Reihenweck 74




Inzwischen kuemmere ich mich um den "Smoker", den man leicht aus dem Kugelgrill machen kann:







Die Sache ist recht einfach: Etwas Holz oder Holzspan-Saegemehl-Briketts, die groeber zerkleinert wurden,
werden richtig brennen lassen, dann kommt der Deckel auf den Grill, damit alles gut heiss wird.
Inzwischen lege ich die Steaks oder Schnitzel oder Wuerstchen auf das Rost,
nun kommt eine handvoll Hickory-Holz-Schnitzel auf die Glut und der Rost auf den Grill,
dessen Deckel alles abdeckt.
(Die Glut und das Hickory-Holz genau in der Mitte, das Fleisch soll nicht ueber dem Feuer sein)
Einmal nur muss das Grillgut gewendet werden - dieses Heiss-Raeucher-Verfahren habe ich
auf einem anderen Grillgeraet schon oft gemacht, in einem Kugelgrill bislang noch nie..
..der herzhafte Western-Style-Geschmack ueberzeugt sofort !



Da jeder nur ein Steak essen sollte, war fuer den naechsten Tag noch fuer jeden eines da..
..zusammen mit dem gleichen Salat wie am Vortag, aber mit einer Dose 425ml abgetropften Ananas-Stueckchen
versehen - und schon schmeckt es nochmal anders.
(Das harmoniert gut zusammen: Kichererbsen, rote Bohnen, gruene Brechbohnen und Ananas)
Man koennte sagen, es ist ein "politischer Salat" zum heutigen Wahltag, dem 24.9.2017:
Braun, Rot, Gruen, Gelb - Schwarz waere dazu gekommen, wenn ich beim Grillen nicht aufgepasst
oder schwarze Bohnen zugetan haette. (die ebenso im Keller vorraetig waren)

Genau wie der einfache Bourbon Whiskey aus den Staaten -
einzig der "We stern G old" aus Kentucky:
Ich habe viele "bessere" bis suendhaft teure Marken ausprobiert und komme immer wieder
auf diese billige Sorte zurueck - die anderen schmecken mir nicht oder nicht lange.
Wenn "feine Leute" zu Besuch kommen, gibt es den Whisky aus Schlitz bei Fulda.
Ab und an ist auch ein irischer Whisky oder der Jon ny W alker gut,
auch wenn Letzterer ein Blend ist.
Man(n) muss eben lernen dem eigenen Gusto zu trauen und das hat nichts
mit dem Preis einer Ware zu tun.
Zumal bei mir so eine 0,7ltr Flasche 2 Jahre hält..

Tru ckstop singt keep it Country und bleib cool..
noch ein kleines aber gutes Pils und schon geht der Grill viel besser an !

***

Heute geht es schnell mit der Kocherei, es ist Gartenarbeitstag, ein neues Beet ist entstanden:





Aus dem Garten entnehme ich etwas frischen Lavendel und Zitronenmelisse,
wiege diese Kraeuter mit dem grossen Messer. (Niemals in einen Mixer geben!)
Diese recht fein gehackten Kraeuter kommen ins Nudelwasser, in welchem ich unsere Spaghetti
bissfest gare. (Anschliessend in eine Seihe abschuetten und sofort heiss serviere.)
Gorgonzola dolce grosszuegig darauf verteilen und unterheben:
Ich empfehle, den Kaese geoeffnet eine Stunde vorher aus dem Kuehlschrank zu nehmen.



Ein wunderbarer Wohlgeschmack wird auch Euch, geneigte Leserinnen und Leser - erfreuen !
(Im Glase ist nicht etwa schnoedes gekauftes Zeugs, nein, es ist ein "Sektchen" nach Methode Champenoise,
im eigenen Keller gemacht - ohne Chemie)
Nebenbei bemerkt wird bei uns die Pasta IMMER mit Loeffel und Gabel verzehrt !

