plaetzchenwolf - Schattenseite 27


Schattenseite 27



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Kartuschen - Thema: Variante der 70iger Jahre Brote

Heute moechte ich unsere beliebten 70iger Jahre Eierbrote zeigen,
die mir ein vollwertiges Essen sind, wenn man es richtig macht:
Keine Billigeier, sondern welche vom nahen Gutshof kaufen.
Brot selber backen, dann ist es ohne seltsame Inhalte.
Der Rest des Belages dieser Brotscheiben ist dann Euerer Phantasie ueberlassen
oder dem, was gerade im Kuehlschrank war oder "weg musste",
weil sich die Mindesthaltbarkeit auf den Produkten zeigte.
Es handelt sich also auch um ein Reste-Essen,
weil bei uns nichts weggeworfen wird.
Diese Art der Lebensmittelverarbeitung war frueher ueberall daheim
und nicht nur in "alternativen" Denkmustern.

Man kann die Spiegeleier in Rapskernoel braten, (langsam garen)
und mit Dillspitzen (getrocknet), ein wenig Salz und Pfeffer wuerzen.
Wer mag, darf auch gerne eine fertige Grillsauce
(auf dem Bild ist Curry-Sauce zu sehen)
oder etwas Maionaise, Meerrettich oder Senf dazu haben.
(Das muss aber nicht unbedingt sein)
Scheiben Wurst oder Kaese sind der "Untergrund",
man kann auch Streichkaese nehmen, dann kann die Butter als Kalorie eingespart werden.
Hier ist Flexibilitaet alles !





Na, das schaut doch gut aus- oder?
Das Rote im Vordergrund sind Wildpreiselbeeren aus dem Glas, ich haette auch selbstgemachte Marmelade nehmen koennen oder Tomaten oder Kirschen - Hauptsache rot..
Ein einsames Wuerstchen war noch im Kuehlschrank- das habe ich der Laenge nach aufgeschnitten, so schaut es nach "mehr" aus..
Guten Appetit bei diesem extrem einfachen Essen, das wirklich jeder zustande bringen kann.
Vernuenftige und gesunde Ernaehrung ist keine Frage des Preises
oder alleiniges Metier "angesagter Spitzenkoeche"!

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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Der Schluss - Akkord - Zuccini - Steak - Topf




Die beiden letzten grossen Zuccini vom Nachbarn sind angekommen..
Schaelen und in lange Streifen schneiden, dann in Stuecke - und ab in den Topf damit.
(Die Kerne nehme ich mit, die sind gut fuer die Verdauung)
Ein guter Grund, eine Packung fertig eingelegte Schweinesteaks aufzutauen, in Stueckchen zu schneiden und mit ordentlich viel Zwiebel und Knoblauch in grosszuegig Rapskernoel anzubraten, dann einen guten Schuss selbst eingelegtes Chili-Oel zugetan.
Dann habe ich mit ca 1/4ltr Weisswein und etwas Wasser aufgefuellt, mit Dillspitzen und Maioran, Salz und einem M aggiwuerfel gewuerzt und garen lassen.

Das schmeckt immer und ist bekoemlich. (Chilioel muss man dosieren koennen - denn scharf sollte dieses Essen keinesfalls werden - wohl aber wuerzig !)

Guten Appetit !





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Kartuschen - Thema: Starke Gemuesesuppe

An der Fleischtheke bestelle ich "dicke Rippe"
und nehme gleich ein groesseres Stueck
als eigentlich fuer 2 Personen gebraucht wuerde.
Das koche ich in einer guten Menge Wasser mit einem Lorbeerblatt
und 2 grob geschnittenen Zwiebeln und 3 M aggi-Wuerfeln
gut 1 Stunde - manchmal auch bis zu 1,5 Stunden.
(Die Gare zeigt sich darin, dass die Rippenknochen sich loesen)
Nun kommt das Fleisch zum spaeteren Tranchieren auf den Teller.
Das Suppengemuese ist an der Reihe - so kann man bei allen Zutaten
den richtigen Gargrad erreichen.
Also habe ich entweder frisches, abgepacktes Suppengemuese
(Moehren, Sellerie, Lauch und Petersilie) gekauft
oder zuvor erworbene einzelne Gemuese geputzt und eingefroren parat.
Man kann auch ein paar Rosenkohl oder Blumenkohlroeschen
hinein geben - was man gerade hat.
Anschliessend gebe ich gerne eine 425ml Dose feine Erbsen dazu, incl. dem Saft.
Das Fleisch wird tranchiert, wenn es ein wenig abgekuehlt ist.
Saubere Wuerfelchen schneiden und nur so viel der Suppe zugeben,
wie man denkt brauchen zu muessen.
Der Rest geht in die Gefriertruhe oder wird andern Tags im Nudel-
oder Reissalat den Grundstock bilden.
Die Knochen und Korpel uebernimmt der Hund ..
Nun wird mit Salz abgeschmeckt und zum Essen getrommelt..
..guten Appetit bei diesem urigen und schoen waermenden Sueppchen,
das auf ganz natuerliche Art und Weise saettigt - wie zu Urzeiten !

