plaetzchenwolf - Reissalat Mediterraneo / Pasta Pomodoro mit Variante
Landfotografie

Reissalat Mediterraneo



Ein Party-Rezept fuer 4-5 Personen.
500gr Naturreis (ungeschaelte Qualitaet) -ohne Salz- kochen
und in einer Seihe abtropfen lassen.

1 Fl. 200ml-Sekt und ein halbes Glas einfache Majonaise (Inh.500gr, also 250gr nehmen),
1 TL Chiliflocken (kein Puder), 1 TL Thymian, 1 TL Oregano (getrocknet)
und 1EL Jodsalz mit dem Schneebesen verruehren.

Nun 4-500 gr (Netto, aber mit Oel/Saft/Sauce) div. Fischkonserven
(Ich habe Calamares en sua Tinta und Sardinen in Sonnenblumenoel genommen),
je ein Glas schwarze und gruene Oliven (ohne Stein),
einen kraeftigen Schuss Olivenoel,
eine klein geschnittene Tomate -
500gr tiefgekuehlte oder frische gelbe und rote und gruene Paprika in Streifen -
und natuerlich auch den Reis zugeben...

Alles gut umheben und kuehl stellen.

Es empfiehlt sich die Zubereitung mehrere Stunden vor dem Verzehr.

Ideal fuer sehr heisse Tage - guten Appetit !



(Heute kaufe ich nur noch Parboiled Reis, wo weniger Schwermetalle drin sein sollen..)

***

Die besondere Alternative:
"Italia", das Pasta-Patentrezept.


Mein Interesse an die Kueche der Urlaubsorte hat sich freilich gelohnt,
denn noch heute -bald 30 Jahre nach der letzten Urlaubsreise-
koche ich noch immer sehr gerne "mediterran".
Der Saucenfond ist schnell gemacht: Tomatenmark in Olivenoel anbraten,
mit wenig Wasser auffuellen 1Tasse) mit ein wenig Zitronensaft und Salz abschmecken, ausschalten.
Inzwischen kocht das Nudelwasser, die Spaghetti kommen hinein,
werden bissfest gekocht und in der Seihe abgeschuettet,
nur ganz kurz unter kaltem Wasser abgeschreckt.
In eine grosse Schuessel kommen die Nudel und darauf die Sauce-
geschwind mit einem soliden Salatbesteck untergehoben und serviert.
Dazu reicht man ausreichend guten, frisch geriebenen Parmesankaese.

Nun gibt es ein wenig Abwechslung: 500gr geschnittene Champignons-
egal ob frisch oder tiefgekuehlt- werden in Butter gut angeschwenkt,
ein wenig gepfeffert und gesalzen.
Ab damit zu den Pasta in die Salatschuessel- wie oben.

Selbstverstaendlich kann man mit feinen frischen Kraeutern verfeinern,
Oliven zugeben, mit Speck- oder Schinkenwuerfelchen arbeiten -
der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt..

Desgleichen kann man mit Knoblauch und frischen Gartenkraeutern in Olivenoel angeduenstet-
eine sehr leckere Pastasauce machen.

Diese Essen sind unglaublich variabel und schnell,
JEDER war bislang davon total begeistert- versucht es doch auch einmal!

Extrem preiswert und trotzdem schmackhaft und vollwertig..







Gut, ich haette weniger Kaese nehmen koennen, das spart nochmal Kalorien -
der Gorgonzola war auf jeden Fall traumhaft passend- vielleicht wird Parmesan über bewertet. (Gut und Günstig, 2,49 Euro für 250gr Blauschimmelkäse geht genau so gut !)
Die Kraeuter? Ach- die findet man in jedem Kraeuterbeet,
man kann eigentlich JEDES FRISCHE Kuechenkraut dazu nehmen:
Petersilie, Bohnenkraut, Thymian, Pimpernelle,
Baerlauch, Zitronenmelisse, Loewenzahn und auch Brenn-Nesseln.
Wichtig ist, dass die Kraeuter mit dem Messer gewiegt und nicht in einer Muehle zerfetzt werden.
Viel "Sauce" entsteht bei dem Essen nicht, ist auch nicht noetig.
Ich habe eine Knolle Knoblauch genommen, ca 1 gehaeufte Tasse
feingewiegte Kraeuter, etwas Pfeffer aus der Muehle und 3/4 EL Salz.
Kurz angeduenstet- ca 5 Min und ein wenig ziehen lassen.
Ich haette noch mit (echtem) Zitronensaft abschmecken koennen,
das waere noch einen Tick mediterraner gekommen.

