plaetzchenwolf - Schattenseite 646


Schattenseite 54








2020 Kartusche:

Rhetorik oder Philosphie; Handwerker versus Erfinder.



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Die Achtung vor der Natur, die Suche nach dem Verbindenden,
sollte vor dem Trennenden stehen,
die Suche nach den Gemeinsamkeiten uns Menschen selbstverständlicher sein,
als die Suche nach dem Unterscheidenden,
das der ewige Twist der Glaubensgemeinschaften ist und der stete Grund für schlimmes Leid ..
(Eigene Erkenntnis)

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Das Buch

"Die Macht der Rede"

von Wilfried Stroh
erzählt von der Rhetorik und verliert sich zuweilen in einer Art rednerischer Technikverliebtheit.

Seite 20 schreibt der Autor "Überreden tut nämlich immer der andere"
Seite 37: "..denn sein eines Werk... hat insgesamt rhetorisch überredenden Charakter"
Seite 56: "ich übersetze so wörtlich als möglich"

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Seite 64 lese ich von Erhard Eppler, der christl. pazifistischen SPD Linken, wie man sich ausdrückt.
Dieser soll 1981 beim Natodoppelbeschluß folgendes gesagt haben,
das ein "mehrteiliges Isokolon" gewesen sein,
das wohl kaum ein Hörer auf die griechische Rhetorikschule kommen ließ. Kein Wunder, denn wir leben heute
und die deutsche unterscheidet sich von der griechischen Sprache
nicht nur durch Phonetik, sondern auch durch den Wortsinn ziemlich,
was nicht nur an der enormen Zeitverschiebung liegt.
Eher an der Mentalität und der damaligen Epoche,
wo Gebildete wohl nur wenige anzutreffen waren.
(Sehr interessant ist das Thema der damaligen Promotion dieses Parteigängers zum Dr. phil. !
So eine Art "Raumleere" möchte ich meinen:
"Der Aufbegehrende und der Verzweifelnde als Heldenfigur der elisabethanischen Tragödie"
Umstritten sind alle Erfolgreichen allemal.
Hier muß sich jeder sein eigenes Bild machen -
mir geht es nur um untenstehende Rede,
der Grund für meine Zeilen am Eingang.)

Ich zitiere einmal:

"Wir feiern hierzulande den Mut der Polen,
die sich nicht mehr vorschreiben lassen wollen,
wie sie zu leben haben.
Ist es so schlimm,
wenn wir uns nicht vorschreiben lassen wollen,
wie wir zu sterben haben?

Jeder Stein, der heute geworfen wird,
wäre ein Stein gegen die Friedensbewegung.
Jede Bombe, die einen Amerikaner treffen soll,
trifft uns alle.

Daher muß dies eine Bewegung sein
der Mutigen, nicht der Ängstlichen,
der Diskutierenden, nicht der Schreienden,
der Selbstkritischen, nicht der Arroganten,
der einfaltsreich Agierenden, nicht der stumpf Parierenden,
der Friedlichen, nicht der Gewalttätigen,
der Fröhlichen, nicht der Fantastischen,
der Liebenden, nicht der Hassenden."

***

Der Buchautor gibt ja zu, dass die Rhetorik nichts anderes sei,
als die Technik den Zuhörer auf seine Seite zu ziehen, zu überreden..
dazu muß man seine innere "Ladehemmung" überwinden,
wenn es um das Gespräch in der Öffentlichkeit geht.
Nochmal brisanter ist, wenn man eine Rede halten muß und noch haariger,
wenn diese aus dem Stehgreif erfolgen muß.
Die Selbstsicherheit ist schon fast an Wahnsinn,
wenn gar Rufe aus dem Publikum nicht verwirren oder gar laut werden lassen.
Gorgias, der alte Grieche soll dabei wohl gerne laut gewesen sein..
(Nicht gerade ein Vorbild - "hätten wir doch alle die Stimmgewalt des Gorgias!", Seite 69)

