plaetzchenwolf - Endstufe Wein - Seite797

Mein Hauswein in Perfektion..








Am 25.6.2021 kam mir der zündende Gedanke,
daß die Hausweinbereitung auf eine noch solidere Basis gesetzt werden könnte:
Die Experimente mit den Buchenholz-Schnitzeln beim Ansatz zugefügt, sind schief gelaufen, weil die Tannine im Holz wie ein Gärverhinderer gewirkt hatten!

Also drehe ich den Spieß um und nehme wieder Buchenschnitzel- diesmal aber NACH DEM ABZUG des klaren (fertigen) Weines und lagere diesen auf den Holzschnitzeln, bis der Wein den feinen Holz-Hintergrund angenommen hat. (Den der Kenner schätzt)
Somit ist kein weiterer Gärverhinderer des fertigen Weines nötig, also auch kein "dicker Kopf" durch Schwefelung und andere Chemie.
Statt den Wein in diese 1/2ltr. Bügel-Bier-Flaschen zu füllen, wie bisher-
bleibt er nun auf dieser Holzsohle bis zum Dekantieren.
(Die Menge an Holzschnitzel pro 5ltr Gärballon ist ca 1/2 Tasse, das reicht)
Überhaupt hatte mir das Dekantieren gefehlt- wozu haben wir denn die feinen Karaffen und Steingut-Bembel?
Freilich ist ein kleines Sieb nötig, damit keine Holzstückchen in den Dekanter kommen, auch wenn sich die Holzschnitzel im Trub unten in der Flasche absetzen. Ab und anschwebt doch etwas nach oben.
Ein feines "Fass-Aroma"
oder wie man heute sagt "Barrique"
ist die Belohnung für die (kleine) Mühe.
Und auf der Gärstation herrscht nun klare Front - ohne Bierkisten!
Die Holzschnitzel kaufe ich im großen Sack, naturrein.

Welche Sorte Wein nun hergestellt werden wird ist eigentlich egal, das Prinzip bleibt!

***



Das Bild zeigt den 1. neuen "Barrique", links davon und dahinter die beiden letzten neuen Ansätze, die selbstverständlich ohne Holzschnitzel sind, damit der Ansatz gären kann. Noch weiter nach links stehen die älteren Ansätze der Art ohne Holz. Nach und nach wird dann der 1. Barrique nach links wandern, als erster fertiger Wein der neuen Idee. (Dem dann alle weiteren ganz neuen Ansätze rechts -ohne Holz- folgen, so wird automatisch der Barrique bis an das Ende der Reihe -nach links- wandern und.. getrunken!) Der Raum unter diesem Regal wird dann zum Saft/Zucker-Lager und für Zubehör gebraucht werden. In der Übergangszeit werden die fertig abgezogenen Weine in den 1/2 Bügel-Flaschen getrunken und die Kisten zurück gebracht.

***

Nur ab und an werde ich aus 3ltr Apfelsaft und 800gr Zucker oder aus 2x1ltr weißem Traubensaft auf 800gr Zucker weiße Weine machen.

Ich tendiere zum Rotwein aus (auf die 5ltr Gärflasche) 1ltr rotem Traubensaft, 1/2ltr schwarzem Johannisbeersaft und 1/2ltr Sauerkirschsaft, bei 800gr Zucker: Dieser Wein hat ziemlich genau das Aroma und Blume, wie der Portwein "Messias" aus Porto - aber eben als Wein nicht ganz die 19,5%, sondern vielleicht 12-13%!
Diese Zusammensetzung wird NIEMAND am Geschmack erraten!
Der Geschmack wird bei Valpolicella - Merlot liegen, aber erdiger, samtiger.

Wichtig: Immer klaren Saft verwenden..

Diese Säfte sind jederzeit und überall verfügbar,
sie sind schonend konserviert und viel sauberer oder reiner,
als ich das mit einer eigenen Presse machen könnte.
Zusammen mit meiner Eigenhefe kommt immer ein sicheres und feines Ergebnis heraus.

