Wandern mit selbstgemachtem Brot, gutem Belag, Guerkchen und Ei. Wir gehen meistens um die 20 Kilometer, sind 5-6 Stunden unterweg, da setzt garantiert keine Vesper an.

Kochen 8 .



Ab und zu sollte man mit Bauern sprechen - zumindest den alten Bauern, dann erfaehrt man so einiges. "Bioaepfel" werden ueberall zuerst gekeltert, damit sie nicht von den gewoehnlichen Aepfeln kontaminiert werden. Die Frage nach dem Sinn stellt sich nicht bei anderen Anlieferern, die ihre Aepfel aus dem Garten und aus Feld und Natur haben - die sind zwar auch nicht gespritzt, aber was soll's, die EU wird es schon wissen..

Inzwischen sind private Investoren dabei, Streuobstwiesen zu kaufen, um an die EU Subventionen zu kommen.. das lohnt sich, zumal es auf der Bank keine Zinsen fuer die ueberfluessigen Gelder gibt.. (ueberfluessig ist das, was man zum Leben nicht braucht, abzueglich gewisser Notreserven)

Dreckige Kuehe beim "Bio-Landwirt", die voll gekotet sind, werden gemolken - macht nichts, alles "Bio". Frueher war eigentlich ebenfalls alles "bio", man nannte es aber nicht so. Wir werden sowas von verarscht, das glaubt man nicht!

Im Supermarkt habe ich u.a. einen kleinen Wirsing erstanden, der da so einsam im Koerbchen lag - an der Kasse fragte der junge Kassierer: "Was ist das denn?" Unschuldig schauend- - - gut, das war schnell aufgeklaert. Ob er danach wusste, wozu das Ding taugt? Wieviele junge Leute haben wohl noch keine solchen Gemuese kennen gelernt? (Wobei ich deren Elternhaus meine, das wohl nur Fastfood und Fertig-Essen bereitete) Aus diesem Grund mache ich meine Koch - Seiten, die Freude am Selbstgemachten bringen sollen - so leicht erklaert, wie irgend denkbar.