Seite 87 beschreibt die "radikalste Demokratie,
die es je gegeben hat" im Jahre 400 v.Chr. in Athen
mit Entschädigungs-Tagegeld für Abgeordnete und Richter,
sozusagen Vorläufer der heutigen Diäten.
Allerdings durften weder Migranten oder Sklaven noch Frauen mit abstimmen
und die Zahl der neuen Bestimmer war auf 500 festgelegt,
was wohl durch Gewogenheiten nochmal eine Selektion brachte.
Man darf wohl davon ausgehen, dass die gleiche Patriziergruppe
wie in Rom das große Sagen hatte- als "eine Art Volkssport", wie ich lese.

Ab Seite 126 bis 143 ergießt sich Isokrates
als Vordenker des modernen Humanismus -
zumindest nimmt man das an. "Abeunt studia in mores"
würde ich nicht als
"Geistige Studien bessern die Sitten"
übersetzen, wie der Verfasser
und auch die Inschriftensetzer der Lyzeen oder Gymnasien
dies getan haben oder besser taten.
Vielmehr halte ich aus meinem Sprachverständnis heraus vielleicht
"Die Gelehrsamkeit geht in die Sitten ein" -
sicher wäre meine Formulierung auch ganz anders gewesen:
"Laudamur Diligentiam Humanitatem".
Mit Sicherheit lassen sich viele Phrasen finden,
die Bildung und Sitten zusammen bringen könnten.
Mir persönlich fehlt dabei immer die Reminiszenz
an die Schule des Lebens und die Humanität.
(wo quasi das Christentum ein "Copyright" zu besitzen scheint, aber nur scheint,
wenn man die Geschichte dieser Religionsrichtung genau beleucht)

Seite 162 Mitte (19):
"Als Platon das schrieb, war er der Geliebte des Sokrates"
17 und 57 Jahre. Ein vorbildhaftes Leben von Philosophen?
Mit Sicherheit nicht.
Seite 163 - Platon verspottet in der Politeia wie kein anderer die Demokratie..
So stellt sich mir die berechtigte Frage:
Taugen die alten Griechen überhaupt für den Schulunterricht?

Seite 183 oben der Autor spricht von "sprachlicher Korrektheit", was ich für einen Ausdruck
der Halbbildung erachte.
"Sprachlich richtig" - wäre wohl zu einfach gewesen?
Seite 188 Demosthenes kommt mir wie der typische Student vor..

***

Dieses Buch ist auf alle Fälle geeignet, ein und für alle Mal
jegliches Studium der Philosophie, Rhetorik, Altgriechisch und deren Überlieferungen oder Geschichte
als überflüssig anzusehen - wieviel Zeit könnte dadurch
den nützlicheren Studien zur Verfügung stehen!

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Interessant fand ich den Spruch auf Seite 199,
welcher mich an die Gepflogenheiten des allgemeinen Vereinslebens erinnert, welches ich partout nicht leiden kann:

"Wenn es darum ginge, über einen neuen Sachverhalt zu reden, ihr Männer von Athen, würde ich mich zurückhalten, bis die meisten von denen, die das zu tun pflegen, ihre Meinung bekundet hätten, um, wenn mir etwas gefiele von dem, was diese gesagt hätten, stumm zu bleiben, wen nicht, um selbst zu versuchen, was ich denke, auszudrücken."

Dieses verquirlte Duckmäusertum liegt mir nicht und wenn hier nochmal Kritik an dem falschen Genitiv angebracht werden darf, erklärt es um so mehr die heute üblich anglizistische Form: "Männer von Athen" und nicht "Männer Athens".
Verwunderlich bleibt doch, daß sich dieser holprige Stil überall durchzusetzen scheint.