Denkt euch doch ganz einfach selbst ein paar Saucen dazu aus-
der Phantasie sind schliesslich keine Grenzen gesetzt !
Kaese muss eigentlich nicht unbedingt sein, er rundet aber gut ab.
Demnaechst werde ich das mal mit 40% Speisequark versuchen, ca 2 EL davon obenauf..


Nun habe ich das Rezept mit Tomatensauce fuer diese spezielle Machart der Spaghetti vereinfacht:

Pomodoro 3 Personen


500gr Spaghetti mit einem Lorbeerblatt und etwas Thymian bissfest kochen-
in der Zwischenzeit ein Schnapsglas Olivenoel mit einer 140gr Dose Tomatenmark,
einer kleingehackten Zwiebel und 2 Knoblauchzehen bei grosser Hitze anbraten,
herabschalten, die Dose mit Wasser fuellen, 1 flachen EL Salz und einen TL Zucker
zugeben und alles gut verruehren, bei geschlossenem Deckel
noch ein paar Minuten schwach nachgaren.
Die Spaghetti in die Seihe abschuetten, kurz kalt abschrecken und in die Salatschuessel geben,
mit der Sauce uebergiessen und mit dem Salatbesteck gut unterheben.
Die Menge eines EL frisch geriebenen Parmesanes auf den Portionen garnieren - auf flachen Tellern !
Den Preis pro Person? Ca 33-40 Cents.. (Ihr habt richtig gelesen)


Besonders lecker und hochqualitativ war folgende Variante:
Schweizer Baendeli von R ewe sind wunderbare Spinatnudel-Nester,
aehnlich wie Bandnudeln, die schnell fertig sind.
Im separaten Toepfchen habe ich in Olivenoel ein kl. Doeschen
Tomatenmark und Rosmarin angeduenstet,
dann erst ein paar gehackte Knoblauchzehen dazu
und 3 Dosen Sardinen mit Haut und Graeten (die Graeten habe ich zuvor entfernt) -
mit einem Schnapsglas voll Wasser aufgefuellt.
Diese Sauce kam ueber die Nudeln, die inzwischen (ohne abzuschrecken)
in der Salatschuessel Platz genommen haben.
Etwas fein und frisch geriebenen Parmesan darueber,
das schaut auf den flachen Tellern sehr gut aus.

Guten Appetit!


Volante, eine Version, die besonders mediterran daher kommt- suedlaendischer gehts nicht mehr:


(Fuer eine Person, guter Esser).
200gr Spaghetti mit einem Lorbeerblatt und einem TL Thymian bissfest kochen
und in der Seihe kurz abtropfen lassen.
Zuvor kommt aber die Sauce dran: 1/3 Tasse Olivenoel,
eine sehr klein gehackte Knoblauchzehe, 1 EL Rosmarin, 1TL Salz,
etwas Pfeffer aus der Muehle, den kompletten Inhalt zweier Dosen Sardinen
mit Haut und Graeten. (Den Graetenstrang entfernen)
Es empfielt sich, den getrockneten Rosmarin zuerst in den Topf zu tun und
ein wenig vorher bei mittlerer Hitze durchziehen zu lassen,
damit sich das ganze herrliche Aroma entfalten kann !
Das Ganze ein paar Minuten anschwitzen, etwas ziehen lassen und
mit einem kraeftigen Spritzer Zitrone (oder Direktsaft) abloeschen.
Dazu gibt es gut eine halbe Tasse richtig guten Pecorino, fein gerieben.
(Schafs-Parmesan)

Heiss serviert und diesmal erst auf dem groesseren Spaghetti-Teller untergehoben.
(Ein leichter trockener Rotwein passt prima dazu)
Guten Appetit!










*** Nachgetragen ***

Rationell und vorausschauend einkaufen ist das Wichtigste bei der Haushaltsfuehrung, das wussten die Hausfrauen zu allen Zeiten. Heute aber, wo jeder arbeiten muss, um ueber die Runden zu kommen oder um sich dies und das und die eigene Rente finanzieren zu koennen, ist vieles unter den Teppich gekehrt worden ist kann fast als verloren gelten. Vernunft ist dem Luxusstreben gewichen - Zufriedenheit dem Must-Have. Hier sollte man ein wenig Bodenhaftung gewinnen, sofern der Draht dazu noch gefunden wird.. oder überhaupt gefunden werden kann - dazu braucht man ein starkes Selbstbewusstsein.