***

Wissenswert:
Frueher wog die Packung Hefe 500gr, dann teilten die Baecker diese in 12 Teile:
42gr, was genau fuer 1kg Mehl reicht.
(Deshalb wiegen die Hefewuerfel genau 42gr)

***

Heute gibt es ein ganz einfaches Essen:
Erbsenstampf mit Spiegeleiern.
Ich schaele und schneide Kartoffeln in kleine Stuecke, die in zwei daumenhoch Wasser
gekocht werden. (Wenn es anfaengt zu kochen, einmal mit dem Holzkochloeffel umwenden, dann kocht es nicht ueber)
Nun das restl. Wasser bei schraeg gehaltenem Deckel (Topflappen, Achtung, Dampf ist heiss) - ablaufen lassen,
Topf auf ein Holzbrettchen stellen, ein Stueck Butter und Salz zutun, eine 425ml Dose feine Erbsen.
(Inhalt mit Saft)
Mit dem gekroepften Stampfer rundherum alles komplett stampfen- immer feste rundherum,
bis eine einheitliche Masse entstanden ist, die gerne noch kleine Stueckchen haben darf.
(Nie mit dem Mixer, sonst wird ein Pueree schleimig)
Nun kommt der Deckel wieder auf den Topf, so bleibt der Inhalt schon heiss,
bis die Spiegeleier fertig sind, die dann mittig auf den Erbsstampf serviert werden.
Die Eier mache ich immer mit Rapskernoel, etwas gefriergetrocknete Dillspitzen, ein wenig Pfeffer aus der Muehle,
eine Prise Salz auf die Dotter, die noch leicht fluessig sein sollte.



Guten Appetit bei diesem herzhaften Standard-Essen meiner Kueche.

Bei dieser Gelegenheit darf ich zum Besuch der speziellen Seiten zum Thema Kochen einladen:



Convenience / Vorrat und Zubereitung

meine Garkueche auf Terrassinien

Bemerkungen zum Thema Kochen

Die Gemuesekueche - ein paar Betrachtungen.

Rezepte fuer EINE Person !

Rezepte fuer ZWEI Personen !

Echte Frikadellen nach Hausfrauenart!

Ein paar alte Hessische Rezepte

Pfennigfuchser, billige Rezepte

Wein macht man(n) am besten selber

" Pasta - Basta "

Sonntagsessen

Kochen in der Folie !

Brenn-Nessel!

Unser Gulasch-Ofen (Kartuschenthema)

Meine Diaet - Ecke !

Maßeinheiten, Mengen und Gewichte, wie würze ich was?

Rezepte fuer erstklassige, selbstgebackene Brote habe ich in "3-Minuten-Brot" eingepflegt.
Brotbacken - ein unglaubliches Ding, das unbedingt probiert werden sollte !
(Ohne Chemie, ohne teueres Ruehrwerk, ohne Geh-Zeiten)

Welche Kraeuter braucht man wirklich? eine Sonderseite zu diesem Thema

Unsere Erfahrungen mit Direktvermarktern haben ich in einer Kartusche untergebracht.

Auf Seite 334 habe ich eine besonders leckere und neue Idee:
Reis mit frischem Ingwer und Karotten als Beilage des zweiten Rezepts
(So ein neues Ding faellt mir gerne Nachts ein!)

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Sauer Brueh:
DIE Spezialitaet von hier,
mit eigener Ausarbeitung und
...zwei alten Zubereitungen der Sauer Brueh.

Man lernt immer noch dazu:
Huelsenfruechte sollen nicht sprudelnd kochen, sondern etwas darunter, sonst werden sie nicht richtig weich und bleiben innen hart..



***

Marias Nusskuchen - ein echtes Geheimrezept aus dem Westerwaelder Zweig der Familie, das schon sehr alt ist.

An dieser Stelle moechte ich anfuegen, dass gutes Essen keinesfalls teuer ist
und dass "angesagte" Essen und Zutaten nicht unbedingt gesund sein muessen -
siehe Obsttourismus und Vikoriasee-Barsch oder Pangasius aus Vietnam,
tiefgekuehlte Lebensmittel aus China, verstrahle Pfifferlinge und genmanipulierte Sachen aus den USA.
Aepfel muessen auch nicht aus Neuseeland zu uns kommen, denn wir haben mehr als genug im eigenen Land.
Dazu muesste der "Verbraucher" freilich etwas umdenken und damit tut man sich bekanntlich nicht so leicht..
..dabei habe ich das Thema Zucker, E-Stoffe, Spritzmittel oder Massentierhaltung
nicht mal angesprochen, die uns Denkenden auf den Naegeln brennen.






