Das Murmelspiel , meine Satire - Ecke..


Kinder spielen gerne mit Murmeln und freuen sich,
wenn sie nach Hause kommen und mehr im Klickerbeutel haben als vorher, bevor sie andere #Murmelspieler trafen,
denen sie Murmeln abgewinnen
oder abluchsen konnten.
So harmlos, wie die Geschichte anfängt,
so durchdringend ist dieses Thema- früher wie heute!

Wer innerhalb seiner Familie spielte,
konnte abends seine Klicker wieder zurückbekommen,
ob eingefordert oder ganz einfach so-
wer aber mit anderen Kindern spielte,
hatte da ein Problem:

Es geht immer einer mit leerem Beutel nach Hause!

Wie man beim Murmelspiel erleben konnte,
so entwickelte sich das ganze Leben-
einer kam mit vielen Murmeln zur Welt,
der andere musste die verlorenen Murmeln der anderen aufsammeln und bekam ein wenig davon ab..
meistens sehr wenig,
besonders wenn die Konkurrenz groß war
oder absichtlich groß gemacht wurde:

Je mehr sammeln mussten, um so billiger wurden sie,
um so größer wurde der Gewinn der Auftraggeber,
die so in den Besitz von Murmeln kamen,
die früher verloren oder vergessen
oder von den anderen Spielern
-noch nicht- aufgesammelt worden waren..

Nun sind also Murmelbesitzer
und Murmellose auf dem Spielplatz-
die Kinder ohne Murmeln wollen auch spielen
und so leihen sie sich von denen, die viele Murmeln haben.
Die Besitzer des vollen Säckchen's wollen dafuer aber etwas mehr zurück, als die Menge an Murmeln,
die sie verliehen haben.

Unter Druck spielt nun der "Murmelnehmer", damit er dem "Murmelgeber" seinen Anteil geben kann
und womöglich für sich noch die eine oder andere Murmel-
als Startkapital für das nächste Spiel
behalten kann.

Mal geht es gut
und er kann die geliehenen Murmeln wieder zurück geben:
Mal geht es plus minus null aus, mal muß er noch mehr leihen um seine Schuld zu begleichen,
das geht zuweilen so weit, bis ihm niemand mehr was leiht und er nie wieder mitspielen darf..

Würden sich nun Mitspieler, die keine Murmeln mehr haben und auch keine mehr bekommen,
auf Wetten versteifen, die den einen oder anderen Murmel-Champion favorisieren, entstünde ein neues Spiel, das seine eigenen Regeln hat, das erst einmal ohne konkrete Murmeln auskommt.

Erst im konkreten Falle des Gewinns oder Verlustes würden Murmeln fällig und die "Murmelschuldscheine", die oft ohne "Deckung" sind, auffliegen als Gaunerei.
Es reicht das Versprechen, Murmeln als Gegenwert der Wette einzusetzen und diese Wette auch einzuhalten.
Auf diesem "Versprechen" oder "Glauben"
basiert heute vieles.

Bilden sich nun Murmelspieler-Verbände,
die zusammen und gegen andere Cliquen spielen,
die jeweils ihre Gewinne und Verluste teilen,
kommen nochmal andere Regeln in's Spiel.

"Verkauft" nun einer der Wett-Spieler seine Wette noch vor dem Anpfiff, ist der nächste Markt
der Verkaeufe erreicht.

Irgendwann nehmen sich Wett-Spieler Anteile an einem siegreichen Murmelspieler, geben dort ihre Murmeln ab und warten auf den Erfolg und die Zugewinne- dieser gute oder glückreiche Spieler wird mit immer grösseren Einsätzen spielen
und so sind weitere Regeln entstanden.

Um diese Regeln kuemmern sich weitere Mitmacher,
die alles aufschreiben und die als Schiedsrichter fungieren,
andere helfen dabei und "vertreten" die Parteien,
die im Streit liegen.

Daß dabei Verdrehungen und Schiebungen passieren koennen, liegt auf der Hand, weil eine Menge an Murmeln im Spiel sind, die schließlich alle begehren.

Sicherlich werden Spieler auf den Gedanken kommen, diese Regeln zu normen, damit niemand mogeln oder "tunen" kann,
um zu kontrollieren und Verstösse dagegen zu ahnden,
was die nächste Gruppe auf den Plan ruft.

Der nächste Murmelspieler spielt nicht mehr selbst,
sondern "versichert" die Murmeln anderer gegen Verlust oder Diebstahl, gegen Beschädigungen der Murmeln,
was ein Wertverlust beim Tauschen wäre und erhält dafür auch eine bestimmte Anzahl an Murmeln.

Wer Murmeln zuviel hat, kann diese bei einem Murmelverleiher "anlegen" und anschließend als Gewinn ein wenig mehr Murmeln zurückbekommen, die letztlich von den armen Spielern stammen, die sich Murmeln leihen mußten - diese zahlen also den Gewinn der Anleger und den des Murmel-Verleihers.

An- und Verkäufer von Murmeln handeln mit dem momentanen Wert der Klicker, die je nach Größe und Beschaffenheit sehr unterschiedlich sein können und erzielen so ihren Gewinn.

Wer clever ist, "kreiert" Murmelsäckchen, die gerade "in" sind- was selbst ganz geschickt und äusserst hartnäckig propagiert wird- und bieten diese tollen Säckchen als Designer-Stücke an.

Der nächste -ehemalige- Spieler plant zwischen den Spielen "Werbepausen" für diese und andere "Non Murmel"-Ideen - - und bekommt dadurch seinen Teil der Beute ab.