***

Oh weh und ach, die kupferne Küchenuhr in Form einer Bratpfanne hat den Geist aufgegeben!
Nach 40 Jahren kaputt - aber kein Problem, einfach die Zentralmutter der Zeiger abdrehen und die Zeiger,
abziehen, die darunter befindliche Kronenmutter aufdrehen und schon ist das Werk, das Herzchen der Uhr in meinen Händen.
A mazon hat Ersatz, mit 1,1cm Wellenlänge von j unghans, einer uralten deutschen Marke,
für sage und schreibe 9,45 Euro, incl Fracht! (14 Uhr bestellt, 14.04 kam die Bestätigung und am
nächsten Tag schon da..)
Jetzt schimpf' mir nochmal einer über das Internet!
Beim Uhrenfachhandel wäre wochenlanges Warten gewesen und wer weiß, ob die Uhr auch unzerkratzt wieder
gekommen wäre - nach mehreren Fahrten in die Stadt, die alleine schon teurer..

..so ganz einfach war die Sache nicht, weil die Verpacker wohl nicht lesen konnten:
(Das kommt immer häufiger vor, weil Billigkräfte aus allen Ecken der Welt eingestellt werden,
bei einem solchen Preis rechnet sich die Rücksendung eher nicht)
Statt 1,1cm war das Modell mit 2,2cm angekommen.
So habe ich eine wenig gebastelt und schon lief die Uhr wieder.
(Styrophor als Distanz zwischen Werk und Uhr, ein gutes Gummiband hält das Werk an der
zentralen Hohlschraube fest in der Position)

