Reihenweck 55






Reis mit Gemuese



Es hoert sich einfach an, aber es muss schon richtig gemacht werden:
Ich wuerze nach dem Gewuerzbuechlein meiner Frau
stilsicher mit einem EL Salbei, 3 Zwiebeln,
einem TL Rosmarin, eine Prise Estragon und Muskat, Pfeffer und Salz,
3 Knoblauch-Zehen und ein paar Scheiben Salami, gewuerfelt.
Nun 2 Tasse geschnittene Champignons zutun und alles bei geschlossenem Deckel in Rapskernoel duensten.
(ca 10 Min), dann kommt der Inhalt einer 425ml Dose Erbsen dazu, kurz aufwallen lassen und auf kleine Hitze stellen.
Der Parboiled Reis wird gegart, waehrend die Gemuesebeilage ihr Aroma entwickeln kann.
Abschmecken und ggf. nachsalzen.



Guten Appetit !





Der Schluss - Akkord - Steckenpferde:
Nochmal eine ganz einfache Pasta ..


Spektakulaer ist die Zubereitung dieser Pasta nicht, wohl aber im Geschmack !

Ich nehme fuer 2 Personen 200-250gr Spaghetti, die in Wasser mit Thymian gekocht werden.
(Dem Wasser einfach einen gehaeuften EL Thymian zutun und kurz aufwallen lassen, bevor die Nudeln dazu kommen)
Parallel gebe ich halbe halbe Oliven- und Chili-Oel in den 2. kl. Topf, 140gr Tomatenmark, einen EL Oregano, einen TL Salz und einen TL Zucker, das wird angeroestet - unter fleissigem Ruehren mit die Holzkochloeffel.
Dann schalte ich die Platte auf halbe Kraft, gebe ca 200ml Wasser dazu (bitte den Deckel so halten, dass man von der heissen Masse nicht bespritzt wird) und ruehre alles sofort gruendlich um.
Nun wird auf kleine Hitze geschaltet und bei geschlossenem Deckel auf Temperatur gehalten.
Guten Parmesan - Kaese reiben und grosszuegig zur Verfuegung halten.
Die Nudeln nur abseihen und sofort heiss servieren, Sauce drauf und kraeftig Parmesan.. keine Zurueckhaltung bitte!

Das kommt mehr als nur gut an, das wird sehr fix weg gefuttert - wetten?!

Das Chili-Oel habe ich selbst aus Chiliflocken und Olivenoel oder Rapskernoel gemacht; einfach ein kleines Flaeschchen davon bereit halten, das ist viel angenehmer und gesuender als Chilipulver oder Granulat ins Essen zu geben !








Fleischkauf



Wie oft sind wir an den Fleischtheken reingefallen, ob das Fleisch nun zaeh war oder als bessere Qualitaet extra abwiegen lassen wurde, obwohl gerade ein solches Erzeugnis im Angebot war: Zaeh oder mit vielen verdeckten - splitternden- Knochen, die durch unsachgemaessen Schnitt kommen ist oft genug passiert. (diese Fleischscheiben haben sogar den Geschmack des selbsterzeugten Bohnengemueses geklaut..) Nun habe ich die Schnautze voll und kaufe nur noch in der Aromaschutzverpackung, aber nicht nur aus preislichen Gruenden (weil ich genau sehen kann was spaeter auf dem Teller liegt, sonst auch das exakte Preisverhaeltnis erkennen kann), sondern auch aus Gruenden der Hygiene. Man darf ruhig mal beobachten, was die Fachverkaeuferinnen tun, wenn sie die Latexhandschuhe an haben.. Nach dem letzten Reinfall mit einem besonders teuer gekauften Fleischscheiben, die ich eigentlich fuer den Besuch aufgehoben habe, der aber nicht kam - wurde mir klar: Nur noch abgepackt und nur noch guenstig kaufen ! Das gilt auch fuer die Wurst - so einen Nepp, wie man in den kleineren Metzgereien oder Verkaufsstellen oder Supermarkttheken gehalten wird, mache ich nicht mehr mit. Das gilt auch fuer Kaese-Theken: Ein guter 420gr Rundkaese aus der Schweiz kostet im E deka 9,99 Euro, an der Kaesetheke 14,99 Euro - beide am Stueck! Nun langt es und ich spare nochmal gutes Geld! (Das trifft auch auf die Direktvermarkter zu, die wir inzwischen meiden, wie der Deubel das Weihwasser, wie man so schoen sagt) Uebrigens kostet die gleiche Qualitaet Bergkaese bei E deka, in Scheiben, genau die Haelfte des Kaeses aus der Schweiz, wenn ich auf 100gr rechne. Die Produktionsbedingungen sind wohl laengst ueberall gleich, was nicht gleich ist, duerfte der Gewinn sein.