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Unsexy



Ein sehr seltsamer Ausdruck, wie ich finde, hat der Moderator des HR4 um 08.45 Uhr am 10.1.2018 gebraucht:
"Das Plattdeutsch ist unsexy"
Naja, ich weiss ja nicht welchen Ansporns er bedarf - durch die Sprache wird der Antrieb in die Richtung geschlechtliche Fortpflanzung eher nicht kommen, als vielmehr durch die Wortwahl.
Wie auch immer, Hochdeutsch ist auch nicht besser, nehme ich dieses Kriterium einmal an.
Platt ist eine Sprache des Volkes und dazu wollten Studierte noch nie gehoeren - ein Moderator hat wer weiss nicht was studiert auf einer hohen Akademie auf einem noch viel hoeherem Berg..
..auf alle Faelle wissen die Sechssiebengescheiten sowieso alles vieeeel besser und druecken sich gewaehlter aus.
Mundart als sprachlicher Ausdruck ist schon so unglaublich viel aelter als diese noch sehr junge Sprache Hochdeutsch, dass sich die Diskussion "Platt oder nicht" erst gar nicht stellt.
Ich lebe zwar auf dem Dorf, habe aber das typische Platt nie verinnerlicht:
Meine Mutter sprach noch platt, mein Vater glaubte Hochdeutsch zu reden und .. sprach ein anderes Platt, das "Frankfurterisch".
Deshalb ist mein bevorzugter Ausdruck eher fraenkisch, also wie im Frankfurter Raum gesprochen wird.
Ueber Sex in der Sprache habe ich nie nachgedacht - und so kam dieser Anhang zustande.
Nachtraeglich und da hatte der Moderator wohl recht, kann man Platt nicht lernen oder nur wenige Leute schaffen das, ohne sich davon laecherlich zu machen.
Bevor die Gebrueder Grimm und Martin Luther an der Sprache schraubte, sprach ueberall jeder platt - ueberall ein anderes Plattdeutsch.
Das sollte man nicht vergessen, wenn es um Sprache im Allgemeinen geht.





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Das blaue Thema: Blech














































































































Kartuschen - Thema: Buchrezensionen

Hier moechte ich mit meinen Lese-Empfehlungen weiter machen:

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Das naechste Buch, wieder ein Roman, liegt bereit: "Magma", von Thomas Thiemeyer aus dem Jahr 2007 - oh wie spannend beginnt das Buch - schon bei der ersten Session habe ich 100 Seiten gepackt, wo sonst eher 30 ueblich waren.. ich will nicht zu viel verraten,- es geht um ein Ding zwischen Science Fiction und Realismus und wie immer auch um Geheimniskraemerei und um die typische Verdummung von oben nach unten.. der Roman ist nicht schwer zu lesen, ohne ins Seichte abzugleiten. Spannend und plausibel bis zum Schluss.

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Das naechste Buch ist ebenfalls aus dem Jahr 2007: Richard David Precht "Wer bin ich?" (und wenn ja, wie viele?) Eine philosophische Reise, wie der Titel verspricht:

Allerdings komme ich nicht drum herum, hier ein paar Anmerkungen zu machen, die aus meiner Sicht nicht so ganz stimmig zu sein scheinen. Seite 37: Der Cortex ist nicht "umsonst mitgeliefert worden", sondern wurde vielleicht ganz anders genutzt- z.B. fuer esoterisches Denken und Glauben, Kraeuterkunde und Heilung statt zur empirischen Forschung. Seite 47: Ich glaube nicht, dass eine begrenzte Kapazitaet des Hirnes vorliegt, alles wird wohl nur eine "Trainingsfrage" sein. Seite 50: Hier wird richtig vermutet, dass das Hirn versucht ein Hirn in seiner Funktion zu verstehen. (Paradox?) Seite 59 erinnert mich mit der Behauptung der "zwei Zugaenge von Emotion und Gefuehl" an das Huhn und das Ei. Seite 61: Ich halte die Faehigkeit zu Fragen oder zu Hinterfragen und auch die Kritik fuer den Beweis denken zu koennen. Seite 62 "Das Ich als einen Teil der Empfindungen" - nein, ich halte das Ich fuer die Summe der Eindruecke und faengt an, wo sich ein Wesen im Spiegel erkennt. (Unser Hund konnte das) Seite 71 erkennt das Individuum an.. Seite 79 gibt einen Irrtum vor: Emotionen kann man sehr wohl manipulieren oder von innen heraus steuern - was auf Seite 82 teilw. zugegeben wird, wo Emotionen als "lernfaehig" beschrieben werden. Bis dahin finde ich zu dieser These, dass das Ich einen komplexen Apparat fuer eine gewisse Zeit nutzen darf, bis sich dieser wieder aufloest. (Die logische Weiterfuehrung geht in Richtung Religion) Seite 103 Savants, das halte ich fuer unglaubwuerdig. Seite 107 "Erinnerung ohne Sprache ist unmoeglich", diese Aussage halte ich fuer einen fundamentalen Irrtum. Was ist mit den Eindruecken, die vor der Sprache sind? Gerueche, Beruehrungen, Wellen, Schwingungen, Gestik, Mimik? Ich denke, dass man eigentlich auch "Grasbrumm" zu einem gruenen Fahrzeug sagen koennte.. Seite 112 befasst sich mit der "Praezisionssprache", die ausschliesslich klare logische Aussagen macht - was mich unwillkuerlich an "Hochdeutsch" denken lies- welches aber auch statt Metaphern und Reime etc. kennt.. Die Gelehrten hatten alle schwere persoenlich Defizite, soviel war mir schon vorher klar, ohne deren Vita im Einzelnen kennengelernt zu haben. Das Buch traegt durchaus zum besseren Verstehen derer Leben und Werdegaenge bei. Ich finde, dass alles "hinterfragt" gehoert, was nicht unbedingt empirisch nachweisbar, also rein wissenschaftlich ist. Eine Reise in die Tiefe der Sinne kann nur reflexiv sein, mit Sicherheit niemals allgemeingueltig, auch wenn sich einige oder viele Parallelen zeigen. Die drei Dutzend unterschiedlichen Laute koennen Schimpansen auch darstellen, nur das Zusammensetzen oder aneinander, hintereinander reihen ist eine ganz andere Sache, eine Weiterfuehrung dessen, derenthalben sich wohl der Cortex entwickelt haben mag.. (meine Einschaetzung; das bringt mich zu der Ueberlegung ob man nicht einmal einen Versuch wagen sollte, die vorsprachlichen Erinnerungen in eine ueberlieferungsfaehige Form zu bringen. Vermutlich waere man nahe bei dem genetisch vererbten Unterbewussten plus der Erfahrungen als Kleinkind vor der Sprachbildung bis kurz danach) Wie auch immer, die Sprache und spaeter die Schrift ermoeglicht uns diese Art der Kommunikation, werte Leser, liebe Leserinnen.. Wie auch immer, das Buch glaenzt durch - fuer mich vollkommen ueberraschenden - Dramen: Paragraph 216 in allen Facetten, von dem Schutz ungeborenen Lebens, die Philosophien darueber bis zur Sterbehilfe. Ethik und Fleischkonsum etc. Ich denke diese Ankuendigungen genuegen, dass es auch fuer Euch spannend sein duerfte; die Themenvielzahl steigert sich mit jedem Kapitel - und geht sehr weit in div. Dinge, z.B. "darf ich ueberhaupt Fleisch essen?" - die "Umweltethik" waere etwas, was mich tiefergehend reizen wuerde ! Aber:

Was mich interessieren koennte, waere die Umweltethik, die in ihrer Begrifflichkeit vor akademischen Ueberheblichkeiten nur so trieft und strotzt. Die Macher dieser Worte sind nach meiner Einschaetzung reif fuer die Klapsmuehle oder so ueberdreht egozentrisch, dass sie ohne Kunst- und Fremdworte nicht mehr auszukommen scheinen, denen sie die Bedeutungen - mal so mal so - beimessen und "Diese Naturschutzbegruendungen reichen nicht aus, um die oekologischen Probleme zu loesen, und aus ihnen koennen keine direkten Naturschutzziele abgeleitet werden. Sie bieten Staatsbuergern in der Praxis jedoch die notwendigen Begruendungen und Einsichten, die auf der politisch-rechtlichen und der kasuistischen Ebene des Einzelfalls diskutiert und umgesetzt werden koennen. " Alleine dieser Satz zeigt, dass ich richtig liege mit meiner obigen Einschaetzung: Sie halten alle fuer bloed, fliegen selbst staendig mit dem Flugzeug und fahren riesige Wagen, nur weil sie sich das leisten koennen. Der "kleine Mann auf der Strasse" soll gefaelligst mit Oeko-Schlappen zu Fuss gehen und nur noch flach atmen, moeglichst nur noch Kompost essen.. Jedesmal, wenn das Woertchen "Einsicht" gebraucht wird, tut sich nach meiner Lebenserfahrung etwas auf: Ich werde verarscht !

(NICHT vom Autor des Buches, sondern von den Wissenschaftlern, die sich gegenseitig ernennen und erweitern)

Ein paar Kapitel des Buches - zum Ende hin - werden schwammig, aber dann kommt schon wieder der naechste Hammer, der sich zu lesen lohnt: Vanuatu, Insel der Glueckseeligen..

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Deshalb ziehe ich das zweite Werk dieses Autors Richard David Precht vor, "Die Kunst kein Egoist zu sein",
(Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhaelt.
Aus dem Jahr 2010 und ebenso dick wie das erste Buch.

Die Rezension des ganzen Buches kann ich mir sparen, ich bin bis zur Seite 35 gekommen..
..warum? Nun, weil die Inhalte zu arg an den Haaren herbei gezogen sind, um damit die Zeit zu vertroedeln.

Auf Seite 34 steht ein Zitat frei nach Wilhelm Buch im Raum:
"Das Gute, dieser Satz steht fest, ist sets das Boese, das man laesst"
Auf Seite 35 oben meint der Autor, "dass unterlassene Hilfeleistung nach Busch nichts Schlechtes waere".
"Das Boese zu lassen reicht offenbar nicht aus", so seine Schlussfolgerung, die ich fuer irgendwie sinnentstellend halte.

Die Grenzwertigkeit aller geistigen Betrachtungen rund um die Philosophie sind eigentlich nichts als in Buechern verpackte Langeweile oder Zeit totschlagen - und dafuer ist mir meine Zeit zu schade- bin ich nun ein "Egoist"? Vermutlich. Ich gebe das Buch meiner Tochter NICHT zu ihrer Buecherwand, was beim vorherigen Buch des Autos mit ausdruecklicher Empfehlung geschah und so kommt das von mir verschmaehte Werk "Die Kunst, kein Egoist zu sein", zurueck in die Buecher - als Spende. . . (Ich hasse es, Buecher wegzuwerfen)

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Das naechste Buch heisst "1001 Traktoren"
ISBN 978-3-625-12617-7 mit 480 Seiten und herrlichen Abbildungen von Traktoren.
(Ich brauche das nun, um mich von der Philosophie zu erholen, wieder festen Boden unter den Fuessen zu spueren..)

Ach wie schoen, wie wunderbar sind doch diese alten Landmaschinen anzusehen, die Erinnerung an vergangene Tage werden sofort wieder wach, bis ins Detail, wo mir der Geruch von Oel, heissem Blech und Dieselruss in die Nase ging, das Droehnen der Motoren, das man damals noch gut auseinander halten konnte - hier in diesem Buch sind sie alle eintraechtig beisammen, die ehedem erbitterte Konkurrenten waren.

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Ungemein spannend war der Roman von Jean christophe Grange, "Der Flug der Stoerche", ein Thriller, der allerdings von Grausamkeiten und zu detaillierten Schilderungen derart und auch von sexistischen Ausschmueckungen nur so wimmelte. Spannend, aber nicht mein Ding.

