Reihenweck 66


Was ich fast vergessen haette zu erwaehnen ist die wunderbare Sache,
dass man heute noch im Dorf Leute trifft, die jederzeit zu einem Plausch aufgelegt sind.
Genau wie frueher - und so schliesse ich diesen Bogen nicht ohne Genugtuung..
Dorftratsch ist nicht nur Neugier, sondern auch Anteilnahme.

Diese Seite hat Eintraege zur neuen Zeit aus der Seite ueber unser Dorf aufgenommen,
weil ganz einfach diese zu lang geworden war und "entkernt" werden musste:
Meine Seite "Graeveneck" wurde einfach zu lang.
Es bleiben nach der Ausgliederung der "News" immer noch 2700 Zeilen Code,
also 1300 Textzeilen oder 42 Seiten eines Buches.
Hier auf dieser Seite Reihenweck66 geht es also weiter,
wenn sich etwas Neues zeigt - los geht's in chronologischer Abfolge:

http://www.mittelhessen.de/lokales/region-limburg-weilburg_artikel,-Das-ist-wichtig-fuer-die-Menschen-_arid,372894.html
200mtr flussaufwaerts verlaeuft die Gasleitung, die schon mal explodiert ist.
Diese hat eine 1,5fach groesseres Schwesterchen bekommen
und nun auch noch eine Bruecke darauf?
Das verspricht Spannung - evtl. sollten wir besser unser Haus noch schnell verkaufen?
Wie auch immer, der Schwerlastverkehr wird bestimmt noch einige Ueberraschungen bringen,
erst zerdepperte Mittelinseln, dann abrutschende Bahnhofstrasse,
Mittel zur Begradigung der Spitzkehre um die Waldeslust werden auch noch noetig werden.
Wirbelau kann die alten Haeuser schon mal abstuetzen, wenn LKWs ueber 3,5mtr Hoehe durchbrausen,
die durch die Weilburger Bahnunterfuehrungen nicht hindurch kommen..
Po-Backen zusammen kneifen und abwarten, bald werden die Anliegerkosten explodieren,
wenn die Strassen derart strapaziert werden, die jetzt schon am Limit sind.

"Just in Time"? - Menschen?
Die Mobilisierung der Massen hat inzwischen Ausmaße erreicht,
die jedem Umweltschuetzer die Haare zu Berge stehen lassen koennten,
waeren davon noch genuegend vorhanden..
Wir wohnen an einer Verbindungsstrasse zum Neubaugebiet, in einer Gefaellstrecke.
Das merkt man inzwischen, wenn die immer groesseren Wagen und LKW's ueber die Kanaldeckel donnern.
Die vielen vielen Privatautos sind nicht nur immer mehr stinkige Diesel,
sondern auch noch richtige Schwimmpanzer geworden- der kleinste Zwerg
hockt -alleine- in 2 Tonnen Stahl und Blech und Plastik,
mit ab hundert bis 300 PS - Motoren.
Jeden Tag fahren immer mehr Einzelpersonen 4-5x einfach die Strasse rauf
und ebenso oft wieder runter.
Unterwegs - egal wo - trifft man die gleichen Leute auf allen Strassen rund um uns herum.
Wir sind im Dorf IMMER zu Fuss unterwegs und sehen darum recht viel.
Uns kommt es vor, als waeren die Menschen heute "just in time" -
im Auto zur Welt gekommen und als wuerden sie bis zum Ableben im Auto verbleiben..
Keiner laeuft, die Kinder werden zum Bus und Bahnhof gefahren und wieder abgeholt,
zum Friedhof wird gefahren, zum Zigarettenautomaten, zu Bekannten, zu den Kindern,
zum Tennis- oder Sportplatz, ja selbst zum Hundeausfuehren wird gefahren,
in die Gaerten, zum Friseur und taeglich in den kl. Supermarkt im Nachbarort
zum B ilderzeitung und Broetchenholen.

Obendrueber sind zig und zig Kondens-Streifen der Flugzeuge, die um Rhein-Main herum kreisen..

Ein Forenkollege aus Oesterreich meinte einmal dazu:
"ist der Weg weiter als wie der Karrn, wird gefarrn"

130 Jahre lang konnten die Schueler zum Bahnhof laufen und es ist denen nichts passiert, heute faehrt jede Mutti fuer jedes Kind extra mit der Grossraumlimousine den Nachwuchs dort hin und holt die Kids auch wieder ab am Bahnhof. Ade "soziale Kontakte", ade "Fitness".

Die frueher und zwischenzeitlich aktive Strickwarenfabrik in der Waldeslust an der Lahn ist laengst wieder geschlossen und verfaellt-
wie die gleichnamige Wirtschaft.
(2016: Neuerdings wird in dem ehem. Wirtsgebaeude renoviert)
Die Zeiten aendern sich, das war schon immer so.
Was Orson Welles 1938 im Radio brachte, ist heute Wirklichkeit geworden !
"Aliens" sind in allen Ecken des Landes gelandet, selbst in Graeveneck - wie haben die uns gefunden ?!
Was mich besonders fuchst, ist die Tatsache, dass selbst im Dorf niemand mehr den anderen Mitmenschen achtet:
Es reicht nicht fuer den normalen Anstand, denn wer im Auto sitzt, ist der Staerkere und brettert durch - moeglichst ohne das Tempo zu reduzieren. Es ist heute egal, ob eine Autotuer offen ist oder kleine Kinder oder jemand mit dem Kinderwagen oder Rollator nicht fix genug auf den Buergersteig fluechtet, ob ein Hund oder Personen auf der Fahrbahn stehen, ob jemand was auslaed - egal - immer feste druff: Ueber den Buergersteig wird gebrettert!
(Kaum, dass ich den Besen und die Schaufel beim Strassenkehren "gerettet" habe,
kommt ein Hobbytraktor mit Holzhaenger die Strasse hoch - mit Getoese und Geknatter und einem schlimmen Gestank, welcher zum Husten reizt.
Gut 15 Min. haengen die Dieselschwaden in der Luft -
was uebrigens bei den SUV's nicht viel besser ist. Das Atmen faellt schwer..)

Das hat nichts mit der Kirmes zu tun - an einem gewoehnlichen Sonntag: Ein juengerer Bastler faehrt unter Getoese mit seinem orangen Alt-Traktor mit Haenger durch das Dorf - mit Vollgas versteht sich. Andere machen das mit dem Quad, das nicht viel leiser ist, wer es sich leisten kann ballert mit der "Harley" herum - noch Betuchtere mit dem Sportflugzeug ueber alle Koepfe hinweg. Man lebt sich aus - in der Hoffnung, dass alle Leute schwerhoerig sind oder Ohrstoepsel benutzen. Eine Gruppe offener Sportwagen faehrt durch das Dorf, weil keiner guckte, hat jeder Wagen gehupt..
"Schau mal, was Mutti mir geschenkt hat!"
(Man muss schon recht hart im Nehmen sein, wenn das ausgeblendet werden soll - nicht von ungefaehr kommt mir dabei der Verkauf eines oeffentlichen Weges in den Sinn - Geruechten zufolge fuer 2000 Euro an einen privaten Anlieger. Dieser Weg verband die Lahnstrasse mit der Bahnhofstrasse fuer Fussgaenger, die dann gegenueber einen ebensolchen Fussweg zur Taunusstrasse und weiter zur Flurstrasse gehen konnten, eine nicht unerhebliche Abkuerzung. Dieser Weg ist also nunmehr "privatisiert" worden, ohne die Gemeindemitglieder darueber befragt zu haben. Ist das noch Anstand oder gar die neue Demokratie ? Und da ist noch die enorme Zuzahlung der Anlieger, wenn eine Strasse neu gemacht wird: 11 Euro pro Quadratmeter Grundstueck wird z.Zt. gefordert, dh. wenn ein solches Grundstueck 600qm gross ist, muessen 6600 Euro von den Eigentuemern geschultert werden.. frueher war das eine der originaeren Aufgaben der Kommune.)

Immer mehr Leute gehen inzwischen gleich mit zwei Mini-Hunden herum
und benutzen die Verkehrsinseln als Kack-Ecken,-
im Dunkeln sieht es ja keiner -gell?
(Ich bin aber schon frueh auf und sehe vieles, hoere auch um 04.15 Uhr die Flugzeuge ueber den Daechern roehren..)