Die vorherigen Wein-Experimente und Zwischenstufen lasse ich im Web,
damit der Werdegang nicht nebulös bleibt..
so kann jeder Leser versuchen und austesten.
Die Geschmäcker sind eben verschieden!






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Die Doppelreihe an 5ltr Gärballons bleibt bestehen, denn so kann ich sehr schön den Reifegrad im Auge behalten - schließlich soll nicht die ganze Menge Wein auf einmal fertig werden, sondern nach und nach getrunken werden. Diese 5ltr Ballons sind handlich und praktisch beim Umfüllen! Man kann sie über das Internet ( a mazon) beziehen. (6 Stück incl. Stopfen und Gärrohr für 25 Euro, incl. Frachtkosten! -Ende Juni 2021-)

Freilich könnte man diese Wein-Bereitung auch mit 36ltr Gärgefäßen machen - aber dazu wären schon wieder 2 Stück nötig, die fast den gleichen Platz einnehmen, wie die 5ltr - Reihe - und das Umfüllen oder Abziehen mit dem Schlauch nötig machen. Eine dumme Prozedur, die ich am Anfang gemacht habe und lästig fand.

Nach der Vergustierung des Portweins Messias wurde mir klar: Das ist mein Wein, wenn auch zu schwer und etwas zu süß für "dauerhaft". So etwas genießt man nur in winzigen Schlucken und nicht so häufig. Mein Wein soll süffig sein, aber diesen Geschmack und Blume haben. Der Rote aus 1ltr rotem Traubensaft und je 1/2ltr Schwarze Johannisbeere und Sauerkirschsaft. Der Weiße aus 2x gutem weißen Traubensaft. Alle nur noch mit 800gr Zucker auf das 5ltr Gärgefäß. Mit dieser Rezeptur kann man auch Glühwein daraus machen, ohne daß nachgesüßt werden müsste.

Ein Dutzend dieser klarsichtigen Bügelflaschen sollen als Sekt zur Verfügung bleiben.
(Die Sektbereitung ist freilich OHNE Holzpellets, damit der Wein weiter arbeitet und immer trockener dabei wird..)

Interessant an der neuen Wein-Anlage ist, daß die Inhaltszettel an den Ringösen verbleiben - d.h. es ist genau nachvollziehbar, was der Grundstock gewesen ist. Manchmal arbeite ich mit dem restlichen Saft von Sauerkirschen oder mit dem Saft der Weintrauben aus Nachbars Garten oder neuen Saft-Sorten:
So ganz will ich mir die Option des Experimentierens nicht verschließen!

Heute, am 6.7.2021, nach der Vergustierung eines Weines aus 2ltr billigem Apfelsaft mit 1kg Zucker, komme ich zum etwas konservativen Entschluß: Der Wein sollte mit 800gr Zucker angesetzt werden, dann ist für beide Ebenen genug Kontent da, für den Glühwein und den Wein zum direkt trinken.
(Das spart eine Menge zusätzlicher Arbeit)

Fakt ist nun, daß die Flaschen-Zettel am Wein verbleiben, auch nach dem Abzug und der Barrique-Sache.
Der Apfel - Wein war übrigens wunderbar im Kellergeschmack, schon vor der Holz-Lagerung, danach wird er noch mal "autentischer" Richtung Sachsenhausen (Dripptebach) werden..








Unwetter im Westen Deutschlands

81 Tote, lese ich am 16. Juli 2021:

"Ganze Landstriche sind verwüstet, Häuser weggespült: Nach Unwettern im Westen Deutschlands sind mindestens 81 Menschen gestorben. In Rheinland-Pfalz werden noch immer Dutzende Menschen vermißt. Allein im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler sind 1.300 Menschen verschwunden. Das teilte die Kreisverwaltung am Donnerstagabend mit. Eine Sprecherin erklärte, das Mobilfunknetz sei lahmgelegt - und daher gebe es keinen Handy-Empfang und viele Menschen seien nicht erreichbar"

Merke: Zuerst fällt das Handy-Netz aus -

PS: Am 18.7. liest man von 156 Toten ..



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