Wurst aus dem Sauerland oder aus der Ecke um Bielefeld ist nicht unser Fall, - die Blindverkostung laesst die unterschiedlichen Wurstsorten nicht auseinander halten. (Vermutlich trifft das inzwischen auch auf die ehem. gute Thueringer Wurst zu, die ich inzwischen auch schon nicht mehr kaufe.) Das alleine halte ich fuer kein gutes Zeichen: Wenn man mit geschlossenen Augen etwas isst und nicht weiss was das war.. Was ist der Grund fuer diese Entwicklung? Ich wuerde sagen, 1. die EU mit ihren Inhalts-Vorschriften und 2. die gesunkene Individualqualitaet von Schweinefleisch durch kuenstl. Besamung und Genmanipulationen, was nicht an das Licht der Oeffentlichkeit kommen mag. Das Fleisch schmeckt immer schlapper, was auch durch die Haltungsbedingungen kommen mag. Die Tiere werden als hochsensibel eingestuft, - genau das, was Schweine eigentlich niemals waren. Ob nun durch Direktvermarkter, was auch Online-Metzger sind, oder durch "alternative" Landwirte, man muss schon viel Glueck haben, wenn man eine Wurstsorte bei einem Anbieter erwischt, die den Vorstellungen entspricht. Dass mehr als eine Wurstsorte mit "gut" rezensiert werden kann, die ein Vertreiber anbietet, halte ich inzwischen fuer fast ausgeschlossen oder in die Wunder-Ecke gehoerig, was gefeiert werden muesste. Dass ALLE Wurstsorten von einem Metzger auch nur essbar waeren, das hat es schon frueher nicht gegeben. (Das alles heisst nicht, dass die als gut rezensierte Wurstsorte naechsten Monat noch genau so schmeckt - das haben wir alles schon mehr als einmal erlebt.. da werden Produktionen rationalisiert, automatisiert oder "outgesourct", ohne dass der Kunde das ahnt. Manchmal liegt das auch daran, dass ein Metzger in Rente geht und der Nachfolger es nicht so recht auf die Reihe bekommt..) Wir Aeltere vergleichen den heutigen Geschmack mit dem, den man noch von frueher kennt und da fallen fast alle Wurstsorten durch. Ehedem hatten wir bei weitem nicht so viel Auswahl wie heute - aber die wenigen Wurstsorten, die in den Auslagen lagen sind lecker gewesen und haben unterschiedlich geschmeckt. Niemand brauchte zu raten: Ist das eine Leber- oder Blutwurst oder eine Bauernbratwurst.. ! Ich rate jedem Kunden an, doch selbst einmal eine "Blindverkostung" zu versuchen - das Ergebnis wird ueberraschen. (Bei Wurst, Eiern, Marmeladen und Brot etc. der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt) Fuer uns ist deshalb der Kauf von mehreren Wurstsorten -damit sich das Porto lohnt- von einem Onlinehaendler nicht ratsam, deshalb nehmen wir gezielt eine Sorte Wurst an der Frischtheke, die anderen aus dem Frischeregal, andere aus der haltbar abgepackten Kuehltheke. Uebrigens ist das preisliche Gefuege dadurch deutlich guenstiger. Wer die Auftriebszahlen und die Verkaufspreise der Schlachtviehboerse kennt, kennt auch die Gewinnspanne der Metzger und die ist dramatisch hoch.. noch viel hoeher bei den Direktvermarktern, die den Zwischenhandel umgehen ! (Wie damals bei der MWSt Reduktion fuer Gastwirte, werden staatl. Verguenstigungen nicht an die Kunden weiter gegeben, die erhoehen nur den Luxuswagenumsatz, mehr nicht)



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Nun der Hammer: agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche hier koennt ihr den Namen des Bauern in eurer Naehe eingegeben, am besten den, der am meisten jammert: Die Subventionen kommen nun ans Licht und das wird die Augen oeffnen, da bin ich mir sicher !

1. Link betaetigen, 2. Name des gesuchten Betriebes und Postleitzahl, dann taucht der Name auf - 3. diesen Namen anklicken und schon werden die Summen aufgelistet.. sogar noch fuer das Vorjahr!

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Der Schluss - Akkord - Steckenpferde: Einkauf in der Bucht


Gleich 24 Dosen Hausmacher Wurst in zig Sorten aus Franken ist bei uns voll angekommen:
Von einem richtig guten Metzger, der auch schon viele Bewertungen hat und keine einzige abwertende.
Ohne diesen ueblichen Chemiekram - dafuer macht er extra Werbung und so schmeckt die Wurst denn auch:
Wie frueher - da koennen sich die Direktvermarkter vor Ort hinter verstecken!
Nichts verwuerzt und sauber verpackt, zu einem unschlagbaren Preis von 38 Euro (24x200gr) plus 6 Euro Fracht. Das sind 1,83 Euro fuer diese tolle Qualitaet beim Metzger um die Ecke sind 2,50-2,90 Euro zu bezahlen und das mit einer Zutatenliste, die nach der Ausstattung eines chemischen Labors klingt..
Selbstredend wurde der Mann entsprechend lobend beurteilt - dort kaufe ich wieder - ganz klar !

Spaeter stellte sich heraus, dass der Verkaeufer irgendwie ein persoenliches Problem mit kritischen Kunden hatte - also auch weg damit. (Portofragen gefielen ihm nicht)

Nun habe ich ein Wurstglaeser - Paket von 25 Glaesern a 300gr "Oma Hildes Hausmacher Wurst" nach Originalrezepten alter Zeit gekauft. Das kam aus einer landwirtsch. Verkaufsstelle in Sachsen. Die Qualitaet ist sehr gut, ohne "E-Vitamine" und "E-Basteleien", - na also, es geht doch! (Wurst muss nicht sauer auf der Zunge brennen) Der Preis war 67 Euro incl. Fracht! (E bay)





Der Schluss - Akkord - Falsches Fahrzeug - Konzept?