Ich habe der Gemeide folgende Mail zukommen lassen, weil solche Dinge nicht klaglos hingenommen werden duerfen. Hier waere ein Kurs in Demokratie nicht schlecht, wo alle Kommunalverwaltungen teilnehmen sollten..
Nun die Kopie meiner Mail:
(Die Umlaute habe ich veraendert, dann liest sich der Text auch in Uebersee gut)
"Liebe Gemeindeverwaltung.
Mit Befremden muss ich zur Kenntnis nehmen, dass der Fussweg von der Lahnstrasse zur Bahnhofstrasse offenbar von der Gemeinde an Privat verkauft worden ist, ohne zuvor die Bevoelkerung befragt zu haben.
Dieser Weg ist ein Teil des Fusswegesystems bis zur Flurstrasse, also die Verbindung von 4 Querstrassen, was eine erhebliche Abkuerzung fuer alle Bewohner ist. Zudem ein sicherer Weg, der nicht zugeparkt werden kann - nicht nur Schueler haben diesen Weg immer genutzt.
Die Ausbesserung der oberen Mittelstrasse, wo bereits die Steine aus der Fahrbahn bis zum Gehsteig fliegen, hat man wohl noch nicht bemerkt.
Hier koennte mit geringen Mitteln ein weiteres Ausbrechen der Fahrbahndecke und somit deren Neubau vermieden werden. Desgleichen diese Querrisse in dieser Strasse bis zur Lahnstrasse hin, die man durchaus mit fluessigem Bitumen ausgiessen koennte:
Bei Regen versickert das Wasser dort und beginnt ein zerstoererisches Werk im Untergrund der Fahrbahn.
Die ganz enorme Belastung -gerade in der Mittelstrasse- durch den staendig steigenden Verkehr immer schwerer Fahrzeuge hat auch die Kanaldeckel - Unterfuetterung ruiniert, was nicht nur staendige Schlaege bringt, wenn ein Auto oder LKW darueber faehrt, das laesst auch die Asphaltdecke um den Deckel herum broeseln.
Ich schreibe diese Mail, weil sich inzwischen jeder Bewohner vor den extremen Zuzahlungen bei Strassenerneuerungen fuerchtet, die eigentlich Sache der Kommune sind und nicht die der Anlieger, die immer mehr zur Kasse gebeten werden um Fremdkosten zu kompensieren, deren Aufzaehlung ich mir an dieser Stelle ersparen moechte."

Die groben Loecher der Strassen wurden im Feb. 2017 - das darf ich zugute halten - ausgebessert !
(Die Risse sind noch da, vermutlich ist es zur Ausbesserung noch zu kalt, eine direkte Antwort auf die Mail habe ich nicht erhalten. So geht es einigen anderen Leuten im Dorf auch, wie man hoert)

Die sehr hohe Zahl immer schwererer Fahrzeuge, mit denen jeder staendig und jeden Meter faehrt, wird immer groesser, zusammen mit den Zulieferern ist ein kraeftiger Verkehr zu verzeichnen. Die Strassen gehen nicht nur durch den Frost und den Raeumdienst kaputt ! Mir ist vollkommen klar, dass mein "Gemeckere" nicht grundsaetzlich zu Verbesserungen fuehrt- aber ein klein wenig nuetzt das schon ! Zumindest will ich nicht zu den Themen geschwiegen haben, damit meine Kinder und Enkel einmal nicht sagen koennen: Du hat ja auch geschwiegen, wie alle anderen Leute..

Letztlich ist das Leben im Dorf aber recht gemuetlich, der Dorftratsch gehoert dazu-
manchmal kann die eigene Lebenserfahrung anderen helfen,
ueber so manches Problem hinweg zu kommen,
sei's drum, dass man sich untereinander troestet:
Aelter werden wir alle!

Mit dem Jahr 2016 wird die Ringstrasse fertig, die ganz neue Kanalisation und Leitungsnetze bekommen hat, neuem Unterbau und gepflasterte Buergersteige. Richtig chick schaut diese Strasse nun aus. Kaum waren die Arbeiter weg, standen auch schon die Autos - meist SUVs - auf den neuen Buergersteigen, die man im Ort eigentlich in "Autosteige" umbenennen koennte.. aber hier laufen die Leute sowieso immer mitten auf der Strasse. (Das kommt auch davon, dass mit dem Kinderwagen oder Rollator die Buergersteige recht eng bemessen sind und dass die kleinen Raeder auf dem Pflaster rattern.. dafuer sind nun links und rechts der Strassen Fussgaengersteige, weshalb der Fahrweg deutlich verengt ist. Parkt nun ein solches Automonster am Bordstein, kommt kaum noch ein anderes Auto durch. Was sich die Planer dabei gedacht haben, wird man wohl niemals erfahren. Wiesbaden ist der Bevoelkerung sehr fern.)

Sylvester 2016/2017 - nie ist so viel geballert worden, wie bei diesem Jahreswechsel- Umweltschutz hin, Tierschutz her.
Es fiel uns deutlich auf.

Wenn etwas Neues ist, werde ich das hier kundtun-
was fuer die Leser und Leserinnen in Uebersee ganz interessant sein duerfte.
Einen freundlichen Gruss nach dort!

Das Elektro-Schmitt-Haus in der Wingertstrasse scheint zwar schon ein Jahr verkauft, ist aber nicht bewohnt. Ein Mann aus dem Unterdorf -dem wohl schon drei Haeuser gehoeren, hat es gekauft. (Wozu weiss keiner) Das alte Leinert-Haus in der gleichen Strasse dient schon seit vielen Jahren als Wochenendhaus. Die grosse Wirtschaft mit Gastraeumen in der Lahnstrasse steht nun leer und fuer bald eine halbe Million Euro zum Verkauf, weil der Paechter in Rente ging. Es wird -Angesichts der z.T. sehr unordentlichen Nachbarn schwer verkaeuflich sein. Die alte Pauli-Wirtschaft -ebenfalls in der Lahnstr.- steht seit Jahrzehnten leer und verrottet. Der alte kleine Lebensmittelladen bei Schaefers -Lahnstr.- steht seit Jahrzehnten leer, desgleichen die ehem. Metzgereiverkaufsstelle der Ellen, die ehem. Raiffeisen-Stelle ebenso, wo zwischenzeitlich ein Glas-Dehn war, das Gebaeude wird fuer 99.000 Euro angeboten. Die Ringstrasse ist neu gemacht, neue Kanalisation, Buergersteige, Teerdecke ein Jahr war das eine ausgedehnte Baustelle, wo auch der Kirmesplatz total mit Kram zugestellt war. Das Eller-Haus (ehem. Metzgereiverkaufsstelle) in der Bahnhofstr. ist nun endlich verkauft, was Jahre gedauert hat- nun wird seit Wochen mit richtig grossen Bautrupps daran gearbeitet. (Man hoert dort nur auslaendische Toene - zugleich scheint dort ein Dauertreffen von fuehrerscheintechn. Analphabeten zu sein, falscher und mit noch mehr Autos kann man eigentlich nicht mehr "parken" oder die Buergersteige und Strassen zustellen.. naja, wer weiss, unter welchen Umstaenden die Fahrpruefung gewesen ist.) Das Haus der Ruhlands in der Flurstrasse ist nun an einen Bulgaren? verkauft, das neue grosse Haus des Russlanddeutschen soll verkauft worden sein- in der Berlinerstr. In der Waldeslust sind etliche Asylanten untergebracht- zum wiederholten Mal. Das Haus meiner Grosseltern neben uns in der Mittelstr. hat ein Paar aus Korea gekauft, das alte Goeldner-Haus an der Bahnhofstr. gehoert nun einem alleinstehenden Einheimischen, das Radu-Haus (Oesterling) ist an einen mir unbekannten Mann mit Schaeferhund verkauft worden, nachdem der Besitzer gestorben war. Bei dem ehem. Kohl-Bauernhof direkt daneben schaut es wild aus. Die ehem. Schule, dann Gemeindeverwaltung, spaeter Gemeindehalle und heutige Feuerwehr ist alles fein und gut neu gemacht worden. Dort, wo nur ein Wiesenhang mit etwas Geroell war, steilauf zu den Scheunen auf der Rueckseite von den ehem. Hoefen von Weide und Kamphausen, an der Lahnstrasse ist nun ein Neubau mit Friseursalon entstanden, geschickt gebaut sogar mit 3 Parkplaetzen dabei. Niemand haette fuer moeglich gehalten, dass hier etwas gebaut werden koennte. Der Bauernhof der gestorbenen Voelpels in der Lahnstr. ist als "Hofreite" von einer Pferdefreundin gekauft worden. Die ehem. Baeckerei Oesterling von zwei Frauen aus der Stadt als Wohnhaus, die ehem. Baeckerei Lockl schaut auch recht traurig drein- zwar Wohnhaus, aber recht fertig. Der "techn. Supermarkt" von Friedl ist laengst zu, aus Altersgruenden, wie es heisst. Im Neubaugebiet auf den Sauwrasen -ganz oben ueber den Flachbauten der Familie Lohr und auch darunter wird -langsam aber sicher- zugebaut. Einige Haeuser sind nur noch von einer Person bewohnt, weil der EheparternIn weggestorben ist. Die versprochene oder in Planung befindliche Neubau der Lahnbruecke ist noch immer nicht angefangen - warum auch immer. Ueber dem Linsenfeld - wenn man ueber den Steinbruch geradeaus geht - sind Cornel-Kirsch und Apfelbaeume vom Nabu gepflanzt, in schoener Reihe. Hoffentlich werden die nicht gleich wieder geklaut (ist schon vorgekommen).. Die Kompostanlage -jenseits der hohen Strasse laeuft seit einigen Jahren zur vollen Zufriedenheit aller, die haben gut zu tun. Inzwischen sind die zwei Aussiedlerhoefe im Herrenfeld wieder aktiver geworden, einer will ein Direktvermarkter-Laedchen eroeffnen. Ka ppes, die Grosskuechenhersteller haben wohl gut zu tun, gut so, das schafft Arbeitsplaetze. Ueberhaupt wird im Dorf mehr restauriert und neu gemacht, was ich sehr begruesse. Der junge H etzl bastelt an seinem Haus und betreibt eine Mini-Autowerkstatt - was wohl daraus werden wird? Einen Glas- und einen Blechkuenstler haben wir nun auch im Dorf. (Stand Maerz 2017) Das Haus der Arkan's in der Wingertstr. ist nun auch zum Verkauf angeboten, so nach und nach gehen die Alten. Auf den Sauwrasen wird ein weiteres neues Haus gebaut - das waere das 7. dort auf der Hoehe neben dem alten Bauhof der Firma K appes, wo nun ein Privathaus drauf steht. Was dieses "Paedchen" oder in anderer Schreibweise "Päädche", den Fussweg zwischen Lahnstr und Bahnhofstr anbelangt, scheint es bei den Anwohnern zu rumoren, um mal "postfaktisch" zu werden - Geruechtekueche sozusagen. Es sollen wohl schon Anzeigen laufen. (Wir haben das Kaeseblatt Tageszeitung schon seit langem abbestellt, so erfaehrt man nur ueber die Geruechtekueche neue Dinge) Meine Meinung? Bitte sehr: Ich halte den Verkauf fuer ein Unding, das ist schlimmer als in der armen Zeit, wo kein Geld da war. Wie im Kaiserreich wird einfach ueber die Koepfe der Betroffenen entschieden. Der Buergermeister und der Gemeiderat gehoert nochmal auf die Schulbank um etwas ueber demokratische Umgangsformen zu erfahren.