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An dieser Stelle darf ich den Tipp geben, dass man VOR dem Wuerzen am Gewuerz RIECHEN , dann diesen Geruch mit dem der Zutaten in Einklang bringen sollte, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen !



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Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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Kartuschen - Thema: Sinnlichkeit des Kochens 2. Teil

Ein Rueckzugsgebiet aus dem Arbeitsstress ist die Kueche -
wer das verinnerlicht, wird viel Freude und vor allen Dingen innere Ruhe gewinnen !

Es geht nicht darum, komplizierte Dinge nachkochen zu wollen,
sondern um ganz einfache Dinge, bei denen man in der Hauptsache
Entspannung und nebenbei ein gutes, schmackhaftes Essen gewinnen kann..

So will ich heute mal wieder etwas mit Reis machen,
wo ein paar Reis-Sorten zur Verfuegung stehen.
Ich entscheide mich fuer 250gr des "Spitzen Langkornreis, parboiled",
was fuer 2-3 Personen gut ist.

Ich schneide den einfachen Camembert laengs auf, damit zwei gleiche Haelften entstehen.
Die Schnittstellen nach oben auf die Teller legen, dann laeuft nichts aus.
Die heisse Sauce soll rund um den Kaese herum und oben drauf sein,
damit dieser schoen anschmilzt, ohne sich ganz aufzuloesen -
(Ich habe die beiden Teller mit dem halbierten Kaese darauf lieber nochmal kurz in die Mikrowelle geschoben, um ganz sicher zu gehen. Danach wurde der Reis und die Sauce zugetan, die ich vorher mit Olivenoel und etwas Salz abgeschmeckt oder in Form gebracht habe)

Die Sauce besteht aus:
1 Dose Muscheln, 2 Dosen Calamares in amerikanischer Sauce (je 111gr)
und einer Dose (425ml) abgetropfte Erbsen und etwas Olivenoel, ein wenig Salz.



Und so schaut das auf dem Teller aus.

Essen brauchen keine klangvollen Namen, sie sollen einfach nur schmecken.
Und das hat mit einer komplizierten Zubereitung absolut nichts zu tun -
zumal in dieser Reihe "Sinnlichkeit des Kochens"
nur die Freude am Selbstkomponierten steht..
..die Welt drum herum mag uns herzlich egal sein,
wenn man sich an den Tisch setzt und futtert.

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere










Kartuschen - Thema: Sinnlichkeit des Kochens, 4. Teil

Heute kocht man anders, moderner, sauberer, umweltschonender, einfacher!

So mache ich Haehnchenschenkel in der Roehre, in dem Bratschlauch - schonend und ohne Fettspritzer ;)

Diese Fleischstuecke habe ich zuvor mit Salz und ordentlich scharfem Paprikapulver eingerieben, recht flaechig in der Folie verlegt, damit sie besser braun werden..

Dazu gibt es einen kleinen Salat aus Mais und roten Bohnen, sowie einer in kleine Wuerfelchen geschnittener Scheibe Brot, das Auge isst bekanntlich mit.

Mit einem einfachen Dipp aus Knoblauch-Grillsauce.



Dazu nehme ich bevorzugt grosse Haehnchenschenkel- das garantiert schon, dass die Tiere aelter wurden. (Schmackhafter sind diese zudem)

Bei diesem Essen entsteht wenig Spuelkram, die Roehre bleibt sauber und alles zusammen ist wenig zeitintensiv, weil man waehrend der Garzeit andere Arbeiten machen kann: Es wird nichts anbrennen! Auch diesen Aspekt verstehe ich als Luxus - die Sinnlichkeit kommt durch den Duft und die Farben dieses Essens.

