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Ein wenig ueber mich :


Harald

Die Zeit hat sich gewandelt in den vielen Jahren; eigentlich ist technisch und gesellschaftlich kein Stein auf dem anderen geblieben.
Es liegt nicht an mir zu urteilen, ob man in den 1950iger Jahren angenehmer leben konnte oder heute - im Jahr 2021.

Heute bin ich der Opa und das ist nur mit der entsprechenden Portion Humor zu schultern - denn das Alter ist nichts fuer Feiglinge..

Heute ist vieles leichter, manches aber auch sperriger geworden, obwohl es den Leuten viel sozial oder wirtschaftlich besser geht.
Man koennte jedoch meinen, dass mit wachsendem Wohlstand auch der Neidkomplex groesser geworden zu sein scheint.
Frueher ging es nicht so studiert zu in der Bevoelkerung, es wurden wohl aber auch weniger dumme Sachen gemacht:
Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Der Berg kreißte und gebar.. eine Maus?
Nicht so ganz, denn der Optimist, fuer den ich mich halte, gewinnt letztlich immer,- das Lachen auf seiner Seite;
von Kindesbeinen an war es wohl meine Bestimmung, aufzuheitern.

***

Meiner Frau und mir sind Vereine, Parteien und Religionen total fremd -
Gesinnungsterror, Vorschriftenwut, Mitlaeufertum und "smarte" Schleicher, aber auch "Toxiker" etc.
laufen bei uns gegen die buchstaebliche Wand - wir bleiben lieber in unserem "Paralleluniversum",
das wir in den bald 46 gemeinsamen Jahren aufgebaut haben.

Im Grunde bin ich eher ein etwas konservativer Pragmatiker,
der auch schon mal "visionaer" sein kann, bestimmt jedoch kein Duckmaeuser und auch kein typischer Protestler;
im Alter eher skeptisch geworden, versuche ich meinen Grund-Optimismus zu bewahren.
Das ist der Grund, mit dem Jahr 2021 keine Nachrichten mehr zu konsumieren und nur noch mein eigenes Ding durch zu ziehen.

***

Das Leben auf dem Dorf haben wir ganz gezielt gewählt,
weil hier statt Anonymität Vertrautheit ist, auch wenn man manche Leute weniger mag als andere.
Man kennt sich und wenn es nur vom Sehen ist und entbietet dem Anderen selbstverständlich einen Gruss.
Ziemlich offen:
Mit etlichen Leuten sprechen wir auf der taeglichen Hunde-Runde,
mal über das Wetter, mal über die Gesundheit oder was es gerade im Ort Neues gibt.
Man erfaehrt von Schicksalen anderer, ob ein Umbau des Hauses stattfindet
oder jemand im Rollstuhl sitzen oder eine Krebsoperation oder Unfall erlitten hat,
es wird gefragt wie es dem oder jenem geht, den man schon lange nicht mehr sah..
..man erfaehrt, wenn jemand zugezogen oder weggezogen ist,
ob ein Haus zum Verkauf steht und man lernt neue Bewohner kennen,
die zuerst einmal die typisch staedtischen Beruehrungsaengste verlieren muessen -
das gelingt nicht bei jedem, aber bei vielen.
Fast alle der Fremden aus anderen Laendern wollen jedoch fremd und unter sich bleiben,
was wir nicht gut finden.
Wichtig ist, daß man das Gefuehl hat, nicht allein zu sein,
dass gewisse Sorgen und Aengste - die im Alter ganz spezifisch werden -
bis zu einem hohen Maße teilen und damit troesten kann:
Uns ereilt alle das Ende, zuvor kommen div. Gebrechen und die Vita der Kinder und Kindeskinder,
die man mit Sorge betrachtet.
Man spricht über gemeinsame Bekannte, Schulkamaden, Freunde oder einfach mit und ueber Dorfbewohner,
denen es nicht so gut geht und das hilft schon sehr.
Es geht jeder bereichert aus einem solchen "Dorftratsch", der eher Anteilnahme ist - als Neugier - heraus, weiter seines Weges!
Die neue Zeit veraendert, wie sie das schon immer tat, aber es geht in den letzten Jahren deutlich schneller damit voran -
man erkennt die alte Dorfstruktur schon lange nicht mehr und auch die Bewohner sind andere geworden, staedtischer ohne Zweifel.
Und so wird auch der Dorfklatsch - wenn auch nicht bereits abgestorben, so doch deutlich zweigeteilter werden:
Die "Alten" geraten zunehmend unter sich, manche reden noch miteinander..
.. wir gleiten dabei leicht in die "gute alte Zeit" ab und sehen die neue Entwicklung mit gemischten Gefuehlen.
Früher wusste man manches noch nicht, heute weiß man vieles nicht mehr -
der beliebte Trend des "Hinterfragens" ist keine Einbahnstrasse, das kann man als Aelterer durchaus auch
und denkt mit Bedenken an die Zukunft.