http://kv-limburg-weilburg.dlrg.de/archiv/2007-08-28-einsatz-graeveneck-explosion-gasleitung.html

http://www.neinzurtgl.com/infos.htm

Die Waldeslust wird offenbar wieder renoviert, die Schleife zum Bahnhof ist abgeholzt worden- ein ungewohnter Anblick entstand, als die riesengrossen Buchen abholbereit gestapelt dort lagen.

Der 2. "Schinngraben" oder Muellplatz lag hinter dem Weg oberhalb der Wuestung, also auf dem Herrenfeld einen Acker links Blickrichtung Falkenbach. Heute ist dort "rekultiviert", merkwuerdiges Gestraeuch ist zu sehen.

Maerz 2016- in der Flur- und Ringstrasse werden neue Abwasserrohre verlegt,- der teuer hergerichtete Bolzplatz sieht nun wie ein Strassenbau-Depot aus, alles ramponiert und mit grossen Abfallhuegeln, Geraeten und Maschinen besetzt. Ueber die Bahnhofstrasse gehen Einzeichnungen, wo aufgegraben werden soll um die Anbindung zu machen. Die Taunusstrasse ist arg laediert und muss wohl bald instand gesetzt werden- es waelzt sich eine steter Fluss an immer schwereren Fahrzeugen darueber. Frueher waren die Strassen fuer eine derartige Belastung nicht ausgelegt: Im Neubaugebiet wird mit Kran an Einfamilienhaeusern gebaut, frueher hat man die Steine per Hand oder Foerderband bewegt. Heute faehrt ein 48 ! Tonnen schwerer 4achsiger Betonlaster dort hin, um die Decken auszugiessen. Schwere Muell-Laster kurven herum, Anlieferer und .. zuweilen sogar Langholztransporter, die aus dem Wald kommen und die -kuenstlich durch Verkehrsinseln verengten- Gassen manoevrieren. Die Autos werden gerne auf die Strasse gestellt, selbst wenn die Anwohner Einfahren oder Garagen haben.. dazwischen fahren kolonnenweise Muttis ihre Kids zum Bahnhof- jede einzeln fuer sich- und 5 Minuten spaeter wieder zurueck ins Wohngebiet. Immer im Slalom um die Hindernisse, zuweilen mit dem Handy am Ohr und nicht mal angeschnallt. Das bringt interessante Verkehrskonstellationen vor und hinter den Verkehrsinseln ;) Das ganze wird dadurch gekroent, dass die Anwohner die Strasse bezahlen muessen, wenn sie neu gemacht werden muessen..

Neues zur Waldeslust: Ein Investor soll das Haus gekauft und innen zurecht gemacht haben,
um mehrere Migrationsfamilien dort unterzubringen.. (Angeblich 2 Familien mit 9 Kindern)

Mit der Hauptstadt - Ideologie kommt Fremdheit bis in unser Dorf, wobei anstelle von Subkultur und Multikulti viel eher Zusammenhalt unserer eigenen Bevoelkerung angezeigt waere - doch daran hat es schon in der ganzen Geschichte Germaniens gemangelt, wie auf meiner Ausarbeitung "Geschichtliches" (s.o) oft genug zu lesen ist. Der Trend scheint von der Demokratie weg zu einem Diktat der Lobbyisten Europas zu gehen - ein sehr unheiliges Ding !

Man koennte es fuer eine Glosse halten, waere da nicht der Umstand, dass es stimmt: Seit Jahrzehnten werden immer wieder die Tuellen der Giesskannen geklaut, die die Gemeinde am Wasserbecken aufgehaengt hat. Es bleibt immer nur eine einzige da- deshalb hat die Kommune nur noch eine Tuelle die letzten Jahre zugebilligt, alle anderen Giesskannen sind ohne.. nun ist es so, dass der oder die DiebIn diese eine Tuelle auch noch lieb gewonnen hat- jetzt giessen alle Friedhofsbesucher blank- ohne Tuelle.

Die Bodenpreise im Ort werden im alten Ortskern bis vor die Ringstrasse und incl. Waldstr. und um den alten Friedhof herum mit 35 Euro, sonst auf 45 Euro, auf den Sauwrasen auf 65 Euro eingestuft. Die Au auf 20 Euro pro Quadratmeter, Industriegebiet 20 Euro, Gaerten 2 Euro, Forstwirtschaftl. Flaechen 50 Cents und 80 Cents fuer Landwirtschaftl. Flaechen, Gemeindestuecke auf 1 Euro. Zum Vergleich: Dietzenbach ca 300 Euro und 5 Euro die Landflaechen, 5-700 Euro in Koenigstein / Falkenstein, Oberursel geht schon mal auf 1300 Euro hoch, Giessen bis 3600 Euro, Frankfurt von 300 bis 40.000 Euro. Dabei scheinen freilich infrastrukturelle Anbindungen und die Geschaeftslage massgeblich zu sein. Beim Klinikum und bei den Uni's, an der Zeil oder so sind die Preise deshalb freilich hoeher. Wenn man jedoch rechnet, dass ein Auto ordentlich viel Unterhalt kostet und das ueber Jahre hinaus benutzt werden muss, um zur Arbeit zu kommen, relativieren sich die Preise ganz schnell! Lt Autoclub kosten die Karren heute mal eben ein paarhundert Euro im Monat, wenn alle Faktoren zusammen gerechnet werden. Ein sehr durchschnittliches Auto, der Golf Kombi, ist mit 600 Euro dabei - dh. 7200 Euro im Jahr..

In der heutigen Zeit, wo der "freie Bauer" dem "Agrarier" gewichen ist, der als Eu-Hoeriger am Tropf der Zuschuesse haengt und sich beugen muss, macht er heute "Greening" auf den Feldern, wenn das "vorgeschrieben" ist. Kein Wort mehr von "frasterlichen Kanstrauwe und iwwerzwersche Klustern", vorbei die "gute alte Zeit"..

2016 hat wohl viele Besucher auf dem Campingplatz an der Lahn, die Radfahrer sind auf dem Leinpfad fleissig zugange, den lieben langen Tag fahren ganze Pulks an Fahrzeugen aller Art durch das Dorf: Wir sind wohl touristisch entdeckt! An der Bahnhofstrasse (Durchgangsstrasse) kann man Oldtimer div. Sorte sehen, als Motorraeder, Traktoren, Autos, Cabrios, Markenfahrer, die ihre "Ausfahrten" machen. Der Taunus scheint besonders fuer Motorradfahrer eine magische Anziehung zu haben.

Seltsam: Nach dem Vernehmen sollen alte Leute nur mit Muehe Helfer zum Rasenmaehen finden.. (Freilich gegen Geld, nicht umsonst)

Weiter mit den Neuigkeiten aus dem Dorf.