Wer etwas auf sich hält, hat ein solches Säckchen und hebt sich somit von der Masse ab, der Neid wird ganz bewußt geschürt
und so wird das Geschäft belebt !

Diese Beute muss aber von irgendwo her real eingefahren werden- was dazu führt, dass Eintritts-Murmeln vor den Spielen
als Startgeld abgeführt wird.

Zuschauer, die keine Lust haben selber zu spielen, bezahlen um zusehen zu können oder gehen zu den Wett-Spielanbietern
um sich zu beteiligen.

Das ganze spielt sich innerhalb eines Wohnblocks oder Viertels ab- und nennt sich "Binnenmarkt"-

Was aber, wenn dort Klickerspieler aus anderen Stadtteilen oder Gegenden zu Besuch sind und mitspielen?

Die gewonnenen Kugeln werden in's andere Viertel mitgenommen, die geschuldeten kommen -vielleicht irgendwann mal- später, beim nächsten Besuch, wieder in's Viertel retour.

Dieses Risiko sichert ein anderer Mitspieler ab, der Versicherer, an den alle Mitspieler ihren Teil abtreten müssen-
eine neue Regel findet sich ein.

Ist nun dieser Absicherer in der Klemme, koennte dieser alle Spieler verpflichten, mehr Murmeln zu geben, damit er nicht als einziger mit Verlusten aus der Sache hervor geht.

Nun könnten noch viel mehr gelegentlich anwesende Mitspieler aus anderen Orten anwesend sein, die sich auch in ähnlicher Weise abgesichert haben..
"Globaler Wettbewerb" entsteht, indem Kugeln getauscht oder verkauft werden und jener aus dem Handel der Absicherer untereinander entsteht und die Wetten wieder anderer Spieler auf diese, deren "Börse" auch nicht leer sein soll - Wettspiele auf hoher Ebene, mit Murmel - Schuldverschreibungen auf Papier.

Die Spieler von anderen Vierteln könnten sich auch auch in anderen Revieren umsehen und deren Schwächen nutzen und die Murmeln mit nach Hause nehmen, was durchaus ein Gefälle zwischen Murmelbesitzern bedeuten kann - ob in Papierform oder real als Murmel-Ueberschuss.

Import und Export von neuen oder gebrauchten Murmeln zwischen den Vierteln schafft Gewinner und .. Verlierer, welche letztere sind, kann man sich leicht vorstellen:
Die, die sich Murmeln leihen mussten, die nicht mit der "goldenen Murmel" geboren wurden!

Wer mit vielen Murmeln startete, bekam automatisch langsam mehr und mit gutem Geschick noch sehr viel schneller mehr an Zugewinn, konnte andere Murmelspieler -ob reale oder virtuelle- verdingen, seinen Säckel füllen zu helfen:

Murmelgewinne und Zinsen wurden zum Selbstläufer,
häuften sich auf und führten dazu, dass immer weniger Murmelspieler in der Lage waren mitzuspielen, den Markt der Murmel-Erbettler aufblähten, bis wieder mal eine "Murmelreform"
eingeläutet werden musste,
wie schon so oft beim Murmel- oder Klickerspiel.

Nun ratet mal, wer bei dem Neubeginn, wo "jeder die gleichen Chancen" haben sollte, die Schnellsten waren...

(Die mit der goldenen Murmel in der Wiege
hatten den ganzen Platz aufgekauft,
auf dem das neue Murmelspiel stattfinden wird-
selbstverständlich mit allen Exklusivrechten)

Ein anderes Szenario der Entschuldung mittels "Regenschirm" kann man inzwischen in den Nachrichten sehen und hören- unter diesen "Schirm" kann derjenige "schlüpfen", der über seine Verhältnisse gespielt hat. Wenn -nach und nach- alle unter diesen Teppich kehren, fängt alles nochmal bei Null an.

Die Kontrollfreaks und Seilschaftler werden immer wieder als erste dicke da sein- und unablässig wie schon zu allen Zeiten- Wasser predigen und selber Wein trinken- wetten?

Ein Spruch auf einem Fachwerkhaus (ich glaube es war in Weilmuenster):
Wenn jeder vor seiner eigenen Tuere kehren wuerde, waeren alle Strassen sauber..


"Am gerechtesten verteilt auf der Welt ist der Verstand. Jeder glaubt, dass er genug davon habe."
Rene Descartes, franz.Philiosoph,1596/1650

"Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen muessen, die uns das Leben erleichtern."
Julius Caesar (roemischer Feldherr und Staatsmann, 100 v.Chr. - 44 v.Chr.)

***

Meine Erkenntnis:

Die Bestimmer schieben die Figuren des grossen Schachspiels
wie Goetter die Wolken.
Mit Hilfe von Religion und Ethik lenken sie Mut und Feigheit,
bestimmen ueber Krieg und Frieden,
einzig zum Ausbau ihrer Macht.




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Deutschland

Diese frei erfundene Geschichte steht mit der Wirklichkeit nicht in Konkurrenz.
Jede Aehnlichkeit mit irgendwelchen Namen und Gegebenheiten wäre rein zufällig - aber:
Wie die Geschichte Roms lehrt, sind diese Gegebenheiten schon vor 2000 Jahren usus gewesen,
wo sich Sklaven eigene Sklaven halten konnten - und "Investoren"
mit "Leiharbeitern" ganze Manufakturen und hochspezialisierte "Agrarfabriken" (Villae) betrieben- echt und ohne Witz !

Ende