***

Kaum einer weiß heute noch, wie man Kartoffelbrei macht! Ich meine nicht "Kartoffelpüree" und auch nicht "Kartoffelstampf", wobei letzteres eine Erfindung raffinierter Jungköche ist,- nein, ein einfacher Kartoffelbrei nach Hausfrauen - Art. (Dieser Beitrag ist nur für Anfänger gedacht und .. schließlich fängt jeder mal an - oder?) Ich nehme 1,5 kg Kartoffeln, (ca 3 Personen-Menge) "überwiegend festkochend", mit denen man praktisch jedes Kartoffelgericht wunderbar machen kann und schäle diese. Dann kommt in einen höheren Topf ca 2 daumenbreit Wasser. (Wer mehr nimmt, ist ein Stümper oder Koch - aber keine erfahrene Hausfrau) nun schneide ich die Kartoffel mittig durch, nochmal von der anderen Seite, nun haben wir ein Kreuz die Länge nach. Die Kartoffel wird eisern festgehalten und dann geht's quer: Jeder Schnitt quer zu den beiden vorhandenen Schnitten bringt ein ungleichmäßiges Würfelchen und das kommt dann in den Topf. Die Platte wird voll ankochen lassen und dann auf die Hälfte geschaltet, sowie sich Schaum bildet. (Bei geschlossenem Deckel.) Nun nehme ich den Deckel kurz ab und rühre einmal mit dem Holzkochlöffel die Kartoffelstückchen um. So kochen diese nicht so leicht über und flankierend wird die "Flamme" nochmal etwas zurück gefahren, auf ca 1/3 Kraft. Kartoffeln brauchen IMMER 20 Minuten, ob das nun Knödel sind oder Bratkartoffeln oder Pellkartoffeln oder Salz-Kartoffel - ist egal - freilich auch unsere Kartoffelstückchen.. mit dem spitzen Küchenmesser kann man prüfen, ob diese schon gar sind: Wenn das Messer leicht hinein geht, sind sie gar. (Ansonsten verspürt man einen Widerstand) Nun wird mit dem Topflappen der Deckel etwas angeschrägt, festgehalten und über der Spüle das restliche Wasser ablaufen lassen. Deckel ab, Platte aus und den Topf auf ein Holzbrettchen gestellt. Der restliche Dunst aus dem Topf entsteigt, - nun gebe ich einen EL gute Butter, einen EL Salz und einen TL Zucker dazu, 2 EL Dillspitzen oder alternativ gefriergetrockneten Schnittlauch (beides aus dem Glas, das gibt es in jedem Supermarkt für billiges Geld zu kaufen. Frische Kräuter waren zu "salatig" und können dafür nicht empfohlen werden. Selbstverständlich kann man die Kräuter auch weglassen und wäre dann beim Urrezept.. freilich kann man auch abgetropfte Erbsen aus der Dose in dieser Phase zu den Kartoffeln geben, die werden einfach mitgestampft - und so ergibt das einen groben Erbsenstampf - eine willkommene Abwechslung allemal und schaut gut aus.) Mit dem gekröpften Stampfer stampfe ich einmal rundherum, dann kommt etwas gute Milch dazu, wieder wird tüchtig gestampft- auch in der Mitte!- sonst immer rundherum. Noch etwas Milch zugeben, - immer nur wenig, bis die richtige oder gewünschte Konsistenz erreicht ist. Nun den Stampfer in dem Topf abklopfen, Deckel drauf, damit der Inhalt schön heiß bleibt. (Ich lege gerne das feuchte Küchenhandtuch (Hände-Abtrockentuch) auf den Deckel, das hält gut warm.. und wird trocken dabei. Den Stampfer empfehle ich sofort unter dem Wasserhahn abzuwaschen - wenn der Stampf erst einmal getrocknet ist, hat es selbst die Spülmaschine schwer diese Kartoffel - Stärke abzubekommen. Als eindringliche Warnung möchte ich noch auf den Weg geben: Niemals den Mixer einsetzen oder den "Zauberstab", sonst bekommt man Kleister und keinen Kartoffelbrei ! Serviervorschläge: Kartoffelbrei mittig auf den Teller geben, etwas auseinander streichen. In diesem Bettchen kann man Spiegeleier, Würstchen, Geschnetzeltes oder Rühreier, aber auch eine Frikadelle oder angedünstete geschnittene Champignons geben. Das schaut prima aus, macht Appetit und ist bekömlich. Wir haben gerne weiße Bratwürste mit ordentlich angedünsteten Zwiebeln darauf, gerne mit einem TL Honig gemacht. Freilich kann man mittig in dieses Kartoffelbett auch Reste vom letzten Sonntagsbraten mit ein wenig Soße geben, auch das kommt wunderbar. Kartoffelbrei ist sehr variantenreich zu bestücken. Früher hat man den Stampf fester gemacht und konnte am nächsten Tag daraus dickere Fladen - in Mehl gewälzt - in Schmalz ausbacken. Dazu gab es getrocknete Pflaumen, aufgekocht als eine Art süßes Gemüse, aber auch Dörrfleisch-Grieben, was eben gerade im Haus war. Ich könnte mir vorstellen, daß auch Schinkenstreifen etc. gut dazu passen, ja sogar mit Käsewürfelchen in dem Fladen. Hier fordere ich Euch auf, geneigte Leserinnen und Leser Phantasie walten zu lassen!





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Bei dieser Gelegenheit darf ich "meine" Zitronensäure in Pulverform empfehlen:
Damit reinige ich die Töpfe blitzeblank. Günstig und umweltfreundlicher als Topfreiniger.
(Firma H eitmann, vermutlich gibt es dieses Produkt auch von anderen Herstellern.)

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Kochtipp: Große Braten mache ich gerne am Vortag, lasse diese in der Folie in der Backröhre.
Erst am nächsten Morgen tranchiere oder schneide ich das Fleisch, bereite in Ruhe die Sauce zu,
lege dann das Fleisch dort hinein. So kann es am besten ziehen und den Geschmack vervollkommnen.
Das haben schon die Ahnen so gemacht - allerdings nicht in der Folie, sondern im Bräter.
Zu Ostern gab es eine 2,5kg Putenkeule, gewürzt mit einem Lorbeerblatt, 3 Nelken, 8 Wacholderbeeren,
1 EL Thymian, 3 Knoblauchzehen, 3 Zwiebeln 3 kleineren süßsauer einglegten Gurken, eingerieben mit
scharfem Paprikapulver und einem El Salz. Der Bratsaft wurde in einen Topf gefüllt,
die Menge erhöht mit Wasser und Wein - dann angebunden, ein Nachwürzen war nicht mehr nötig.
Das Tranchieren von Putenkeulen dieser Größe ist am besten mit bloßen Händen und einem kleinen
scharfen Küchenmesser zu machen - die Stücke sollten portiongerecht abgehoben werden, wie
die Muskelfasern gewachsen sind, damit es auf dem Teller gut ausschaut.