Es sind Videos im Web, von 4 Tage alten Kaelber die geschlachtet werden sollen und von ganzen Herden von Enten, die mit Mistgabeln von den lieben Asiaten erschlagen werden. Essen ist ganz schnell un-ethisch, wenn man nicht aufpasst. Ich schreibe es gerne immer wieder: Zaehes Fleisch ist uns lieber, als zartes - so konnte das Tier wenigstens laenger leben. Artgerechtes Leben von Nutztieren kann man heute weitestgehend vergessen, das gibt es wohl nur ganz ganz selten und dann auch nur als Vorzeige-Objekt und nicht zur Ernaehrung der vielen "Konsumenten", egal was die auszugeben bereit sind.
(In der Kette der Metzger bleibt sowieso das allermeiste haengen.
http://www.lfl.bayern.de/iem/vieh-gefluegel/024841/
http://www.lfl.bayern.de/iem/vieh-gefluegel/046111/index.php
Es ist also das drei- bis 5fache, das der Verbraucher zahlen muss zu dem Preis, den der Metzger bezahlen muss.
Die genannten Zahlen sind in Euro und Kilo Lebendgewicht, es geht also noch einiges an nicht fuer den menschlichen Verzehr geeignetes Material ab. Ich tippe mal, dass die Metzger eine Kalkulation von gut 300% fahren und garantiert nicht immer die beste Qualitaet kaufen - wie ueberall im Handel liegt im Einkauf der Gewinn. Es ist also ein Ammenmaerchen, wenn von natuerlichen Haltungsbedingungen gesprochen wird. Wir treffen beim Wandern auch auf Wiesen, auf denen Kuehe stehen- die aber zumeist nur Faersen oder Jungbullen sind, die dort eine Saison sind. (Danach werden sie geschlachtet) Es gibt (ganz ganz selten) richtige Rinder-Herden, mit Alt- und Jungtieren, die das Herz erfreuen. Mit einem eigenen Faselrind, dem Bullen, um den sich alle Tiere andaechtig schaaren, weil er so riesig ist und Schutz verspricht. Selbst bei einer Herde von 50 Tieren koennen pro Jahr nur wenige zum Metzger gebracht werden, was bei einem Stueckpreis von 1000 Euro (geschaetzt) kaum den Aufwand einbringt, den der Unterhalt und die tieraerztl. Versorgung kostet. Wuerde ich einen realistischen Preis fuer ein wirklich artgerecht gehaltenes Rind schaetzen, kaeme wohl 20 Euro das Kilo dabei heraus, bei Schweinen mindestens 10 Euro, Gefluegel auch nicht weniger. Es liegt nicht am Kunden, der das nicht zahlen will, als vielmehr an den undurchsichtigen Erzeugungsbedingungen der Stuecke, die letztlich in der Theke liegen. Wo es um Geld geht,wird gemogelt - ganz ohne Frage - und wohl erst recht dann, wenn es um noch mehr Geld geht. Wir kamen beim Wandern an alten, schon fast historischen Gehoeften vorbei, die in engem Stall 7 Kuehe hielten, die sich gerade mal stellen und legen konnten: Angekettet wie auf einer Galere. Wir kamen an Staatsdomainen vorbei, wo die Kuehe durch geoeffnete Klappen aus der Scheune nach aussen sehen konnten, ansonsten standen sie eng an eng, angekettet. Wir kannten die Haltungsbedingungen der 1950-80iger Jahre, wo im Halbdunkeln die Rinder angekettet aus dem Wand-Trog oder Gatter ihr Heu und Massenfutter nahmen. Die Euter sollen sauber sein, was heute automatisch mit Maschinen geregelt ist- wie der ganze Melk-Vorgang. Die Kuehe lernen praktisch mit dem "Kollegen Apparat" zu leben - natuerlich ist das natuerlich nicht. Die Bauern schimpfen ueber die sehr geringen Milchpreise, sie sind aber selbst dran schuld: Grossmolkereien diktieren die Preise, nicht die Diskounter, wie man so gerne behauptet. Die Gewinn-Marge ist aber wohl noch so, dass die teuren Maschinen bezahlt werden koennen. Die EU machts moeglich, durch Zuschuesse und Subventionen. Der Kunde oder Kaeufer ist am ungerechten Preis nicht schuld, sondern das System: Der Kunde weiss nie, wie und woher die Milch tatsaechlich kam, unabhaengig davon, was auf der Packung steht.
(Glaube gehoert in die Kirche)

Wozu dient also die europ. Gemeinschaft?
Nun, damit man noch flaechendeckender alle Menschen dauerhaft mit Vorschriften befrachten und bevormunden kann.
Es gab schon immer Machtmenschen und Kontroll-Freaks, die haben in Bruessel ihr Eldorado gefunden!