Der 2. Mann in der Gemeinde wird neu besetzt: "Abgeschlossenes Studium als Bachelor of Arts (Public Management) bzw. Dipl. Verwaltungswirt/in (FH) oder gleichwertige Qualifikation ggfs. Verwaltungsfachwirt/in - Hohe Sozial- und Fuehrungskompetenz - Mehrjaehrige Leitungserfahrung - Fundierte Fach- und Rechtskenntnisse im Aufgabenbereich, insbesondere aber im Kommunalrecht" heisst es in der Stellenausschreibung. (A12) Man koennte denken, dass in der 4400 Einwohner Gemeinde das ein wenig "overdresst" sein duerfte- oder sehe ich das falsch, zumal der Buergermeister mit noch hoeherem Dienstgrad (A15/16) dabei ist.. so kann man das Geld auch verjubeln, das die Kommune sowieso nicht hat. "Hohe Fuehrungskompetenz" duerfte aus einer lebhaften Phantasie entsprungen sein, bei den paar Bediensten.

Ach ja, ich wollte Dir, geneigte Leserin, lieber Leser ein Wort aus alten Tagen nicht vorenthalten, das mir nach J a h r e n ploetzlich wieder eingefallen ist: " frasterlich " (Plattdeutsch, fuerchterlich, grauslig, abstossend)

Mir faellt immer wieder unangenehm auf:
Sooft manche Leute mit dem Auto im Ort unterwegs sind, koennte man denken, sie wohnen in dem Ding. Und es werden immer mehr von diesen Dauer-Fahrer und Fahrerinnen! Soviel zum sinnvollen "Ziel und Quellverkehr" langsam faellt es auf: Ist der Weg weiter als wie der Karrn, wird gefarrn. (So hat das mal ein Oesterreicher formuliert) Umweltschutz betreibt nur der, der sich Verschwendung nicht leisten kann (oder ein Umweltfreak ist?) Wie auch immer, diese extreme Ruecksichtslosigkeit gegen alle Bewohner und gegen die Natur ist laengst salonfaehig geworden, wie das gegenseitige zuparken der Hof- und Garagen - Einfahrten, als aeusserliches Zeichen "guter Nachbarschaft", das man in fast jeder Strasse des Dorfes sehen kann.

Es gilt inzwischen als "schick", absichtlich gegen die Verkehrsrichtung zu parken und auf dem Buergersteig..

Aus dem Dorf gibt's immer mal wieder was zu berichten:
Ab und zu wird doch mal ein lange leerstehendes Haus verkauft, was uns immer sehr freut. So manches Mal kommen interessante Leute ins Dorf, leider oft genug eher das Gegenteil davon. Nun werden wieder Fluechtlinge kommen, aber ganz andere als nach dem Krieg- es sind keine Deutschen, sondern ganz anders geartete und mit fremden Religionen, die einfach nur besser leben wollen. Die Kommunen reagieren mit heftig steigenden Abgabenlasten an die Buerger, mit derben Zwangsbeteiligungen an Strassenbaumassnahmen, die frueher ganz selbstverstaendlich von den Gemeinden oder vom Kreis oder vom Land getragen wurden. Irgendwer muss die Zeche zahlen, wenn jeder Fremdling 100 Euro am Tag (!) an Kosten verursacht und eine christliche Zwangsteilung ergibt. Alles in allem scheint mir aber der Immobilienmarkt arg im Keller zu sein, es geht sehr zaeh zu, bis endlich mal wieder etwas Bewegung ins Spiel kommt. So manches Haus steht Jahrzehnte lang leer. Durch die vor ein paar Jahren eingefuehrte (durch das Gemeindeparlament durchgewunkene) "Verordnungen" muessen Hauseigentuemer von von der Strassenmitte aus bis ins Haus kaputte Rohre und Leitungen selbst bezahlen. Dazu gehoeren auch Inseln und Baeumchen auf der Strasse, die sinnlose Verkehrsbehinderung und Parkplatzverschwendung und Pflegekosten bedeuten. Dh. die Gemeinde hat sich von der "Lieferung bis zur Grundstuecksgrenze generoes verabschiedet und die ihr eigentlich obliegenden Hoheitspflichten "outgesourct". Wer das abfedern will, musste den doppelten Beitrag zur Brandversicherung leisten, weil raffinierter Weise der alte Nassauische Versicherer erloschen und von der Sparkasse uebernommen wurde. Die haben die alten Satzungen so "entruempelt", dass sie nun kraeftig mehr daran verdienen. Noch doller geht es mit den Strassenlaternen bis zur kompletten Sanierung der Ortsstrassen und Buergersteigen zu: Hier werden die Anwohner nach einem "Durchfahrtschluessel" zur Kasse gebeten - geschwind sind zwischen 7-20.000 Euro zu zahlen. Das nenne ich kalte Enteignung ! Leider kann man diesem Treiben keinen Einhalt gebieten, weil diese kommunalen Rechte durch das Land gestuetzt werden. So kann man endlich die suendhaft teuren (und eigentlich ueberfluessigen) Buergermeister - "Wissenschaftler" und vieles andere bezahlen.. Dass diese Summen von durchschnittlich 10.000 Euro von kaum mehr einem Mitbuerger bezahlt werden koennen, hat eine Verschuldung zur Folge. Bei diesem niedrigen Renten-"Niveau" bleibt einer Witwe nichts anderes uebrig, als eine Hypothek aufzunehmen oder das Haus zu verkaufen. Zusammen mit den "S chufa"- Eintraegen bei Handy- Kaeufen oder Kreditanfragen kann das ein lustiges Spiel werden! Man mag sich nicht ausdenken, was unseren Kindern blueht, die mit noch weniger Rente werden auskommen muessen. Die da oben bekommen immer mehr, unaufhoerlich und unersaettlich und nicht zu bremsen und spielen sich dabei wie kleine Goetter auf. Wir sind immer weiter von einer wahren Demokratie abgerueckt, je mehr die Parteienherrschaft um sich gegriffen hat. So sehe nicht nur ich das, das empfinden die allermeisten Mitbuerger ebenso, die sich immer aufgeregter darueber unterhalten. Wahlverdrossenheit ist kein Zufall: Die kommt durch die neuen Studierten, die nur noch sich selbst und ihresgleichen fuer voll nehmen.

Aktuell 21.2.2013:
Inzwischen sind die Haus- und Wohnungseinbrueche bis zu unserem Dorf vorgedrungen!
Bitte keine Fenster gekippt lassen!
Durch die starke Waermedaemmung hoert niemand mehr, was bei den Nachbarn passiert.
Dazu passend:
Weisse Transporter aus P olen fahren herum, kurven ganz langsam alle Strassen ab und schauen.
Wenn ein Garagentor offen steht, wird sogar zurueck gefahren, was heute wieder passiert ist:
23.3.2013 11.30 Uhr- Die drehen erst ab, wenn man droht!
(Frueher holten sie nur den Sperrmuell, heute sind sie wohl kreativer und fahren das ganze Jahr hindurch kundschaften.
Das waren noch Zeiten, als den ganze Sommer hindurch die Tuer aufstehen konnte und die Leute im Garten werkelten -
das ist durch die offenen Grenzen viel zu riskant geworden:
Ohne Schluessel geht es nicht mehr)
Die heutige "Freizuegigkeit" tut ein Uebriges dazu, dass die Polizei nicht arbeitslos wird.
((Die Massenfluchten im Jahr 2015/2016, wo ueber eine Million (!) Fremder
vor ihrer eigenen Lebensweise quer durch Europa zu uns geflohen sind,
hat weitere Herausforderungen an die Sicherheitskraefte mit sich gebracht.
Die Entwicklung im Orient und Afrika ist verheerend schlecht gelaufen, trotz teurer, jahrzehntelanger Entwicklungshilfe:
Deren Mentalitaeten haben keine Hilfe, sondern nur Geld verlangt..
Die offenen Grenzen zeigen sich als boeser Bumerang.))

Meine einzige Vereinsmitgliedschaft

Ein seltsamer, etwas breiterer Grenzstein steht am Buchenwald in Graeveneck mit der Beschriftung: TFG -leider konnte ich auf der Weinbach-Seite unter Vereinen nichts darueber finden. Irgendwann werde ich herausfinden, was dahinter steckt - evtl. eine "T raktor- F ahr- G emeinschaft" ? (Dort, wo man zum tadellos erhaltenen alten Waldfest-Tanzplatz gehen kann, wo schon Jahrzehnte kein Fest mehr war) Der neue Friedhof im Krautfeld ist auch schon recht angefuellt, der alte Friedhof Ecke Wingertstr / Mittelstrasse ist schon halb abgeraeumt, bis 2020 sollen alle Grabsteine -vermutlich aus die Leichenhalle- weg sein. Nach den Lebensmittelgeschaeften sterben inzwischen auch die Handwerksbetriebe, die Heizungsbauern nach den Spenglern und Schmieden auf dem Land. Das Dorf wird immer mehr zur Pendler-Schlafstaette.

Es bilden sich aber auch sehr interessante und freundliche Gemeinschaften "TFG" Graeveneck,
die am Buchenwaeldchen einen Platz gefunden zu haben scheinen - auf jeden Fall habe ich die folgenden
Bilder am 30.April am fruehen Mittag geschossen:

plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf
plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf
plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf plaetzchenwolf

Siehste, siehste: Nun ist auch klar, was dieses geheimnisvolle "TFG" auf dem Grenzstein
am Bauwald bedeutet:
Traktor Freunde Gräveneck.