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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#Anhang: Quer durch den Garten Suppe



In den 1960iger Jahren gab es bei Mutter immer diese Suppe,
die mal mit Rindfleisch, mal mit Doerrfleisch gemacht worden ist.
Im Garten haben wir heute (wenn man mal von Stangenbohnen absieht) kein Gemuese mehr,
das lohnt sich nicht, wo heute in jedem Markt genuegend davon zu kaufen ist.
In bester Qualitaet fuer billiges Geld.
Nun kaufe ich ab und an ein fertiges Buendel Suppengemuese und friere das geputzt und geschnippelt ein.
Ab und an bleibt etwas Weisskraut oder Moehren oder Selerie ueber- ab in die Truhe damit.
Manchmal kaufe ich gutes Doerrfleisch ein, das zu gross ausgefallen ist:
Portioniert und eingefroren.
Von den Feuerbohnen waren wieder genug -ganz oben- an den Stangen dran,
die in ihren Schoten trocknen konnten:
Diese Bohnen sind gross und sehr schmackhaft - ideal zum Trockenbevorraten.
(Im Vorratsglas werden die im Kuechenschrank aufgehoben - neben Erbsen und Linsen)
Nun gebe ich 2 fette Bruehe-Wuerfel ins Kochwasser, ordentlich Maioran, etwas Pfeffer
eine handvoll dicker getrockneter Bohnen und das Fleisch - es darf ruhig noch tiefgefroren sein.
Aufkochen und auf kleine Hitze schalten.
Wenn die Bohnen weich geworden sind, kommt das Fleisch heraus und wird in Haeppchen geschnitten.
Dann kommt das restliche Gemuese hinein - wieder aufkochen, auf kleine Hitze schalten
fuer ca 1/4 Stunde - dann kommt das Fleisch wieder in die Suppe.
Abschmecken ist bei mir IMMER PFLICHT - ein wenig Kraeuter, ein wenig Salz -
eine Prise Muskatnuss - man kann immer ein wenig kaschieren und kein Mensch merkt das.
Fuer Gemuesesuppen gilt jedoch: Weniger Wuerze ist oft mehr.



Guten Appetit!
Und bevor ich es vergesse: Lauwarm oder Abends schmeckt die Suppe nochmal besser ..



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*** Nachgetragene Dinge ***

An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf die überwiegend negativen Erfahrungen mit diesen sogenannten "Selbstvermarktern" kommen, die uns hier -klar und deutlich- wieder zum Diskounter getrieben haben. 1. Ohne Zickenalarm, 2. bessere Qualitäten, 3. richtig billig !





Vertikulierer.
Mit dem Handvertikulierer der besseren Marke und gutem langen Stiel ist das Moos noch immer arbeitsintensiv aus dem Rasen zu holen, aber:
Wenn man sich Zeit lässt und nur so viel macht, wie gerade in die Mülltonne passt, ist diese Arbeit kein Problem.
Der Trick dabei ist, den richtigen Winkel zu finden, wo sich die scharfen Messer nicht festbeißen - ein flacherer Winkel ist gut, auch wenn man sich dabei etwas bücken muß.
Diese Handgeräte sind eben sehr viel leiser als ein Motorgerät und Lärm ist auch eine Emission.
(Das wird heute gerne vernachlässigt und selbst in den Medien hört man nichts mehr vom gesundheitsgefährdenen Lärm, seit die Vielfliegerei total überhand genommen hat)
Gönnen wir den Nachbarn noch ein wenig Schlaf - meine beste Arbeitszeit ist eben früh am Morgen, wenn die Rolläden noch zu sind.










2020 Kartusche: Das Jahr in Hessen ohne Tierschutz?

Ausgerechnet eine "grüne" Umweltministerin in Hessen, die als pragmatisch angepasst zu gelten scheint, war der Grund, warum einige Tierschutzorganisationen den Tierschutzbeirat.

Einer der Tierschützer meinte, daß man den Rat in "Tiernutz" umtaufen könne, so viel Lobbyarbeit und so wenig konkreter Schutz der Tier würde dort stattfinden.

Das meine ich auch, obwohl wir als Kunde Fleisch kaufen - Schweinefleisch hat praktisch kaum mehr den typischen Geschmack, es ist wässrig, weiß und fad geworden. Kein Wunder, wenn die Schweine nur noch 6 Monate leben und dann geschlachtet werden. Früher wurde ein Hausschwein mindestens 1 Jahr alt und anders gehalten als heute.