Im Jahr 2018 ist der Boom der SUV's auf einem gewissen vorlaeufigen Hoehepunkt angekommen, zeitgleich mehren sich verstaerkt die Unfaelle, bei denen Personen durch sich ueberschlagende "PKW" zu Schaden gekommen sind.

Diese Unfaelle ruehren zu 1. von viel zu hohen Geschwindigkeiten her, die durch die heutigen Fahrzeugen - von innen gesehen - kaum mehr wahrgenommen werden. Zum 2. ist das durch Daemmung und Daempfung suggerierte Sicherheitsgefuehl in den Wagen so, dass sich die FahrerInnen ueberschaetzen: Die Fahrten ueber die Mittellinie der Strasse sind ein deutliches Indiz dafuer, dass das Abschaetzen der neuen Fahrzeugdimensionen Schwierigkeiten machen, um es mal vorsichtig zu formulieren..

Wie kommt das?
Die Beschleunigung und Endgeschwindigkeit der Autos sind ein Kaufkriterium, das von der Werbung und vom Sport immer wieder bestaerkt und forciert wird.
Die neue Hoehe der Wagen bedingt besondere Fahrwerkskonstruktionen, die zum 1. einen niedrigen Schwerpunkt erfordern um die Kipp-Neigung zu minimieren, 2. muessen die Reifen immer breiter und flacher ausfallen, damit die Wankneigung in den Kurven nicht mehr zu merken ist.
Nur so kann man noch schneller durch die Kurven "driften", ein brandgefaehrlicher Spass, weil man hinter der naechsten Biegung die evtl. lauernden Gefahren viel zu spaet merkt um noch rechtzeitig abbremsen zu koennen: Die Physik gilt auch fuer Supersportwagen und SUV's !

Hinter jeder Biegung kann eine Wandergruppe, ein liegengebliebenes Bike oder ein herabgefallener dicker Ast eines Baumes liegen, es kann Rollsplitt verstreut sein oder es hat irgendwer Oel oder Kraftstoff verloren !
Die neue Unachtsamkeiten durch multimediale Ablenkungen in den Fahrzeugen - und damit meine ich ALLE diese Dinge - sind ein weiterer Grund fuer immer mehr seltsame Unfaelle, die man sich eigentlich nicht mehr erklaeren kann: Niemand gibt zu, dass er oder sie abgelenkt war durch Multimedia !
Dieser Traumtanz auf den Strassen, wo jemand im 2 Tonnen (Leergewicht) schweren Wagen mit 100km/h faehrt, wo nur 70 oder 80km/h erlaubt sind, wird immer weiter zunehmend zur Gefahr fuer alle Verkehrsteilnehmer !
Sehe ich mir die Menschen an, mit denen ich im Laufe meiner 67 Lenze zu tun hatte, wird mir Angst und Bange, wenn diese mit ueber 250km/h auf der Autobahn unterwegs sind und dabei laessig mit einer Hand lenken.. wenn wirklich etwas ist - z.B. ein herabgefallener Gegenstand oder eine durch Unfall verwirrte Person, die auf dem Fahrstreifen sind, gibt es unweigerlich ganz gehoerig Bruch und Scherben !

Ich sehe das so: Frueher waren die Raeder andere, die Reifen waren schmaler und hoeher, die Felge war nicht so dicht ueber der Fahrbahn. So merkte man deutlich, dass sich der Wagen in der Kurve neigt und somit bald am Ende der Kurvenfaehigkeit angekommen ist. Der Fahrer nimmt das Gas zurueck - heute geht es bis zuletzt, bis es kein Halten mehr gibt- ganz abrupt wechselt der Wagen von "sicher" zu "nicht mehr zu halten" und das ist kreuzgefaehrlich.

Aus diesen Gruenden fordere ich eine grundlegende Neufassung des Gedankens "Individualverkehr".

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Es wird Zeit fuer die Durchsetzung des Paragraphen 1 der Strassenverkehrsordnung,
statt weiter dem "freie Fahrt fuer freie Buerger" zu huldigen, was eher das Gesetz des Dschungels ist.










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Kartuschen - Thema: Rote Beete

Die Rote Beete ist ein hervorragendes Wintergemuese,
das viele Mineralien und Spurenelemente bringt, besonders bei Blutarmut.
Weniger gesund ist es bei Leuten, die zu Nieren- und Blasensteinen neigen,
die sollten nicht so oft davon essen.

Auf meinen Seiten sind einige Essen mit der Roten Beete,
besonders der leckere rote Kartoffelsalat,
den ich in einigen Versionen parat habe:

Hier geht es zu meiner umfangreichen Rezepte - Seite..

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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Tolle Info - "Sale"



Im HR4 Radio am 5.1.2018 kam um 11.45 Uhr ein Hinweis, wie man bei Schlussverkaufsrabatten verfahren soll.
Ein Sprecher des Handels warf mit englischen Ausdruecken um sich, obwohl er fuer den deutschen Einzelhandelsverband sprach - "Sale" steht ueberall drauf, "Sale" vor den Laeden auf den Staendern an der Strasse.
Man soll sich gruendlich ueberlegen, ob der Artikel auch wirklich ein "Schaeppchen" sein, mahnt der Naseweis- vermutlich studiert- und raet dem Kunden: "Lieber nochmal um den Block gehen und nach anderen Angeboten sehen, dann evtl. kaufen".