(Auch wenn ich immer fuer staerkeren Umweltschutz eintrete und mich ueber die Knatterer aerger,
mag ich alte Traktoren ganz besonders gut leiden - das sieht man auf meinen Seiten schon ein wenig ;)

Kirmes 2016

























Heute fahren wie selbstverstaendlich Autos mit bulgarischen und polnischen Kennzeichen im Dorf herum - offenbar wohnen die Leute hier im Dorf.

http://www.mittelhessen.de/lokales_artikel,-Rueckschnitt-oder-Kahlschlag-_arid,408098.html
Die Leute protestieren immer und gegen alles - ich halte die Aktion fuer gut gelungen und notwendig!

Eine neue Kuenstlerin ist aufgetaucht, sie macht aus Baumstaemmen Kunstwerke wie mir scheint -
geschaelt, gestrichen, mit dem Ansatz der oberen Hauptaeste -wo etwas oben drauf gelegt werden soll.
Ich bin gespannt wie es weiter geht..
..das sollen wohl nur Stuetzen fuer einen Carport werden - Sachen gibts!

Die beiden Haeuser unter unserem sind von Fremden gekauft worden, einmal Bulgaren? und Koreaner.
Beide wollen wohl keinen Kontakt zu den Nachbarn.
In einem kleinen Dorf ist das irgendwie gruselig und ein Fremdkoerper.

Nun, mir geht es eigentlich auf dieser Seite nur um die allgemeinen Entwicklungen im Dorf -
wo immer mehr osteuropaeischen Kennzeichen herum fahren, einige sind bereits auf unsere Region umgemeldet.
Wir sind "entdeckt" oder werden nach und nach unterwandert- man kann das sehen wie man mag.

Die Traktoren der "amtierenden" Bauern sind immer schneller geworden, jetzt rasen sie schon so fix
wie LKW's ueber Strassen und Feldwege.
Retour mit gigantischen Anhaengern, voll mit Mais-Schitzel beladen.
(Nicht nur fuer Viehfutter, sondern auch zur Bio-Gas Produktion.)
So mancher schraege Fuchs baut seine eigene Muellverbrennungsanlage irgendwo auf- egal, Hauptsache
der Kram kommt weg. (Seltsam, wo doch unsere Muellabfuhr sehr gut funktioniert!)

Auf die IAA brauchen wir nicht mehr zu gehen, weil bereits (fast) alle Autos im Dorf
herum kurven..

Der Schueler-Tourismus mit jeweils einem Extra-Auto Richtung Bahnhof und wieder zurueck - 2-3x
am Tag pro Driver hat uns erschreckt: Das stinkt vielleicht!
Diese Leute sind noch nie zu Fuss zum Bahnhof gelaufen, wenn diese Diesel-Stink-Kollonne gerade ihre
Kinder oder Enkel abgeholt hat!
Gerade heute, in den Zeiten des AHDS waere etwas Bewegung nicht schlecht fuer die lieben Kleinen,
dann kommen die nach dem Unterricht auch mal wieder runter, wie das sein sollte.
Der naechste Wahn findet direkt um die Ecke statt, wo eine Hebamme "Babymassagen" anbietet -
jede Menge Autos kurven herum, fast wie beim Schlussverkauf.
Zeiten sind das- aber was will man machen- es ist eben alles anders als "frueher".
Wie auch immer, auf diese Weise wird genau so viel Material verheizt wie das Pendler machen muessen..
..eben mit dem Unterschied, dass ein Ding noetig und das andere eben Firlefanz ist.

***

Ab und an fallen mir die alten Ausdruecke wieder ein,
die in Kindertagen an mein Ohr drangen:
"Iwwermurrn se murrn se murrn se mojhe" (Ueber-ueber-morgen-frueh)
"Haut innern" (Heute vormittag), "medddooch" (Mittag), "iwwerzwersch" (Unleidlich)
Es lad nochemohl!
(Zum Abgrund hin, das Schlechte zu sehen)
Die Namen sind interessant, die damals - heute eben nicht mehr -
den Haeusern gegeben wurden: Schusters, Baeckers, Schreiners, Wagners -
eben nach den Berufen der damaligen Hausbewohner benannt, selbst noch Jahrzehnte nach
dem Ableben des Haeusle-Bauers und seiner Familie..
..ach, ihr habt das Schusters - Haus gekauft?!
(Dann waere man nach obiger Logik eben der Schuster - Harald oder der Harald aus dem Schustershaus..)
So wie im Nordischen meine Tochter eigentlich Haralddottier heissen muesste und der Sohn Haraldso(h)n.
Im Nassauischen Land waere der Ausdruck dem Harald sei Dochter (eher Matschje)
oder dem Harald sein Bub oder Sohn oder Stammhalter -
aber auch das ist schon Schnee von vorgestern.

Diese Zeiten kommen nie mehr wieder, die Aufbauzeit der Zivilisation ist definitiv vorbei,
nun gehts bergab, aber sowas von rasant: Die neuen Bewohner sind eben "anders", die zu uns kommen
und ihr ganz eigenes Sueppchen kochen.
Man hoert schon heraus: Ich halte nichts von der Multikultur,
das ist einfach nur vorsaetzliche Ueberfremdung:
Es ist einfach schon viel zu viel einschlaegige Erfahrung bei uns gewesen,
die negativ gestimmt hat, was zuvor sehr offen gewesen ist.
Gut, die Zeiten aendern sich und solange kein Krieg ist, will ich froh sein mit der Entwicklung,
die wir heute erleben duerfen..

Diese "Baumstamm-Kunstwerke" haben sich als Car-Port-Stuetzen XXL heraus gestellt..
..Ideen haben die Leute !

***

Ab und zu erinnere ich mich an ein paar Dinge aus der alten Zeit, die auf meiner Graeveneck Seite
noch nicht festgehalten worden sind_
So z.B. die Kartoffelernte, als ich mit meiner Mutter und mit meiner Grossmutter
irgendwo auf einem Feld oberhalb des Steinbruches "Kartoffeln ausgemacht" haben -
zusammen mit einigen Leuten aus dem Ort, die sich dabei etwas zuverdienen wollten.
Alles mit den Haenden und dem "Korscht", einer Art Mistgabel.
In Koerben gesammelt, dann von Maennern in die bereit gehaltenen derben Saecke gefuellt.
Kinder halfen selbstverstaendlich mit und bekamen so das Gefuehl:
Das habe ich geschafft, das habe ich verdient !
Und das war richtig toll fuer uns Kleinen.
Dann wurde "Mittag gemacht", Decken ausgebreitet und darauf hockten die Leute, manche
nahmen auf umgedrehten Koerben Platz und haben das gegessen, was man heute vielleicht "Picknick"
nennen wuerde - mit Kaffee, Milch und belegten Broten.
Als Lohn fuer die Arbeit bekamen die Helfer jeweils einen Sack Kartoffeln.
Und das war sehr wichtig, wenn die Familie "ueber den Winter kommen" soll.
Ich kann mich erinnern, dass meine Eltern fuer unsere fuenfkoepfige Familie
5-8 Zentner Kartoffeln in das zurechtgebastelte alte Holzbett mit seinen hohen
Stirn- und Fuss-Brettern schuettete - im Fruehjahr war das notduerftige Geruest leer.

***

"Er ging nach Gezze - Manne" sagte ich zum Pfarrer im Konfirmationsunterricht,
wo jeder ein Stueck aus dem "Katechismus" vorlesen musste..
Nein es heisst "Geh-Zeh-Maneh" meinte der Pfarrer Drescher, der mit seiner Glatze
eine freundliche Erscheinung war, milde zu mir - du betonst das falsch.
Aber es steht doch so da und wenn da kein Haeckchen oder sonstwas ist..
Zu Beginn der "Kofferstunde", wie wir "Teenager" das nannten,
erklaerte der Pfarrer: "Ich rate euch nochmal zur Toilette zu gehen,
ich weiss genau was ein Konfirmaten-Blaeschen ist!"
(Das Konfirmatenblaeschen ist eine Ausrede, ab und zu fuer nicht zu kurze Zeit
aus diesem seltsamen "Unterricht" verschwinden zu koennen ;)

Dieser Pfarrer war der einzige, an den ich mich erinnern kann, der das Praedikat "Respektsperson"
verdient haette - die nachfolgenden waren eher Windeier, die sich mehr um die juengeren Frauen kuemmern
wollten - auch eine Form "des sich naeher kommens"..
Dieser Pfarrer Drescher war ein Mann wie Papa Charly hat gesagt diesem Gerd Haucke - aehnlich
und eben vollkommen anders - er hatte Frau und Kinder und lebte mit diesen im Pfarrhaus.
Damals war es noch ueblich, dass Pastoren in erkennbarer Kluft auf den Strassen unterwegs waren.