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Das naechste Buch, wieder ein Roman, liegt auf dem Schemel: "Ein Haus zum Traeumen" von Nora Roberts. Ein altes Haus, mysterioese Briefe und dunkle Geheimnisse einer Familie.. aus dem Jahr 2012. Das ist wohl ein Frauenroman, mich haben die vielen Namen und fehlenden Hinweise auf die Zusammenhaenge (oder habe ich sie nur nicht gefunden?) total durcheinander gemacht. Bei Seite 21 habe ich abgebrochen.

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Das naechste Buch, ein Roman "Die Frau des Zeitreisenden" habe ich inmitten der 1. Seite des Prologs abgebrochen, zuvor habe ich die Beschreibung auf dem Umschlag versucht zu verstehen und bin danach ueber seltsame Gedichte der Vorseiten gestolpert. (Nix kapiert) Also weg damit - soll sich meine Frau damit herum schlagen oder das Werk weg tun..

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Dann folgte ein Bildband "Unser erster Urlaub in den 50er und 60er Jahren" - auch eine Luftnummer, bis auf wenige gute Bilder..

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Weiter mit den Buchrezensionen gehts hier: Reihenweck51

Hoffentlich gefallen Euch die Buecher ebenso wie mir ! Lektuere







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Kartuschen - Thema: Strudel - Effekt

Mir faellt schon das ganze Leben lang auf, dass alles irgendwie in einer Art Strudeleffekt muendet,
wenn man sich mir scheinbar einfachen Dingen befasst:
Ob das die Umgestaltung eines Zimmers betrifft oder die Suche nach einem neuen Auto
als groessere Dinge oder die Suche nach Pflanzen fuer ein neues Beet im Garten:
Die Folgekosten und Probleme sind vorher ueberhaupt nie abschaetzbar,
mal passt dies nicht, mal das, andermal ist gerade ein Teil nicht lieferbar-
oder viel zu teuer oder aus der Mode gekommen -
mit Sicherheit aber passt es meiner Frau nicht,
weil Frauen immer deutlich anders "ticken".
Manchmal reicht schon ein verhaltener Aufschrei,
wenn ich mir einen neuen Schlafanzug ausgesucht habe ;)
(Wobei keinesfalls der Preis der Ausloeser war)

Der kostbarste Strudeleffekt war vor zwei Jahren ich selbst:
Ich wollte vor dem Film nochmal ins Bad, blieb aber an der Spiegelschranktuer haengen,
die nichts besseres zu tun hatte sich auszuhaengen (ach schau mal, das geht ja !)
und ins Waschbecken zu knallen..
(Dieses Tuerchen war doppelt bespiegelt- innen und aussen)
Danach war das Waschbecken so kaputt, dass es ueberhaupt nicht mehr zu benutzen ging-
der Wasserhahn hatte auch etwas abbekommen.
Das muss einen heftigen Rumms gemacht haben,
weil meine Frau hinter mir stand "um zu sehen ob du noch lebst".
Nun kommt dieser dusselige Strudel-Effekt wie die Stafe Gottes auf dem Fusse..
Im Baumarkt konstatierte der Verkaeufer hoch empoert:
Ach Gottchen, dieses alte Modell fuehren wir schon lange nicht mehr,
und dann diese Farbe "beige", das geht schon mal gar nicht..
..die gibt es ja schon Jaaaahhhrrrreee nicht mehr.
Meine Frau grinste irgendwie so seltsam -
als ich ein einfaches weisses Waschbecken einpacken wollte:
"Das ist doch nicht dein Ernst?"
Die kleine techn. Schwierigkeit dieses verd.. Waschbecken auf die andere Seite des Bades zu bekommen war der Warmwasseranschluss, den ich damals als Untertischspeicher geloest hatte - viele Jahre ging das gut, bis ..
Die Folge war, dass der Chaot von Installateur fortan wochenlang bei uns ein- und ausging,
oder besser dapschte, die armen feinen Holzdielen im Flur!
Neue "grosszuegige" Dusche (grosszuegig war anschliessend auch die Rechnung)
statt der alten Badewanne, ein neues Waschbecken und eine Toilette,
die an die Wand geschraubt wurde- an einen seltsamen Kasten,
der mir irgendwie nach Katastrophe roch, sollte mal etwas verstopft sein..
..zudem meine ich, das Ding knirscht, wenn ich mich darauf setze!
(das ist aber nicht verifizierbar, wie man mir sagte)
Hinter diesem Klo, in dem seltsamen Kasten war nun ein
eigentlich total altmodischer Wasserkasten versteckt
und die moderne Druckspuelung war weg:
Das ist heute verboten!
Aha, warum auch nicht, wo wir so viele unverstaendliche Gesetze haben,
waere das ja auch eine echte Luecke gewesen.
Ich brauche nicht zu betonen, wie das arme Bad waehrend der Bauarbeiten ausschaute:
Loch an Loch und haelt doch.
Die Fliesenleger meinten hinterher:
Ach, so sind sie, die Installateure,
die machen ueberall Loecher um ihren Kram darin zu verlegen..
Darueber wollten die Fliesenleute Platten tackern, die dann gekachelt wuerden.
Erst auf meine mehrfache Bitte hin wurden diese Loecher zugeschmiert und dann erst mit diesen Platten versehen, wovon doch einige spaeter gerissen waren und ersetzt werden mussten.
Der Auftritt ihres kuenstlerischen Zensors war so ein Ding,
das man nicht so leicht vergisst:
Wie ein Star-Friseur, der im Beisein des Kunden noergelt.