Danke fuer die Aufmerksamkeit und bleibt gesund und guter Dinge !

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Typ 1951

"Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt!"
(Ringelnatz)






Am Rande bemerkt.

Die Frage nach dem "woher kommt mein Name" oder "von welchen Leuten stamme ich ab" tritt heute so ganz und gar in den Hintergrund, ja sie wird fast rundweg abgelehnt. Dabei geht es mir -diesmal ganz persoenlich- eigentlich nur darum, mich selbst zu erkennen und zu ahnen, warum diese oder jene Eigenschaft in mir ist. In dieser Zeit geraet vieles an Ueberlieferungen in die Buecher, die still verstauben und nicht mehr in die Herzen der Nachkommen. Wer von den Jungen kennt noch die Namen der Urgrosseltern und woher diese kamen, welche Arbeit die taten und wie sie lebten? Ich halte diese Herkunfts- oder Ahnenforschung fuer fundamental, wenn man sich seine eigenen Charaktermerkmale zu erklaeren versucht. (wieso brause ich leicht auf oder warum ist jedmand schwermuetig oder lacht gerne, hat diese oder jene Begabung?)

Bas Rhin
http: //postleitzahl.de.mapawi.com/frankreich/1/arrondissement-de-selestat-erstein/3/5/mussig/67600/37821/
www .stadte.co/frankreich/stadt_mussig_67600.html
Elsass
(Das deutet auf eine noch sehr viel aeltere Besiedlung hin, als untenstehend vermutet,
woher sich die Ausdruecke Wackes und Boche erhalten haben.)
www. facebook.com/pages/Mussig/103798029658533?fref=ts
Es ist wahrscheinlich, dass die Herkunft unseres Namens von Musikanten kommen könnte, die mit Napoleons Truppen durch Europa zogen. Namen sind Schall und Rauch. Bei den heutigen Formen des Zusammenlebens wird sich auch die Familienforschung erledigt haben, weil sich niemand mehr dafür interessiert. Diese Erkenntnis hat meine Nachforschungen einschlafen lassen, die bis zu einem Sir Cybrinna Asher im fruehen 18.Jhd. geführt hatten, der war bei der brit. Armee bei Hannover und hat seine Liebschaft, das Maedel Namens Hase sitzen lassen..

Wie auch immer, ich spreche fränkischen Dialekt, den Rudolf Dietz damals als "Missingsch" bezeichnete, also mit städtischem Einschlag. (Aus "Die schönsten Gedichte in Nassauischer Mundart" 1975 herausgegeben, Seite 13)

Uebrigens gibt es im Elsass eine Stadt mit dem Namen "Müssig" - sehr interessant - vermutlich ist der Ursprung unseres Familien-Namens dort zu suchen !

Zum Thema meiner Abkunft bin ich auch weiter gekommen; meine Physiognomie ist halb Richtung "Holder", nach meinem Urgroßvater, dessen Hasenbratenrezept auf meinen Seiten rekapituliert wurde. (Holder, Hulda, Frau Holle, Erdgöttin, also vermutlich einer der ältesten Namen der Region) Mit den Müssigs habe ich schon optisch wenig Ähnlichkeit.. (Und halb Richtung Gleim, das war der Mädchenname meiner Oma - bei der Recherche bin ich bei dem Skyiners Cheftrainer Sebastian Gleim gelandet, der unserem Sohn sehr ähnlich sieht..)





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O gebt euch der Natur, eh sie euch nimmt! -
Ihr dürstet längst nach Ungewöhnlichem,
Und wie aus krankem Körper sehnt der Geist.
Von Rom bis nach Brüssels Lobby.
So wagts!
was ihr geerbt, was ihr erworben,
Was euch der Väter Mund erzählt, gelehrt,
Gesetz und Brauch, der alten Götter Namen,
Vergeßt es kühn, und lebt, wie Neugeborne,
versucht der Mitbestimmung neue Füße zu geben
und lebt nicht länger mit verzargtem Arsch,
aus welchem kein fröhlicher Pfurz mehr kommt..







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