***

Beim Schneeraeumen fiel mir ein:
Auch frueher hat man einen Weg zum Haus und auf dem Grundstueck frei geschaufelt -
heute ist es der "Buergersteig", "der geraeumt zu werden hat", wie der garstige
Kommunalbehoerdensprachduktus so formuliert..
Der "Buergersteig" ist eine Erfindung der Staedter, bei uns auf dem Land gab es das in den 1950-60iger
Jahren noch nicht - heute verengen diese Streifen die Strasse irgendwie sinnlos, denn es geht
niemand in Graeveneck auf diesen Flaechen - alle tappen mitte off de Gass - wie sich das bei uns wohl gehoert.
Einige AutofahrerInnen verstehen diesen Buergersteig als Parkzone..

***

Mir faellt auf, dass immer mehr Leute die Sonntagsruhe missachten und irgendwelche Arbeiten machen,
ungeniert die Waesche aufhaengen - einige fahren sogar mit ihren stinkenden und sehr lauten
Hobbytraktoren am Sonntagabend durch das Dorf, wenn es bereits richtig dunkel ist..
..gestern dachte ich an einen Hubschrauber, der dicht ueber das Dach des Hauses fliegt - nee,
es war ein Spacken mit einem 6km/h Traktor, der aber viel schneller laeuft und dabei
einen viel zu lauten Auspuff ohne Endtopf faehrt.
(Nee, es war kein junger Angeber, es war ein alter sturer Typ, der nie etwas mit der Landwirtschaft
zu tun hatte und nur sein Holz mit dem Gespann faehrt)
Die alten Werte verfallen zusehends - was ist der Grund?

***

Am 1. Weihnachtsfeiertag 2017 haben wir Robert bei der Arbeit gesehen, am Graevenecker Bahnhof..
http://www.bahnbilder.de/1200/basf-de-24-robert--962547.jpg
Der BASF Zug Robert mit modernen Kesselwagen.

***

Auch bei uns im Dorf passieren seltsame Dinge, da gibt es Kloppereien innerhalb der Familie, da werden Fuehrerscheine entzogen wegen Alkoholgenuss, da brausen Leute mit ihren Gelaendewagen querfeldein- manchen dieser Typen fischt die Polizei heraus und zieht sie aus dem Verkehr. Die wirr geparkten Autos kann sie wohl nicht auch noch aufschreiben.

Hobby-Oldtimer oder Traktoren ohne landwirtschaftl. Bezug werfen viel Dreck in die Umwelt, - was soll man dazu sagen, wenn pro Person und Flugkilometer 308gr CO2 in die (Atem) Luft geblasen werden darf? (andere heizen mit Pellets und verheizen dabei in jeder Saison einen kleinen Wald)

***

Die Autos retten sich also vor Bummsereien auf den Buergersteig, die "Buerger" retten sich auf die Strasse -sofern noch welche zu Fuss unterwegs sein sollten- weil sonst die Jacke zwischen Zaun und Auto schmutzig wird..

***

Quellen: Typisch fuer die alte Landwirtschaft oder fuer .. Graeveneck der alten Tage scheint mir zu sein:
Wer eine Hacke oder Rechen etc. gebrauchen will, wird zuerst den Stiel befestigen muessen, weil dieser garantiert locker ist oder gleich abfaellt: Frueher stellte man das Arbeitsgeraet ins Wasser, damit .."der Stiel quellen" konnte und danach fest war und hielt.
Ab und zu faellt mir noch ein solcher alter Hut ein, wie jener:
Mein Vater hat - das muss 1966 gewesens ein - einen roten Opel Rekord gekauft, in Grundausstattung mit schwarzen Polstern. (Damals war das neu, heute ist jede Innenausstattung schwarz wie Pech) Dieser Wagen wurde vor unser Haus gefahren - gegenueber abgestellt, damit man es aus dem Fenster gut sehen konnte, in all seiner leuchtenden Pracht. Heute kann man froh sein, wenn einer im Verkaufsraum des Autohauses auftaucht um nach den Wuenschen zu fragen ! (Bei dem groessten deutschen Anbieter bekam ich einmal zur Antwort - "das billigste Modell, womoeglich noch in weiss?!" Und dafuer stoeren sie mich?) Der Dienst am Kunden war damals noch in hoechstem Ansehen, ich habe damals Kaufmann gelernt und wurde immer dahingehend angehalten..

***

"Die Befoersterung" der Gemeinde - Waelder Weinbachs soll kuenftig nicht mehr durch Hessenforst, also durch das Land Hessen erfolgen, sondern durch die Gemeinde:
"Aufgrund der zu erwartenden Kuendigungswelle von weiteren hessischen Gemeinden wird die Suche und Anstellung eines geeigneten Revierleiters aeusserst schwierig und kostspielig. Daher haben wir hier fruehzeitig gehandelt, ein moeglicher Buergerentscheid wuerde uns hier kostbare Zeit kosten."
Es kommt noch besser, offenbar hatte die "Linkenfraktion" eine Unterschriftenaktion auf ein Buergerbegehren gestellt.. (Das Wort "Buergerbegehren" halte ich bereits fuer laecherlich unterwuerfig, da lt. GG der Souveraen der Buerger ist und alle Gewalt vom Volke ausgeht)
"..wir hoffen, dass wir Ihnen die Grundlagen zur Entscheidung ausreichend erlaeutern konnten und wie abwegig, ohne nachvollziehbare Begruendung die Unterschriftensammlung durch die Fraktion 'die Linke' ist."

Selbst wenn die auf laengere Sicht heftig steigenden Kosten des Hessenforst die Gemeinde zum Handeln draengen, die Gruende fuer die Entscheidung also irgendwie nachvollziehbar sind, hat vermutlich kaum ein Einwohner davon etwas mitbekommen was seit Ende November 2017 beschlossen und am 5.1.2018 per Mail-News mitgeteilt wurde, auch von der Unterschriftensammlung nicht..

Die "Linken" mag ich bestimmt nicht, aber hier sollte dringend Abbitte geleistet werden, indem die Entscheidungstraeger ein Disziplinarverfahren einstecken muessten und wenn dafuer keine kommunalrechtlichen Grundlagen bestehen, muessen diese dringend eingefuehrt werden, um Schraeglagen zu verhindern.

Soviel aber zur demokratischen Einstellung dieser Gemeindeverwaltung:
Es wird dringend an der Zeit, dass dort gespart wird- evtl. Eingliederung nach Weilburg?
Flankierend Sozialisierungskurse ueber Demokratie..
(Mit Sicherheit werden diese Machtmenschen wieder einmal straffrei und unangefochten davon kommen - solche Vorgaenge zeigen mir immer wieder, dass mit Studium die Leute immer weniger demokratisch denken und handeln)

Wie auch immer, wir sind Leutchen, die auch schon mal mit Jaegern und Foerstern in laengere Gespraeche kommen und so manche Dinge und Ansichten erfahren..

***

Typisches Parken auf dem Lande:



Fussgaenger und Kinder haben gelitten, wenn "Frau" Blumen kaufen oder zum Friseur will..

Der Schneepflug heizt (nicht rast oder gar faehrt) ueber die ohnehin schon ramponierten Strassen, obwohl kaum weiss gepudert - ueberall liegt noch dick Salz auf den Buegersteigen und Fahrwegen. Etwas streuen haette gelangt - aber nee, es muss mit Wucht geschoben werden und das nicht nur ein- oder zwei Mal, nee gut 5-6 x ist der schwere Wagen darueber.. so habe ich -mit Furcht vor Zuzahlungen bei einer Strassensanierung- der Gemeinde gemailt und .. keine Antwort erhalten, wie immer nach dem Buergermeisterwechsel. Vermutlich waere vom Kremel eher etwas gekommen, als aus Weinbach, geschrieben am 26.1.2018 um 11.12 Uhr.

>>> "Harald Muessig" 22.01.2018 06:28 >>> Guten Morgen.. gerade rast wieder das Raeum- und Streufahrzeug der Firma Sch uetz die Strassen ab, mit gesenktem Raeumpflug, obwohl so gut wie kein Schnee auf der Fahrbahn liegt. Das kracht und knallt, wenn die Unebenheiten der -inzwischen schon arg mitgenommenen- Fahrbahnen abgeschabt und ueber die aufgepflasterte "Verkehrsberuhigung" gerumpelt wird. Zigmal rast - er faehrt ruecksichtslos und sehr schnell - der Unimog auf und ab. Man koennte denken, es ist eine neue Art "Konjunkturprogramm" der Strassenbaufirma. Nicht lustig, wenn man das Urteil aus Kassel zu diesem Thema "Anliegerbeitrag bei Strassensanierungen" bedenkt ! Das waere durchaus ein Thema fuer die Hessenschau.