Wieso der alte Schlussverkauf praktisch derart zeitverschoben ablaeuft und warum extra Billigwaren dafuer im Ausland gekauft worden sind und warum man diesen Verkauf dann "Sale" nennt, entzieht sich meinem Verstaendnis.
(Ich habe uebrigens Vollkaufmann im Einzelhandel gelernt- lange vor der Computerzeit und lange vor dem Internet)
Ich rate: Lieber bei A mazon oder aehnlichen Plattformen kaufen, da kann man sich die Dinge eher in Ruhe anschauen und dann daheim bequem vom Sessel aus bestellen, ohne die Umwelt mit dem Auto zu belasten. (Von den zig und zig Laeden in div. Orten mal abgesehen,- weil man immer oefter mit arg eingeschraenkten Angeboten zu tun hat) Beim Online-Haendler kann kostenfrei zurueck geschickt werden, wenn sich Unstimmigkeiten oder Reklamationen ergeben, beim Einzelhaendler gibt das oft genug Zirkus. Zudem muss man die zusaetzliche Fahrt alleine bezahlen und erhaelt -mit Glueck- einen Gutschein oder Ersatzartikel (selten), manchmal ist das gute Stueck weg, bezahlt und doch nicht bei uns.

Beispiel: Ich bin auf der Suche nach einem Wintermantel gewesen - und habe in der Stadt nichts gefunden.
Der Schlussverkauf war "Sale" und hatte keine wertige Ware mehr da - also alles Metzger-Fahrten.
Dann bin ich am Rechner und finde bei A mazon einen guten modischen Mantel fuer 90 Euro incl. Fracht, der auch noch richtig warm haelt (Rezensionen)

Ich wette, dass dieser Mantel in namhaften Laeden glatt das Doppelte gekostet haette !

Es begab sich im Herbst, dass wir nach Limburg fuhren und nach ein paar Kleidungsstuecken sehen wollten.
(Die Parkplatzsuche geht eigentlich, wenn man im Kaufhaus parkt)
Wir gingen durch dieses Kaufhaus auf die Fussgaengerebene, wo im ersten Laden
ein Pullover fuer meine Frau auf der Palette lag - genau die richtige Groesse, genau die gewuenschte Farbe.
Nimm mit, meinte ich, der Preis ist doch ok- oder?
Nun, ich will erst nochmal in den anderen Geschaeften schauen!
Wir gingen s t u n d e n l a n g diese dusselige Einkaufsmeile auf und auch wieder ab- und haben nichts gefunden beim 1. Laden wieder angekommen, wollte sie den Pulli nun doch kaufen, aber der war schon weg!
Getroestet haben wir uns in einem Cafe - alles zusammen kein billiger Spass, wenn man die Fahrtkosten und die Parkgebuehr und den Preis fuer Kaffee und Kuchen addiert - erfolglos, aber kalorienreich!
(zugenommen haben wir nicht, weil so viel Lauferei war)







Steckenpferd "kuerzen"



In der Schule hatte ich die meine Freude an den Kuerzungen bei der Bruchrechnung, heute wende ich diese Methode bei allen Dingen an, die uns hier so beruehren.
Viele Dinge ufern aus, ob das Steckenpferde sind oder jedwelche Vorhaben in Haus und Garten - so manche dieser Arbeiten lassen sich "kuerzen", auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bringen.
Das hat mir schon viel Zeit und Kraft und Geld gespart, es hat mich vor den Fallen der sich wie Krebs ausbreitenden Hobbys gerettet und den beruehmten "Schluss-Strich" ziehen lassen, bevor der Kram ausgeufert ist.
Der Trick ist, dass man sich vor einer Sache genau ueberlegt, was wie und wo getan werden muss, ob man nicht ggf. zwei Sachen verbinden kann, um eine Sache damit leichter zu machen.
Ob das beim Kochen ist, wo in letzter Zeit die etwas zu gross geratene Menge (ob das am abgepackten Zutaten lag, die nicht lohnte eingefroren zu werden oder um das fertige Essen, das nach dem Einfrieren nicht mehr so recht schmeckt oder gar Abends noch in sich hineingestopft wird - oder um eine Gartenhuette handelt oder um einen Gartenzeltling etc.) Viele Dinge lassen sich billiger und flotter machen - das Essen wird so gemacht, dass es am naechsten Tag noch eine vollwertige Mahlzeit gibt - was Strom und Zeit spart** - und das Gartenhaeuschen statt neu gekauft und muehsam zusammen gebaut zu werden, einfach mit zwei neuen Blechblanken frisch bestueckt, weitere Jahrzehnte seine Dienste tut.. diese Dachplatten waren eigentlich fuer den Wasserbunker im Garten gedacht - also einfach ein paar mehr kaufen und Fracht sparen!
Und wer sagt, dass der Einhebelmischer mit dem langen u-foermigen Ablaufrohr nicht eines Tages mal wieder gebraucht werden wird?
Und so kam es auch - nun haengt das Ding ueber der neuen Wanne im Keller - angeschlossen mit Stahlflex-Schlaeuchen und leistet beste Arbeit; viel besser als die ueblichen Badewannenamaturen die wir bislang hatten !
(Und die bald nicht mehr so ganz funktionstuechtig waren, weil wir kalkhaltiges Wasser haben)
Das Ding war noch wie neu, das kl. Kellerbad habe ich neu gemacht und so war ein Waschbecken zuviel, wo diese Amatur dran war.