Seite 211: "Leider war dieser Mann.. nicht ganz glücklich gewählt Aischines fand in der Vergangenheit des Timarchos, einem Freund des Demosthenes- homoerotische Jugendsünden" (Seite212-213) "Welcher Timarchos? Der Strichjunge?"
In Athen war männliche Prostitution nicht strafbar, aber auch nicht ehrbar, um öffentlich zu sprechen.

Auf Seite 242 ist jene Dame Phryne als Gottlosigkeit und Hetäre dabei anzubieten, ganz Theben aus eigener Tasche wieder aufbauen zu lassen.. da war wohl die öffentliche Meinung gegen, nach welcher es als geradezu skandalös galt, sich dem anderen Geschlecht ausserehelich hinzugeben. (Zwangsverheiratungen waren die Regel und so kam auf, daß "wahre Liebe" nur gleichgeschlechtlich sein könne.. ob das zum Untergang dieser Kultur führte? Heute zeichnen sich ähnliche unheilige oder sinnentstellende Tendenzen ab.)
Auf Seite 217 lese ich zum ersten Mal das Wort "Rechtsstaat".

Dionysios spricht auf Seite 252 von "Afterkunst", wenn man die Modi von Dramen und Luststücken vermischt.
Seite 255 entgegen dem allgemeinen Trend rät Epikur von der Beschäftigung mit der Politik und mit der Rhetorik ab. (Dieser Meinung schließe ich mich gerne an)

Seite 267 erzählt vom alten Cato und seinem weisen Spruch:
"Rem tene, verba sequentur!"
In seinem Landgut Tusculum kannte er die Landwirtschaft und die geraden Worte wohl.
Das wäre ein Politiker nach meinem Geschmack!

Seite 329 - Cicero habe, so lese ich, "euphorische und fürchterlich depressive Phasen gehabt".
Seite 333 Cicero "besingt sich selbst".
Seite 334 Cicero wird als Handlanger der Mächtigen angeprangert.
Seite 335 in Rom wie in Griechenland brauchten die Verteidiger in Prozessen keinesfalls bei der Wahrheit bleiben, wörtlich: Ggf betrügen und lügen um zu gewinnen..
Seite 336 Unredlichkeiten Ciceros.

Seite 359 - War Cicero ein Prahler?
Seite 372 Artikel 1 und 2 zu obiger Einschätzung.
(Geschwollen, zu Wiederholungen neigend, weichlich;
sein Lehrer stammte aus Kleinasien, dazu sagte man damals
erstmalig "Asiate" oder "Asianer".

Seite 379 Cicero wollte die attischen Spielarten der Rede, die auch noch für verschiedene Objektklassen galten, widerlegen und sein eigenes rhetorisches System oder Stil als das / der Optimale (Fall) etablieren, als platonische Matrix..
1. Belehrung, 2. Ethos, 3. Erschütterung (attisch)

Seite 383 Der Auctor Quintilian als Raster der Rede - besser als Cicero? (Quintilian machte sich sogenannte Eselsbrücken des Handlungsablaufes in Bildschemata)

Seite 386 Cicero versteht angeblich die Machtmenschen nicht.. obwohl er selbst mit den Reden Macht ausübt.

Seite 390 Adoptivgeschichte oder Caesarendurcheinander der Macht.

Seite 397 Betreibt Cicero Kriegspropaganda?
Seite 396 bis 400 - er verlor einen Schwur und bekam ein unrühmliches Ende.

Seite 402 Fußnote lesen- Redezeitbegrenzung im Senat Roms.
"Dauerredner als Verschleppungstaktiker"
Seite 433 Quintilians typischer Lehrer-Lebensirrtum,
Seite 435 er meint, daß nur ein guter Mensch ein guter Redner sein könne, hat aber dabei "vergessen", daß er durch Denuntiation sein Geld gemacht hat.. tragisch finde ich, dass ausgerechnet Goethe diesen Quinilian "zeitlebens" gelesen hat. Hier könnte ich Rückschlüsse ziehen.