Noch am 22. (14.54 Uhr) hat die Hessenschau gemailt:

"Vielen Dank fuer Ihre Mail an die Hessenschau! Wir werden sie an die zustaendigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen weiterleiten. Wir freuen uns ueber jeden Themenvorschlag und werden uns bei Ihnen melden, falls wir weitere Informationen benoetigen sollten. Uns erreichen taeglich sehr viele Themenanregungen - deshalb bitten wir Sie um Verstaendnis, dass wir nicht jeden Termin peroenlich absagen koennen, den wir nicht wahrnehmen, und keine Veranstaltungshinweise geben koennen. Bei Interesse und der Moeglichkeit zu einem Beitrag werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen. Falls Sie eine Anregung, Rueckfrage oder Kritik haben, bemuehen wir uns, sie in den naechsten Tagen persoenlich zu beantworten. Mit freundlichen Gruessen das Team der Hessenschau"

Am 31.2.2018 kam eine Antwort vom Kreis:
"Guten Tag Herr Muessig, Ihre Nachricht vom 30. Januar 2018 an die Kreisverwaltung Limburg-Weilburg ist zur Beantwortung an das Ideen- und Beschwerdemanagement innerhalb der genannten Behoerde weitergeleitet worden. Nach Kenntnisnahme Ihres geschilderten Anliegens scheint es sich nicht um Kreisstrassen zu handeln, sondern um Strassen innerhalb des Ortes Weinbach-Graeveneck. Diese fallen in das Aufgabengebiet der Gemeinde Weinbach. Wir leiten deshalb Ihre Nachricht und unsere Antwortmail an die Gemeinde Weinbach zur Kenntnis weiter. Sollte es sich doch um eine Kreisstrasse handeln, koennen Sie gerne mit uns in Kontakt treten. Freundliche Gruesse im Auftrag... "

Na, dann darf man wohl noch ein wenig gespannt bleiben - oder?!

(Falls sich noch etwas tut, was ich fuer unwahrscheinlich halte, wird das hier "kundgetan" - versprochen!)

Am 30.1.2018 war ich die Stille leid und habe die Mail s.o. an infoATlimburg-weilburg.de geschickt, die Kreisverwaltung:

"Die Hessenschau hat sofort geantwortet, die Gemeinde Weinbach hat das nicht noetig, die stellt sich seit dem neuen Buergermeister tot ! (Evtl. ist deren Mailer kaputt?)"

Die originale Mail an die Gemeinde ist dabei angeheftet worden..

***

8.2.2017, die Gemeinde mailt mir tatsaechlich eine Anwort!

"Guten Tag Herr Muessig, Ihre Nachricht vom 22. Januar 2018 sowie Ihre Bemerkung vom 30. Januar 2018 haben wir erhalten. Ihre Beschwerde, die sich gegen die Fa. Sch uetz richtet, hatten wir zwischenzeitlich dorthin weitergeleitet. Wie Sie sicher wissen, erledigt die Fa. Schuetz im Auftrag der Gemeinde Weinbach den Winterdienst fuer die Gemeindestrassen. Da die Fa. Schuetz somit als Dienstleister der Gemeinde Weinbach fungiert, ist es uns im Rahmen einer vertrauenswuerdigen Zusammenarbeit besonders wichtig, zunaechst Ruecksprache mit dem Dienstleister zu nehmen, bevor wir zu der gefuehrten Beschwerde Stellung beziehen. Vorweg moechten wir zum Ausdruck bringen, dass die Fa. Schuetz die uebertragenen Arbeiten bislang immer zu unserer vollen Zufriedenheit ausgefuehrt hat. Dabei gilt es, den Winterdienst in moeglichst kurzer Zeit fuer alle Ortsteile in der Gemeinde Weinbach zu gewaehrleisten und dennoch eine angemessene Geschwindigkeit zu beachten und einzuhalten. Selbstverstaendlich gestehen wir zu, dass es bei aussergewoehnlichen Witterungsverhaeltnissen es vereinzelt auch zu schwierigen und unangenehmen Verhaeltnissen kommen kann, die aber nicht immer zu hundert Prozent ausgeschlossen werden koennen. Wir bitten daher diesbezueglich um Verstaendnis. Aufgrund Ihrer Eingabe haben wir die Fa. Schuetz nochmal entsprechend sensibilisiert, auf eine angemessene Geschwindigkeit zu achten und den Raeumpflug nur bei absoluter Notwendigkeit einzusetzen. Ihren Hinweis, es handele sich um ein "Konjunkturprogramm" der Strassenbaufirma, koennen wir an dieser Stelle nur als unsachlich zurueckweisen. Vielmehr gehen wir davon aus, dass dieser auch von Ihnen nicht wirklich ernst gemeint war, sondern lediglich verwendet wurde, um Ihre Beschwerde mit einer gewissen Polemik zu versehen. Wir hoffen, Ihnen in dieser Angelegenheit behilflich gewesen zu sein und verbleiben mit freundlichen Gruessen Im Auftrag Fabian Sche rber Hauptamtsleiter Gemeindevorstand der Gemeinde Weinbach -Hauptamt- Elkerhaeuser Strasse 17 35796 Weinbach"

Anmerkung: "Schwierige Witterungsverhaeltnisse" konnte ich nicht erkennen, es war eher maessig winterlich, nichts dolles.. und: Die Umlaute habe ich "denaturiert" abgewandelt, damit der Text ueberall und auf allen Systemen lesbar ist.

***

Meine Antwort:
"Lieber Herr Hauptamtsleiter der Gemeinde Weinbach! Niemand hat uns gefragt, ob wir zur Gemeinde Weinbach gehoeren wollten, aber ich nehme gerne Stellung zu Ihrer freundlichen Anwortmail: Mir ist nicht ganz klar, wie Sie aus meiner Mail eine "Beschwerde" heraus gelesen haben wollen, da es sich um eine Buergerhinweis handelte, den ich aus der Sorge um die anfallenden Kosten fuer uns alle getan wurde. Aeusserungen von Buergern als "Polemik" zu bezeichnen, ist nicht korrekt, weil diese fuer die Schaeden durch allzu radikale Strassenraeumung ganz persoenlich als Anlieger -derb- zur Kasse gebeten werden, wenn die Wege neu gemacht werden muessen! Das letzte Urteil des Oberlandesgerichts sagt, dass die Kosten weiterhin bei den Anliegern bleiben - das werden Sie wohl ebenso wie ich erfahren haben. Vermutlich ist ihr Hinweis auf eine "gewisse Polemik" ein wenig karnevalistisch angedacht, denn zur Zeit wuerde das passen ? Mit ebenso freundlichen Gruessen Harald Muessig

***

Seltsam finde ich diese unverstaendlichen Abrechnungen der Gemeinde, wo Guthaben als Minus ausgewiesen werden. Einmal habe ich 254 Euro blitzschnell online ueberwiesen, weil nur noch ein Tag bis zur Faelligkeit offieriert war. (Ich wollte die 10 Euro Mahngebuehren meiden, mit denen die Kommune "ihre lieben Buergerinnen und Buerger" zu disziplinieren versucht) Nun sind diese Euronen angewiesen und was war? Es handelte sich um ein Minus fuer die Gemeinde, aber ein Plus fuer den "Zahlungspflichtigen", weil die Verwaltungen einfach zu bequem geworden sind, die Forderungen der Zentralrechnungsstelle fuer die Kommunen in Giessen umzumuenzen in eben dieses kaufmaennisch richtige Plus fuer den Kunden. Es war ein ziemliches Durcheinander und Heckmeck, dem zufolge ich mich mit der Sachbearbeiterin zerstritt, was meine Frau wieder kittete und aufklaeren konnte. Die Behandlung von oben herab geht mir immer wieder kraeftig gegen den Strich, den diese Verwalterlis, die eigentlich dafuer da sind, die Obliegenheiten des Zusammenlebens der Bewohner zu regeln - und dabei laengst zum selbstgefaelligen Selbstzweck geworden sind. Eine Mutation des Zellgewebes sozusagen. Der Mann unserer Tochter wohnt in der Grossgemeinde Loehnberg und der hat sehr aehnliche Probleme mit den Abrechnungen, weil diese gerade vom alten System auf diese zentralistische Stelle in Giessen umgestellt haben.. Jeden Tag was Neues, ich kann immer wieder nur staunen, wie eine knapp 4500 Einwohner kleine Grossgemeinde einen "Hauptamtsleiter" haben kann - wenn wir noch ein Zeitchen vergehen lassen, wird dieses Kaff einen Oberbuergermeister brauchen, so arg wird die Verwaltung angewachsen sein durch tausende und abertausende an Regelungen und Gesetze und Paragraphen und Verordnungen und Anordnungen, wie ein Krebsgeschwuer, das immense Kosten verursacht, die dann von den "lieben Buergern und Buergerinnen" allesamt getragen werden muessen, wie eben diese Kosten fuer die Strassen und Buergersteige und Laternen, die neu gemacht werden.. zu den Abgaben fuer Gottes Regenwasser, das Bilanzluecken ausgleiten sollen, die durch seltsame Vorgaben ueberhaupt erst entstanden sind. Frueher ehrenamtlich, heute hauptamtlich, wobei ich nichts gegen diese Jobmaschine habe, solange man mit den Fuessen auf dem Boden bleibt und nicht noch von oben herab agiert..