Dieses Kuerzen also ist es, was Zeit und Kraft verschaft - lieber erst mal eine Nacht drueber schlafen, bevor ein Vorhaben umgesetzt wird und wenn eine Nacht nicht reicht, duerfen gerne noch ein paar folgen, bis das Hirn seine Sache geschafft hat. Das brennt ja nicht !

Dieses Kuerzen oder rechnen mit den Resourcen oder deren Verschwendung durch all zu leichten Neukauf von irgendwelchen Gegenstaenden ist es, was uns Menschen als denkende Wesen auszeichet oder auszeichnen sollte. Schiere Imponiergehabe durch staendig teurere Gegenstaende sind da der schiere Rueckschritt:

"Viele Menschen geben Geld aus -was sie nicht haben- um Dinge zu kaufen, die sie eigentlich nicht brauchen, um Menschen damit zu imponieren, die sie eigentlich gar nicht moegen!"

Gut, manchmal sind Neukaeufe unumgaenglich, aber oftmals kann das "alte" Teil noch eine ganze lange Weile genutzt werden, bevor es wirklich nicht mehr zu gebrauchen ist.



** ..rechne doch mal: Wenn ich nur jeden 3. Tag das Kochen lassen kann und nur aufwaermen muss, wieviel Energie dabei eingespart werden kann..
Zwei Kochplatten werden meistens benutzt, das waere 1,8 und 3,5 Kilowattstunden, sagen wir 5,3 KW in einer Stunde, wobei das Essen meistens nur 3/4Std. Kochzeit hat - d.h. 3,975KW sind wirklich noetig um eine durchschnittliche Mahlzeit zu machen. Abzueglich ca 800 Watt fuer 5 Minuten zum Aufwaermen, also 266 Watt - sind gut 5KW uebrig, die jeden 3. Tag nicht benoetigt werden, im Jahr also 1825 KW Leistung weniger auf der Energielieferungsrechnung.. gute 600 Euro.

In der Realitaet mag das nur halb so viel sein, weil viel draussen gegrillt und gegart wird - aber immerhin!

(Die Zeit habe ich nicht mal mitgerechnet, die das Frischkochen an Mehraufwand ausmacht)

Und wenn ich vom Kochen weg gehe und in die Garage sehe, wird die Geldverschwendung noch sehr viel augenfaelliger.
Man spricht sich froh und rechnet aus: Neuer Auspuff 300 Euro, neue Batterie 100 Euro, neuer Motorriemen 300 Euro, Inspektion 400 Euro,- macht 1100 Euro ! Das ist mir zu teuer, ich kaufe lieber einen Neuwagen..
Und schon kommen die Brocken ueber die Brueh', wie man so schoen sagt - und der "Basispreis" liegt dann eben nicht mehr bei 15.- oder 20.000 Euro, sondern 1/4 bis 1/3 darueber, weil dann noch das Glasdach und die Winterreifen und die etwas breiteren "Alu's" dazu kommen oder das "Infotainment" etc. viel Mist, den man eigentlich nicht wirklich braucht. Waeren die Formen der Wagen klarer und uebersichtlicher, wuerde man den ganzen Einpark- und Kamerakram nicht brauchen - dererlei Beispiele kennt jeder.
Alleine die -fuer mich ungerechte- "Ueberfuehrung" des neuen Autos kostet schon die Haelfte dieser 1100 Euro, die uns zuvor zu teuer erschienen..
(Nachtrag 2018: 750 Euro sind das nun schon)
..ueber den Tisch gezogen wird man in den Autohaeusern wie bei den Versicherungsleuten - die haben Erbarmen:
Der neue Wagen hat viel mehr PS, weil die Karren immer schwerer und groesser gebaut werden und immer unuebersichtlicher, damit man die Einparkhilfen zukaufen muss - teuer treibt freilich auch die Versicherungspraemien hoeher !
Jeder hat einen Knick in der Optik, wenn es um die Relationen geht - eine gebrauchte Stereoanlage fuer 500 Euro wird als suendhaft teuer angesehen, ein Glasdach fuer 1500 Euro aber nicht, das im neuen Auto sein soll. (Ich wette, die Anlage haelt laenger) Das ist freilich nicht alles, es kommen die Geldbeschaffungskosten dazu oder das miese Gefuehl, das Sparbuch aufgefressen zu haben.. da waeren die 1100 Euro fuer den Kleinkram ein echtes Schnaeppchen gewesen, wo auch die 100 Euro fuer die TueV Gebuehr nicht mehr ins Gewicht fallen..
(Nachtrag 2018:
Unser Sohn war schlau und hat fuer seine 160km taegliche Pendlerstrecke einen weissen Kleiwagen p eugeot 108 mit Automatic) gekauft - mit normalen Raedern (165x13 und Stahlfelgen mit Radkappen, der "nur" 71 PS hat und in Weiss, so braucht es kein Glasdach und der Wagen schluckt nicht so viel Sonnenwaerme, was in der heutigen Zeit ein immer deutlicheres Thema geworden ist....dieser Standard - Kleinwagen war mit Rabatten fuer 12.000 Euro zu haben. Mein Fazit: Unser Sohn hat das Denken nicht umsonst gelernt! Ich habe das Auto probegefahren und muss sagen: Man braucht tatsaechlich weder Glasdach noch Alufelgen mit Breitreifen)
..ob Gartenhaeuschen, Rasenmaeher oder Auto - es ist immer das Gleiche:
Neue Dinge machen Freude, leider nur kurz,- aber der Katzenjammer kommt recht bald hinterher:
Stand da nicht "ab 10.000 Euro" im Prospekt? Nee, da war ein Sternchen dabei und das besagt, dass man den Gebrauchtwagen mit 5.500 Euro bereits eingerechnet hat, der zurueck geht.. nun haben wir schon 15.500 Euro, aus denen schnell 20.000 werden, wenn das Ding Automatik haben soll, wie das alte Fahrzeug - man moechte schliesslich nicht "absteigen" (O-Ton Autoverkaeufer) und mehr PS muss es auch haben, damit der Nachbar nicht denkt, dass man kein Geld nicht habe.. und dann sind es schon 25.000 Euro, weil der kraeftigere Motor noetig ist, der in Verbindung mit dem Automatikgetriebe steht. "Drunter geht es nicht, sie verstehen schon?!" (Nee, tue ich nicht, denn der alte Wagen hat auch Automatik und viel weniger PS und lahm war der nie..) "Und sie haben ein gutes Schnaeppchen gemacht, weil die staerkere Variante bereits die Vollausstattung hat!" Aha, ich habe also einen beleuchteten und hoehenverstellbaren Aschenbecher mit Spieluhr und eine "Infotainment", mit dem ich nur ganz langsam warm werde - dessen Funktion aber fix wieder vergessen ist, wenn mal eine Woche nicht gefahren wurde.. Toll, wie "Tollkollekt" irgendwie ist alles wie des Kaisers neue Kleider -oder? Nun unterschreibt der Deutsche den Preis fuer den Durchschnittspreis-Wagen 2017 mit 28.500 Euro und denkt, dass er fertig sei - weit gefehlt, nun kommen noch 550 Euro fuer "Ueberfuehrung" und 150 Euro fuer Zulassung und Schilder dazu. Als Gratisgabe liegen aber neue Fussmatten im Auto..