Was zuviel ist, wird mit Sauce eingefroren.

***

April 2019:
Ob in Goldminen oder bei Elektroschrott, nunmehr ist es gelungen, mithilfe von Bakterien
Gold zu extrahieren - ein wunderbarer Erfolg der Wissenschaft, wie ich finde.

***

Tipp:
In der heutigen Zeit der offenen Grenzen darf ich vermelden, dass sich massive Knebel und Verstärkungen
an Haustür und Nebeneingangstüren bewährt haben.
Man sollte also nicht an der falschen Stelle sparen und wertige Schlösser einbauen lassen.
Sicher hat man nicht so viel Geld zuhause, aber es reichen den schnell zugreifenden Diebesbanden
schon 50 oder hundert Euro oder eine Scheckkarte, die sich immer und in jeder Wohnung finden lassen.
Der größere Schaden ist das Gefühl, in den eigenen 4 Wänden nicht mehr sicher zu sein.
Man kann sich schützen und das muß nicht mal teuer sein !

***

11.4.2019:
Na bitte! Die Aufrufe haben sich gelohnt:
"Fridays of Future" fordert CO2-Steuer für Flugzeuge..
"2000 Euro mehr pro Flug?"
Es scheinen doch einige Leute wach geworden zu sein!

***








2020 Kartusche

"Wie sollen denn Leute über die Sommer/Winterzeit abstimmen, wenn sie nicht mal wissen, ob die Uhr vor- oder zurück gestellt werden muß?!

Dieser Satz meiner Frau hat mich einigermaßen beunruhigt, weil auch ich bei jeder Uhrumstellung heftig mit mir ringen muß: Vor oder zurück? Vermutlich ist mir dieses Verstellen der Zeiger suspekt und unverständlich geblieben.

Aber das ist noch lange nicht der Grund für meine Kartusche:
Wenn man sich die Menschen rundherum anschaut, mit ihnen spricht oder gar diskutiert, - ganz besonders mit den Jüngeren, kommen heftige Zweifel - nicht nur was diese Uhrumstellung, sondern auch was das Allgemeinwissen um Politik und Weltgesehen anbelangt, ganz krass dort, wo Ehe und andere alte Werte besprochen werden. Die Uneinigkeit hat nochmal deutlich zugenommen und so mancher Diskutant scheint gleich mehrere Meinungen zu haben und.. kaum zum aufmerksamen Zuhören bereit zu sein. Heute wird bereits an der Anwort gefeilt, bevor der Gesprächspartner mit seinem Satz zuende ist. (Dabei meine ich nicht das typische Wiederholen der Aussage)

Das Phänomen der Zeit ist, daß man keine Zeit mehr hat - das soll einer verstehen !









"Uboot-Kartusche"

Auf dem kleinen Supermarkt-Parkplatz:
Meinen Einkaufswagen ausladen, höre ich ein Ächsen und Stöhnen neben mir:
Ein Kunde lud ebenfalls seinen Kram in den Kofferraum und gab diese Laute zuweilen vernehmbar von sich.
Die Wagen wurden zurückgebracht zu ihrem Unterstand, als ich -wie zufällig- bemerkte:
"Tja, wer alt werden will, darf kein Feigling sein!"
Mein Gegenüber hielt inne, stutze und so bekann ein kurzes Gespräch, infolge dessen er meinte:
"Mir langt es manchmal" und machte dabei eine Handbewegung mit dem Finger über den Hals.
Na na, meinte ich ruhig, man muß hinnehmen was kommt - mal tut es hier weh, mal da, mal sind die Krampfadern stärker am krampfen als sonst, mal beschwert sich das Knie oder man hat dies und das - nach und nach werden die Teile eben morsch. (Wir wollten ja alle nicht ab 40 oder 50 sterben, sondern jammern uns bis 70 durch, wie der ehemalige "Gesundheitsminister" Blüm so hinterlistig sagte..)

Sehen Sie, meine ich weiter, wir nehmen jeden Morgen etwas Vitamin C -Pulver zu uns und hoffen auf das Beste - auch wenn es so viel hilft wie ein "Ave Maria" - oder gegen den Wind spucken - aber wir haben etwas getan, um das Gewissen zu beruhigen.

Sein Lachen kam zurück und wir verabschiedeten uns "speditiv" um die Waren nach Hause zu fahren.
Solche Erlebnisse habe ich öfter.

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