iger Bewegung in den Kulturkampf.

Damals emanzipierten sich die Frauen, heute arbeiten sie auf der einen Seite frei wie Maenner,
auf der anderen Seite werden sie von ihren maennl. Familienmitgliedern bevormundet:
Fortschritt und Rueckschrittlichkeit in einem Lebensraum !
Frueher waren Scheidungen nicht so einfach wie heute.
Geheiratet wird sehr viel spaeter, wenn ueberhaupt.
Bei den Fremdstaemmigen werden die Kinder verheiratet,
meistens aus dem Herkunftsland verbunden
von den Eltern und von den Verwandten.

Es geht wieder rueckwaerts mit der Menschheitsentwicklung,
je mehr diese -absichtlich- Fremdbleibenden werden - in jedem Punkt,
selbst bei der Schlachtmethode (Schaechten, halal, koscher etc.)
Auf der anderen Seite stirbt das Baecker- und Metzgerhandwerk aus, alles wird von Maschinen gemacht.

Damals sah man Licht am Horizont, den niederen Klassen ging es immer besser, man konnte sich was leisten -
heute hat man Angst vor der Zukunft, vor dem Alter, das immer weniger bezahlbar wird..
(Es gibt zwar eine Pflegeversicherung,
aber die Kosten fuer eine Heimunterbringung
sind doppelt so hoch wie Rente und die Pflegeversicherung zusammen)

Es werden sich noch viele Unterschiede finden lassen, wenn man die techn. Errungenschaften
und die Massen-Fliegerei und Urlaubswahnsinn beleuchtet,
der vor 50 Jahren fuer die breiten Schichten erst ganz langsam begann..

Frueher arbeitete man 45 Stunden, heute nur noch 38,5 Stunden -
aber der Stress-Faktor ist sehr viel aerger geworden!

Frueher begann der Supermarkt sich zu etablieren,
heute gibt es keine "Tante Emma Laeden" mehr,
welche frueher die Grundversorgung bewerkstelligten.
Wenige verstrickte Pseudo-Konkurrenzen betreiben als
"Ketten" die Versorgung der Bevoelkerung,
was frueher echte Selbstaendigkeit privater Inhaber war.
Wir belachten die "DDR-Zustaende", heute haben wir ebenfalls "HO-Laeden",
nur nennen die sich anders und die Regale sind voll bis zum spaeten Ladenschluss um 22 Uhr!
(Vor 50 Jahren war um 18 Uhr Feierabend fuer die allermeisten Beschaeftigten,
heute ist "Schichtarbeit" normal)
Frueher war die Arbeit ruhiger, heute ist sie mehr "Zickenalarm"
als die wirkliche Taetigkeit ausmacht..
Heute wird von der EU und von Oeko-Stellen bevormundet, was frueher im Osten "die Partei" machte.
Der Staat sieht alles, wird zur elektronischen Wirklichkeit.

Die Unterschiede zwischen "oben" und "unten" sind geblieben,
nur ein wenig anders angeordnet.
Die Zahl der "haesslichen" Menschen war vor 50 Jahren eindeutig hoeher,
heute ist man perfekt gestylt,
mit Zahnspangen-Behandlung, Nasenkorrekturen,
Faltenlifting und Kosmektik geschoent, man zieht sich
modischer an und pflegt sich viel besser als damals.
Duschen sind heute der Standard, frueher war es die Badewanne.

Frueher reparierte man kaputte Gegenstaende,
heute werden sie weggeworfen und durch neue ersetzt.

Bildung ist heute mehr, viel mehr geworden und doch wissen die meisten Leute immer weniger..

Man sehnt sich innerlich nach der guten alten Zeit, besucht Ritterspiele und den Hessenpark
mit seinen Fachwerkhaeusern, versucht sich in alten Rezepten -
aber in dieser angeblich so guten alten Zeit
will keiner mehr leben:
Die Frauen hatten -ab der Christianisierung - nichts zu melden,
die koerperliche Arbeit war die haeufigste, oft dreckig und ohne Arbeitsschutz.
Aber man war "rechtschaffen muede" und brauchte bestimmt keinen Alkohol
oder Tabletten um einzuschlafen.
Niemand oder kaum jemand ging zum Psychologen,
heute gehoert das schon bei den Kids zum guten Ton..
ueberhaupt war man damals mit wenig zufrieden und freute sich an Kleinigkeiten,
heute wird alles am schieren Geldwert gemessen.
Jeder schaut nach dem, der mehr hat, so richtig zufrieden ist kaum einer.