Als der Installateur die Rechnung brachte, die etwas hoeher war als beanschlagt-
zaehlte ich ihm das Geld auf den Tisch.
Er schaute mich fassungslos an:
Wie bitte? Bei dieser Zahl an Extrawuenschen - sie haben die Rueckseite vergessen !
Au Backe.
Das war eine schlagartige Ernuechterung, doch wirklich.
Der Fliesenleger war nicht billig, wie zu erwarten - er gab sich mit weniger zufrieden.

Alles in allem ein Spass fuer Gross und Klein, eines der modernen Abenteuer,
die man seinem aergsten Feind nicht wuenscht..

Und da war noch der Strudel am Hochzeitstag-Abend, als ich eine Flasche selbstgemachten Sekt oeffnete - genau gesagt roter Sekt nach dem Champagnerprinzip, der bis jetzt immer gut ging. Diesmal aber nicht, weil er nicht gut genug und nicht lange genug gekuehlt wurde..
Kurz, die Bruehe tropfte von der Decke, von den Bildern, den Polstern !
(In dieser Nacht haben wir etwas zusammen gemacht: Putzen, wischen, abtrocknen..)
Wenn das keine "Strudel-Story" ist.

Wer ein neues Auto braucht oder aussuchen will,
hat heute sehr starke Nerven noetig.
Doch davon andermal mehr.. vielleicht doch besser nicht, denn ich bin bei den Verkaeufern allgemein wohl nicht beliebt. (Ohne zuvor bekannt gewesen zu sein)



Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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Kartuschen - Thema: Einsame Insel

Im Radio kam gerade ein Witz:

Was passiert, wenn drei Maenner auf einer einsamen Insel stranden?
Nun, sie unterhalten sich ueber Autos, Sport und Frauen.

Was passiert, wenn drei Frauen auf einer einsamen Insel stranden?
Nun, es tun sich zwei zusammen und laestern ueber die Dritte!

Da kenne ich noch einen:

Ein Postbeamter sitzt an seinem Schreibtisch, die Woche will am fruehen Montagmorgen wieder kein Ende nehmen, als eine gute Fee erscheint:
"Du bist ein braver Mitarbeiter, du hast drei Wuensche frei!"
Oh, freute sich der gute Mann, darf ich gleich den ersten nennen?
Ja, sagte die Fee, aber nur einen am Tag ich komme morgen wieder..
"So waere ich gerne auf einer einsamen Suedseeinsel!"
Schwups und da war er, umringt von Palmen und Sand zwischen den Zehen..