..kaum zuhause angekommen, ist -rechnerisch- das neue Auto nur noch die Haelfte wert, ist kaum mehr ohne hohen Verlust zu veraeussern. Das quaelt uns nur am Rande - nun kommt die Angst im Parkhaus, dass niemand den Aufpreis-Lack verkratzt oder gar verbeult mit seiner alten Schuessel! Mehr noch fuchst der Nachbar sich, wenn er unser neues Auto sieht - und geschwind rennt dieser zum Autofritzen und kauft sich .. ein viel besseres und groesseres und staerkeres Modell !

(Was mit dem neuen Rasenmaeher und dem neuen Gartenhaeuschen auch schon genau so ablief)

Also bleibt es dabei - ich kuerze ganz einfach diese "Unkosten" ein, wo immer es geht und heule auch nicht rum, wenn Frauchen gleich zwei neue Maentel kauft - das Geld ist ja noch da und nicht im Autohaus gelandet ! (Billiger sind die Maentel allemal, billiger als die Breitreifen allemal: 1500 Euro mit Felgen sind heute ganz normal, dafuer kann man spielend 10 modische Maentel kaufen..)

Persoenliches "Kuerzungen" sparen eine Menge Resourcen - die sehr bald einmal eine nicht unerhebliche Rolle spielen werden, wenn der Planet noch mehr ausgepluendert worden ist.





Der Schluss - Akkord - Wohnungsfuehrerschein?!


Von der Buschhuette zur Sozialwohnung in Deutschland..

Wer von der Gemeinschaftsunterkunft in eine eigene Wohnung (vom Staat bezahlt) umziehen darf, muss jetzt lernen, eigenverantwortlich darin zu leben:
Bildhaft in einfachster Sprache gestaltet, soll die zwei stuendige Unterrichtung zum Wohnungsfuehrerschein praxisnah auch fuer Leute ohne ausreichende Sprachkenntnisse den deutschen Alltag naeher bringen.

Pflichten des Mieters
Hausordnung
Miete..
und Nebenkosten
Heizen
Lueften
Schimmelvermeidung
Brandschutz
Energiesparen
Wassersparen
Ressourcensparendes Verhalten
Muelltrennung
Haftpflichtversicherung
etc. man darf gespannt sein,
wie schoen das fuer die Altmieter werden wird.

PS
Wem das nicht so behagt neue Nachbarn zu bekommen, sollte zu uns auf's Land ziehen !




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Das Wort zum Montag; Fastenzeit



"Auf was verzichten sie in der Fastenzeit" fragt ein Forum seine Leser.
Die ueberwiegende Mehrheit (44%) verzichtete auf "nichts", was immer das sein mag.
Es gab mal eine Zeit, da grassierte der Witz, dass ein Autofahrer "nichts" getrunken habe, als der Verkehrspolizist diesen fragte: Was haben sie getrunken?
Die Antwort war: "Nichts" gemeint war aber ein gleichnamiger Schnaps..

Bei obiger Befragung wollten 23% auf Fleisch, 11% auf Suessigkeiten, 9% auf Alkohol, 5% auf Zigaretten, 4 % auf das Smartphone und weniger als 4% auf das taegl. Fernsehen verzichten.