Ende Februar kommen wir vom Diskounter und gruselten uns:
Die gesuchten Miesmuscheln waren nicht mehr in der Kühltheke, aber dafür gut 4-5kg schwere- in Plastikfolie eingeschweißte weißliche Fleischklumpen ohne ersichtliche Konsistenz - es sollen "diverse Bratenstücke" sein lt. Preistafel. Das war ganz schön gruselig, fand meine Frau ebenso. Die Muscheln aren alle, also haben wir Chinakohl und Kartoffeln und 2 Päcken "Kabeljau in Panade" gekauft, was sich als billige platte Fischfrikadelle entpuppte und in keiner Weise nach Kabeljau aussah und auch nicht so schmeckte. (Die billigen Fischstäbchen hätten die Hälfte gekostet, wären auch paniert gewesen und hätten -zumindest überwiegend- eine Struktur des Fischfleisches gezeigt, was bei unseren "Fang" vollkommen fehlte..) Wie auch immer, beim Diskounter ist der Trend weg von den 4-500gr Packungen und hin zu weitaus größeren Fleischportionen zu sehen. Sollte das nicht umgekehrt sein? Sollte man bei den angeblich so präzise ausgewiesenen "Zertifizierung" mit zig und zig Labels nicht irgendwie einen Qualitätssprung merken? Es ist eher umgekehrt der Fall. Soviel zu diesem Einkaufserlebnis, nach dem wir dort bestimmt nicht mehr auftauchen.

Der Kunde sollte endlich selbstbewusster werden und rücksichtsvoller, was die "Beihilfe zur Nutztierverwertung" anbelangt - schlicht Verzehr genannt: Weniger ist manchmal mehr, was leider nicht über die Preisschiene erkennbar ist- alle Anbieter kaufen letztlich bei den selben Zucht- und Mastbetrieben. Der Unterschied liegt heute wohl nur noch in der Art des Zuschnitts und der Zubereitung.

Ginge es bei den Wortakrobaten und Schattenboxern tatsächlich um das Tierwohl, gäbe es nur relativ zähes Fleisch zu kaufen, weil die Tiere ein artgerechtes und artgemäß langes Leben zugestanden bekämen - so ein Rind kann mal eben zwischen 20 und 30 Jahre alt werden. Was bei Kühen durch die Milch relativiert ist, geht bei Schweinen weniger. Wer zahlt das Futter? Wenn der Verbraucher diesen Tierschutz umgelegt bekäme, würde ein Kilo Schweinefleisch 30-60x so viel kosten, weil Schweine eben 15-20 Jahre alt werden können. Das sollte man bedenken, wenn das Thema Tierschutz angesprochen wird:

Ich halte eine gesunden Mittelweg für richtig und zukunftsweisend:
1. Weniger Fleisch und Fisch (Überfischung) essen,
2. kleinere Fleischstücke auswählen
3. gesündere Zuchten und Haltungsbedinungen fordern, die auch kontrolliert werden und nicht wie eingangs erwähnt, nur als Lippenbekenntnisse gesehen werden.
4. Die artgerechte Haltung sollte sich also auf Freilauf, artgerechte Futtergaben und nicht immer nur Soja und Silage etc. sein, sondern auch Gemüseabfälle aller Art und Obst, das nicht vermarktungsfähig ist, sowie Getreide enthalten, frisches Grünfutter ist sehr nötig für ein gesundes Wachstum und.. Sonne und.. frische Luft und Nachts mit warmer Stallverbringung, die nicht zu eng sein darf.
5. Das Tier - egal welches - sollte den Zenit des Lebens erreichen dürfen und für Nachwuchs (auf natürliche Art und Weise gesorgt haben) Das sind die Mindestvoraussetzungen, die ich fordern würde.
Das alles kostet Geld, das der Kunde eben aufbringen muß:
Geflügel: 10 Euro das Kilo, Schwein 30 Euro, Rind 50 Euro, Fisch 50 Euro.. Dabei kommt mir der Preis für die Weihnachtsgans in den Sinn, die wirklich artgerecht gehalten wurde- der Bauernhof nimmt ca 15 Euro für das Kilo.

Es ist noch viel zu tun und deshalb gehören nicht nur Tierschützer und Lobbyisten oder Erzeuger in ein solches Gremium, sondern auch Verbraucherverbände, Metzger, Köche etc.

Früher hatte kaum einer studiert und heute? Es ist alles schlechter geworden!

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