Vor 50 Jahren gab es noch Zinsen auf das Sparbuch,
damit konnte man die lieben Kleinen anhalten,
etwas auf die "hohe Kante" zu legen.
Wir wurde nicht muede, den Kindern zu zeigen, wie sich dieses Geld "vermehrt" und warum.
So wurde -symbolisch- das Geld abgehoben, auf einen Stapel gelegt, was angespart wurde
und was an Zinsen dazu kam.. das hat Verstaendnis geweckt und groessere "Anschaffungen" moeglich gemacht.
In dieser Zeit waren die Gewerkschaften sehr stark, die Inflation aber auch.
Heute gibt es weniger "mehr",
die Inflation frisst das gleich wieder auf, im Gegenteil- es geht "rueckwaerts",
weil Neueinstellungen billiger abgespeist werden,
die Modalitaeten oder Gehaltsstrukturen wurden "aufgebrochen"
durch manigfaltige Tricks der Machthaber aller Richtungen.
Es ist denen da oben nicht recht,
wenn Arbeitnehmer an dem Luxus partizipieren - nur man sagt das nicht offen.

Die Kirchen verlieren weiter "Glaeubige" und "Steuer"-Zahler,
die anderen Religionen werden dafuer mehr - alles ist im Wandel
und das ist wohl das einzig Bestaendige im Lauf der Geschichte.

Fakt ist, dass wir im Jahr 1968 lieber zur Arbeit gingen
und Bauchschmerzen wegen Psychodruck nicht kannten:
Wenn eine Stelle scheisse war,
hat man sie gerne aufgegeben und hat auch gleich wieder etwas besseres
als Anstellung gefunden.
Die Berufung, woher das Wort "Beruf" eigentlich kam, ist schon vor 50 Jahren -langsam,
aber sicher, den Bach hinunter gegangen.
Heute "qualifiziert" man sich das ganze Leben lang,
frueher wurde ein Beruf gelernt und fertig.
Nachschulungen gab es zwar auch, aber die waren meistens freiwillig
und nicht erzwungen, wie das heute ist.
Kuenstliche Einstellungshuerden ueberwiegen bei weitem
die tatsaechlich noetigen Voraussetzungen bei der Bewerbung,
die "Zwischenmenschlichen Beziehungen" oder "Soziale Kompetenzen"
sind offenbar inzwischen wichtiger als schieres fachliches Koennen und..
bitte nicht lachen.. wie man ausschaut, wie "smart" jemand ist,
ist ganz extrem entscheidend geworden.

50 Jahre Deutschland aus der Sicht eines einfachen Menschen -
50 Jahre Entwicklung, was ist mein Fazit?
Nun, heute ist vieles besser, besonders die medizinische Pflege,
wodurch die Leute immer aelter werden:
Man lebt laenger - aber es macht eher Angst vor Demenz und Abhaengigkeit.
Vor 50 Jahren war fuer Maenner von 60 - 65 Jahren schnell Schicht im Schacht,
es wurde einfach gestorben, weil die Arbeit hart und wenig gesund war.
Der ehemalige "Arbeitsminister" N orbertB luem sagte dazu:
"Frueher sind die Menschen froehlich mit 35 Jahren gestorben,
heute jammern sie sich bis 70 durch!"
Dieser Zyniker, der sich gerne als "kleiner Mann" bezeichnete, war so vermoegend,
dass er bestimmt nicht im Krankenkassen-Wartezimmer hocken
und mit der Kohle knausern musste !
Nun, wenn ich so direkt gefragt wuerde,
ob ich lieber damals oder heute leben wuerde, kaeme heraus:
Heute. Warum?
Nun, weil weil ich eben reifer geworden bin, was aber nichts mit der Zeit zu tun hat.
Die Gesellschaft frueher war einfach menschlicher und freundlicher, optimistischer..
mit dieser Kriecher-Generation, die nur mit schleimiger "Bildung"
ueberhaupt Einstellungschancen hat, moechte ich nicht tauschen wollen !
Bis auf naturwissenschaftliche Gefache und Gelehrsamkeiten ist doch alles
nur kuenstlich und aufgeblaeht, fluessig, fluessiger und ueberfluessig !
Die Schulabgaenger sind eindeutig weniger lebenstuechtig als wir damals:
Bis 30 bleiben sie Kinder, dann beginnt der Bauch, die Glatze und der Couchpotato !
Wir sind mit 15 in die Lehre gegangen und mussten praktisch
und schon etwas eigenverantwortlich denken,
frueher lernte man sich auf dem Fussweg zur Arbeit kennen oder in Diskotheken,
heute sehr viel muehsamer durch Partnerschaftsanzeigen.
Frueher schaut man sich gegenseitig an - heute auf das Smartphone..
Frueher wurde es Liebe genannt, da hatte "Sex"
noch eine prickelnde Spannung, weil das als verrufen galt,
die Aufklaerungs-Missionare waren unterwegs - heute ueberlegt man,
ob man zum "anderen" oder doch lieber zum gleichen Geschlecht "tendiert".
Das Wort "Ehe" wird heute versaubeutelt durch seltsame Konstrukte,
frueher war dieses Wort mal Schrecken, mal Erfuellung - je nach dem.