Das ganze Leben habe ich von einem Bauernhof getraeumt, der mir niemals moeglich gewesen waere: Wer das nicht schon durch die Eltern gelernt und geerbt hat, wird kaum eine Chance haben sowas aufzubauen. Damals hat man investiert, wenn zuvor etwas angespart worden ist- heute "bedient" man den "Kapitaldienst", weil die Maschinen richtig heftig teuer sind- in der Anschaffung und in der komplexen Wartung. Die Bankster lecken sich alle zehn Finger danach und lassen die Kunden richtig schoen zappeln. Mein Vater sagte einmal: "Wenn du wissen willst, was tausend Mark wert sind, versuche den Betrag irgendwo zu leihen !" Heute bin ich froh, dass ich keinen Hof habe: Die Vorschiften sind grausig manigfaltig und wenig verstaendlich. Es sind zwischen sinnvollen Vorgaben so viele Willkuerlichkeiten gesetzt, die eindeutig Postenschiebereien von Akademikern durchleuchten lassen: Der Landwirt ist praktisch immer irgendwie strafbar und von den Kontrolleuren und Tieraerzten abhaengig, dass es keinen einfachen natuerlichen Weg mehr gibt. Die Buchhaltung eines Bauernhofes erfordert heute eine eigene Kraft, die mitgetragen werden muss. Die Gemeinden haben ganze Vorschriftenkataloge, die Umweltverbaende und Wasserbehoerde usw. das Telefon laeutet immerfort - die Kraft hat mit der Steuer-Software und Computer zu tun, muss archivieren und schriftliche Angebote und Anfragen beantworten, Formulare ausfuellen etc. Direktvermarkter sind immer auch Augenzeugen davon, dass Kunden mit dem SUV vorgefahren kommen, womoeglich bis spaet am Abend oder am Wochende- aber kaum mehr als 99 Cents fuer 10 Eier ausgeben wollen und anfangen zu rechnen, wenn ein Kopf Salat mehr als 50 Cents kostet- man spart am Produkt, weil die Werbung "Geiz ist geil" propagiert hat.. (Wir haben so manches Gespraech in dieser Richtung mit den Betroffenen gefuehrt - die meisten Hoefe hatten nur durch die Mitarbeit von Familienmitgliedern ueberleben koennen. Eine fest eingestellte Kraft kostet doppelt so viel brutto wie diese netto verdient. Nehmen wir einmal 1200 Euro netto an- dann sind gut 2000 Euro brutto vom Bruttogewinn des Hofes abzurechnen; 24.000 Euro im Jahr, vermutlich die Haelfte dessen, was der Hof abwirft. So einfach ist die Materie heute nicht mehr, wie das mal war. Einfach mit dem Pferd ackern gehen, mit Guelle und Jauche duengen, das ist heute nicht mehr drin: Heute muss gut vermarktet werden, weil die Strom- und Gas- und Krankenkassenrechnung kommt, das Telefon und Auto und und und bezahlt werden muessen- wobei ich nicht einmal die heutigen Betriebsmittel genannt habe) Wuerde sich in der heutigen Zeit ein "Oeko"-Bauer trauen so zu wirtschaften wie vor dem Krieg, waere kein Abnehmer mit dem Resultat zufrieden - wetten? Die Leute sind sehr anspruchsvoll geworden, es werden (Beispiel) am liebsten Aepfel gekauft, wie wie Modells ausschauen, makellos und einzeln eingepackt,mit "Qualitaetssiegel" und Sorte, Herkunftsbezeichnung und wer weiss was sonst noch an "Bio" oder "Oeko" - Aufklebern.

http://www.vzhh.de/ernaehrung/334670/nix-mit-tieren-aber-gesund.aspx
Vegan oder was?

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=47216
Feines aus Hessen a la Card.

In der Vorweihnachszeit wird im Fernsehen eine "festliche" Schlemmerei nach der anderen gezeigt- Kalorienbomben und seltsame "kulinarische Genuesse" in rauhen Mengen. Zusammen mit Bewegungsarmut (Fernsehen) und Besuchen ergibt sich immer wieder eine feine Auffuetterung des Fettpoelsterchens ;) Dieses grosse Fressen ist schon aus der Historie heraus belegt und wird in fast jeder Familie gemacht, "Singles" und "bessere Leute gehen essen" in ein gutes Lokal, das richtig teuer ist und wo man sich schon Monate vorher anmelden muss. Anschliessend sieht man sie im feinen Zwirn mit den "Pumps" und Lackstiefeln ueber das Altstadtpflaster humpeln - nicht weit, der Wagen parkt unweit. Ruelps- daheim wird sich erst einmal beim Sekt in die Polster fallen lassen. Noch feinere Leute werden eingeladen in Edelhotels, wo man unter sich ist. Bei uns gibt es solche Auswuechse eher nicht: Der Braten war nicht teuer und schon seit einem Monat in der Kuehltruhe - ob Schweine-Nuss oder Putenrollbraten oder Steaks koennen wir uns einen Tag vor dem Essen aussuchen. Der Braten kaeme mit einem Lavendel-Zweig und etwas vorbereitetem Suppengemuese in den Folien-Schlauch. Kloese und ein wenig Rotkraut- fertig ist das Traditionsessen, das wirklich nicht viel Muehe macht. (Die Kalorien halten sich in Grenzen, zumal mindestens 1 Stunde flotter Spaziergang an diesem Tag - wie an fast jedem anderen Tag - eingeplant ist, aber erst nach der Mittagsruhe) Dieses Prozedere hat sich eingebuergert und die Haushalte unserer Kinder "angesteckt" - wer sich mehr Arbeit macht, dem ist nicht zu helfen.. (Die Horror-Preise der Gastronomie haben wir stets gespart: Meine Frau hat dafuer eine sehr huebsche neue Handtasche und das eine oder andere nette Kleidungsstueck aus ihrem Lieblingslaedchen erbeutet..) Jedesmal, wenn wir durch eine Stadt gehen, schlaegt uns der Dunst aus den Lokalen oder Gaststaetten oder Kneipen oder Edelfressbuden entgegen und dann sind wir froh, dort nicht eingekehrt zu sein. (Besonders schlimm ist das auf Wanderungen, wo einige Ausflugslokale sind) Kuchen backt meine Frau selber, die koennen mit richtig guten Konditoren locker mithalten, Torten sind uns zu schwer, auf Nachtisch wird allermeistens verzichtet, Vorsuppen sind bei uns eine echte Raritaet, Plaetzchen (Oder Schokolade) gibt es jeden Tag - aber nur 1-2 Stueck zum Tee oder Kaffee. Dieses strikte Verhalten spart eine Unmenge an Kalorien, die im Alter nicht mehr von den Hueften oder Bauch gehen wuerden ! (Vor dem Regal mit Knappergebaeck, Chips und Nuessen schlagen wir das Kreuz und rennen weg.. feige wie wir sind)