***

Am Sonntag den 11.2.2018 um 10.10 Uhr fuhr der Raeum-Unimog wieder durch unsere Strasse, die von ca 2cm galertartigem Schneerest bedeckt war, also im Auftauprozess. Der Wagen schob trotzdem und streute fleissig Salz hinterher. Eine vollkommen sinnlose Aktion, die nur Geld kostet- beim Streuen und spaeter, wenn die Strasse durch diesen Unfug fruehzeitig neu gemacht werden muss. Ich frage mich sowieso, wieso die Anwohner die Gehwege raeumen sollen, wo jeder Graevenecker immer mitten auf der Strasse geht? Der Gemeinde dieses mitzuteilen ist wie der Versuch eines Mailkontaktes mit dem Mond, man kann nur noch den Kopf schuetteln. Irgendwo in Nordhessen haben die Gemeindemuetter und Gemeidevaeter beschlossen, einstweilen eine Katze zum Buergermeister zu waehlen - billiger und aehnlich effizient. Die Suchmaschine findet einige Eintraege darunter "Katze zum Buergermeister gewaehlt" - sogar in den USA, wo ein Hund ebenso diese Aufgabe zugedacht bekam ! (Das waere auch was fuer Weinbach - oder? Auf jeden Fall kann so eine fixe Idee viel viel Geld sparen !)

Wie auch immer, gerade schreibe ich diese Zeilen, es ist 10.30 Uhr und schon faehrt das gleiche Raeumkommando die Strasse ab- diesmal nach oben. Vermutlich ist zu viel Salz und zu viel Diesel am Lager, was noch schnell weg muss, damit in der naechsten Saison genuegend Deputat zugeteilt wird- wie im ehemaligen Ostblock.

"Neißbraucher nach Paragraph 1030 ff. BGB" sind schon ein interessantes Ding, vermutlich ein akademisches..
http://www.gemeinde-weinbach.de/fileadmin/user_upload/Satzungen___Bebauungsplaene/25.pdf

Die Pantomimengruppe ist gerade fertig mit ihrer Raeumaktion - die von der Gemeinde selbst - mit einem Pritschenwagen mit gelbem Blinklicht obenauf, einem Anhaenger dran, einem Einachser mit kl. Raeumpflug davor, einer Streumaschine und 3 Personen haben die um den Friedhof herum gestreut- 10.40 Uhr am gleichen Tag - auch da, wo durch die Baeume ueberhaupt kein Schnee lag, nur das blanke Pflaster war. (Ohne Minusgrade, 2,5 Grad Plus auf dem Aussenthermometer der Heizung)

Ich denke diese Aktionen getrost lassen zu koennen - sollen sich andere Leute darum kuemmern, die sehen den Unfug ja auch!

Wie auch immer, am 15.2.2018 ist wieder das Streufahrzeug durchgefahren - obwohl die Strasse trocken war - sicherlich wohl jeden Tag, was ich aber nicht mitbekomme - zuweilen schlafe ich um diese Zeit noch.
1 Grad Plus - nun ja, das Salz muss weg aus den Lagern, sonst ist Ostern da und noch immer zu viel Salz im Bunker.
Jede Annahme bezueglich der Hintergruende dieser Taten waeren rein zufaellig und willkuerlich, das will ich nicht machen - gell? Ein Schelm, der Boeses vermutet. 2,5 Stunden spaeter fing es an zu schneien und es schneite stundenlang, das Salz konnte freilich keine Glaette verhindern, die oben auf geschneit ist, so als wenn zuvor nichts gemacht worden waere - einfach zu frueh getan: Wo nix ist, braucht man kein Salz streuen - uebrigens genau das, was man vor 2 Jahren den "lieben Buergern und Buergerinnen" so "nachhaltig" ans Herz gelegt und spaeter als Strafbarkeit angedroht hat. Eher aus ideologischen als aus rationalen Gruenden. Vermutlich mit hoher Strafandrohung, wie dieses irrwitze Heckenscheideverbot, wo nach dem 1. April (wie witzig) bis zu 40.000 Euro Strafe bezahlt werden soll, wenn sich einer traut nach diesem "Stichtag" seine Hecke zu stutzen.. langsam, aber sicher wird Oeko und Verwaltung zum Diktator, -wo staendig neue Gesetze, Verordnungen, Anordnungen, Praeambeln und Paragraphen gebastelt und verschlimmbessert werden, wie eine Vorschriftenindustrie!- da hat sich was verselbstaendigt, was eigentlich FUER und nicht GEGEN den Buerger sein sollte !

Hier sehe ich den Grund fuer das latente Falschparken,- die Leute sind es einfach leid, sich staendig von jedem studierten Fuzzi gaengeln und bevormunden zu lassen,- vergessen gerade hierbei, dass die StVO eine wirklich sinnvolle Sache zum Schutz von uns allen ist.. (Ich denke, es wird immer weniger differenziert zwischen sinnvoll und unsinnigen Vorschriften, weil es ganz einfach viel zu viele davon gibt und viel zu viele von denen, die diese Dinge zurecht basteln und von einer vermeintlichen Legitimation absegnen lassen, die nie und nimmer demokratisch entstanden ist)

Wie auch immer, der Raeumdienst kam mit Pflug, ein paarmal gleich und die Pantomimengruppen auch, mit dem ganzen "Equipment" und hat Krach gemacht,wie bei einem Katastropheneinsatz. Die Leute haben sich geeilt, bevor das bisschen Schnee weg geschmolzen war.. meiner Treu, Zeiten sind das.

http://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_74768422/strassenausbaubeitraege-wann-hausbesitzer-zahlen-muessen.html

***

Ab und zu faellt mir mal wieder etwas ein, woran ich mich gerne erinnere:
So z.B. die 20Pf Eis-am-Stil mit Schoko- und Erdbeergeschmack,
Buegelflaschen S ilvretta mit Orange- und Zitronengeschmack, Limonade.
Die Vor lo - Limo scheint es noch zu geben, aber bei uns faehrt dieser Wagen nicht herum.
Ebenso mein Angeln als Kind:
Mit einer Schnur und einem kl. Magneten aus einem Lautsprecher bin ich "angeln" gegangen,
Vor dem Dorfladen war ein Schuhabtreter mit Gitter, das fest eingemauert war.
Dort habe ich so manchen Groschen gefischt und diesen sofort in Bonbons oder Eis umgesetzt.
Wer erinnert sich nicht an die leckeren Himbeer- oder Pfennigbonbons, Capri- und Fuerst-Pickler Eis, Brausetuetchen, kl. Nappos, lose Lakritze-Rollen, ufofoermige Oblaten mit Brausefuellung, Lutscher in Keiselform mit Stil, Cola-Lutscher und Karamell-Bonbons?
Die Strassen im Dorf waren noch ohne Buergersteige und dadurch viel breiter und sicherer, weil jeder aufpassen musste.

Wer erinnert sich noch an den "Spuelstein" (Kuechen-Abwaschbecken) ?

Wer erinnert sich noch an die "Durcheinandersuppe" (bunte Gemuesesuppe)?

Wer erinnert sich noch an das alte Konsum? (Dorfladen)

Wer erinnert sich noch an das Gebueck? (Senke mit 2 Fusswegen, eine ins Unterdorf, der andere zur Bruecke)

Wer erinnert sich noch an das "Paedche" (Fussweg zwischen Bahnhofstr. und Lahnstr.)?

Wer erinnert sich noch an die Notstandsbaracken? (Nach dem Krieg, Notunterkuenfte, dort wo heute die Blechwarenfabrik steht)

Wer erinnert sich noch an Kuno's Grube? (Schottenbach)

Wer erinnert sich noch an die Grube Georg Joseph mit ihrer Seilbahn und Grubenbahn ins Hexenloch?

Wer erinnert sich noch an die "Hanni"? (Milchverkauf und Leihbuecherei an der Kante Bahnhofstr/Lahnstr?

Wer erinnert sich noch an die "Milchpritsch"? (Holzrampe fuer Milchkannen bei der jetzigen Feuerwehr)

Wer erinnert sich noch an den schoenen alten Dorfbrunnen aus Gusseisen- eben nahe dieser Milchpritsch..?

Wer erinnert sich noch an die Klappers mit ihrem Woll-Verkauf in der jetzigen Lahnstr?

Wer erinnert sich noch an den alten Tante Emma-Laden der Schmidts in der jetzigen Lahnstr?

Wer erinnert sich noch an den "Puddelschepper"?

Wer erinnerst sich noch an den roten Lagellack-Punkt unter dem Geschirr?

Wer erinnert sich noch an .. diese Liste koennte ich lange fortsetzen.

Dass ich mit meiner These richtig liegen mag, zeigt folgendes Bild aus dem Stadtwald Weilburg, am Sichelberg - direkt drueber ist der Sichelbach - folglich wird auch der alte Ort "Siegelbach" eher Sichelbach geheissen haben. Hier irrt die Chronik ganz bestimmt, denn viele Leute haben nicht sicher genug lesen und schreiben gekonnt.
(Auch bei den Behoerden gab es Seltsamkeiten, z.B. den damaligen Trend plattdeutsche Ausdruecke oder besser "Mundart" unbedingt ins neue Hochdeutsch uebertragen zu wollen)



*** Fortsetzung der Graeveneck-Ecke folgt.. ***








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