Landfotografie

Lauwarm aber nicht schlaff


Lauwarm aber nicht schlaff ist dieses Essen fuer 4 Personen,
ideal an einem heissen Sommertag mit viel Arbeit im Garten,
wenn man wenig Zeit und Lust hat, "hinter" dem Herd zu stehen:

500gr Penne Rigate mit 2 Lorbeerblaettern und einem EL Thymian bissfest kochen.
In der Zwischenzeit habe ich 2 Glaeser billige Bologneser-Sauce /guenstig u. gut/ a 85 Cents
in die grosse Salatschuessel gegeben, eine gute Prise schwarzen Pfeffer,
den Inhalt einer abgetropften 425gr Dose feine Erbsen, Oliven -
egal welche gerade im Haus sind (eine gute handvoll) und einen kraeftigen Schuss Olivenoel.
Diese Mischung gut verruehren und abschmecken- ggf. noch etwas Salz zugeben.
(Die Nudeln ziehen etwas davon ein)
Nun sind die Nudeln fertig und werden in der Seihe abgeschuettet und so heiss wie sie sind -
geschwind in die Salatschuessel gegeben und gut mit der Sauce untergehoben.
Das kann sofort serviert werden- spaetere Esser werden es entweder kalt als Nudelsalat
oder in der Microwelle erhitzt als eine Art Auflauf waehlen koennen !
Ich habe es lauwarm mit einer aufgeschnittenen Tomate pro Teller angerichtet
- das Essen kam sehr gut an.


Es fehlt an Alternativen, keinen "Plan", was heute wieder gekocht werden soll?
Kein Problem, das folgende Essen ist fuer 2 Personen gedacht.
"Montafon" - etwas italienisch und schmackhaft!
Nudelwasser mit etwas Thymian und einem Lorbeerblatt aufkochen lassen.
In der Zwischenzeit eine Knoblauchknolle schaelen und die Zehen in grobe Stuecke schneiden.
Ca. 200gr Salami oder Blockwurst in Wuerfelchen schneiden- desgleichen 2 kleinere Zwiebeln.
1EL Rosmarin und eingelegte frische Pfefferkoerner -Menge nach Geschmack-
in die Vorbereitung geben. Nun kommen die Nudeln (250gr, die Sorte ist fast egal)
dran, die bissfest gekocht werden - nicht weggehen, bitte dabei bleiben -
der Gargrad ist sehr schnell ueberschritten! Die Nudeln werden in einer Seihe abgeschuettet
(nicht abgeschreckt) und mit dem Topfdeckel zugedeckt.
In den nun leeren Nudeltopf kommt grosszuegig Olivenoel- dann die obigen Zutaten-
bei voller Hitze ein paar Minuten anduensten. Dabei mit dem Holzkochloeffel
ab und zu umruehren. Nun eine Tasse Wasser zutun und nochmal ein paar Minuten zugeben.
Jetzt wird eine Tuete Fertigsuppe "Tomatensuppe Toskana" oder eine aehnliche (bessere)
Tomatentuetensuppe zugetan, kurz garen, dann gleich die Nudeln zutun, ein wenig Salz
und alles gruendlich unterheben, Platte ausschalten und in Portionsschuesseln servieren.
Eine Scheibe Schmelzkaese obendrauf ist auch gut.
Das schmeckt viel besser, als es die Tuetensuppe als Zutat vermuten lassen wuerde - wetten?!


Wer sich fuer weitere Themen interessiert, ist hier gut aufgehoben.



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Kartuschen - Thema: Moderne Milchwirtschaft

Eine Marktsendung kam im TV - es ging um Milchpreise.
Die armen Bauern kommen mit ihren Milchanteil nicht aus, sie nagen am Hungertuch!
Zaehe Verhandlungen mit den Milchabnehmern,
den Molkereien waren zu sehen und staendig war die Rede davon,
dass sie aufhoeren muessen, weil sie mit 60 Kuehen nicht mehr konkurrenzfaehig seien -
dann kam der Laster des Viehaufkaeufers und so wurden die armen muhenden Dinger abgeholt.
Ein Bild des Grauens, wenn sie mit ihren verzuechteten,
uebergrossen Eutern sich die Laderampe hoch quaelten.
Die guten Bauern sind mit der Mistgabel hinter den Tieren her - sehr romantisch!
Das war genau das Bild, das wir hier auf dem Land von den Bauern haben -
dreckig, skrupellos und dreist, ruecksichtslos gegen die Kreatur und gegen den Kunden.
Untereinander total zerstritten und trotzdem spinnert.
Die arme Baeuerin im Fernsehen fuhr einen riesigen neuen Schweden SUV,
hatte ein teures Outfit, frisch gestylte und mehrfarbig getoente Haare
und war die ganze Zeit am jammern.
Der Vertreter der Grossmolkerei hatte einen noch hoeherpreisigen SUV
der schwaebischen Edelmarke und jammerte auf der anderen Seite
des Verhandlungstisches in der Luxusherberge.