Seite 450 - "manche Philologen sprechen von "Konzertrednern" - könnte das nicht die Kulturform von unseren "Dampfplauderern" sein, die fortan die Parlamente behelligen mit ihrem gehaltlosen Geschwätz, als verwilderte Form des damaligen "Ohrenschmauses"?
Seite 453 wirft die Frage auf, ob Altsprachler vielleicht versuchen, die Sprache Goethes oder Luthers in die Neuzeit zu bringen? Dort lese ich aber auch einen sehr interessanten Tipp bezüglich der "Würzung der Sprache durch alte Ausdrücke", die man genau wissend "auf der Zunge tragen müsse". Damit kann man sicherlich die Aufmerksamkeit der Zuhörer erringen, das habe ich selbst oft genug ausprobiert. Allerdings sollte man diese alten Wortbegriffe auch ganz genau kennen und auf Bitten erklären können..

Seite 460 Zyniker! Ein Hund "Kyon" lebt nur nach seinem Bauch, eine Art "Hundephilosophie" meint der Buchautor - daher käme das Wort "Zyniker", aus dem Griechischen.

Seite 485 ist schon spannender, denn hier wird Petrus als die treibende Kraft für die Hinrichtung (Steinigung) des Stephanus verantwortlich gezeichnet, der ihm zuvor seine Botschaft ins Griechische übersetzt hat. (Petrus hat wohl kein Griechisch gesprochen). "Saulus, Paulus, Damaskuserlebnis durch Jesu Stimme"

Seite 487 Paulus sah unterwegs in Griechenland Tempel mit der Inschrift wie "dem unbekannten Gotte" - damals wollte man auf keinen Fall irgendeinen Gott erzürnen, der sich übergangen gefühlt haben könnte.. mit diesem Background ging er auf Mission nach Griechenland und erzählte von dem Gott, dem man huldigt, aber noch nicht kannte. So kam Jehova dort an und Jesu Botschaft. Rhetorik als Überredungstrick?

Seite 490 Die Apologeten , Prozesse gegen Christen , die man für eine kinderfressende Sekte oder zumindest für Atheisten hielt..

Seite 511 Als 1. "Märtyrer" der jungen Christenheit galt ausgerechnet jener Stephanus, der Petrus damals ins Griechische übersetzte, jener Helfer, den der spätere "Fels" oder Stellvertreter Gottes zur Richtbank brachte. Das alleine hätte Petrus allemal vollkommen unhaltbar für alle Gläubigen machen müssen, denn so viel Ungerechtigkeit von einem Prediger, ja Propheten ertragen zu müssen, ist unerträglich. Daß damals Gott nicht eingegriffen hat, gibt Nietzsche ganz klar recht..

Wie weit man in den Schulen oder Gymnasien in die Rhetorik einsteigen kann, wird eher dem Gusto anheim gestellt werden müssen: Die Zeit ist knapp und nicht jeder hat ein Redetalent. Wird also der Unterricht in Stil und Rhetorik bindend, ergibt sich für viele Schüler ein automatisches Manko, wie für einen Dicken der Sportunterricht. Ich finde, daß sowieso viel zu wenig auf die persönliche Begabung eingegangen wird und Bildung pauschal mit der Wanne übergekippt..

Die Kunst der Rede darf man nicht über die des haptischen Geschickes oder über die kreativen geistigen oder praktischen Begabungen stellen. Alles zusammen, jede dieser Spezialisten zusammen gefasst, ergibt erst einen Innovationsschub.
(Besser, als wenn alle kleine Goethes oder Schillers oder Beethovens werden wollten: Spezialisten oder Akademiker straucheln zu sehen, ist mir ein Plaisier, das jenen den Hochmut ein wenig stutzt. Was ist ein Philologe ohne einen Mitmenschen, der Essen herstellen oder ein Bad kacheln oder eine Verstopfung der Toilette beseitigen kann? Nichts, außer einem wortlosen Wolkenschaufler !)