Der Rheingau ist fuer sein Kochen mit Wein bekannt, das kann ich auch und habe dieses auch in einigen Rezepten aufgeschrieben. Am besten wird das gelingen, wenn der Wein ein selbstgemachter war! Auch dazu habe ich genuegend Rezepturen, die jedem gelingen werden.

An einem Hausputz-Tag kann man auch mal etwas ganz Schnelles machen: Hering in Sahnesauce hatte ich noch im Kuehlschrank- so wurde der Hering in grobe Stuecke geschnitten, etwas Rote Bete von vor ein paar Tagen, 2 Aepfel, eine eingelegte Gurke und Mais- gut gemischt und ein paar Stunden ziehen lassen. (Ohne extra zu wuerzen gibt das ein ganz neues Essen, gesund und schmackhaft - und auch nicht zu viel)

http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=92455&key=standard_document_58150182
Eine bestimmt feine Angelegenheit, dieses Szegediner Gulasch! (Ein schnelles Essen ist es mit Sicherheit nicht)

Der Webauftritt und vor allem die Rezepte von Es sen und Tri nken gefallen mir besser als Che fkoch, weil die Rezepte klarer und einfacher gehalten sind.
Ueberhaupt wimmelt es im Web von guten Rezepten, das ist schon mal positiv, denn Kochrezepte kann man eigentlich nie genug haben. Fuer mich ist dieses Thema noch bis dahin gut, wo jedes meiner Rezepte ein 2. Rezept dazu gestellt bekommen hat.

Wir gehen unsere Winterwanderwege, die eine eigene Seite bekommen haben. So geht es durch einen kleinen Ort mit "Hofmetzgerei", wo fleissig Autos anlanden. Das Grundstueck dieses Hofes ist kaum eingezaeunt und zeigt die ganze Anlage. Ziemlich schmuddelig bis auf den freundl. kl. Laden - ein wenig weiter sind halbverfallene Gebaeude, Mist, Stroh - schon halb vergammelt, aber in riesigen Mengen, alte Silage-Ballen, Unrat. Wenn die Wurst demnach ist, dann .. gekauft haben wir nichts und sind lieber weiter gegangen. (nachher kam es mir: Von diesem Anbieter wurden schon mal ein paar Dosen im Supermarkt gekauft - die waren aber wie alle anderen, gleicher Geschmack, die gleichen Fertigwuerzmischungen mit den gleichen E - Nummern, die Wurst war bei uns damals glatt im Geschmackstest durchgefallen) Diese Direktvermarkter sind keine Freude, das muss ich leider sagen: Zum doppelten Preis der Supermarkt-Theke die gleichen / absolut gleichwertigen / Inhalte? Das geht gar nicht. Wie ging gleich die Werbung des seltsamen Telefonanbieters? Ich bin doch nicht bloed..