Worueber jammerten beide Parteien?
Nun, die Uebertechnisierung, die sich beide Teile selbst eingebrockt haben:
Ueberall allerteuerste Automaten, Maschinen, Equipment vom Feinsten und Neuesten!
Hohe Investitionen allerorten in allen Ecken!
Man war stolz darf, praktisch ohne Mitarbeiter oder Menschen auszukommen,
die ja so furchtbar teuer waeren und die man sich nicht leisten koenne..
Ohne an den Zinsdienst an die Banken zu denken - wer verleiht schon zum Nulltarif? -
waren in den bewegten Bildern Horrorkredite zu erahnen.
Dann kamen die ultramodernen Riesentraktoren
mit Satellitensteuerung und doppelten Turboladern und Klimaanlage,
die man mit einem Finger lenken kann..
..jeder dieser Boliden sollte moeglichst groesser sein,
als der des Nachbar-Bauern !
(Das sehen wir auf den Wanderungen alles eindrucksvoll bestaetigt)
Wenn ein Supermarktbesitzer auf diese -baeuerliche Weise- arbeiten wuerde,
waeren die Artikel nochmal sehr viel teurer oder er ginge sehr schnell baden.
Kaufmaennisches Denken scheint den Bauern ganz abzugehen -
inzwischen ist die typische "Bauernschlaeue" eher einer Risikokultur gewichen,
die morgens am PC mit Boersenspekulationen
und Marktbeobachtungen und Subventionserwartung zugange ist -
und damit mehr "erwirtschaftet", als mit Milch und Feldfruechten.
Bauern bringen sich selbst an den Tropf der EU,
indem deren seltsame Forderungen des "globalen Marktes" erfuellt werden muessen.
Und genau da liegt die Crux - wer sich diese Subventionen einstecken will,
muss auch deren Bedingungen erfuellen - und das kostet Geld !
(Weil die seltsamsten Investitions - Vorgaben eingehalten und kontrolliert werden muessen)
Ueber solche Sachen reiben sich die Bankster die Haende !

Die Bauernseite drohte den Molkereien,
notfalls wieder ueber Berlin nach Italien die Milch zu verkaufen,
wenn sie nicht einlenken und hoehere Preise zahlen..
..ach, in Italien zahlt man wohl mehr
und das trotz des Zwischenwirtes in der Hauptstadt- sehr seltsam.
(Hier stinkt es nach Subventionspolitik)

Zwischen EU und Banken, Maschinenindustrie und Abnehmern eingeklemmt,
reagieren die Landwirte hysterisch und fahren zu Protestzuegen in die Staedte.
(Alle huebsch in ihren bequemen Sesseln des Supertraktors -
niemand laeuft mehr von diesen Leuten - genau wie daheim!)
In dieser Zeit, die die lange Reise zum Ort des Protestes auf den eigenen Raedern gekostet hat,
haetten sie auch ihre angeblichen Zeitdruecke im Stall abbauen koennen..
Wen immer man von diesen Selbstaendigen hoert,
arbeitet man dort 25 Stunden am Tag,
man muss auch mal was zugeben koennen.. ;)
Um stundenlang beim Friseur zu hocken, war wohl genug Zeit..
Einige versuchen die Direktvermarktung -
mit lausigem Erfolg, wie mir scheint.
Und warum ist der Erfolg so duenn?
Das habe ich auf obigem Link versucht dazustellen.

PS:
Wir haben bei dem letzten Einkauf (Nov.2016)
30 Cents mehr bezahlt fuer ein Paeckchen Butter,
wir sind nur zu zweit und so kaufe ich die 1/2 H-Milch Paeckchen der teuersten Molkerei -
es geht den meisten Kunden NICHT um ein paar Cents, wenn die Tiere vernuenftig gehalten
und alles in unserem Land unter menschlichen Bedinungen erzeugt wuerde..
Die angebliche Kostenfalle der Bauern haben diese selbst verschuldet !
Was fehlt, ist die Einsicht, dass die Arbeitskraft Mensch billiger ist,
dass die Natur einzig ist und erhalten werden muss
und Direktvermarktung kundenfreundlich sein sollte.
Mit Horrorpreisen kann man niemanden anlocken!
(Zumal die Anbau- und Haltungsbedingungen schon lange nicht mehr natuerlich sind,
also die Angebote der daraus erzeugten Lebensmittel nahezu gleich sind)
Ich rate bei ALLEN Lebensmitteln zur Blindverkostung,
dagegen unterwegs zu den Vermarktern die Augen um so mehr aufzumachen,
dann wird schnell klar,
warum deren Preisvorstellung oder Gewinnerwartungen so hoch sein muessen!
Landwirtschaftliche Subventionen gehoeren abgeschafft, genau wie die EU,
dann wird sich alles ganz schnell regeln -
desgleichen muss man nachschauen, ob die Abschreibungs-
und Absetzmoeglichkeiten ueberdrehter Technisierung und Protz
von der Steuer so weiter gehen koennen..




Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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