Landfotografie



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*** Nachgetragen ***

Flucht aus Pommern 1945 war ein zufälliges Thema im Gespräch mit einem 80jährigen auf dem Supermarktparkplatz.

Er sprach mich leise an, warum ich den Einkaufswagen desinfiziere und meinte, daß er auf dem Bauerhof - mitten im Mist - aufgewachsen sei und sich dabei keine Krankheit zugezogen habe. Er fand die heutige Vorsorge und Desinfektion ein wenig hysterisch. Erst als ich die verschiedensten neuen Krankheiten aufzählte, dämmerte es ihm: "Ach so, sie haben Angehörigen in der Pflege, das kann ich verstehen"

Das freundliche Gespräch lief sehr viel weiter, eigentlich viel länger, als ich für den Einkauf geplant hatte. Meine Frau war schon längst im Laden, kam zurück um sich den Einkaufswagen zu holen, dort, wo wir uns festgebabbelt hatten.

Er erzählte von der Flucht in den Eisenbahnwagons, davon daß er mit seiner Mutter Brot und Butter und Sirup dabei gehabt hätten und nur deswegen im Wagen einen Platz bekamen. Er verriet, daß nur wenige Männer im mittleren Alter dabei waren, denn die waren alle vermißt oder "gefallen". Die Kinder hätten damals schon Streiche gemacht, aber auch geholfen, wenn man z.B. auf den Äckern etwas sah oder Nutztiere im Wald, die von den Besitzern oder Bauern dorthin getrieben worden wären. Am Abend seien also die älteren Flüchtlingsmänner losgezogen und am nächsten Tag hätte es Fleisch für alle gegeben, Kühe, Schafe, Schweine, Pferde, was gerade erreichbar war.
"Sich etwas vom Feld zu holen, ist damals nötig gewesen"
(Die Bauern und ihre Mühen wurden dabei nicht bedacht)
Geschichte und Geschichten sind also nicht so rosig, wie man das in den Schulunterrichten zu hören bekommt.
Wie auch immer, ich habe den Mann zu einem Zeitzeugenbericht aufgefordert, eine nützliche Aufgabe und wichtig für die nachfolgenden Generationen, deren letzte Künder immer weniger werden.
(16.10.2019)







Nachgetragene Rezepte: Spiegelei - Brote






Wir koennen nie genug davon bekommen und essen immer wieder gerne
unsere 70iger - Jahre - Spiegelei - Brote !
Die Varianten sind derer viele,
man nimmt als Belag einfach das, was gerade "weg muss", so wird man auch nie irren.
Diese "Brote", wie man bei uns sagt, sind eher Schnitten oder Scheiben;
eine Scheibe gutes Brot, etwas Wurst und etwas Kaese, ein paar Kraeuter - am besten frische - und
einen Happen fertigen Salat und ein wenig Grillsauce oder Maio, was gerade angebrochen ist..

Die wirkliche "Kunst" sind die Spiegeleier selber, die sollten von bester Qualitaet sein
und da darf man nicht sparen !
Sorgfaeltig in Olivenoel gebraten, dann wird es fein.
Ein wenig Salz und Dillspitzen darueber und fertig ist das Essen.

Guten Appetit !

(Ich weiss, von diesen Broten sind schon einige auf meiner Seite zu finden - ich kann es eben nicht lassen)

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Kartuschen - Thema: Neuer Journalismus



Man könnte bereits von "Journalitis" sprechen, wenn es um diese "News" geht, mit denen viele Leute ihr Geld verdienen.
Es muß ein "Aufreiser" gefunden werden, z.B. "Diskussion um Wohlstand / Armut; Das ist der Denkfehler der Regierungskritiker"
Dann folgen 36 Zeilen, wo ein Link zu einer "Stiftung" gesetzt wird, ein wenig davon geschrieben, dass es evtl. nun doch die Migration sein könnte, die das extrem gewachsene Ungleichgewicht zwischen arm und reich im Land verursacht haben könnte.
Mutmaßungen, Vermutungen, nicht konkretes und nichts was definitiv belegt ist.
Darum geht es den Journalisten nicht, es war diesmal eine Frau, nein - es ist vielmehr die Auflage oder Quote, nach denen man den Werbeleuten das Blatt oder Portal verkaufen kann.
Je mehr Besucher diese "Schlagzeile" anklicken, um so höher ist die Quote, um so größer die Werbeeinnahmen.
Mehr ist da nicht mehr in unserer "Berichterstattung", außer den üblichen Presseagenturen, auf die man zurück greift.
Als "Wirtschaftweise" wird sie im Portal beschrieben,
die hochstudiert ist, sehr bekannt und schon viele Preise abgeräumt hat.
Vermutlich ist sie nur am Ende mit ihrer Schaffenskraft und das trifft auf die ganze Sparte der Journalisten wohl in gleichem Maße zu.
Statt Eigenrecherche und dem "sich aus dem Fenster lehnen", wird vorverdaute Kost serviert, gleich mehrfach vorverdaute Kost: Presseagenturen, Redakteure und Chefredakteure sind wie Filter, die überprüfen was man heute noch sagen "darf" um nicht "anzuecken" und so schaut dann auch die auf obige Weise gereinigte Meldung aus: Muckefuck. (entkoffeiniert)



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