50 Jahre sind eine lange Zeit, gewiss,
aber nur ein kurzer Abschnitt der Menschheitsgeschichte.
Wir hatten das grosse Glueck, dass in dieser Zeit kein Krieg war.
Die Vorgaenger-Generation hatte z.T. zwei Weltkriege erleben muessen !

Deshalb und schlussendlich setze ich meine Hoffnungen in die juengste Generation,
die unserer Enkelchen -
die durchaus die alten, traditionellen oder heimischen Traditionen und Denkweisen favorisieren und das recht deutlich !

Es wird die Zeit kommen, wo man sich zu wehren beginnt,
weil auf ein Aufwachen der Verantwortlichen nicht gesetzt werden kann.
Wer weiß, wieviel ich davon noch erleben werde.
Nein, ich möchte heute doch lieber nicht noch einmal zur Welt kommen und in dieser Jetztzeit meine Kindheit und Jugend erneut erleben müssen, nee danke.

Alles wird gut !

***






***



Kartuschen - Thema: Ueberflussgesellschaft

Die Leute wissen nicht mehr, was sie sich schenken koennen,
das merkt man in der Vorweihnachtszeit besonders deutlich:

Eine Fahrt mit dem Panzer, einen Kochkurs
oder Fallschirm - Tandemsprung, Baggerfahren,
Quad - Touren (Offroad), ein Krimi - Dinner oder Foto-Shooting
ein geliehener Luxus- oder Sportwagen bis zu Kreuzfahrten
und Rundfluegen mit dem Oldtimerflugzeug.

Nun koennte man denken:
Wenns dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis tanzen,
vermutlich ist es eher das Gefuehl, dass das Leben vorbei geht
und man "noch nichts erlebt" hat.

In der heutigen Zeit ist das wohl so, dass in den Medien
Beduerfnisse geweckt werden, auf die frueher keiner gekommen waere -
"Promi's" oder "Leute aus besserem Hause" mal ausgenommen.

Fuer die heutigen Generationen scheint das taegliche Leben
recht freudlos geworden zu sein,
wenn sie auf solche Gedanken kommen..

Das sieht man recht deutlich daran, wie heute geheiratet wird.
In Burgen oder Schloessern, auf dem Schiff oder unter Wasser,
je ausgefallener, um so besser.
(Leider nicht dauerhafter als eine "gewoehnliche" Heirat,
auch davon mal abgesehen, welchen Sinn eine solche Verstaltung
heute noch haben koennte, besonders jene Verbindung,
die in der Kirche besiegelt wurde)

Andere basteln an dem "Sex-Roboter",
der "nicht wie ein Mensch aussehen muesste",
wie es woertlich heisst -
aber auch wie eine Gummipuppe, wie es beliebt.
Andere wollten schon daran denken, mit so einem Ding "eine Beziehung" einzugehen,
besser sei das, "als gar keine Beziehung"..

Auf den Gedanken Zeit zu verschenken,
(zur Lektuere eines guten Buches)
ist wohl noch keiner gekommen..

In der Zwischenzeit werden Konfliktkurse von "Experten" angeboten,
mit deren Hilfe die Weihnachtskonflikte in den Familien bewaeltigt werden sollen..

***

Na ja, wer am Morgen im Dunkeln pendelt und erst im Dunkeln wieder nach Hause kommt,
kann gewiss mental irgendwann ins Schleudern kommen, das verstehe ich.





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Filmempfehlung: Treibjagd in Bittercreek Triller 1988
Ein US-Australischer Film. Etwas ruehrseelig, etwas grausam, aber spannend.

***

Kochempfehlung: Neue Bandnudeln -250gr fuer 3 Personen- bissfest kochen,
die Nudeln in eine Seihe abschuetten.
In etwas Chilioel, das in den nun leeren Nudeltopf kommt, gebe ich 4 grob gehackte Knoblauchzehen,
eine halbe Tube Tomatenmark und roeste das an.
Nun mit einer halben Tasse Wasser abloeschen und einen halben Romadur grob hinein scheiden.(100gr)
Nun gut verruehren und die Nudeln zutun - nochmal gruendlich unterheben und servieren.
Guten Appetit!
(Den herzhaften Kaesegeschmack wird keiner auf den Romadur zurueck fuehren,
der unser kleines Geheimnis nicht kennt)

***

Filmempfehlung: "Ich küsse meinen Moerder", ein englischer / us - Thriller,
aus dem Jahr 1996,
in wundersamer Weise sogar verstaendlich und spannend gemacht.
Eine Undercoveragentin geraet in Schieflage..

***




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