Seite 535 führt im Anhang fort mit dem Hinweis auf Friedrich Schleiermacher, Platons Kritik an der Rhetorik in alter, direkter Übersetzung. Wem die neueren Formen der Auslegung besser gefallen, wird mit weiteren Autoren beglückt.

Für mich persönlich ist mit diesem Buch "Die Macht der Rede" der Ausflug in das antike Griechenland beendet. Überzeugt hat der Autor, aber nicht die Thematik.







2020 Kartusche: Mit diesem Beitrag wollte ich beweisen, daß meine Theorie zur Rhetorik und dazu, daß das Gesicht eines Menschen sein Spiegel zur Seele ist - ebenso:
Der brasilianische Präsident Bolsonaro bringt ein Gesetz zur Ausbeutung "indigener Gebiete" auf den parlamentarischen Weg. Die Reservate der eigentlich Einheimischen zu erschließen und zu verwerten sei "ein Traum", sagte Bolsonaro, der wohl "rechts" eingestellt ist. Er fiel auch wieder mit abwertenden und rassistischen Äußerungen auf. "Der Indio ist ein menschliches Wesen genau wie wir", äußerte er sich und stellte damit erneut die Existenz der Indigenen infrage. (Die Reservate zu verlassen und in den Gettos der Städte leben zu "dürfen", wie die anderen armen Schlucker) Für solche Eklats ist er wohl bekannt.. Wer sein Gesicht sah, denkt dabei unwillkürlich an den Teufel - den die Kirche erfunden hat, um "Schafe" zu erschrecken. Ein solches Anlitz trug der ehem. Limburger Bischof T ebartz va n Elst und so mancher Politiker in Europa zur Schau. Ein Ergebnis eines entsprechenden Lebens, so meinen das die Chinesen schon: "Das Gesicht ist das Spiegelbild der Seele" (Tu Fu, Dichter der chinesischen Tang-Dynastie)
Wir deutsche Einheimische können die Gefühle der Indigenen inzwischen sehr gut nachempfinden...



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2020 Kartusche:

Flickern der LED Leuchtmittel, früher Glühlampe genannt und verschlafene Entsorgung.



Mir fiel auf, daß die Kamera unter dem Kunstlicht einer LED Lampe verrückt spielte - d.h. im Display ein deutliches Flackern
(Lichtflimmern - evtl. durch schadhafte oder nicht ausreichende Kondensatoren - wir erinnern uns, daß die Stromnetze 230V betragen und bei 50hz die Polarität wechseln - Wechselstrom..)
des Lichtes anzeigte, was bei bloßem Auge so nicht sichtbar war.
Die Aufnahme ist nichts geworden, trotz Blitzlicht-Einstellung.

Wer sich den Wiki-Artikel dazu anschaut, weiß Bescheid und erfährt von der schlimmen Gefährdung der Netzhaut, wenn es um diese Lichtquellen geht. Deshalb sind Streumasken verbaut worden.

Die Netzhautschädigugen und die mangelnde Entsorgungseignung (Seltene Erden) der LED Leuchtmittel halte ich für bedenklich:
Hier wird zu wenig zukunftsorientiert gearbeitet - die Entsorgungszentren brauchen mehr geeignetes Personal, das diese wertvollen Rohstoffen dringlich recyceln hilft:

Würden wir alle aus dem Ausland importieren technischen Güter entsprechend recyceln, diese Dinge lagern statt zu entsorgen, wäre ein gigantischer zukunftssicherer Materialhort geschaffen, der für unser rohstoffarmes Land von existenzieller Bedeutung werden könnte !












2020 Kartusche:

"Eure Wölfe fressen unsere Schafe !"



"Hessens Schäfer fordern Schutz vor Wölfen und buhen Ministerin aus.."

Was sich wie ein Witz anhört und auf dem Foto dieser Meldung nach Karnevall ausschaut, hat den ernsten Hintergrund, daß immer wieder Weidetiere angefallen und getötet werden.