"Deutsche Landwirte verdienten 2014/15 drastisch weniger, der Grund sei die Ausfuhr/Einfuhrsperre mit Russland", so heisst es. Ich denke, das hat andere Ursachen: Groessenwahn, zu teure Fahrzeuge, EU, falsche Planung und falsche oder zu hohe Gewinnerwartungen. Wuerden Hoefe ordentlicher gefuehrt, sauberer sein, weniger drastisch teuer im Direktvertrieb - dann wuerde das sehr viel besser ausschauen. Es liegt nicht an den geringen Preisen, den der "Verbraucher" im Markt zahlen muss, die Preise sind recht hoch gewesen in dieser Zeit. (Wir leben auf dem Land und sehen viel und hoeren viel) Die EU mit ihrer schraegen Subventionspolitik ist dazu angetan, jeden gesunden Wettbewerb zu zerdeppern. Das muss auch mal gesagt werden.

Zuviel Phosphorsaeure wuerde dem Calcium - Haushalt heranwachsender Maedchen stoeren, so toent die Presse: Zuviel Cola sei schaedlich. Dabei hat man vergessen zu differenzieren und die Gefaehrdung in der Menge zu sehen. Allzuviel ist immer ungesund, egal von was.. Die Gefahr liegt viel mehr in der Zucker-Menge, die in Limonade- ganz allgemein- enthalten ist. (ich gehoere zur Cola - Generation, die aber nie zuviel davon getrunken hat und.. lebe noch, meine Knochen sind in Ordnung und stabil) Meine Enkelchen bekommen - ausnahmsweise - auch mal ein Glas Cola, wenn wir in der Pizzeria einkehren, - ganz ohne schlechtes Gewissen! Die Kleinen koennen ihr Glueck kaum fassen, zumal ihre Mutter dabei ist und.. ebenfalls Cola schluerft. (Greif nur zu, kost ja nix, Opa zahlt)

Die mit Nitritpoekelsalz sowie mit Gemuesesaft und Bakterien wird ein Poekel-Aroma in Kochschinken oder Fleischwurst bereitet. Damit wird die Wurst geroetet. Ohne diese Zusatz waere sie grau - und wohl kaum verkaeuflich. Die Effekte kommen durch Nitrit - das durch das Poekelsalz als auch durch das Gemueseverfahren in die Fleischwaren kommt. (Bio-Wurst-Streit vor dem Gerichtsverfahren - frueher wurde Wurst mit Salpeter, Raeuchern und Koch- oder sogar Viehsalz haltbar und ansehnlich gemacht.)

Heute habe ich dem Supermarkt ein freundl. Feedback zur hausmacher Wurst gegeben, die wir an einem Sonderstand des H erkulesmarktes (E deka) gekauft haben. Der Lieferant der Wurst stammt ganz aus der Naehe, neulich sind wir daran vorbei gewandert. Es geht also, man kann sehr gute Qualitaet zu guenstigen Preisen kaufen, auch heute noch ! (Grasm ehr, Gaudernbach) Ich bin jemand, der nicht nur meckert oder "rezensiert", sondern auch mal lobt.

Die Geschaefte kauften im Fruchtgrosshandel, in der Markthalle und nun sind die Filialisten so gross und auch noch in den Herkunftslaendern einstiger Einfuhrprodukte beheimatet, dass sie vom Erzeuger direkt kaufen und.. dessen Preise druecken: 40 Cents pro Kilo Apfelsinen- bei manchen Bauern reicht das nicht mehr fuer die Kostendeckung und so mancher Obsthain soll schon nicht mehr bewirtschaftet werden, weil es sich nicht mehr lohnt.. Was koennen wir als Kunde dagegen tun? Nichts! Weil selbst durch das akzeptieren eines doppelten oder dreifachen Kaufpreises man nie weiss, was der Erzeuger davon bekommt. Vermutlich keinen Cent mehr, als bei einem Angebotspreis. Davon gehe ich mal aus. Das ist wie bei der Milch - das freiwillig gekaufte hochpreisigere Produkt ergibt dem Erzeuger keinen Cent mehr, das Geld bleibt in der Molkerei oder beim Handel stecken.. Wir muessen zu neuen "Transfair - Loesungen" kommen, soviel ist mal sicher, sonst wird sich eine artgerechte Haltung bei Tieren und eine vernuenftige Einkommenssituation bei den Erzeugern niemals einstellen.