Was Euch, liebe Leser und Leserinnen zu einem Verzicht treibt, wenn die Zeit von Fasching bis Ostern ist, sollte Reue und Buße sein, dass Ihr so suendig den Geluesten nachgabet - der Herr aber litt und das ist wohl auch nur seine Schuld gewesen, sich in alle Belange einmischen zu muessen..
..gebracht hat das bislang nicht viel und auch die 2000 Jahre Christianisierung haben die Welt nicht friedlicher gemacht.
Wenn nun aber in einem wohlhabenden Land inmitten Europas eine Zahl an Wohlmeindenden oder bußfertigen Leuten auf ihr Smartphone oder Zahnbuerste verzichten, wird das die Welt wohl eher nicht retten, es wird auch nicht unbedingt ein Zeichen sein, das man in Japan oder Aethiopien oder in Groenland nachmachen wird.
Die Glaeubigen werden weiter an dieser wichtigen Sache arbeiten, dass am christlich-deutschen Wesen die Welt genesen kann - es interessiert aber nicht so sehr viele - die Hoffnung wird man nicht aufgeben, die Massen fuer die Askese in der Fastenzeit zu gewinnen:
Bei Halloween und beim Valentinstag hat das Publishing schliesslich auch geklappt !

Wir? Wir verzichten auf das Fasten und auf die Religion,
auf das oeffentlich rechtliche Angebot im TV
Ich?
Nee, lass' mal, dafuer habe ich keine Zeit und keine Lust, - ein andermal vielleicht, jetzt gerade mal nicht..





***





Das Wort zum Montag: Kinder in der Buett



Karnevall, Faschingszeit und die Kinder, besonders die Maedchen stehen auf der Buehne und in der Buett.
Seltsam angezogen, wie das auf Fasching eben sein sollte, aber hier geht es um Kinder, die ihre Beinchen und die Roeckchen so kokett wie Erwachsene heben und die durch "blickdichte" Strumpfhosen schuetzen. Jeder weiss freilich, dass sich alles im Kopf abspielt und so bieten die Kleinen eben einen schraegen Anblick fuer schraege Betrachter. Die sonst so behutsamen Eltern, die jede Gefahr von den Kids abhalten wollen und geradezu hysterisch reagieren, wenn sich jemand naehert, der verdaechtig ist..
..hier sagen sie nichts, im Gegenteil, die halten die Maedels an, in der Tanztruppe lange vor dem Auftritt zu trainieren, damit auch alles auf der Buehne zu Karnevall klappt - hoch das Bein!
(Fast wie "Stangentanzen")
Geschminkt wie Lolitas und mit Peruecken - wie es gerade passt.
Die Vaeter verkleiden sich in immer groesserer Zahl als Frauen - na denn..
..Herr vergib ihnen, denn die Schafe wissen nicht was sie tun.







Kartuschen - Thema: Schlagertexte

Neulich hatte ich einen Online-Sender, wo nur Schlager gespielt wurden, die schon sehr viel aelter waren.
Da kam Heintje, Heino, Juergen Markus, Juergen Drews, Roberto Blanco, Lena Valeitis, Gus Backus und wie sie alle waren,
seit den 1950iger Jahren bis 1980 ungefaehr.
Die Texte waren allesamt von Liebe und Glueck, Freiheit und Hoffnung, Zweisamkeit und Aehnlichem.
Hoere ich mir heute die Texte an, dann hat sich etwas arg veraendert:
"Ich verlass dich" oder "ich brauch dich nicht" mit viel Bumm-Bumm-Bumm,
das man fast von jedem Lied auf das andere verwendet hat.
Maenner singen hochtoenend wie Frauen, was heute mehr als ehedem der Fall zu sein scheint,
wenn ich von den Beach Boys und den Beatles mal absehe.
Jede Zeit hat ihre Gefuehle, die sich in den Schlagern ausdruecken, wie die Trucker- und Westernsongs
inhaltlich eben einfache Dinge aus deren Erlebniswelt behandeln:
Einsamkeit, Weite, Verlassenheit, Angst um die daheim, fuer die man weit weg den Job macht..
Die "Emanzipation" ging inzwischen ins Land, heute ist der 1. Maennerbeauftragte bei der Stadt Nuernberg eingestellt worden..
Heute haben viele Leute Angst um den "Job", frueher hatte man den Beruf und es ging immer etwas aufwaerts.
Frueher fuhr man nach Italien in den Urlaub, ab den 90igern wurde sehr viel weiter - geflogen.
Sind die Leute deshalb zufriedener - oder haben sich besser oder mehr erholt?
Was bleibt, ist ein schales Gefuehl, dass die Lebensmittel immer mehr Chemie sind,
dass die globale Erwaermung uns alle umbringen wird..
"Sugar, Sugar, Hony Hony- you are my Candygirl" klingt es aus den Lautsprechern..
Ich bin Optimist und denke,
dass mit mehr Bodenhaftung wieder positivere Liedtexte kommen werden -
das sehe ich an der nachfolgenden Generation, die wieder sehr viel romantischer leben will,
die sich fuer Kraeutergaertchen und Rosen interessiert, lieber auf dem Reiterhof Ferien macht-
als "allinclusive" oder "lastminute" dem Massen-Flugtourismus nachzulaufen!