Als erstes kam mir da der "Graue Wolf" aus Anatolien in den Sinn, aber es handelt sich dabei nicht um die heimlichen Abtransporte ganzer Herden von den Weiden, - was nicht selten passiert - sondern um einzelne Verrisse der Schafe.

Wer oder was immer dahinter steht, hat man wohl oder angeblich anhand der Gen-Analysen festgestellt - wobei ich meine Zweifel habe, ob eine solche aufwändige Analyse der Bißspuren und der genetischen Abdrücke tatsächlich bei einem Viehpreis Lebendgewicht von 50-90 Euro (plus Liebhaberpreisaufschläge) lohnen wird. Geschlachtet und zerlegt ca 350 Euro -Bioqualität- in der Metzgerei. Max. Versicherungswert 800 Euro für Zuchttiere, wie ich lese.

Die schratig aussehenden alten Männer in ihrer Schäferkluft und die eine jüngere Frau darunter mit rotgesträhnten Haaren standen auf dem Luisenplatz in Wiesbaden, der hess. Landeshauptstadt und demonstrierten gegen den "Wolfskuschelkurs" der Naturschützer, insbesondere gegen die Agrarministerin.

Hier muß sich jeder sein eigenes Urteil bilden - wir hier haben unsere Zweifel, ob diese Verrisse wirklich durch Wölfe gemacht worden sind, auch wenn die Jäger das bekunden, mit denen wir unterwegs sprachen.

In unseren Wäldern sind Waschbären, Luchse, Füchse und Kojoten unterwegs, der Wolf dürfte die große Ausnahme sein. Zudem jagen Wölfe immer im Rudel und nur verletzte Tiere oder verstreute Jungtiere werden direkt von Einzelwölfen angegangen..

Jedes Jahr bekommen die Schäfer pro Hektar 40 Euro für Zäune vom Staat.. 2016 lag der Anteil von Schaffleisch bei 0,2%, heute vielleicht bei 0,3% - ob sich dabei diese Aktion lohnt?

"Wölfe fressen kein Gras" riefen die Demonstranten - der Mensch aber auch nicht ;)

Früher war aber auch der Schäfer den ganzen Tag auf der Weide und passte auf - mit seinen Hunden - oder er hatte einen Herdenschutzhund dort aufgestellt. Heute soll ein einfacher Stromdraht reichen? Kein Wunder, daß bei dieser Wackel-Technik so einiges passiert.

.. ja ja ja Herr Kommissar ..

Und was lese ich Ende Jan. 2020?
"Der Zusammenstoß eines Autos mit dem Tier war nicht verhindern, das die Straße überqueren wollte.
Die Fahrerin dachte sie habe einen Hund überfahren.. Der Jagdpächter und die Polizei "vermuteten jedoch schon, dass es sich um einen Wolf handeln könnte".
"Eine Genanalyse soll nun Aufschluss darüber bringen, aus welcher Population das Tier stammt und ob es in Hessen schon einmal nachgewiesen wurde. Dafür werden Gewebeproben an das Senckenberg-Institut für Wildtiergenetik übersandt. Die Auswertung dieser Proben kann mehrere Wochen dauern."
Nun glaubt doch keiner ernsthaft, daß bei jedem Schaf-Verriss eine Gen-Untersuchung stattfinden wird - oder?




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Wo sind die Cis-Frauen?