Mein Gott! Wir sind in einer Imbissbude im Westerwald gewesen, was kam eine Menge an spontanen Themen hoch: Vom Kochen und dem, was unsere Enkel ganz offenbar nicht mehr koennen, obwohl sie immer schlauer werden muessen. Vom Chefkoch, der behauptet, dass man Kartoffel heiss pellen muesse, damit sie "schlotzig" werden, um die klare Sauce besser aufsaugen zu koennen, was total falsch ist. Bis zur Haschee-Sauce, die jede Hausfrau im Standardprogramm hatte - heute macht man ein wenig Tomate dazu, gibt nur noch einen Bruchteil der leckeren Sauce auf die Nudeln und behauptet, es waere eine "Bologneser". Nun gut. Es ging - ich habe nicht angefangen- ueber die neuen Sitten in der Schule, wo die Kinder hinterher mit einem "Multikulti-Stammeln" nach Hause kommen und erst einmal wieder zuruecht gebogen werden muessen. (Es kam noch eine Lehramtsschuelerin dazu, die gerade ihr Examen geholt hat- gut, dass die solche spontanen Unmutsgespraeche mitbekommen hat, den heute eine unglaubliche Anzahl aelterer Zeitgenossen (ganz spontan) machen. Der Tenor war: Wir muessen wieder mehr zusammenhalten, um uns gegen eine feindliche Uebernahme wehren zu koennen. (Das ist nicht anders als in den Suedstaaten der USA, verdammt aehnlich, so aehnlich, dass wir dort nicht hin fliegen muessen: Hearty howdy!) Wir fangen mit diesen spontanen Gespraechen nicht an, machen aber gerne mit in dieser Art Nahpolitik ohne Politiker.. Wie auch immer, wie haben 2 x Pommes mit Currywurst, gute Portionen und viel Sauce und 2 Tassen Kaffee gehabt und sollten nur 9 Euro zahlen..

Im Fernsehen kam eine Meldung, dass in Frankfurt eine Razzia bei einem Wild-Haendler war, der tiefgefrorene Gaense und Gaenseteile neu verpacken und in den Handel bringen wollte. Vermutlich teuerer verkaufen wollte. Es gibt staendig Razzien gegen Fleischhaendler, die Schwarzarbeit zu 3,50 Euro die Stunde zahlen, zu dubiosen Wurstpreisabsprachen etc. die dusselige Quotenpresse titelt dabei wieder einmal: "Gans-Gaengster" und "Abzocke". Polen fuerchtet um seine nationale Identitaet, wenn man die (oft 2x im Leben) gemachte Lebendrupfung der Federn kritisiert und wenn diese Zuechter durch die EU kontrolliert werden sollen. An uns verdienen weder Wildhaendler noch Fischgauner, es gibt weder Pute noch Gans oder Ente, sondern ganz einfache, normale oder taegliche Essen am Festtag.

Wieder eine Grusel-Meldung aus den USA: Salat und Gemuese sollen dreimal mehr Umweltverschmutzung machen als "Speck", so der Titel der Nachricht. Was geht denn nun ab? Sind wir "Verbraucher" wirklich so dumm nicht zu merken, dass der "Treibhauseffekt" zur Hauptsache vom Flugverkehr gemacht wird?

"Rosenblaetter mit Prosecco!" Oh wie toll, wie wunderbar, eine Geschmackexplosion, so die Radio-Moderatorin im HR4 09.45 Uhr am 18.12.2015 - Fein, Rosenblaetter kann man wie Waldmeister oder Minze verarbeiten, in Gelee. Aber "Prosecco"? Das ist doch nur billigstes Zeug, Schaumwein, der mit CO2 - Gas aufgeschaeumt ist.. Hauptsache es klingt irgendwie auslaendisch, dann ist es schon mal gut!

Nun fangen sie an zu faulen, die Apfelsinen in der 3kg Kiste, die so schoen billig im Angebot erworben wurde- ich schneide grosszuegig ab, was verdorben aussah. Beim Essen tat sich ein seltsamer, bitterer Geschmack auf, den man vom "O-Saft" kennt- nun weiss ich auch, dass dieser aus halbverfaulten oder angefaulen Fruechten gemacht wird. Viel Zucker, dann merkt man das nicht so arg..

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