Bald tauchte die gute Fee wieder auf und fragt:
Was ist dein zweiter Wunsch - guter Mann?

Ich waere gerne reich und haette gerne eine huebsche junge Frau!

Schwups und da war der Segen und die braune Schoenheit mit ihrem Bastrock..

Tags drauf, kam dass er sein Glueck geniesen konnte, kam die Fee wieder.
Nun ist dein letzter Wunsch gekommen - was haettest du denn gerne?

Ich moechte nie wieder arbeiten muessen!
Schwups- da hockte er wieder an seinem vertrauten Schreibtisch ....

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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Kartuschen - Thema: Schneechaos

Die Medien verkuenden: "Kilometerlange Staus auf allen Taunus-Strassen" - klar,
es ist ja auch Januar, im Winter scheint es nun mal.
Nur ist es so, dass im Laufe der Jahrzehnte immer und immer mehr Individualverkehr auf den Strassen ist, weil immer mehr Menschen immer weiter pendeln muessen, um ihre Arbeit zu erreichen: Die Konzentration in die Stadt ist noch immer in Gang, die Nahverkehrsmittel sind noch immer nicht kostenfrei. (Sie muessten vom Land in die Staedte kostenfrei sein, sonst ist kein Anreiz diese zu benutzen: Man ist viel laenger damit unterwegs, weil sie an jeder Milchkanne halten muessen) Nahverkehrsmittel mit Parkplaetzen fuer Pendler sind rar. Diese Parkplaetze sind total ueberfuellt und zudem werden die dort abgestellten Autos gerne zur willkommen Beute unserer lieben Diebinnen und Diebe aus ganz Europa.

Ich sehe noch kein grundlegendes Umdenken in dieser Frage: Sowie die Strassen rutschig werden oder groessere Baustellen sind, entsteht ein Stau, ueberall und staendig - manchmal geht der Stau in Stau ineinander ueber.

Warum ist das so?
Nun, weil jeder Rentner seine Broetchen und Bilderzeitung mit dem Auto holt und weil jedes Kind mit dem Auto durch die Gegend gekarrt werden muss. (Frueher hatten Kinder Beine, mit denen sie zum Bus, Kindergarten oder Schule laufen konnten)

Ziel- und Quellverkehre, Transfers zum Flughafen und Speditionsfahrzeuge, Post und "Just in Time" - LKWs fuer die Industrieproduktion, die frueher in Lagerhaeusern nahe des Werkes waren, sind heute "auf die Strasse ausgegliedert". Viele Leute machen zwei Jobs am Tag, wo staendig hin und her gefahren wird- dann werden die Kids schon wieder von der Schule abgeholt, die "Rentner und Rentnerinnen" fahren Lebensmittel einkaufen.. der Verkehr rollt immer doller und dichter - wehe, wenn dann die Strassen nicht in einem einwandfreien Zustand sind oder eine Ampel ausfaellt..

Die Quote verlangt nach "Schlagzeilen", so ist das Sommertheater und das Schneechaos immer ein beliebter Flautenschieber.

Meckern kann jeder, aber gute Vorschlaege, die sucht man vergebens!

Ich empfehle die taegl. Kurzfahrten zu aechten, den Nahverkehr zu verbessern, Just in Time wieder rueckzubauen, Fahrgemeinschaften zu staerken, kleinere und sparsamere Autos zu bauen.. wenn PendlerInnen alleine in den Karren sitzen oder sitzen muessen, weil die Dienstzeiten seltsam sind, dann sollte endlich ein Wagen gebaut werden, der fuer eine Person gut ist - mit winzigem Motoerchen, das mit Bioethanol laeuft. Technisch ist das kein Problem: Weg mit dem Beschleunigungs- und Geschwindigkeitswahn - beim Pendeln spielt das keine Rolle, wie mir jeder bestaetigen wird, der das selbst lange genug ausprobieren konnte. (Ich war Fernpendler und musste auch schon mal mit 40km/h durch die Gegend zuckeln, weil die Strassen glatt waren - es hat nur Minuten ausgemacht, noch keine 1/4Std.)

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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