Keine Zukunftsvision ist die Gestaltung oder Zusammensetzung nach sexueller und ethnischer Orientierung im Fußball, was mir im Juni 2021 zu lesen untergekommen ist.
Zitat:
"Echte Vielfalt im Fußball" müssen über geschlechtliche und sexuelle Identitäten, nicht-binäre, trans- und inter- Personen und alle queeren Menschen, die in sieben Kerndimensionen von Diversität auch in Führungs- und Aufsichtspositionen kommen müssten, sonst passiert eine sehr privilegierte Denke: Die ganze Gesellschaft ist für heterosexuelle Cis-Menschen ausgelegt, umso wichtiger ist es, dass andere Gruppen in entscheidenden Positionen repräsentiert und vertreten sind. Die Charta der Vielfalt legt sieben Kerndimensionen von Diversität fest. Diese sind Geschlecht und geschlechtlichen Identität, sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft und Nationalität, Alter, körperliche und geistige Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung sowie die soziale Herkunft"

Zitat-Ende.
Entweder bin ich aus dem falschen Jahrtausend oder diese "Denke" ist vom Mars.. ich wäre da wohl ein "heterosexueller Nicht-Cis im Klimakterium oder Frühgreisenalter und Angehöriger der bildungsfernen Schicht"

Besser macht das ein Wuppertaler Clan, der zwar 441 Straftaten (nur die entdeckten) mit 400.000 Euro Sozialhilfegeldern versüßt in einer Millionenvilla verlebte - dicke Luxuswagen und Goldketten.. das ist gelebtes "Cis" oder "ethische Vielfalt" a la Gendergrün.

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11.6.2021: Am heutigen Freitag kam erstmals der seltsame Wind wieder, den die Flugzeuge bringen, die nach Rhein-Main fliegen - trocken und staubig nach Ruß. Dieser Wind war ein Jahr weg, wo das Flugverbot herrschte und nun wird bald die Trockenheit wieder kommen, wie zuvor!








Das Jahr 2022 daheim.

Dieses Jahr wird noch mehr oder hauptsächlich im Kampf gegen den Schreibfehlerteufel stehen!

Getreu dem Motto "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr"
Das auszumerzen kann mir freilich nicht gelingen, wenn grammatikalische und orthographische Lücken sind, die nicht mal erkannt wurden..
..dennoch halte ich es für "sportlich", diese Fehlersuche unbeirrt fortzusetzen und mich letzten Endes diebisch über jeden Fehler zu freuen, der aufgedeckt werden konnte: Ein Erfolgchen, ein kritzekleines, aber doch ein Störfaktor weniger!

Wie das konkret ausschaut, wenn bei mir die ganzen 790 Seiten der Kontrolle unterzogen werden? (Was wohl Bibelstärke wäre, weil jede meiner Seiten etliche Schreibmaschinenseiten stark ist) Nun, es kann immer nur Stückwerk sein: Seite für Seite die Schattenecke hindurch oder die Reihenweck-Serie oder die Wander-Ecke oder dort anfangen, wo der Anfang der Datensicherung auf der Festplatte ist? Die Idee der Kartuschen (Eine Einblendung in bestehende Themenseiten) ist da schon zielführender: Jedesmal, wenn eine neue Kartusche auf eine der Seiten untergebracht werden soll, wird diese Seite auch gleich zur Korrektur gelesen.
Altvater Goethe meinte dazu:
"So eine Arbeit wird eigentlich nie fertig, man muß sie für fertig erklären, wenn man nach Zeit und Umständen das möglichste getan hat."
(So weit bin ich noch lange nicht, zuvor sollen alle Rezepte-Seiten mit einer abschließenden Kartusche versehen werden, die sich thematisch abhebt und anregt für ein Randthema)

Man muß mich sich selbst einig werden und so werde ich kritische Themen lassen, auch wenn sie überkommen erscheinen - wie beim Flugverkehr, wo ein Rückfall war in die "Normalität", kam der von mir reklamierte Umweltdreck wieder. Nach einem ganzen Jahr, wo die Luft sauber war. So ist das auch bei anderen Themen, wo mir eine klare Position nötig schien - und wenn ich der Letzte bin, der etwas zur Überfremdung, der wohl inzwischen 3/4 der Bevölkerung resignierend zustimmt oder zumindest schweigt, - anmerkt! Kaputtgemerkelt?












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