Es wird langsam wieder optimistischer im deutschen Schlager,
man sollte verstaerkt auf die Texte achten..

"man ist nie zu alt um jung zu sein.."

Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere







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Kartuschen - Thema: Zufriedenheit

Mir faellt auf, dass sich in den Medien immer mehr und immer oefter
die Themen um Glueck und Zufriedenheit zu drehen scheinen,
erst noch zaghaft - nun aber schon recht spuerbar.
Hier hat sich etwas veraendert!
Jahrzehnte lang - ich nenne diese Zeit beim Namen -
1980-2010 ging es immer nur um Geld und Aufstieg, Vorwaertskommen und Prestige -
Heute geht es offenbar wieder Richtung innere Zufriedenheit, Zusammenhalt und Glueck,
schoen - altmodische Themen kommen wieder.
Die Schulen hinken - wie ueblich - hinterher, weil die Lehrerschaft eben in "den wilden Zeiten"
der Studentenzeit aufgebildet worden sind und heute nicht mehr aus ihrer Haut koennen.
Die Taetigkeit in den Betrieben wird zunehmend als laestige Pflichtuebung gesehen,
nicht mehr so stark als "persoenliche Entfaltung" begriffen.
Das klingt laengst nach viel viel persoenlicher Enttaeuschung im Beruf,
der heute nur noch als Job begriffen wird.
Die Leute "wertschaetzen" einander nicht mehr,
an den Bedientheken sagen die Leute:
"Ich bekomme" dies und das.
Kein "guten Tag" oder sonst ein nettes Wort - stur wie die Panzer.
Mit dieser Kundschaft umzugehen macht keinen Spass mehr -
die gehen an den Beschaeftigten im Laden vorbei, als waeren es Pappfiguren.
Aus Berufen wurden "Jobs" oder "prekaere Arbeitsverhaeltnisse" -
das macht minderwertig, psychisch fertig und so wird daheim probiert zu kompensieren,
eine heile Welt aufzubauen, sich zu entspannen - was immer laenger dauert, "bis man runter kommt".
Vor laufender Kamera sagen sie zwar "ich arbeite gerne hier", das Gesicht hinter der Maske sagt was anderes.
"Selbstverwirklichung" ist der Job an der Kasse oder zwischen den Regalen bestimmt nicht.
Unverschaemte Kunden, ruecksichtslose Vorgesetzte,
staendig Angst um den Arbeitsplatz und rasende Unvernunft auf den Strassen -
das kann man nicht lange wegstecken.

Ein Kommentar eines Autofahrers im Bezug zu dem V WS kandal:
"In meinem 45 jaehrigen Arbeitsleben
hatte ich sowohl als freier Mitarbeiter als auch als Angestellter
immer wieder Kontakt mit Managern die besser in eine Psychiatrie gepasst haetten
(als Patienten) als in ein Unternehmen."
Zitatende.

Jeder kann ein klein wenig zu mehr allgemeiner Zufriedenheit beitragen:
Ein wartendes Fahrzeug in die Schlange lassen,
Fussgaengern die Ueberquerung der Fahrbahn ermoeglichen,
an der Bedientheke freundlich "bitte" und "danke" und auch mal "guten Tag" wuenschen.
Wir kaufen seit Jahr und Tag in den gleichen Laeden ein und kennen so manchen Bediensten-
ein kleiner Plausch, ein freundliches, aufmunterndes Wort -
manchmal Belanglosigkeiten, etwas ueber das Wetter
oder was man gerade an diesem Tag zu kochen vorhat -
und deshalb dies und das einholen will..
Wir merken, dass das auflockert und das Gegenueber sichtlich befreit,
Hoffnung gibt und Mut macht.

Nicht nur im Supermarkt, sondern auch im Wohnort gibt es solche Erlebnisse;
die neuen Studierten tragen die Nase so hoch, dass sie nur rausgehen, wenn es trocken ist,
sonst regnet es hinein ;)
Jeder hat Angst sich durch einen zu schnellen Gruss als "untergeben"
oder "weniger wert" zu "outen".
Wir treffen unterwegs Leute, die sagen;
"Wenn ich euch Zwei treffe, kommt immer ein nettes Gespraech zustande,
ich fuehle mich hinterher wieder viel besser.."

Wie kommt das?
Zu viele Vorbehalte gegen andere, zu viel Duenkel oder Angst
sich als "weniger wert" fuehlen zu muessen,
nur weil der freundliche Gruss evtl. "gegen Mauern stossen" koennte.
Bei wenigen Leuten ist es wirklich passiert, dass keine Reaktion auf den Gruss kam -
diese Typen wurden aber von anderen Personen "als schon immer seltsam" empfunden.
Davon darf man sich nicht entmutigen lassen und weiterhin mal die Tuer aufhalten,
behilflich sein, wenn jemand gehbehindert oder beladen daher kommt.
Auch in den Zeiten dieses unseeligen globalen Raubtierkapitalismus sind wir Menschen geblieben, auch wenn das so mancher Vorgesetzte oder Chef nicht mehr zulassen mag..

Zufriedenheit ist heute ein hohes Gut geworden,
ganz offenbar viel seltener zu finden als in den armen 1950iger Jahren!



Die Sonderthemen-Ecke hat immer noch ein paar Ueberraschungen parat ! Lektuere